Schlagwort: Upcycling

Handytasche aus Webkanten für Nähnerds

Diese Handytasche kannst du aus dem 10. Stock werfen! Ich habe sie so dick gefüttert, dass garantiert nichts beim Sturz kaputtgehen würde. Ja, ich hab’s etwas übertrieben: Thermolam, Volumenvlies, Leinen. Welcher Vlieseline-Teufel hat mich geritten, so viel Wattierung in die Handytasche reinzupacken? Egal – Sie ist, wie sie ist. Ich benutze sie und mag sie sehr.

Handytasche aus Webkanten für Nähnerds

Seit diesem Nadelbuch liebe ich solche kleinen Projekte und hebe alle schönen Webkanten in einer Schublade auf. Nicht nur die mit Schrift und Symbolen, sondern auch die andere Seite. Die Streifen dann harmonisch zusammenzupuzzeln, macht mir total viel Spaß.

Webkanten sammeln und eine Handytasche draus nähen!

Die Inspiration zur Handytasche stammt aus einem Kinder-Nähbuch. Die Nähtechnik ist im Prinzip die gleiche wie beim Kuori von Hansedelli. Dort habe ich mir den Verschluss mit Öse und Gummi abgeguckt. Die Größe habe ich auf mein Smartphone angepasst.

Geöffnete Handytasche aus Webkanten

Falls deine Kinder oder Nähschüler auch unbedingt eine Handytasche nähen wollen: Dieses Modell eignet sich perfekt dafür! Natürlich ohne Webkanten, sondern aus einfachem Stoff, mit Volumenvlies H 630 verstärkt. Die Schüler in meinen Näh-AGs lieben diese Handytasche. Sie ist ruckzuck genäht, gelingt in jedem Fall und tut einen guten Dienst. Das Handy ist sicher verstaut, kann nicht herausfallen, und die Tasche lässt sich ganz bequem öffnen und schließen.

Handytasche als Nähprojekt für Kinder

In meinen AGs biete ich drei verschiedene Größen und zwei Verschlussmöglichkeiten an. Besonders beliebt ist der eingefasste Gummi, der sich auf der Rückseite der Handytasche um einen stoffbezogenen Knopf schlingt. Diesen Knopf anzunähen ist bei meinen Schülern immer der schwierigste und unbeliebteste Part.

Verlinkt bei Taschen & Täschchen.

Nähen für Kinder | Werkzeuggürtel für einen kleinen Handwerker

Etwas auseinanderbauen oder reparieren, einen Nagel einschlagen, eine Schraube eindrehen – Ich kenne einen kleinen Kerl, der liebt das über alles! Kein Hammer und kein Schraubenzieher sind vor ihm sicher. Da muss man aufpassen, dass er einem nicht den Stuhl unterm Hintern in Einzelteile zerlegt. Definitiv ist diese Begeisterung genetisch bedingt – der Papa Mechaniker, der Opa passionierter Heimwerker – was soll da anderes bei rauskommen? Ich find’s toll und habe dem kleinen Rabauken deshalb einen Werkzeuggürtel genäht.

Nähen für Kinder: Werkzeuggürtel

Idee und Anleitung stammen von Christina {Himbeerkamel}. Ein paar kleine Anpassungen habe ich vorgenommen: Statt dem Kofferband habe ich 3 cm breites Gurtband verwendet. Auch die Schlaufen für Hammer und Rohrzange sind aus Gurtband. Die Enden habe ich mit dem Feuerzeug gut verschmolzen, damit sie nicht ausfransen. Da der Dino-Gürtel echtes Werkzeug tragen soll, habe ich außerdem viele Nähte dreifach und vierfach verstärkt.

Der Hauptstoff ist eine alte Jeanshose, die ich zu diesem Zweck recycelt habe. Jeans galten ja früher mal als robuste Arbeiterkleidung, deshalb passen sie allein optisch perfekt zum Werkzeuggürtel. Für Farbe und Fröhlichkeit sorgen die Dinopunks, die für mich zu den schönsten Kinderstoffen zählen. Ich finde sie einfach toll, besonders in Kombination mit dem gelben Schrägband. Wie’s aussieht, entwickle ich gerade eine Schwäche für Blau-Gelb, aber ist ja auch kein Wunder: Einmal zusammengemischt und schon hat man Grün.

Kinder-Werkzeuggürtel selber nähen

Jeweils ein Jeans-Schnittteil pro Element habe ich mit S 320 verstärkt. Den Sternenstoff habe ich mit Vliesofix aufgebracht, so wie Christina es in ihrer Anleitung empfiehlt. Die drei Dinopunks-Fächer sind mit H 630 gepolstert.

Weil ich gerade so schön in Fahrt war, habe ich noch ein drittes Element genäht: ein Reißverschluss-Täschchen für Schrauben, Nägel oder Kleinkram. Falls das zuviel am Gürtel sein sollte, kann es aber auch abgenommen werden. Alternativ könnte man es als Geldbeutel am normalen Gürtel benutzen. Das wäre doch bei Kindergartenausflügen mal eine Alternative zum klassischen Brustbeutel.

Die Buchstaben sind Bügelfolien, und ich bin echt begeistert, wie gut das Aufbügeln geklappt hat. Selbst das Wenden, das zugegebenermaßen wegen der Jeans und Schabrackeneinlage etwas anstrengend ist, hat den Buchstaben nichts ausgemacht. Ich hoffe, dass sie auch dauerhaft gut halten und nicht abfallen oder abblättern. Gekauft habe ich sie letztes Jahr in Frankfurt auf der Kreativwelt von diesem Anbieter.

Kinder-Werkzeuggürtel selber nähen

Nun hab ich gleich dreimal Grund, mich zu freuen: 1. Ich hab mein erstes Weihnachtsgeschenk fertig. So früh war ich wirklich noch nie!  2. Ich kann meinen Beitrag beim Taschen-Sew-Along Juni verlinken! Jippie! Das war aber knapp. Und 3. Heute kann ich mal wieder bei Handmade on Tuesday mitmachen. Ich bin gespannt, was die anderen DIY-Begeisterten gewerkelt haben.

DIY-Tutorial | Summerfeeling – Windspiel aus Stoffresten

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Eigentlich traue ich mich ja kaum, „Tutorial“ über diesen Post zu schreiben. So simpel ist das Windspiel, das ich dir heute zeigen möchte. Es ist aus wenigen Materialien schnell gebastelt und eine wunderschöne Deko für Balkon, Garten oder das Kinderzimmer.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Ich liebe es, an einem Sommertag unter blauem Himmel im Garten zu liegen und den bunten Stoffbändern dabei zuzuschauen, wie sie sich sanft im Wind bewegen und ihren Schattentanz aufführen… Für dieses Urlaubsfeeling brauchst du nicht mehr als 2 Stickrahmen und jede Menge Stoffstreifen.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Ich habe hier von zwei verschieden großen Stickrahmen (19 cm und 25 cm Durchmesser) jeweils einen Ring genommen. Im fertigen Windspiel ist der kleine Ring oben, der große Ring unten. So hängen die Stoffstreifen, die oben am kleinen Ring festgeknotet sind, innerhalb des großen Rings. Falls du keine Stickrahmen vorrätig hast, kannst du sie hier recht günstig* kaufen. (Affiliate-Link)

Du hast einen ganzen Haufen Stoffstreifen in deiner Restekiste gesammelt? Prima, dann kannst du sie heute endlich verwerten! Wenn du keine Stoffrestesammlerin bist, schneide mit Schere oder Rollschneider ein paar Streifen in der Länge von 50 bis 75 cm zu. Ich hab sie nicht gezählt, aber um die 100 Streifen wirst du schon brauchen.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Als erstes binden wir das „Gerüst“ zusammen. Leg den großen Ring auf den Tisch und stell eine Schachtel oder einen anderen länglichen Gegenstand mit einer Höhe von etwa 12-15 cm als Abstandshalter darauf. Schneide vier Stücke Kordel, Band oder Textilgarn mit einer Länge von 25-30 cm zu.

Jetzt legst du den kleinen Ring auf die Schachtel und knotest die Ringe an vier Stellen mit deinem Textilgarn aneinander. Befestige das Garn so, dass Viertel entstehen.

Der Abstandshalter hilft dir dabei, die Ringe an allen vier Stellen gleichmäßig parallel übereinander zu verbinden. Das Windspiel soll ja später schön gerade hängen. Weil das ein bisschen tricky ist, kann hier auch eine  helfende Hand nicht schaden.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Anschließend knotest du an den oberen Ring in die Zwischenräume vier lange Garnbänder zum Aufhängen. Verknote sie so, dass die Bänder gleich lang sind und das Windspiel nicht schief hängt. Ich habe hier in einen der überstehenden Garne eine feste Luftmasche geknotet und daran mein Windspiel aufgehängt. Du könntest auch einen Schlüsselring anbringen.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Nun kannst du nach Herzenslust deine Stoffbänder anknoten. Besonders schön und intensiv wirken durchgefärbte Unistoffe wie die roten und gelben in meinem Windspiel.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Fertig! Jetzt nur noch ein schönes Plätzchen im Garten suchen und darauf warten, dass eine leichte Brise in das Windspiel fährt und es zu tanzen beginnt. Hach…

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachmachen! Wenn du noch Fragen oder Anregungen hast, hinterlass mir gerne einen Kommentar. Ich freu mich immer über Feedback.

Verlinkt bei Stoffreste-Linkparty

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*Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Sie führen dich zu Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Danke schön!

Turnbeutel Onkel Knorke mit Jeans und Fiets

Verwandle deine alte Jeans in eine coole Tasche! – So lautet beim Taschen-Sew-Along 2016 die Aufgabe im April. Total begeistert von der geballten Kreativität in der Linksammlung und der Facebook-Gruppe habe ich mir eine alte Jeanshose und einen lang gestreichelten Fahrradstoff geschnappt und daraus einen Onkel Knorke genäht.

Turnbeutel Onkel Knorke mit Jeans und Fahrrad

Hättest du mir vor 25 Jahren gesagt, dass ich mir mal freiwillig einen Turnbeutel nähen würde, hätte ich dir den Vogel gezeigt. Der Turnbeutel ist der kleine Bruder vom Schulranzen und damit ab der 5. Klasse absolut peinlich und Babykram. In der Grundschule ist ein Turnbeutel vielleicht noch tragbar, aber im Gymnasium? Nee! Geht genauso wenig wie Dinosaurier-Pulli und Mickey-Maus-Jacke. So war das damals Ende der 80er. Und heute? – Heute ist der Turnbeutel ein Hipster-Accessoire.

Turnbeutel Onkel Knorke mit Jeans und Fahrrad

Nicht, dass ich ein Hipster wäre… Ich bin bloß begeisterte Radfahrerin und finde Onkel Knorke dafür ideal. Schnell mal Portemonnaie und Handy reingeworfen, aufgesetzt und losgeradelt. Mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken kann ich nicht gut radeln, dafür nutze ich dann lieber meine großen Ortlieb-Packtaschen. Aber als Handtaschen-Ersatz für Kleinigkeiten finde ich Onkel Knorke echt toll.

Turnbeutel Onkel Knorke mit Jeans und Fahrrad

Leider hatte ich nicht mehr genug Baumwoll-Gurtband in einer einzigen Farbe, deshalb habe ich Grün und Türkis gemixt. Passend zum Upcyling-Gedanken wollte ich gerne meine Vorräte aufbrauchen und habe deshalb beschlossen, dass zwei verschiedenfarbige Träger zu meinem sportlichen Onkel Knorke gut passen. Den Gurt würde ich beim nächsten Mal 2 cm statt 2,5 cm breit wählen. Er zieht sich nämlich etwas schwer zu. Was sicherlich auch damit zu tun haben kann, dass ich den Fahrradstoff mit G 700 verstärkt habe.

Turnbeutel Onkel Knorke mit Jeans und Fahrrad

Und nun ab damit zum Taschen-Sew-Along im April, Handmade on Tuesday, DienstagsDinge und TT – Taschen & Täschchen.

Ich bin dabei | Reloved – Die besten Upcyclingideen für ein buntes Zuhause

Ein neues Upcycling-Buch ist auf dem Markt: Reloved – Die besten Upcyclingideen für ein buntes Zuhause. Mit mehr als 60 Inspirationen, wie du alten und kaputten Dingen neues Leben einhauchen kannst. Und, stell dir vor, ich durfte auch eine kreative Idee beisteuern. Eben noch über die Mozzie Bag in der Lena’s Patchwork Taschen gefreut, kommt hier Knall auf Fall schon die nächste Publikation, die ich stolz in Händen halten darf. Wahnsinn! Ich freu mich.

Reloved - Die besten Upcyclingideen für ein buntes Zuhause

Autoren des Buches sind 38 DIY-Blogger, von denen du bestimmt einige kennst: Fredi von Seemannsgarn ist dabei, Ariane von Heldenwetter, Kirstin von Augusthimmel, Lisa von mein feenstaub, Susanne von Pearl’s Habor, Dani von Gingered Things, Patricia Morgenthaler, Bine Brändle und viele, viele andere kreative Upcycler.

Reloved - Die besten Upcyclingideen für ein buntes Zuhause

Das Buch ist eine bunte Inspirationsquelle und zeigt, welche Möglichkeiten zum Beispiel in einem kaputten Regenschirm oder einem hässlichen Spongebob-Wecker stecken. Nach dem Durchblättern wirst du dich nicht mehr fragen: „Gehört das in die Restmülltonne oder muss ich es zum Wertstoffhof bringen?“ Nein! … Du wirst dich am Kinn kratzen, den Gegenstand von allen Seiten neugierig betrachten und fragen: „Was kann ich daraus Cooles machen?“

Reloved - Die besten Upcyclingideen für ein buntes Zuhause

Wenn du schon länger bei mir liest, weißt du, ich bin ein großer Fan von Jeans-Upcycling. Alte Jeanshosen, -röcke und -hemden bieten sich prima für ganz unterschiedliche Nähprojekte an. Vor zwei Jahren habe ich aus einer alten Jeans einen Organizer mit Klemmbügel gewerkelt und damals ausführlich im Blog gezeigt, unter anderem hier: Suse schläft im Jeansorganizer und träumt von Fernreisen. Dieses schöne Anfänger-Nähprojekt findest du nun inklusive Anleitung im Buch „Reloved“.

Reloved - Die besten Upcyclingideen für ein buntes Zuhause

Das rothaarige Löffelpüppchen Suse stammt übrigens aus dem Shop von Lemonata und durfte mit freundlicher Genehmigung mitfotografiert und abgedruckt werden. Danke dafür, liebe Tesca! Das Buch „Reloved“ hat 128 Seiten, ist beim Frechverlag erschienen und kostet € 16,99.

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren kannst

Es geht doch nichts über selbst gemachte Marmelade! So lecker! Am liebsten pur, mit 3:1-Zucker gekocht und ein paar Spritzern Zitronensaft. Das reicht mir schon, damit ich sonntagsmorgens im siebten Frühstückshimmel schwebe.

Wenn dann auch noch das Marmeladenglas ein hübscher Augenschmaus ist, fängt mein Tag gut an. Heute zeige ich dir, wie ich meine Marmeladengläser in diesem Jahr dekoriert und beschriftet habe. Nicht alle Sorten habe ich selbst eingekocht. Aprikose und Johannisbeere stammen aus der Sommerküche des Heimwerkerkönigs, der Rest ist made by greenfietsen.

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren und beschriften kannst

1. Für die Aprikosenmarmelade habe ich mit der Zickzackschere runde Stoffdeckchen mit einem Durchmesser von 14 cm zugeschnitten. Die Satinbänder stammen von einem Kaufshirt. Bei Shirts, die einen weiten Halsausschnitt haben und leicht vom Kleiderbügel rutschen können, sind diese langen Bändchen oft an den Schulternähten eingenäht. „Aprikose“ habe ich mit einem schwarzen Fineliner auf weiße Klebeetiketten geschrieben.

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren und beschriften kannst

2. Himbeere, meine Lieblingsmarmelade! Einfach göttlich! … Weil nicht jeder die Kerne in diesem süßen Brotaufstrich mag, bleibt mehr für mich. Tja, Pech gehabt! *zwinker* Die Zutaten hier: ein rundes Stoffstück, feste Papierkordel vom Möbelschweden und ein Anhänger aus pinkem Karton. Eine schöne Gelegenheit, das Dymo-Prägegerät mal wieder hervorzukramen!

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren und beschriften kannst

3. Gleich an zweiter Stelle der Beliebtheitsskala: Erdbeer-Rhabarber-Marmelade. Damit man auch den Rhabarber gut rausschmeckt, mach ich halb, halb – Hälfte Erdbeeren, Hälfte Rhabarber.

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren und beschriften kannst

Den Anhänger habe ich mit einem Motivstanzer aus Karton ausgestanzt. Für’s Etikett ist meine heiß geliebte Schreibmaschine zum Einsatz gekommen: Erdbeer-Rhabarber einfach auf weißes Papier schreiben, rund ausschneiden und mit dem Prittstift auf den Anhänger kleben. Monat und Jahr sind eigentlich überflüssige Angaben, weil unser Marmeladenvorrat kaum bis Silvester hält, aber schön aussehen tut’s.

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren und beschriften kannst

4. Weder Klebetikett noch Anhänger brauchst du, wenn du den passenden Stoff hast. Stoffe mit Obstmotiven gibt es eine Menge; den Strawberry Picking von Hamburger Liebe finde ich besonders schön. Die Stoffe habe ich hier wie bei der Erdbeer-Rhabarber-Marmelade quadratisch zugeschnitten. Beim Befestigen des Stoffs hilft ein kleines Stück Tesafilm, das du ein wenig rollst, so dass es doppelseitig klebt. Auf dem Deckel platziert, rutscht dir der Stoff nicht weg, und du kannst bequem die Kordel binden.

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren und beschriften kannst

5. Jeans-Upcycling. Her mit der ollen, löchrigen Jeans! Wir schneiden 15 cm große Quadrate aus dem Hosenbein und bemalen sie mit Sternen. Sehr cool, finde ich, und ein tolles Geschenk. Das Klebeetikett habe ich mit einem Fineliner beschriftet und die Seiten mit roten Strichen verziert.

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren und beschriften kannst

Du brauchst dafür eine Stern-Schablone und weiße Textilfarbe. Ich hab eine gekaufte Schablone genommen, aber du kannst sie auch selbst basteln. Dazu öffnest du dein Textprogramm (z. B. Word) und fügst einen Stern als AutoForm ein, ziehst dir den Stern auf die gewünschte Größe, druckst das Dokument aus und schneidest den Stern aus. Dann legst du die Schablone auf die Jeans und tupfst die Farbe sparsam mit dem Borstenpinsel auf. Schablone wegnehmen, et voilà! Stern auf Jeans! Genauso habe ich das auch bei meinem Jeans-Blumentopfkleid gemacht.

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren und beschriften kannst

6. Besonders witzig finde ich diese Variante mit Buchstabenperlen, Papierkordel und einem grünen Filzblatt. Leider sind in den Perlenmischungen immer viel zu wenige Vokale drin. Keine Ahnung, für welche Sprache diese Mixtüten gedacht sind, aber es muss eine sein, in der viele F’s vorkommen. Vielleicht Finnisch?

7 DIY-Ideen, wie du deine selbst gemachte Marmelade hübsch dekorieren und beschriften kannst

7. Schnell gemacht und auch sehr hübsch sind fertige Klebeetiketten. Besonders nett natürlich mit dem eigenen Label! Die Marmeladensorte kannst du von Hand auf die Rückseite der Anhänger schreiben.

Hast du auch Marmelade eingekocht? Wie dekorierst du deine Gläser?

Meine 7 DIY-Ideen verlinke ich heute bei Handmade on Tuesday und bei DienstagsDinge. Ich bin gespannt, wer sich heute den 1. Platz bei HoT #3 schnappt und wie viele beim Freebie-Freitag mitmachen. Der Freebie-Freitag ist den ganzen Juli lang geöffnet und steht in diesem Monat unter dem Motto „Endlich Sommer! – DIY-Freebies für die heiße Jahreszeit“… Schau doch mal vorbei!

Mini-Tutorial und Freebie | Bunter Osterkranz mit Hoppelhase aus Jeans

Ostern oder Weihnachten? – Wenn du mich fragst: Ganz klar Ostern! Als Frühlingskind habe ich schon immer Narzissen, Tulpen und Krokusse geliebt, genau wie buntgefärbte Eier, Schokoladen-Maikäfer und Hoppelhasen. Wenn die Vögel morgens um sechs zwitschern und ich nachmittags im leichten Pulli in der Sonne sitzen kann, dann geht’s mir gut. Diese Frühlingsfreude sollte auch unser Osterkranz ausstrahlen. Außerdem wollte ich gern ein Upcycling-Projekt daraus machen.

So kommt’s, dass alle verwendeten Materialien aus meiner Restekiste stammen: ein alter Adventskranz, viele bunte Stoffstreifen, die beim Zuschneiden anfallen und fleißig gesammelt werden, eine abgetragene Jeanshose von meiner Lieblingsschwägerin und zum Ausstopfen ein paar Polyester-Wattebäusche aus einem ausrangierten Kissen. Alles wiederverwertet!

Einen Hasen zu zeichnen, ist ja eigentlich keine große Kunst. Das haben wir im Kindergarten alle schon mal gemacht. Falls du meine Hasen-Vorlage trotzdem gebrauchen kannst, findest du sie am Ende dieses Blogposts als Freebie zum Herunterladen und Ausdrucken. Und nun erkläre ich dir schnell, wie ich meinen Osterkranz gebastelt habe:

Los geht’s mit einer Menge bunter Stoffstreifen – etwa 1 cm bis 1,5 cm breit – die ich aneinander geknotet und um einen Strohkranz gewickelt habe. Wie du siehst, habe ich mit Absicht nicht so ordentlich gearbeitet, weil ich finde, dass herabhängende Fäden, ausgefranste Stoffkanten und Streifen, die mal mehr, mal weniger breit sind, den Charme des bunten Kranzes ausmachen.

In die Mitte des Kranzes hängst du, was dir gefällt: Deko-Eier, Stoffvögelchen, Herzen, vielleicht auch ein Schild, auf dem „Frohe Ostern“ steht … oder einen süßen Hoppelhasen aus Jeans. Dafür habe ich ein Stück Hosenbein genommen und mit Hilfe meiner Vorlage den Hasen-Umriss darauf übertragen. Die bunten Ohren habe ich mit Vliesofix aufgebügelt und rundherum mit einem Geradstich appliziert. Augen und Nase bestehen aus Filz, die Haare aus Wolle. Hier habe ich die Wollfäden erst unter die rosa Nase gelegt, dann die Nase festgenäht und dadurch gleichzeitig die Haare befestigt. Wimpern und Mund sind mit Gerad- bzw. Zickzackstich genäht.

Wenn du die Vorderseite des Hasen fertig gestaltet hast, legst du diesen Jeansstoff links auf links auf einen anderen und steckst ihn mit ein paar Nadeln fest. Nun nähst du mit einem Gerad- oder Dreifachstich an der Linie entlang und lässt unten eine Öffnung zum Ausstopfen. Anschließend schneidest du den Hasen ca. 5 mm neben der Naht aus. Ich mag diesen Effekt der ausfransenden Jeansränder sehr gerne. Das Häschen jetzt nur noch ausstopfen (nicht zu fest!) und die Öffnung unten mit der Maschine zunähen. Faden an der Rückseite befestigen, aufhängen und fertig!

Wenn du den Hoppelhasen privat als Vorlage verwenden möchtest, hab‘ ich nichts dagegen. Bei einer Veröffentlichung auf deinem Blog bitte ich um eine Verlinkung zu dieser Seite. Hier kannst du die Vorlage herunterladen: Download „Osterhase“.

https://download.greenfietsen.de/Osterhase.pdf

Ich schaue heute mit meinem bunten Osterkranz beim Upcycling-Dienstag, beim Creadienstag und der Stoffreste-Linkparty vorbei.

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

➜ Zu meinem Blogartikel „10 tolle Nähideen für Ostern“ hier entlang

https://www.greenfietsen.de/2018/03/10-naehideen-fuer-ostern/

Verlinkt auch beim Freebie-Freitag „DIY-Freebies rund um Ostern“ von Handmade on Tuesday.

Upcycling | Bunte Untersetzer aus Jeans und Stoffresten

Wir gehören zu den Schleckermäulern, die entgegen allen guten Sitten ihre Suppe gerne mal im Wohnzimmer auf der Couch löffeln. Ja, ich weiß, macht man nicht. 1000 gute Gründe sprechen dagegen. Aber es ist doch so gemütlich, wenn man abends beim Essen noch eine Folge der Lieblingsserie schauen kann! Damit wir uns nicht die Finger verbrennen, benutzen wir gerne Topflappen oder Untersetzer für unsere Schalen. Im Nähen solcher bin ich gerade sehr fit, und deshalb habe ich schnell mal ein paar Untersetzer aus der Upcycling-Restekiste für uns genäht.

Man nehme eine alte Jeanshose, ein abgetragenes Hemd, ein Stück Bodenwischtuch sowie drei gehäufte Esslöffel bunte Stoffreste und nähe alles so zusammen, wie ich es in meinem DIY Tutorial „Topflappen mit Briefecken nähen“ beschreibe. Einziger Unterschied: Wir lassen Schlaufe und Zierknopf weg. Die bunte Einfassung wird in Küchenkreisen übrigens auch „Schrägbandsalat“ genannt. Wobei es nicht ganz stimmt, denn die Stoffe für meinen Einfass-Streifen habe ich nicht im schrägen, sondern im geraden Fadenlauf zugeschnitten. Es handelt sich also korrekt um „Geradbandsalat“.

Meine kunterbunten Untersetzer sind 20 x 20 cm groß. Messer und Gabel habe ich als Vorlage im Internet gefunden, mit Vliesofix aufgebügelt und mit einem Geradstich appliziert. Beim Apfel in der Mitte des Patchwork-Untersetzers denkst du jetzt bestimmt: „Hah, da haben sich wohl die Nähte nicht ganz getroffen, und jetzt will die Katharina die misslungene Stelle unter’s Äpfelchen kehren!“ – Jaaa, genau so ist es! Manchmal kommt man durch Nähpatzer auf richtig gute Ideen. Erst durch den Apfel ist der Untersetzer für mich perfekt geworden.

Eigentlich ist das Patchworkmuster sehr einfach genäht. Es besteht aus 4 Quadraten, die jeweils aus 2 rechtwinkligen Dreiecken zusammengesetzt sind. Die Einfassung besteht hier aus sehr dünner, dunkelblauer Jeans-Meterware. Dicke Jeanshosen sind leider ungeeignet, um daraus Einfass-Streifen zu machen.

So geht’s:

(1)  Schneide aus allen Stoffen ein 12 x 12 cm großes Quadrat und halbiere es diagonal. So entstehen jeweils zwei rechtwinklinge Dreiecke. Eins davon wird für den Untersetzer verwendet, das andere wandert zurück in die Restekiste.

(2)  Mit einer Nahtzugabe von 0,5 cm nähst du zwei Dreiecke rechts auf rechts zusammen und bügelst anschließend die Nahtzugaben auseinander.

(3+4)  Alle Quadrate werden mit dem Rollschneider auf die Größe 10,5 x 10,5 cm zurechtgeschnitten. Dann werden alle vier Quadrate  mit 0,5 cm Nahtzugabe zusammengenäht, und zwar erst die beiden Quadrate, die in einer Reihe liegen, und dann die beiden Reihen. Die Nahtzugaben immer gut auseinanderbügeln! Wenn du ordentlich genäht hast, treffen sich deine Nähte auch in der Mitte und du kannst auf’s Äpfelchen verzichten.

Auch die Einfassung ist kein Hexenwerk. In meinem Tutorial „Topflappen mit Briefecken nähen“ zeige ich dir Schritt für Schritt und anhand vieler anschaulicher Fotos, wie es funktioniert. Du kannst die Anleitung eins zu eins auf dieses Projekt übertragen.

https://www.greenfietsen.de/2015/02/diy-tutorial-topflappen-mit-briefecken/

Verlinkt bei Upcycling-Dienstag, Creadienstag, Scharlys Kopfkino und Stoffreste-Linkparty.

Upcycling | Notizhefte nähen aus Postkarten

Hast du wie ich eine riesengroße Sammlung an Postkarten, aber kommst mit dem Schreiben und Verschicken gar nicht hinterher? Man findet sie ja mittlerweile überall – im Paket zusammen mit der Stoffbestellung, in Cafés, Restaurants, auf Messen, Vorträgen oder anderen Veranstaltungen: Toll gemachte Werbepostkarten! Ich liebe die bunten, witzigen Gratis-Postkarten und habe eine ganz besondere Verwendung dafür gefunden. Ich nähe kleine, schnuckelige Notizhefte im Format Din A7 (74 x 105 mm) daraus – für mich, für meine Familie oder zum Verschenken.

Meine 24-seitigen Notizhefte bestehen aus einer gefalteten Postkarte als Umschlag und 6 Blättern weißem Druckerpapier zum Beschreiben, Bemalen und Bekritzeln. Falls du Lust hast, die Idee aufzugreifen, findest du in meinem Free Tutorial „Kleine Notizhefte nähen“ eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung. Die von mir vernähten Postkarten stammen von verschiedenen Online-Händlern für Stoffe, Webbänder und Nähzubehör und waren als Give-away meinen Bestellungen beigefügt. Sehr hübsch sehen auch Urlaubspostkarten aus oder Motivpapier, das auf die Größe von Postkarten zugeschnitten wird, wie ich es in meinem Tutorial zeige.

Jetzt fragst du dich sicher, wofür ich die Mini-Notizhefte eigentlich verwende. Oh, für vieles! Ein Heft benutze ich zum Beispiel als Bloggerfreunde-Geburtstagskalender – pro Blatt ein Monat, das passt perfekt! Eins ist immer in der Innentasche meiner Handtasche verstaut, und eins steckt als Nachschlagewerk in meiner Jeans-Zettelbox. Darin notiere ich mir nerdigen „Bloggerkram“ wie HTML-Codes, Hexadezimal-Codes für Farben, Unicodes für Symbole oder die Namen meine Lieblingsschriften. Und dann benutze ich die kleinen Hefte auch sehr, sehr gerne beim Nähen. Da notiere ich mir zum Beispiel Nähmaschineneinstellungen, die sich bewährt haben, Tipps und Tricks oder schreibe stichpunktartig mit, wenn ich gerade ein neues Nähprojekt austüftele. Weil auf meinem Nähtisch nicht viel Platz ist, finde ich diese Mini-Hefte superpraktisch.

Meine Postkarten-Notizhefte schicke ich heute zu Ninas Upcycling-Dienstag, zum Creadienstag und zu Scharlys Kopfkino

Upcycling: Origami Market Bag im Hippie-Style

Nachdem die geknüpften Freundschaftsbänder ja bereits ein Revival erlebt haben, kommen auch Batik, Peace und Flower Power zurück. Mensch, waren das Zeiten, als ich mir das Peace-Symbol auf die Turnschuhkappen kritzelte, mit gebatikten Strümpfen durch die Schule lief, John Lennon hörte und „Die Welle“ las… Nie mehr im Leben ist man so offen für Ideen und Visionen, so herrlich verrückt, kreativ, unangepasst und versponnen wie in der Jugend. Eine tolle Zeit!

Offen bin ich immer noch, besonders wenn es um Inspirationen und DIY-Viren geht, die in der Bloggerwelt kursieren. Die Origami Market Bag hat mich sofort gereizt. So viele tolle Exemplare habe ich auf verschiedenen Blogs schon gesehen. Der Clou an dieser Tasche ist, dass sie aus einer einzigen Stoffbahn besteht, die gefaltet, gesteckt und nur an ein paar wenigen Stellen zusammengenäht wird. Genial! Ich mag solche einfachen Schnitte, die ganz unterschiedlich interpretiert werden können. Das Tutorial zur Origami Market Bag findet ihr bei Lola Nova.

An der Kombination Grüntürkis-Orange könnte ich mich im Moment besaufen. Schön, dass der Herbst gerade so viel davon zu bieten hat. Wenn die kleinen Lampions der Physalis orangefarben in der Sonne leuchten, gerate ich ins Schwärmen… Den Origami-Kranich habe ich nach dieser Youtube-Anleitung gefaltet. Ich bin total begeistert davon, auch dass das Origami-Papier, das ich von einer Asien-Reise mitgebracht habe, endlich mal Verwendung findet. Der Kranich ist gar nicht schwer und sieht toll als Herbstdeko aus.

Meine Hippie-Origami war im früheren Leben mal eine Hängematte! Das Naturleinen war nach vielen Jahren des faulen Herumhängens zerrissen und hatte ein, zwei Flecken, war aber viel zu schade zum Wegwerfen. Also habe ich den Stoff erst mal in die Waschmaschine gesteckt, dann die benötigte Stoffbahn herausgeschnitten, ein paar Knoten gemacht, zusammengebunden und ins Farbbad geworfen. Aus einem Päckchen Kobaltblau und einer Packung Gelb entstand ein undefinierbares Grüntürkis. Schrägband und Peace-Applikation sind übrigens aus einem gut gehüteten Stoffschatz, dem Retro-Stoff „Notting Hill“ von Joel Dewberry.

Weitere kreative Experimente seht ihr wie jeden Donnerstag bei RUMS, wo sich mal wieder alles „Rund ums Weib“ dreht. Und weil die Origami mal eine Hängematte war, darf sie sich vielleicht auch zu den gesammelten Werken des Upcycling-Dienstags gesellen. Euch einen schönen und sonnigen 3. Oktober! Vielleicht verbringt ihr ihn ja gaaanz faul in der Hängematte.

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Lösungsbuchstaben Nr. 8 + 9 der Blog-Schnitzeljagd!