Kategorie: stoffe

Shopping auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Während wir mal wieder auf einen neuen Hitzerekord zusteuern, blicke ich noch einmal auf die Nadelwelt zurück, die an deutlich kühleren Tagen stattfand. Was für ein Glück, dass es am Messe-Wochenende im Mai nicht so heiß war! Bei 38 Grad wäre ich garantiert nicht nach Karlsruhe gefahren. Und das wäre doch sehr schade gewesen.

In meinem letzten Blogpost habe ich ja schon von den Textilausstellungen auf der Nadelwelt erzählt, die mich sehr begeistert haben. Wenn du den Bericht darüber noch nicht kennst, kannst du ihn hier lesen: Textilausstellungen auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Heute nehme ich dich mit auf einen Foto-Rundgang durch die Messehalle, zeige dir ein paar Stände und natürlich jede Menge Stoffe. 😀 Vielleicht hast du Lust, mit deinen Augen ein bisschen zu stöbern und Inspiration zu sammeln.

Messehalle mit Ständen und Besuchern auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Nadelwelt Karlsruhe, 15. Mai 2026

Falls du noch nie auf der Nadelwelt warst: Die Messe ist nicht so groß, wie du vielleicht vermutest. Die rund 120 Aussteller passen leicht und locker in eine einzige Halle, in der sogar noch ein großer Teil dem Catering und Bühnenprogramm vorbehalten ist. Alle, mit denen ich gesprochen habe, hatten den Eindruck, dass die Nadelwelt früher größer war. Ich meine auch, dass es früher (vor Corona) mehr Verkaufsstände gab.

Stand mit bunten Stoffen auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2016

Stand mit hochwertigen Designerstoffen. Hier macht das Stöbern Spaß!

Mein Eindruck war auch, dass die Verkaufsstände mit hochwertigen Patchworkstoffen seit meinem letzten Besuch 2019 deutlich abgenommen haben. Sehr schade! Für billige Meterware und Grabbeltische kann ich nämlich auch zum Stoffmarkt fahren. Dafür muss ich keine Tagesreise nach Karlsruhe unternehmen.

Der Stand von "Quilt Cabin" mit bunten Stoffen und Quilten auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Quilt Cabin

Umso erfreulicher, wenigstens ein paar bekannte und von mir geschätzte Patchworkgeschäfte auf der Nadelwelt zu entdecken. Dazu zählte Quilt Cabin, die ich in meinem Blogpost übers Stoffe-Kaufen bereits empfohlen habe.

Der Stand von "Quilt Cabin" mit bunten Stoffen und Quilten auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Quilt Cabin

Bei Quilt Cabin habe ich mich dann auch am längsten aufgehalten und musste mich am meisten zusammenreißen, meinem Vorsatz, nicht zu viel einzukaufen, treu zu bleiben. 😀

Der Stand von "Quilt Cabin" mit bunten Stoffen und Quilten auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Quilt Cabin. Beratung wie im Stoffladen.

Allein schon die wunderschönen, modernen Quilts, mit denen der Verkaufsstand geschmückt war! Pure Inspiration! ♥ Auch Grit’s Life hatte neben hochwertigen Patchworkstoffen beeindruckende Quilts dabei, wie du hier sehen kannst:

Der Stand von "Grit's Life" mit bunten Stoffen und Quilten auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Grit’s Life

Ein Augenschmaus auch der Quilt, der am Stand von Handi Quilter ganz lässig als Deko über einem Stuhl lag! Wer sich für eine neue Nähmaschine interessierte, konnte sich am Verkaufsstand des ortsansässigen Nähzentrums Senci beraten lassen und z. B. an Bernina-Nähmaschinen ein paar Probestiche machen.

Auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026: Links Quilt am Stand von Handi Quilter. Rechts zwei Frauen, die am Stand von Nähzentrum Senci vor Bernina-Nähmaschinen sitzen.

Stand von Handi Quilter (links) / Stand von Nähzentrum Senci (rechts)

Auch patch-yard war mit einem Stand vor Ort, was mich sehr gefreut hat. Seit fast 30 Jahren importieren und verkaufen Anke Wechsung und ihr Mann online Patchworkstoffe und Zubehör. Ich würde vermuten, dass sie damit zu denen ältesten Online-Shops für Patchwork in Deutschland gehören. Ein Ladengeschäft haben die beiden nicht. Dass man mal live in ihrem Sortiment stöbern und sich persönlich beraten lassen konnte, diese Gelegenheit haben viele Nadelwelt-Besucherinnen gerne genutzt.

Stand von "patch-yard" auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von patch-yard

Wer dem Patchwork & Quilten schon länger verfallen ist, kennt wahrscheinlich auch Niemanns-Land. Saskia Niemann bietet in ihrem Quiltshop alles rund ums Patchworken an: Stoffe, Vliese, Speziallineale, Anleitungen, Precuts und noch mehr. An ihrem Stand auf der Nadelwelt konnte man nicht nur einkaufen, sondern auch Kärtchen mit „Musterideen“ mitnehmen.

Stand von "Quiltshop Niemanns-Land" auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Niemanns-Land Quiltshop

Aber nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht: Die Nadelwelt richtet sich nicht nur an Patchworkleute! Auch Taschennäherinnen kommen auf ihre Kosten. 😀 Am Verkaufsstand von Nähideen mit Herz z. B. waren superschöne Taschen ausgestellt. Zu jeder Mustertasche konnte man eine Materialpackung kaufen, in der alles enthalten war, was man zum Nähen der Tasche brauchte, inklusive Anleitung. Bequemer geht’s nicht, würde ich sagen.

Verkaufsstände auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand mit EPP-Zubehör (links) / Stand von Nähideen mit Herz (rechts)

Als eine, die ab und zu gerne mal Hexies mit der Hand näht, ist mir auch der kleine Stand mit den vielen Schablonen für English Paper Piecing aufgefallen. Leider habe ich mir den Namen der Ausstellerin nicht gemerkt. Auch wenn ich keinen Bedarf an solchen Spezialschablonen habe, kann ich mir vorstellen, dass der Stand durchaus sein Publikum auf der Nadelwelt fand.

Stand auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Ideen aus Stoff

Die Geschmäcker sind verschieden, und das ist auch gut so! Bei Ideen aus Stoff kamen Liebhaberinnen von Rosen- und Blümchenstoffen, Punkten und Karo auf ihre Kosten. Ich kann diesem Landhausstil ja durchaus auch etwas abgewinnen. 🙂

Stand "Caro's Atelier" auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Stand von Caro’s Atelier

Eine bunte Farbpalette wie am Stand von Caro’s Atelier zieht mich immer magisch an. Die Niederländerin verkauft Materialpackungen für Häkelpuppen. Echt witzig, was man alles häkeln kann (wenn man’s kann): Meerjungfrau, Feuerwehrmann, Marienkäfer, Brautpaar… Das hab‘ ich mir alles sehr gerne angeschaut, aber gekauft habe ich dann doch lieber Stoffe. 😉

Stoffeinkauf auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Heiß begehrt auf der Messe: Stoffe von Ruby Star Society (links) / Mein kleiner Einkauf (rechts). Die schöne Postkarte habe ich am Stand der Rhein MQG mitgenommen.

Meine Stoffbeute 

In mein Körbchen gewandert sind zwei geblümte Tilda-Stoffe, ein älteres Stoffschätzchen von Sarah Jane (Kollektion „Lola Dutch“), schwarze Stoffe von Figo und Free Spirit (ja, untypisch für mich, aber ich möchte da mal was ausprobieren) und natürlich ein paar Ruby-Star-Society-Stoffe.

Stoffe von Ruby Star Society sind ja gerade der absolut „heiße Scheiß“ und waren auch auf der Nadelwelt sehr begehrt. Ich bin auch auf den Geschmack gekommen und habe mir deshalb drei Fat Quarter und ein Päckchen mit 2,5 Inch breiten Low Volumes gegönnt. Insgesamt bin ich aber recht brav geblieben. 😉

Hallo, wir kennen uns doch, oder? 

Natürlich besteht der Reiz einer Messe wie der Nadelwelt auch darin, dass man dort viele Leute treffen kann. Bloggerfreunde wie in meinem Fall die liebe Sewing Tini (Instagram: @sewingtini) und auch Online-Bekannte, die man schon ewig kennt, aber noch nie in echt getroffen hat. Und dann schau ich mir ja auch unheimlich gern die selbst genähte Kleidung und Taschen der anderen Besucherinnen an.

„Wow, kuck dir mal diese tolle Quiltjacke an!“, flüsterte ich begeistert Tini zu. „Du, ich glaub, ich kenn‘ sie, über Insta!“, sagte Tini lachend und tippte der Jackenträgerin vorsichtig an die Schulter. Und es stellte sich heraus, es ist Gabi (Instagram: @gabi_crea_tive), die Tini sofort zurückerkannte. Und schon waren wir drei im Gespräch miteinander.

Auf der Nadelwelt in Karlsruhe 2026

Tula-Outfit von Gabi, die als @gabi_crea_tive auf Instagram zu finden ist.

Gabis Outfit bestand komplett aus Tula-Pink-Stoffen! 😀 So toll! Nicht nur die Jacke, sondern auch ihre grüngelbe Umhängetasche, ihre große Tragetasche und ihre Sneaker hat sie aus Tula-Stoffen genäht. Gabi hat mir nachträglich noch ein Foto geschickt, auf dem sie komplett und von vorne zu sehen ist und das ich freundlicherweise veröffentlichen darf. Schau mal hier, wie genial:

Nadelwelt Karlsruhe 2026

Tula-Outfit von Gabi (links) / Eingang zur Nadelwelt (rechts)

Gerade diese kleinen, herzlichen Begegnungen mit eigentlich fremden Menschen, mit denen man aber über die Liebe zu Stoffen, zum Nähen & Patchworken verbunden ist, machen viel Spaß und sind für mich sehr inspirierend. Dank Sewing Tini ♥, die gefühlt Gott und die Welt (und sehr viele „Nähgängster“) kennt, hatte ich an diesem Tag mehrmals das Vergnügen solcher kleinen Begegnungen und netten Gespräche.

Fazit

Ich fand’s sehr schön, nach all den Jahren mal wieder die Nadelwelt zu besuchen. Mir hat’s Spaß gemacht, für mich hat es sich gelohnt. 😀 Allerdings fahre ich nicht nur zum Shoppen hin, sondern auch wegen der Textilausstellungen, um zu gucken, herumzustromern, Inspiration zu sammeln, zu quatschen und einen schönen, interessanten Tag zu haben. Es ist dieses Gesamtpaket, das die Nadelwelt für mich ausmacht.

Kritik an der Organisation

Aber ich hab‘ auch was zu meckern! Meine Kritik betrifft den Shuttle-Bus, der vom Hauptbahnhof zum Messegelände fährt. Es ist toll, dass es diesen kostenlosen Service gibt, aber der Bus fährt zu selten oder es müssten zu Stoßzeiten mehr Busse eingesetzt werden. Als ich um 10 Uhr an der Bushaltestelle ankam, warteten dort schon hunderte Frauen. Es war klar, dass wir nie im Leben alle in den Bus passen würden.

Die 20-minütige Fahrt im hoffnungslos überfüllten Ziehharmonika-Linienbus, dicht gedrängt wie in der Sardinenbüchse, war eine Zumutung! Besonders für ältere Frauen, die mit Gehhilfen unterwegs waren.

Wenn Messebetreiber und die Stadt Karlsruhe möchten, dass Besucher mit Bus und Bahn anreisen (und das möchten sie eigentlich immer), dann müssen sie auch für einen sicheren und menschenwürdigen Shuttle-Service sorgen. Ich finde, das sollte bei einem Eintrittspreis von 16 Euro schon drin sein.

Und du?

Warst du dieses Jahr auf der Nadelwelt? Hat es sich für dich gelohnt? Wie waren deine Eindrücke? Das würde mich sehr interessieren. Hinterlass mir gerne einen Kommentar. 🙂

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Hinweis: Diesen Bericht habe ich aus freien Stücken, unbeeinflusst und ohne Bezahlung oder sonstige Gegenleistung geschrieben. Der Text gibt meine subjektive Meinung als Besucherin der Nadelwelt wieder.

Wie ich neulich Stoff-Farbkarten gebastelt habe, anstatt…

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Eigentlich wollte ich ja schon längst einen Blogbeitrag zum „Plastikfreien Juli“ gemacht haben. Als Verena mich dazu anstupste, war ich hellauf begeistert und sehr motiviert. Ich mache mir doch schon so lange Gedanken darüber, wie ich Kunststoffe beim Nähen vermeiden und ersetzen kann und habe dazu auch schon viel recherchiert. Das ist genau mein Herzensthema und meine Baustelle.

Selbstgebastelte Stoff-Farbkarten auf einem Regal. In den Regalfächern befinden sich Stoffstapel.

Ohne großen Plan fing ich also an, mit der Quilt-as-you-go-Technik Stoffe auf weißen Baumwoll-Flanell zu nähen. Natürlich mit Baumwollgarn, damit es auch 100 % plastikfrei wird. Zunächst habe ich zu Farb- und Stoffkombis gegriffen, die mir immer gut gefallen: Grün, Aqua-Blau und Pink. Für mich eine sichere Bank.

Aber ich möchte mich ja auch weiterentwickeln, und da ich neuerdings violette Farbtöne sehr mag, wollte ich etwas in dieser Richtung ausprobieren. Als mein Flanellstück fertig war, fiel mir auf: Grün, Lila und Rosa sehen zwar harmonisch aus, aber hier fehlt etwas! Ein warmes, kräftiges Gelb-Orange fehlt. Das würde das Ganze erst komplett und stimmig machen.

Stoffe in Violett, Grün und Orange auf ein Flanell mit Quilt-as-you-go-Technik genäht, im Zentrum eine Katzenfamilie

Stoffspielerei mit Grün, Violett und Orange / Rechts: Farbfächer von Joen Wolfrom

Mit starken Kontrasten bin ich ja immer vorsichtig, weil es mir schnell zu unruhig und überladen wirkt. Aber man muss ja auch nicht alle Farben in der gleichen Menge verwenden. Manchmal braucht es nur ein paar Kontrasttupfen, damit die Hauptfarben interessanter und tiefer wirken. Der Farbfächer von Joen Wolfrom* (Affiliate-Link) gab meinem intuitivem Gefühl recht: Grün, Violett und Orange bilden nach der klassischen Farblehre einen „Dreiklang“. Sieh mal einer an!

Bisher lag mein Augenmerk immer auf miteinander verwandte Farben oder auch komplimentäre. Die fuchsiafarbenen Tischsets, die ich vor zwei Jahren genäht habe, sind ein schönes Beispiel dafür. Dem Farb-Dreiklang habe ich bisher keine Beachtung geschenkt. Hier werden die drei Farben miteinander kombiniert, die auf dem Farbkreis gleich weiter voneinander entfernt liegen. Sie bilden quasi ein Dreieck. Das erschien mir immer zu wild. Grün, Violett und Orange – Wer kommt denn auf so was? 😉

Farbfächer "Ultimate 3-in-1 Color Tool" und selbstgebastelte Stoff-Farbkarte "Red-Violet"

Nach diesem Aha-Erlebnis kam mir die Idee, Grün und Violett genauer zu erforschen und mit Hilfe des Farbfächers Stoff-Musterkarten aus Comic Boards zu basteln. Comic Boards sind weiße Pappen, die zur Aufbewahrung von Comic-Heften verwendet werden, die sich aber auch gut für Stoff eignen. Man faltet Stoffe auf die Größe der Pappe und wickelt sie dann darum. Es gibt viele Fans dieser Aufbewahrungsart, für mich hat es sich nicht bewährt. Ich hatte also genug Comic Boards für mein Farbkarten-Projekt.

Meine selbstgestellte Aufgabe lautete: Finde in deiner Restekiste oder in deinem Regal einen Stoff, der dem puren Farbton im Farbfächer entspricht. Also z. B. ein pures Rot-Violett. Finde außerdem helle Töne dieser Farbe (Tints), dunkle Töne dieser Farbe (Shades) und mit Grau gemischte Töne dieser Farbe (Tones). Puh, gar nicht so einfach! Aber im Fall von Rot-Violett hat es doch überraschend gut geklappt. Aus den Stoffen habe ich kleine Musterproben geschnitten, von Hell nach Dunkel/Gräulich auf der Pappe angeordnet und dann mit der Nähmaschine festgenäht. Wo ich keinen Stoff gefunden habe, habe ich in Zeitschriften nach dem passenden Farbton gesucht. In der Zeitschrift „Flow“ bin ich häufig fündig geworden.

Selbstgebastelte Stoff-Farbkarten für Violet, Blue-Violet und Fuchsia

Die Latzhose hat genau den Violett-Ton, nach dem ich gesucht habe! Das Bild stammt aus einer Flow – genauso wie das Pool-Bild darüber. Leider weiß ich nicht mehr, aus welchen Ausgaben ich die Bilder herausgerissen habe und wie die Künstlerinnen heißen. Ich miste Flow-Zeitschriften regelmäßig aus und behalte nur Bilder und Artikel, die mich inspirieren oder die ich noch einmal lesen möchte. Aus diesem Fundus stammen die Bildwerke.

Die erste Farbkarte hat mir schon so viel Spaß gemacht und mir so viel Erkenntnisgewinn und Inspiration gebracht, dass klar war: Ich möchte das unbedingt für alle 24 Farben des Farbfächers machen! Auch wenn diese „Grundlagenforschung“ eine Menge Arbeit werden wird. Ich war mir sicher, es würde sich auszahlen. Und tatsächlich…

Ich habe mich auf die Art und Weise noch einmal intensiv mit meiner Stoffsammlung auseinandergesetzt und viele Ideen gesammelt – z. B. zu Stoffen, mit denen ich all die Jahre nicht so viel anzufangen wusste. Manche haben als Geschenk den Weg in mein Regal gefunden. Häufig sind es auch Stoffe, die ich mal online bestellt habe und die dann nicht meinen Erwartungen entsprachen. (Du kennst das bestimmt: Auf dem Monitor sehen Farben oft anders aus als in echt.) Diese Stoffe sind überhaupt nicht schlecht oder hässlich, sonst hätte ich sie ja schon längst aussortiert, trotzdem kommen sie bei mir selten oder nie in die engere Auswahl für ein Nähprojekt.

Das soll sich jetzt ändern. „Nutze, was du hast“, ist mein Motto. „Wie kann ich das Beste aus meiner Stoffsammlung machen?“, war die Frage, die am Ende über diesem Projekt stand, und auf die ich viele Antworten und Ideen gefunden habe. Dabei habe ich einige Überraschungen erlebt: In manche Stoffe habe ich mich neu oder überhaupt zum ersten Mal verliebt, weil ich erst jetzt verstanden habe, wie sie einzuordnen sind, welche Partner sie brauchen oder welche Rolle sie in einem Patchworkprojekt spielen könnten, das meinem Geschmack entspricht.

Selbstgebastelte Stoff-Farbkarten in den Farben "Blue-Red" und "Blue"

Es war sehr zeitaufwendig, 24 Musterkarten zu erstellen – einige Farben waren eine echte Herausforderung für mich -, und der „Plastikfreie Juli“ ist dabei leider komplett hinten runtergefallen, aber für mich hat sich die Mühe gelohnt. Ich freue mich sehr über die „analoge Stoff-Datenbank“, die enstanden ist, und denke, sie wird mir für zukünftige Patchworkprojekte sehr nützlich sein.

Hast du dich schon mal mit Farbtheorie beschäftigt und Stoffe nach Farben sortiert? Welche Hilfsmittel nutzt du, um Stoffe zu kombinieren? Ist das etwas, das dir leichtfällt oder brauchst du auch eine gefühlte Ewigkeit, um dich für eine Kombi zu entscheiden? – Das würde mich sehr interessieren. Wenn du Lust hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Links & Tipps:

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