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365-Tage-Quilt – der Zieleinlauf

Kneif mich mal einer! Ich kann es selbst noch nicht fassen. Wie eine Marathonläuferin habe ich mich kurz vor Schluss noch über die Ziellinie geschleppt – mit schweren Beinen und letzter Kraft. Meine lieben Mitläuferinnen Katherina, Gesine, Marlies, Christiane und viele andere sitzen schon längst vergnügt zusammen, trinken Limonade, quatschen und planen bereits den nächsten Quilt. Stimmt’s oder hab ich recht, Mädels? Aber nun bin ich auch endlich angekommen – erschöpft und überglücklich! Mein bisher größtes, aufwendigstes Nähprojekt, das mich ein Jahr lang begleitet hat, ist endlich fertig. 

Nach 16 Stunden Quilten, Fäden-Vernähen und Binding von Hand Annähen hab‘ ich jetzt allerdings keine Spucke mehr zum Erzählen. Aber ich verspreche hoch und heilig: Das wird im neuen Jahr nachgeholt. Mit vielen schönen Fotos und einem ausführlichen Bericht zeige ich euch dann, wie mein 365-Tage-Quilt entstanden ist, verrate euch, welche Nähtechniken sich für mich bewährt haben, was ich gelernt habe, warum ich Pläne umgeworfen habe und was ich beim nächsten Quilt anders machen werde. Denn JA, einen nächsten Quilt wird es auf jeden Fall geben.

Aber bevor ich mich wieder an die Nähmaschine setze, verlinke ich meinen Blogpost beim letzten Creadienstag des Jahres und ruhe mich erst mal ein bisschen aus, eingekuschelt in meine tolle, bunte Decke… gleich nachdem ich den Sprühkleber vom Boden gewischt und die 10.000 Fäden und Flusen im ganzen Haus aufgesaugt habe. *lach* Macht’s euch auch schön am vorletzten Tag des Jahres! Ganz liebe Grüße!

365-Tage-Quilt – August und September

85! … So viele Tage haben wir noch, um aus 2014 ein einzigartiges, fantastisches, denkwürdiges Jahr zu machen! Und genauso viel Zeit habe ich noch, um meinen 365-Tage-Quilt fertig zu stellen. Ich gebe zu, über den Sommer habe ich wieder mal ein bisschen den Faden verloren. Aber das ist eine meiner Erfahrungen mit diesem Jahresprojekt: Bin ich mal dran am Thema, möchte ich gar nicht aufhören mit Zuschneiden, Puzzeln und Zusammennähen. Habe ich den Quilt beiseite gelegt und den Kopf voll anderer Projekte, dauert es, bis ich mich dazu aufraffen kann, weiterzumachen.

Eigentlich ist es ja ganz schön langweilig, so viele Quadrate zuzuschneiden. Immer 11,5 x 11,5 cm! Ich kann es schon im Schlaf! *gähn* Aber die Farbenpracht meiner Lieblingsstoffe versüßt mir diese Fleißaufgabe immer wieder. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, in den bunten Vorrat an Quadraten einzutauchen, in Mustern und Motiven zu schwelgen und nach Lust und Laune die Reihen zusammenzupuzzeln. Natürlich mussten auch neue Stoffschätze wie Surprise, Surprise und die süße Hex Bee angeschnitten und in den Quilt aufgenommen werden.

Die Oberseite, das Top, ist fast fertig. Nur noch drei Reihen fehlen! Da drängt sich nun doch auch bei mir langsam die Frage auf, wie es weitergehen soll. Welches Vlies werde ich nehmen? Wie soll die Rückseite der Decke werden? Wie mache ich das mit dem Quilten? – Da ich inzwischen eine zweite Nähmaschine mit einem Stoffdurchlass von 20 cm besitze, mache ich mir über das Quilten keine Sorgen mehr und habe deshalb meine zwei Hälften zu einem einzigen Top verheiratet. Mein Quilt wird nur ein dünnes Vlies als „Batting“ bekommen. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass meine Pfaff Ambition Essential mit den Stoffbergen gut zurechtkommen wird.

Im Moment misst das Top etwa 160 x 170 cm und passt gerade noch so im Hochformat zwischen Wäscheleine und Rasen. Ich bin gespannt, wie ich die fertige Decke im Dezember fotografieren werde. Vielleicht im Schnee? Oder aber ich mache es wie Marlies und fliege einfach mal nach Hawaii, um den Quilt am Strand unter Palmen zu fotografieren. Falls noch jemand Bonusmeilen zu verschenken hat, immer her damit! *zwinker*

Ich bin rundum zufrieden damit, wie sich der Quilt entwickelt hat. Für das, dass ich am Anfang gar keinen Plan und kein Konzept hatte, ist das Top sehr harmonisch gewachsen. Auch meine Nähtechnik konnte ich weiter verbessern und so treffen sich die Nähte mitterweile ziemlich gut. Na klar sind da auch mal ein paar Ausreißer dabei, aber das stört mich nicht weiter. 

Die Einfassung meines Quilt-Sandwichs, das sogenannte Binding, soll schmal werden, die Quadrate optisch einrahmen, ihnen aber nicht die Show stehlen. Ich denke im Moment an ein helles Türkis. Da es kaum einen Stoff gibt, der 170 cm breit liegt, werde ich nicht umhin kommen, auch die Rückseite aus mehreren Teilen zu nähen. 

Sicher werde ich die Rückseite aber nicht genau wie die Vorderseite aus 320 Quadraten nähen. Einige der verwendeten Stoffe und der Stil sollen sich natürlich aber auch dort wiederfinden.

Wie ihr seht, mache ich mir gerade einen Haufen Gedanken über Batting, Binding und Quilting, und weil ich bestimmt nicht die einzige 365-Tage-Quilterin bin, die das tut, habe ich mir überlegt, zu diesen Themen eine Expertin zu befragen: Gesine von Allie & me design! Die Patchworkelfe, die wunderschöne und meisterhafte Quilts auf ihrem Blog präsentiert, hat meine Einladung zu einem Interview angenommen, und ich freue mich schon sehr darauf, ihr demnächst ein paar Löcher in den Bauch zu fragen. Bestimmt hat sie eine Menge Tipps und Tricks für uns Quilt-Neulinge parat und kann uns dabei helfen, unseren 365-Tage-Quilt gut zu Ende zu bringen.

www.allie-and-me-design.blogspot.de

Also nicht verpassen! – Interview mit Allie & me hier demnächst auf dem Blog!
Heute aber erst einmal Creadienstag, wohin ich mein beinahe fertiges Top schicke.

365-Tage-Quilt – Juni und Juli

Endlich bin ich mit meinem 365-Tage-Quilt wieder auf Kurs! Na, Gott sei Dank! Das hat ja ganz schön gejuckt, als vor zwei Wochen die allertollsten Quilt-Fortschritte auf Ulis Pinterestboard eintrudelten. Und ich? Hing immer noch auf Reihe 8 herum. Zu meiner Entschuldigung muss ich aber sagen, dass das auch an meinem 3-wöchigen Donau-Radurlaub im Mai mit anschließendem Ostsee-Bloggertreffen sowie an einer sehr langen Reparaturphase meiner Nähmaschine lag.

So sieht nun also mein Halbzeitstand aus! Wie viele andere Sew-Along-Teilnehmerinnen habe ich mich dafür entschieden, mein Top in zwei Hälften zu nähen. Die erste Hälfte mit 10 Reihen ist fertig, die zweite habe ich gerade begonnen. Wenn ich auch sonst gerne einen Plan A und B in der Tasche habe, über das Quilten habe ich mir noch keinen Kopf gemacht. Aber ich finde die Idee nicht schlecht, das Top vorsichtshalber in zwei Teilen zu nähen, um es später – falls die Maschine die Stoffberge wirklich nicht bewältigen kann – auch in zwei Teilen zu quilten. Fragt mich bitte nicht, wie diese zwei Hälften dann zusammengefügt werden! Ich habe noch keine Ahnung, bin aber optimistisch, dass sich das schon finden wird.

Das Schöne an diesem 365-Tage-Quilt ist, dass er nicht von Anfang an geplant wurde, keinem Gesamtkonzept folgt, sondern mit der Zeit wächst. Reihe für Reihe puzzle ich die Quadrate zusammen. Manchmal stelle ich mich auf einen Stuhl und kneife die Augen ein wenig zusammen, um zu sehen, wo noch ein wenig Gelb oder Rot fehlt. Die kleinen, schwarzen Punkte, die ihr da auf den Fotos vielleicht seht, sind kleine Fliegen, die sich frech auf dem Quilt niederließen, als er zum Fotografieren auf dem Rasen in unserem Garten  lag.

Meine Urlaubs-Stoffmitbringsel liebe ich besonders: Der hellblaue Stoff mit den tüddeligen Rosen erinnert mich an unseren Aufenthalt in Krems und steht stellvertretend für unseren wunderbaren Donau-Radurlaub. Links
daneben zwei Stoffquadrate, die auf immer verbunden sind mit den schönen
Tagen, die ich mit Sabine, Gesine und den
Elfenkindern an der Ostsee verbracht habe. Noch immer denken wir drei oft an die schöne Zeit zurück und träumen vom nächsten Treffen.

Bevor nun die nächsten Reihen genäht werden können, muss ich mich erst mal wieder dem Quadrate-Zuschneiden widmen; mein kleiner Stoffvorratsberg hat ganz schön abgenommen. Jetzt aber – und darauf freue ich mich ganz besonders – zu RUMS! Mensch, wie lange ich da schon nicht mehr mitgemacht habe!

365-Tage-Quilt – der Mai

Der Mai stand ganz im Zeichen unseres dreiwöchigen Fahrradurlaubs. Statt fleißig am Quilt weiterzunähen, habe ich mich auf den Sattel geschwungen und bin zusammen mit meinem Mann an der Donau entlang geradelt. Ein tolles Erlebnis und eine wunderbare Reise, von der ich zur Erinnerung ein Stück Stoff für meinen 365-Tage-Quilt mitgebracht habe. Wie es der Zufall will, sind wir im wunderschönen Krems in Österreich an einem kleinen Stoff- und Kurzwarenladen vorbeigefahren, und dort fand ich das perfekte Souvenir: einen Rosenstoff. 

Dieser tüddelige Stoff wird mich immer an unser Hotel in Krems erinnern. Vollgestopft mit Antiquitäten und Nostalgiekitsch, mit alten Puppen, gestickten Spruchweisheiten und Micky-Maus-Handtüchern hatten wir das Gefühl, in einem kuriosen Museum zu übernachten. Es war einfach großartig. Wir hatten ja wirklich sehr verschiedene Unterkünfte auf unserer Radreise – vom Privatzimmer, der einfachen Frühstückspension und einer jugendherbergsähnlichen Bleibe bis hin zum luxuriösen 4-Sterne-Hotel – aber die „Alte Post“ in Krems wird uns in ganz besonderer Erinnerung bleiben. 



Wenn ihr mal lunzen wollt, welche Fortschritte die anderen 365-Tage-Quilterinnen gemacht haben, empfehle ich euch einen Blick auf Ulis Pinterestboard. Es lohnt sich! Beim nächsten Mal zeige ich euch dann auch, wie sich das kitschige Rosenstöffchen in meinem bunten Quilt macht.

365-Tage-Quilt – der April

Immer bunter wird er, mein 365-Tage-Quilt. Ganz so, wie ich ihn haben wollte. Es ist eine große Freude, Reihe um Reihe anzunähen und einmal angefangen, möchte ich am liebsten gar nicht mehr aufhören. Die
farbenfrohen Patches scheinen miteinander zu sprechen; während des
Nähens sehe ich ständig neue Verbindungen und fühle mich hundertfach
inspiriert zu neuen Nähprojekten und Stoffkombinationen. 

Eins ist klar: Der Quilt ist etwas ganz Besonderes für mich. Nicht nur weil er mein erster ist, er in einem großen, vom Königskind Uli organisierten Sew-Along entsteht und seine Farben etwas in mir zum Schwingen bringen, sondern auch weil etliche Stoffe Geschenke von Bloggerfreunden sind. Zuletzt hat mich mein Stoff-Zwilling *nane mit zauberhaften Stoffen beglückt. ♡

Ob Elefanten oder Füchse – In meinem Quilt sind alle friedlich vereint. *zwinker* Auch für Chevron-, Punkte- und abstrakte Blumenstoffe habe ich ein großes Faible, wie ihr sehen könnt.

Noch zwei zusätzliche Reihen und ich habe insgesamt 10 Reihen und damit die Hälfte meines Tops fertiggestellt. Die zweite Hälfte werde ich als Extrateil nähen. So kann ich meine Decke in zwei Teilen quilten und habe nicht so viel Stoff unter der Nähmaschine liegen. Schnell noch mal vom Winde verweht fotografiert und ab damit zu „Rund ums Weib am Donnerstag“ und auf Ulis Pinterestboard. Wie weit wohl die anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen sind?


Überraschungsgeschenk von meinem Stoff-Zwilling

Wir teilen nicht nur die Begeisterung für Amsterdam, wohnen beide in Südhessen und lieben die Farben Grün und Orange, sondern haben auch einen ganz ähnlichen Stoffgeschmack. Das ist *nane und mir schon oft aufgefallen. Als ich letzte Woche über meinen 365-Tage-Quilt berichtete, sagte deshalb mein Stoff-Zwilling: „Hey, ich hab‘ da ein paar Stoffe, die würden sich bestimmt prima in deinem Quilt machen. Hast du Interesse?“ Na, aber hallo! Wie könnte ich da jemals Nein sagen? Einen Tag später fand ich einen Umschlag mit sage und schreibe 28 wunderschönen Stoffstücken in meinem Briefkasten, dazu noch einen süßen Herzanhänger und eine witzige Kiwi-Postkarte. Unfassbar! Hätten wir nicht per E-Mail, sondern von Angesicht zu Angesicht gesprochen, hätte die liebe Christiane an diesem Tag eine ziemlich verdutzte, aber über alle Maßen glückliche Katharina mit großen, leuchtenden Augen erlebt.

Hach, ich freu‘ mich! Nun kann ich in meinem Quilt Stoffquadrate aufnehmen, die mich an Hanni und Holli Hase erinnern. Ich bin ganz verliebt in diese Wärmetierchen mit den bunten Ohren, die *nane mit so viel Liebe und Begeisterung näht und in ihrem DaWanda-Shop verkauft. Dankbar für so viel Großzügigkeit und Bloggerfreundschaft reihe ich mich ein bei Luzia Pimpinellas letzter Ausgabe von beauty is where you find it. Frau Pimpi sagt „Klippo!“, und ich sage „Danke!“ ❤

365-Tage-Quilt – der März

Hallo liebe Patchworkfreunde, 365-Tage-Quilterinnen und RUMS-Weiber! Der März neigt sich dem Ende zu, und es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Zwischenstandsbericht. So sah mein Quilt im Februar aus. Ihr erinnert euch? Jaa,… und so sieht er immer noch aus! Statt weitere Reihen zu nähen, habe ich erst mal einen ganzen Schwung Quadrate zugeschnitten. Von jedem Stoff, den ich verwende, habe ich nun ein paar Stücke in meinem kleinen, grünen Sternenkästchen vorrätig und kann nach Herzenslust puzzeln und die nächsten Reihen gestalten. 

Bisher habe ich 42 verschiedene Stoffe verwendet; etwa 10 neue warten noch auf ihren Einsatz – darunter die Julia-Stoffe, in die ich sehr verliebt bin, und Frau Pimpinellas Flora Fox. Als Rarität mit Kultstatus wird der Fuchsstoff im Auktionshaus zu Höchstpreisen gehandelt, aber ich hatte Glück und konnte an einem Winterabend 0,7 Meter zu einem vernünftigen Preis ersteigern. Nun habe ich ihn lange genug gehütet und gestreichelt und denke, die Stunde ist gekommen, ihn auch anzuschneiden. Nicht nur auf dem Quilt soll er ein schönes Plätzchen bekommen, auch bei einem Modell der Taschenspieler II möchte ich ihn gerne einsetzen. Wie sieht’s bei euch aus, habt ihr schon die neue Farbenmix-CD? Macht ihr mit bei Emmas Sew-Along? Am 7. April geht’s los.

365-Tage-Quilt – der Februar

Nachdem der Januar ganz im Zeichen der Farbharmonie stand, beschäftigte mich im Februar die Technik des akkuraten Zuschneidens meiner Quilt-Quadrate und das Vernähen der ersten vier Reihen. Schließlich sind wir ja Nähmonk und wollen, dass am Ende alles möglichst perfekt zusammenpasst. 😉

Weil die Quadrate mit dem Rollschneider viel genauer werden, habe ich die Schablone beiseite gelegt, und schneide nun immer vier Quadrate pro Stoff mit meinem 60x15er Lineal zu. Beim Aneinandernähen komme ich am besten mit einer Mischung aus Clover-Clips und Stecknadeln zurecht. So verrutschen mir die Stoffe kaum noch.

Und doch treffen nicht immer alle Nähte hundertprozentig aufeinander. Auf der Suche nach jedem verlorenen Millimeter und Möglichkeiten, noch perfekter zu arbeiten, hat der Nähmonk in mir aber irgendwann aufgegeben: Ich bin keine Maschine, sondern ein Mensch, und das ist eben liebevolle Handarbeit! Zum Teufel mit dem blöden Perfektionismus! *zwinker*

Mir gefällt mein Quilt genau so, wie er ist. Weil er so schön bunt ist und strahlt, auch wegen des schönen Fahrradstoffs, den mir die liebe Gesine geschenkt hat. Und habt ihr den witzigen, blauen Vogel mit dem Krönchen gesehen? Den habe ich von Heike und Lina bekommen, mit denen ich ein paar Stoffe getauscht habe.

Pro Monat zwei Reihen und 32 Quadrate – Das ist mein Durchschnitt und mein gestecktes Ziel. Denn so habe ich ein bisschen vorgearbeitet, wenn ich im Frühjahr mit dem Fahrrad an der Donau entlangfietse und keine Zeit für’s Quiltnähen habe. Bei vier Reihen habe ich jetzt also genau ein Fünftel meines Tops fertig.

Wenn ihr wissen wollt, wie die 365-Tage-Quilts der anderen 400 Teilnehmerinnen aussehen, stöbert doch mal ein bisschen auf Uli/Königskinds Pinterestboard! Es lohnt sich! Auch bei RUMS gibt’s heute bestimmt ein paar angefangene Quilts zu bestaunen.

Ach, noch einen heißen Tipp habe ich für euch! Micha versteigert gerade auf ihrem Blog Wollfühlend mit Handicap eine Umhängetasche zugunsten der DKMS. Wer mit meinem Stoffmemory nichts anfangen konnte, kann vielleicht eine schicke Tasche gebrauchen. Mal ehrlich, Mädels… Taschen kann man doch wirklich nie genug haben, oder? *zwinker*

365-Tage-Quilt – der Januar

Der erste Monat des 365-Tage-Quilt-Projekts ist vorbei, und so langsam erkenne ich, wohin die Reise geht. Ihr seht, es wird sehr bunt bei mir. In meinem letzten Post habe ich euch ja erzählt, dass ich mir wenig Gedanken über Farben und Muster meines Quilts mache, sondern einfach aus dem Bauch heraus entscheiden möchte, welche Stoffe ich nehme. Ganz ehrlich: Das hat nicht lange funktioniert. Kaum waren die ersten Quadrate beisammen, hat sich mein Kopf eingemischt und will seitdem kräftig mitreden. So denke ich nun also doch über eine schöne Zusammenstellung der Stoffe nach und suche Reihe für Reihe den perfekten Mix aus Harmonie und Spannung.

Es ist wirklich eine Kunst, Stoffe in einem Quilt so zu kombinieren, dass sie nicht eintönig und langweilig wirken, aber auch nicht zu wild miteinander um die Wette schreien. Während meine grünen und blauen Stoffe harmonisch miteinander verschmelzen, sorgt das knallige Colour-Blocking von Gelb und Bordeauxrot für das nötige Salz in der Suppe. Auch dezente und kräftige Muster, Punkte, Streifen, Zickzack und Motive wollen gut gemischt werden, damit sie sich gegenseitig unterstützen und keine Konkurrenz machen.  Ob mir das wohl schon gelungen ist?

Die Stoffe für den Quilt stammen hauptsächlich aus meinem Vorrat, aber ich habe auch schon den einen oder anderen hinzugekauft. Viele sind Stoffschätze, die mich an ganz besondere Projekte erinnern. Den gelben Hawaii-Stoff zum Beispiel findet ihr auch oben in meinem Header! Jaa… Aloha, die Sonne! *lach* Der bunte Blümchenstoff und das gärtnernde Mädchen hingegen werden immer mit dem Stoffmemory verbunden sein, das ich gerade hier auf dem Blog für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei versteigere. Ein wahres Herzensprojekt! Falls ihr mal reinschauen möchtet, hier geht’s zur Auktion! (klick) … 

https://www.greenfietsen.de/2014/01/stoffmemory-sucht-jemanden-zum-spielen/

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön und einen festen Drücker für all jene, die meine Aktion so toll unterstützen. Danke, dass ihr auf euren Blogs Werbung für meine Versteigerung macht und so eifrig meinen Facebook-Post geteilt haben. Ihr seid großartig! :-*



Zurück zum Quilt… 1,70 x 2,00 m groß soll er mit Einfassung werden! Bei 11,5 cm-Quadraten rechne ich mit 19 Reihen à 16 Quadraten. So gesehen habe ich nun also 1 Zehntel meines Tops fertig. Ein bisschen zu denken gibt mir, dass viele Bloggerinnen, die auch beim 365-Tage-Quilt-Projekt mitmachen, dazu übergegangen sind, 9er- oder 16er-Blöcke statt lange Reihen zu nähen. Wenn man diese dann vor dem Zusammenfügen quiltet, hat man später nicht so große Stoffberge unter der Nähnadel liegen und tut sich wahrscheinlich leichter. Hmm…

Manchmal sollte man sich auf einen Stuhl stellen und das Werk aus der Vogelperspektive betrachten. So ist mir doch beim Fotografieren aufgefallen, dass auf der linken Seite ein Tupfer Gelb und ein Tick Orange fehlen. Macht aber nichts; das kann ich bei der nächsten Reihe noch optisch ausgleichen. Aber jetzt scharre ich schon mit den Hufen und möchte rüber zu RUMS. Bestimmt sind dort heute ganz viele angefangene Quilts zu bestaunen, und ich will doch mal hören, was die anderen über das Stoffberge-Problem so denken. Kommt ihr mit?

www.rundumsweib.blogspot.de

365-Tage-Quilt – das Projekt

Schon lange träume ich von einer Patchworkdecke für unser Wohnzimmer – riesengroß, kuschelig und genäht aus meinen Lieblingsstoffen. Aber hunderte Quadrate zuschneiden und aneinander nähen? Tagelang! Wochenlang! … Klingt das in euren Ohren verlockend? Also in meinen hört sich das nach Strafarbeit an. *lach* … Zum Glück kam vor ein paar Tagen genau das richtige Projekt für mich um die Ecke, und nun scheint sie schon zum Greifen nah, meine Traumdecke. Uli von „Königskind“ hat die Aktion „365-Tage-Quilt“ ins Leben gerufen. 

Dahinter steckt die Idee, den Quilt nicht in einem Rutsch zu nähen, sondern über’s Jahr verteilt – jeden Tag 1 Quadrat. Quasi nach dem Straßenkehrer-Beppo-Prinzip: immer schön langsam ein Besenstrich nach dem anderen, ohne dabei außer Puste zu geraten. Das gefällt mir! …


Ob meine Decke quadratisch oder rechteckig werden soll, weiß ich noch nicht, aber auf jeden Fall will ich sie groß und bunt. Ein Gesamtkonzept gibt es nicht. Das heißt, ich lege vorab keine Farben oder Muster fest, sondern nehme einfach Stoffe, die ich im Augenblick mag oder von denen ich eine Erinnerung behalten möchte. Einmal im Monat werde ich euch zeigen, welche Fortschritte mein Quilt gemacht hat. 

Wer noch beim Projekt „365-Tage-Quilt“ dabei ist, könnt ihr hier bei Uli sehen. Und weil heute Dienstag ist, schicke ich meine ersten 7 Patches auch zum Creadienstag.