Schlagwort: Patchwork

Shopping auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Während wir mal wieder auf einen neuen Hitzerekord zusteuern, blicke ich noch einmal auf die Nadelwelt zurück, die an deutlich kühleren Tagen stattfand. Was für ein Glück, dass es am Messe-Wochenende im Mai nicht so heiß war! Bei 38 Grad wäre ich garantiert nicht nach Karlsruhe gefahren. Und das wäre doch sehr schade gewesen.

In meinem letzten Blogpost habe ich ja schon von den Textilausstellungen auf der Nadelwelt erzählt, die mich sehr begeistert haben. Wenn du den Bericht darüber noch nicht kennst, kannst du ihn hier lesen: Textilausstellungen auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Heute nehme ich dich mit auf einen Foto-Rundgang durch die Messehalle, zeige dir ein paar Stände und natürlich jede Menge Stoffe. 😀 Vielleicht hast du Lust, mit deinen Augen ein bisschen zu stöbern und Inspiration zu sammeln.

Messehalle mit Ständen und Besuchern auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Nadelwelt Karlsruhe, 15. Mai 2026

Falls du noch nie auf der Nadelwelt warst: Die Messe ist nicht so groß, wie du vielleicht vermutest. Die rund 120 Aussteller passen leicht und locker in eine einzige Halle, in der sogar noch ein großer Teil dem Catering und Bühnenprogramm vorbehalten ist. Alle, mit denen ich gesprochen habe, hatten den Eindruck, dass die Nadelwelt früher größer war. Ich meine auch, dass es früher (vor Corona) mehr Verkaufsstände gab.

Stand mit bunten Stoffen auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2016

Stand mit hochwertigen Designerstoffen. Hier macht das Stöbern Spaß!

Mein Eindruck war auch, dass die Verkaufsstände mit hochwertigen Patchworkstoffen seit meinem letzten Besuch 2019 deutlich abgenommen haben. Sehr schade! Für billige Meterware und Grabbeltische kann ich nämlich auch zum Stoffmarkt fahren. Dafür muss ich keine Tagesreise nach Karlsruhe unternehmen.

Der Stand von "Quilt Cabin" mit bunten Stoffen und Quilten auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Quilt Cabin

Umso erfreulicher, wenigstens ein paar bekannte und von mir geschätzte Patchworkgeschäfte auf der Nadelwelt zu entdecken. Dazu zählte Quilt Cabin, die ich in meinem Blogpost übers Stoffe-Kaufen bereits empfohlen habe.

Der Stand von "Quilt Cabin" mit bunten Stoffen und Quilten auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Quilt Cabin

Bei Quilt Cabin habe ich mich dann auch am längsten aufgehalten und musste mich am meisten zusammenreißen, meinem Vorsatz, nicht zu viel einzukaufen, treu zu bleiben. 😀

Der Stand von "Quilt Cabin" mit bunten Stoffen und Quilten auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Quilt Cabin. Beratung wie im Stoffladen.

Allein schon die wunderschönen, modernen Quilts, mit denen der Verkaufsstand geschmückt war! Pure Inspiration! ♥ Auch Grit’s Life hatte neben hochwertigen Patchworkstoffen beeindruckende Quilts dabei, wie du hier sehen kannst:

Der Stand von "Grit's Life" mit bunten Stoffen und Quilten auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Grit’s Life

Ein Augenschmaus auch der Quilt, der am Stand von Handi Quilter ganz lässig als Deko über einem Stuhl lag! Wer sich für eine neue Nähmaschine interessierte, konnte sich am Verkaufsstand des ortsansässigen Nähzentrums Senci beraten lassen und z. B. an Bernina-Nähmaschinen ein paar Probestiche machen.

Auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026: Links Quilt am Stand von Handi Quilter. Rechts zwei Frauen, die am Stand von Nähzentrum Senci vor Bernina-Nähmaschinen sitzen.

Stand von Handi Quilter (links) / Stand von Nähzentrum Senci (rechts)

Auch patch-yard war mit einem Stand vor Ort, was mich sehr gefreut hat. Seit fast 30 Jahren importieren und verkaufen Anke Wechsung und ihr Mann online Patchworkstoffe und Zubehör. Ich würde vermuten, dass sie damit zu den ältesten Online-Shops für Patchwork in Deutschland gehören. Ein Ladengeschäft haben die beiden nicht. Dass man mal live in ihrem Sortiment stöbern und sich persönlich beraten lassen konnte, diese Gelegenheit haben viele Nadelwelt-Besucherinnen gerne genutzt.

Stand von "patch-yard" auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von patch-yard

Wer dem Patchwork & Quilten schon länger verfallen ist, kennt wahrscheinlich auch Niemanns-Land. Saskia Niemann bietet in ihrem Quiltshop alles rund ums Patchworken an: Stoffe, Vliese, Speziallineale, Anleitungen, Precuts und noch mehr. An ihrem Stand auf der Nadelwelt konnte man nicht nur einkaufen, sondern auch Kärtchen mit „Musterideen“ mitnehmen.

Stand von "Quiltshop Niemanns-Land" auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Niemanns-Land Quiltshop

Aber nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht: Die Nadelwelt richtet sich nicht nur an Patchworkleute! Auch Taschennäherinnen kommen auf ihre Kosten. 😀 Am Verkaufsstand von Nähideen mit Herz z. B. waren superschöne Taschen ausgestellt. Zu jeder Mustertasche konnte man eine Materialpackung kaufen, in der alles enthalten war, was man zum Nähen der Tasche brauchte, inklusive Anleitung. Bequemer geht’s nicht, würde ich sagen.

Verkaufsstände auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand mit EPP-Zubehör (links) / Stand von Nähideen mit Herz (rechts)

Als eine, die ab und zu gerne mal Hexies mit der Hand näht, ist mir auch der kleine Stand mit den vielen Schablonen für English Paper Piecing aufgefallen. Leider habe ich mir den Namen der Ausstellerin nicht gemerkt. Auch wenn ich keinen Bedarf an solchen Spezialschablonen habe, kann ich mir vorstellen, dass der Stand durchaus sein Publikum auf der Nadelwelt fand.

Stand auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Ideen aus Stoff

Die Geschmäcker sind verschieden, und das ist auch gut so! Bei Ideen aus Stoff kamen Liebhaberinnen von Rosen- und Blümchenstoffen, Punkten und Karo auf ihre Kosten. Ich kann diesem Landhausstil ja durchaus auch etwas abgewinnen. 🙂

Stand "Caro's Atelier" auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Caro’s Atelier

Eine bunte Farbpalette wie am Stand von Caro’s Atelier zieht mich immer magisch an. Die Niederländerin verkauft Materialpackungen für Häkelpuppen. Echt witzig, was man alles häkeln kann (wenn man’s kann): Meerjungfrau, Feuerwehrmann, Marienkäfer, Brautpaar… Das hab‘ ich mir alles sehr gerne angeschaut, aber gekauft habe ich dann doch lieber Stoffe. 😉

Stoffeinkauf auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Heiß begehrt auf der Messe: Stoffe von Ruby Star Society (links) / Mein kleiner Einkauf (rechts). Die schöne Postkarte habe ich am Stand der Rhein MQG mitgenommen.

Meine Stoffbeute 

In mein Körbchen gewandert sind zwei geblümte Tilda-Stoffe, ein älteres Stoffschätzchen von Sarah Jane (Kollektion „Lola Dutch“), schwarze Stoffe von Figo und Free Spirit (ja, untypisch für mich, aber ich möchte da mal was ausprobieren) und natürlich ein paar Ruby-Star-Society-Stoffe.

Stoffe von Ruby Star Society sind ja gerade der absolut „heiße Scheiß“ und waren auch auf der Nadelwelt sehr begehrt. Ich bin auch auf den Geschmack gekommen und habe mir deshalb drei Fat Quarter und ein Päckchen mit 2,5 Inch breiten Low Volumes gegönnt. Insgesamt bin ich aber recht brav geblieben. 😉

Hallo, wir kennen uns doch, oder? 

Natürlich besteht der Reiz einer Messe wie der Nadelwelt auch darin, dass man dort viele Leute treffen kann. Bloggerfreunde wie in meinem Fall die liebe Sewing Tini (Instagram: @sewingtini) und auch Online-Bekannte, die man schon ewig kennt, aber noch nie in echt getroffen hat. Und dann schau ich mir ja auch unheimlich gern die selbst genähte Kleidung und Taschen der anderen Besucherinnen an.

„Wow, kuck dir mal diese tolle Quiltjacke an!“, flüsterte ich begeistert Tini zu. „Du, ich glaub, ich kenn‘ sie, über Insta!“, sagte Tini lachend und tippte der Jackenträgerin vorsichtig an die Schulter. Und es stellte sich heraus, es ist Gabi (Instagram: @gabi_crea_tive), die Tini sofort zurückerkannte. Und schon waren wir drei im Gespräch miteinander.

Auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Tula-Outfit von Gabi, die als @gabi_crea_tive auf Instagram zu finden ist.

Gabis Outfit bestand komplett aus Tula-Pink-Stoffen! 😀 So toll! Nicht nur die Jacke, sondern auch ihre grüngelbe Umhängetasche, ihre große Tragetasche und ihre Sneaker hat sie aus Tula-Stoffen genäht. Gabi hat mir nachträglich noch ein Foto geschickt, auf dem sie komplett und von vorne zu sehen ist und das ich freundlicherweise veröffentlichen darf. Schau mal hier, wie genial:

Nadelwelt Karlsruhe 2026

Tula-Outfit von Gabi (links) / Eingang zur Nadelwelt (rechts)

Gerade diese kleinen, herzlichen Begegnungen mit eigentlich fremden Menschen, mit denen man aber über die Liebe zu Stoffen, zum Nähen & Patchworken verbunden ist, machen viel Spaß und sind für mich sehr inspirierend. Dank Sewing Tini ♥, die gefühlt Gott und die Welt (und sehr viele „Nähgängster“) kennt, hatte ich an diesem Tag mehrmals das Vergnügen solcher kleinen Begegnungen und netten Gespräche.

Fazit

Ich fand’s sehr schön, nach all den Jahren mal wieder die Nadelwelt zu besuchen. Mir hat’s Spaß gemacht, für mich hat es sich gelohnt. 😀 Allerdings fahre ich nicht nur zum Shoppen hin, sondern auch wegen der Textilausstellungen, um zu gucken, herumzustromern, Inspiration zu sammeln, zu quatschen und einen schönen, interessanten Tag zu haben. Es ist dieses Gesamtpaket, das die Nadelwelt für mich ausmacht.

Kritik an der Organisation

Aber ich hab‘ auch was zu meckern! Meine Kritik betrifft den Shuttle-Bus, der vom Hauptbahnhof zum Messegelände fährt. Es ist toll, dass es diesen kostenlosen Service gibt, aber der Bus fährt zu selten oder es müssten zu Stoßzeiten mehr Busse eingesetzt werden. Als ich um 10 Uhr an der Bushaltestelle ankam, warteten dort schon hunderte Frauen. Es war klar, dass wir nie im Leben alle in den Bus passen würden.

Die 20-minütige Fahrt im hoffnungslos überfüllten Ziehharmonika-Linienbus, dicht gedrängt wie in der Sardinenbüchse, war eine Zumutung! Besonders für ältere Frauen, die mit Gehhilfen unterwegs waren.

Wenn Messebetreiber und die Stadt Karlsruhe möchten, dass Besucher mit Bus und Bahn anreisen (und das möchten sie eigentlich immer), dann müssen sie auch für einen sicheren und menschenwürdigen Shuttle-Service sorgen. Ich finde, das sollte bei einem Eintrittspreis von 16 Euro schon drin sein.

Und du?

Warst du dieses Jahr auf der Nadelwelt? Hat es sich für dich gelohnt? Wie waren deine Eindrücke? Das würde mich sehr interessieren. Hinterlass mir gerne einen Kommentar. 🙂

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Hinweis: Diesen Bericht habe ich aus freien Stücken, unbeeinflusst und ohne Bezahlung oder sonstige Gegenleistung geschrieben. Der Text gibt meine subjektive Meinung als Besucherin der Nadelwelt wieder.

Sew Together Bag – Auffrischung des Kleinen Taschendiploms

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10 Jahre sind seit meiner letzten Sew Together Bag vergangen. Es wurde Zeit für eine Auffrischung! So ein erworbenes Taschendiplom ist ja auch nicht ewig gültig. 😉 Aber kann ich’s noch? Wie ging das noch mal? Ich muss zugeben, dass ich nicht von alleine auf die Idee gekommen bin, eine Sew Together Bag zu nähen.

Geöffnete Sew Together Bag, genäht aus bunten Stoffen und mit rotem, grünem und türkisfarbenem Reißverschluss

Die liebe Uschi aus unserem Handarbeitstreff hat dazu angeregt. Obwohl sie noch nie ein Inch-Lineal in der Hand hatte, keine Erfahrung mit englischen Nähanleitungen, und durchaus etwas eingeschüchtert von dem aufwendigen Projekt war, wollte sie unbedingt diesen Taschenschnitt nähen. So viel Wagemut und Willen bewundere ich sehr. Das muss auf jeden Fall unterstützt werden.

Jeder in seinem Tempo!

Zwei andere Teilnehmerinnen des Handarbeitstreffs waren ebenfalls begeistert von der Idee, und so starteten wir Anfang des Jahres zu viert mit unserem kleinen Sew-Along. Nachdem sich alle die englische Anleitung von Sew Demented* (Affiliate-Link) gekauft hatten, ging es los. Und was soll ich sagen, die anderen drei haben die Aufgabe bravourös gemeistert und tolle Taschen genäht, und ich bin mal wieder die letzte, die fertig geworden ist. Zum Glück spielt Zeit beim „Kleinen Taschendiplom“ keine Rolle. Auch Nähschnecken oder gemütliche Esel dürfen mitmachen.

Halbgeöffnete Sew Together Bag aus grünen, pinken und weißen Stoffen, im Zentrum ein gezeichneter Esel mit gestreifter Decke auf dem Rücken

Ich hab’s mir allerdings auch ein bisschen schwer gemacht. Warum nur 10 Entscheidungen treffen, wenn man auch mit 500 Spaß haben kann? Haha! Allein die Zeit, die dafür draufging, mich für Bindingstoff zu entscheiden, man darf es keinem erzählen! Erst gestern habe ich in einem Podcast gehört, dass schnelle Entscheidungen aus dem Bauch heraus oft die besseren sind. Ja, da könnte was dran sein. An dem Thema „Overthinking“ habe ich auf jeden Fall noch zu arbeiten.

Aber das Ergebnis finde ich sehr schön. Ich wollte gerne mal andere Materialien und Techniken als bei meiner ersten Sew Together Bag ausprobieren, und sie sollte auch richtig schön bunt werden. Das ist auf jeden Fall gelungen. Besonders das Innenleben lacht mir beim Öffnen fröhlich entgegen.

Geöffnete, kunterbunte Sew Together Bag

Vliese und Quilting

Die drei Innentaschen mit Reißverschluss und die Seitenteile habe ich mit Volumenvlies H630 gefüttert. Für das Außenteil habe ich ein Reststück „Warm & White“ als Verstärkung genommen. Die Stoffe habe ich mit der Maschine zusammengenäht und dann mit Handstichen auf dem Baumwollvlies befestigt. Das war ausnahmsweise mal eine spontane Idee, über die ich nicht lange nachgedacht habe. Wollte ich schon immer mal ausprobieren.

Sew Together Bag mit Handquilting

Ob mich das Handquilting so richtig überzeugt, weiß ich nicht. Einerseits gefällt es mir, weil das Nähen Spaß gemacht hat und sich die Tasche so schön weich anfühlt. Das ist echt der Wahnsinn! Da fragt man sich, wie traumhaft sich erst eine handgequiltete Decke anfühlen muss. Andererseits drängt sich das naturweiße Garn optisch sehr hervor. Auch die wellige, knautschige Oberfläche lenkt mir zu sehr von den schönen Stoffmotiven ab. Auf diesem Foto siehst du vielleicht, was ich meine:

Sew Together Bag aus roten, grünen und weißen Stoffen mit vielen Motiven.

Weil ich kein richtiges Handquiltgarn hatte, habe ich einfach drei Fäden Stickgarn genommen. Das war vielleicht auch nicht die beste Idee. Warm & White würde ich beim nächsten Mal jedenfalls nicht mehr nehmen, denn ganz eindeutig zieht man beim Handnähen kleine Baumwollfussel auf die Außenseite. Das finde ich nicht so hübsch. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, denn ich habe was Neues ausprobiert und dazugelernt. Und so schlimm sieht’s ja jetzt auch nicht aus.

Halbgeöffnete Sew Together Bag

Ich liebe diese Sew Together Bag allein schon wegen der vielen Lieblingsstoffe, die ich verwendet habe: Stoffschätze wie der Zeitung lesende Frosch von Heather Ross, Reststücke aus der genialen Stoffserie „Five and Dime“ von Heidi Staples, der grüne Kirschstoff von Lori Holt und die Fahrradfahrerin im Sommerkleid. Wenn ich diese bunte Stiftetasche in die Hand nehme und öffne, stimmt sie mich fröhlich und macht mir direkt gute Laune. Was will man mehr?

Sew Together Bag aus grünen Motivstoffen

Hast du das „Kleine Taschendiplom“ schon erworben? Oder ist dir das eine Nummer zu groß? Ich finde, die Sew Together Bag ist und bleibt einer der genialsten und schönsten Krimskrams-Taschen. Sich da heranzuwagen, lohnt sich wirklich. Und es muss ja gar nicht so aufwendig sein wie bei mir. 😉

Yay, wir haben’s geschafft! – Gemeinschaftsprojekt „Sew Together Bag“

Bei unserem Handarbeitstreff (organisiert vom DRK-Ortsverein) sind wir Näherinnen in der Minderheit. Die meisten Frauen häkeln oder stricken. Umso schöner, dass wir als kleine Nähgruppe dieses Taschenprojekt zusammen gemeistert haben. Das hat wirklich Spaß gemacht! 😀

Gruppenbild von 5 selbstgenähten Sew Together Bags

Ganz vorne mit Home-Aufnäher siehst du die Sew Together Bag von Uschi. Links dahinter aus dem tollen lila Tula-Katzenstoff die Sew Together Bag von Diana. Und dahinter mit Anhängern am Reißverschluss die Tasche von Silvia. Rechts meine alte und neue STB.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was machen wir als nächstes? 😀

Links & Tipps

  • Kennst du den Blog „G’macht in Oberbayern“? Marlies hat in einer 5-teiligen Blogserie mit vielen Fotos und auf Deutsch beschrieben, wie die Sew Together Bag genäht wird. Das war und ist eine riesengroße Hilfe! Danke, Marlies, dass dein German Sew Together Sew Along nach 11 Jahren immer noch online ist! ♥
  • Wenn du wissen möchtest, wie ich 2016 meine erste Sew Together Bag genäht habe, empfehle ich dir meinen alten Blogpost: Making-of & Tipps | Meine frühlingsgrüne Sew Together Bag

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* Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Sie führen dich zu Partner-Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Mehr Infos findest du hier: Was sind Affiliate-Links?

Nadelkissen aus Stoffresten & Überbleibseln

Gehörst du auch zu den Leuten, die keine Stoffreste wegwerfen können? Gerade wenn man Patchwork macht, kann man ja selbst Ministückchen noch gebrauchen. Auch Überbleibsel von Nähprojekten kann ich einfach nicht in die Tonne werfen. Und so sammeln sich in meiner Schublade fortdauernd „Leftovers“ an: übriggebliebene Patchworkblöcke und -elemente und jede Menge Probegenähtes für meine Tutorials und E-Books. Ein reicher Fundus, um sich kreativ auszutoben und daraus ein paar Nadelkissen zu zaubern.

Improv Patchwork: Nadelkissen aus grauem Leinenstoff mit bunten Quadraten und aufgenähtem Herz-Holzknopf.

Improv Patchwork

Eine Inspirationsquelle und großes Vorbild in Sachen Stoffresteverwertung ist für mich Amanda Jean Nyberg, besser bekannt als Crazy Mom Quilts. Wenn du auf ihrem Blog „pin cushion“ in die Suchmaske eingibst, bekommst du ganz viele, tolle Nadelkissen ausgespuckt. Die Idee, bunte Quadrate zu Streifen zusammenzunähen und Improv Patchwork zu machen, habe ich mir direkt bei Amanda abgeguckt. Die Quadrate habe ich exakt zugeschnitten (1.25″ x 1.25″). Den Rest habe ich ohne Messen, frei Schnauze improvisiert. Das Nadelkissen ist 4 x 4 Inch groß.

English Paper Piecing

Zu den Überbleibseln in meiner Schublade gehören auch zusammengenähte Hexies. Rechts eine Hexie-Blume, die ich für ein Tutorial meiner English-Paper-Piecing-Serie genäht habe. Links Hexies mit 1 Inch Kantenlänge, die eine halbe Ewigkeit auf ihre Bestimmung gewartet haben.

Zwei Nadelkissen, genäht mit English Paper Piecing. Links zusammengenähte Hexagone in den Farben Grün, Orange und Rot. Rechts eine Hexie-Blume, die auf einen blauen Hintergrundstoff appliziert wurde in den Farben Grün, Rot, Pink und Türkis.

Schwierig, bei diesem trüben Winterwetter gescheite Fotos zu machen. In Wirklichkeit sind die Stoffe viel strahlender.

Fussy Cutting

Seit Monaten knöpfe ich mir regelmäßig meine Stoffreste vor und schneide daraus Quadrate und Streifen. Ich habe festgestellt, dass ich eher etwas damit mache, wenn die Reste zugeschnitten sind. Die Streifen schneide ich 1.5 Inch, 2 Inch oder 2.5 Inch breit zu. Bei den Quadraten schaue ich, was der Rest hergibt, strebe aber auch hier Einheitlichkeit an. Natürlich achte ich auch auf das Motiv, denn Fussy Cutting macht ja besonders viel Spaß!


Half Square Triangles

Ich wette, du hast genau wie ich einen großen Stapel Half Square Triangles in der Schublade liegen – zumindest, wenn du Patchwork machst. Oder täusche ich mich da? Sie sind Bestandteil vieler klassischer Quiltblöcke und bleiben gerne mal übrig. Perfekt, um kreativ damit zu spielen und sie zu neuen Mustern zusammenzusetzen. Hier ein modernes, reduziertes Design:

Applikationen

Wenn du mal eine Nähflaute hast (und das bedauerst), kann ich dir empfehlen, ein paar Nadelkissen zu nähen. Klein, überschaubar, schnell gemacht – Ich war einen Nachmittag lang komplett im kreativen Flow mit meinen Nadelkissen. 😀 Die Ideen sind nur so gesprudelt, und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, sie alle umzusetzen. Gerade weil ich dabei auch Überbleibseln wie der Herz-Applikation neues Leben einhauchen konnte (übrig von meiner Anleitung Zuziehbeutel).

So, und was macht man nun mit all den Nadelkissen?

Ich verschenke sie. Zum Beispiel an handarbeitsbegeisterte Frauen, mit denen ich mich einmal im Monat zum gemeinsamen Austausch treffe. Darunter sind auch Katzenfans. Weshalb das Katzen-Nadelkissen als erstes eine neue Besitzerin gefunden hat. 😀

Links & Tipps:

  • Amanda Jean Nyberg hat zwei Patchworkbücher veröffentlicht, in denen es um Stoffresteverwertung geht. In beiden blättere ich sehr gerne: „Sunday Morning Quilts“ (erschienen 2012) und „No Scrap Left Behind“ (erschienen 2017)
  • Ein Buch, das ich auch sehr mag, weil’s mich inspiriert, ist „Pin Pals“ von Carrie Nelson (erschienen 2018). Darin enthalten sind 40 Anleitungen für Nadelkissen, die man sich teilweise auch als große Kissen vorstellen und entsprechend abwandeln kann.
  • Auch früher schon habe ich Nadelkissen genäht und im Blog gezeigt. Wenn du noch mehr Inspiration suchst, schau mal hier: Klein, aber fein! – Nadelkissen mit Pilz oder Churn Dash Nadelkissen (Mini-Tutorial).

Fliegenpilz – Eine zauberhafte Nähidee für den Herbst

Wer jetzt im Herbst mit offenen Augen durch die Natur geht, entdeckt überall Pilze oder, wie man auf Schwedisch sagt, Svampar. In unserem Urlaub haben wir sehr viele im Wald und am Wegesrand gesehen. Besonders häufig ist uns der Fliegenpilz begegnet, den ich immer wieder bestaunt und fotografiert habe. Wir alle wissen, dass er extrem giftig ist. Essen darf man ihn nicht, aber nähen. 😉 Und das macht total viel Spaß!

FPP-Patchworkblock "Forest Floor" - Fliegenpilz im grünen Wald

Es ist nicht mein erster genähter Fliegenpilz. Vor einiger Zeit habe ich mich schon mal an der Nähmaschine mit Pilzen ausgetobt. Dabei sind ausgestopfte Deko-Pilze entstanden und ein Fliegenpilz-Nadelkissen.

Drei genähte Fliegenpilze

Es gibt allerdings einen Pilz, um den ich schon lange herumschleiche: Forest Floor von Lillyella. Davon habe ich schon viele großartige Beispiele im Internet gesehen. Inspiriert von meinem Schweden-Urlaub war ich nun bereit für diesen wunderschönen Waldpilz, der mit der Nähmaschine auf Papier genäht wird (Foundation Paper Piecing).

Ich bin kein Profi im FPP und muss mich dabei immer sehr konzentrieren, aber einfache Motive bekomme ich hin. Der Waldpilz ist so ein einfaches Motiv. Er besteht aus verhältnismäßig wenigen Teilen, sieht aber trotzdem raffiniert aus. Vor allem bietet er die Möglichkeit für kreative Stoffspielereien und Fussy Cutting. Das mag ich sehr. Man kann sehr leicht Details wie das schaukelnde Mädchen einbauen und damit eine kleine Geschichte erzählen. Für mich ist „Forest Floor“ eins der schönsten FPP-Patterns.

Fliegenpilz im Wald und daneben genäht auf einer FPP-Vorlage

Falls du eine FPP-Vorlage kennst, die genau wie der Waldpilz nicht so kleinteilig ist und sich für Fussy Cutting eignet, würde ich mich über einen Tipp von dir freuen. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Mal sehen, was ich nun aus meinem 7 x 7 Inch großen Fliegenpilz mache. Im Moment tendiere ich dazu, ihn pur zu lassen bzw. einen Mini Quilt daraus zu nähen. Den kann ich im Herbst als Deko an die Wand über meinem Schreibtisch hängen und beim Anblick von unserem schönen Schweden-Urlaub träumen. 😀

Fliegenpilze im Wald, Schweden

Weitere Links & Tipps:

  • Wenn du noch nie FPP gemacht hast, es aber gerne mal ausprobieren möchtest, kann ich dir das Tutorial von Serendipity Quilts empfehlen. Hier lernst du Schritt für Schritt an einem ganz einfachen Beispiel, wie’s funktioniert. Perfekt für den Einstieg!
  • Schau unbedingt auch mal auf dem Blog Campbell Soup Diary vorbei. Allison hat drei wunderschöne Pilze genäht und in einem großen, modernen Quilt verarbeitet. Sehr inspirierend, finde ich.
  • Mehr herbstliche Nähprojekte findest du in meinem Sammelbeitrag Tipps | 12+ tolle Nähideen für den Herbst. Viel Spaß beim Stöbern!

Wie ich neulich Stoff-Farbkarten gebastelt habe, anstatt…

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Eigentlich wollte ich ja schon längst einen Blogbeitrag zum „Plastikfreien Juli“ gemacht haben. Als Verena mich dazu anstupste, war ich hellauf begeistert und sehr motiviert. Ich mache mir doch schon so lange Gedanken darüber, wie ich Kunststoffe beim Nähen vermeiden und ersetzen kann und habe dazu auch schon viel recherchiert. Das ist genau mein Herzensthema und meine Baustelle.

Selbstgebastelte Stoff-Farbkarten auf einem Regal. In den Regalfächern befinden sich Stoffstapel.

Ohne großen Plan fing ich also an, mit der Quilt-as-you-go-Technik Stoffe auf weißen Baumwoll-Flanell zu nähen. Natürlich mit Baumwollgarn, damit es auch 100 % plastikfrei wird. Zunächst habe ich zu Farb- und Stoffkombis gegriffen, die mir immer gut gefallen: Grün, Aqua-Blau und Pink. Für mich eine sichere Bank.

Aber ich möchte mich ja auch weiterentwickeln, und da ich neuerdings violette Farbtöne sehr mag, wollte ich etwas in dieser Richtung ausprobieren. Als mein Flanellstück fertig war, fiel mir auf: Grün, Lila und Rosa sehen zwar harmonisch aus, aber hier fehlt etwas! Ein warmes, kräftiges Gelb-Orange fehlt. Das würde das Ganze erst komplett und stimmig machen.

Stoffe in Violett, Grün und Orange auf ein Flanell mit Quilt-as-you-go-Technik genäht, im Zentrum eine Katzenfamilie

Stoffspielerei mit Grün, Violett und Orange / Rechts: Farbfächer von Joen Wolfrom

Mit starken Kontrasten bin ich ja immer vorsichtig, weil es mir schnell zu unruhig und überladen wirkt. Aber man muss ja auch nicht alle Farben in der gleichen Menge verwenden. Manchmal braucht es nur ein paar Kontrasttupfen, damit die Hauptfarben interessanter und tiefer wirken. Der Farbfächer von Joen Wolfrom* (Affiliate-Link) gab meinem intuitivem Gefühl recht: Grün, Violett und Orange bilden nach der klassischen Farblehre einen „Dreiklang“. Sieh mal einer an!

Bisher lag mein Augenmerk immer auf miteinander verwandte Farben oder auch komplimentäre. Die fuchsiafarbenen Tischsets, die ich vor zwei Jahren genäht habe, sind ein schönes Beispiel dafür. Dem Farb-Dreiklang habe ich bisher keine Beachtung geschenkt. Hier werden die drei Farben miteinander kombiniert, die auf dem Farbkreis gleich weiter voneinander entfernt liegen. Sie bilden quasi ein Dreieck. Das erschien mir immer zu wild. Grün, Violett und Orange – Wer kommt denn auf so was? 😉

Farbfächer "Ultimate 3-in-1 Color Tool" und selbstgebastelte Stoff-Farbkarte "Red-Violet"

Nach diesem Aha-Erlebnis kam mir die Idee, Grün und Violett genauer zu erforschen und mit Hilfe des Farbfächers Stoff-Musterkarten aus Comic Boards zu basteln. Comic Boards sind weiße Pappen, die zur Aufbewahrung von Comic-Heften verwendet werden, die sich aber auch gut für Stoff eignen. Man faltet Stoffe auf die Größe der Pappe und wickelt sie dann darum. Es gibt viele Fans dieser Aufbewahrungsart, für mich hat es sich nicht bewährt. Ich hatte also genug Comic Boards für mein Farbkarten-Projekt.

Meine selbstgestellte Aufgabe lautete: Finde in deiner Restekiste oder in deinem Regal einen Stoff, der dem puren Farbton im Farbfächer entspricht. Also z. B. ein pures Rot-Violett. Finde außerdem helle Töne dieser Farbe (Tints), dunkle Töne dieser Farbe (Shades) und mit Grau gemischte Töne dieser Farbe (Tones). Puh, gar nicht so einfach! Aber im Fall von Rot-Violett hat es doch überraschend gut geklappt. Aus den Stoffen habe ich kleine Musterproben geschnitten, von Hell nach Dunkel/Gräulich auf der Pappe angeordnet und dann mit der Nähmaschine festgenäht. Wo ich keinen Stoff gefunden habe, habe ich in Zeitschriften nach dem passenden Farbton gesucht. In der Zeitschrift „Flow“ bin ich häufig fündig geworden.

Selbstgebastelte Stoff-Farbkarten für Violet, Blue-Violet und Fuchsia

Die Latzhose hat genau den Violett-Ton, nach dem ich gesucht habe! Das Bild stammt aus einer Flow – genauso wie das Pool-Bild darüber. Leider weiß ich nicht mehr, aus welchen Ausgaben ich die Bilder herausgerissen habe und wie die Künstlerinnen heißen. Ich miste Flow-Zeitschriften regelmäßig aus und behalte nur Bilder und Artikel, die mich inspirieren oder die ich noch einmal lesen möchte. Aus diesem Fundus stammen die Bildwerke.

Die erste Farbkarte hat mir schon so viel Spaß gemacht und mir so viel Erkenntnisgewinn und Inspiration gebracht, dass klar war: Ich möchte das unbedingt für alle 24 Farben des Farbfächers machen! Auch wenn diese „Grundlagenforschung“ eine Menge Arbeit werden wird. Ich war mir sicher, es würde sich auszahlen. Und tatsächlich…

Ich habe mich auf die Art und Weise noch einmal intensiv mit meiner Stoffsammlung auseinandergesetzt und viele Ideen gesammelt – z. B. zu Stoffen, mit denen ich all die Jahre nicht so viel anzufangen wusste. Manche haben als Geschenk den Weg in mein Regal gefunden. Häufig sind es auch Stoffe, die ich mal online bestellt habe und die dann nicht meinen Erwartungen entsprachen. (Du kennst das bestimmt: Auf dem Monitor sehen Farben oft anders aus als in echt.) Diese Stoffe sind überhaupt nicht schlecht oder hässlich, sonst hätte ich sie ja schon längst aussortiert, trotzdem kommen sie bei mir selten oder nie in die engere Auswahl für ein Nähprojekt.

Das soll sich jetzt ändern. „Nutze, was du hast“, ist mein Motto. „Wie kann ich das Beste aus meiner Stoffsammlung machen?“, war die Frage, die am Ende über diesem Projekt stand, und auf die ich viele Antworten und Ideen gefunden habe. Dabei habe ich einige Überraschungen erlebt: In manche Stoffe habe ich mich neu oder überhaupt zum ersten Mal verliebt, weil ich erst jetzt verstanden habe, wie sie einzuordnen sind, welche Partner sie brauchen oder welche Rolle sie in einem Patchworkprojekt spielen könnten, das meinem Geschmack entspricht.

Selbstgebastelte Stoff-Farbkarten in den Farben "Blue-Red" und "Blue"

Es war sehr zeitaufwendig, 24 Musterkarten zu erstellen – einige Farben waren eine echte Herausforderung für mich -, und der „Plastikfreie Juli“ ist dabei leider komplett hinten runtergefallen, aber für mich hat sich die Mühe gelohnt. Ich freue mich sehr über die „analoge Stoff-Datenbank“, die enstanden ist, und denke, sie wird mir für zukünftige Patchworkprojekte sehr nützlich sein.

Hast du dich schon mal mit Farbtheorie beschäftigt und Stoffe nach Farben sortiert? Welche Hilfsmittel nutzt du, um Stoffe zu kombinieren? Ist das etwas, das dir leichtfällt oder brauchst du auch eine gefühlte Ewigkeit, um dich für eine Kombi zu entscheiden? – Das würde mich sehr interessieren. Wenn du Lust hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Links & Tipps:

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* Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Sie führen dich zu Partner-Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Mehr Infos findest du hier: Was sind Affiliate-Links?

Cumbria Bag – Die kleine Tragetasche zum Verlieben

Es gibt Leute, die lieben riesige Geldbeutel und XXL-Handtaschen mit sehr viel Stauraum. Ich glaube, dass das die gleichen sind, die mit vollgepackten Autos in den Urlaub fahren und gerne den halben Hausstand dabeihaben, um für jede Situation und Eventualität gerüstet zu sein. Zu den Leuten gehöre ich eher nicht.

Ich hab’s gerne klein, leicht und minimalistisch. Was ich bei Taschen aber auch sehr schätze, sind Fächer und Innentaschen, um Sachen zu sortieren und schnell griffbereit zu haben. Deshalb liebe ich die Cumbria Tote Bag nach dem Schnittmuster von Sotak Handmade. Sie ist nur 28 cm breit und 22 cm hoch und doch ein kleines Raumwunder.

Cumbria Tote Bag auf einer Gartenbank im Grünen

Sommerliches Nähprojekt mit bunten Hexies

Über die Außenseite – zum Teil mit English Paper Piecing genäht – habe ich ja in meinem letzten Blogpost schon geschrieben. Hier erfährst du, wie ich die Sechsecke zusammengenäht habe und kannst ein paar Entstehungsbilder sehen: Bunte Hexies finden endlich ihre Bestimmung.

Cumbria Tote Bag mit bunten Hexies - links in der Entstehung und rechts die fertige Tragetasche

Kleine Tragetasche für viele Gelegenheiten

Wie oft habe ich schon gedacht, dass ich mal eine kleine, praktische Tragetasche bräuchte! Um ein paar Bücher oder Geschenke zu transportieren oder für ein Nähprojekt, das ich zu meinem Handarbeitstreff mitnehmen möchte. Für solche Gelegenheiten habe ich mir etwas Kleines, Kompaktes, Überschaubares gewünscht. Die Cumbria Tote Bag ist dafür ideal. Auch als Kindertasche eignet sie sich prima.

Anfängerfreundliches Nähprojekt

Die englische Nähanleitung von Sotak Handmade ist anfängerfreundlich aufgebaut und enthält viele Fotos, die jeden Schritt gut bebildern. Maßeinheit ist Inch. Für erfahrene Taschennäher:innen ist es ein sehr einfaches Projekt. Geduld ist nur beim Zusammennähen der Außen- und Innentasche gefragt. Wegen der eingenähten Reißverschlusstasche in der Mitte, die ja der Clou an der Cumbria ist, ist dieser Schritt am Ende ein bisschen fummelig.

Innenansicht der Cumbria Tote Bag, gefüllt mit drei Büchern, einem Notizheft und zwei Stiften

Verwendete Stoffe und Vliese

Für Außen, Innen und die Henkel habe ich Essex Yarn Dyed Linen von Robert Kaufman genommen – in den Farben Nutmeg und Flax. Der weiß-graue Streifenstoff ist von Riley Blake. Bei den Vliesen ist eine ziemlich wilde Mischung zustandegekommen. Ich bin nämlich gerade dabei, meine Polyestervliese aufzubrauchen, weil ich in Zukunft lieber mit Baumwolle und anderen natürlichen Materialien arbeiten möchte.

Neben G 710, H 180 und H 630 ist auch H 250 zum Einsatz gekommen. Davon habe ich noch sehr viel vorrätig. Seit es das bessere G 700 gibt, benutze ich H 250 kaum noch. Aber ich möchte es eigentlich auch nicht wegwerfen, sondern aufbrauchen. Ideal ist es nicht, wie man auf den Fotos vielleicht erkennen kann. Beim Wenden der Tasche entstehen leichte Falten und Knicke, die sich leider nicht mehr ausbügeln lassen. Falls du Verwendung für Vlieseline H 250 hast, hinterlasse mir einen Kommentar oder schicke mir eine E-Mail. Ich schenke es dir gerne. 🙂

Nachtrag: Hast du schon mal B 700 benutzt? Deine Erfahrungen würden mich sehr interessieren. B 700 soll so ähnlich wie G 700 sein, aber biologisch abbaubar. (Endlich mal ein Vlies, bei dem das Ende mitgedacht wird. Davon brauchen wir viel mehr.)