Kategorie: Kleidung

Meine Herbst-Else und ein Schnittmuster-Tipp für dich

Der Oktober war der Monat der Angstgegner, bei mir auch kleidungstechnisch. Ich hab mir endlich mal den Kultschnitt von schneidernmeistern, die Else vorgeknöpft und kann jetzt aus eigener Erfahrung berichten, was dran ist am „Mythos Else“.

Aber vorher muss ich erst mal erzählen, warum ich immer so einen Respekt davor hatte. Für mich war lange gar nicht so richtig fassbar, wie die Else überhaupt aussieht. Kleid oder Pulli, mit Kapuze, Stehkragen oder U-Boot-Ausschnitt, eng oder weit, feminin- elegant oder sportlich- leger –  Die Else kann irgendwie alles sein, zwischen manchen Elsen liegen Welten, und doch ist die Basis immer der gleiche Schnitt. Faszinierend, aber auch „Uaaaah“.

Beim Blick auf das riesige Schnittmuster-Plakat war mir klar: Das könnte ein klassisches Subway-Dilemma werden: Viele Bausteine, viele Möglichkeiten, tausend kleine Entscheidungen, und am Ende ein belegtes Brötchen, das nicht mal der Hund futtern würde. Für so was bin ich eigentlich nicht gemacht.

Aber wer eine Elsenschwester werden möchte, wirft natürlich nicht so schnell das Handtuch, sondern recherchiert erst mal einen Abend lang bei Instagram, holt sich Anregungen bei Tatiana @tillit.ta, Katharina @der_rabe_im_schlamm und Johy @johys_bunte_welt und ist dann so verliebt in ihre schönen Elsen, dass sie‘s unbedingt wissen will.

Irgendwann hatte ich ein Bild meiner Else vor Augen: Ein gemütlicher Herbstpulli mit der Kapuze „Fling on hoodie“. Die Wahl fiel auf den leichten Sweat „Magic Wood“ von Cherry Picking. Der Stoff ist superschön und hat eine tolle Qualität, aber mein Herz hängt nicht so sehr daran, weil es nicht 100 % meine Farben sind. Leider habe ich das erst gemerkt, als die Online-Bestellung da war. Hätte ich also mit Magic Wood Lehrgeld zahlen müssen, wäre das kein so großes Drama gewesen.

Denn dass meine erste Else gleich ein Knaller werden würde, damit habe ich nicht gerechnet. Normalerweise muss ich immer erst ein bisschen experimentieren und ein paar Anpassungen vornehmen. Ein bisschen einfacher ist es dadurch geworden, dass ich mit dem Kimono Tee und der Joana zwei Schnitte gefunden habe, die mir sehr gut passen und die ich nun immer zum Vergleich heranziehen kann. Ich hatte also keine großen Erwartungen an meine erste Else… und wurde dann KOMPLETT überrascht.

Schon bei meiner ersten Anprobe mit geklammerten Seiten habe ich gemerkt, wie gut der Pulli sitzt. Figurbetont und körpernah, aber nicht zu eng. Was mir allerdings ziemlich eng erschien, waren die Ärmel. Die habe ich dann später auch nur mit 0,5 cm Nahtzugabe zusammengenäht statt mit 1 cm. Monika gibt ja im E-Book den Tipp, bei dickeren Stoffen eine Nummer größer zu wählen. Ich dachte, ich probiere es trotzdem in 42, denn das Schnittmuster hatte ich schon zusammengeklebt und 44 hätte ich noch mal extra kaufen und ausdrucken müssen.

Das Ergebnis ist ein Hoodie, der sehr gut passt und in dem ich mich superwohl fühle. Die Ärmel sind eng, aber nicht so, dass es unangenehm wäre. Durch die Bewegung und Körperwärme dehnen sie sich auch noch etwas. Trotzdem frage ich mich, ob ich nicht doch noch mal mal die 44 ausprobieren sollte – besonders, weil mir die liebe Tina @tinarosano auch dazu geraten hat.

Mit dem Schnittmuster bin ich diesmal anders umgegangen als sonst. Für gewöhnlich zeichne ich die Nahtzugabe direkt auf dem Papier mit Bleistift an und schneide dann aus. Da die Schnittteile bei der Else aber zu nah beieinanderliegen, kam das nicht in Frage. Vom Abpausen bin ich gar kein Fan, also blieb nur: Schnittteile direkt ausschneiden und die Nahtzugabe auf dem Stoff mit dem Markierstift zeichnen. Dabei habe ich eine Entdeckung gemacht.

Bestimmt bin ich nicht der erste Mensch, der darauf kommt. Viel wahrscheinlicher ist, dass es jeder so macht und ich Dussel erst jetzt kapiert habe, wie praktisch das Ding dafür ist. Ich spreche vom Nahtmaß, mit dem man sehr schnell und genau 1 cm Nahtzugabe anzeichnen kann. Einfach am Papierschnitt entlangführen und alle paar Zentimeter einen Strich machen. Anschließend die Striche zu einer Linie verbinden oder einfach so ausschneiden. Auch an Rundungen klappt das super.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an die liebe SewingTini, die mir den kleinen Nähhelfer bei unserem Treffen am Titisee geschenkt hat. Wenn ich mich richtig erinnere, hat sie ihn auf dem Stoffmarkt gekauft. Du kannst ihn in Metallausführung für ca. 3 Euro auch bei Stoff & Stil bestellen.

So, wie lautet jetzt also mein Resümee zur Else? – Ich bin begeistert! Ich mag den Schnitt total gerne und finde, er steht mir. Nachdem ich vor kurzem das interessante Stilberatungsvideo bei EllePuls gesehen habe, weiß ich jetzt auch, dass ich eine X-Figur habe: Schultern und Hüfte etwa gleich breit, Schultern sogar eher noch ein Tick breiter, und in der Mitte eine Taille – fällt jetzt bei dem dicken Sweatstoff nicht ganz so auf… Im Grunde also ganz ähnlich wie bei der Kandidatin Bianca im Video. Wir sind beide großen Frauen, und deshalb steht uns die lange Kleidversion der Else, denke ich.

Unfassbar, aber wahr: Ich habe keine Änderungen am Schnitt vorgenommen. Die Ärmel habe ich mit 0, 5 cm statt 1 cm Nahtzugabe genäht, aber das war’s auch schon. Die Länge ist ein Mittelding zwischen Shirt und Kleid. Wenn du das Schnittmuster vor dir liegen hast, siehst du die eingezeichnete Tasche. 10 cm unter dieser Tasche habe ich das Schnittmuster geknickt und das als Länge genommen.

Nun träume ich von den nächsten Elsen. Bei meinem letzten Stoffmarktbesuch habe ich mir einen wunderschönen, dunkelblauen Jacquard gekauft, der ein tolles Elsenkleid mit U-Boot-Ausschnitt abgeben würde. Auf den Fotos sind die Ärmel noch nicht gesäumt, auch unten der Saum ist noch offen… Das goldene Oktoberwetter musste einfach ausgenutzt werden, für einen Spaziergang in der Abendsonne und ein paar Fotos – Saum hin oder her. Mittlerweile ist sie aber fertig und wird sehr gerne getragen.

Und du, bist du auch im Elsenfieber? Welche Else steht dir besonders gut?

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Kimono Tee – Ananas-Shirt für den Spätsommer

Wer hätte gedacht, dass wir im September noch mal so einen tollen Sommer bekommen? Also ich nicht. Da hat man doch richtig Lust, ein paar Früchte aus dem Schrank zu ziehen und noch ein Kimono Tee zu nähen!

Kimono Tee nach dem Freebook von Maria Denmark

Gerade bunt gemusterte Stoffe wie Pineapplelada von Hamburger Liebe wirken bei diesem schlichten Schnitt einfach toll. Ein einfacher Jeansrock, dazu ein paar Sneaker, und fertig ist das Sommeroutfit, in dem ich mich wohl fühle.

Kimono Tee - Ananas-Shirt nach dem Schnitt von Maria Denmark

Vier, fünf, sechs… Kurz mal nachzählen… Ja, es ist tatsächlich mein sechstes Shirt nach dem Gratis-Schnitt von Maria Denmark. Wenn’s passt, dann passt’s einfach. Welche Änderungen ich am Original-Schnitt vorgenommen habe, habe ich hier schon mal erzählt.

Kimono Tee - Freebook von Maria Denmark

Ich habe es nach der gleichen Faule-Socken-Methode genäht wie beim letzten Mal: Nahtzugaben nach innen umgebügelt und mit dem normalen Geradstich festgesteppt. Wenn du sorgfältig bügelst, steckst und nähst, bekommst du auch ohne Beleg einen sehr schönen Halsausschnitt. Ich erwähne das deshalb, weil ich beim letzten Shirt einige Nachfragen dazu hatte. Nein, Indianer-Ehrenwort, da ist wirklich kein Beleg am Halsausschnitt!

Kimono Tee im Entstehen - Freebook von Maria Denmark

Mehr gibt’s dazu auch eigentlich nicht zu sagen. Außer: Ich liebe dieses Ananas-Shirt und hoffe, dass der Sommer noch eine Weile bleibt. 35 Grad brauche ich zwar nicht mehr, aber über 25 würde ich mich sehr freuen.

Bezugsquellen:
Den herrlichen Ananas-Jersey „Pineapplelada“ habe ich bei Alles für Selbermacher gekauft. Er war so heiß begehrt, dass er in dieser Farbe leider schon lange ausverkauft ist. Das Freebook „Kirsten Kimono Tee“ bekommst du bei Maria Denmark.

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Kimono Tee – Das Shirt für faule Socken

Bevor ich mal einen Jersey aus dem Schrank ziehe und ein Shirt zuschneide, muss schon einiges passieren. Es ist wie verhext… Mir kommt einfach IMMER was dazwischen… Meistens ist es eine Tasche.

Kimono Tee - Freebook von Maria Denmark

Zwei Tage vor einer Verabredung fällt mir dann ein: Du könntest dir doch eigentlich mal was Schönes zum Anziehen nähen. Aus einem witzigen Stoff, den nicht jeder hat. Hm, aber welcher Schnitt?

Kimono Tee - Freebook von Maria Denmark

Ein Kimono Tee! – Geht schnell, passt super und fühlt sich immer gut an. Ich bin ja weiß Gott nicht die Schnellste, aber für dieses Shirt brauche selbst ich nur anderthalb Stunden.

Kimono Tee - Freebook von Maria Denmark

Kein Wunder, es besteht ja auch nur aus 2 Teilen. Die Säume bügle ich am liebsten nach innen um und steppe sie mit einem einfachen Geradstich ab. Ja, nenn mich ruhig faule Socke!

Kimono Tee - Freebook von Maria Denmark

So hatte ich fix ein schönes Shirt für unseren 1. Nähblogger-Stammtisch in Frankfurt. Ich freue mich immer wieder darüber, dass ich in der Lage bin, mir selbst so knallige, lustige T-Shirts zu nähen. Könnte ich eigentlich öfter mal machen.

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Das Kimono Tee ist ein kostenloser Schnitt von Maria Denmark. Ein paar kleine Anpassungen habe ich vorgenommen: den Halsausschnitt verkleinert, die Ärmel um ca. 1 cm verlängert und um die Hüften etwas dazugegeben. Schau dir hier meine anderen Kimono Tees an.

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My cuddle me in traumschönem Grün mit Elefanten

Fräulein Smilla hat ein Gespür für Schnee. Ich dagegen kenne zig verschiedene Grüntöne. Petrol, Smaragd, Lucite Green, Mint, Türkis, Teal, Jade und viele mehr – Allein die Namen dieser Schönheiten sind Poesie in meinen Ohren! Je nach Stimmung und Jahreszeit zieht es mich zu einer bestimmten Farbpalette hin. Im Moment sind es die bläulichen, ruhigen Grüntöne, die bei mir ein „Hachz“ auslösen und an denen ich mich einfach nicht sattsehen kann.

My cuddle me | Cardigan aus grünem Biojersey mit Elefanten

Der Designer der wunderschönen Serengeti-Kollektion muss um die entspannende, beruhigende Wirkung von Teal wissen, nicht umsonst hat er diese Farbe so passend mit Elefanten-Motiven kombiniert. Elefanten schreiben wir ja auch Eigenschaften wie Gelassenheit und Sanftmut zu.

Die Qualität ist – wie soll’s bei Birch auch anders sein? – herausragend! Die Stoffe haben ihren Preis, aber sind aus 100 % Bio-Baumwolle. Diese Qualität macht schon beim Nähen große Freude, erst recht, wenn man das Kleidungsstück anschließend trägt. Seidig-kuschelig ist auch der Bio-Unistoff in Mid Blue, den ich zum The Herd Teal kombiniert habe. Ein Traumpaar!

My cuddle me | Cardigan aus grünem Biojersey mit Elefanten

Den Schnitt hab ich bestimmt als allerletzte in der Nähbloggerherde genäht: My cuddle me von Schaumzucker. Der Cardigan war schon Anfang des Jahres schwer angesagt. Ja, manchmal hab ich auch die Ruhe weg und schau mir die Trends erst mal eine Weile an, bevor ich auf den Zug aufspringe.

Genäht in L, und irgendwie mal wieder eine Nummer zu groß. Hat ein bisschen was von Karate Kid, oder?… Es hilft nichts: Ich kann nicht automatisch von der Größe meiner Kauf-Klamotten ausgehen. Ich muss mir angewöhnen, Maß zu nehmen und Schnittmuster auf meinen Körper anzupassen. Wenn ich an Hüfte und Poppes ein bisschen was dazugebe, dann reicht bei vielen Schnitten bestimmt auch Größe M. Vielleicht würde die „My cuddle me“ dann bei mir weniger wie eine Karatejacke oder ein Morgenmantel aussehen. Aber ich mag sie trotzdem sehr!

My cuddle me | Cardigan aus grünem Biojersey mit Elefanten

Das E-Book ist superschön gemacht. Alles ist sehr ausführlich und verständlich beschrieben. Die einzelnen Schritte werden anfängerfreundlich erklärt. Es gibt zahlreiche Tipps und Hinweise, so dass bei mir keine Frage offen geblieben ist. Perfekt!

Meine Ovi hat auch gut mitgespielt. Vielen Dank für die Tipps, dir ihr mir bei meiner Lady Bella gegeben habt. Es hat wirklich geholfen, an den Einstellungen zu drehen. Der Stoff wird jetzt besser transportiert und wellt sich nicht mehr. Allerdings stehen die Schlaufen am Rand immer noch über. Ich denke, ich muss sie zur Inspektion schicken und mal saubermachen lassen.

My cuddle me | Cardigan aus grünem Biojersey mit Elefanten

Und nun ab damit zu RUMS – Rund ums Weib am Donnerstag. Ich freue mich, dass ich mal wieder mit einem genähten Kleidungsstück an Muddis wunderbarer Linkparty teilnehmen kann. Auch bei der Ich-näh-Bio-Party von Keko-Kreativ lässt sich mein schöner Elefanten-Cardigan gemütlich nieder.

PS: Danke, liebe Ina, fürs Erinnern! Hab ich doch glatt vergessen, die MCM zu Contadinas Elefanten-Linkparty zu schicken. So was aber auch! Schnell mal nachgeholt.

Lady Bella und 7 Dinge, die ich beim Nähen dieser Sweatjacke gelernt habe

Was habt ihr euch als kleiner Mops für später gewünscht? Popstar werden? Den Nobelpreis für Astrophysik gewinnen? Einen Swimming-Pool? Also für mich stand fest: Wenn ICH mal groß bin, dann näh ich mir eine Lady Bella von mialuna! Hihi, ich hab doch tatsächlich die Ebene der Shirts verlassen und bin jetzt im nächsten Level: Pullis, Hoodies & Sweatshirt-Jacken. YEAH! Was sagt ihr jetzt?

Sweatshirt-Jacke Lady Bella von mialuna - Passe mit Paspel

Sieben Zwerge wohnen hinter sieben Bergen, und ich hab sieben Dinge beim Nähen meiner Lady Bella gelernt. Die will ich euch jetzt erzählen. Achtung, los geht’s:

1. Nicht denken, machen!

Als ich letzten Herbst in München an der lieben Christiane {chrissibag} die Lady Bella live und in Farbe gesehen habe, dachte ich: „Wow! Die Jacke sieht so toll aus, aber auch echt kompliziert und schwierig.“ Aber die Wahrheit ist: Du musst es dir nur zutrauen und einfach machen. So schwer ist es gar nicht!

Sehr hilfreich ist außerdem folgende Einstellung: „So, ich mach jetzt mal lauter Fehler, damit ich was draus lerne. Die Jacke ist meine allererste, die muss nicht perfekt werden. Nö, ich ärgere mich heute nicht über Fehler. Fehler sind was Gutes, und sie gehören dazu, wenn ich was Neues lernen will.“ – Immer diese Erwartung, dass gleich beim ersten Mal alles perfekt wird – das nervt doch echt!

2. Manchmal ist die Ovi das Biest, nicht der Jersey!

Jetzt denkt ihr bestimmt wieder: „Was hat sie denn? Sieht doch super aus!“ Jaa, ich kenn euch mitterweile. Ich weiß, dass ihr die Special Effects (=Macken) nicht so seht wie ich. Tatsache ist aber, dass ich Probleme mit der Ovi hatte. Ich hab das Garn von Weiß zu Braun gewechselt – was für eine famos blöde Idee! Dabei muss ich irgendwas beim Einfädeln falsch gemacht haben. Wenn ich nur wüsste, was! Ich habe dreimal neu eingefädet, und trotzdem säumt sie immer noch nicht ordentlich, sondern lässt Schlaufen am Rand überstehen. Der Stoff wird seitdem auch nicht mehr richtig transportiert. Nach dem Overlocken sind die Teile leicht gedehnt und gewellt. Also wenn da mal einer eine Idee hätte… Meine Ovi ist eine Brother 4234D – eigentlich eine sehr feine Maschine.

Sweatshirt-Jacke Lady Bella von mialuna

Genäht in Größe 42 ohne Veränderungen am Schnitt. Wirkt hier ein bisschen schief, weil ich auf einem Bein stehe.

3. Das dicke Ende kommt zum Schluss!

Als hätte ich es geahnt, dass es hier tricky wird, habe ich mir den Reißverschluss – eigentlich eine Sache von 5 Minuten – zwei Wochen lang aufgehoben. Ich hab keine Angst vor Reißverschlüssen, aber so ein teilbarer Jacken-Reißverschluss hat mir doch Respekt eingeflößt. Die Jacke nach all der Arbeit auf die letzten Meter doch noch zu ruinieren, da hätte ich mindestens eine Tafel Trostschokolade essen müssen. Und was ist passiert? Durch das Overlocken der Jackenkanten wurde der Stoff gedehnt und dadurch länger als der Reißverschluss. Das heißt: Am Ende vom Reißverschluss war noch verdammt viel Bündchen übrig. Ungefähr 6 cm. Das sah vielleicht doof aus! Hätte ich die Kanten doch lieber unversäubert gelassen. Leider wurde mir das Ovi-Problem hier erst so richtig bewusst.

4. Nicht verzagen, Mama fragen!

„Das kannst du so nicht anziehen! Wie sieht das denn aus?“, sagte das Teufelchen auf meiner rechten Schulter. „Mach dich nicht verrückt! Das soll halt so!“, meinte das Engelchen zu meiner Linken. „Klapp das Bündchen einfach nach innen um und näh’s dir fest!“, meinte meine Mutter. Das war der beste Tipp! Mein Bündchen ist jetzt vierlagig. Geht auch, und gefällt mir eigentlich viel besser als in der breiten Variante wie vorgesehen.

Meine erste Lady Bella von mialuna - Jackentaschen und Kapuze

Am leicht gewellten Armloch und am welligen Kapuzenrand erkennst du, dass die Ovi nicht richtig gearbeitet hat.

5. Richtiges Stecken ist entscheidend!

Was ich schon bei meinem 365-Tage-Quilt festgestellt habe: Exakt zuschneiden und nähen ist das Eine, richtiges Stecken mindestens genauso wichtig! Bei meinem ersten Versuch, die Ärmel an Vorder- und Rückenteil anzustecken, stand ein Ärmel 3 cm über! Drei ganze Zentimeter war der Ärmel augenscheinlich länger als das Armloch. Noch mal die Schnittmuster aufgelegt und alles überprüft. Nee, ist korrekt! Kann doch gar nicht sein! Beim zweiten Mal habe ich nicht an einer Seite angefangen und durchgesteckt, sondern Anfang und Ende und dann abwechselnd Richtung Mitte. Und voilà, auf einmal hat’s genau gepasst. Beim Stecken hast du eine Menge Spielraum. Du kannst so stecken, dass es am Ende nicht mehr passt. Du kannst durch geschicktes Stecken aber auch vieles passend machen.

6. Kapuzen sind genau mein Ding!

Ich hab schon immer gerne Kapuzenpullis und -jacken getragen. Steht mir einfach, finde ich. Jetzt weiß ich, dass auch das Nähen von Kapuzen genau mein Ding ist. Das ist überhaupt nicht schwer und macht viel Spaß, weil man so herrlich mit verschiedenen Stoffen spielen kann.

7. Eine Passe mit Paspel ist einfacher, als du denkst!

Aus diesem Grund ist auch die Passe eine feine Sache! Du kannst verschiedene Stoffe kombinieren und mit einer Paspel einen tollen Farbakzent setzen. Ich habe hier eine fertige Baumwollpaspel in Türkis genommen und war überrascht, wie easypeasy das Paspelnähen auch mit Jersey geht. Alles kein Hexenwerk! Auch das Nähen der Jackentaschen hat supergut geklappt.

Lady Bella ist ein toller Schnitt, den ich unbedingt noch mal nähen möchte. Wenn du schon ein bisschen Erfahrung im Nähen von Shirts oder Pullis hat, kommst du mit der Anleitung sicher gut zurecht. Hilfestellung bietet auch dieses Videotutorial, das dir im Schnelldurchlauf die einzelnen Nähschritte zeigt. Was ich beim nächsten Mal anders machen würde? – Nicht viel, nur drei Dinge: 1.) Ohne eine richtig eingefädelte Overlockmaschine leg ich gar nicht erst los. 2.) Das Bündchen wird von Anfang an schmaler zugeschnitten. 3.) Den Reißverschluss werde ich auch innen mit einem Beleg versehen. Mit der Größe bin ich zufrieden. Die Jacke ist zum Drüberziehen gedacht, und da ist die Größe sehr angenehm.

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Shirt Joana von Jolijou – immer noch die Testphase

Vielen Dank für die lieben Kommentare und tollen Tipps zu meinen Kimono Tees. Ich hab mich sehr gefreut, dass euch die Shirts so gut gefallen haben und fand es spannend zu hören, welche Lieblingsschnitte ihr so habt. Neben dem Kimono Tee ist Joana von Jolijou der Schnitt, den ich bisher am meisten genäht habe.

Denn wenn ich schon mal ein Schnittmuster zusammengebastelt habe – was wirklich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört! – schmeiße ich ihn auch nicht gleich aus dem Fenster, nur weil das erste Nähergebnis nicht ganz so perfekt gelungen ist.

Okay, sie sah nicht schlecht aus, und ich hab sie auch ein paar Mal getragen, meine Tulpen-Joana, aber wegen der zu kurzen Bündchen, die ich mit maximalem Zug angenäht hatte, war sie doch ganz schön eng unter den Armen. Auf Dauer unbequem, und wenn ich was echt nicht gebrauchen kann, dass ist es Kleidung, die mich kneift oder bei der ich ständig irgendwo zuppeln muss.

Beim Klamotten-Nähen braucht man Geduld, Hartnäckigkeit und zu Anfang ein paar Stoffe, an denen das Herz nicht ganz so arg hängt. Es passt halt selten was auf Anhieb, und Auftrennen ist bei Jersey nicht immer so einfach, besonders wenn die Ovi mit im Spiel war. Deshalb schneide ich meine grünen, türkis- und petrolfarbenen Stoffschätze erst an, wenn ich einen Schnitt ausgiebig getestet und angepasst habe und hundertpro zufrieden bin. Erst dann bin ich bereit, das Shirt auch ein bisschen aufwendiger zu gestalten. Wie du siehst, befinde ich mich mit Joana noch in der Testphase.

Shirt Joana von Jolijou mit angesetzten Ärmeln

Diesen roten Blümchen-Stoff habe ich mir vor einer halben Ewigkeit gekauft. Ich weiß gar nicht mehr, wo oder wie er heißt, und das kommt bei meinen Stoffen echt selten vor. Obwohl mein Herz wirklich gar nicht an diesem roten Stoff hing, trage ich das Shirt jetzt supergerne. Es sitzt gut und ist tierisch bequem. Ob mir allerdings der stark geraffte Halsausschnitt so hundertprozentig gefällt, hmm… Da hab ich wohl beim Bündchen-Annähen ein bisschen zu stark gezogen. Na ja, kleiner Schönheitsfehler. Die Armbündchen sind dafür prima.

Shirt Joana von Jolijou mit angesetzten Ärmeln

Genäht habe ich die Joana in der Größe L mit angesetzten Ärmeln und rosarot gestreiften Rippenbündchen. Auch der Variante mit überschnittenen Ärmeln wollte ich gerne noch mal eine zweite Chance geben und habe dafür den Bio-Interlock „Wimpel“ von Cherry Picking aus dem Schrank gezogen. Eine traumhaft tolle, seidige Qualität, die mir schon bei meiner Frau Madita sehr gefallen hat. Hier habe ich die Bündchen auch wieder länger als in der Anleitung empfohlen zugeschnitten, diesmal aber nicht ganz so stramm angenäht. Das Ergebnis: Sitzt gut und ist sehr viel bequemer als die Tulpen-Joana. Gefällt mir. Ich glaube, so langsam kann ich doch mal ein paar grüne Stoffschätze rauslegen.

Shirt Joana von Jolijou mit überschnittenen Ärmeln

Aber jetzt war’s das erst mal mit den kurzärmeligen Shirts für dieses Jahr. Weiter geht’s mit der Herbst- und Wintergarderobe. Da habe ich gerade unheimlich viele Wünsche. Mal sehen, was ich davon angehen und demnächst bei RUMS zeigen kann. Meine Lady Bella steht immerhin schon kurz vor der Vollendung, fehlt nur noch der Reißverschluss. Aber heute sind erst mal die beiden Joanas an der Reihe, die übrigens auch langärmelig genäht werden könnten. Und weil der Wimpelstoff aus 100 Prozent organischer Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau ist, darf das Shirt heute bei Keko-Kreativs Ich-näh-Bio-Linkparty vorbeischauen.

Und du, bist du schon eifrig mit dem Nähen von Herbst- und Wintersachen beschäftigt?

Kimono Tee von Maria Denmark, mein liebstes Sommershirt

Wenn mich später mal jemand fragen sollte, wo der Wendepunkt war, wann es passiert ist und wer dafür dafür die Verantwortung trägt… dann würde ich rückblickend sagen:

Sommer 2015, Maria Denmark. Sie war das! Ihr Kimono Tee hat mich davon überzeugt, dass Jersey doch kein Biest ist. Hätten die dehnbaren Maschen eine eigene Facebook-Seite, ich würde jetzt glatt auf „Gefällt mir“ klicken und sogar Benachrichtungen abonnieren. Von jetzt an gibt’s nicht mehr nur Webware und Taschen; es gibt Jersey, Sweat, Bündchen, Lady Bella, My cuddle me und Blusenshirts. Aus voller Überzeugung. Meine Tulpen-Joana und die Frau Madita im Indian Style waren zum Aufwärmen, aber jetzt erst ist der Funke so richtig übergesprungen. Ich bin total motiviert und hab große Lust, mehr Zeit in Jersey-Experimente zu investieren.

Kimono Tee von Maria Denmark aus Bio-Jersey "BMX" von Nosh

Das Kimono Tee passt einfach wie angegossen. Nähen, anziehen, wohlfühlen – Da gibt’s nix zu zuppeln und nichts zu kritisieren. Defintiv mein Schnitt, und noch dazu so schnell genäht. Hätte der Sommer nicht schon zusammengepackt, ich würde garantiert noch welche zuschneiden und auch ein paar Variationen ausprobieren. Die liebe Fredi von Seemannsgarn, die auch verrückt nach dem Kimono Tee ist, hat ja gezeigt, wie wandelbar dieses Shirt ist.

Kimono Tee von Maria Denmark aus Bio-Jersey "BMX" von Nosh

Drei auf einen Streich. Ein einziges Kimono Tee für die Urlaubsgarderobe war geplant, vor lauter Begeisterung wurden es in Nullkommanix drei. Und beim dritten hatte ich dann auch keinerlei Bedenken mehr, einen meiner absoluten Lieblingsstoffe anzuschneiden: den Bio-Jersey „BMX“ von Nosh in der heiß geliebten Farbe Lucite Green.

Den Schnitt habe ich bei diesem und auch beim Schiffchen-Kimono-Tee leicht angepasst. An der Hüfte habe ich ihn um etwa 1,5 cm verbreitert, was jetzt nicht viel ist, aber doch was ausmacht. Halsausschnitt und Ärmel habe ich um 1 cm verlängert. Genau diesen Zentimeter habe ich dann einfach nach innen umgebügelt und mit einem Geradstich abgesteppt. Viel gedehnt wird es eh nicht; da muss es nicht unbedingt ein elastischer Stich sein.

Kimono Tee von Maria Denmark aus dem Jersey "Love Boat" von Cherry Picking

Wahnsinn, wie unterschiedlich das Shirt ausfällt – je nachdem, welchen Jersey man nimmt. Gleiche Größe, gleicher Schnitt wie beim Fahrradshirt und doch um einiges weiter und luftiger. Aber im Sommer bei dreißig Grad im Schatten mag ich es eh nicht so knalleng. Da ist ein lässiges Shirt aus einem weich fallenden Stoff wie diesem von Cherry Picking gar nicht so verkehrt.

Kimono Tee von Maria Denmark, mein liebstes Sommershirt

Natürlich möchte ich dir auch mein erstes Kimono Tee nicht vorenthalten, genäht aus dem Stoff „Zaunkönig“, den ich mal sehr günstig als Rest bekommen habe und den ich auch total gerne mag, weil er so herrlich türkis und bunt ist. Hier habe ich mich brav an den Originalschnitt gehalten und Hals und Ärmel mit einem schmalen Bündchen versehen. Gefällt mir auch sehr, sehr gut. Wie ist das eigentlich bei dir? Hast du schon deinen Schnitt gefunden, einen Dauerbrenner, den du nicht müde wirst zu nähen, weil er einfach perfekt passt?

Meine drei Kimono Tees sind heute ein Fall für RUMS, und weil das grüne Fahrradshirt aus Bio-Baumwolle genäht ist, darf es auch bei der Ich-näh-Bio-Linkparty mitmachen.

Frau Madita und warum bei mir vorerst kein Plotter einzieht

Das Plotten ist der Kreativtrend 2015. Das hat eine Umfrage des Creativa Messeblogs ganz klar ergeben. Ich hab nichts anderes erwartet; man kann wirklich so tolle Sachen mit dem Plotter machen, und im Gegensatz zur teuren Stickmaschine ist er auch für den schmaleren Geldbeutel erschwinglich. Die Grundfunktion des Hobbyplotters, der wie ein Drucker mit dem Computer verbunden wird, ist das Schneiden von Motiven aus Bügelfolien, Karton oder andere Materialien. Dabei kann man auf fertige Motive zurückgreifen oder, wenn man sich ein bisschen mit der Software auskennt, eigene Motive und Schriftzüge kreieren. Nicht nur für uns Nähnerds ist der Plotter ein tolles Spielzeug, auch für Leute, die gerne Glückwunschkarten selbst gestalten oder Scrapbooking machen, kann das Schneidegerät eine lohnenswerte Anschaffung sein.

Ich staune immer Bauklötze, wenn ich in Sewing Tinis Plotter-Tutorials sehe, wie vielfältig das Gerät eingesetzt werden kann; ich bewundere Chrissibags Taschen und Shirts mit ihren selbst entworfenen, aufgebügelten Motiven und bin begeistert von den Einkaufstaschen, die Contadina mit klugen oder witzigen Sprüchen pimpt. Danke, Sista, dass ich eine davon mein eigen nennen darf. Und trotzdem! Ich hab beschlossen, dass der Schneideplotter für mich im Augenblick kein Must-have ist.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich einen Trend verschlafe, sagt mir meine Vernunft: Setz dich lieber erst mal ordentlich mit deiner Nähmaschine und deiner Overlock auseinander, verbessere deine Nähtechniken und widme dich all den E-Books und Schnitten, die bisher ungenäht auf deiner Festplatte liegen, bevor du dir ein neues Gerät ins Haus holst. Lady Bella, Liv, Alice, Mamina, My cuddle me, Greta, Polly, Florabella, Schultertasche Chevron, … Im Sammeln von Schnitten bin ich echt groß.

Ein Schnitt, der mir jetzt immerhin schon zum zweiten Mal auf den Nähtisch gehüpft ist, ist die Frau Madita von Hedi. Nachdem ich meine erste Madita im Indian Style einen Ticken zu weit um die Taille herum fand, habe ich sie diesmal in Größe M genäht und bei der Gelegenheit gleich mal den Halsausschnitt ein wenig verkleinert.

Das Ergebnis ist nicht übel, aber überzeugt mich nicht hundertprozentig. Die Ärmel sind mir zu eng, und auch sonst finde ich, hat sie durch die kleinere Größe ein bisschen von ihrem lässigen Fledermaus-Charakter eingebüßt. Nur wenn ich die Arme ausbreite, sieht man den Clou. Vielleicht sind der Hamburger Liebe Jersey „Rain Drops“ und der lilafarbene Kombistoff auch einfach ein bisschen zu dick und fallen nicht weich genug… Vielleicht bin ich aber auch einfach nur sehr kritisch.

Ich mag sie trotzdem und ziehe sie gerne an. Bei der nächsten Frau Madita probiere ich einfach eine Mischung aus den Größen L und M. Wäre doch gelacht, wenn ich den Schnitt nicht noch ein bisschen mehr an meine Figur anpassen könnte. Hab ich eigentlich schon erzählt, dass ich neuerdings von einer Coverlock-Maschine träume… Hachz! Ob ich die dann vor oder nach dem Plotter anschaffen soll? Hm… *lach* Ich denk noch mal ein bisschen darüber nach und schaue derweil, was die RUMS-Weiber so genäht, gestrickt, gehäkelt oder geplottet haben.

www.rundumsweib.blogspot.de

Achtung, dieser Post ist nichts für empfindliche Gemüter!

Heute möchte ich euch meinen Knöpfchen-Loop à la Fräulein An zeigen. Genäht in der langen Version aus Noahs Stars und einem türkisfarbenen Sweat. Sehr anschmiegsam, sehr raffiniert durch die Knöpfchenleiste, an kalten Tagen leider ein bissel zu halsfern…

Ähm, Stopp! … Moment mal! Könnt ihr euch überhaupt auf das konzentrieren, was ich erzähle? Oder schaut ihr die ganze Zeit mit schreckgeweiteten Augen auf die Stelle, wo eigentlich mein Kopf sein sollte?

Ja, ich gebe zu, es ist ein wenig gruselig. Aber keine Sorge, ich habe meinen Kopf nicht an die böse Prinzessin Mombi verloren, sondern einfach keinen Fotografen gehabt oder kein gutes Wetter oder ich war krank. Deshalb habe ich mir an einem sonnigen Wintertag die Püppi geschnappt und sie dazu überredet, meine Jacke und den Knöpfchen-Loop anzuziehen. Sie fand lustigerweise auch, dass er ein bisschen zu halsfern ist. Aber das ist ja nicht weiter tragisch und lässt sich auch nachträglich noch korrigieren.

Beim nächsten schneide ich die Stoffbahnen von vornherein kürzer zu, denn von der Idee her finde ich ihn echt hübsch. Wenn ihr einen Loop nähen wollt, der mal ein bisschen aus der Rolle fällt, kann ich euch die detailliert beschriebene, anschauliche Nähanleitung von Fräulein An sehr empfehlen.

So, und hier noch mal ein Foto für die ganz Hartgesottenen, die auch bei Filmen ab 16 nicht die Hand ihres Partners zerquetschen und vor Spannung ins Kissen beißen. *zwinker* … (Ist nur die Püppi!!!)

Den Sternen-Loop schicke ich heute zum Creadienstag, und anschließend schaut er noch bei Inas Sternenliebe vorbei.

Völlig losgelöst von der Erde…

… schwebt das T-Shirt… völlig schwereloooos…

Als Kind der 80er war ich sofort angesteckt vom neuen Neontrend. Da werden bei mir nicht nur Erinnerungen an Major Tom wach, sondern auch an grellbunte Armbändchen aus dem Kaugummiautomat, Leuchtflummis, neongrüne Stretchgürtel und viele, viele Smileys…

 

Links seht ihr meine mit Sternchen-Webband gepimpten Turnschuhe. Wer sich Schnürsenkel mal komplett selbst nähen möchte, bekommt fantastische Inspiration und Anleitung bei Villastoff. Auch noch auf meiner Wanna-do-Liste steht das Häkeln mit Zpagetti. Mit dem Herz aus Resten des neon-gestreiften Jerseys ist schon mal der Anfang gemacht.

Den Schnitt meines 80er-Jahre-Shirts erkennen viele von euch bestimmt sofort. Besonders weil ich bei der Stoffauswahl nicht sooo einfallsreich war… Elaine von Pattydoo… Als ich das „Draped Shirt“ zum ersten Mal sah, wusste ich: Jetzt ist der Moment gekommen, mich in das Abenteuer Jersey zu stürzen. Zusammen mit Pattydoos Videotutorial und der Unterstützung von Tina und Christiane im Nähcafé würde ich die dehnbaren Maschen schon in den Griff bekommen.

Und ich muss sagen: Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Perfekt ist es nicht, aber das habe ich auch nicht erwartet beim allerersten Shirt. Jetzt weiß ich, dass ich das Halsbündchen beim Annähen ruhig noch etwas strammer ziehen darf und dass das Ärmelsäumen mit der Zwillingsnadel ein bisschen Übung erfordert. Aber dafür liegt ja schon das nächste Shirtprojekt bereit. Dann aber ohne Neon! 🙂
Bis dahin führe ich sie schon mal bei RUMS aus.