Schlagwort: Herbstzauber

Halloween Goodie Bag | Täschchen Kiss mit Süßigkeiten

Süßes oder Saures! – Von Jahr zu Jahr werden es mehr Kinder, die am Halloween-Abend an unserer Türe klingeln und nach Süßigkeiten verlangen. Ich bin zwar nicht damit aufgewachsen und hab eigentlich gar keinen Bezug zu Halloween, aber ich mach den Spaß trotzdem gerne mit. Ich freue mich immer, wenn ich hinter der Schminke und der tollen Verkleidung Kinder erkenne, die schon mal in meinem Nähkurs waren. „Hallo Katharina!“ – „Luisa, bist du das?“ Das sind immer lustige Momente. Ich muss vielleicht dazusagen: Ich wohne in einem kleinen Dorf.

Meine Nähanleitung enthält Schnittmuster für 5 Größen. Diese heißt „Minitasche“ und ist 7,5 x 10 cm groß.

Halloween Goodie Bag

Diesmal habe ich etwas Besonderes vorbereitet. Alle kleinen Hexen und Gespenster, die bei uns klingeln, bekommen ein Täschchen Kiss von mir. Jedes Schlaufentäschchen ist gefüllt mit  Brause-Tütchen und ein paar Gummibärchen. An die Seitenschlaufen werde ich noch einen Schlüsselring anbringen, so dass die Kinder das Täschchen auch nach Halloween weiter benutzen können. Es lässt sich dann zum Beispiel in der Kindergartentasche oder am Schulranzen befestigen. Was kann man in das Täschchen hineintun? – Zum Beispiel Geld oder eine Busfahrkarte. Die Schlaufe kann von selbst nicht aufgehen, so dass alles sicher verstaut ist.

Die Stoffe sind aus der Serie „Spooky Hollow“.

Irgendwie habe ich ein Faible für Halloweenstoffe. Was nicht unbedingt auf der Hand liegt, denn ich grusel mich eigentlich gar nicht gerne. Ich hab noch nie einen Horrorfilm angeschaut und würde nie im Leben in eine Geisterbahn reingehen. Nicht für Geld und gute Worte. Deshalb mag ich diese Kinderstoffe aus der Serie „Spooky Hollow“ von Riley Blake. Sie haben für mich genau das richtige Level an Grusel und Horror.

Die Nähanleitung gibt’s in meinem Etsy-Shop.

Ich habe mir ein Fat Quarter Bundle davon gekauft und insgesamt 16 Täschchen Kiss daraus genäht. Natürlich ist noch jede Menge Stoff übrig, denn für ein Täschchen braucht man ja nur wenig. Verstärkt habe ich mit Gewebeeinlage G 700, so wie ich es in meiner Nähanleitung empfehle. Wenn du Zeit und Material sparen willst, kannst du sie auch ganz ohne Vlieseline nähen. Dann brauchst du nur ein paar Baumwollstoffe, sonst gar nichts.

Mit Süßigkeiten gefüllte Schlaufentäschchen warten auf kleine Hexen und Gespenster.

„Für schöne Erinnerungen muss man im Voraus sorgen.“

Mal abgesehen von Halloween, ist das Täschchen Kiss auch ein tolles Mitgebsel beim Kindergeburtstag. Aus schönen Stoffen genäht und mit einem Schlüsselring oder Karabinerhaken versehen, ist es ein sehr nützliches und nachhaltiges Geschenk. Außerdem kann es eine schöne Erinnerung an den Geburtstag sein.

Wäre es nicht toll, wenn mal eins von den heutigen Kindern sagt: „Ach guck mal, das hab ich damals an Halloween bekommen, als wir von Tür zu Tür gegangen sind. Das weiß ich noch!“ Ich würde mich total freuen, wenn mein selbstgenähtes Täschchen Kiss für einen anderen Menschen mal mit einer schönen Erinnerung verbunden ist.

Nähideen für Herbst & Halloween:

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Tipps | 12+ tolle Nähideen für den Herbst

Nähen kann man das ganze Jahr, aber am schönsten ist es doch im Herbst. Wenn die Tage kürzer werden, zieht’s uns nach drinnen ins Warme. Jetzt können wir es uns gemütlich machen, Zeit an der Nähmaschine verbringen und schöne Sachen nähen. In diesem Blogbeitrag findest du 12 tolle Nähideen für den Herbst – ganz viel Deko, aber auch Kissen und Taschen sind dabei. Es sind Nähprojekte, die ich mag und die ich dir deshalb gerne empfehlen möchte.

Speichere dir den Beitrag am besten ab, denn diese Liste ist noch nicht zu Ende. Ich werde sie ergänzen, sobald ich neue Herbst-Nähideen entdeckt und ausprobiert habe.

1. Herbstblatt – Als Untersetzer oder Deko

Bei diesem Herbstblatt kannst du prima Stoffreste loswerden und dich im Patchworken ausprobieren. Es ist ein tolles Nähprojekt, das gar nicht schwierig ist und viel Spaß macht. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, schau doch mal in ➜ meinen Blogbeitrag.

2. Pilze

Wenn ich ein Lieblingsprojekt auswählen müsste, dann wären es diese Stoff-Pilze! Sie stehen jedes Jahr als Herbstdeko in unserem Wohnzimmer. In ➜ diesem Blogbeitrag habe ich ausführlich darüber berichtet. Dort kannst du auch meine Variante „roter Fliegenpilz“ sehen. Anleitung und Schnittmuster findest du im ➜ Buch „Dekoträume – Liebevoll Genähtes für zu Hause“ von Heike Roland und Stefanie Thomas, 2007 im Frechverlag erschienen. (Hinweis: Das Buch enthält keine Bilderanleitung, sondern nur einen knappen Text.)

3. Wärmekissen / Körnerkissen

Für dieses Wärmekissen kann ich dir eine Nähanleitung anbieten. Schritt für Schritt und anhand vieler anschaulicher Fotos zeige ich dir darin, wie du ein Wärmekissen mit abgetrennten Kammern + passenden Stoffbezug nähst. Die Anleitung enthält zwei verschiedene Größen. Ein tolles Projekt, das sich sehr gut für Anfänger eignet und eine schöne Geschenkidee ist. In meinem Etsy-Shop findest du die ➜ Nähanleitung.

4. Apfelhülle fürs Tablet oder den E-Reader

Der Herbst ist doch auch die schönste Zeit zum Lesen! – Bücher lese ich ja immer noch am liebsten auf Papier, aber Zeitungen abonnieren wir in digitaler Form und lesen sie auf dem Tablet. Für unser Tablet-Gerät habe ich letztes Jahr eine Schutzhülle aus Leinen genäht und in ➜ diesem Blogartikel ausführlich darüber berichtet. Dort erfährst du auch, wo du die Anleitung für den Patchwork-Apfel findest.

5. Sammelbeutel für Herbstschätze

Fällt es dir auch schwer, Kastanien auf dem Boden liegen zu lassen, wenn sie so glänzen und so schön glatt aussehen? Ich muss immer ein paar mitnehmen und daheim zur Herbst-Deko dazulegen. Deshalb trage ich in dieser Jahreszeit beim Spazierengehen einen kleinen, zusammengefalteten Beutel in der Jackentasche. Man weiß ja nie, was man so Schönes findet. Mehr über den Beutel mit gesticktem Ahornblatt erfährst du in ➜ meinem Blogartikel.

6. Mozzie Bag für den Herbst

Manchmal möchte man mehr als nur ein paar Kastanien transportieren, und da kommt die Mozzie Bag zum Einsatz. Die Nähanleitung für die einfache Tragetasche habe ich 2015 geschrieben. Du findest sie hier im Blog als kostenloses Tutorial. Schau dir unbedingt auch die zusätzlichen Tipps und Tricks für meine Herbst-Variante an. Du findest sie in ➜ diesem Blogartikel.

7. Fietsi Fuchs Mug Rug

Dieser Tassen-Untersetzer mit Fietsi Fuchs ist für mich ein ganz besonderes Projekt! Es ist meine allererste Nähanleitung, erschienen 2014. Bei der Namensfindung haben mir damals viele liebe Bloggerkolleginnen und Leserinnen geholfen. Ich denk immer noch gern an diesen lustigen Austausch zurück. Der Fietsi Fuchs Mug Rug ist übrigens 24,5 x 18,5 cm groß und wird ohne Stickmaschine genäht. Du brauchst dafür lediglich deine Nähmaschine. In meinem Etsy-Shop erhältst du die ➜ Nähanleitung.

8. Patchworkkissen Sixty aus Dreiecken

In einer Liste mit Nähideen für den Herbst darf natürlich auch ein Kuschelkissen nicht fehlen! 2015 war ich fasziniert von Dreiecken, und ich finde immer noch, dass es ein zeitlos schönes Design ist. Hier siehst du eine herbstliche Version, die ich mit Teddyplüsch-Rückseite genäht habe. In meinem Etsy-Shop findest du die ➜ Nähanleitung zum Patchworkkissen Sixty.

9. Nadelkissen mit Pilz

Vom Sofakissen zum kleinen Nadelkissen – Auch dieser süße Pilz gehört zu meinen Herbst-Lieblingen! Die kostenlose Vorlage findest du bei Larisa von ➜ Stitching Notes. Der Pilz wird mit Foundation Paper Piecing genäht. Welche Nähtipps ich dir zu diesem Nadelkissen geben kann, erfährst du in ➜ meinem Blogbeitrag.

10. Apfel und Birne aus Stoff

Herbst ist, wenn die Äpfel und Birnen reif an den Bäumen hängen. Diese hier sind aus Stoff genäht, nach der tollen Anleitung von Kim ➜ Retro Mama. Sie sind als Nadelkissen gedacht, ich verwende sie aber als Deko. Einen ausführlichen Bericht mit jeder Menge Tipps findest du in ➜ meinem Blogbeitrag.

11. Kürbis-Deko für Herbst & Halloween

Zum Herbst gehören natürlich auch Kürbisse! Während die für Halloween Geschnitzten sehr vergänglich sind, ist dieser aus Stoff und Filz quasi für die Ewigkeit. Die Anleitung stammt von Kim ➜ Retro Mama und enthält drei verschiedene Größen. In welcher Größe ich meinen Kürbis genäht habe und was du bei der Stoffwahl unbedingt beachten solltest, erfährst du in ➜ meinem Blogbeitrag.

12. Herbstliche Blätterdeko

Diese einfache, aber sehr hübsche Nähidee habe ich auf dem Blog von Katharina ➜ 4 Freizeiten entdeckt. Anleitung und Vorlagen stammen von der Webseite des ARD-Buffets und können dort abgerufen werden. Was mir an den Blättern so gut gefällt: Sie sind vielseitig verwendbar – einzeln als Tischdeko, aber auch als Herbstschmuck z. B. für die Haustür. Wenn du eine Schnur oder Kordel einnähst, kannst du drei bis vier in unterschiedlicher Höhe zusammenbinden und an die Wand hängen. Oder du bindest sie an einen schönen Ast und hängst sie vor ein Fenster.

13. Buchtasche

Ein Buch in einer passend dazu genähten Hülle – Welche Leseratte freut sich nicht über so ein tolles Geschenk? Ich nähe unglaublich gerne individuelle Buchtaschen und habe in dieser ➜ Nähanleitung aufgeschrieben, wie ich das mache. Weil jedes Buch anders ist, findest du in meinem E-Book eine kleine „Zauberformel“, mit der du den Stoffzuschnitt ganz einfach berechnen kannst. So kannst du für jedes Buch, egal welches Format, eine passgenaue Hülle nähen.

14. Halloween Goodie Bag

Am 31. Oktober ist es wieder soweit: Kleine Hexen und Gespenster klingeln an der Türe und fragen nach Süßigkeiten. Natürlich nur, wenn ein leuchtender Kürbis vor der Tür steht, so sind die Regeln. Ich mach den Spaß immer gerne mit und habe 2021 was Besonderes für die Kinder vorbereitet: kleine Goodiebags, die mit Brause und Gummibärchen gefüllt sind. In diesem Blogbeitrag habe ich darüber berichtet. Das Schnittmuster heißt „Täschchen Kiss“. Du findest es in meinem Etsy-Shop. ➜ Nähanleitung

Fortsetzung folgt …

Das waren meine herbstlichen Nähideen. Ich würde mich sehr freuen, wenn etwas dabei war, das dir gefällt und du gerne nachnähen möchtest. Solltest du noch Fragen zu den einzelnen Projekten haben, hinterlasse mir einen Kommentar. Teile diesen Beitrag auch gerne auf Pinterest oder in deinen Social Media, wenn du möchtest.

Diese Liste wird von Jahr zu Jahr ergänzt. Fortsetzung folgt.

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Kürbis aus Stoff – Wunderschöne Deko für Herbst & Halloween

Was wäre der Herbst ohne Kürbisse? Ich liebe besonders die orangefarbenen Hokkaido-Kürbisse – zum Essen, aber auch als Deko. Bei uns im Garten sind dieses Jahr leider nur wenige Kürbisse gewachsen, dafür ist in meinem Nähzimmer ein schönes Exemplar aus Stoff und Filz entstanden. Genäht nach der Anleitung von Kim {Retro Mama}. Nachdem ich so viel Nähspaß mit Apfel & Birne hatte, musste ich unbedingt auch noch den Kürbis ausprobieren. Und was soll ich sagen? – Ich bin wieder mal begeistert und total verliebt!

Mein Kürbis in der Größe „Medium“ ist ohne Stiel 9 cm hoch und hat einen Durchmesser von ca. 17 cm.

Schnittmuster & Anleitung von Retro Mama

Auch diese Anleitung von Kim ist herausragend, super detailliert und anfängerfreundlich. Man kann’s nicht anders sagen. Nachdem ich schon Apfel und Birne genäht hatte und in Übung war, fiel mir der Kürbis sehr leicht. Die Schritte sind im Prinzip die gleichen, es gelten dieselben Tipps zum Nähen und Ausstopfen, nur das Schnittmuster ist ein anderes.

Toll finde ich, dass es auch hier wieder verschiedene Größen gibt. Du kannst den Kürbis in Small, Medium und Large nähen. Ich habe mich für Medium entschieden, eine total schnucklige Größe, nicht zu klein und nicht zu groß. Mit 9 cm Höhe und einem Durchmesser von 17 cm genau richtig. Vom Schnittmuster bin ich auch wieder begeistert. Die Form des rundlich-flachen Kürbisses mit Rippen kommt wunderbar heraus.

Der Kürbis strahlt und leuchtet in der goldenen Oktobersonne.

Insgesamt ist der Kürbis schon aufwendiger als Apfel und Birne. Das liegt vor allem an der Größe. Nicht nur, dass hier mehr Einzelteile zusammengenäht werden müssen, das Ausstopfen dauert auch deutlich länger. Man darf nicht unterschätzen, wie viel Füllwatte in so einen kleinen Kürbis hineinpasst. Es ist auf jeden Fall ratsam, genug davon vorrätig zu haben.

Das Sticken des Blatts hat mir wieder viel Spaß gemacht. Sowas mache ich total gerne, während nebenbei eine Folge „Downton Abbey“ läuft. Historiendrama-Serie und Handnähen, das passt doch irgendwie super zusammen. Dabei kann ich total gut entspannen.

Nummer 2 – Halloween-Kürbis aus „Spooky ’n Sweeter“

Kaum hatte ich die Wendeöffnung zugenäht, war mir klar: Ich muss unbedingt noch einen zweiten Kürbis nähen! Da geht kein Weg dran vorbei. Die Stoffauswahl war auch schnell getroffen: „Spooky ’n Sweeter“ sollte es werden. Wie so viele andere kam auch ich nicht an dieser zuckersüßen Halloween-Serie von Art Gallery vorbei. Obwohl ich eigentlich kein großer Fan der dichtgewebten Popeline bin und den weichen Griff von Riley-Blake- oder Moda-Baumwollstoffen grundsätzlich lieber mag, konnte ich nicht widerstehen.

Mein Tipp: Keine Popeline verwenden!

Leider hat sich bestätigt, was ich schon ahnte: Dichtgewebte, feine, glatte Popeline wie die von Art Gallery eignet sich nicht für solche Nähprojekte. Ihr fehlt einfach der nötige Stretch. Besonders wenn man den Kürbis sehr fest mit Watte ausstopft, entstehen Falten. Je nachdem, wie dann Licht und Schatten fallen, sieht das sehr unschön aus. Ein weicher, gröber gewebter Baumwollstoff hingegen dehnt sich ganz leicht. Das merkst du, wenn du den Stoff an den Webkanten nimmst und leicht ziehst. Dieses bisschen Elastizität trägt dazu bei, dass der Kürbis seine tolle Form bekommt, weil der Stoff an den richtigen Stellen nachgibt.

Kürbis in der Größe „Large“ aus Stoffen von „Spooky ’n Sweeter“ (Art Gallery Fabrics).

Wenn du noch nie Popeline in Händen gehalten hast und dir nichts darunter vorstellen kannst, dann denk an ein feines, dünnes Herrenhemd aus 100 % Baumwolle. So in etwa fühlt es sich an. Art Gallery Fabrics produziert viele Designerstoffe in sehr hochwertiger Popeline-Qualität, so wie die Halloween-Kollektion „Spooky ’n Sweeter“. Sie eignet sich hervorragend für Patchworkarbeiten, Kleidung oder Taschen, aber eben nicht für ausgestopfte Deko wie diesen Kürbis. Aber ich finde trotzdem, einen Versuch war’s wert. Außerdem habe ich wieder was dazugelernt.

Wenn du jetzt denkst, was will sie denn, so übel sieht der Kürbis doch gar nicht aus, sie ist viel zu kritisch, dann möchte ich antworten: Glaub mir, er ist wirklich keine Schönheit! Ich hab nur einfach unter den 30 Fotos, die ich davon gemacht habe, eins gefunden, auf dem er nicht ganz so schlimm aussieht. Aber keine Sorge, ich hab ihn trotzdem gern und er hat seinen Platz gefunden.

Übrigens: Ich würde ja total gerne wissen, wie du beim stillen Lesen dieses Blogbeitrags in deinem Kopf „Popeline“ ausgesprochen hast. Ich hab keine Ahnung, wie man es richtig ausspricht. Ich habe schon alle möglichen Varianten gehört und finde alle ziemlich lustig. Vielleicht sollte ich meine Freundin Tini {Sewing Tini} mal fragen, die mich ja auch schon in Sachen „Sewing“ auf den richtigen Pfad gebracht hat. Nachzulesen in meinem Beitrag: It’s not sew easy | Der Running-Gag

Andere schöne Nähideen für den Herbst:

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Herbst-Nähspaß mit Apfel & Birne aus Stoff

In letzter Zeit hab ich wirklich eine Glückssträhne. Man könnte sagen: Es läuft. Mit allen Nähprojekten, die ich mir ausgesucht und angepackt habe, bin ich total zufrieden. Besonders happy machen mich gerade Apfel und Birne nach dem Schnittmuster von Kim {Retro Mama}. Sie stehen als Herbstdeko in meinem Nähzimmer, und ich kann mich gar nicht sattsehen an den ausgestopften Früchten. Sie werden auf jeden Fall irgendwo einen festen Platz bekommen. Schließlich sind Apfel und Birne ja nicht nur zur Herbstzeit ein toller Hingucker.

Einfach mal probieren, könnte ja gut werden!

Außerdem erinnern sie mich daran, dass man sich auch an vermeintlich schwierige Projekte unbedingt herantrauen sollte. Nach dem Motto: „Einfach mal probieren, könnte ja gut werden!“ Nie im Leben hätte ich gedacht, dass die Formen so gut herauskommen. Ich bin echt positiv überrascht. Aber die Anleitungen von Retro Mama sind halt einfach auch verdammt gut und jeden Cent wert. Sie enthalten wertvolle Tipps, die ich bisher noch nicht kannte, obwohl ich schon viel Erfahrung im Nähen von Deko habe.

Für den Apfel habe ich Lieblingsstoffe von Lori Holt und ellis & higgs verwendet.

Schnittmuster & Anleitungen von Retro Mama

Ich kenne keine Anleitung zum Deko-Nähen, die so ausführlich und detailliert ist, wie die von Retro Mama. Anleitungen in Büchern und Zeitschriften sind ja meistens sehr knapp gehalten. Da bleibt man dann nach dem Nähen häufig frustriert zurück, weil das eigene Ergebnis bei weitem nicht so toll aussieht wie auf den Fotos. Schnell meint man, der Fehler läge bei einem selber, dass man einfach kein Talent oder Geschick für sowas hätte. Dabei muss es einem vielleicht nur mal jemand richtig erklären und ein paar Tricks verraten. Wenn du darüber nachdenkst, dir eine der Anleitungen zu kaufen, kann ich dir drei Tipps geben.

Für Stiel und Blatt habe ich Bastelfilz aus meiner Reste-Schublade benutzt. Auch das Sticken wird in der Anleitung erklärt.

Tipp 1: Übersetzungshilfe nutzen

Ich bekomme immer wieder zurückgemeldet, dass es vielen schwerfällt, englische Nähanleitungen zu verstehen. Es werden Näh-Vokabeln benutzt, die wir nie im Unterricht gehört haben, Ältere hatten gar kein Englisch in der Schule, und dann ist die Maßeinheit auch noch Inch und nicht Zentimeter. Oje!

Glücklicherweise gibt es mittlerweile sehr gute Übersetzungshilfen (z. B. Google Translate). Da kann man sich ganze Textbausteine mit einem Klick ins Deutsche übersetzen lassen. Die Übersetzung ist manchmal etwas holprig, aber wenn du schon Näh- und Patchworkerfahrung hast, kannst du verstehen oder erraten, was gemeint ist.

Wenn du mit Inch nicht zurechtkommst, kannst du einen Maßeinheiten-Umrechner nutzen. Das gibt’s als Handy-App oder kostenlos im Internet (z. B. hier). Damit kannst du Inch in Zentimeter umrechnen. Kommt dabei eine krumme Zahl heraus, rundest du halt ein bisschen auf oder ab. Bei Patchworkblöcken würde ich dir das nie empfehlen, weil sich da Ungenauigkeiten summieren, aber hier bei Apfel und Birne kannst du ruhig umrechnen.

Tipp 2: Genau lesen, um alle Informationen zu erhalten

Wichtig ist natürlich auch, die Anleitung richtig zu lesen. Manche Anleitungen kann man grob überfliegen, die Bilder anschauen und weiß schon, wie’s geht. Hier beim Apfel und bei der Birne solltest du wirklich alle Punkte genau lesen und beachten. Ansonsten entgehen dir wichtige Informationen. Ich verstehe englische Texte gut, aber ich habe trotzdem an manchen Stellen das Wörterbuch bzw. die Übersetzungs-Software bemüht. Hinterher war ich froh, noch mal ganz genau nachgeschaut zu haben.

Ohne Stiel ist meine Birne 11 cm hoch. Beim Apfel sind es etwa 9,5 cm.

Tipp 3: Zeit nehmen und in Ruhe nähen

Meiner Erfahrung nach werden Deko-Sachen dann richtig gut, wenn man sich Zeit dafür nimmt und alle Schritte sehr sorgfältig nacharbeitet. Es spielt z. B. eine große Rolle, ob man die Nahtzugabe genau einhält oder die Einzelteile nur grob zusammennäht.

Auch beim Ausstopfen macht es sich bezahlt, wenn man das ohne Hektik und Eile macht. Also nicht drei, vier große Watte-Klumpen hineinstopfen, weil man keine Geduld hat und schnell fertig werden will. Das führt zu keinem schönen Ergebnis. Stattdessen solltest du mit vielen kleinen Mini-Portiönchen die Form des Apfels oder der Birne nach und nach herausarbeiten.

Die Menschen sind verschieden. Ich persönlich habe viel Geduld und Ruhe für solche Näharbeiten. Mir macht das total viel Spaß, ich kann mich da richtig drin versenken und liebe deshalb auch das Handnähen sehr. Wenn es dir auch so geht, dann wirst du von Apfel & Birne bestimmt nicht enttäuscht sein. Ich bin jedenfalls begeistert und habe schon das nächste Projekt ins Auge gefasst: einen orangefarbenen Kürbis nach der Anleitung von Retro Mama.

Weiterführende Links:

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Herbst | Beutel mit gesticktem Ahornblatt

Kastanien, Walnüsse, bunte Blätter – Verwandelst du dich im Herbst auch in ein Eichhörnchen und hebst beim Spazierengehen gerne kleine Schätze auf, um sie mit nach Hause zu nehmen? Ich mache das total gerne und habe deshalb immer einen zusammengefalteten Beutel in der Jackentasche. Für den Fall, dass ich etwas Dekoratives oder Essbares finde.

Von Hand gesticktes Berg-Ahornblatt

Der langweilige Jutebeutel, den ich bisher benutzt habe, brauchte unbedingt ein Upgrade. Also habe ich einen neuen Beutel mit Tunnelzug genäht. Auf die Vorderseite des 26 x 30 cm großen Beutels habe ich von Hand ein schlichtes Berg-Ahornblatt gestickt.

Die Vorlage für das Ahornblatt hat mir die Natur selbst geschenkt. Ich habe beim Spazierengehen ein schönes Blatt gefunden, drei Tage zwischen Zeitungspapier und schweren Büchern getrocknet und dann als Schablone verwendet.

Mit einem Trickmarker habe ich den Umriss des Ahornblatts auf den Stoff gezeichnet und anschließend mit 4-fädigem Sticktwist und einfachen Rückstichen nachgestickt. Durch den Wechsel der Garnfarbe habe ich versucht, einen Farbverlauf anzudeuten. Ich bin absolute Anfängerin im Sticken und freue mich, dass das doch ganz gut gelungen ist. Mir gefällt’s.

Gesticktes Berg-Ahornblatt | Farblich inspiriert vom Herbstlaub des Essigbaums.

Den Beutel habe ich einlagig aus einem ungefärbten Baumwollstoff genäht. Dass er ohne einen Innenstoff auskommt und innen trotzdem keine offenen Stoffkanten hat, liegt an der Französischen Naht. Ein zweiter Vorteil der Franzöischen Naht ist, dass die Tasche sehr stabil ist, obwohl sie aus nur einem Stoff genäht ist. Wenn du mehr über diese Nähtechnik wissen möchtest, schau doch mal in meinen Blogpost: Wäschebeutel mit Französischer Naht. Da habe ich beschrieben, wie’s funktioniert.

Meine Herbst-Nähprojekte

So, das war nun das letzte Herbstprojekt für dieses Jahr. Es hatte mich aber auch wirklich gepackt! Angefangen mit den Deko-Pilzen und der Apfel-Tablethülle habe ich Untersetzer, eine Handytasche aus Cord und Körnerkissen genäht. Übrigens, es steht fest: Zum Körnerkissen mit Kammern wird es eine Nähanleitung von mir geben. Ich habe mich schon an die Arbeit gemacht.

Der Herbst war in den letzten Wochen eine große Inspiration für mich! Ich habe noch viele Ideen dazu und könnte immer noch weiternähen. Aber jetzt wird es doch langsam Zeit, mit den Weihnachtsprojekten zu beginnen, damit alles rechtzeitig fertig wird. Hast du schon angefangen, für Weihnachten zu nähen?

N a c h t r a g  –  O k t o b e r  2 0 2 1 :

Du suchst nach mehr Inspiration? Dann schau doch mal in meinen Blogbeitrag: Tipps | 12+ tolle Nähideen für den Herbst. Dort findest du viele schöne Projekte für den Herbst – ganz viel Deko, aber auch Kissen und Taschen sind dabei.

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Körnerkissen mit 4 oder 6 Kammern & einem Stoffbezug

Dieses Körnerkissen ist einer meiner Alltime Favorites! Eigentlich komisch, dass ich es noch nie hier im Blog vorgestellt habe, wo ich es doch schon so oft genäht und verschenkt habe. Vor vier Jahren bin ich mit dem Wärmekissen regelrecht in Serienproduktion gegangen. Ich glaube, zwölf Stück habe ich damals zu Weihnachten verschenkt – an Eltern, Großeltern, Schwester, Tanten und Onkels.

Körnerkissen mit 4 Kammern und Stoffbezug

Wichtig war mir, dass es ein Wärmekissen mit Kammern ist. Ich mag es nicht, wenn die Körner alle auf einen Haufen rutschen. Sie müssen schon gleichmäßig verteilt sein. Also habe ich mich hingesetzt und die Maße für ein 4-Kammer-Inlett samt passendem Bezug ausgetüftelt. Es hat ein paar Versuche gebraucht, bis ich mit allem zufrieden war. Der Hotelverschluss sollte nicht aufklaffen, aber das Inlett sollte auch bequem und schnell herausnehmbar sein.

Sie sehen aus wie Kaffeebohnen, es sind aber Traubenkerne. Auf dem rechten Bild siehst du den Hotelverschluss des Bezugs.

Für mein Großprojekt hatte ich mir damals hier einen 5-Kilo-Sack Traubenkerne in Bio-Qualität bestellt. Traubenkerne sind meine Lieblingsfüllung für Wärmekissen. Sie sind schön klein und anschmiegsam, bleiben nach dem Erhitzen lange warm und haben für mich einen angenehmen Geruch. Traubenkerne fallen bei der Weinproduktion als Abfall an und sind deshalb in großen Mengen günstig zu bekommen.

Körnerkissen XL mit 6 Kammern und herbstlichem Stoffbezug

Irgendwann fragte mich meine Mutter, ob ich das Wärmekissen nicht auch eine Nummer Größer nähen könnte. Kein Problem! Ich habe mein Schnittmuster einfach um ein paar Zentimeter verbreitert und zwei weitere Kammern hinzugefügt. Das Körnerkissen XL ist groß genug, damit man es sich quer über den ganzen Bauch legen kann.

Ich finde, ein Körnerkissen darf in keinem Haushalt fehlen. Bei Bauchweh oder fiesen Rückenschmerzen tut Wärme unheimlich gut. Manchmal nehme ich es auch einfach mit unter die Decke, wenn mir kalt ist. Es ist das perfekte Geschenk für alle Frostbeulen und Frierhutzel! Bei meiner Familie ist es jedenfalls super angekommen und wird gerne verwendet.

Wenn du findest, ich sollte zu meinen beiden Wärmekissen eine bebilderte Nähanleitung schreiben, lass es mich bitte wissen. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, es bisher aber immer wieder verworfen.

NACHTRAG —– Vielen Dank für eure begeisterten Kommentare! Ich freue mich sehr, das euch meine Körnerkissen so gut gefallen und werde nächste Woche mit der Nähanleitung anfangen. Ich denke, es sollte klappen, dass sie vor Weihnachten fertig wird.


PDF Nähanleitung – Jetzt erhältlich!

Ab sofort ist die Nähanleitung zum Wärmekissen in meinem Etsy-Shop erhältlich! Darin zeige ich Schritt für Schritt und anhand vieler anschaulicher Fotos, wie du ein Wärmekissen mit 4 oder 6 Kammern + passendem Stoffbezug nähst. Es ist ein tolles Nähprojekt, das sich sehr gut für Anfänger:innen eignet.

Die Anleitung beinhaltet zwei verschiedene Größen. Das kleine Wärmekissen ist ca. 17 x 27 cm groß. Es hat vier separat genähte Kammern, die mit insgesamt 360 g Traubenkernen gefüllt werden. Das große Wärmekissen ist ca. 22 x 40 cm groß. Es hat sechs separat genähte Kammern, die mit insgesamt 660 g Traubenkernen gefüllt werden. Natürlich kannst du auch anderes Füllmaterial verwenden. Beachte, dass du in dem Fall eventuell die Menge anpassen musst.

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Es ist Herbst! – Zeit für eine Handytasche aus Cord

Während hier und da schon die ersten Weihnachtsnähprojekte gezeigt werden, bin ich immer noch in Herbststimmung. Das mit dem „antizyklischen Nähen“ liegt mir offensichtlich überhaupt nicht. Im Winter schon für den Sommer nähen, im Frühjahr für den Herbst – so was kann ich nicht! Die Jahreszeiten selbst inspirieren mich doch und lassen mich kreativ werden. Im Moment ist es der Herbst, der zu mir spricht und gesagt hat: Du musst unbedingt eine Handytasche aus Cord nähen!

Dieser wunderschöne Feincord liegt seit vielen Jahren in meinem Regal. Er gehört zu den ersten Stoffen, die ich mir als Nähanfängerin gekauft habe. Seitdem hüte ich diesen Streichelstoff, der unfassbar weich ist und diese satte, tiefe Beerenfarbe hat. Es musste wohl erst der perfekte Partner kommen, damit ich ihn anschneide.

Der perfekte Partner ist ein Herbststoff aus der Serie „Spice Things Up“ von Dear Stella. Ich liebe diesen Stoff! Die Designerin heißt Jennifer Orkin Lewis, besser bekannt unter dem Künstlernamen August Wren. Wenn du sie noch nicht kennst, musst du dir unbedingt mal ihre Arbeiten anschauen. Es ist ein Geschenk, dass es Designs dieser tollen Künstlerin auch auf Stoff gibt!

Nähanleitung und Schnittmuster für diese Handytasche findest du in meinem Etsy-Shop. Ich habe mich hier für die Verschlusslösung mit Gummi und Knopf entschieden. Wobei der Apfel-Holzknopf auf der Vorderseite reine Zierde ist! Weil ich keinen Rundgummi in passender Farbe hatte, habe ich einfach einen goldgelben Haargummi genommen. Verschlossen wird die Tasche durch die Gummischlaufe, die sich auf der Rückseite um einen Herzknopf legt.

Die Handytasche ist ein richtiger Handschmeichler. Sie fühlt sich ganz samtig an. Richtig schön herbstlich. Ich habe sie hier in der mittleren Größe genäht. Wenn ich sie in der großen Größe genäht hätte, könnte ich sie auch als Stifte-Etui oder Krimskrams-Täschchen verwenden. Nun könnte man meinen: Jetzt ist sie aber fertig mit Herbst-Nähprojekten. Nee! Da kommt noch was. Was genau, das zeige ich beim nächsten Mal.

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Du hast noch Zeit und Lust zu stöbern? Schau doch mal hier:

Handytasche – Ein super Geschenk, ratzfatz genäht!
Tipps | Wo ich meine Stoffe kaufe – Teil 1
Herbstblatt – als Untersetzer oder Deko, beides schön!
#nähglück | Eine Apfeltasche fürs iPad

Herbstblatt – als Untersetzer oder Deko, beides schön!

Es gibt zwei Orte, an denen ich immer Ruhe und Entspannung finde: Draußen beim Spazierengehen, im Moment am liebsten durch den Herbstwald, und an meiner Nähmaschine. Beides lässt sich wunderbar miteinander verbinden. Der Herbst inspiriert doch zu so vielen schönen Nähprojekten!

Vor kurzem habe ich zwei Herbstblätter genäht. Ursprünglich wollte ich sie als Untersetzer verwenden, jetzt habe ich aber festgestellt, dass sie auch als Deko toll aussehen. Man kann sie aufhängen oder z. B. dekorativ ins Bücherregal stellen. Ein paar Kastanien oder Nüsse dazu, und fertig ist die Herbstdeko.

Die Idee dazu habe ich auf Pinterest entdeckt. Der Link führte mich zu den Quilted Leaf Potholders von Buttons & Butterflies. Leider sind Tutorial und Schnittmuster auf dem Blog nicht mehr erhältlich, auch die Weiterleitung zu Craftsy hat mich nicht weitergebracht. Aber da es mir sowieso nur um die Vorlage ging, war das nicht weiter schlimm. Ein Blatt selbst zu zeichnen, ist ja nun nicht besonders schwer.

Unerwartete Botschaft von der Nahtzugabe. Ein bisschen Aufmunterung kann man in dieser schwierigen Pandemie-Zeit gut gebrauchen.

Tipp: Genauso nähen wie den Herz-Untersetzer

Ein Tutorial brauchte ich nicht, denn ich wollte das Blatt genauso nähen wie mein Herz Mug Rug. Also ohne Einfassung, sondern rechts auf rechts genäht und gewendet. Das gefällt mir persönlich besser als eingerahmt mit Schrägband. Wenn du gerne wissen möchtest, wie’s gemacht wird, schau dir unbedingt meinen Blogartikel an: Nähanleitung | Herz-Untersetzer zum Muttertag. Dort kannst du dir abschauen, wie ich diese Herbstblätter genäht habe.

Die Blattstruktur entsteht durch zickzackförmig angeordnete Stoffstreifen. Hier musste ich nicht lange überlegen, sondern habe einfach das Schnittmuster für mein Herringbone-Kissen verwendet. Kennst du schon die Nähanleitung, die ich dazu geschrieben habe? Du findest sie in meinem Etsy-Shop.

Beim Zuschnitt habe ich mich am 30 x 50 cm großen Herringbone-Kissen orientiert. Ohne zu messen und zu rechnen, habe ich einfach zwei Blöcke zusammengenäht, genauso als ob ich ein Kissen nähen wollte. Für meine etwa A4-große Blatt-Vorlage war das im Endeffekt sogar ein Tick zu groß. Aber den Verschnitt links und rechts habe ich gerne in Kauf genommen. Für die toll gestreiften „Leftovers“ fällt mir bestimmt noch was Schönes ein.

Gequiltet habe ich wie beim Herz Mug Rug, also vor dem Zusammennähen von Vorderseite und Rückseite. Aber diesmal in unregelmäßigen Abständen, knappkantig neben den Nähten. Die Garnfarbe habe ich farblich passend zu den jeweiligen Stoffen ausgesucht. Die Quiltnähte sollten möglichst unauffällig sein, damit die Herbststoffe schön zur Geltung kommen können und deren Muster nicht gestört werden.

Ich bin begeistert von meinen Herbstblättern und kann mir durchaus vorstellen, weitere zu nähen und zu verschenken. Man kann prima Stoffreste loswerden und sich obendrein im Patchworken und Quilten üben. Gerade für Patchworkanfänger/innen ist das ein tolles, kleines Nähprojekt.

Du suchst nach Nähideen für den Herbst?

Dann schau doch mal in meinen Blogbeitrag: Tipps | 12+ tolle Nähideen für den Herbst. Dort findest du viele schöne Projekte – ganz viel Deko, aber auch Kissen und Taschen sind dabei.

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Herbstzauber | Selbst genähte Pilze als Deko

Früher fand ich den Herbst ganz schön, heute liebe ich ihn! Seit drei Jahren, also seit die Sommer so extrem heiß sind und gefühlt ewig dauern, sehne ich den Herbst herbei. Schon im Juli denke ich daran, wie schön es sein wird, wenn man bei kühler Morgenluft im kuscheligen Hoodie spazieren gehen kann, wenn die Eicheln unter den Schuhen knacken und die Kastanien von den Bäumen fallen. Ich denke an buntes Herbstlaub, das in der Sonne leuchtet, an leckere Kürbissuppe, Zwiebelkuchen mit Federweißer, frisch gepressten Apfelsaft und an Stieglitze, die in unseren Garten kommen, um Samen zu knabbern.

Diese schöne Jahreszeit bietet auch nähtechnisch viel Inspiration. Man kann zum Beispiel Pilze aus Stoff nähen. Ich weiß nicht, wie lange ich Pilze schon auf meiner Wunschliste stehen habe. Jetzt freue ich mich, dass ich mir endlich mal die Zeit dafür genommen habe. Bei der Suche nach einem Schnittmuster bin ich im Netz leider nicht fündig geworden. Es gibt zwar schon einige kostenlose Anleitungen, aber die, auf die ich gestoßen bin, haben mich nicht so recht überzeugt.

Dann habe ich mich aber an ein Buch erinnert, das ich mal für kleines Geld auf einem Flohmarkt gekauft habe: Dekoträume – Liebevoll Genähtes für zu Hause von Heike Roland und Stefanie Thomas, erschienen 2007 im Frechverlag. Ich glaube, ich hatte es damals hauptsächlich wegen der niedlichen Pilze auf dem Cover gekauft. Gut, dass mir das wieder eingefallen ist. Zwei kleine und zwei große Pilze habe ich nach der Anleitung in diesem Buch genäht, jeweils in Braun und in Rot.

HINWEIS: Ich habe eine E-Mail von einer Nähanfängerin bekommen, die sich das Buch gekauft hat und mit der Anleitung leider gar nicht zurechtgekommen ist. Damit es keine Enttäuschung gibt, möchte ich darauf hinweisen, dass das Buch keine ausführliche Bilderanleitung enthält, sondern nur einen sehr knappen Text.

Der große Pilz ist 16 cm hoch. Der kleine Pilz ist 12 cm hoch.

Das Besondere am Schnittmuster ist, dass die Pilzhut-Oberseite und -Unterseite jeweils aus vier Teilen genäht werden. Auch der Pilzfuß wird aus Vierteln zusammengenäht, anschließend wird unten ein runder Boden eingesetzt. Bei den kleinen Pilzen ist das ziemlich fummelig. Eine ordentliche Portion Geduld sollte man da schon mitbringen. Bei der Wendeöffnung und beim Zusammenfügen von Pilzfuß und Hut muss außerdem mit der Hand genäht werden. Ich habe dafür den Matratzenstich verwendet, wie du hier bei Instagram sehen kannst. Wem das Annähen des Pilzhutes zu aufwendig ist, der kann natürlich auch zum Kleber greifen.

Mein erster Pilz war der große, rote Fliegenpilz mit den aufgenähten Knöpfen. Hier habe ich mich eng an die Vorlage im Buch gehalten. Das Annähen der Knöpfe hat mindestens so lange gedauert wie das Nähen und Ausstopfen des ganzen Pilzes. Echte Fleißarbeit! Die nächsten habe ich dann lieber aus gemusterten Stoffen genäht, ohne Knöpfe, was mir eigentlich auch besser gefällt.

Je nachdem, wie stark du den Pilzhut ausstopft, kannst du ihm eine runde, eher spitze oder flache Form geben. Das gefällt mir, denn die Pilze im Wald sehen ja auch nicht alle gleich aus. Den Pilzfuß habe ich, wie im Buch empfohlen, zum Beschweren mit Granulat gefüllt und dann mit Füllwatte ausgestopft. Das kleine Päckchen Granulat liegt hier seit Jahren in der Schublade. Heute würde ich es nicht mehr kaufen, sondern stattdessen einfach Reiskörner nehmen.

Ich bin jedenfalls begeistert von meinen Pilzen. Zwei haben im Wohnzimmer ihren Platz gefunden, zwei stehen auf der Fensterbank in meinem Nähzimmer. Jetzt habe ich große Lust, weitere Herbst-Sachen zu nähen. Mal gucken, was ich als nächstes hier im Blog präsentieren kann.

N a c h t r a g  –  O k t o b e r   2 0 2 1 :

Schau mal, hier habe ich alle meine Ideen zusammengetragen: Tipps | 12+ tolle Nähideen für den Herbst. In diesem Blogbeitrag findest du viele schöne Projekte für den Herbst – ganz viel Deko, aber auch Kissen und Taschen sind dabei. Und natürlich dürfen auch die Pilze nicht fehlen.

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Tasche „Shine Bright“ mit Fuchs und Oktobersonne

Das kommt davon, wenn man den Juli-Block von 6 Köpfe – 12 Blöcke erst im Oktober näht: Er wird zum Herbst-Projekt. Obwohl das sonst nicht meine bevorzugte Farbpalette ist, hat es mich diesmal magisch zu Gelb- und Orange-Tönen, Braun und Rot gezogen. Ich habe die warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage eingefangen und in eine Tasche gepackt.

Shine Bright Tasche

Der 10 x 10  Inch große Quiltblock heißt „Shine Bright“. Er besteht aus vier Teilen, die zu einem Quadrat zusammengesetzt werden. Genäht werden die Viertel mit Foundation Paper Piecing, also auf Papier. Falls du solche Projekte bisher im Stillen bewundert, aber dich selbst noch nicht rangetraut hast, kann ich dir nur Mut machen: Probier’s einfach mal aus! Gesine {Allie & Me} erklärt in ihrem Tutorial Schritt für Schritt und sehr anfängerfreundlich, wie’s geht.

Es ist nicht schwer und macht viel Spaß. Wichtig ist, dass du dich am Anfang nicht überforderst. Such dir kein Meisterklasse-Projekt mit was weiß ich wie vielen Mini-Einzelteilen aus, sondern beginne mit etwas Einfachem. Der Shine Bright Block eignet sich perfekt, um erste Erfahrungen mit FPP zu machen.

Beim diesjährigen Quilt-Along nähe ich ja keine Decke, sondern mache aus jedem Monatsblock ein eigenes Projekt. Diesmal habe ich mich für eine Tragetasche entschieden. Rundherum habe ich schmale Streifen an den Block angenäht, um auf eine Taschengröße von 31 x 36 cm zu kommen. Genau richtig für einen kleinen Einkauf auf dem Herbstmarkt! Vielleicht nehme ich sie aber auch beim nächsten Spaziergang mit; dann habe ich genau die richtige Tasche für gesammelte Kastanien oder Walnüsse.

Shine Bright Tasche

Fazit: Mir hat der Shine Bright Block, dank der tollen Anleitung von Gesine, sehr viel Spaß gemacht, und ich freue mich über mein neues Herbst-Täschchen.

Links & Tipps: