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Podcast-Tipps | Für gute Unterhaltung beim Nähen #1

Am Bügelbrett stehen und Vlieseline aufbügeln ist schon manchmal ganz schön langweilig, oder? Auch beim Nähen gibt es Schritte, die ich schon tausendmal gemacht habe und bei denen ich mich nicht mehr so sehr konzentrieren muss. In solchen Situationen höre ich gerne Podcasts.

Ein Alltag ohne Podcasts? – Nee, kann ich mir fast nicht vorstellen. Nicht nur beim Nähen, auch beim Sport oder beim Kochen liebe ich es, mich von Podcasts unterhalten, informieren und auf neue Ideen bringen zu lassen. Als Kind bin ich auf Bibi Blocksberg und TKKG abgefahren, heute höre ich den ARD Radio Tatort, Bärbel Schäfers Sonntagstalk, die Zeitmanagement-Tipps von Ivan Blatter und viele andere Podcasts.

Dabei entdecke ich oft Perlen, bei denen ich mir denke: „Das könnte doch eigentlich auch andere interessieren.“ Und so kam ich auf die Idee, hier im Blog auch mal Podcast-Folgen zu empfehlen – in unregelmäßigen Abständen, immer dann, wenn ein paar zusammengekommen sind, die mir gut gefallen haben. Natürlich sind meine Tipps individuell und spiegeln meine persönlichen Interessen und Vorlieben wider.

Ich mag z. B. gerne Interviews und Shows, die von zwei Gastgebern produziert werden. Wenn sich zwei Leute locker-flockig gegenseitig den Ball zuspielen, aber der Podcast trotzdem beim Thema bleibt und einen roten Faden behält, hör‘ ich sehr gerne zu. Bloggen, Social Media, Netzwelt, Online-Marketing und Zeitmanagement sind Themen, die mich interessieren, aber auch Familie, Reisen, Gesellschaft, Kultur, Krimis und natürlich DIY und Nähen.

Wenn du dich jetzt fragst: „Wovon spricht die Katharina da eigentlich? Was zum Teufel sind Podcasts und wo bekomme ich die her?“, dann habe ich hier eine kurze Erklärung für dich:

Was sind Podcasts und wie kann ich sie anhören?
Podcasts sind Audio- oder Videodateien, die du dir im Internet anhören bzw. anschauen kannst. Damit du nicht ständig auf der jeweiligen Website nachgucken musst, ob eine neue Folge online ist, kannst du Podcasts abonnieren. Sie werden dann automatisch auf dein Handy oder Tablet geladen, wo du sie jederzeit bequem starten kannst. Ich nutze iTunes, aber es gibt viele andere Podcast-Apps. Am besten stöberst du einfach mal in deinem Appstore und suchst dir eine schöne App aus. Um meine Empfehlungen zu testen, kannst du sie dir auch über die Links direkt auf der jeweiligen Website anhören.

Podcast-Tipps | Für gute Unterhaltung beim Nähen #1

1. Young in the 80s: TV-Serien (Folge 1)
Young in the 80s ist der Podcast der Brüder Christian und Peter Schmidt, die sehr sympathisch über ihre Kindheit in den 80er Jahren plaudern. Echt lustig, wenn man, so wie ich, ebenfalls mit Knight Rider, Colt Seavers und Dr. Snuggles aufgewachsen ist. Beim Anspielen der Fraggles-Titelmelodie hab ich direkt Gänsehaut bekommen. Am besten startest du mit Folge 1, in der Christian und Peter über TV-Serien sprechen, und hörst dir dann nach und nach auch die anderen 21 Folgen an. Besonders gut gefallen hat mir die Folge 6, in der es ums Essen in den 80ern geht. Bei der Knallbrause musste ich so lachen. Kennst du das Zeug? Diese Brause aus der Tüte, die im Mund knistert und bitzelt? Gibt’s die heute eigentlich noch? Ein Highlight ist für mich auch die Folge „Mutter Schmidt“, in der die Mama der Podcaster zu Wort kommt und betont, man solle bloß nicht immer alles glauben, was die beiden so erzählen.

2. Bärbel Schäfer live – Der Sonntagstalk in hr3: Devid Striesow (21.2.16)
Jeden Sonntagmorgen begrüßt Bärbel Schäfer auf hr3 einen Gast und führt ein Interview mit ihm. Der Sonntagstalk läuft von 10 bis 12 Uhr und wird durch Musik, Verkehrsnachrichten oder Radiowerbung unterbrochen. Hinterher gibt’s dann das zusammengeschnittene Interview als Podcast, und den höre ich mir fast immer an. Über die Folge mit Devid Striesow habe ich mich besonders gefreut, weil ich ihn sehr sympathisch finde und in seiner Rolle als saarländischen Tatort-Kommissar gerne sehe.

3. Einfach produktiv. Zeitmanagement leicht gemacht – Ein Doppelkick über den Umgang mit den E-Mails (Folge 109)
Ein Podcast, „der Solopreneuren zu mehr Inspiration und Freiheit bei der Arbeit verhilft“ – So heißt es im Vorspann zu Einfach produktiv. Zeitmanagement leicht gemacht. Der Podcast von Ivan Blatter ist einer meiner Lieblingspodcasts. Ich mag den Dialekt des Schweizers, seine ruhige Art zu sprechen und die Philosophie, die hinter seinem Zeitmanagement-Coaching steckt. Ganz besonders inspirierend und hilfreich fand ich Folge 109, in der sich Ivan mit Bernd Geropp über das Thema „E-Mails“ unterhält. Die beiden geben viele wertvolle Tipps, wie du mit der täglichen E-Mail-Flut umgehen kannst. Nachdem ich diese Podcast-Folge gehört habe, habe ich mein E-Mail-Fach von Grund auf umstrukturiert. Mein Posteingang ist jetzt (fast immer) leer, und das fühlt sich richtig gut an.

4. Das ARD Radio Feature: Tatort Textilfabrik
Unter welchen Bedingungen werden Billigklamotten in Ländern wie Pakistan, Indien oder Bangladesch hergestellt? – Wer selbst näht, stellt sich diese Frage. Das behaupte ich jetzt einfach mal. Schließlich wissen wir, wie viel Arbeit in einem Kleidungsstück steckt und können nicht glauben, dass ein T-Shirt für 3 Euro menschenwürdig produziert worden sein kann. Im erschütternden ARD Feature Tatort Textilfabrik geht es um die Klage von vier Opfern eines Brandes in einer pakistanischen Textilfabrik gegen die Firma Kik. Wenn ein deutsches Gericht die (Mit-)Schuld von Kik feststellt, könnte das weitrechende Konsequenzen haben. Spannend aufbereiteter, informativer Podcast von Caspar Dohmen.

5. affen on air: Ideenlos? Hier sind 13 Content-Ideen für mehr Reichweite und Interaktion (Folge 45)
Seit etwa einem Jahr produzieren Gordon Schönwälder und Vladislav Melnik vom Affenblog einen Podcast über professionelles Bloggen. Ich habe von der ersten Stunde an mitgehört und finde, dieser 45. Folge hört man deutlich an, dass die beiden sich vor kurzem zum ersten Mal persönlich getroffen haben. Gordon und Vladi geben hier Tipps, wie du auch in einer unkreativen Phase gute Blogposts mit hoher Reichweite veröffentlichst.

So, das waren meine 5 Podcast-Tipps für dich. Ich freue mich sehr, wenn was Interessantes für dich dabei ist. Gib mir gerne Rückmeldung, ob dir die Podcast-Folgen genauso gut gefallen wie mir! Wenn du mir deinen Lieblingspodcast empfehlen möchtest… Immer her damit! Ich bin ganz Ohr.

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headphones-Grafik: La Boutique dei Colori

Blogger-Tipps | Warum ich dir Linkwithin nicht mehr empfehlen kann

[Dieser Artikel bezieht sich auf meinen alten blogspot-Blog.]

Ich bin enttäuscht. Und verärgert. Eigentlich dachte ich, ich hätte mir da einen zuverlässigen, nützlichen Mitarbeiter ins Boot geholt, und jetzt muss ich feststellen, dass er gegen meine Interessen handelt und womöglich sogar in die eigene Tasche wirtschaftet. So sieht’s für mich jedenfalls im Moment aus.

Die Rede ist von einem kleinen Widget namens Linkwithin, das ich installiert hatte, damit es unter meinen Blogposts verwandte Artikel anzeigt. „Das könnte dich auch interessieren“, stand über vier kleinen Bildchen, die dich, meinen Leser, dazu einluden, auf einen Streifzug durch meinen Blog zu gehen und mich besser kennen zu lernen.

Ein harmloses Progrämmchen, dachte ich, das meine alten Posts immer mal wieder hochspült, so dass sie neu entdeckt und wieder gelesen werden können. Ein schöner Service für meine Leser. Dazu noch kostenlos, schnell installiert und deshalb auch ungeheuer beliebt bei vielen Bloggern. Bis vor kurzem habe ich es noch uneingeschränkt weiterempfohlen.

Jetzt habe ich aber festgestellt, dass Linkwithin nicht nur intern tätig ist, also meine Blogposts untereinander verlinkt, sondern dass es auch meine externen Links anfasst, auf Linkwithin umleitet und – jetzt halt dich fest! – teilweise in Affiliate-Links umwandelt. Ist das denn zu fassen? So eine Frechheit! Ohne mein Wissen, ohne mein Zutun und ohne meine Erlaubnis nutzt Linkwithin meine Bloginhalte und meine Empfehlungen, um selber Geld zu verdienen. So sieht’s jedenfalls aus. Tja, irgendwie müssen sich kostenlose Dienste ja auch finanzieren. Vielleicht ist das das Geschäftsmodell von Linkwithin!? Aber ich finde, dann muss man das seinen Nutzern auch sagen.

Mir wäre das Ganze überhaupt nicht aufgefallen, wenn ich nicht vor kurzem eine Ermahnung vom DaWanda-Affiliate-Team bekommen hätte, doch bitte keinen Zanox-Trackinglink auf meinen eigenen DaWanda-Shop zu setzen. Das verstoße gegen die Programmbestimmungen. – Wie bitte? Das weiß ich doch, und das hab ich doch auf keinen Fall gemacht! Sofort habe ich mir den HTML-Code des angemahnten Produktlinks angeschaut und konnte erst mal keinen Fehler feststellen. Ein ganz normaler Link, der zu meinem E-Book „Patchworkkissen Sixty“ führt.

Aber dann hat mir mein Mann den Tipp gegeben, mal mit der rechten Maustaste auf das Produktbild zu klicken, die Link-Adresse zu kopieren und in die Browserzeile einzufügen… und siehe da, es wird eine megalange URL aufgerufen, die mit „http://lwlink3.linkwithin.com/api/click“ beginnt. Nach dieser Umleitung auf Linkwithin wird eine URL erzeugt, in der offenbar ein Zanox-Trackinglink steckt:

http://de.dawanda.com/product/90215127-e-book-sixty—patchworkkissen-dreiecke-triangle?zanpid=2155232852307334144&utm_medium=affiliate&utm_source=zanox&utm_campaign=DE-1390680&utm_term=865090

Dort bist du dann gelandet, wenn du auf mein Produktbild „Sixty-Kissen“ in der Sidebar geklickt hast. Das sieht auf den ersten Blick tatsächlich so aus, als hätte ich einen Affiliate-Link gesetzt. Dass mein Link über Linkwithin umgeleitet wurde, siehst du als Nutzer gar nicht. Das passiert unsichtbar im Hintergrund. Echt fies!

Natürlich habe ich sofort eine freundliche E-Mail auf Englisch an den Support von Linkwithin geschrieben. Ich habe den Fall genau geschildert, darauf hingewiesen, dass ich mit dieser Praxis nicht einverstanden bin, dass ich dadurch als Blogger und Affiliate-Publisher Probleme habe und sie es bitte abstellen mögen. Bis heute habe ich keine Antwort auf meine Mail bekommen. Kurzzeitig war die Umleitung weg – da dachte ich schon, sie hätten reagiert – doch dann war sie wieder aktiv.

Mich ärgert das wirklich sehr, und ich muss Jenny von Geek in Heels recht geben, wenn sie schreibt, dass Linkwithin ein parasitäres Programm ist. Mein ganzer Blog steckte quasi voller fremder Affiliate-Links. Zumindest sah es so aus. Das betraf nicht nur die Sidebar, sondern auch meine Textlinks in den Blogposts! Das Programm hat sich überall dazwischengeschaltet und umgeleitet, und eben nicht nur bei den internen Links, sondern auch bei externen, was nun wirklich nicht verabredet war. Besonders heikel war, dass massenweise Links zu meinem eigenen DaWanda-Shop wie Affiliate-Links aussahen. Dass die ganze Umleitung übrigens auch SEO-Nachteile für mich mit sich bringt, ist mir erst durch Jennys Artikel bewusst geworden.

Also weg damit! Solche Mitarbeiter kann ich wirklich nicht gebrauchen! Blöd nur, dass es für Blogger kaum Alternativen gibt. Da kann ich mal wieder nur seufzend zu den WordPresslern rüberschauen und sie um ihre Auswahl an schönen Plugins beneiden.

Wieder ein Grund mehr, den Umzug auf einen WordPress-Blog ernsthaft voranzutreiben. Meine Domain greenfietsen.de habe ich ja schon seit drei Jahren, weil für mich von Anfang an klar war, dass Blogspot nicht mein dauerhaftes Zuhause sein wird. Aber als IT-Laie habe ich mir den selbstgehosteten Blog anfangs nicht zugetraut. Ich wollte gleich mit dem Bloggen loslegen und mich nicht mit der Technik beschäftigen müssen. Heute ist das anders.

Mittlerweile stört und nervt mich Blogger an allen Ecken und Enden. Wie ein Kleid, das zu eng geworden ist. Oder wie ein altes Auto, für das es keine Ersatzteile mehr gibt und an dem man flickt und schraubt, um es am Laufen zu halten. Das Beifahrerfenster geht nicht mehr ganz zu? Tja, ist halt so. Musst du mit leben. Interessante, neue Gadgets bei Blogger? Schnelle, einfache Lösungen für Probleme? Fehlanzeige!

Ich weiß, der Umzug auf WordPress wird ein großes Stück Arbeit, da wird auch nicht alles Gold sein, was glänzt, und ich werde mir viel Neues aneignen müssen, aber ich freue mich wirklich sehr darauf. Ich kann’s kaum abwarten. Bis zum Sommer wird mein Umzug aber sicher noch dauern.

Mal schauen, ob ich bis dahin noch eine Alternative zu Linkwithin finde. Kennst du vielleicht ein Tool, das du mir empfehlen kannst? Ich hätte sehr, sehr gerne wieder Related Posts unter meinen Blogartikeln.

PS: Wenn ich hier irgendetwas falsch dargestellt habe, bin ich für jeden Hinweis dankbar. Ich bin wie gesagt keine IT-Expertin. Wenn du selbst Linkwithin in Kombination mit Zanox und dem DaWanda-Partnerprogramm nutzt, dann überprüfe unbedingt die Links, die du in deinem Blog zu deinem eigenen Shop gesetzt hast. Vielleicht bist du auch betroffen und verstößt gegen die Richtlinien des DaWanda-Partnerprogramms, ohne dir dessen bewusst zu sein. Teste unbedingt mehrere Links in deiner Sidebar und in deinen Blogartikeln.

3 Osterfreebies, die ich dir empfehlen möchte – schnell genäht und einfach süß!

Ostern steht vor der Tür, und ich könnte den lieben, langen Tag bunte Häschen nähen, Eier färben und unser Haus in Frühlingsfarben tauchen. Überall begegnen mir gerade tolle, kreative Osterideen – auf Pinterest, beim Freebie-Freitag, in Blogs – und ich würde sie am liebsten alle sofort nacharbeiten. Das ist aber auch gemein! Wie soll ich denn da widerstehen können, wo ich doch diese Jahreszeit so sehr liebe? Statt Taschen zu nähen, habe ich die letzten Tage also mit einem Stall voll Hasen verbracht.

3 Osterfreebies, die ich dir empfehlen möchte - schnell genäht und einfach süß!

Stoffhäschchen von Zauberwelt (links) und Osterhase von greenfietsen (rechts)

Die süßen Stoffhäschen von Christine {Zauberwelt} habe ich auf Pinterest entdeckt. Sie stellt in ihrem Blog die Vorlage als Freebie zur Verfügung und erklärt, wie die Hasen genäht werden. Eine tolle, schlichte Osterdeko, die schnell gemacht ist. Ich bin sehr begeistert davon! Kleiner Zusatztipp von mir: Wenn du die Nahtzugabe vor dem Wenden mit der Zickzackschere kürzt, dann formt sich der Hase schön rund aus. Gefüllt habe ich die Hasen mit Polyesterkügelchen.

3 Osterfreebies, die ich dir empfehlen möchte - schnell genäht und einfach süß!

Den gestreiften Hasen, der am Klemmbrett hängt und „Hallo“ sagt, erkennst du vielleicht wieder!? Das ist mein Osterfreebie vom letzten Jahr – auf 120 % vergrößert und mit 0,5 cm Nahtzugabe rechts auf rechts genäht. Beim Zuschneiden darfst du nicht vergessen, die Vorlage einmal spiegelverkehrt aufzulegen! Die Nahtzugabe habe ich ebenfalls mit der Zickzackschere nachgeschnitten, durch eine Öffnung unten an der gerade Kante gewendet, gut ausgeformt und gebügelt und dann knappkantig rundherum abgesteppt. Dank der flachen Form macht sich der Hase toll als Deko an der Tür, am Kleiderschrank oder am Klemmbrett.

3 Osterfreebies, die ich dir empfehlen möchte - schnell genäht und einfach süß!

Das dritte Freebie, das ich dir gerne empfehlen möchte, ist das Hasenohrentäschchen von Susanne {nahtlust} – entdeckt beim Freebie-Freitag. Insgesamt 8 Täschchen habe ich genäht und zum Verschenken mit Osterleckereien gefüllt. Wie’s funktioniert, erklärt Susanne ganz hervorragend und absolut anfängertauglich in ihrem Freebook. Da bleiben keine Fragen offen. Ich finde sie so schön, dass ich eins unbedingt behalten muss.

3 Osterfreebies, die ich dir empfehlen möchte - schnell genäht und einfach süß!

Ich habe mir vorgenommen, das schöne Stoffpaket, das ich für mein Oster-Patchworkkissen Sixty gekauft habe, restlos zu vernähen. Aber das ist gar nicht so einfach. Es sind immer noch einige Reststreifen übrig. Mal sehen, was mir dafür noch einfällt.

Die Hasenbande schicke ich heute zu RUMS. Denn das eine oder andere Häschen hoppelt nicht davon, sondern bleibt bei mir.

➜ Zu meinem Blogartikel „10 tolle Nähideen für Ostern“ hier entlang

https://www.greenfietsen.de/2018/03/10-naehideen-fuer-ostern/

Juhu, die Mozzie Bag in der neuen Lena’s Patchwork Taschen

Weißt du, was ich am Bloggen besonders mag? – Dass sich dadurch Dinge ergeben, mit denen ich nie im Leben vorher gerechnet hätte. Jeder Blogpost ist wie ein kleiner Ball, der durch die Onlinewelt rollt. Du weißt nie, wo er landet und von wem er vielleicht entdeckt und aufgehoben wird. Auf einmal kommt dann eine Mail ins Postfach geflattert, in der steht: „Deine Mozzie Bag gefällt uns so gut. Wir würden sie gerne im nächsten Frühling in unserer Taschen-Zeitschrift veröffentlichen. Hast du Interesse?“

Die Mozzie Bag in der Lena's Patchwork Taschen 53/2016

Aber hallo! Na klar! … Zu verdanken habe ich das einer wunderbaren Blogparade, an der ich teilnehmen durfte. 2015 hat mich Andrea von der Quiltmanufaktur zu ihrer Sommer Blog Party eingeladen. Als ich die Liste der tollen Leute sah, die ebenfalls teilnehmen würden, wusste ich, ich muss mir etwas Besonderes einfallen lassen. Eigentlich wollte ich ein Tutorial für Garten- und Tischdeko schreiben, doch dann habe ich mich spontan umentschieden und die Mozzie Bag entwickelt. Mein erster Taschenschnitt!

Du siehst: Ein Ball bringt manchmal einen anderen zum Rollen. Es ist verrückt und aufregend, was mit dem geschieht, was wir in die Welt setzen. Aus der Sommer Blog Party 2015 hat sich jetzt ganz überraschend sogar noch eine andere Sache ergeben, auf die ich mich sehr freue und die mich wieder neu herausfordert. Also, wenn du auch Bloggerin oder Blogger bist und die Gelegenheit bekommst, bei einer großen Blogaktion mitzumachen, dann sag Jaaa!

Und weißt du, was der Knaller ist!? – Dass sich die Mozzie Bag beim Fotoshooting klammheimlich mit einer anderen, quasi befreundeten Tasche getroffen hat. Wenn du hier schon eine Weile mitliest, kennst du sie bestimmt: Das verrückte Taschenhuhn Hen(n)riette aus dem Hause Tophill-Kitchen. Steffi und ich mussten sehr lachen, als wir feststellten, dass sich unsere Taschen ohne uns vergnügt haben. Ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit Steffi im April. Da schicken wir dann nicht unsere Taschen, sondern kommen persönlich zum Quatschen, Essen, Spaß haben und vielleicht zum gemeinsamen Nähen, wenn die Zeit reicht. Das wird absolut fantastisch!

Die Mozzie Bag in der Lena's Patchwork Taschen 53/2016

In der neuen Lena’s Patchwork Taschen findest du natürlich nicht nur die Mozzie Bag und Steffis Hen(n)riette! Die Zeitschrift ist pickepackevoll mit vielen tollen Schnittmustern und Anleitungen. Auf insgesamt 84 Seiten bekommst du eine bunte Vielfalt von 24 Taschen in allen erdenklichen Größen, Formen und Stilen – vom Weekender über die Clutch bis zum Shopper. Jede Menge Inspiration zum kleinen Preis!

Wenn ich richtig informiert bin, dann ist die Zeitschrift ab heute im Handel erhältlich.

Blogger-Tipps | Wie du mit Trello einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellst

Welcher Bloggertyp bist du? – Bloggst du spontan aus dem Bauch heraus, immer dann, wenn du Zeit und Lust dazu hast? Oder planst du deine Blogposts im Voraus und hast immer ein paar fertig geschriebene Artikel im Entwurfsordner?

Ich bin definitiv der zweite Typ. Als ich mit greenfietsen startete, habe ich mir das Ziel gesetzt, regelmäßig Blogposts zu veröffentlichen, so acht- bis zehnmal im Monat, am liebsten dienstags und donnerstags. Okay, das klappt nicht immer zu 100 Prozent, aber ohne ein gewisses Maß an Planung und Organisation würde es überhaupt nicht funktionieren. Geplante und vorbereitete Posts geben mir Freiräume. Wenn ich an einem E-Book arbeite, mich von der Nähmaschine nicht loseisen kann oder private Dinge den Vorrang haben, dann habe ich keine Zeit und keinen Drive fürs Blogpostschreiben. Aber natürlich soll in diesen Phasen mein Blog auch nicht in den Dornröschenschlaf fallen. Deshalb habe ich gerne einen Vorrat an vorbereiteten Posts.

Wie du mit Trello einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellst

Noch bevor ich wusste, dass man das „Redaktionsplan“ nennt, habe ich meine Blogtermine in einem Wochenkalender vorgeplant. Aber Pläne und Termine ändern sich bei mir häufig mal. Blogartikel werden getauscht, vorgezogen oder nach hinten geschoben, und da ist die Zettel-und-Stift-Methode echt unpraktisch. Sagen wir mal so: Der Ratzefummel war mein bester Freund.

Heute habe ich einen neuen besten Freund, und der heißt Trello! Ich verkneife mir jetzt mal, ein Herzchen hinter den Satz zu setzen. Wenn du meinen Artikel Nähprojekte mit Trello planen und organisieren gelesen hast, weißt du ja, wie verknallt ich in dieses Tool bin. Hm, kann man eigentlich in eine Software verknallt sein? – Offensichtlich ist in den letzten drei Jahren ein ganz schöner Tekkie aus mir geworden.

Ein gutes Organisationstool muss meiner Meinung nach einfach, übersichtlich und flexibel sein. Ich will schnell etwas notieren können, sofort einen Gesamtüberblick haben und unkompliziert Änderungen vornehmen können. Genau das bietet mir Trello und deshalb nutze ich es für vieles, auch für die Erstellung meines Blog-Redaktionsplans.

Wie Trello funktioniert, dass es kostenlos ist und du es auch mobil mit einer App nutzen kannst, habe ich dir ja in meinem ersten Trello-Post ausführlich erzählt. Heute möchte ich dich mal hinter meine Blogkulissen blicken lassen und dir meinen Redaktionsplan zeigen. Ich habe ihn chronologisch angelegt und arbeite darin hauptsächlich mit Labels. Vielleicht ist so ein Plan ja auch etwas für dich.

Für jeden Monat lege ich in meinem Board „Redaktionsplan“ eine Liste an: Januar 2016, Februar 2016, März 2016, usw. In der jeweiligen Liste lege ich dann für jeden Blogpost eine Karte an, auf der in der Regel fünf Informationen festgehalten sind:

1.  Titel meines Blogposts
2.  Erscheinungstermin
3.  Link zum veröffentlichten Blogpost
4.  Status
5.  Notizen

Wie du mit Trello einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellst

Ausschnitt aus meinem Redaktionsplan in Trello

Das sieht jetzt für dich vielleicht auf den ersten Blick verwirrend aus, aber für mich ist es die perfekte Sicht auf meine vergangenen und zukünftigen Blogposts. Es vereinfacht meine Arbeitsprozesse und spart mir viel Zeit in der Organisation. Schauen wir uns doch mal an, was auf den einzelnen Karten vermerkt ist. Wir drehen mal eine Karte um:

Wie du mit Trello einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellst

Titel meines Blogposts
Ganz oben steht der Titel meines Blogposts: Probegenäht | Die MoneyBag von Keko-Kreativ. Das ist der finale Titel, den ich für meinen Post verwendet habe. Am Anfang stehen auf meinen Karten nur Arbeitstitel, an denen ich feile, bis sie mir gefallen.

Labels (Status)
Ich bin der optische Typ und arbeite deshalb in diesem Board sehr gerne mit farblichen Labels. Die Labels kannst du frei nach deinen Bedürfnissen beschriften. Ich habe sie so belegt:

Grün = erledigt | Der Blogpost ist fertig geschrieben.
Gelb = gepostet | Der Blogpost ist veröffentlicht.
Rot = to do | Der Blogpost muss noch geschrieben werden.
Pink =  Werbung | Der Blogpost enthält Werbung.
Blau = Gewinnspiel | Der Blogpost enthält ein Gewinnspiel.

Die letzten beiden Labels – pink und blau – habe ich erst vor kurzem dazugenommen. Ich finde sie aber jetzt schon superpraktisch. So kann ich auf einen Blick sehen, wo und wie oft ich Affiliate-Links gesetzt habe und nach einer gewissen Zeit überprüfen, ob sie noch sinnvoll sind. Ist ja blöd, zu einem Shop zu verlinken, der den empfohlenen Artikel gar nicht mehr im Sortiment hat. Du könntest die Labels natürlich auch anders besetzen. Wie wäre es z. B. mit Labels für „genäht“, „fotografiert“, „getextet“, „gepostet“ und „beworben“?  Du könntest auch Labels für verschiedene Blogthemen oder regelmäßig erscheinende Artikelreihen vergeben.

Frist (Erscheinungstermin)
Die Funktion „Frist“ nutze ich, um den Erscheinungstermin festzulegen. Eigentlich ist es nicht ganz im Sinne der Erfinder, weil ich mich hier ja nicht an einen Termin erinnen will. Es ist also Quatsch, dass die Frist abläuft. Aber die Funktion hat den Vorteil, dass jede Karte im Kalender angezeigt wird und ich dort einen hervorragenden Überblick über meinen Blogrhythmus gewinne.

Beschreibung (Notizen)
Wie schon erwähnt, notiere ich mir hier z. B. Affiliate-Links, um einen Überblick darüber zu behalten und sie bei Gelegenheit prüfen zu können. Bei den Karten zu meinem Taschen-Sew-Along 2016 notiere ich mir Taschenschnitte, die ich den Teilnehmern empfehlen möchte. Letztens bin ich z. B. über die Kameratasche Fotobella gestolpert und dachte: Hey, das wäre doch auch ein schöner Schnitt für den Monat Mai, wenn das Motto „Unterwegs & auf Reisen“ auf dem Plan steht. Schnell notiert, und wenn ich dann den Blogpost schreibe, kann ich hier schon auf ein paar gesammelte Ideen zurückgreifen.

Anhänge (Links)  
In meinem Board „Nähprojekte“ hänge ich gerne Bilder an. Das mache ich hier überhaupt nicht. Die Karten werden dadurch sehr groß, und das würde mir den Überblick zerstören. Aber ich hänge immer den Link zu meinem veröffentlichten Post an. Das hat den Vorteil, dass ich mit einem Klick den Post aufrufen kann und sofort an den Link komme, wenn ich ihn brauche. Das erleichtert mir ungemein die interne Verlinkung.

Wie du mit Trello einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellst

Dadurch, dass ich die Frist nutze, werden meine Karten automatisch in einen Kalender eingetragen. Dort kann ich jede Karte anklicken, bearbeiten und verschieben. Auch die „leeren“ Tage kann ich anklicken und eine neue Karte hinzufügen. Das finde ich sehr praktisch. Eine schöne Sache ist auch die Suchfunktion, die alle deine Boards nach einem Stichwort durchsucht. Manchmal sucht man ja in seinem eigenen Blogarchiv nach einem bestimmten Post und rätselt erst mal eine Weile, wann man den veröffentlich hat. Natürlich gibt’s auch im Blog eine Suchfunktion, aber über Trello geht’s oft schneller.

Wie du mit Trello einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellst

Ja, so führe ich im Moment meinen Redaktionsplan und finde es jetzt gerade total praktisch und arbeitserleichternd. Vielleicht ändern sich meine Bedürfnisse auch irgendwann, dann muss ich mein System anpassen.

Ich habe gelesen, in der kostenpflichtigen Version arbeitet Trello auch mit anderen Webdiensten zusammen, mit Evernote zum Beispiel. Da kannst du im Redaktionsplan eine Verknüpfung zu deinen Texten in Evernote herstellen. Auch eine feine Sache. Mal sehen, ob ich mir irgendwann das Business-Trello mit mehr Features gönne. Im Moment reicht mir die kostenlose Version voll und ganz.

Das war ein kleiner Blick hinter meine Blogkulissen. Ich hoffe, es war interessant für dich und du hast vielleicht eine Idee bekommen, wie du Trello für dich nutzen kannst. Es muss ja nicht unbedingt ein Redaktionsplan sein. Vielleicht kann es dir auch in anderem Zusammenhang eine Organisationshilfe sein, z. B. bei deiner nächsten Urlaubsplanung, als Rezeptsammlung oder für die Organisation einer großen Party. Ich würde mich freuen, wenn ich dich auf den Geschmack gebracht habe.

Simplify Nähen | Nähprojekte mit Trello planen und organisieren

Sew-Alongs, Kundenaufträge, Nähen für den Shop, Geburtstagsgeschenke, ach ja, und ein paar eigene Wünsche haben wir ja auch noch. – Puh, gar nicht so leicht, immer den Überblick über unsere Nähprojekte zu behalten! Hast du auch manchmal das Gefühl, du bist mehr mit Planen beschäftigt als mit Nähen?

Dann gefällt dir vielleicht Trello, mein absolutes Lieblingstool in Sachen Organisation und Projektmanagement. Trello ist die erste Seite, die ich morgens am Computer öffne und die letzte, die ich schließe. Trello ist mein persönlicher Assistent, der mich den ganzen Tag begleitet. Auf meinem Smartphone habe ich die dazugehörige App, die meine Daten synchronisiert und mit der ich alle Funktionen auch mobil nutzen kann. Einfach genial… und absolut kostenlos!

Nähprojekte mit Trello planen und organisieren

Eine Organisation ohne Trello kann ich mir echt nicht mehr vorstellen! Ich mache alles darüber: Ich schreibe meinen Tages- und Wochenplan, führe meinen Blog-Redaktionsplan, auf einem Board sammle ich Ideen, ein anderes nutze ich gemeinsam mit meinem Mann für Privates, eins ist der E-Book-Entwicklung gewidmet und auch meine Nähprojekte plane ich mit Trello. Das Tolle ist: Du kannst jedes Board anders führen – angepasst an die Erfordernisse des jeweiligen Themas oder Ziels.

Organisation muss raus aus dem Kopf!

Denn es ist eine Belastung, sich Termine und Projektideen zu merken. Ich war ja früher eher der Typ „Papier und Stift“. Auf Schmierzetteln habe ich meine Ideen notiert und dann versucht, diese Zettelchen sinnvoll und übersichtlich auf meinem Schreibtisch anzuorden. Ständig diese Post-its um mich herum liegen zu haben, stört mich aber und lenkt mich ab. Ich brauche einen freien, ordentlichen Tisch, um denken und arbeiten zu können.

Außer meiner Zettelwirtschaft habe ich für meinen Blog-Redaktionsplan einen großen Wochenkalender geführt. Darin habe ich ständig herumradiert, weil sich Pläne, Termine und Blogartikel verschoben oder weiterentwickelt haben. Auch kein System, das wirklich praktisch ist! Deshalb war ich unheimlich neugierig, als ich bei Katharina von „Web & Wissen“ von Trello las. Ich habe mich sofort angemeldet und war von der ersten Minute an begeistert.

Trello ist unkompliziert, einfach, sehr flexibel, total übersichtlich und wunderbar visuell. Es erinnert mich ein bisschen an Pinterest, aber kann viiieeeel mehr. Du kannst es komplett nach deinen Bedürfnissen gestalten und gemeinsam mit anderen Personen nutzen, was sehr cool ist. Ich zeige dir mal an meinem Board „Nähprojekte“, wie es funktioniert:

Simplify Nähen | Nähprojekte mit Trello planen und organisieren

Du kannst jedes Board mit einer Wunschfarbe hinterlegen. Ich habe mich hier für Grün entschieden.

Ganz oben in der Organisationsstruktur von Trello steht das Board. Es ist eine Art Pinnwand, auf der du Listen und Kärtchen flexibel hin- und herschieben kannst. Du kannst so viele Boards anlegen, wie du möchtest. Ich habe im Moment 7 Boards – eins davon heißt „Nähprojekte“.

In meinem Board „Nähprojekte“ habe ich 6 Listen angelegt:

  • Für mich & uns  – Hier sammle ich, was ich für mich privat nähen möchte.
  • Geschenke – Hier sammle ich Geschenkideen und koordiniere Termine.
  • Auftrag – Hier pinne ich Kundenaufträge und Nähwünsche meiner Familie.
  • Blogaktionen & Sew-Alongs – Hier merke ich mir, bei welchen Blogaktionen ich mitmachen möchte und sammle Ideen dafür.
  • Probenähen – Hier koordiniere ich Probenäh-Termine.
  • Demnächst mal nähen – Hier sammle ich, was ich in naher Zukunft nähen möchte.
Simplify Nähen | Nähprojekte mit Trello planen und organisieren

Trello ist kostenlos. In der kostenpflichtigen Business-Version hast du ein paar mehr Features, zum Beispiel einen individuellen Boardhintergrund. Aber mir reicht das Grün.

Zu jeder Liste kannst du Karten hinzufügen, die du mit ganz vielen Informationen füllen kannst. Das ist im Prinzip so, als würdest du eine Karte an deine Pinnwand pinnen und hättest auf der Rückseite noch Infos stehen. Solche Infos können z. B. sein: eine Beschreibung, eine Checkliste oder eine Frist – bis wann die Aufgabe erledigt sein soll… Weißt du was!? Wir klicken jetzt einfach mal auf die Karte „Reisetasche XXL“ in der Liste „Für mich & uns“ und schauen uns an, welche Zusatzinfos auf der Rückseite dieser Karte stehen:

Simplify Nähen | Nähprojekte mit Trello planen und organisieren

Oben siehst du ein Bild von der Reisetasche, die Katherina von stitchydoo genäht hat. Bei meinen Nähprojekten lade ich gerne Bilder hoch, die mir gefallen und die mich inspirieren. Das ist in Ordnung, weil es nur für mich privat ist. Normalerweise sieht mein Nähprojekte-Board ja kein anderer Mensch. Das ist heute mal eine Ausnahme. Ich bin jedenfalls total verliebt in Katherinas Reisetasche und habe deshalb ein Foto von ihr in mein Kärtchen geladen. Es ist das erste Bild ist, das ich angehängt habe, deshalb hat Trello es in den Header gepackt und zum Titelbild meiner Karte gemacht.

So kannst du Bilder und Links anhängen:
Einfach im Web auf das gewünschte Bild gehen, mit der rechten Maustaste anklicken, „Grafikadresse kopieren“ und dann unter „Anhang“ bei „Einen Link anhängen“ einfügen. Du kannst natürlich auch eigene Bilder und Dateien von deiner Festplatte oder deiner Dropbox hochladen und sogar Webseiten als Links anhängen. Das finde ich sehr genial. Wenn du z. B. auf einem Blog Tipps oder Inspirationen zu deinem Nähprojekt findest, kannst du diesen Link in deiner Trello-Karte speichern und hast ihn immer griffbereit. Die Anhänge und die optische Darstellung sind für mich eine große Stärke von Trello!

Eine Frist hinzufügen
Du kannst dein Projekt terminieren. Hier habe ich den 2. Mai angegeben, weil das der Tag ist, an dem bei Emmas Taschenspieler-3-Sew-Along die Reisetasche an der Reihe ist. Bis dahin möchte ich die Tasche genäht, fotografiert und einen Blogpost darüber geschrieben haben. Bei aktivierter Kalenderfunktion zeigt Trello dir dann diesen und alle anderen Termine an. Leider funktioniert der Kalender nicht boardübergreifend, sondern immer nur für ein einzelnes Board.

Eine Beschreibung hinzufügen
In der Beschreibung habe ich jetzt hier zur Anschauung mal die Materialliste von Farbenmix
reinkopiert. Oft sammle ich unter „Beschreibung“ auch Ideen für meinen Blogpost, den ich im Anschluss über das Nähprojekt schreiben möchte.

Einfach genial!
So kannst du also alles in einem einzigen System sammeln: Was du nähen willst, bis wann du es genäht haben möchtest, wo du Inspirationen und Tipps gesehen hast, Material, das du eventuell noch bestellen musst, und vieles mehr. Trello bietet dir die Möglichkeit, alle Infos an einer Stelle zusammenzupacken.

Simplify Nähen | Nähprojekte mit Trello planen und organisieren

Eine Checkliste hinzufügen
Eine tolle Sache ist die Checkliste, die du erstellen kannst. Hakst du einen Punkt ab, wird er durchgestrichen und in einem Balken als Fortschritt angezeigt. Hier siehst du: Material habe ich besorgt, 20 % der To-do-Liste sind erledigt. Haha, Material besorgen geht natürlich immer am schnellsten. Wie viele Punkte du anlegst und wie du sie strukturierst, bleibt dir überlassen.

Die Funktionen „Kommentar“ und „Aktivität“
„Kommentar“ und „Aktivität“ sind vor allem dann interessant, wenn du dein Board im Team mit mehreren Personen benutzt. Alle Teilnehmer können Kommentare hinzufügen, und wenn jemand etwas bearbeitet, wird das in den Aktivitäten notiert, so dass auch Änderungen jederzeit nachvollziehbar sind. Man kann auch einzelne Karten Teammitgliedern zuordnen und damit Aufgaben verteilen.

Das alles sind Funktionen, die Trello dir anbietet, die du aber nicht nutzen musst. Du kannst auch einfach ein Kärtchen ohne Checklisten, Bilder, Links oder Frist anlegen.

Noch ein paar Tipps zu Trello:

  • Es dauert vielleicht eine Weile, bis du weißt, wie du Trello für dich optimal nutzen kannst. Deshalb experimentiere ruhig damit, du kannst dabei nichts falsch machen! Und es kostet ja auch nichts.
  • Viele nutzen Trello für klassische To-Do-Listen und erstellen Listen für „Geplant“, „In Arbeit“ oder „Erledigt“. Karten werden dann immer weitergeschoben, bis sie am Ende im „Erledigt“-Ordner landen. Kann man machen, ich bin allerdings kein Fan davon. Die „Erledigt-Liste“ unterscheidet sich optisch nicht von der Aufgaben-Liste, und deshalb denkt mein Unterbewusstsein, das seien alles noch zu erledigende Aufgaben. Dabei sind sie schon längst abgehakt. Deshalb schiebe ich erledigte Aufgaben lieber ins Archiv. Dann sind sie weg vom Board, und ich sehe, dass meine Aufgaben-Kärtchen weniger werden, was mir ein gutes Gefühl gibt. Die Stärke von Trello ist ja gerade, dass es viel flexibler ist als eine starre To-do-Liste und dich besser unterstützt, weil du Karten verschieben kannst, wenn sich deine Prioritäten geändert haben oder du feststellst, dass du dir mal wieder zu viel vorgenommen hast.
  • Trello eignet sich prima, um schnell mal eine Idee im Smartphone zu notieren. Das Gute ist, dass du den Gedanken erst mal aus dem Kopf hast und keine Energie darauf verwenden musst, ihn nicht zu vergessen. So kannst du Pläne und Ideen erst mal loslassen und dich voll und ganz der Aufgabe widmen, die im Augenblick ansteht. Der Vorteil gegenüber eine normalen Notiz-App ist, dass du den Gedanken bei Trello gleich in den richtigen Zusammenhang einordnen kannst.
  • Ein letzter Tipp noch: Achte darauf, nicht zu viele Boards, Listen und Karten anzulegen, damit du die Übersicht behältst und dich nicht überforderst. Weil es so schnell und einfach geht, habe ich am Anfang viel zu viele Kärtchen angelegt, auch für Kleinigkeiten. Die standen dann gleichberechtigt neben großen Aufgaben, und es wurde eine megalange Liste, die mich erschlagen hat. Nichts ist frustrierender und kontraproduktiver als Aufgaben-Listen, die man nie abarbeiten kann, weil sie einfach zu lang sind! Deshalb: Weniger ist mehr!

Demnächst: Redaktionsplan mit Trello
Beim nächsten Mal zeige ich dir, wie ich meinen Blog-Redaktionsplan mit Trello führe. Anders als bei den Nähprojekten arbeite ich hier mit einer chronologischen Struktur, füge keine Bilder hinzu, sondern nutze vor allem Labels, um Blogposts zu kategorisieren und einen Überblick zu behalten.

Das war der erste Beitrag meiner neuen Blogreihe „Simplify Nähen“. Ich hoffe, ich konnte dir einen nützlichen Tipp geben und dich mit meiner Begeisterung für Trello ein wenig anstecken. Schreib mir doch in den Kommentar, wie DU die Übersicht über deine Nähpläne behältst. Ich würde mich sehr freuen, von dir zu lesen.

Simplify Nähen | Blogreihe über alles, was das Nähen einfacher macht

Die Bilder in meinem privaten Board „Nähprojekte“ stammen von diesen Webseiten:

Tipps | Wie du mit dem richtigen Vorschaubild bei Linkpartys viele Besucher auf deinen Blog lockst

Du hast deinen Post bei einer Linkparty verlinkt und trotzdem kommen kaum Besucher auf deinen Blog? – Schade! Vielleicht hast du Fehler bei der Wahl deines Vorschaubilds gemacht. Aus meiner Erfahrung als Teilnehmerin und Gastgeberin von Linkpartys möchte ich dir heute ein paar Tipps geben, wie du mit dem richtigen „thumbnail“ und einem attraktiven Untertitel mehr Besucher auf deinen Blog lockst.

Tutorial & Tipps | Wie du bei Linkpartys mitmachst & Besucher auf deinen Blog lockst

Was ist ein thumbnail?
„thumbnails links“ sind kleine Vorschaubilder bei Linkpartys, die dich beim Anklicken zum verlinkten Blog weiterleiten. Mit 75 bis 150 Pixelbreite sind diese Miniaturbilder oft kaum größer als ein Daumennagel, und genau hier liegt für dich die Herausforderung: Wähle aus deinem Blogpost ein Bild aus, das trotz kleiner Größe maximale Wirkung hat!

Warum ist ein gutes thumbnail so wichtig? 
Weil wir visuelle Menschen sind, die immer zu wenig Zeit haben. Deshalb haben wir uns angewöhnt, Inhalte und Bilder im Web zu scannen und zu bewerten. Bringt mir der Klick auf dieses Bild etwas? Soll ich meine knappe Zeit investieren, um diesem Link zu folgen und den Blogpost zu lesen? Lohnt sich diese Investition für mich? – In Sekundenschnelle entscheiden wir uns dafür oder dagegen. Wie kannst du Leser nun dazu bewegen, sich für dich und deinen Blogpost zu entscheiden?

Das thumbnail ist die Einladungskarte!
Suche dir immer ein schönes Vorschaubild aus und schreibe einen aussagekräftigen Titel! Beides gehört zusammen und ist wichtiger, als du vielleicht denkst. Dein kleines thumbnail-Bildchen ist wie eine Einladungskarte, mit der du Besucher auf deinen Blog lockst. Ist die Einladung nicht attraktiv, werden leider nicht so viele Besucher kommen. Denn aus welchem Grund sollten sie? Es lohnt sich also sehr, dass du dich hier richtig ins Zeug legst.

Was macht ein gutes Vorschaubild aus?
Ein Miniaturbild kann immer nur so gut sein wie das große Original. Wähle ein möglichst helles, scharfes Bild aus, auf dem man das Objekt sofort erkennen oder zumindest sehr gut erahnen kann. Es muss nicht immer die komplette Darstellung eines Objekts sein. Auch ein halbes T-Shirt ist als T-Shirt gut erkennbar, sofern charakteristische Merkmale wie ein kurzer Ärmel und der Hausausschnitt gezeigt werden. Gerade ein spannender Bildausschnitt kann Interesse wecken. Wichtig ist, dass das Bild beim Betrachter die richtigen Assoziationen weckt und zum Anklicken bewegt.

Titel, die zum Anklicken verführen
Bei der Verlinkung deines Blogposts gibt dir das Programm InLinkz die Möglichkeit, zu deinem thumbnail-Bild einen „Link title“ zu schreiben. Meist stehen dafür nicht mehr als 40 bis 50 Zeichen zur Verfügung. Es gilt also: In der Kürze liegt die Würze! Verzichte nie auf einen guten Titel! Wenn du den abgehackten Text, den dir Inlinkz vorschlägt, übernimmst oder alles bis auf deinen Blognamen löschst, verschenkst du die Chance, mit einem spannenden Titel Besucher auf deinen Blog zu locken.

Dein Blogname gehört in den Titel!
Der Titel deines Vorschaubilds sollte unbedingt deinen Blognamen enthalten, denn du möchtest ja, dass sich dein Blogname einprägt und du auf Dauer in der Community bekannt wirst! Vielleicht klickt mancher Betrachter deinen Linkbeitrag auch nur deshalb an, weil er von dir ist. Ich kenne das selbst: Es gibt Blogs, die ich so gut finde und von deren Qualität ich so überzeugt bin, dass ich sie anklicke, auch wenn mich das Vorschaubild mal nicht neugierig macht. Wenn dein Blogname zu lang ist, dann kürze ihn sinnvoll ab. Optimal ist, wenn du 1. immer den gleichen Namen verwendest und 2. wenn das der Name ist, unter dem du auch bei Facebook, Instagram und in anderen sozialen Netzwerken aktiv bist.

Verwende Schlüsselwörter!
Statt einfach die Überschrift deines Blogposts zu übernehmen, schreib lieber einen prägnanten Titel mit Schlüsselwörtern – außer die Überschrift deines Posts ist schon der Knaller und kurz genug. Schlüsselwörter, die neugierig machen, sind zum Beispiel der Name des Schnittmusters, das du verwendet hast, aber auch Wörter wie „Tipps“, „Freebie“, „Tutorial“, „einfach“, „neu“, „schnell“ und  „ruckizucki“. Natürlich müssen die Schlüsselwörter auch zum Inhalt deines Beitrags passen. Du darfst im Titel nichts versprechen, was dein Blogpost nicht halten kann.

Vorschaubild und Titel im Zusammenspiel
Generell gilt: Das Vorschaubild kann die Schwäche des Titels ausgleichen und umgekehrt. Ist dein Vorschaubild sehr klar und dein Nähwerk auf den ersten Blick genau zu erkennen, kannst du dir beim Titel mehr Freiheiten erlauben und dir auch mal etwas Verspieltes einfallen lassen. Das ist oft noch viel besser, als nur das Schnittmuster zu nennen. In diesem Fall könntest du zusätzliche Informationen transportieren anstatt noch einmal wiederzugeben, was ohnehin sehr deutlich auf dem Bild zu sehen ist. Hier ein paar Beispiele aus den letzten HoT-Linkpartys, die mir sehr gut gefallen haben und die viel angeklickt wurden:

LuLu hat eine Geldbörse genäht. Das kann man auf den ersten Blick erkennen. Aus ihrem Titel geht hervor, dass es ein Upcycling-Projekt ist. Das Material kann ich nicht sofort zuordnen und auch den Schnitt verrät sie nicht. Der Beitrag macht mich deshalb neugierig.

Bei liiviundliivi passen Bild und Text einfach perfekt zusammen. Das Mädchen steht so lässig und fröhlich vor der Wand, das ich direkt Lust bekomme, mir mehr Bilder von diesem tollen Outfit anzuschauen.

Martina von Knuddelwuddels bringt es kurz und knackig auf den Punkt: „Es ist ein Bube!“ Eine neue Tasche ist auf die Welt gekommen! Insider wissen natürlich, dass der Bube ein Schnitt von Farbenmix ist. Ich finde diesen Titel sehr charmant und witzig, die Tasche sieht toll aus, und deshalb musste ich mir das Werk auf Martinas Blog ganz genau anschauen.

Oh, Allie & Me hat Täschchen genäht, die das Zeug zum Lieblingsschnitt haben? Na, das könnte doch auch etwas für mich sein. Muss ich mir unbedingt angucken. Schließlich hat Gesine von Allie & Me design schon unzählige tolle Projekte in ihrem Blog gezeigt. Garantiert sind diese Schnabelina Clutchs auch hübsch anzuschauen.

Aber ist das nicht alles total individuell?  
Ja, natürlich hängt es sehr stark von den Interessen des Betrachters ab, welche Beiträge er anklickt und welche nicht. Wer gerne Taschen näht, wird gerne Taschen anklicken, besonders Schnitte, die er selbst noch auf der To-Sew-List stehen hat. Aber es ist tatsächlich so, dass diese vier Beiträge, die ich dir gerade vorgestellt habe, besonders häufig aufgerufen wurden!

Woher ich das weiß? Als Linkparty-Gastgeberin habe ich im Moderationsbereich von InLinkz Einblick in die Statistik und sehe bei jedem Handmade on Tuesday, welcher Beitrag wie oft angeklickt wurde. Normalerweise interessiert mich das nicht, aber zu Recherchezwecken für diesen Blogpost hab ich mal genau reingeschaut und die Statistik analysiert. Deshalb weiß ich: Vorschaubild und Titel sind wichtig! Mindestens eins davon sollte ein Knaller sein! Wenn du dir da keine Mühe gibst, wird dein Beitrag vielleicht nur 4- oder 5-mal angeklickt, während andere Beiträge 40-, 50- oder 60-mal angeklickt werden, weil sie aus der Masse herausstechen und mehr Interesse wecken.

Weitere Beispiele von erfolgreichen Verlinkungen bei Handmade on Tuesday #32:

Marie von Stoffbonbon hat den Cardigan „My cuddle me“ mit einem interessanten Innenfutter genäht. „Das schau ich mir mal an“, dachten viele HoT-Besucher und klickten ihren thumbnail link an. Grundsätzlich gilt: Kleidungsposts gehören zu den beliebtesten Linkparty-Beiträgen und werden überdurchschnittlich oft angeklickt. Hast du Kleidung genäht, lohnt sich das Mitmachen bei einer Linkparty also ganz besonders. Aber auch Taschen sind immer beliebt.

Bei stitchydoo gab es einen exklusiven Einblick in die neue Taschenspieler-CD von Farbenmix. „Taschenspieler 3“ lautet hier das Schlüsselwort, das ganz viele Betrachter anlockte. Katherina hat darüber hinaus ein tolles Eyecatcher-Foto ausgewählt. Ihre Beuteltasche ist ein schönes Beispiel dafür, dass oft gerade das Aufmerksamkeit erregt, was aus dem Rahmen fällt. Linkparty-Besucher sind nämlich auch leidenschaftliche Entdecker, die sich für Schnitte und Stoffe interessieren, die noch neu sind bzw. noch nicht so oft genäht und gezeigt wurden.

Mit „Herr Toni trifft GöGa“ hat lebensWEISE einen absoluten Volltreffer gelandet. Das Bild ist phänomenal und hat so viele Betrachter(innen) angesprochen wie kaum ein anderes. Damit hat sie es trotz der recht späten Verlinkung (Platz 126) in die Top3 der meist angeklickten Beiträge bei Handmade on Tuesday #32 geschafft.

Ina von ImmermalwasNeues ist der Chuck Norris der Linkpartys und braucht einfach keinen richtigen Titel, wie es aussieht. Ihr Blogname allein und das tolle Foto haben ausgereicht, um überdurchschnittlich viele HoT-Besucher auf ihren Blog zu locken.

Zusammenfassung & Fazit 
Du siehst: Es ist definitiv eine Herausforderung, ein attraktives Miniaturbild auszuwählen und mit nur 50 Zeichen auszukommen, aber es lohnt sich, wenn du dir hier ein paar Gedanken und ein bisschen Mühe machst! Du kannst damit viele Besucher auf deinen Blog locken. Manchmal drängt natürlich die Zeit, das Licht zum Fotografieren war nach der Arbeit nicht mehr optimal oder du hast einfach keine gute Idee für einen heißen Titel. Geht mir ganz genauso. Dann mach dich nicht verrückt! Nicht jede Verlinkung kann ein Volltreffer sein. Mein Blick in die Statistik hat mir gezeigt, dass ich auch manchmal danebenliege. Was soll’s. Bei der nächsten Linkparty haben wir wieder eine neue Chance.

Du bist Bloganfänger und hast noch nie bei einer Linkparty mitgemacht? Hier erfährst du, wie es geht: Tutorial | Wie du deinen Blogpost bei einer Linkparty verlinkst

Für alte Bloggerhasen habe ich einen Action Step, eine kleine Aufgabe: Schau dir mal die heutige HoT-Linkparty an und finde fünf Beiträge, die dich besonders ansprechen. Warum machen dich diese Beiträge neugierig und was kannst du für dich daraus mitnehmen?

Tutorial | Wie du deinen Blogpost bei einer Linkparty verlinkst

Einmal selber auch bei RUMS oder Handmade on Tuesday mitmachen! – Das wünschen sich viele Nähbegeisterte und starten deshalb einen Blog. Es macht einfach Spaß, die eigenen Nähwerke einem größeren Kreis von Menschen zu zeigen, Feedback zu bekommen und sich miteinander auszutauschen.

Tutorial & Tipps | Wie du bei Linkpartys mitmachst & Besucher auf deinen Blog lockst (1)

Linkpartys eignen sich prima, um Kontakt zu anderen Nähbloggern zu knüpfen. Schnell wirst du Teil der Community und machst deinen Blog bekannt – natürlich nur, wenn du auch andere Blogs besuchst und ab und zu einen netten Kommentar hinterlässt. Bloggen ist ein Geben und Nehmen. Wer nie bei anderen kommentiert, darf sich nicht wundern, wenn Kommentare auf dem eigenen Blog ausbleiben. Aber wie funktioniert das eigentlich mit dem Verlinken?

In den letzten Wochen haben mich im Rahmen des Taschen-Sew-Alongs 2016 einige Fragen dazu erreicht. Deshalb zeige ich heute allen Bloganfängern und Interessierten in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie ein Blogpost bei einer Linksammlung verlinkt wird. Als Beispiel dient mein Taschen-Sew-Along. Natürlich kannst du das Prozedere auch auf andere Linkpartys übertragen, sofern sie ebenfalls über das Verlinkungstool Inlinkz generiert wurden.

➜ Schritt 1: Einen Backlink in deinen Blogpost einfügen

Damit das Programm Inlinkz deinen Blogpost zulässt und das Verlinken funktioniert, braucht dein Post zunächst einmal einen Backlink. Das ist ein Link, den du in deinen Text einbaust, und der in unserem Beispiel zu meinen Blog führt.

Tutorial | Wie du deinen Blogpost bei einer Linkparty verlinkst

Ich erkläre dir nun, wie du den Backlink bei Blogger (.blogspot) setzt. Das ist ganz einfach: Beim Bearbeiten deines Posts markierst du mit der Maus ein Wort oder einen Satz und klickst in deiner Menüleiste auf den Button „Link“. Ich habe hier die Wortfolge „Taschen-Sew-Along 2016“ markiert. Es öffnet sich das Fenster „Link bearbeiten“.

Tutorial | Wie du deinen Blogpost bei einer Linkparty verlinkst

Bei Webadresse fügst du nun den Backlink ein, also die Seite, zu die der Link führen soll. Es spielt keine Rolle, ob du „http://greenfietsen.blogspot.de“ oder „www.greenfietsen.blogspot.de“ einfügst. Inlinkz sucht in deinem Post nach dem Baustein „greenfietsen.blogspot.de“, und das ist in beiden Schreibweisen enthalten. Bei anderen Linkpartys und Webseiten kann das allerdings anders geregelt sein. Am einfachsten ist es, wenn du auf meinen Blog gehst, oben in deiner Browserzeile meine Webadresse kopierst und sie im Fenster „Link bearbeiten“ bei „Webadresse“ wieder einfügst.

Wenn du nicht zur Startseite meines Blogs verlinken möchtest, sondern zu einem ganz bestimmten Blogpost, dann fügst du bei Webadresse den Permalink ein, also die Adresse, die genau zu diesem speziellen Blogpost führt.

Beispiel: Du möchtest zur Januar-Sammlung des Taschen-Sew-Alongs 2016 verlinken. Dann fügst du bei Webadresse den Backlink ein: „http://greenfietsen.blogspot.de/2016/01/taschen-sew-along-2016-januar.html“ Auch hier ist der Baustein „greenfietsen.blogspot.de“ enthalten, und das Programm wird deinen Backlink akzeptieren.

Aber ACHTUNG, bei Copy & Paste passieren auch Fehler! 
Wenn du außerhalb von Deutschland meinen Blog aufrufst, ändert Google gerne automatisch die Länderkennung. Lebst du zum Beispiel in Österreich, wird aus der Länderkennung *.de die Endung *.co.at. Du erreichst meinen Blog zwar auch über „www.greenfietsen.blogspot.co.at“, aber Inlinkz kann damit nichts anfangen. Das Programm erkennt keinen Backlink und die Verlinkung scheitert. Achte also immer darauf, dass du den Link „greenfietsen.blogspot.de“ mit der Endung *.de einfügst.

Was ist mit den Häkchen?
Ich persönlich setze immer ein Häkchen bei „Link in neuem Fenster öffnen“. Dann öffnet sich der Link in einem neuen Tab und mein Blog wird nicht geschlossen. Das Attribut „nofollow“ füge ich nur dann hinzu, wenn ich für einen Link eine Gegenleistung erhalten habe, also wenn ich zum Beispiel zu einem Shop verlinke, von dem ich Stoff gesponsert bekommen habe. Damit sage ich der Suchmaschine Google, dass sie diesen „bezahlten Link“ nicht in ihre Bewertung aufnehmen soll. Bei Linkpartys setze ich dort nie ein Häkchen, denn es fließt ja keine Gegenleistung.

Backlinks bei WordPress-Blogs
Wie das Setzen eines Backlinks bei WordPress funktioniert, kann ich dir nicht beantworten. Aber ich vermute, das wird ganz ähnlich sein.

➜ Schritt 2 : Deinen Blogpost verlinken

So, die Voraussetzungen sind nun erfüllt, dass Inlinkz deinen Backlink erkennen kann und die Verlinkung sofort klappt. Gehe jetzt zur Linkparty und klicke auf den blauen Button „Add your link“. Du wirst nun zu Inlinkz weitergeleitet, wo du deine Daten eingeben kannst. Am Beispiel meines Fünf-Fach-Organizers zeige ich dir, worauf du dabei achten musst.

Tutorial | Wie du deinen Blogpost bei einer Linkparty verlinkst

1. Permalink einfügen
In die erste Zeile bei „Link“ fügst du nun per Kopieren & Einfügen die Webadresse deines Blogposts ein. Wichtig ist hier, dass du nicht deine allgemeine Blog-URL reinkopierst, sondern den Permalink deines Posts, also in meinem Beispiel: „https://www.greenfietsen.de/2016/01/fuenf-fach-organizer/“. Als kleiner Hinweis steht auch unter der Zeile: „This link-up accepts only permalinks.“ Das grüne Häkchen zeigt dir: „Alles in Ordnung. Das Programm hat deinen Backlink erkannt.“

2. Link-Titel einfügen
Wenn du jetzt mit der Maus in die zweite Zeile „Link title“ reinklickst, schlägt dir das Programm automatisch einen Titel vor – bestehend aus deinem Blognamen und der Überschrift deines Blogposts. Weil hier nur eine begrenzte Anzahl von Buchstaben zur Verfügung stehen, ist das meistens abgehackt. Am besten überlegst du dir selbst einen attraktiven Titel. (Tipps dazu im nächsten Post.)

3. E-Mail-Adresse einfügen
In die dritte Zeile fügst du deine E-Mail-Adresse ein. Keine Sorge, die wird nicht öffentlich angezeigt, sondern dient nur dazu, dass ich als Linkparty-Betreiberin dich im Zweifelsfall kontaktieren kann.

Tutorial | Wie du deinen Blogpost bei einer Linkparty verlinkst

4. Vorschaubild auswählen
Ganz automatisch sucht das Programm in deinem Blogpost nach Fotos für ein Vorschaubild (thumbnail). Du kannst ein Foto mit „Select“ auswählen – dann wird es automatisch in ein quadratisches Format gebracht – oder mit der Funktion „Crop“ selbst einen Bildausschnitt wählen. Hast du einen schönen Ausschnitt gefunden, klickst du auf „Done“ und das Bild wird übernommen.

5. Done!
So, nun noch auf den großen, blauen Button „done!“ klicken und deine Verlinkung ist perfekt! Am besten kontrollierst du noch mal, ob dein Vorschaubildchen und dein Link in der Linkparty erscheinen. Wenn du ein paar mal bei Linkpartys mitgemacht hast, geht das Verlinken bald fast im Schlaf.

Im 2. Teil verrate ich dir ein paar Tipps und Tricks, wie du bei Linkpartys mit dem richtigen Vorschaubild viele Besucher auf deinen Blog locken kannst, welche Untertitel gut funktionieren und was du lieber sein lassen solltest.

Tipps: Wie du mit dem richtigen Vorschaubild bei Linkpartys viele Besucher auf deinen Blog lockst

Wenn jetzt zum Technischen noch Fragen offen geblieben sind, nur raus damit!

Genähtes auf DaWanda verkaufen – Lohnt sich das? #1

„Mensch, du nähst so tolle Sachen! Die kannst du doch verkaufen!“ – Kommen dir diese Sätze irgendwie bekannt vor? Als ich die ersten selbst genähten Taschen und Mäppchen verschenkte, sparte meine begeisterte Familie nicht mit solchen Komplimenten. Mit roten Bäckchen habe ich erst mal abgewunken: „Ach was! Nein, so gut sind meine Sachen nicht.“ Aber irgendwann mit mehr Näherfahrung dachte ich mir: „Ja, warum eigentlich nicht? Probieren geht über Studieren. Was hast du schon zu verlieren?“

Also meldete ich ein Kleingewerbe an, beantragte eine Steuernummer und eröffnete im April 2014 einen Shop bei DaWanda. Seitdem bekomme ich immer wieder E-Mails mit Fragen zu meinem Shop: Welche Tipps ich geben kann, welche rechtlichen und finanziellen Hürden es gibt, wie ich das Thema Verpackungsverordnung für mich gelöst habe und natürlich – die Frage aller Fragen -, ob sich der Shop für mich lohnt.

Ich habe mir eine Menge Gedanken zu dem Thema gemacht, die ich gerne mit dir teilen möchte. Vielleicht stehst du ja selbst gerade vor der Frage, ob du deine selbst genähten Produkte verkaufen und einen DaWanda-Shop eröffnen sollst und kannst von meinen Erfahrungen profitieren. In mehreren Blogposts möchte ich dir einen Blick hinter meine Shopkulissen geben, den Weg eines Produkts vom Nähtisch bis zum DaWanda-Verkaufsregal nachzeichnen und mich der Frage widmen, was einen Shop erfolgreich macht. Auch ein paar spannende Interviews mit anderen DaWanda-Shopbetreiberinnen soll es geben.

Wichtig ist mir, dass du bedenkst: Meine Blogposts sind ganz und gar subjektiv. Sie basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen, spiegeln meine Beobachtungen wider und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder Vollständigkeit. So wie immer eigentlich. Möchtest du gerne von deinen eigenen Erfahrungen berichten und mitdiskutieren, nur zu! Ich freue mich über jeden konstruktiven Kommentar. Je bunter die Meinungen, desto interessanter das Gespräch.

Wie ist es nun? Butter bei die Fische! Lohnt es sich, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen? – Du ahnst sicher, dass es darauf keine einfache, schnelle Antwort gibt, dass sehr viele Faktoren eine Rolle spielen und dass das jeder für sich selbst entscheiden muss.

Es hängt zunächst einmal von deinen eigenen Erwartungen ab. Was möchtest du mit deinem Shop erreichen? Genügt es dir, kostendeckend zu arbeiten und strebst du gar keinen finanziellen Gewinn an, weil der Verkauf deiner genähten Sachen ein Hobby für dich ist? Dann kann es auf ideeller Ebene lohnenswert für dich sein. Oder möchtest du mit dem Nähen Geld verdienen, zum Beispiel um die Familienkasse aufzubessern oder ein zweites, berufliches Standbein aufzubauen? Natürlich braucht es auch Zeit, ein kleines Unternehmen zum Erfolg zu führen, und ein Shop, der anfangs schleppend läuft, brummt vielleicht nach ein paar Monaten.

Welche Nebenausgaben hast du mit deinem Shop? Wie hoch sind deine Produktionskosten? Wie viel Zeit benötigst du zum Nähen, Fotografieren, Bilderbearbeiten, Einstellen, Verpacken und Verschicken deiner Produkte? Wie groß ist deine Leidenschaft für’s Nähen und Verkaufen? Macht dir Spaß, was du tust? Finden deine Produkte Abnehmer oder verstauben sie im Verkaufsregal? All das ist sehr individuell und fließt in die Entscheidung mit ein, ob sich ein Shop lohnt oder nicht.

Für mich war mein Shop von Anfang an ein Experiment mit dem Ziel, ein Nebeneinkommen zu verdienen. Ich wusste, dass ich es als Neuling bei all der starken, etablierten Konkurrenz nicht leicht haben würde, aber ich wollte es trotzdem versuchen und war neugierig auf meine eigenen Erfahrungen. Und von diesen Erfahrungen möchte ich dir in meiner Blogreihe „Verkaufen auf DaWanda“ erzählen.

Weitere Artikel:

→  Welche Kosten verursacht mein DaWanda-Shop? – Teil #2
→  Der Weg des Handmade-Produkts und warum Zeitmanagement alles ist – Teil #3
→  Wie viel ist ein Handmade-Produkt wert? – Teil #4
→  Acht Dinge, die deinen DaWanda-Shop erfolgreich machen – Teil #5
→  Interview / Katherina von „stitchydoo“ über das Verkaufen auf DaWanda – Teil #6
→  Interview / Christiane Petscha über das Verkaufen auf DaWanda – Teil #7
→  Interview / „Nane“ über das Verkaufen auf DaWanda – Teil #8
→  Interview / Jana von „ambaZamba“ über das Verkaufen auf DaWanda – Teil #9
→  Interview / Sarah von „Mädchenkram“ über das Verkaufen auf DaWanda – Teil #10
 →  Mein Fazit / Lohnt es sich, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen? – Teil #11