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GO’nJO! – Alten Taschenliebling neu entdeckt

Manchmal hat man das, was man sucht, genau vor der Nase. Da musste ich erst im Internet recherchieren, ein neues Schnittmuster kaufen, herunterladen, studieren, als zu kompliziert verwerfen, um mich dann an das gute, alte GO’nJO! auf meiner Festplatte zu erinnern. Das hätte ich doch gleich haben können.

Was habe ich dieses Täschchen gern genäht, rauf und runter, vor neun Jahren. In meinem Blogpost von 2015 kannst du einige Exemplare sehen.  ➜ 7 Gründe, warum du unbedingt ein GO’nJO nähen solltest. Jetzt die Wiederentdeckung und Umwandlung zur kleinen Handy-Handtasche.

GO’nJO! von mipamias

Falls du das Schnittmuster noch nicht kennst: Es stammt von Astrid/mipamias, die es in ihrem Etsy-Shop zum Kauf anbietet. Die reich bebilderte Nähanleitung ist sehr ausführlich und eignet sich prima für den Einstieg. Auch wenn du noch nicht so viel Näherfahrung hast, kannst du dich ruhig herantrauen.

Ich wollte die Tasche gerne etwas größer haben, damit ein Handy hineinpasst. Handys sind ja heute deutlich größer als vor neun Jahren. Deshalb habe ich das Schnittmuster auf 110% ausgedruckt. Das Ergebnis ist eine 20,5 x 13 cm große Tasche. Im Original misst das GO’nJO 18 x 11,5 cm.

Umwandlung zur Handtasche

Was die Nähanleitung nicht enthält: die seitlichen Schlaufen und den Träger! Das ist mein zusätzliches Werk. Inspiriert von dieser Clutch, die ich ebenfalls vor einer halben Ewigkeit genäht habe.

Verwendete Stoffe und Vliese

Den Blumenstoff von Tula Pink habe ich erst vor kurzem bei dieser großen Einkaufstasche verwendet. Dazu habe ich ein Baumwoll-Leinengemisch von Essex in der Farbe „Denim“ kombiniert. Innen sprudelt ein blauer Stoff mit bunten Streuseln, von dem ich mir wünschte, mehr gekauft zu haben, weil er so toll ist. Er stammt aus der Tula-Pink-Kollektion „Homemade“. Verstärkt habe ich die Handtasche mit Volumenvlies H 630 und Gewebeeinlage G 700.

Fazit

Eine tolle Wiederentdeckung und ein schönes „Wieder-Nähen“. Hat mir sehr viel Spaß gemacht und begeistert mich noch genauso wie vor neun Jahren. Die Handtasche habe ich zum Muttertag verschenkt, und sie ist sehr gut angekommen. Kann sein, dass ich selbst auch noch so ein Exemplar brauche. 😉

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Jeans-Wandorganizer für die Küche

Dieser Wandorganizer aus Jeans-Hosentaschen hängt schon seit Monaten in unserer Küche. Genäht habe ich ihn letzten Winter und lange dachte ich: Ach, das lohnt sich doch nicht, ihn hier im Blog zu zeigen! Der ist so einfach gemacht. Das ist nix besonderes. Was soll ich dazu groß erzählen? – Aber es muss ja gar nicht immer alles kompliziert und aufwendig sein. Auch die schnellen, pragmatischen Nähprojekte machen viel Spaß. Und vielleicht ist es ja doch eine Inspiration für dich.

Resteverwertung

Die Größe meines Wandutensilos richtete sich nach dem Schaumstoff, den ich noch hatte: ein 18,5 x 60 cm großes Stück Style-Vil. Der gestreifte Canvas ist ein uralter Rest von meinem Hotel Garni (Baujahr 2013), das immer noch in Betrieb ist. Für die Rückseite des Organizers habe ich einen Stoff verwendet, der von diesem Kinderquilt übrig war. Das Schrägband habe ich aus einem gepunkteten Basicstoff selbst gemacht. Die Jeanstaschen habe ich von einer ausrangierten Hose abgetrennt. Auch bei der Aufhängung habe ich praktisch gedacht und mich für zwei einfache Ösen (8 mm Durchmesser) entschieden. Zwei Nägelchen in die Wand gehauen, Organizer drangehängt, fertig!

Eine gute Übung in Pragmatismus

Ich freue mich sehr über dieses Utensilo, weil ich es 1. hübsch und praktisch finde und 2. von der Idee bis zur Umsetzung nur einen halben Tag gebraucht habe. Für mich ist das eine gute Übung in Pragmatismus. Mittlerweile überlege ich mir sehr gut, wie viel Zeit und Energie ich in ein Nähprojekt stecken möchte. Hier habe ich mich auf den Nutzen und ein schnelles Ergebnis fokussiert und bin sehr happy damit. Unsere Einladungen, Eintrittskarten und Kalendersprüche haben endlich einen schönen Sammelplatz gefunden.

Falls du Spaß an Jeans-Upcycling hast, schau doch mal in einige meiner alten Blogbeiträge. Bei allen Nähprojekten habe ich alte Jeanshosen verwertet:

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Stoffvorräte reduzieren mit Tula Pink

Kennst du den Spruch „Haben ist besser als brauchen“? – Vielleicht hast du den auch schon mal mit einem Augenzwinkern verwendet, ich hab’s auf jeden Fall. Wenn man mal genauer drüber nachdenkt und wenn wir mal ehrlich sind, ist der Satz aber schon ganz schön irre, oder?

Ich für meinen Teil habe in den letzten Jahren genug Stoffe angesammelt. Wenn ich nicht noch als alte Frau vor vollen Stoffregalen stehen will, wird’s Zeit, die ganze Baumwolle zu vernähen. Ich brauche nicht noch mehr. Natürlich werde ich auch mal schwach, aber dass Stoff in meinen Einkaufskorb wandert, ist wirklich zu einem seltenen und besonderen Ereignis geworden.

Ein schönes Nähprojekt, um Stoffe abzubauen, ist eine große Einkaufstasche. Ein Schnittmuster kann ich nicht nennen, denn das hier ist eine ganz einfache Tasche Marke Eigenbau. Die habe ich schon etliche Male genäht und hier im Blog gezeigt. Sie beruht auf einem 42 x 44 cm großen Rechteck. Unten links und rechts habe ich Quadrate von 6 x 6 cm ausgeschnitten, um den Boden abzunähen. Die Henkel sind je 3 x 80 cm und nach bewährter Technik genäht. Einfach, aber schön, und sehr beliebt in meiner Familie. 🙂

Auch vor lange gehüteten Stoffschätzen mache ich keinen Halt mehr. Für diese Tasche, die ein Geschenk war, habe ich zu einer ganz besonderen Kollektion gegriffen: „Elizabeth“ von Tula Pink aus dem Jahr 2015. Ich besitze nicht viele Tula-Pink-Stoffe, aber die wenigen, die ich habe, liebe ich sehr. Den Boden habe ich aus einem robusten Taschen-Steppstoff genäht. Der Innenstoff ist von Art Gallery und ebenfalls eine alte Rarität; ich glaube, die Kollektion hieß „Cherie“. Mir gefällt die Stoffkombination total gut, und ich bin sehr froh und glücklich, dass ich damit auch den Geschmack des Geburtstagkindes getroffen habe.

Meine anderen Taschen nach dem gleichen Schnitt:

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Wee Travel Pal – Ein Organizer für Klein (und Groß)

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Wie viel Spaß mir diese Tasche gemacht hat! Es war die reinste Freude, mit den Stoffen von Heather Ross zu nähen. Entstanden ist ein zusammenklappbarer Organizer, den ich meiner Lieblings-Dreijährigen zum Geburtstag geschenkt habe. Gedacht zum Mitnehmen für unterwegs. Darin kann sie Malsachen, kleinere Spiele (z. B. Puzzle oder Memory) und Pixi-Bücher transportieren. Weil ich mich so sehr in den handlichen Organizer verliebt habe, bin ich gerade dabei, einen zweiten für mich zu nähen. Für die Fahrradreise, die schon bald ansteht. Das Schnittmuster heißt Wee Travel Pal und stammt von Sweet Cinnamon Roses.

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Anleitung und Schnittmuster

Ich schätze gut durchdachte, überschaubare Nähprojekte, die einfach aufgebaut sind und bei denen ich selbst noch kreativen Gestaltungsspielraum habe. Genau so ein Projekt ist der Wee Travel Pal („Kleiner Reisekumpel“). Die englischsprachige Anleitung ist ausführlich, gut bebildert und kommt Nähanfängern entgegen, denn nach jedem Nähschritt wird noch einmal exakt getrimmt. Man braucht also keine Angst zu haben, dass Teile zu klein geraten könnten und nicht zusammenpassen.

Der Nachteil: Macht man Fussy Cutting, ist der großzügige Sicherheitspuffer eher hinderlich. Weil ich die Buchstaben und Motive im Zentrum haben wollte, musste ich in der Anleitung immer vorblättern und genau prüfen, wie viel vom Stoff später noch weggeschnitten wird. Aber so ist es ja eigentlich immer: Bei Fussy Cutting muss man sich fünfmal mehr Gedanken machen und dreimal mehr messen, damit das Motiv am Ende perfekt platziert ist. Eigentlich normal.

Die Fächer auf der linken Seite habe ich an meine Stoffmotive angepasst.

Wichtig zu wissen: Die Maße in der Anleitung sind in Inch angegeben. Du brauchst für dieses Nähprojekt also ein Inch-Lineal (➜ Meine Tipps zu Inch-Linealen). Vorlagen zum Ausdrucken sind nicht enthalten. Alle Teile werden direkt mit Lineal und Rollschneider zugeschnitten.

Meine Änderungen

Ich war bisher keine Freundin von Vinyl und wollte das Mittelteil eigentlich aus Stoff nähen. Die Anleitung enthält erfreulicherweise eine „non-vinyl section“ als Alternative. Doch dann ist mir die kleine Vinyl-Probe eingefallen, die mir Verena (Einfach bunt Quilts) vor langem mal geschenkt hat. Das war die Gelegenheit, sie zu verbrauchen, denn man benötigt nur ein kleines Stück (9″ x 5″). Im Nachhinein bin ich froh, denn das Nähen hat prima geklappt und die transparente Vinyl-Tasche ist ein sehr schönes Detail.

Mittelteil aus Vinyl / In der rechten Reißverschlusstasche versteckt sich ein Bär.

Vlieseinlagen

Zum Vlies gibt es in der Anleitung kaum Angaben und Tipps, deshalb habe ich mir über dieses Thema viele Gedanken gemacht. Ich habe entschieden, Volumenvlies H 630 auf die Außenseite zu bügeln und sie mit diagonalen Linien abzusteppen. Volumenvlies macht Taschen weich und griffig, das mag ich. Damit die Innenfächer und die Reißverschlusstasche mehr Stablität bekommen, habe ich teilweise Gewebeeinlage aufgebügelt. Allerdings nicht G 700, das ich sonst fast immer nehme, sondern das dünnere G 710. Der Wee Travel Pal ist eine kleine Tasche mit viel Innenleben, und ich finde, das Ganze sollte nicht zu starr und fest werden. Ich bin mit meiner Vlieswahl sehr zufrieden und werde es bei der nächsten wieder so machen.

Klettverschluss

Der Klettverschluss ist nicht in der Anleitung enthalten. Das ist eine Abwandlung meinerseits. Im Original wird die Tasche mit einem breiten Gummiband verschlossen. Eine andere Lösung wird im E-Book nicht vorgestellt. Laura von Sweet Cinnamon Roses zeigt allerdings an Designbeispielen eine Alternative: Statt des Gummis könnte man zwei lange Baumwollbänder miteinfassen und die zusammengeklappte Tasche mit einer Schlaufe zubinden.

Eine Schlaufe sieht zwar süß aus, für eine Dreijährige, die noch nicht binden kann, finde ich es aber eher unpraktisch. Außerdem habe ich die Befürchtung, dass die langen Bänder schnell schmuddelig werden. Deshalb habe ich mich für einen Klettverschluss entschieden. Der ist schnell auf- und zugemacht, passt sich flexibel an den Inhalt an und hält alles zuverlässig zusammen. Ich sehe es an jahrelang benutzten Windeltaschen, bei denen der Klettverschluss immer noch 1a funktioniert. Ein Gummiband wäre da schon längst ausgeleiert.

Größe und Inhalt

Im geschlossenen Zustand ist der kleine Organizer 8 x 5.5 Inch groß. Das sind in Zentimeter umgerechnet etwa 14 x 20 cm. Aufgeklappt kommt er auf eine Länge von 40 cm (15.5 Inch). Eine schnuckelige Größe, um Kleinkram für unterwegs unterzubringen. Ich habe ihn mit Pixi-Büchern, Ausmalbildern, Stiften und einem schmalen Malblock ausgestattet. Nicht zu vergessen: Suse, die rothaarige Holzpuppe, die lange in diesem Organizer gewohnt hat. Die Älteren erinnern sich vielleicht noch. 😉

Aufgeklappt ist der Organizer ca. 20 x 40 cm groß (8 x 15.5 Inch).

Fazit

Ich hab‘ die Tasche wirklich gerne genäht. Wäre sie nicht ein Geschenk für einen Herzensmenschen gewesen, ich weiß nicht, ob ich sie dann hergegeben hätte. Ich war am Ende schon ziemlich verliebt. Die Anleitung habe ich im Shop von Sweet Cinnamon Roses gekauft. Sie ist nicht ganz billig, aber da ich sie garantiert noch öfter nähen werde, hat sich die Anschaffung für mich auf jeden Fall gelohnt. Danke, Laura, für den zauberhaften, kleinen Reisekumpel!

Wenn dir die Stoffe gefallen, die ich verwendet habe, schau doch mal bei Verena (Einfach bunt Quilts) vorbei. Sie hat ganz viele Heather-Ross-Stoffe* (Affiliate-Link) in ihrem Sortiment.

Schreib mir gerne einen Kommentar und verrate mir, ob du dir auch vorstellen könntest, diesen Organizer zu nähen. Wenn du Fragen hast, immer raus damit!

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Bunte Frühlingsdeko – Tulpen aus Stoff nähen

Gut Ding will Weile haben. In diesem Fall hat es neun Jahre gedauert! Unglaublich, dass es schon so lange her sein soll, dass ich den Strauß genähter Tulpen bei stitchydoo bewundert habe. Jetzt endlich habe ich Katherinas Inspiration aufgegriffen und selbst ein paar Tulpen als Frühlingsdeko genäht. Und was soll ich sagen? – Ich bin begeistert.

Als bunter Farbtupfer stehen sie jetzt in unserem Wohnzimmer auf der Kommode, erfreuen das Auge und verbreiten gute Laune. Eine Frühlingsdeko, die auch noch gut stehen kann, wenn Osterhasen und bemalte Eier schon weggeräumt sind.

Anleitungen und Schnittmuster:

Meine Stofftulpen sind eine Kombination aus Schnittmustern anderer und eigenen Ergänzungen.

Tulpenköpfe

Für die gezackten Tulpenköpfe habe ich die Nähanleitung von Villastoff verwendet. Das Schnittmuster habe ich auf ca. 8,5 x 7 cm verkleinert. Eine Nahtzugabe habe ich nicht hinzugefügt, da ich direkt auf der Markierungslinie genäht habe. Für die geschlossenen Tulpen habe ich mich nach dem YouTube-Video von DIY Eule gerichtet. Schnittvorlage ist ein Kreis mit einem Durchmesser von 20 cm, der halbiert wird.

Tulpenstängel

Meine Stängel bestehen aus 25 cm langen Holz-Schaschlikspießen, die ich mit Stoffstreifen (25 x 3 cm) ummantelt habe. Bei meinem ersten Versuch habe ich doppelseitiges Klebeband verwendet, wie Nastja von DIY Eule es in ihrem Video zeigt. Leider hat sich das Klebeband aber schnell wieder abgelöst, vielleicht war’s schon zu alt oder nicht geeignet. Deshalb bin ich Stitchydoos Empfehlung gefolgt und habe beim zweiten Versuch Style-Fix verwendet. Das hat prima funktioniert und hält perfekt. Alternativ könntest du auch Papier-Strohhalme als Stängel verwenden. Meine fand ich zu kurz und deshalb ungeeignet.

Tulpenblätter

Schnittmuster für Blätter sind bei den genannten Nähanleitungen nicht dabei, deshalb habe ich selbst eine Vorlage auf Papier gezeichnet. Mein Tulpenblatt ist 26 cm lang und an der breitesten Stelle ca. 6 cm breit. Genau wie beim Tulpenkopf habe ich direkt auf der Markierungslinie genäht und anschließend die Nahtzugabe daneben weggeschnitten (hier mit einer Zickzackschere wegen der Rundungen). Über die kurze, offene Seite unten habe ich das Blatt gewendet, schön ausgeformt und gebügelt. Die franselige Kante unten habe ich ca. 1 cm nach innen gesteckt und auch noch mal mit Bügelhitze fixiert. Dann habe ich das Blatt um den Tulpenstängel gelegt und eng mit dem Reißverschluss-Nähfuß zusammengenäht. Auf dem Foto kannst du die einzelnen Schritte sehen:

Meine fertige Tulpe ist inlusive Kopf etwa 29 cm lang.

Weitere Nähtipps:

Wie bei allen Formen, die ausgestopft werden, ist das Zurück- und Einschneiden der Nahtzugabe vor dem Wenden sehr, sehr wichtig. Bei den gezackten Tulpen solltest du zwischen den Zacken unbedingt einen Knips machen, d. h. mit einer spitzen Schere den Stoff bis zur Naht einschneiden, ohne die Naht dabei zu verletzen. Wenn du das nicht machst, bekommst du an diesen Stellen nach dem Wenden Knubbel.

Schau dir diese Nähanleitung an: Weihnachtssterne nähen – Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt! Dort zeige ich, wie ich die Nahtzugabe kürze. Bei den Tulpen mache ich es im Prinzip genauso.

Übrigens hat Katherina von stitchydoo 2021 einen zweiten Tulpenstrauß genäht, der auch sehr sehenswert und inspirierend ist. Hier der Link: Ein genähter Tulpenstrauß aus Stoff {Geschenkidee zum Muttertag}

Fazit:

Das Nähen der Tulpen hat mir viel Spaß gemacht, und das Ergebnis überzeugt mich auf ganzer Linie. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein ganzer Strauß ein aufwendiges Nähprojekt ist. Der Stoff ist zwar schnell um den Schaschlikspieß gerollt, auch die Blätter sind fix genäht und gewendet, aber die Tulpenköpfe dauern ihre Zeit. Für das Ausstopfen und das Zunähen der Wendeöffnung von Hand solltest du unbedingt genug Ruhe und Muße haben.

Tipps – Nähen für Ostern:

Du bist auf der Suche nach Nähprojekten für Ostern & Frühling? – Dann schau doch mal in meine große Ideensammlung: Tipps | 10+ tolle Nähideen für Ostern. Darin findest du viele Nähprojekte mit Links zu Anleitungen und Schnittmustern.

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Buchtaschen-Swap 2024 – Infos & Zeitplan

Wer hat Lust auf eine neue Runde Buchtaschen-Swap auf Instagram? – Auch in diesem Jahr möchte ich gerne lesebegeisterte Leute zusammenbringen, die Lust haben, einer anderen Person eine Freude zu machen und selbst auch beschenkt zu werden. In diesem Blogpost findest du den Zeitplan und die Teilnahmebedingungen für die Aktion, bei der ein Taschenbuch + selbstgenähte Hülle gewichtelt werden.

Das Bild darfst du gerne auf Instagram teilen.

 

Kannst du hinter allen Punkten einen Haken setzen?

Prima! Dann kannst du mitmachen. Bitte melde dich nur an, wenn du es ernst meinst und den Zeitplan einhalten kannst. Die Aktion funktioniert nur, wenn alle zuverlässig und verpflichtend mitmachen. Der Buchtaschen-Swap lebt von regem kommunikativem Austausch. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sehr frustrierend ist, wenn Teilnehmende kaum Informationen über sich herausrücken und nicht bei anderen kommentieren. Ich behalte mir deshalb vor, Anmeldungen nicht anzunehmen, wenn ich sehe, dass ein Account verwaist ist, es nur eine Handvoll Beiträge gibt oder kaum/keine Fotos von genähten Sachen. Die Teilnehmerzahl wird in diesem Jahr auf 34 Personen begrenzt sein.

Wichtig: Hashtag #buchtaschenswap2024 . Schreibe diesen Hashtag in deine Beiträge. Suche aktiv unter diesem Hashtag nach Beiträgen von anderen Teilnehmenden, um dort zu kommentieren.

Der Buchtaschen-Swap ist geheim!

Gewichtelt wird GEHEIM. Das bedeutet: Du erfährst, für wen du ein Wichtelgeschenk anfertigst, darfst es aber nicht verraten. Du weißt selbst auch nicht, von wem du eins bekommst. Das soll eine Überraschung bleiben. Sobald du weißt, wen du beschenken darfst, mach dich auf die Suche nach Infos und Hinweisen. Durchforste den Instagram-Account der Person. Versuche herauszufinden, was sie gerne liest und welche Farben, Stoffe und Stile sie mag. Idealerweise solltest du extra veröffentliche Beiträge finden. Toll ist auch, wenn die Person bei anderen Teilnehmenden kommentiert hat und du daraus Schlüsse ziehen kannst.

Beantworte diese Fragen zu deinem Buch- und Stoffgeschmack in 1-2 Insta-Posts:

Vielleicht bist du Fan der Autorin Nele Neuhaus und magst gerne Regional-Krimis. Dann wäre es natürlich super, du würdest auch dazuschreiben, welche du schon kennst und welche nicht. Vielleicht bevorzugst du auch andere Genres: z. B. Fantasy, historische Romane oder was mit Liebe und Romantik zum Wohlfühlen und Abtauchen. Erzähl bitte mehr darüber! Beschreibe in einem Instagram-Beitrag deinen Buchgeschmack, damit dein Swappie dich einschätzen kann.

Wichtig: Die Lesegeschmäcker sind verschieden und es gibt nicht besser oder schlechter. 🙂 Du kannst auch sagen: „Liebe Swap-Partnerin, überrasche mich gerne mit einem Buch. Schenk mir eins, das dir selber richtig gut gefallen hat.“ Du kannst auch explizit Bücher nennen, die du dir wünschst. Allerdings ist das keine Garantie dafür, dass du auch tatsächlich eins davon geschenkt bekommst. Sei bitte nicht enttäuscht, wenn es kein Buch von deiner Wunschliste geworden ist.

Das Bild darfst du gerne auf Instagram teilen, um deinen Buchgeschmack zu beschreiben.

Zeitplan & Anmeldung

So kannst du dich anmelden:

Wenn du am Buchtaschen-Swap 2024 teilnehmen möchtest, schicke bitte eine E-Mail an info@greenfietsen.de mit folgenden Informationen:

  1. dein Instagram-Name
  2. Link zu deinem Instagram-Profil (Beispiel: https://www.instagram.com/greenfietsen)
  3. dein Vor- und Nachname
  4. deine Anschrift

Diese Infos werde ich an deinem zugelosten, geheimen Swap-Partner weiterleiten. Datenschutzhinweis: Wenn der Buchtaschen-Swap beendet ist, werden alle E-Mails und gesammelten Daten umgehend gelöscht.

Nähanleitung für die Buchtasche

Wenn du möchtest, kannst du meine Nähanleitung für deine Buchtasche benutzen. Darüber würde ich mich sehr freuen. Bis 23. Februar 2024 gibt es in meinem Etsy-Shop 25 % Rabatt auf die Nähanleitung „Buchtasche“. Es ist aber keine Voraussetzung für die Teilnahme am Swap. Du kannst genauso gut nach einer anderen Anleitung nähen oder selbst eine Hülle entwerfen.

Warum findet die Aktion nur auf Instagram statt?

Leider kannst du beim Buchtaschen-Swap nur mitmachen, wenn du einen Instagram-Account hast. Es braucht für dieses Wichtelspiel ein soziales Netzwerk, auf dem sich alle Teilnehmenden live austauschen und miteinander agieren können. Per E-Mail würde das nicht funktionieren.

Warum muss mein Wohnort in Deutschland sein?

Es tut mir sehr leid, dass Leute aus Österreich, Schweiz und anderen Ländern nicht mitmachen können. Der Grund dafür ist der teure Postversand. Die Kosten für ein versichert verschicktes Paket sind leider unverhältnismäßig hoch. Ich habe aber nichts dagegen, wenn du die Idee aufgreifst und einen eigenen, beispielsweise österreichischen Buchtaschen-Swap organisierst.

Hast du noch Fragen?

Ich hoffe, ich habe alles verständlich erklärt. Wenn du noch Fragen hast, stelle sie mir gerne in den Kommentaren. Ich bin auch immer dankbar für Hinweise und Ergänzungen, vielleicht habe ich ja nicht alles bedacht. Nun bin ich gespannt, wie groß das Interesse ist und freue mich sehr auf den dritten Buchtaschen-Swap.

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Tutorial | Bunte Stoffsäckchen nähen (Montessori-Spielzeug)

Heute wird’s bunt! Ich möchte dir zeigen, was ich für meine kleine Nichte genäht habe: Mit Reis gefüllte Stoffsäckchen zum Spielen, Werfen und Jonglieren. Inspiriert von Montessori-Spielzeug und ganz leicht nachzunähen. Was du dafür brauchst und wie es funktioniert, erkläre ich dir Schritt für Schritt in diesem Tutorial. Übrigens: Auch zum Beschweren und Fixieren von Schnittmustern eignen sich diese Säckchen.

Du kannst besondere Motive, aber auch Stoffreste verwenden.

Grundsätzlich liebe ich es, Spielsachen zu verschenken. Vielleicht weil ich mich noch gut an meine eigene Kindheit erinnern kann und in mir auch heute noch ein großes „Spielkind“ steckt. Meiner Erfahrung nach bringen die einfachsten Dinge oft den größten Spaß. Diese Stoffsäckchen zum Beispiel sind super einfach und laden in jedem Alter zum Spielen ein.

Sinnesförderung für die Kleinen

Für Babys ist es eine sinnliche Erfahrung, nach den Säckchen zu greifen, sie zu befühlen und die Farben und Bilder anzuschauen. Einjährige lieben es, die Säckchen hin- und herzuräumen, vom kleinen in den großen Behälter und wieder zurück. Du kennst das bestimmt: Kinder in dem Alter brauchst du eigentlich nur vor einen Küchenschrank mit Plastikschüsseln zu setzen, und sie sind stundenlang damit beschäftigt, alles auszuräumen und mit viel Getöse ineinander zu stapeln. Sie begreifen dabei ganz viel über Formen und Größenverhältnisse.

Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele für die Großen

Das Tolle ist: Die Säckchen kann man auf den Boden plumpsen lassen, ohne dass sie kaputtgehen. Irgendwann finden Kleinkinder heraus: Hey, die kann man ja auch werfen! Gerade für Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele eignen sie sich prima. Wie viele davon kannst du auf deinem Fuß oder Kopf balancieren? Wem gelingt es, auf dem Kindergeburtstag eine Blechdosen-Pyramide damit abzuräumen? Kannst du ein Säckchen aus 5 Meter Entfernung in einen kleinen Eimer werfen? – Ich kenne einen Papa, der sich während seiner Elternzeit mit diesen Säckchen sogar das Jonglieren beigebracht hat. So viele Ideen, und das nur mit ’nem bisschen Stoff und einem Päckchen Reis!

So werden die Stoffsäckchen genäht:

(1) Du braucht zwei Stoffquadrate (10 x 10 cm) und Stoff für die Schlaufe (6 x 8 cm).

Schlaufe nähen: Falte den Stoff links auf links auf die halbe Breite (3 x 8 cm). Bügle über die Falte. Klappe den Stoff auf und falte die beiden Längsseiten zur Bügelfalte in der Mitte. Klappe dann die Längsfalten aufeinander. Bügle über das Band (1,5 x 8 cm). Steppe die langen Seiten knappkantig ab. (Theoretisch könntest du auch Webband verwenden. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es schnell ausreißt. Eine selbst genähte Schlaufe aus Stoff ist stabiler.)

(2) Falte das Band zur Hälfte zu einer 4 cm langen Schlaufe. Lege die Schlaufe oben an die linke Ecke. Die offenen Stoffkanten der Schlaufe zeigen nach außen.

(3) Lege das zweite Stoffquadrat darauf. Die Stoffe liegen rechts auf rechts. Die Schlaufe befindet sich zwischen den Stoffquadraten, oben links in der Ecke. Nähe drei Seiten mit 1 cm Nahtzugabe zusammen. Lass dabei unten eine 4 cm lange Wendeöffnung. Wichtig: Die vierte Seite (rechts) wird noch nicht genäht!

(4) Jetzt wird die vierte, offene Seite auseinandergezogen, so dass ein Tetraeder entsteht. Lege die Seiten aufeinander. Die Nahtzugaben und Stoffkanten sollen dabei genau aufeinanderliegen. Stecke ein paar Nadeln. Nähe die Seite mit 1 cm Nahtzugabe zu.

(5) Kürze die Nahtzugabe an den Ecken. Pass auf, dass du dabei nicht in die Naht schneidest. Die Nahtzugabe an den Seiten kannst du stehenlassen, die musst du nicht zurückschneiden.

(6) Wende das Säckchen durch die 4 cm lange Wendeöffnung auf die schöne, rechte Seite. Drücke mit einem Ecken- und Kantenformer oder Essstäbchen vorsichtig alle Ecken heraus. Klappe die Nahtzugabe an der Wendeöffnung nach innen und bügle kurz über die Kanten. So lässt sich die Öffnung später leichter von Hand zunähen.

(7) Fülle das Säckchen mit Reis. (Tipp: Das klappt super mit einem Stück Papier, das du zu einem Trichter rollst und in die Öffnung steckst.) Nähe die Öffnung von Hand mit dem Leiterstich (Blindstich) zu.

(8) Damit das Säckchen auch größter Belastung standhält, nähe die Schlaufe zum Schluss noch einmal knappkantig mit der Nähmaschine fest. Das dient als Verstärkung der Naht.

Spiel mit geometrischen Formen und Farben. Meine 8 Tetraeder-Säckchen bilden einen bunten Farbkreis.

Ich hoffe, dir hat mein Tutorial gefallen. Wenn du noch Fragen oder Anregungen hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich über Feedback und helfe gerne weiter, falls etwas unklar geblieben ist.

Links & Tipps:

Wenn du auf der Suche nach weiteren Nähideen für Kinder bist, dann schau doch mal in meinen Blogartikel: 10+ tolle Nähideen | Geschenke für Kinder.

Dein Kind hat das Nähen für sich entdeckt und du möchtest ihm eine Nähmaschine schenken? Dann hilft dir vielleicht mein Blogartikel bei der Kaufentscheidung: Tipps – Wie sinnvoll sind Kinder-Nähmaschinen?

Bis zum nächsten Mal! 🙂

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Organizer | Ich habe eine Catch All Caddy 2.0 genäht

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Ich schaue mir alle Details an und kann’s immer noch nicht glauben: Ich habe tatsächlich eine Catch All Caddy 2.0 genäht. Wie lange liegt dieses Schnittmuster von ByAnnie schon in meiner Schublade? Boah, Ewigkeiten! Mindestens genauso lange bewundere ich die Caddys anderer Leute und träume von einer eigenen. Ja, irgendwann nähe ich mir auch mal so einen Organizer. Irgendwann traue ich mich.

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Irgendwann ist jetzt!

Viel Zeit habe ich mir für diese Tasche genommen, wochenlang in Mini-Etappen daran genäht. Zwei lange Nachmittage habe ich allein damit zugebracht, alle Videos, die von Annie als zusätzliche Hilfe angeboten werden, in Ruhe anzuschauen und die Anleitung, die auf Englisch ist, zu studieren. Danach war mir klar, wie die Catch All Caddy 2.0 aufgebaut ist und wie sie genäht wird. Ich konnte zur Stoffauswahl übergehen. Wie wir alle wissen, ein Schritt, der manchmal länger dauert als das Nähen selber.


Schlafende Waldtiere

Diesmal ging es aber schnell bei mir. Aktuell bin ich sehr verliebt in die Herbststoffe von Tilda. Die mussten es sein, und zwar in der Farbe Grün. Die zauberhafte Stoffserie heißt „Hibernation“ (Winterschlaf). Es gibt sie in vier verschiedenen Farbfamilien: Grün, Blau, Beerenrot und Braun. Allesamt traumhaft schön! Ich bin kein ausgesprochener Tildafan, aber diese Kollektion hat es mir so sehr angetan, dass ich dafür mein selbst auferlegtes Stoffkaufverbot aussetzen musste.

Leider habe ich die Stoffe gekauft, bevor ich wusste, dass ich daraus eine Catch All Caddy nähen würde. So kam’s, dass die Stoffmenge nicht ausgereicht hat und ich die „Divider“ (Innenfächer) aus mehreren Prints stückeln musste. Das hat aber zum Glück prima geklappt. Als Innenstoffe habe ich Speckled in der Farbe „Berry Metallic“ von Ruby Star Society und einen weißen Schriftstoff aus der Serie „Love Note“ von Lella Boutique verwendet. Das Binding ist aus einem gepunkteten Basicstoff von Dashwood Studio. Der braune Stoff ist Essex Yarn Dyed Linen in der Farbe „Nutmeg“. Den bekommst du bei Einfach bunt Quilts* (Affiliate-Link)


Stabilität ist alles

Die Stabilität kommt durch „Soft and Stable“. Ohne eine Schaumstoff-Einlage wäre die Tasche gar nicht denkbar. Die Innenfächer habe ich mit Gewebeeinlage G 700 von Freudenberg verstärkt. Ich denke, das entspricht dem „Fusible Interfacing“, das in der Anleitung empfohlen wird. Super stabil wird die Tasche durch eine zusätzliche Platte, die in eine Stoffhülle gesteckt und zum Schluss als Bodenverstärkung hineingelegt wird. Dafür kann man nehmen, was man im Haushalt oder in der Bastelwerkstatt findet. Ich habe 1 mm dicke, 920 g schwere Buchbinderpappe auf eine 3 mm Depron-Platte geklebt. Für mich perfekt!


Pfiffige Details, die ich toll finde:

  • Also erst mal hat die Catch All Caddy 2.0 eine geniale Größe! Nicht zu groß und nicht zu klein. Sie ist etwa 34 cm lang, 16 cm breit und 18 cm hoch. Für meine Zwecke genau richtig.
  • Was ich auch sehr liebe: Die stabilen Henkel, die mit Soft and Stable gepolstert werden. Da hat man richtig was in der Hand.
  • Extrem begeistert bin ich auch von den Innenfächern, die unten offen sind. Dank der Faltung legen sich die Innenfächer plan an die Taschenwand, wenn sie nicht gebraucht werden, oder lassen sich herausziehen und befüllen. In ein schmales Fach kann man einen Becher oder ein leeres Marmeladenglas stellen, um Stifte, Scheren, Lineale, usw. hineinzutun. Das finde ich super praktisch.
  • Die Catch All Caddy hat sage und schreibe 12 Fächer! Fünf innen und sieben außen. Außen an der Seite gibt es sogar ein Reißverschlussfach. Was will man mehr?
  • Richtig pfiffig finde ich auch das durchgängige Binding mit den schmalen Henkeln an der Seite. Das macht optisch mords was her, kann aber auch sehr praktisch sein. Wenn man die Catch All Caddy als Handarbeitstasche nutzt, kann man dort z. B. Stoffklammern befestigen. Ich nutze meine als „Bücher- und Lese-Caddy“. Ich organisiere darin meine aktuelle Lektüre, Notizhefte, Schmierzettel, Lesezeichen, Stifte, meinen Taschenatlas, um Handlungsorte nachzuschauen… Na ja, was man als verrückter Büchernerd halt so braucht. 🙂


Das Nähfüßchen macht den Unterschied!

Kommen wir nun zum technisch herausfordernden Aspekt der Tasche, dem Binding. Wegen der vielen dicken Lagen fand ich es schon sehr mühsam, es mit einem Viertel Inch Nahtzugabe anzunähen. Das will ich nicht verhehlen. Ich war zwar nicht verzweifelt, aber zwei, drei Schweißtropfen standen mir schon auf der Stirn. Das Problem: Der dicke Schaumstoff hat mein Nähfüßchen beim Nähen seitlich weggedrückt, so dass meine Nahtzugabe an vielen Stellen deutlich weniger als ein Viertel Inch breit ist. Das ist natürlich nicht optimal.

Irgendwann ist mir aufgegangen, dass vielleicht ein schmaleres Nähfüßchen helfen könnte. Also habe ich einen Bernina-Nähfuß bestellt, den ich bis dahin noch nicht im Schränkchen hatte: den Patchworkfuß 37D. Und tatsächlich: Ich konnte einen Unterschied erkennen. Das letzte Stück habe ich mit diesem schmaleren Nähfuß genäht, und es hat deutlich besser geklappt als mit dem 97D.

Wenn ich den größten Teil des Bindings nicht schon mit der Hand angenäht hätte, während ich auf die Lieferung des neuen Nähfüßchens gewartet habe, hätte ich noch mal alles mit dem 37D nachgearbeitet. Dann hätte ich das Binding vielleicht auch mit der Nähmaschine fertigstellen können. So war das Nähen mit der Hand die bessere Option, weil man da besser tricksen kann und die nicht so gelungenen Stellen später nicht so arg auffallen.


Würde ich sie noch einmal nähen? – Mein Fazit

Auf jeden Fall! Ja. Das war mein erster Taschenschnitt von ByAnnie, und ich muss sagen: Es ist eine der schönsten und ausgeklügelsten Taschen, die ich je genäht habe. Ja, es hat gedauert, weil alle Taschenteile gequiltet werden müssen, aber ich liebe sie und würde sie auf jeden Fall wieder nähen. Mit der Anleitung bin ich als erfahrene Taschennäherin sehr gut zurechtgekommen, auch dank der Add-on Videos, die toll gemacht und super hilfreich sind. Ich kann weiß Gott nicht perfekt Englisch, aber ich konnte alles gut nachvollziehen. Zur Not hilft auch mal der Online-Translator. Wenn dich die Catch All Caddy 2.0 auch reizt, dann kann ich dir nur raten: Warte nicht so lange wie ich. Irgendwann ist jetzt! 😉

Tipps & Links:

  • In diesem Video stellt Annie den Taschenschnitt ausführlich vor: Catch All Caddy 2.0 – An Introduction (Link zu YouTube)
  • Ich habe mein Soft and Stable bei der Quiltzauberei gekauft. Ich denke, du kannst alternativ auch Style-Vil von Freudenberg benutzen, das in Deutschland verbreiteter ist.
  • Die Tilda-Stoffe habe ich im Etsy-Shop Ommellaohwieschoen gekauft. Dort gibt es von „Hibernation“ farblich passend zusammengestellte, kleine Stoffpakete. Aber Achtung, für die Catch All Caddy 2.0 sind die Stoffstücke in diesen Paketen teilweise zu klein. Wie schon gesagt: Ich musste stückeln. Hat mir nichts ausgemacht, solltest du aber wissen.
  • Falls du gerne liest und Interesse an ein paar Büchertipps hast, schau doch mal in meinen Instagram-Account greenfietsen_liest, den ich hobbymäßig betreibe.

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Patchwork im Bilderrahmen – Rolling Stone und Flying Geese

Warum denn nicht mal einen Quiltblock in einen Bilderrahmen mit Passepartout stecken? Es muss doch gar nicht immer ein Mini Quilt mit Binding drumherum sein! – Bilderrahmen sparen viel Arbeit und sehen schick aus, habe ich mir gedacht und losgelegt. Vier traditionelle Blöcke habe ich für mein Patchwork-Projekt ausgesucht. Die ersten beiden habe ich bereits in einem anderen Blogartikel vorgestellt: Churn Dash und Bärentatze. Heute zeige ich einen Rolling Stone und Flying Geese.

Rolling Stone Quiltblock

Rolling Stone

Den Rolling Stone mochte ich damals bei unserem 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt-Along 2017 mit am liebsten. Es ist ein raffinierter Patchworkblock, der auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Im Prinzip ist der Rolling Stone nicht schwer zu nähen, er neigt allerdings zum Schrumpfen. Ich empfehle dir, den Block mit einer etwas kleineren Nahtzugabe zu nähen, damit du am Ende bei der gewünschten Größe rauskommst.

Das mit der Größe war sowieso ein bisschen knifflig bei meinem Bilderrahmen-Projekt. Die quadratischen Bilderrahmen, die ich gekauft habe, sind 30 x 30 cm groß. Das Passepartout misst 19,5 x 19,5 cm (ungefähr 7 5/8 Inch). Das ist ein sehr ungünstiges Maß, und es war eine ganz schöne Rechnerei, um die Quiltblöcke halbwegs passend zu nähen. Die Flying Geese habe ich kurzerhand einfach kleiner genäht und rundherum noch Streifen angefügt.

Prima Tipp von Regina: Anstatt die Blöcke traditionell zu nähen (so wie ich es gemacht habe), könnte man sie auch einfach in der gewünschten Größe auf Papier nähen (Foundation Paper Piecing).

Flying Geese

Flying Geese

Die Flying Geese habe ich als bunten Regenbogen umgesetzt. Die Dreiecke eignen sich prima dafür. Ich habe die Farben der anderen drei Blöcke wiederholt und durch Gelb, Orange und Dunkelblau ergänzt. So sieht es für mich sehr stimmig aus. Ursprünglich wollte ich die bunten Flying Geese als Brücke zwischen den Rolling Stone und den Churn Dash hängen, aber ich finde, Rot und Grün direkt nebeneinander sieht auch harmonisch aus. Mal sehen, für welche Anordnung ich mich schlussendlich entscheiden werde. Fest steht schon mal: Dieses Projekt hat sehr viel Spaß gemacht. Mit dem Ergebnis bin ich rundum zufrieden.

Flying Geese, Rolling Stone, Churn Dash und Bear’s Paw

Links & Tipps

  • Hier erfährst du, wie Flying Geese genäht werden: Tutorial | Dutchman’s Puzzle
  • Wie der Rolling Stone genäht wird, hat Dorthe (Lalala Patchwork) beim 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt-Along 2016 erklärt. (Webseite im Moment leider nicht erreichbar.)

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Patchwork für Anfänger*innen – Churn Dash und Bärentatze

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, hat Hermann Hesse so wunderbar gedichtet. Für mich war unser erster 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt-Along 2017 der schönste. Zwölf Monate lang haben wir abwechselnd traditionelle Quiltblöcke vorgestellt, die sich am Ende zu einem kleinen Sampler Quilt zusammenfügten. Auch der Churn Dash Block und die Bärentatze waren dabei. Beide Blöcke mag ich sehr. Deshalb habe ich sie für mein aktuelles Nähprojekt ausgesucht.

Churn Dash Quiltblock

Vier klassische Bilderrahmen (30 x 30 cm) habe ich gekauft, um darin traditionelle Quiltblöcke in Szene zu setzen. Nebeneinander gehängt, schmücken sie nun eine weiße Wand in meinem Nähzimmer. Für jeden der vier Quiltblöcke habe ich eine Hauptfarbe ausgesucht, getreu dem analogen Farbschema. Den Churn Dash Block habe ich in meiner Lieblingsfarbe Grün genäht.

Churn Dash Quiltblock

Der Churn Dash ist ein klassischer 9er-Block. Er besteht aus drei Reihen mit jeweils drei Einheiten. Durch die spitzen Half Square Triangles in den Ecken kann der Churn Dash manchmal etwas aggressiv wirken. So empfinde ich es jedenfalls. Um das auszugleichen, habe ich mich für freundliche, hell- und mittelgrüne Stoffe entschieden und als Highlight seilspringende Kinder in die Mitte gesetzt. Ich liebe den verspielten Charakter, den der Churn Dash dadurch erhält. Ich habe außerdem darauf geachtet, genügend rote Tupfer zu setzen, denn davon profitiert Grün immer sehr.

Bear’s Paw Quiltblock (Bärentatze)

Bear’s Paw – Die Bärentatze

Für meinen zweiten Bilderrahmen habe ich die Bärentatze ausgewählt – ebenfalls ein traditioneller 9er-Block, dessen Geschichte mindestens bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Witzig finde ich, dass dieser Block regional unter verschiedenen Namen bekannt war. Auf Long Island an der amerikanischen Ostküste z. B. hieß er „Entenfuß im Schlamm“. Dort gibt es offenbar mehr Enten als Bären, und so hatten die Leute andere Assoziationen als z. B. im Mittleren Westen der USA.

Ich habe mich bei der Bärentatze für eine Farbe entschieden, die ich auch sehr mag: Aqua-Grün. Wie beim Churn Dash werden auch hier vier Half Square Triangles (Halbquadrat-Dreiecke) benötigt. Um farblich mehr Variation hineinzubekommen und es interessanter zu machen, habe ich den inneren Teil aus 16 kleinen Quadraten zusammengesetzt. So sieht’s dann auch richtig schön scrappy aus.

Churn Dash Block im Bilderrahmen

Vom Ergebnis bin ich wirklich sehr begeistert. „It turns out very good“, würde ich sagen. 😀 Und ich habe festgestellt: Nicht nur im Nähzimmer, auch in unserer Küche würden die Bilder toll aussehen. Falls du sie nachnähen möchtest: Trau dich ruhig, auch wenn du noch nie Patchwork gemacht hast! Es gibt viele hilfreiche Tutorials im Internet, auch auf Deutsch (siehe unten meine Tipps). Churn Dash und Bärentatze sind fantastische Anfänger-Nähprojekte.

Welche Quiltblöcke ich in den dritten und vierten Bilderrahmen gesetzt habe, das erzähle ich dann beim nächsten Mal. Lass dich überraschen! 😉

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