Kategorie: Blöcke

9 von 12 – Zeigt her eure Quiltblöcke! (Blog Hop)

Bunt, bunter, am buntesten! So wünsche ich mir nicht nur Deutschland, Europa und die ganze Welt, sondern auch meinen 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt. Direkt nebeneinander sieht das ja schon ein bisschen nach Knallbonbon aus, aber ihr müsst bedenken, es werden noch neutrale Streifen dazwischenkommen. Außerdem werden einige Quiltblöcke die Plätze tauschen. Ich habe sie hier nach der Reihenfolge im Quilt-Along ausgelegt.

Erste Reihe von links nach rechts: Rolling Stone, Churn Dash und Broken Dishes
Zweite Reihe von links nach rechts: Dresden Plate, Dutchman’s Puzzle und Pineapple
Dritte Reihe von links nach rechts: Snail’s Trail, Card Trick und Bear’s Paw

9 von 12 Quiltblöcke (Quilt-Along 6 Köpfe - 12 Blöcke)

Ich sag euch: Dieser Quilt-Along ist für mich ein einziger Lernprozess. Nachdem ich begriffen habe, dass meinem Sampler ein roter Faden fehlt, habe ich die Blöcke Rolling Stone, Churn Dash und Broken Dishes noch einmal genäht. Auch beim Dutchman’s Puzzle habe ich die grünen Flying Geese ausgetauscht. Sinn und Zweck des Ganzen war es, alle Quiltblöcke mit weißem Hintergrund zu haben und die verwendete Stoffe zu vereinheitlichen.

Ich habe sehr darauf geachtet, die immer gleichen Stoffe und Farben zu wiederholen. Dabei habe ich gemerkt, dass es von Vorteil ist, helle und kräftige Farbtöne zu kombinieren und die kräftigen Farben wie das starke Rot oder das sehr intensive Ockergelb nur sehr vorsichtig und gezielt als Eyecatcher einzusetzen. Sonst sind sie so dominant, dass die helleren Farbtöne wie graue Mäuse dahinter verschwinden.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein Rolling Stone Quiltblock

So, und nun habe ich meine dritte, wichtige Lektion gelernt. Eins vorneweg: Wenn ich meine Quiltblöcke betrachte, bin ich nicht unzufrieden. Jeder Einzelne gefällt mir sehr. Ich liebe die fröhlichen, leichten Farben, sie erinnern mich an Sommer und machen mir sofort gute Laune. Auch den fertigen Quilt werde ich lieben. Da bin ich mir sicher.

Aber eine Kleinigkeit stört mich. Das klingt jetzt komisch, aber: Im Zusammenspiel aller Blöcke fehlt etwas, das stört! Es fehlt ein Stachel, eine Farbe, die zwar dazu passt, aber anders ist als alle anderen, eine Farbe, die das laute, aufgeregte, süße Bunt ausgleicht und beruhigt. Ich glaube, erst mit so einem Ausreißer würde ich tatsächlich die Harmonie erzielen, die ich mir wünsche.

Ich wollte das bisher nicht glauben, aber Camille Roskelley hat doch recht: Bei einer guten Stoffkollektion sollte eine Farbe dabei sein, die auf den ersten Blick nicht dazu passt. Fragt mich bitte nicht, wo ich das mal gelesen habe. Ich habe die Aussage so im Kopf abgespeichert, und es passt auch zu den Stoffserien von Bonnie & Camille, in denen neben den leichten Sommerfarben auch sattes Dunkelblau, trübes Grau und Pechschwarz zu finden sind.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Rolling Stone + Broken Dishes

Das alles nach und nach selbst zu erkennen, finde ich echt spannend. Auch das ist das Schöne am Patchwork: Man setzt sich intensiv mit der Wirkung von Farben und der Zusammenstellung von Farben auseinander. Man schaut Stoffkollektionen anders an, macht sich mehr Gedanken. Ich habe z. B. neutrale Stoffe schätzen gelernt und unterscheide nicht mehr nur Farben, sondern auch Farbnuancen und Schattierungen. Als Patchworker steht man ja wie ein Künstler vor der weißen Leinwand und mischt seine Farben an. Man hofft, mit den Farben den gewünschten Effekt zu erzielen und wird wahrscheinlich mit viel Übung und Erfahrung immer besser darin.

Jetzt aber genug von mir. Was ist mit euch, sofern ihr bei unserem Quilt-Along mitmacht? Wie wirken eure 9 Blöcke? Seid ihr zufrieden? Zeigt sie uns doch mal!

In dieser Woche machen wir einen kleinen Blog Hop. Verena, Andrea, Gesine, Nadra, Dorthe und ich zeigen euch unseren Zwischenstand bis einschließlich September. Wer sich anschließen möchte, kann seine Collage auf Instagram unter dem Hashtag #6Köpfe9Blöcke oder in unserer Facebook-Gruppe zeigen.

Das Mitmachen lohnt sich diesmal ganz besonders. Denn unter allen Teilnehmern verlost Verena am Samstag zwei tolle, bunte Stoffpäckchen der Firma STOF Fabrics.

Ich freue mich auf eure 9er-Collagen und wünsche euch viel Glück für die Verlosung!

Meine 9 Blöcke verlinke ich heute bei RUMS.

6 Köpfe – 12 Blöcke | Bear’s Paw – Die Bärentatze

In diesem Monat wird unser 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt um einen wunderschönen Block erweitert: den Bear’s Paw = Bärentatze. Kaum zu glauben, nur noch drei Quiltblöcke, und wir haben unser Jahresziel erreicht. Ich freue mich schon sehr auf den fertigen Quilt und weiß auch schon ganz genau, an welche Wand ich ihn im neuen Haus hängen möchte.

Quiltblock Bear's Paw

Die Nähanleitung für den Bear’s Paw findet ihr diesmal bei Verena (einfach bunt). Sie erklärt Schritt für Schritt und wie immer sehr gut nachvollziehbar, wie der Block genäht wird und erzählt uns etwas über die Hintergrundgeschichte. Das finde ich ja immer sehr spannend.

Das Besondere an Verenas Anleitung ist, dass sie einen Teil Foundation Paper Piecing enthält. Das erste Mal in diesem Quilt-Along! Wer die Nähen-auf-Papier-Technik also schon immer mal ausprobieren wollte, hat bei den Bärenkrallen die beste Gelegenheit.

Wem das zu kompliziert ist oder wer sich nicht so recht traut, kann die Krallen der Bärentatzen aber auch einfach aus HSTs zusammensetzen. Hier kann man wunderbar kleine Stoffreste aus den vorigen Monaten verarbeiten. Ich habe das auch so gemacht.

Ich habe nach der Methode „2 HSTs aus 2 Quadraten“ zwei Quadrate zugeschnitten: ein weißes und ein buntes (je 3″ x 3″). Auf der linken Seite eines Quadrats habe ich mit dem Trickmarker eine diagonale Markierungslinie gezogen. Dann habe ich die Quadrate rechts auf rechts gelegt, mit Nadeln fixiert und ¼“ links und rechts neben der Markierungslinie genäht. Anschließend nur noch diagonal durchschneiden, auseinanderbügeln und die HSTs auf 2 ¼“ Inch trimmen. Für die Krallen braucht man insgesamt 16 HSTs. Einen sehr informativen Beitrag zu Half Square Triangles (HSTs) findet ihr bei Verena.

Quiltblock Bear's Paw

Ein kleiner Tipp von mir, dass euer Block auf jeden Fall bei 12,5″ rauskommt: Da kann man bei der Bärentatze ein bisschen tricksen. Näht erst die vier Bärentatzen fertig und messt dann nach, wie groß sie sind. Dementsprechend breit macht ihr die Zwischenstreifen und das Quadrat in der Mitte.

Quiltblock Bear's Paw

Ich hab in diesem Beitrag ja schon verraten, dass ich die ersten drei Blöcke noch einmal nähen möchte, weil ich mit dem Gesamtbild nicht ganz zufrieden war. Das ist mittlerweile passiert. Beim nächsten Mal zeige ich euch meine drei neuen Alten. Bis dahin wünsche ich euch allen viel Spaß beim Nähen der Bärentatze! Wenn Fragen auftauchen, helfen wir 6 Köpfe natürlich jederzeit gerne weiter.

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6 Köpfe – 12 Blöcke | Snail’s Trail – Schnecke oder abstrakter Michelangelo?

Der Knoten ist geplatzt, die Handbremse gelöst und jetzt geht’s mit Vollgas weiter. Nachdem ich die Entscheidung getroffen habe, meine ersten drei Blöcke in unserem Quilt-Along 6 Köpfe – 12 Blöcke noch einmal zu nähen, diesmal mit weißem Hintergrund, bin ich wieder begeistert dabei und sehe ihn direkt vor mir, meinen fertigen Quilt. Es ist doch erstaunlich, wie viel Motivation das auslöst, wenn man sich wieder auf dem richtigen Weg fühlt und ein Ziel vor Augen hat.

Snail's Trail - der Juli-Block im Quilt-Along "6 Köpfe - 12 Blöcke"

Auf einmal geht auch die Stoffauswahl viel schneller. Der Hintergrund weiß – das ist ja jetzt ein für alle Mal entschieden – und die beiden Schneckenwindungen in Blau und Rot bzw. Rosa. Weil es bei meinem Ananas-Quiltblock so gut funktioniert hat, habe ich mich hier auch wieder für einen Farbverlauf entschieden. Diesmal ist die kräftige Farbe innen und die helle außen, was den einfachen Grund hat, dass das kräftige Rot außen zu dominant im Quilt geworden wäre.

Snail's Trail Quiltblock

Denn wie Andrea so wunderbar in ihrem Artikel über den Snail’s Trail geschrieben hat: „Man muss das Ganze im Auge behalten.“ Manchmal muss ein Block auch mal zurückhaltender sein und sich bescheiden neben große Diven einordnen, damit der ganze Quilt am Ende harmonisch wirkt. Ich habe mich am Anfang bemüht, jeden Block zum Superstar zu machen, aber in jeder guten Band muss es auch Backgroundsänger geben. Dieser Snail’s Trail ist jetzt eher so ein Backgroundsänger geworden, und das finde ich fantastisch. Er gefällt mir total gut.

Snail's Trail - der Juli-Block im Quilt-Along "6 Köpfe - 12 Blöcke"

Mich erinnert die Schnecke irgendwie auch an Yin & Yang und noch viel mehr an Michelangelos Fingerzeig Gottes. Ich weiß auch nicht, aber ich muss immer an das berühmte Fresko denken, wenn ich den Snail’s Trail sehe. Eine Schnecke sehe ich nur mit viel Fantasie und wenn ich die Augen zukneife. Dass man so viel in diesen Block hineininterpretieren kann, gefällt mir. Das mag ich. Auch wenn ich vielleicht ein paar komische Assoziationen hab, hihi.

Schwer zu nähen, ist der Snail’s Trail nicht. Auch der Zuschneideplan ist nicht kompliziert. Trau dich ruhig, auch wenn du Anfänger bist! Die Anleitung mit vielen Step-by-Step-Erklärungen und Fotos findest du bei Dorthe (lalala patchwork). Dort kannst du dir auch als Planungshilfe ein Ausmalbild vom Snail’s Trail herunterladen.

Ich mache mir immer einen Screenshot von dieser Grafik und lade es als Bild in ein Word-Dokument, wo ich es dann verkleinere, vervielfältige und ausdrucke. Auf dem Foto links oben siehst du mein ausgemaltes Bildchen. Wenn du dir die Zahlen aus dem Zuschneideplan auf dein Bild überträgst, hast du eine gute Orientierung, was du aus welchem Stoff zuschneiden musst. So geht das ratzfatz. In 1-2 Stunden ist der Block genäht.

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6 Köpfe – 12 Blöcke | Ich liebe diese Ananas! – Pineapple Quiltblock

Also das war ja jetzt echt verrückt mit diesem Pineapple Block! Erst hab ich mich unbändig darauf gefreut, weil ich diese Ananas so schön finde und dann hab ich ewig keinen Anfang gefunden und mich mit einer Nähblockade herumgequält. Nach einem kleinen, motivierenden Schubser von Dorthe habe ich mich hingesetzt, eine Entscheidung gefällt, genäht und jetzt? Liebe ich ihn! Ich weiß, ich hab das schon beim Dresden Plate gesagt, aber die Ananas ist mein Favorit in diesem Quilt-Along 2017.

Pineapple Quiltblock nähen - Ich liebe diese Ananas!

Seitdem ich beschlossen habe, die Blöcke Januar, Februar und März noch mal neu zu nähen und zwar mit weißem Hintergrund, hab ich wieder eine Vision von meinem fertigen Quilt. Vielleicht geht es euch ja auch so, dass ihr auf halbem Weg die Verbindung zu euren Blöcken verloren habt und mit der gewachsenen Zusammenstellung nicht zufrieden seid. Dann macht’s wie ich und näht den Block, der sich partout nicht einpassen will, einfach noch einmal.

Pineapple Quiltblock - Ich liebe diese Ananas! (6 Köpfe - 12 Blöcke)

Manchmal ist es besser, die Richtung zu korrigieren anstatt etwas halbherzig bis zum Ende durchzuziehen. Meine bereits genähten Blöcke finde ich, jeden für sich, immer noch toll. Daraus werde ich Kissen, Taschen oder etwas anderes Schönes machen. Mal schauen. Ich hab auf jeden Fall gelernt: Bei einem sehr bunten Quilt wie meinem muss der Hintergrund einheitlich sein, damit mein Auge das Ganze harmonisch und rund findet. Beim nächsten Sampler Quilt werde ich mir von Vornherein viel mehr Gedanken über den Hintergrund machen.

Mein bunter Pineapple Quiltblock

Ich bin sehr glücklich übr den Effekt, den ich mit meinem Farbverlauf erzielt habe. Genauso hab ich mir das vorgestellt. Außen habe ich kräftige Farben gewählt, die nach innen immer eine Nuance heller werden. Im Zentrum treffen sich dann pastelliges Grün, Gelb, Blau und Rot.

Das Tutorial zum Ananas-Block findet ihr bei Gesine (Allie & Me). Es ist wie immer kostenlos, sehr bilderreich und ausführlich erklärt und deshalb auch für Patchworkanfänger geeignet. Wer eine einfache Variante dieses Blocks bevorzugt, für den hat Gesine auch eine Nähanleitung für den Log Cabin, dem Vorfahren des Pineapple, parat.

Pineapple Quiltblock (6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt-Along)

Wenn ihr noch am Überlegen seid, ob Ananas oder Log Cabin, rate ich euch zur Ananas! Sie ist nicht so schwer zu nähen, wie’s vielleicht aussieht. Ich würde sogar behaupten, es ist einer der leichten Blöcke in diesem Quilt-Along. Warum? Weil kaum Nahtzugaben aufeinander treffen. Der Trick bei der Ananas ist, nach jeder Runde sorgfältig zu trimmen, und das ist nicht schwer. Wenn man das ordentlich macht, kann eigentlich gar nichts schiefgehen. Ich würd’s probieren!

Verlinkt bei Handmade on Tuesday und DienstagsDinge.

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6 Köpfe – 12 Blöcke | Mein kunterbunter Dresden Plate

Zwei Wochen Urlaub und nicht einmal habe ich an der Nähmaschine gesessen. Wir haben so viel unternommen: Freunde besucht, waren wandern, Radfahren, ab und zu auf unserer Baustelle, haben auf der Hochzeit meiner Cousine getanzt, gelacht, entspannt, Geburtstag gefeiert – da habe ich wirklich keine Minute das Nähen vermisst. Umso mehr freue ich mich jetzt aber, wieder die Nähmaschine anzuschalten und schöne, neue Ideen und Projekte umzusetzen.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein kunterbunter Dresden Plate (April-Block)

Durch die Arbeit an meinem E-Book Webbandhotel und meine Nähkurse war im März und April manches liegen geblieben. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und so war jetzt nach dem Urlaub als erstes der Dresden Plate Block dran. Auf den habe ich mich schon sehr gefreut. Es ist der 4. Block bei unserem Quilt-Along 6 Köpfe – 12 Blöcke. Die kostenlose Nähanleitung für diesen 12,5 Inch großen Patchworkblock findest du bei Andrea.

Auch wenn du nicht am Quilt-Along teilnimmst, hast du vielleicht Lust, mal die Technik des Dresden Tellers auszuprobieren. Statt eines Quilts könntest du auch ein Kissen aus dem Block machen. Das wäre auf jeden Fall ein toller Hingucker auf deiner Couch, und deine Gäste würden bestimmt ganz beeindruckt fragen: „Meine Güte, wie geht denn so was? Hast du das selber genäht?“ Dabei ist es ja in Wahrheit überhaupt nicht schwer. Solche Nähprojekte finde ich immer toll: die viel hermachen, Staunen und bewundernde Blicke hervorrufen, aber eigentlich recht simpel sind.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Zuschnitt mit unserem Original Dresden Plate Ruler

Okay, es ist natürlich Ansichtssache, ob etwas simpel oder schwer ist. Was dem einen leicht von der Hand geht, damit müht sich der andere vielleicht ab. Welche Fähigkeiten braucht man also für den Dresden Plate? – Man muss mit einem Lineal oder einer Schablone 16 Teile zuschneiden. Wie das funktioniert, erklärt Andrea in ihrem Tutorial sehr ausführlich.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein kunterbunter Dresden Plate (April-Block)

Dann muss man rechts auf rechts legen und mit einer Nahtzugabe von ¼ Inch zusammennähen können. So entstehen die einzelnen Blüten, die im nächsten Schritt aneinandergenäht werden. Das ist jetzt nur mal grob im Schnelldurchlauf. Andrea erklärt natürlich ganz genau anhand vieler Fotos, wie’s geht. Wie man die Nahtzugabe auch ohne Inch-Nähfüßchen prima einhalten kann, habe ich übrigens in diesem Blogbeitrag beschrieben.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein kunterbunter Dresden Plate (April-Block)

Alle 16 Stoffstücke aneinandergenäht, ergibt das eine kreisförmige Blume, die dann auf einen Hintergrundstoff genäht wird. Das kann man mit der Hand machen, muss man aber nicht! Klar, eingefleischte Quilter applizieren natürlich von Hand. Ich persönlich finde beides schön: unsichtbare Handstiche und sichtbare Maschinenstiche. Zum Glück gibt es keine Quiltpolizei. Jeder, wie er mag. Ich habe meinen Dresden Plate mit Handstichen appliziert, einfach weil ich neugierig war, wie das klappt und am Ende aussieht. Mein Fazit: Klappt super und sieht sehr schön aus.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Dresden Plate - mit Textilklebestift fixiert und mit Handstichen aufgenäht

Damit der Dresden Teller beim Aufnähen nicht verrutscht, habe ich ihn mit dem Textilklebestift von Clover fixiert. Da gibt’s natürlich auch etliche andere Produkte, z. B. den Fabric Glue Pen von Sewline. Ich habe aber auch schon gehört, dass manche Leute einfach den Pritt-Stift dafür nehmen. Der scheint sich nachher auch wieder auszuwaschen. Statt Kleber kannst du auch einfach oldschool Stecknadeln benutzen.

Fertig ist der Dresden Plate! Also ich bin absolut begeistert und freue mich sehr, etwas Neues gelernt zu haben. So kann ich wieder einen Punkt von der Liste der Dinge, die ich unbedingt mal ausprobieren möchte, streichen. Mit der Stoffwahl für meinen Dresden Teller bin ich sehr zufrieden. Ich liebe die kunterbunten, fröhlichen Farben. Das ist ganz sicher einer meiner Lieblinge von 6 Köpfe – 12 Blöcke.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein kunterbunter Dresden Plate (April-Block)

Mein Hintergrundstoff ist eigentlich strahlend weiß. Das konnte ich bei dem trüben Regenwetter nicht so ganz einfangen.

Das Original Dresden Plate Lineal mit dem Logo von 6 Köpfe – 12 Blöcke kannst du bei Dorthe (Lalala Patchwork), Andrea (Quiltmanufaktur) und Verena (einfach bunt Quilts) kaufen oder online bestellen. Alternativ findest du im Tutorial von Andrea eine Schablone zum Ausdrucken und Ausschneiden.

Du interessierst dich für das Lineal, aber fragst dich, was man noch damit machen kann? Dann schau doch mal bei Nadra vorbei, die ein süßes Reißverschluss-Täschchen mit einem Viertel Dresden Plate genäht hat. Auch Gesine  experimentiert gerne mit dem Dresden Teller und hat uns schon in der Vergangenheit mit dieser Kosmetiktasche, dem Träumgut-Trapezkissen und den Glücksblumen begeistert. Den Dresden Plate Block für ihren 6Köpfe-Quilt hat sie im Fancy Style genäht. Auch eine tolle Idee, genauso wie die Scrappy Version aus Stoffresten von Dorthe! Sensationell schön finde ich auch das schicke, geometrische Tumbler-Kissen von Andrea und den Windmühlen-Tischläufer von Verena.

Du siehst: Man kann eine ganze Menge mit so einem Dresden Plate Lineal anstellen. Unseres ist ein 22,5-Grad-Lineal. Möchtest du einen klassischen Dresden Teller damit nähen, besteht er immer aus 16 Teilen. Die Größe ist variabel. Wir haben im Vorfeld darüber diskutiert, wie unser Lineal sein soll, das wir produzieren lassen, und uns dann für 22,5 Grad entschieden. Gerade, weil man so viele schöne Projekte damit umsetzen kann. Mein nächstes steht schon fest. Und du? Konnte ich dich neugierig machen? Hast du Lust bekommen, den Dresden Teller zu nähen? Ich würde mich sehr darüber freuen.

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6 Köpfe – 12 Blöcke | Tutorial – Dutchman’s Puzzle

Herzlich Willkommen zum fünften Mal bei 6 Köpfe – 12 Blöcke! Schön, dass ihr hier seid. Ich freue mich sehr darüber, dass der Quilt-Along nun bei mir angekommen ist. Bereits vier Blöcke haben wir gemeinsam genäht, den Rolling Stone im Januar, den Churn Dash im Februar, den Broken Dishes im März und zuletzt den Dresden Plate im April.

Nun bin ich also an der Reihe, euch meinen Quilt-Block vorzustellen und Schritt für Schritt zu zeigen, wie er genäht wird. Und welches Design würde besser in den Wonnemonat Mai passen als der Dutchman’s Puzzle? Dieser Windmühlen-Block, der aus 8 Flying Geese zusammengesetzt wird, ist so fröhlich und quirlig. Mir macht er sofort gute Laune.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

Der Dutchman’s Puzzle ist ein traditioneller Block, dessen Ursprung mindestens in die 1890er zurückreicht. Wenn die Information stimmt, die ich im Internet gefunden habe, dann ist der Block 1898 im Magazin „Ohio Farmer“ veröffentlicht worden. Das ist der Beleg dafür, dass er mindestens 120 Jahre alt ist. Vielleicht habt ihr meinen Artikel über Sampler Quilts gelesen und erinnert euch daran, dass die Farmer-Magazine eine wichtige Rolle für die Überlieferung und Verbreitung von Quilt-Mustern gespielt haben.

Auf der Suche nach Namen für Quilt-Blöcke ließen sich die Frauen damals vermutlich einfach von dem inspirieren, was sie täglich sahen, wie Gänse und Windmühlen. Mehrere Millionen Windmühlen soll es in den USA gegeben haben, hauptsächlich zum Wasserpumpen. Die ältesten Windmühlen wurden in den 1630ern von holländischen Siedlern im Osten Amerikas erbaut. Dort erstreckte sich die Kolonie „Neu-Niederlande“ mit dem Zentrum Neu-Amsterdam, dem heutigen New York.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

Über die Flying Geese wird erzählt, dass sie so etwas wie ein Code oder Kompass für Sklaven auf der Flucht waren. Angeblich sollten sie den Menschen den Weg nach Kanada in die Freiheit weisen. Ich habe gelesen, dass die meisten Sklaven im Frühjahr geflohen sind und sich an den Gänsen orientiert haben, die zu dieser Jahreszeit Richtung Norden zogen. Dort, wo die Vögel rasteten, fanden auch die Menschen Wasser, Nahrung und einen sicheren Platz zum Schlafen. Wie verlässlich diese Information ist, weiß ich aber nicht. Wissenschaftliche Quellen standen mir leider nicht zur Verfügung.

Nun zur Nähtechnik und Anleitung. Es gibt viele Variationen dieses Blocks, je nachdem, ob ihr zwei, drei, vier oder noch mehr Stoffe verwendet und wie ihr diese miteinander kombiniert. Ihr könnt die Farben z. B. so setzen, dass die Windmühle in der Mitte optisch hervorgehoben wird.

Der Dutchman’s Puzzle wird aus 8 Flying Geese zusammengesetzt. Flying Geese – Das ist ein Rechteck, das aus drei Dreiecken besteht. Es gibt verschiedene Methoden, Flying Geese zu nähen. Eine davon ist die sogenannte No-waste-flying-geese-Methode, bei der aus einem großen Quadrat und vier kleinen Quadraten insgesamt vier Flying Geese genäht werden.

Für dieses Tutorial habe ich mich aber für eine Methode entschieden, die ich für einfacher und anfängerfreundlicher halte. Die 8 Flying Geese werden hier alle einzeln aus einem Rechteck und zwei Quadraten genäht. So seid ihr absolut flexibel beim Kombinieren eurer Stoffe und Flying-Geese-Einheiten und könnt auch kleinere Stoffstücke verwenden. Einziger Nachteil: Es fällt mehr Abfall an als bei der No-waste-Methode. Aber schmeißt diese abgeschnittenen Stoffreste auf keinen Fall weg! Es lassen sich daraus ganz wunderbar HSTs (Half Square Triangles) in der Größe 2,5″ x 2,5″ nähen, die ihr bestimmt für ein anderes Patchworkprojekt gebrauchen könnt – vielleicht sogar für einen späteren Block in diesem Quilt-Along!

Nähanleitung: Dutchman’s Puzzle

Zuschnitt für einen 2-farbigen Dutchman’s Puzzle:

(8 x)    Rechteck, 3 ½“ x 6 ½“ (rot)
(16 x)  Quadrat, 3 ½“ x 3 ½“ (weiß)

Alle Maßangaben sind in Inch!

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

Wenn ihr mehr Stoffe verwenden und die Farben anders verteilen möchtet, müsst ihr die Mengen entsprechend abwandeln. Lest euch unbedingt erst einmal die Anleitung ganz durch, bevor ihr anfangt! Dann erkennt ihr schnell, wie ihr den Zuschnitt für euren Wunsch-Block ändern müsst. Außerdem könnt ihr die eingestreuten Tipps von Anfang an beherzigen.

Die Nahtzugabe beträgt ¼“ (= ein Viertel Inch). Wie ihr auch ohne Inch-Nähfuß die Nahtzugabe exakt einhalten könnt, habe ich in diesem Blogpost erklärt.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(1) Zieht mit Lineal und Trickmarker auf der linken Stoffseite eines Quadrats eine Diagonale von einer Ecke zur anderen. Wiederholt diesen Schritt mit allen anderen Quadraten. Benutzt hier keinen Bleistift. Weil wir gleich auf der Linie nähen, würde man den Bleistiftstrich vielleicht später sehen.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(2) Legt ein Quadrat rechts auf rechts an eine kurze Kante eines Rechteck. Ecken und Kanten von Quadrat und Rechteck liegen exakt aufeinander. Die markierte Diagonale geht von rechts oben nach links unten. Steckt das Quadrat mit zwei Nadeln fest oder benutzt Stoffklammern.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(3) Näht mit einem kurzen Geradstich (Stichlänge: 2,0) über die markierte Linie. Anfang und Ende der Naht werden nicht verriegelt.

Ein Tipp, damit ihr die Linie mühelos trefft: Ich stelle meine Nadel auf die mittlere Position ein (bei mir ist das Stichbreite 3,5) und orientiere mich am „Mittelstrich“ meines Nähfüßchens. Die Nadel sticht dann genau dort ein, wo die mittlere Markierung meines Nähfüßchens ist. So muss ich mich nicht auf die Nadel konzentrieren, sondern achte nur darauf, dass der Mittelstrich immer schön auf der Trickmarker-Linie läuft. Das funktioniert auch mit anderen Markierungen auf eurem Nähfüßchen. Bedingung ist, dass ihr die Stichbreite eurer Nadel verstellen könnt.

(4) Schneidet jetzt ¼“ Inch neben der Naht die Ecke weg. Das ist unsere Nahtzugabe. Am besten funktioniert das mit einem Inch-Lineal und einem Rollschneider.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(5) Bügelt die Nahtzugabe auseinander oder zur Seite. (Über die verschiedenen Bügeltechniken habe ich in diesem Blogartikel ausführlich geschrieben.) Ich bügle hier auseinander. Das entstandene Rechteck ist genauso groß wie das rote Ausgangsrechteck: 3 ½“ x 6 ½“. Wiederholt die Schritte 2 – 5 mit allen anderen Rechtecken aus dem roten Stoff.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

Tipp: Kettenähen – Ihr könnt alle 8 roten Rechtecke so vorbereiten wie in Schritt 2 gezeigt und dann direkt hintereinander wegnähen. Das geht besonders schnell. Am Ende eines Quadrats stecht ihr ein- bis zweimal ins Leere und näht dann gleich auf der markierten Linie des nächsten Quadrats weiter, ohne die Nadel zu heben und dazwischen den Faden abzuschneiden. Erst nach dem letzten angenähten Quadrat nehmt ihr die Kette weg und schneidet die einzelnen Einheiten auseinander.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(6) Legt ein zweites Quadrat an die gegenüberliegende kurze Kante des roten Rechtecks und näht es genauso an wie das erste Quadrat (siehe Schritt 2 + 3). Die Stoffe liegen rechts auf rechts, Ecke genau auf Ecke und auch die Stoffkanten genau aufeinander.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(7) Auch bei diesem Quadrat wird die Ecke so weggeschnitten, dass ¼“ Inch Nahtzugabe bleibt.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(8) Bügelt die Nahtzugabe auseinander oder zur Seite. – Super! Der erste Flying Geese ist fertig! Größe: 3 ½“ x 6 ½“. Von diesen Flying Geese näht ihr insgesamt 8 Stück.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(9) Ordnet eure 8 Flying Geese so an, wie im Bild gezeigt. Achtet darauf, dass die Spitzen der roten Dreiecke in die richtige Richtung zeigen. Die Flying Geese laufen quasi im Uhrzeigersinn ums Zentrum herum.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(10) Die Flying Geese werden jetzt paarweise zusammengenäht. Immer zwei Flying Geese, die in dieselbe Richtung zeigen, werden an der langen Kante rechts auf rechts gelegt und mit ¼“ Inch Nahtzugabe genäht. So bekommt ihr vier kleine Blöcke.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

Tipp: Spitzen – Wenn ihr die Flying Geese aneinandernäht, legt sie am besten so unter das Nähfüßchen, dass die Nahtzugaben oben liegen. So könnt ihr exakt neben dem Punkt nähen, wo sich die Nahtzugaben treffen und eine perfekte Spitze herausarbeiten (siehe türkisen Pfeil).

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(11) Näht jetzt die oberen Flying-Geese-Blöcke rechts auf rechts aneinander und wiederholt das Ganze mit den unteren Flying-Geese-Blöcken. Wir haben jetzt zwei rechteckige Blöcke, jeweils mit 4 Flying Geese, die nun im zwölften und letzten Schritt zusammengenäht werden.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Tutorial - Dutchman's Puzzle

(12) Näht die beiden Hälften rechts auf rechts aneinander und fertig ist euer Dutchman’s Puzzle!

Es kann sein, dass der fertige Block nicht ganz 12 ½“ hat, sondern vielleicht ein Achtel weniger. Das lässt sich aber beim Aneinandernähen der Blöcke ausgleichen und wird später nicht auffallen. Wenn ihr wollt, könnt ihr den ganzen Dutchman’s Puzzle mit einem Tick weniger als ¼“ Inch Nahtzugabe nähen. Ich regle das auch wieder über die Einstellung der Stichbreite. Wenn ich die Stichbreite eine Position nach rechts verstelle, passt die Nadel immer noch gut durch das vorgesehene Loch meines Inch-Nähfußes, aber ich nähe mit einem Hauch weniger als ¼“ Inch. In der Summe kann das schon etwas ausmachen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nähen! Wenn ihr Fragen zur Anleitung habt, schreibt mir gerne einen Kommentar. Im Juni geht es mit dem Block von Gesine (Allie & Me) weiter.

 

Auch in diesem Monat hat Nadra eine Übersichtsgrafik (links) und ein Ausmalbild (rechts) erstellt. Es ist nur als Planungshilfe gedacht und kein Schnittmuster! Ihr könnt es euch hier herunterladen: Dutchman’s Puzzle Ausmalbild (pdf)

Links zu allen Tutorials:

Links zum Weiterlesen:

Eure fertigen Dutchman’s Puzzle könnt ihr wie immer gerne in unserer Facebookgruppe, auf unserer Flickr-Seite oder auf Instagram unter dem Hashtag #12blöckemai teilen.

Ich bin schon sehr gespannt, wie ihr das Design umsetzt. Wenn ihr einen Blogpost über euren Dutchman’s Puzzle geschrieben habt, dürft ihr ihn gerne hier verlinken.

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6 Köpfe – 12 Blöcke | Broken Dishes auf dem Weg zum Ziel

Der dritte Block ist raus, und so langsam bekommen alle Teilnehmer von 6 Köpfe – 12 Blöcke eine Vorstellung davon, wohin die Reise geht. Jetzt sehen wir, ob wir ein gutes Händchen bei der Auswahl der Stoffe bewiesen haben und ob die ersten drei Blöcke bereits ein harmonisches Bild ergeben.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Broken Dishes auf dem Weg zum Ziel

Man könnte ja meinen, ich als einer der sechs Köpfe hätte einen Masterplan. Ich kenne ja alle zwölf Blöcke. Ich weiß doch bestimmt, wie mein Quilt am Ende aussehen wird. Das denkst du doch auch, oder? Hihi… Nee, ich weiß es überhaupt nicht! Es ist auch mein erster Sampler Quilt und obwohl ich eingeweiht bin, fällt es mir mindestens genauso schwer, Entscheidungen zu treffen, mit denen ich hinterher voll und ganz zufrieden bin. Da ist kein Bild vom fertigen Quilt in meinem Kopf.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Broken Dishes auf dem Weg zum Ziel

Deshalb glaube ich, dass es gar nicht darum geht, immer die besten Entscheidungen zu treffen, um am Ende die perfekte Decke auf dem Sofa auszubreiten. Auch wenn’s wie der Trostpreis für Gescheiterte klingt: Der Weg ist das Ziel! Nicht das Ergebnis ist ausschlaggebend, sondern das, was wir auf dem Weg dahin alles lernen, was wir ausprobieren, geduldig austüfteln, uns mit Fantasie vorstellen, wieder verwerfen oder doch für gut befinden. Wir üben ja nicht nur neue Nähtechniken, sondern lernen auch durch Versuch und Irrtum ganz viel über die hohe Kunst der Farb- und Musterkomposition.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Broken Dishes auf dem Weg zum Ziel

Dieser Lernprozess ist das eigentlich Spannende. Und was ich auch genieße: Den Spaß am Nähen in fröhlicher Runde. Es freut mich so sehr, dass die Stimmung in unserer Facebook-Gruppe so gut ist. Das ist, glaube ich, nicht selbstverständlich. Was habe ich gelacht, als Dagmar am 1. März in der Gruppe schrieb: „Mädels, halb neun und noch keine hat den März-Block fertig? Muss ich jetzt tatsächlich aufstehen und selber anfangen? Ich wollte doch jetzt beim Frühstück gemütlich die schönen neuen Blöcke bewundern.“ Der Weckruf wurde natürlich sofort gehört. Zwei Stunden später präsentierte Claudia den ersten Broken Dishes.

Ich war diesmal nicht bei den ersten. Tatsächlich habe ich meinen Block erst heute fertiggenäht. Er ist noch fast warm. Weil mein blau-gelber Rolling Stone und mein Churn Dash in Rosa-Rot nicht so recht zusammenpassen, wollte ich jetzt unbedingt eine Verbindung zwischen den beiden schaffen. Mein Broken Dishes sollte Stoffe und Farben der beiden enthalten und sie miteinander verheiraten. Broken Dishes heißt ja auf Deutsch „zerbrochenes Geschirr“. Das erinnert doch ein bisschen an Polterhochzeit, oder?

6 Köpfe - 12 Blöcke | Broken Dishes auf dem Weg zum Ziel

Außerdem sollte eine neue Farbe ins Spiel kommen: Grün. Ich denke, mein Problem ist ein bisschen, dass ich mich nicht auf bestimmte Stoffe festgelegt habe. Ich hab zu viel Auswahl. Was für ein Luxusproblem! Aber es scheint doch wichtig zu sein, dass Stoffe wiederkehren, damit am Ende das Ergebnis harmonisch aussieht. Vielleicht wäre es auch geschickt gewesen, jeden Block mit dem gleichen Hintergrundstoff zu nähen. Beim Broken Dishes habe ich einen ganz neuen Stoff hinzugenommen: bunte Mini-Dots. Den hätte ich vielleicht auch beim Rolling Stone statt des weißen nehmen sollen. Na ja, hinterher ist man immer schlauer.

Neun Blöcke sind noch zu nähen. Es wird also noch genügend Gelegenheit geben,Verbindungen zu schaffen und Harmonie herzustellen. Bis dahin lerne ich ganz viel, und am Ende, da bin ich sicher, werde ich mit Marie von Ebner-Eschenbach übereinstimmen, die gesagt haben soll: „Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel.“


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Pandalicious | Sterne und Pandas auf meinem Nähtisch

„Mensch, du verfällst ja wirklich grad dem Quilt-Fieber“, schrieb mir Friederike auf Instagram, als ich vor kurzem meinen ersten Sternenblock zeigte. Ja, da ist wohl was dran. Als ich letztes Jahr im November bei Nadra das tolle Buch „Quilt Petite“ gewonnen habe, hab ich ja im Spaß gesagt: „Wie’s aussieht, möchte das Universum, dass ich mehr patchworke!“ Nicht nur das Universum, auch Dorthe fand wohl, dass das eine gute Idee wäre, und lud mich kurz darauf ein, den Quilt-Along 6 Köpfe – 12 Blöcke mitzuorganisieren. Wenn das mal keine Zeichen sind!

Sternenquilt aus der Stoffserie Pandalicious von Katarina Roccella

Okay, ich glaub natürlich nicht an Botschaften vom Universum. Viel mehr glaube ich, dass in mir schon sehr lange ein keimender Patchwork-Samen ist, der in letzter Zeit einfach mit ein paar großen Gießkannen ordentlich gegossen wurde. Noch dazu die Begeisterung der Quilt-Along-Teilnehmer. Da muss man ja anfangen, das Patchworken zu lieben, wie Tini in ihrem Blogbeitrag so schön schrieb.

Sternenblock aus der Stoffserie Pandalicious von Katarina Roccella

Den Sternenquilt, den ich gerade nähe, plane ich tatsächlich schon seit einem Jahr. So lange ist mir bewusst, dass im Frühling ein runder Geburtstag ansteht und ich dem Geburtstagskind ein ganz besonderes Geschenk machen möchte: eine tolle Kuscheldecke. Im August kam dann eine Stoffserie in Gretes Laden, bei der ich dachte: Jawoll, die ist es! Diese Farben und Motive passen perfekt ins Wohnzimmer des Geburtstagskindes. So ganz sicher war ich mir aber nicht, und so gingen erst mal ein, zwei E-Mails hin und her, bis mir Grete versicherte: „Das kannst du so machen. Die Farben werden passen!“

Sternenquilt aus der Stoffserie Pandalicious von Katarina Roccella

Geholfen hat dabei witzigerweise die Bella Solids Farbkarte. Ich habe einfach die Farbtöne herausgesucht, die zur Couch des Geburtstagskindes passen und Grete gefragt, ob die Serie Pandalicious von Katarina Roccella zu diesen Bella Solids Farbtönen passen. Trick 17! Wofür diese Farbkarten doch alles gut sind! Sie sind ja nicht billig, aber ich bin froh, dass ich sie habe.

Mit Karopapier und Bleistift bewaffnet, habe ich dann vor ein paar Wochen einen groben Plan für den Quilt ausgetüftelt: 24 Blöcke wird es geben, jeder fertig 12 Inch groß. Es wird keine Zwischenstreifen geben, ich werde die Blöcke also direkt aneinander nähen. Aber ein schmaler Rahmen für das Binding ist geplant. Größe des fertigen Quilts: etwa 130 x 190 cm.

Sternenquilt aus der Stoffserie Pandalicious von Katarina Roccella

Die Hälfte der Blöcke werden Sterne sein, für die restlichen 12 entwickle ich gerade noch Ideen. Dabei ist mir wichtig, die schönen Motive der Pandalicious-Serie in den Mittelpunkt zu stellen und auf keinen Fall zu zerschneiden. Das wäre einfach zu schade. Beim Vermessen der Stoffe habe ich festgestellt: Ein Zelt füllt genau ein Quadrat 4,5″ x 4,5″ aus. Also habe ich vier Blöcke genäht, die aus 9 Quadraten bestehen.

Quilt Block aus der Stoffserie Pandalicious von Katarina Roccella

So, nun schau ich mal, wie ich weitermache. Vier Blöcke pro Woche sind die Vorgabe, damit ich die Decke inklusive Quilten und Binding bequem bis zum Geburtstag fertigbekomme. Wenn du das Geburtstagskind zufällig kennst, bitte bis dahin nichts verraten!

Nächste Woche zeige ich euch mein Webbandhotel, an dem ich seit einigen Wochen tüftele und arbeite. Endlich bin ich so weit, meine Aufbewahrungslösung für Webbänder zu präsentieren. Im Moment schreibe ich eifrig am E-Book, das dann auch bald in meinem Shop erhältlich sein wird.

Bis dahin, habt einen schönen Donnerstag und ein tolles Wochenende!

6 Köpfe – 12 Blöcke | Mein Februar-Block „Churn Dash“

Was für ein Finale! Nach einer Woche Blogtour gab es bei Nadra gestern endlich das heiß ersehnte Tutorial für den Februar-Block. Alle Teilnehmer unseres großen Quilt-Alongs 6 Köpfe – 12 Blöcke können sich nun über eine neue Monatsaufgabe freuen. Tatsächlich haben sich gestern auch gleich die ersten an die Nähmaschine gestürzt, denn bereits nach wenigen Stunden trudelten die ersten Blöcke in unserer Facebookgruppe ein. Das nenn ich mal nähbegeistert. Es besteht wohl kein Zweifel daran, dass das ernsthafte Anzeichen von Patchworkfieber sind! Ob das wohl noch mal geheilt werden kann?

Der Churn Dash ist ein klassischer Neunerblock, bestehend aus drei Reihen mit je drei Quadraten. Vom Schwierigkeitsgrad her ist er vergleichbar mit dem Rolling Stone, den wir im Januar genäht haben, vielleicht sogar etwas leichter. Auf jeden Fall ist dieser Block wieder prima geeignet, um auch als Patchworkanfänger ein tolles Erfolgserlebnis zu haben.

Geübt werden beim Churn Dash vor allem Half Square Triangles, kurz: HST. Im Deutschen sagt man dazu Halbquadrat-Dreiecke. Das sind die Quadrate, die aus zwei Dreiecken bestehen. Wenn du mehr über das Nähen von HSTs erfahren möchtest, schau unbedingt mal bei Verena vorbei. Sie verrät in diesem Beitrag sämtliche Tricks, wie du gleich mehrere HSTs auf einmal zuschneiden kannst.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein Februar-Block "Churn Dash"

Die Auswahl der Stoffe dauerte bei mir mal wieder mindestens genauso lang wie das Nähen selbst. Tja, wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich habe bei diesem Quilt das Glück, aus zwei – ach, was sag ich – eigentlich aus drei bis vier Stoffserien aussuchen zu können. Meine fröhlich-bunte Farbpalette gibt so gut wie alles her. Und obwohl ich schon im Januar wusste, dass der Februar Rot-Rosa wird, hat es immer noch eine halbe Ewigkeit gedauert, die Stoffe zusammenzustellen.

Mit meiner Auswahl und der Wirkung des Blocks bin ich sehr zufrieden. Mein Ziel bei diesem Quilt-Along ist es, die traditionellen Blöcke in modernem Gewand zu interpretieren, aber nicht zu „verfremden“. Die Charakteristika, so wie ich sie sehe, sollen bei jedem Block deutlich erkennbar bleiben.

Nun bin ich sehr gespannt, wie die Teilnehmer des Quilt-Alongs das „Butterfass“ interpretieren. Ich werde bestimmt wieder staunen, wie unterschiedlich das Muster umgesetzt werden kann. Diese Vielfalt, obwohl doch alle den gleichen Block nähen, finde ich echt spannend!

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein Februar-Block "Churn Dash"

Toll fand ich im letzten Monat auch, dass manche so begeistert vom Rolling Stone waren, dass sie gleich einen zweiten Block genäht und wie Betty ein Kissen daraus gemacht haben oder wie Marlies einen Tischläufer. Genial fand ich auch die Rolling-Stone-Einkaufstasche von Anja, die sie in der Facebookgruppe gezeigt hat.

Ihr Lieben habt mich dazu inspiriert, mich auch mit dem Churn Dash intensiver zu beschäftigen. Also habe ich den Februar-Block auf ein Mini-Format geschrumpft… und was ich daraus dann genäht habe… das zeige ich beim nächsten Mal.

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Du hast jetzt erst von diesem Quilt-Along erfahren und möchtest noch mitmachen? Kein Problem! Du kannst jederzeit in den Quilt-Along einsteigen und die bereits veröffentlichten Blöcke nachholen. Sie bleiben während des ganzen Quilt-Alongs online.

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Verlinkt bei RUMS und unter dem Tutorial Churn Dash von Nadra {ellis & higgs}

6 Köpfe – 12 Blöcke | Mein Rolling Stone und warum wir einen Sampler Quilt nähen

Der Stein kommt ins Rollen! Zum Start unseres großen Quilt-Alongs 6 Köpfe – 12 Blöcke hat Dorthe einen Block ausgewählt, der leicht gelingt und viel Spaß macht: den Rolling Stone. Mehr als 120 bunt verschiedene Rolling Stones wurden bereits genäht und in unserer Facebookgruppe gezeigt. Ich glaube, noch nie haben wir uns so sehr über einen Haufen Steine gefreut. Und was besonders toll ist: Auch viele Anfänger trauten sich und berichteten ganz begeistert von ihrem ersten Patchworkblock. So haben wir uns das gewünscht!

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein Rolling Stone

Heute zeige ich dir meinen Rolling Stone – genäht aus fröhlichen, hellen Stoffen, die mich von  Sommer-Sonnenschein, hellblauem Himmel und weißen Wölkchen träumen lassen. Auf den Fotos ließ sich das diesmal nicht ganz so gut einfangen. Blödes Januarwetter aber auch!

Hach, ich liebe diesen ersten Block und kann kaum erwarten, dass es weitergeht. Wenn du den Rolling Stone noch auf dem Tisch liegen hast, habe ich weiter unten noch ein paar Nähtipps für dich. Außerdem möchte ich heute ein bisschen erzählen, warum wir überhaupt einen Sampler Quilt nähen und was das genau ist. Es ist unheimlich spannend, mehr darüber zu erfahren..

Du weißt ja, wir nähen in zwölf Monaten zwölf Blöcke, also einen pro Monat. Diese Aktion heißt in Amerika „Block of the Month“ (abgekürzt: BOM) und ist unter Quiltern sehr, sehr beliebt. Das Tolle ist nämlich, dass man aus hunderten, wenn nicht gar tausenden Blöcken einen Sampler Quilt zusammenstellen kann. Die Blöcke wiederholen sich bei einem Sampler nicht, sondern sind immer unterschiedlich. Das macht die Sache so abwechslungsreich. Es gibt recht einfache Sampler wie unserer, aber auch solche, die sehr anspruchsvoll sind. Vielleicht hast du schon mal vom Farmer’s Wife Quilt gehört? Der besteht aus 111 verschiedenen Blöcken, die jeweils nur 6“ groß sind! Zum Vergleich: Unsere sind fertig 12″ groß.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein Rolling Stone

Vor 120 Jahren bemerkten die Redakteure von Farmer-Magazinen, dass der Absatz steigt, wenn sie auch mal einen Patchworkblock abdrucken. Warum? Na, ganz einfach, weil das die Farmersfrauen ansprach. Schon lange nähten sie Blöcke, sammelten verschiedenen Designs, gaben sie an ihre Töchter weiter und tauschten sie mit ihren Freundinnen. Ist doch verrückt: Heute gehen wir einfach ins Internet und haben in wenigen Sekunden Zugriff auf eine Million Patchworkblöcke. Ich glaube, die Siedlerinnen in den Einöden der USA wären damals im siebten Himmel gewesen, hätten sie unsere Möglichkeiten gehabt.

Spannend ist, dass auf Dachböden alter Häuser ganze Bündel von Patchworkblöcken gefunden wurden. Also nicht als Decke zusammengenäht, sondern einzeln. Manche sehen aus, als wären sie eher hastig, nur mit ein paar groben Stichen zusammengefügt. Das legt den Schluss nahe, dass diese Blöcke auch als Muster und Lehrbeispiel aufbewahrt wurden und eben, um sie miteinander zu tauschen. Zu Decken vernäht wurden Blöcke aber trotzdem auch, manchmal aber erst nach und nach oder Jahre später. Belege für die ersten Sampler Quilts finden sich Mitte des 19. Jahrhunderts. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, schau doch mal auf dieser Webseite.

Heute zählen Sampler Quilts zu den beliebtesten Patchworkarbeiten. Was mich so begeistert: Auch als Anfänger kannst du sofort einsteigen. Du kannst dich langsam herantasten, erst einfache Muster und Nähtechniken ausprobieren und dann den Schwierigkeitsgrad steigern. Aber selbst mit einfachen Designs kannst du unglaublich tolle Sampler Quilts nähen.

6 Köpfe - 12 Blöcke | Mein Rolling Stone - Der Zuschnitt

Der Zuschnitt für den Rolling Stone

Dabei darfst du als Anfänger nicht vergessen: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Du fängst ja gerade erst an, das Patchworken zu lernen und solltest nicht gleich perfekte Ergebnisse von dir erwarten. Mein Tipp: Geh mit Gelassenheit an die Sache heran, akzeptiere kleine Fehlerchen und freue dich einfach, dass du etwas Neues ausprobieren und dazulernen kannst. Das Gleiche versuche ich auch immer meinen Schülerinnen in der Näh-AG zu vermitteln. Manche der Mädchen erwarten auch immer gleich perfekte Ergebnisse von sich, obwohl sie das Nähen ja gerade erst lernen. Woher kommt nur unser Drang, möglichst keine Fehler zu machen und immer alles gleich meisterhaft beherrschen zu wollen?

Meine Stoffauswahl, die ich in diesem Beitrag vorgestellt habe, habe ich spontan um zwei gelbe ergänzt. Dass ich fünf verschiedene Stoffe genommen habe, daran ist Astrid {mipamias} schuld. Sie hat in der Facebookgruppe diesen umwerfenden Rolling Stone gezeigt und mich damit zu meiner Mustergebung inspiriert. Danke dafür, liebe Astrid! Es ist wirklich faszinierend, wie unterschiedlich so ein traditioneller Block wirken kann, je nachdem, wie man Farbe und Stoffe kombiniert.

6 Köpfe - 12 Blöcke | WIP: Mein Rolling Stone

Ich bin ja jemand, der normalerweise sehr viele Stecknadeln setzt. Beim Nähen der Square-in-Square-Elemente komme ich aber zu einem schöneren Ergebnis, wenn ich das kleine Stoffquadrat einfach nur ganz exakt auflege und dann die Linie entlangnähe. Auch ohne Nadeln oder Klammern verrutscht da bei mir nichts. Wenn’s dann aber darum geht, die einzelnen Elemente so zusammenzunähen, dass sich alle Spitzen und Ecken exakt treffen, benutze ich immer genügend Nadeln und Klammern.

Übrigens: Du kannst die Square-in-Squares auch in Kette nähen – unter Quiltern eine sehr beliebte, weil zeitsparende Technik. Wie’s funktioniert, erklärt dir Verena {einfach bunt} in diesem Beitrag – sogar mit Mäusle!

6 Köpfe - 12 Blöcke | Square-in-Square und Ausmalbild Rolling Stone

Das Ausmalbild kannst du dir als Planungshilfe hier herunterladen.

Ganz wichtig für ein schönes Ergebnis ist auch: Nach jeder Naht bügeln! Gut bügeln ist gerade beim Patchwork das A und O. Dabei ist mein Tipp: Bügle nie mit Dampf, denn wenn du Pech hast, schrumpfen die Stoffe und Nähte und dein Block verzieht sich. Am besten ist es, den Stoff vor dem Zuschnitt einmal kräftig mit Dampf faltenfrei zu bügeln. Nach dem Nähen aber immer ohne Dampf bügeln!

Ob du die Stoffe vorwaschen solltest oder nicht – Darüber scheiden sich die Geister. Selbst wir sechs Köpfe sind uns da nicht ganz einig. Aber so ist es eben beim Nähen: Es gibt immer mindestens zwei Meinungen und Techniken, und was für den einen super funktioniert, damit kommt der andere vielleicht gar nicht zurecht. Da bleibt nur: Ausprobieren und den eigenen Weg finden.

➜ Zum Thema „Stoffe waschen“ wird es bei Gesine bald noch einen Beitrag geben.
➜ Hier gelangst du zu Dorthes Nähanleitung „Rolling Stone“.

Wenn du noch Fragen zum Nähen des Rolling Stones oder zum Quilt-Along im Allgemeinen hast, immer raus damit! Schreib mir gerne einen Kommentar oder melde dich in unserer Facebookgruppe.