Kategorie: Deko

Scrappy Tannenbäumchen aus Stoffresten

Hast du auch eine große Kiste voll mit Stoffresten und überlegst, was du daraus mal nähen könntest? Dann habe ich vielleicht eine Idee für dich. Wie wäre es mit Weihnachtsbaum-Anhängern? Die Tannenbäumchen sind ziemlich schnell gemacht und eine witzige Dekoidee für Weihnachten.

Mein erstes Tannenbäumchen habe ich schon 2018 genäht und seitdem jedes Jahr als Weihnachtsdeko verwendet. Auch in diesem Winter wird es wieder seinen Platz am Küchenschrank finden. Weil ich es so gerne mag, habe ich noch zwei weitere genäht. Grundlage für den Weihnachtsbaum-Anhänger ist die tolle Anleitung von Nane, die sich eigentlich an Kinder richtet. Aber was Kindern Spaß macht, gefällt doch auch uns Erwachsenen, oder?!

Improv Patchwork

Mein Bäumchen ist 20 cm hoch und 13 cm breit, gemessen von der linken bis zur rechten Spitze. Ich habe hierfür eine transparente Schablone angefertigt, damit ich einen schönen Ausschnitt wählen kann. Wie du siehst, ist die Vorderseite wild zusammengepatcht. „Improv Patchwork“ nennt man diese Technik.

Die Rückseite habe ich mit Gewebeeinlage G 700 verstärkt, so wie Nane es in ihrem Tutorial zeigt. (Sie verwendet allerdings F 220.) Nane bügelt das Vlies auch auf die gepatchte Vorderseite. Darauf habe ich verzichtet, denn meine Bäumchen werden nicht ausgestopft, sondern bleiben flach. Ich finde, da reicht dann eine Lage Vlies.

Der Trick mit dem Vlies

Der Trick bei den Tannenbäumen ist, dass an der Vlieskante entlang genäht wird. Vorder- und Rückseite werden also rechts auf rechts gesteckt, und der Geradstich geht direkt am G 700 entlang. Dadurch werden die Bäume sehr akkurat. Ich verlinke hier noch mal einen alten Blogartikel, in dem ich diese Technik ganz genau gezeigt habe: Weihnachtssterne nähen – Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt.

Nach dem Wenden durch den offenen Stamm, forme ich die Tannenbäumchen sorgfältig aus und bügle sie schön flach. Anschließend steppe ich sie knappkantig ab, stanze mit der Lochzange ein kleines Loch in die Spitze und fädle ein Stück Baumwollgarn hindurch, damit ich sie aufhängen kann. Zu guter Letzt nähe ich von Hand Holzknöpfe an. Ich mag diesen rustikalen Handmade-Charme.

Scrappy Tannenbäumchen – Schöne Stoffreste-Verwertung!

Ehrlich gesagt haben meine Stoffreste keinen Deut abgenommen. Ich müsste wohl einen ganzen Wald nähen, um einen Unterschied feststellen zu können. Meine Kisten sind weiterhin prall gefüllt. Aber das ist schon okay. Ich möchte meine Scraps gar nicht alle loswerden. Wer weiß… vielleicht brauche ich sie ja für meine nächste Nähidee.

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Herbstblatt – als Untersetzer oder Deko, beides schön!

Es gibt zwei Orte, an denen ich immer Ruhe und Entspannung finde: Draußen beim Spazierengehen, im Moment am liebsten durch den Herbstwald, und an meiner Nähmaschine. Beides lässt sich wunderbar miteinander verbinden. Der Herbst inspiriert doch zu so vielen schönen Nähprojekten!

Vor kurzem habe ich zwei Herbstblätter genäht. Ursprünglich wollte ich sie als Untersetzer verwenden, jetzt habe ich aber festgestellt, dass sie auch als Deko toll aussehen. Man kann sie aufhängen oder z. B. dekorativ ins Bücherregal stellen. Ein paar Kastanien oder Nüsse dazu, und fertig ist die Herbstdeko.

Die Idee dazu habe ich auf Pinterest entdeckt. Der Link führte mich zu den Quilted Leaf Potholders von Buttons & Butterflies. Leider sind Tutorial und Schnittmuster auf dem Blog nicht mehr erhältlich, auch die Weiterleitung zu Craftsy hat mich nicht weitergebracht. Aber da es mir sowieso nur um die Vorlage ging, war das nicht weiter schlimm. Ein Blatt selbst zu zeichnen, ist ja nun nicht besonders schwer.

Unerwartete Botschaft von der Nahtzugabe. Ein bisschen Aufmunterung kann man in dieser schwierigen Pandemie-Zeit gut gebrauchen.

Ein Tutorial brauchte ich nicht, denn ich wollte das Blatt genauso nähen wie mein Herz Mug Rug. Also ohne Binding, sondern rechts auf rechts genäht und gewendet. Das gefällt mir persönlich besser als eingerahmt mit Schrägband. Wenn du gerne wissen möchtest, wie’s gemacht wird, schau dir unbedingt meinen Blogartikel an: Nähanleitung | Herz-Untersetzer zum Muttertag

Die Blattstruktur entsteht durch zickzackförmig angeordnete Stoffstreifen. Hier musste ich nicht lange überlegen, sondern habe einfach das Schnittmuster für mein Herringbone-Kissen verwendet. Kennst du schon die Nähanleitung, die ich dazu geschrieben habe? Du findest sie in meinem Etsy-Shop.

Beim Zuschnitt habe ich mich am 30 x 50 cm großen Herringbone-Kissen orientiert. Ohne zu messen und zu rechnen, habe ich einfach zwei Blöcke zusammengenäht, genauso als ob ich ein Kissen nähen wollte. Für meine etwa A4-große Blatt-Vorlage war das im Endeffekt sogar ein Tick zu groß. Aber den Verschnitt links und rechts habe ich gerne in Kauf genommen. Für die toll gestreiften „Leftovers“ fällt mir bestimmt noch was Schönes ein.

Gequiltet habe ich wie beim Herz Mug Rug, also vor dem Zusammennähen von Vorderseite und Rückseite. Aber diesmal in unregelmäßigen Abständen, knappkantig neben den Nähten. Die Garnfarbe habe ich farblich passend zu den jeweiligen Stoffen ausgesucht. Die Quiltnähte sollten möglichst unauffällig sein, damit die Herbststoffe schön zur Geltung kommen können und deren Muster nicht gestört werden.

Ich bin begeistert von meinen Herbstblättern und kann mir durchaus vorstellen, weitere zu nähen und zu verschenken. Man kann prima Stoffreste loswerden und sich obendrein im Patchworken und Quilten üben. Gerade für Patchworkanfänger/innen ist das ein tolles, kleines Nähprojekt.

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Herbstzauber | Selbst genähte Pilze als Deko

Früher fand ich den Herbst ganz schön, heute liebe ich ihn! Seit drei Jahren, also seit die Sommer so extrem heiß sind und gefühlt ewig dauern, sehne ich den Herbst herbei. Schon im Juli denke ich daran, wie schön es sein wird, wenn man bei kühler Morgenluft im kuscheligen Hoodie spazieren gehen kann, wenn die Eicheln unter den Schuhen knacken und die Kastanien von den Bäumen fallen. Ich denke an buntes Herbstlaub, das in der Sonne leuchtet, an leckere Kürbissuppe, Zwiebelkuchen mit Federweißer, frisch gepressten Apfelsaft und an Stieglitze, die in unseren Garten kommen, um Samen zu knabbern.

Diese schöne Jahreszeit bietet auch nähtechnisch viel Inspiration. Man kann zum Beispiel Pilze aus Stoff nähen. Ich weiß nicht, wie lange ich Pilze schon auf meiner Wunschliste stehen habe. Jetzt freue ich mich, dass ich mir endlich mal die Zeit dafür genommen habe. Bei der Suche nach einem Schnittmuster bin ich im Netz leider nicht fündig geworden. Es gibt zwar schon einige kostenlose Anleitungen, aber die, auf die ich gestoßen bin, haben mich nicht so recht überzeugt.

Dann habe ich mich aber an ein Buch erinnert, das ich mal für kleines Geld auf einem Flohmarkt gekauft habe: Dekoträume – Liebevoll Genähtes für zu Hause von Heike Roland und Stefanie Thomas, erschienen 2007 im Frechverlag. Ich glaube, ich hatte es damals hauptsächlich wegen der niedlichen Pilze auf dem Cover gekauft. Gut, dass mir das wieder eingefallen ist. Zwei kleine und zwei große Pilze habe ich nach der Anleitung in diesem Buch genäht, jeweils in Braun und in Rot.

HINWEIS: Ich habe eine E-Mail von einer Nähanfängerin bekommen, die sich das Buch gekauft hat und mit der Anleitung leider gar nicht zurechtgekommen ist. Damit es keine Enttäuschung gibt, möchte ich darauf hinweisen, dass das Buch keine ausführliche Bilderanleitung enthält, sondern nur einen sehr knappen Text.

Der große Pilz ist 16 cm hoch. Der kleine Pilz ist 12 cm hoch.

Das Besondere am Schnittmuster ist, dass die Pilzhut-Oberseite und -Unterseite jeweils aus vier Teilen genäht werden. Auch der Pilzfuß wird aus Vierteln zusammengenäht, anschließend wird unten ein runder Boden eingesetzt. Bei den kleinen Pilzen ist das ziemlich fummelig. Eine ordentliche Portion Geduld sollte man da schon mitbringen. Bei der Wendeöffnung und beim Zusammenfügen von Pilzfuß und Hut muss außerdem mit der Hand genäht werden. Ich habe dafür den Matratzenstich verwendet, wie du hier bei Instagram sehen kannst. Wem das Annähen des Pilzhutes zu aufwendig ist, der kann natürlich auch zum Kleber greifen.

Mein erster Pilz war der große, rote Fliegenpilz mit den aufgenähten Knöpfen. Hier habe ich mich eng an die Vorlage im Buch gehalten. Das Annähen der Knöpfe hat mindestens so lange gedauert wie das Nähen und Ausstopfen des ganzen Pilzes. Echte Fleißarbeit! Die nächsten habe ich dann lieber aus gemusterten Stoffen genäht, ohne Knöpfe, was mir eigentlich auch besser gefällt.

Je nachdem, wie stark du den Pilzhut ausstopft, kannst du ihm eine runde, eher spitze oder flache Form geben. Das gefällt mir, denn die Pilze im Wald sehen ja auch nicht alle gleich aus. Den Pilzfuß habe ich, wie im Buch empfohlen, zum Beschweren mit Granulat gefüllt und dann mit Füllwatte ausgestopft. Das kleine Päckchen Granulat liegt hier seit Jahren in der Schublade. Heute würde ich es nicht mehr kaufen, sondern stattdessen einfach Reiskörner nehmen.

Ich bin jedenfalls begeistert von meinen Pilzen. Zwei haben im Wohnzimmer ihren Platz gefunden, zwei stehen auf der Fensterbank in meinem Nähzimmer. Jetzt habe ich große Lust, weitere Herbst-Sachen zu nähen. Mal gucken, was ich als nächstes hier im Blog präsentieren kann.

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Hund mit Schlappohren zum Kuscheln & Spielen

Ich bin verliebt in einen Hund! – Nicht in irgendeinen, sondern in diesen mit den geblümten Schlappohren und der großen, braunen Nase. Er ist vor Ostern von der Nähmaschine gehüpft, hat sich im Päckchen auf die Reise gemacht, um der treue Freund eines 7 Monate alten Mädchens zu werden.

Es ist doch erstaunlich, wie man mit einem so einfachen Schnittmuster und ein bisschen Stoff und Garn im Handumdrehen ein Kuscheltier zum Spielen und Liebhaben erschaffen kann. Es braucht so wenig. Danke an Frau Mutti und Sabine von Farbenmix, die das E-Book „Toffee Nosed Friends“ zu Beginn der „Corona-Ferien“ verschenkten, um Kindern und uns Großen eine Freude zu machen!

Zu den Toffee Nosed Friends gehören außer dem Hund auch noch eine Katze, ein Bär und ein Huhn. Alle vier sind allerliebst. Der Hund mit den Schlappohren und dem gutmütigen, zufriedenen Gesichtsausdruck hat mich sofort um den Finger gewickelt. Aber auch die anderen drei werde ich bestimmt mal nähen und verschenken.

Schnittmuster verkleinern

Die Tiere sind im Original riesig! Zu groß für ein Baby, fand ich. Deshalb habe ich die Vorlage auf 70 Prozent verkleinert. Falls du nicht weißt, wie das funktioniert, das geht ganz einfach: Wenn du den Druckvorgang startest, öffnet sich ein Fenster, in dem du die Seite anpassen und Optionen auswählen kannst. Nimm dort den Haken bei „Tatsächliche Größe“ weg und setze ihn bei „Benutzerdefinierter Maßstab“. Lösche die Zahl 100 % und schreibe stattdessen eine andere Zahl hinein, z. B. 70 %. Das Schnittmuster wird dann auf diese Größe skaliert und ausgedruckt.

Noch ein paar Tipps und Tricks

Auf 70 Prozent verkleinert, ist der Hund etwa 23 cm hoch und 16 cm breit – eine sehr handliche Größe. Bei den Ohren musst du unbedingt daran denken, das Schnittmuster spiegelverkehrt aufzulegen, und zwar sowohl beim beige-karierten als auch beim geblümten Stoff. Für die Nase habe ich keinen Filz verwendet, sondern eine Wende-Applikation aus braunem Stoff gemacht. Augen und Mund habe ich mit Rückstichen von Hand gestickt. Für die Bartstoppeln eignet sich der Knötchenstich. Wie der funktioniert, kannst du in diesem kurzen Video sehr gut sehen. Gestickt habe ich mit 4 Fäden braunem, teilbarem Stickgarn.

Kinderleichtes Nähprojekt

Wer nicht sticken möchte, kann das Gesicht auch mit Textilstiften aufmalen. Wobei ich ja finde, dass gerade das handgestickte Gesicht den Charme des kleinen Kerlchens ausmacht. Der Hund muss ja auch gar nicht perfekt werden. Im Gegenteil, ich finde, er darf ruhig handgemacht aussehen. An sich ist es ein sehr einfaches Nähprojekt. Deshalb eignen sich die Toffee Nosed Friends auch wunderbar für Kinder und Nähanfänger. Weil ich weiß, dass die Kinder in meinen Nähkursen diesen Hund lieben werden, habe ich ihn als Deko noch mal genäht. Auch wieder mit geblümten Ohren und Schürze, weil ich das so gerne mag.

Ich bin gespannt, ob ich im Herbst tatsächlich wieder Nähkurse für Kinder und Erwachsene anbieten kann. Ich hoffe es, bin aber ehrlich gesagt skeptisch. Im Moment muss ich mich wie alle anderen damit abfinden, dass es wenig Planungssicherheit gibt. Auch wenn es mir persönlich gut geht und ich der Virus-Krise auch Positives abgewinnen kann, vermisse ich das schon: langfristig planen zu können. Mal sehen, wie es jetzt nach Ostern für die Kinder weitergeht. Ob die Schulen wirklich schon bald wieder öffnen!?

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Karotte oder Möhre? – Egal, Hauptsache aus Stoff genäht!

Wie sagt man bei euch? Karotte oder Möhre? – Je nachdem, in welcher Region man lebt, wird das Gemüse ja unterschiedlich bezeichnet. Wir fallen offenbar ganz aus dem Rahmen, denn in meiner Familie sind das weder Karotten, noch Möhren. Nein, das sind „Gelbe Rüben“! Falls du es noch nicht wusstest, ich denke, das ist die richtige Bezeichnung. *zwinker*

Ach, aber eigentlich wurscht, wie sie heißen. Ich esse sie furchtbar gerne, wahrscheinlich deshalb macht’s mir auch so viel Spaß, sie aus Stoff zu nähen. Das Schnittmuster für die Carrot Treat Bag habe ich vor zwei Jahren in diesem Blogpost schon mal vorgestellt. Die Anleitung ist zwar auf Englisch, aber dank der vielen aussagekräftigen Bilder auch ohne Sprachkenntnisse gut zu verstehen. Zur Not kannst du den Text durch ein Übersetzungsprogramm laufen lassen.

Zwei dünne Bänder werden gegenläufig durch den Tunnel gezogen. Beim Zuziehen der Bänder entsteht die Karottenform.

Lieber Zentimeter als Inch? – Hier die umgerechneten Maße:

Alle Maße in der Anleitung sind in Inch angegeben. Falls du mit dem Inch nicht vertraut bist, kannst du sie ganz leicht in Zentimeter umrechnen: Du brauchst für ein Gelbe-Rüben-Säckchen zwei grüne Stoffe in der Größe 15 x 15 cm (6 x 6 Inch) und zwei orangefarbene Stoffe in der Größe 15 x 18 cm (6 x 7 Inch). Ich habe mir dafür gleich am Anfang zwei Schablonen aus leichtem Karton gemacht.

Um die Karottenform zu bekommen, wird das orangefarbene Rechteck einmal zur Mitte gefaltet. Dann machst du dir seitlich bei 2,5 cm (1 Inch) mit dem Bleistift eine Markierung und ziehst eine Linie schräg nach unten zur Mitte. Die Nahtzugabe beträgt 1 cm (3/8 Inch). Alles Weitere erfährst du in der Anleitung.

Vier frisch genähte Säckchen haben sich am Wochenende per Post auf die Reise gemacht. Zusammen mit einem Rezeptvorschlag für die neue Woche. Selbstverständlich ein Gelbe-Rüben-Lieblingsrezept! Was denn sonst? – Viele von uns kochen ja im Moment mehr als normal und stehen vor der Herausforderung, jeden Tag etwas Leckeres und Gesundes für die Familie auf den Tisch zu bringen. Da freut man sich doch über eine Empfehlung oder eine neue Idee. Ich bin gespannt, wie die Säckchen inklusive Lieblingsrezept bei meinen Verwandten und Freunden ankommen.

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Links & Tipps

 

Zuhause bleiben und schöne Sachen für Ostern nähen

„Jeder hat ein Recht auf Corona-freie Zeit“, hat vor kurzem eine Psychologin im Fernsehen gesagt. Ein Satz, den ich richtig gut fand. Irgendwie befreiend. Denn das heißt, ich muss mich nicht permanent mit dem Virus beschäftigen. Ich darf auch mal Pause machen und den Informationsfluss an mir vorbeiziehen lassen. Ich muss nicht jeden Zeitungsartikel lesen, morgens schon die Fallzahlen studieren und abends alle Sonderberichte anschauen. Es reicht, wenn ich mich einmal am Tag auf den neuesten Stand bringe.

Natürlich ist es wichtig, informiert zu sein und alles Erdenkliche zu tun, um eine Ansteckung zu vermeiden. Wer kann, muss jetzt zuhause bleiben, Kontakte zur Außenwelt auf ein absolutes Minimum reduzieren und selbstverständlich die Hygieneregeln beachten. Was aber auch wichtig ist: Seelisch gesund zu bleiben. Es hilft niemandem, wenn ich mir den ganzen Tag Schreckensszenarien vorstelle, wenn meine Gedanken nur noch um Viren kreisen und ich mir permanent Sorgen mache. Im Gegenteil, das macht krank.

Focus on the good things!

Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, sich selbst Gutes zu tun und sich kleine Wohlfühloasen zu schaffen, in denen man sich entspannen kann und seine innere Ruhe wiederfindet. Ich genieße es z. B. gerade sehr, morgens mit meinem Mann einen Spaziergang zu machen, bevor wir beide im Home Office an die Arbeit gehen. Ich tanke Kraft beim Fahrradfahren und kann gut abtauchen, wenn ich ein Buch lese, Musik höre, die ersten Gemüsepflänzchen vorziehe und im Garten die Bienen beobachte. Und wie immer entspanne ich mich, wenn ich an der Nähmaschine sitze, umgeben von schönen Stoffen und bunten Farben.

In den letzten Tagen fiel es mir schwer, mich auf anspruchsvolle und neue Nähprojekte einzulassen. Ich konnte mich einfach nicht gut konzentrieren und wollte lieber etwas nähen, das mir leicht fällt und schnell geht. Meine Wahl fiel auf das Osterhuhn und den Hoppelhasen, die ich seit Jahren immer wieder gerne nähe. Diesmal habe ich eine ausrangierte Jeanshose verwendet und die Schnittmuster vergrößert. Beide haben im Wohnzimmer einen schönen Platz gefunden.

Ich gehöre ja zu den Menschen, die sich oft selbst genug sind und nicht viel Gesellschaft um sich herum brauchen, um glücklich zu sein. Deshalb treffen mich die Ausgangsbeschränkungen nicht so hart. Aber natürlich vermisse ich meine Familie und Freunde, und ich frage mich, wann wir uns wiedersehen und in den Arm nehmen können. Irgendwann wird das wieder möglich sein. Bis dahin heißt es: Durchhalten! Auf Abstand gehen und gesund bleiben! Versuchen wir, das Beste draus zu machen.

Infos & Links:

Tutorial | Ei-Anhänger für den Osterstrauß nähen (+ Freebie)

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Heute möchte ich eine einfache, aber sehr schöne Nähidee für Ostern mit dir teilen. Ich zeige dir, wie du süße Anhänger für den Osterstrauß nähen kannst. Du brauchst dafür nicht mehr als ein paar Stoff- und Filzreste und etwas Vlieseinlage. Stell ein paar Zweige in eine Vase und dekoriere sie mit diesen bunten Osterei-Anhängern! – Schon ist der Frühling bei dir eingezogen.

Vielleicht hast du Lust, zusammen mit deinen Kindern zu nähen. Das Projekt eignet sich wunderbar für einen Kreativnachmittag mit der ganzen Familie. Die Kleinen können beim Ausschneiden helfen und die Ostereier mit Knöpfen oder anderer Deko bekleben. Und weil sie schön flach sind, lassen sich die Eier prima in einen Umschlag stecken und mit der Post verschicken. Bestimmt freuen sich auch Oma und Opa über einen lieben Ostergruß.

Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil er Affiliate-Links zu Partner-Shops enthält.

Los geht’s! Hier kommt die Anleitung:

Material für 1 Anhänger:

6,5 x 8 cm Baumwollstoff (Webware)
6,5 x 8 cm Vlieseline L 11 (→ dünne Vlieseinlage ohne Klebeseite)
6 x 7,5 cm Bastelfilz oder Wollfilz
dickeres Garn (z. B. Perlgarn), 18 cm lang
Knopf oder Schleife als Verzierung

Osterei-Schablone zum Ausdrucken:

Hier kannst du die Schablone herunterladen und ausdrucken:  Osterei-Schablone (PDF)

Wenn du mein Tutorial über Applikationen kennst, werden dir die Schritte 1-6 sofort bekannt vorkommen. Es sind die gleichen Schritte wie bei einer Wende-Applikation: Übertrage den Umriss der Schablone mit einem Bleistift auf die linke Seite des Stoffs. Lege den Stoff mit der linken Seite nach oben auf das Vlies.

Jetzt nähst du die Bleistiftlinie mit einem kurzen Geradstich nach (Stichlänge 1.4). Wenn du die Nadel in die mittlere Position stellst, kannst du dich ganz easy an der mittleren Markierung deines Nähfüßchens orientieren und direkt auf der Linie nähen. Tipp: Ich verriegele die Naht am Anfang nicht, sondern nähe einfach los. Erst am Ende, wenn ich einmal rum bin, nähe ich 1-2 Stiche über den Anfang und sichere hier die Naht. Das mache ich, damit die Stelle nicht so knubbelig wird.

Es folgt Schritt 4: Schneide das Ei knapp neben der Naht mit einer Schere aus. Ich benutze hier eine Zackenschere, weil ich finde, dass sich der Stoff nach dem Wenden innen besser verteilt.

Drehe das Ei auf die Vlies-Seite. Das ist die Rückseite. Schneide mit der Schere ein kleines Kreuz hinein und wende es vorsichtig durch diese Öffnung auf die schöne Seite. Drücke die Rundungen mit dem Finger oder mit Hilfe eines Kantenformers oder Essstäbchens heraus. Bügle anschließend über die Stoffseite, bis das Ei schön glatt und flach ist.

Schritt 7 + 8: Lege das gebügelte Ei auf den Filz. Verknote die Enden des Garns, so dass du eine Schlaufe erhältst. Der Knoten, der am besten locker und flach sein sollte, wird nun zwischen Stoffei und Filz gelegt. Er soll verhindern, dass die Schlaufe ausreißt.

Nähe knappkantig mit einem etwas kürzeren Stich (Stichlänge 2.0) einmal rundherum. Die Schlaufe wird dazwischen miterfasst und festgenäht.

Zum Schluss: Schneide mit der Schere den überstehenden Filz weg. Pass auf, dass du die Schlaufe nicht aus Versehen mit abschneidest. Wenn du magst, kannst du noch einen Deko-Knopf annähen oder den Anhänger mit einer kleinen Schleife verzieren.

Wie du schöne Motive einfangen kannst

Die Osterei-Anhänger eignen sich ganz toll für „Fussy Cut“, also für das genaue Ausschneiden von Motiven. Hierfür habe ich aus meiner Osterei-Vorlage eine zweite Schablone gebastelt, mit der ich einen schönen Ausschnitt suchen kann. Sie ist 6,5 x 8 cm groß und hat in der Mitte ein ausgeschnittenes Ei. Du findest sie in der PDF-Vorlage, die ich oben verlinkt habe.

Prima Stoffreste-Verwertung!

Weil nur kleine Stücke benötigt werden, ist dieses Nähprojekt super geeignet, um deine Stoffreste-Kiste zu erleichtern. Auch Reste von Häkelborten und Bändern lassen sich prima verwerten. Die Häkelborte musst du auf den Stoff nähen, bevor du Stoff und Vlies zusammennähst. Tja, und jetzt musst du dich nur noch für Stoffe entscheiden. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Das ist das Schwierigste an diesem Projekt.

Zeig mir deine Anhänger | #ostereigreenfietsen

Wenn dir dieses Tutorial gefallen hat und du Osterei-Anhänger nach meiner Anleitung nähst, würde ich mich sehr über einen Backlink zu meinem Blog freuen. Vielleicht hast du auch Lust, deine Anhänger auf Instagram zu zeigen. Dann benutze am besten den Hashtag #ostereigreenfietsen Ich würde mich riesig freuen, deine Nähwerke bei Instagram zu entdecken. Vielleicht können wir gemeinsam eine große Osterei-Sammlung entstehen lassen.

Links & Tipps

Tutorial Osterhuhn nähen Tutorial Oster Mug Rug nähen Tutorial | Mini-Stoffkörbchen nähen

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* Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Sie führen dich zu Partner-Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Danke für deine Unterstützung.

Last-Minute-Geschenk: Weihnachtsstrumpf

Ich kann nähen! Und was ist deine Superkraft? – Was hab ich’s doch gut, dass ich nähen kann. Gerade in der Weihnachtszeit, wenn um mich herum der Geschenke-Stress ausbricht, bin ich froh, dass ich am 24. Dezember nicht mit dem Auto in die Stadt gurken muss, um Geschenke zu „jagen“. Ich muss auch nicht bangen, ob die Sachen noch rechtzeitig ankommen, die ich kurz vor knapp online bestellt habe. Zur Not kann ich immer was Schönes, Kleines nähen. Das macht irgendwie entspannt.

Natürlich kann ich drei Tage vor Weihnachten keine Riesen-Patchworkdecke aus der Hüfte schießen, aber eine Kleinigkeit geht immer. Es sind ja oft nur die kleinen Aufmerksamkeiten, an die man nicht gedacht hatte: für die Bürokollegin, die netten Nachbarn, die Postbotin oder die Erzieherin in der Kita. Jeder freut sich über ein kleines Geschenk, z. B. über einen mit Schokolade gefüllten Weihnachtsstrumpf.

Last-Minute-Geschenk: Weihnachtsstrumpf

Ich habe diese Weihnachsstrümpfe dieses Jahr zum ersten Mal genäht und bin absolut begeistert. Sie sehen viel aufwendiger aus, als sie tatsächlich sind. Die kostenlose Nähanleitung und das Schnittmuster für den Weihnachtsstrumpf findest du bei Allie & Me.

Gesine hat in ihrer Anleitung wunderbar einfach beschrieben, wie sie genäht werden. Eigentlich braucht man nur drei Fotos anzuschauen und weiß schon, wie’s geht. Ich habe die Strümpfe in der kleinen Größe mit Baumwollfell genäht und die Außenstoffe mit einer Lage G 700 verstärkt. Das ist aber nicht unbedingt nötig, denn sie kommen auch ohne Vlieseinlage aus.

Weihnachtsstrümpfe

Falls du Ideen für die Füllung suchst, habe ich ein paar Vorschläge: Wie wäre es mit einer leckeren Tafel Schokolade, einem schönen Lesezeichen-Kalender oder einem Duschgel? Der Weihnachtsstrumpf ist auch eine hübsche Verpackung für einen Gutschein. Und das Tolle ist: Im nächsten Jahr kann der Strumpf als Weihnachtsdeko aufgehängt oder gar weiterverschenkt werden.

Ich hoffe, du hast keinen Stress und kannst Heiligabend und die Feiertage ganz entspannt mit deinen Liebsten genießen. Ich wünsche dir frohe Weihnachten und – vermutlich lesen wir uns vorher nicht mehr – einen guten Rutsch in ein glückliches, neues Jahr! Alles Liebe!

Andere Last-Minute-Nähideen für Weihnachten:

DIY-Tutorial | Kleine Notizhefte nähen
DIY-Tutorial | Pinnwand aus Kork und Stoff (ohne Kleber/Tacker)
Weihnachtssterne nähen – Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt
Oh Tannenbaum – Weihnachtsdeko aus Stoff und Füllwatte
Patchworksterne – Tolle Weihnachtsdeko aus Stoffresten

 

Patchworksterne – Tolle Weihnachtsdeko aus Stoffresten

Aller guten Dinge sind drei! Nach den kleinen Weihnachtssternen und den Deko-Tannenbäumchen muss ich doch unbedingt noch meine Patchworksterne zeigen. Ich habe sie zum ersten Mal genäht und bin absolut begeistert, wie toll sich kleine Stoffreste damit in Szene setzen lassen. Das Kombinieren der Stoffe hat mir viel Spaß gemacht und die meiste Zeit in Anspruch genommen. Genäht sind sie dann recht schnell.

Patchworksterne - Weihnachtsdeko nähen

So wird der Stern genäht:

Die Vorderseite des Stern besteht aus sechs Rauten. Der Trick ist, nicht alle sechs Rauten auf einen Schlag aneinander zu nähen, sondern der Stern wird halbiert. Drei Rauten bilden eine Sternhälfte. Das heißt, drei Rauten werden zu einer Hälfte zusammengenäht. Im zweiten Schritt werden dann die beiden Sternhälften aneinander genäht.

Weihnachtsdeko - Patchworksterne nähen

Bei den drei Rauten bügle ich die Nahtzugabe von der Mitte weg zur Seite. Beim Zusammennähen der Sternhälften bügle ich die Nahtzugaben auseinander. Das gibt auf der rechten Seite eine schöne, flache Naht. Und wenn sich die Nähte in der Mitte mal nicht so exakt treffen, kein Problem, das verdeckst du einfach mit einem hübschen Zierknopf. Weiß doch keiner!

Schnittmuster

Jetzt fragst du dich bestimmt, wo du das Schnittmuster oder eine ausführliche Bilder-Anleitung zu den Patchworksternen findest. Es gibt einige davon im Internet. Ich habe diese Vorlage verwendet und sie mir auf 70 % verkleinert. Meine Sterne sind von einer Spitze zur anderen etwa 22 cm lang. Eine Anleitung habe ich nicht gebraucht, deshalb kann ich dir keine empfehlen.

Weihnachtsdeko - Patchworksterne nähen

Mittlerweile habe ich mir den 60 Degree Diamond Ruler von Creative Grids zugelegt, mit dem sich auch größere Rauten zuschneiden lassen. Du siehst das rautenförmige Lineal oben auf dem ersten Foto an der Wand hängen. Ich freue mich schon sehr darauf, damit zu experimentieren und werde ganz bestimmt noch genauer darüber berichten.

In meinem Blogartikel Weihnachtssterne nähen – Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt! habe ich erklärt, worauf du achten musst, damit sich Deko-Sterne schön ausformen. Das meiste davon gilt auch bei diesen Patchworksternen. Allerdings habe ich hier auf Vlies verzichtet und Vorder- und Rückseite einfach mit einer Nahtzugabe von 0,75 cm zusammengenäht.

Weihnachtsdeko - Patchworksterne nähen

Stoffe

Zum Ausstopfen habe ich waschbare Bastelwatte verwendet. Die Stoffe sind ein Mix aus verschiedenen Serien: „Pixie Noel“ von Tasha Noel, „North Woods“ von Kate Spain, „Frosty“ und „Festive Christmas“ von The Henley Studio und ein paar andere. Ich höre immer wieder, es sei schwer, schöne Weihnachtsstoffe zu finden. Ich finde das gar nicht.

Mit meinen bunten Patchworksternen sag‘ ich Tschüss für heute und wünsche dir und deinen Lieben ein wunderschönes 2. Adventswochenende! Nächste Woche melde ich mich dann wieder mit den Dezember-Blöcken meines 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilts.

PS: An alle Teilnehmer*innen von 6 Köpfe – 12 Blöcke

Heute ist es endlich so weit! Wir lüften das Geheimnis um den 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt-Along 2019! Wer zusammen mit uns im neuen Jahr einen fantastisch tollen Quilt nähen möchte, erfährt heute bei Verena und morgen bei Andrea die ersten Infos zu Layout und Konzept.

Der 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt-Along geht in die 3. Runde! Mitmachen kann jeder, der gerne näht und sich für Patchwork interessiert – auch Anfänger! Die Aktion ist kostenlos, die Nähanleitungen sind dauerhaft online, und der Einstieg ist jederzeit möglich. Mehr Informationen zum 2019er Quilt-Along findest du demnächst auch hier im greenfietsen-Blog.

 

Oh Tannenbaum! – Weihnachtsdeko aus Stoff & Füllwatte

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Der Trend geht zum Zweitbaum, habe ich gehört. Zwei geschmückte Weihnachtsbäume zuhause! Tsss! Offenbar gibt es Leute da draußen, denen einer nicht genug ist. Komisch!

Wenn es sich um selbst genähte Weihnachtsbäumchen aus Stoff handeln würde… Dann könnte ich das verstehen. Ja, da geht mein Trend auch zu einem ganzen Wald! Angefangen hat es mit drei zuckersüßen Bäumchen in frischem Grasgrün. Nun folgten am Wochenende vier größere in Teal und Türkis. Ich liebe die neue, blaugrüne Weihnachtsdeko auf unserem Wohnzimmerregal:

Oh Tannenbaum! - Weihnachtsbäume aus Stoff

Der pinke Nussknacker hat nun endlich seine Bestimmung gefunden! Ich hatte nur noch ein klitzekleines Stückchen von diesem tollen Michael-Miller-Stoff übrig. Weil’s nicht ganz gelangt hat, musste ich links und rechts zwei Streifen unifarbenen Stoff ansetzen. Die Inspiration zu diesem schlichten, dreieckigen Baum stammt von Christianes Weihnachtsbaum-Anhängern. Ich habe ihr Schnittmuster in Höhe und Breite um ein paar Zentimeter vergrößert.

Oh Tannenbaum! - Weihnachtsbäume aus Stoff

Genäht und gewendet – Bereit zum Ausstopfen!

Schnittmuster:

Links: genäht nach einer selbst gezeichneten Tannenbaum-Schablone
Mitte: Weihnachtsbaum Anhänger von Nane – Schönes aus Stoff (vergrößert)
Rechts: Weihnachtsbaum-Anhänger von Nadra – ellis & higgs (vergrößert)

Die Tannenbäumchen nähe ich auf die gleiche Art und Weise wie meine Weihnachtssterne. In folgendem Blogartikel habe ich verraten, worauf du beim Nähen von Deko-Sachen unbedingt achten solltest, damit die Form schön wird:

Weihnachtssterne nähen – Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt!

Oh Tannenbaum! - Weihnachtsbäume aus Stoff nähen

Die Faultier-Methode: Wendeöffnung mit Stylefix zukleben

Ein Tipp, den ich in dem verlinkten Blogpost gebe, lautet: Klebe die Wendeöffnung mit Stylefix zu, wenn du kein Fan vom Leiterstich bist! Es mag nun mal nicht jeder das Nähen mit der Hand. Das doppelseitige Klebeband ist da wirklich eine große Erleichterung. Es funktioniert super, gerade bei den Bäumchen! Wichtig ist, dass du das Stylefix so nah wie möglich an die Umschlagkante klebst. Dann wird’s so perfekt, dass der Leiterstich kaum mithalten kann.

Weihnachtsbäume aus Stoff nähen

Sieht aus wie ein Riese, ist aber in Wahrheit nur 14 cm groß. (Schnittmuster: ellis & higgs / Stoff: Lori Holt)

Das A und O, damit die Form schön herauskommt, ist das richtige Weg- und Einschneiden der Nahtzugabe. Bei Bäumen mit Kurven schneide ich Außenrundungen v-förmig ein. Falls vorhanden, kannst du dafür auch eine Zackenschere benutzen. Bei Innenrundungen mache ich drei Knipse bis kurz vor die Naht.

Weihnachtsstoffe

Den fröhlich-grünen Weihnachtsstoff mit den bunten Motiven von Lori Holt finde ich so toll! Du bekommst ihn bei Einfach bunt Quilts* (Affiliate-Link). Verena hat auch Stylefix* (Affiliate-Link) auf Lager, falls du das Klebeband noch nicht in deinem Werkzeugkoffer hast.

Für die anderen beiden grünen Stoffe weiß ich leider gerade keine deutschen Bezugsquellen. Der eine stammt aus der Serie North Woods von Kate Spain, der andere aus Backyard Roses von Nadra Ridgeway.

Weihnachtsbäume aus Stoff nähen

Mitte:  North Woods von Kate Spain / Rechts: Backyard Roses von Nadra Ridgeway

In meinen Nähkursen werde ich immer gefragt, wo ich meine schönen Stoffe kaufe. Ich habe im Laufe der Zeit viele tolle Online-Shops entdeckt. Wenn sich mir die Möglichkeit bietet, kaufe ich aber auch sehr gerne vor Ort oder auf Kreativmessen. Am Anfang wusste ich genau, wo ich einen Stoff gekauft habe und wie er heißt. Aber im Laufe der Jahre lässt das Gedächtnis nach… oder die Stoffsammlung wird zu groß.

Oh Tannenbaum! - Weihnachtsdeko aus Stoff nähen

Der Stoff mit den weißen Kringeln links stammt aus der Serie „Hand Maker“ von Natalie Barnes. Daneben den habe ich vor kurzem auf der Kreativwelt in Frankfurt gekauft. Auf der Webkante steht „Little Darling“. Im Zentrum der tolle Nutcracker-Stoff von Michael Miller. Die Stoffkollektion hieß „Holiday“. Ganz rechts den türkisfarbenen „Frosty Snowflakes“ von The Henley Studio habe ich letztes oder vorletztes Jahr im Stoffladen entdeckt.

Im nächsten Blogartikel zeige ich dir eine andere Weihnachtsdeko, die ich vor kurzem genäht habe: Patchworksterne – Tolle Weihnachtsdeko aus Stoffresten

Verlinkt bei Handmade on Tuesday und DienstagsDinge.

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