Tipps | Wie sinnvoll sind Kinder-Nähmaschinen?

Du denkst darüber nach, deinem Kind eine eigene Nähmaschine zu kaufen? Dann findest du in diesem Blogbeitrag vielleicht ein paar nützliche Hinweise und Tipps. Seit vielen Jahren bringe ich Kindern in Nähkursen und Schüler-AGs den Umgang mit der Nähmaschine bei. Ich weiß, mit welcher Nähmaschine Kinder ab 8 Jahren gut zurechtkommen und welche Funktionen sinnvoll für sie sind. Gegenüber „Kinder-Nähmaschinen“ bin ich eher kritisch eingestellt. Warum, erzähle ich dir in diesem Artikel.

★ Wie immer gilt: Diesen Blogpost habe ich aus eigener Überzeugung geschrieben. Er gibt meine Meinung wieder, die frei und inhaltlich unbeeinflusst ist. Ich bin von niemandem für diesen Beitrag bezahlt worden.

Die Nähanleitung zu diesem Hühnchen findest du hier in meinem Blog: Tutorial | Witziges Osterhuhn

Zwergen-Nähmaschinen mit bunten Aufklebern

Viele Nähmaschinen-Hersteller haben den Markt erkannt und eigens für Kinder konzipierte Nähmaschinen in ihr Sortiment aufgenommen. Meist mit bunten Aufklebern und fröhlichem Design, das schon allein von der Optik her viele Kinder und Eltern anspricht. Sie sind kleiner als normale Nähmaschinen und sehen aus, als wären sie für Kinderhände gemacht und genau auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten. – Aber stimmt das auch?

Preislich liegen „Kinder-Nähmaschinen“ zwischen 25 Euro und 260 Euro. Allerdings würde ich die billigen Modelle nicht als Nähmaschine bezeichnen. Eine Nähmaschine ist ein Werkzeug, mit dem man vernünftig arbeiten kann. Diese batteriebetriebenen Produkte sind nur billiges Spielzeug. Die Möglichkeiten sind so begrenzt, dass Kinder schnell das Interesse daran verlieren. Auch die kurze Lebensdauer sorgt eher für Frust als für langanhaltende Nähbegeisterung.

Kinder müssen ausprobieren dürfen.

Kinder können nicht wissen, welches Hobby ihnen Spaß macht, ohne es ausprobiert zu haben. Sie müssen ihre eigene Erfahrungen sammeln. Das gilt für den Fußballverein und den Musikunterricht genauso wie für Reiten oder Nähen. Deshalb ist es sinnvoll, Kinder in einem Verein anzumelden, in eine Schüler-AG oder einen Nähkurs zu schicken, wenn sie von sich aus Interesse daran zeigen.

In einem Nähkurs bekommen sie unter besten Bedingungen – unter professioneller Anleitung und an einer vernünftigen Anfänger-Nähmaschine – eine Einführung ins Nähen. Wenn das Kind dann zu dem Schluss kommt, dass Nähen nicht sein Ding ist, kann man mit Sicherheit sagen, dass es nicht an der Maschine lag.

Das haben Kinder (5. Klasse) in meiner Schüler-AG genäht.

Besser vorausschauend und nachhaltig denken.

Bestimmt kennst du das: Wenn wir uns mit einer Kaufentscheidung nicht sicher sind, neigen wir dazu, lieber das Günstige zu nehmen. Nach dem Motto: Wenn’s nichts ist, kann ich’s ja in die Mülltonne werfen, da ist nicht viel verloren. Gerade beim Nähen muss man sich aber klarmachen, dass es zu einem großen Teil von der Nähmaschine abhängt, ob man überhaupt Spaß am Nähen findet. Das gilt für uns Erwachsene wie für Kinder. Deshalb sollte man auch Kindern von Anfang an eine richtige, vernünftige Nähmaschine kaufen.

Eine gute Marken-Nähmaschine hat eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren und lässt sich bei Bedarf reparieren. Wenn man diesen durchaus realistischen Zeithorizont betrachtet, stellt sich schon die Frage: Wird die 18-Jährige immer noch so gerne auf der kleinen, rosa Nähmaschine nähen wie die 8-Jährige?

Kinder wachsen ruckzuck aus dem niedlichen Zwergenmodell heraus, weil es mit ihren Ansprüchen und Nähideen nicht mehr mitkommt. So ist z. B. bei Kinder-Nähmaschinen der Durchlass rechts neben der Nähnadel ziemlich eng – auch bei den teuren Modellen. Wenn man größere Sachen nähen möchte, z. B. eine Umhängetasche, braucht man mehr Platz neben der Nadel. Und man muss ja auch bedenken, dass die Hände noch wachsen. Deshalb mein Rat: Kaufe deinem Kind eine solide Anfänger-Nähmaschine, auf der es auch im Alter von 14, 16 oder 18 Jahren immer noch gut nähen kann.

Kinder sollte man nicht unterschätzen.

Aber kommen Kinder denn schon mit einer Erwachsenen-Nähmaschine zurecht, fragst du dich vielleicht. – Oh ja! Kinder lernen extrem schnell, wie das Gerät funktioniert. Ich erlebe es eigentlich immer, dass Kinder nach dem ersten Nähkurs-Termin begeistert ihren Eltern vorführen, was sie alles gelernt haben: „Kuck mal, Mama, so geht die Nadel hoch, und wenn man hier draufdrückt, kann man rückwärtsnähen. Und hier an der Seite kann man den Faden abschneiden. Das ist cool, oder?“

Grundsätzlich sind Kinder natürlich nicht blöd; sie eignen sich ruckzuck alle Funktionen der Nähmaschine an und schätzen genau wie Erwachsene technische Annehmlichkeiten. Sie merken sehr schnell, welche Funktionen nützlich sind und ihnen einen guten Komfort bieten. Kinder sind Forscher, die gute Technik lieben. In meiner Näh-AG z. B. hat ein Mädchen eine Funktion entdeckt, die ich bis dahin gar nicht kannte.

Auf meine Empfehlung hin hat die Schule, an der ich Näh-AGs geleitet habe, diese Anfänger-Nähmaschinen von Brother angeschafft.

Welche Funktionen sollte eine Nähmaschine für Kinder haben?

Eine gute Anfänger-Nähmaschine für Kinder braucht keine 120 Zierstiche und 5 Knopfloch-Programme. Die grundlegenden Funktionen müssen vorhanden sein, damit Kinder Spaß am Nähen entwickeln und die Maschine sehr lange nutzen können. Die folgenden Funktionen finde ich wichtig. Darauf solltest du meiner Meinung nach achten:

  • Ich würde eine Computer-Nähmaschine kaufen, keine mechanische.
  • Die Nähmaschine sollte einen Netzstecker haben (keine Batterien).
  • Der Durchlass sollte nicht unter 15 cm liegen. Mit Durchlass ist der Platz zwischen der Nähmaschinennadel und dem Gehäuse gemeint.
  • Die Nähmaschine sollte vorwärts- und rückwärtsnähen können.
  • Sie sollte mit Oberfaden und Unterfaden nähen.
  • Man sollte die Fadenspannung einstellen können.
  • Neben dem normalen Geradstich sollte sie auch einen Zickzackstich im Angebot haben.
  • Wichtig: Man sollte die Stichlänge und Stichbreite einstellen können.
  • Die Nähmaschine sollte über ein gutes, augenfreundliches LED-Licht verfügen.
  • Sie sollte mit verschiedenen Stoffarten umgehen können. Webstoff, dehnbarer Jersey und auch dickerer Jeansstoff sollten kein Problem darstellen. (Je nach Stoffart solltet ihr die passende Nähmaschinennadel einsetzen, also z. B. bei Jersey eine spezielle Jersey-Nadel.)
  • Was ich sehr toll für Kinder finde: einen Näh-Geschwindigkeitsregler, mit dem sich zusätzlich zum Fußpedal die Nähgeschwindigkeit drosseln lässt. So kann man an schwierigen Stellen ganz langsam nähen, egal wie fest man auf das Fußpedal tritt.
  • Ein automatischer Nadeleinfädler ist was Feines, aber zur Not geht’s auch ohne.

Wie wichtig ist ein Fingerschutz?

Manche Kinder-Nähmaschinen sind mit einem Fingerschutz ausgerüstet. Das ist ein Drahtbügel, der am Nähfuß befestigt wird und verhindern soll, dass die Finger während des Nähvorgangs versehentlich unter die Nadel geraten. Das ist aber kein zwingender Grund, eine spezielle Kinder-Nähmaschine zu kaufen. Der Hersteller Brother z. B. bietet einen Fingerschutz als Zubehörteil an. Man kann es für ca. 9 € kaufen und an jedem beliebigen Brother-Modell anbringen. Wenn man den Fingerschutz nicht mehr braucht, kann man ihn wieder abmontieren. Auch für Bernina-Maschinen gibt es einen Fingerschutz als Zubehör.

Nähmaschine mit Fingerschutz

Braucht man überhaupt einen Fingerschutz? – Ich würde sagen, das kommt 1.) auf das Alter und 2.) auf das Kind an. Kann es sich gut konzentrieren, ist es eher vorsichtig? Oder lässt es sich sehr leicht ablenken, ist ein Träumerle und passt nicht richtig auf? Generell würde ich aus meiner Erfahrung sagen: Kinder ab 8 Jahren brauchen keinen Fingerschutz mehr. Wenn man ihnen erklärt und zeigt, wo sich die Hände beim Nähen befinden sollten, lernen sie das schnell. Den Umgang mit Scheren, Messern und anderen potenziell gefährlichen Werkzeugen bringen wir ihnen ja auch bei.

Natürlich sollte man am Anfang ein Auge auf Kinder haben und sie darauf aufmerksam machen, wenn sie mit den Fingern zu nah an die Nähnadel kommen. Sehr hilfreich ist hier der Näh-Geschwindigkeitsregler, den man auf kleinste Stufe stellen kann, so dass die Nähmaschine beim Antippen des Fußpedals langsam näht und nicht schnell losrattert.

Der Vorteil, keinen Fingerschutz zu haben: Ohne den Drahtbügel hat man aus allen Blickwinkeln eine gute Sicht auf die Nadel und kann viel besser kontrollieren, was man da überhaupt macht. Deshalb war der Fingerschutz bei den 11- und 12-Jährigen in meiner Näh-AG auch eher unbeliebt. In diesem Alter brauchen die Kids meiner Ansicht nach keine Sicherheitsvorrichtung mehr. Sie wird eher als störend empfunden.

Fazit

Meiner Erfahrung nach kommen Kinder ab 8 Jahren prima mit Einsteiger-Modellen für Erwachsene klar. In meinen Kursen lernen Kinder das Nähen z. B. auf einer Brother Innov-is 10A Anniversary. Das ist eine sehr leicht zu bedienende Maschine, die ich ohne Einschränkung für Kinder und Erwachsene empfehlen kann. Wenn man möchte, kann man einen Fingerschutz dazukaufen und nachrüsten. Was ich hier besonders gut finde, ist der Näh-Geschwindigkeitsregler.

Ganz sicher gibt es auch von anderen Marken und Herstellern tolle Anfänger-Nähmaschinen, die sich für Kinder eignen. Hier würde ich mich einfach mal in einem Nähgeschäft beraten lassen. Meine Erfahrungen beschränken sich leider auf Brother-Nähmaschinen. Andere kenne ich nicht.

Die Wahl einer Nähmaschine solltest du immer vom Funktionsumfang abhängig machen, nicht von der Optik. Bunte Aufkleber kannst du schließlich auf jede weiße Nähmaschine kleben. Wichtiger ist, dass die Nähmaschine grundlegende Funktionen mitbringt, so dass sie viele Jahre für ganz vielfältige Nähprojekte genutzt werden kann. Eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren ist absolut realistisch für eine soilde Anfänger-Nähmaschine. Was auch für die Anfänger-Nähmaschine spricht: Sie kostet nur etwas mehr als eine gute Kinder-Nähmaschine, hat aber deutlich mehr Funktionen und Möglichkeiten im Gepäck.

Viel Spaß beim gemeinsamen Nähen!

Ich hoffe, mein Blogbeitrag konnte dir Hilfestellung geben und ein paar offene Fragen beantworten. Wenn du Zeit und Lust hast oder dich austauschen möchtest, hinterlasse mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich immer über Feedback.

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14 Kommentare

  1. Toll geschrieben und so wahr. Ich durfte als Kind auch lernen, dass es Dinge gibt, die gefährlich sein können. Und hier liegt die Betonung auf können. Also die Kinder besser zu Vorsicht erziehen, statt alle potenziellen Gefahren zu verhindern. Übrigens habe ich bisher von mehr Erwachsenen als von Kinden gehört, die sich in den Finger genäht haben.

    • Das stimmt! 😀 Ich kenne auch nur Erwachsene, denen das passiert ist. Und ich sehe es genauso: Es ist besser, Kindern beizubringen, Gefahren zu erkennen und Risiken richtig einzuschätzen, als sie in Watte zu packen. Die meisten Kinder können sich sehr gut vorstellen, dass es verdammt weh tut, wenn man sich durch den Finger näht, und sie haben kein Interesse daran, es auszuprobieren. Die passen schon selber auf.

      Liebe Grüße
      Katharina

  2. Vor 10 Jahren wurde mir als Erwachsene die Innovis 10 von Brother im Geschäft als Anfängermodell empfohlen. Nach zwei billigen Maschinen, mit denen mehr Frust als Spaß aufkam, war ich etwa 5 Jahre mit dem Modell zufrieden. Dann kam der Punkt, an dem sie bei meinen Projekten einfach nicht mehr mitkam und eine „Größere“ zog ein. Seit etwa zwei Jahren näht meine 11 jährige auf der „Kleinen“. Für Einsteiger und für Kinder einfach super.
    Ich kann verstehen, dass Eltern den Preis scheuen, aber selbst wenn die Kinder das Interesse am Nähen verlieren, kann man gute Maschinen noch weiterverkaufen.

    Viele Grüße
    Sylvia

    • Das stimmt, gute Maschinen kann man immer weiterverkaufen. So sehe ich das auch. Und man könnte ja auch erwägen, selbst eine gute Gebrauchte zu kaufen, wenn einem die neuen Marken-Nähmaschinen zu teuer sind.

      Mir geht’s ähnlich wie dir. Ich habe jetzt privat 10 Jahre lang auf einer Brother Innov-is 35 genäht. Die zählt auch noch zu den Einsteiger-Modellen, würde ich sagen. Jetzt bin ich auch an dem Punkt angelangt, wo ich mir mehr Funktionen und Schnickschnack wünsche. Deshalb steht dieses Jahr bei mir ein Neukauf an. 🙂

      Liebe Grüße
      Katharina

  3. Liebe Katharina,
    wer billig kauft, kauft zweimal/ teuer! Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen – und wenn das Handwerkszeug nicht stimmt, kann man keinen Spaß entwickeln, egal, was es ist. Das fängt schon bei guten Stiften und Papier an, auf dem der Stift gut gleiten kann und mit denen man dann eine ordentliche Handschrift entwickeln kann. Und das gilt so ziemlich für alles, würde ich sagen, erst recht fürs Nähen. .
    Danke für den Beitrag mit den Nähmaschinen und die Tipps, wonach man fragen oder worauf man achten sollte. Ich habe noch eine solide analoge Pfaff, unkaputtbar, auch ein Einsteigermodell. Aber ich liebe sie nach vielen Jahren immer noch. Zugegegen, mittlerweile komme ich auch an den Punkt, dass ich gerne mal einen in der Breite verstellbaren Zickzackstich hätte … oder für so gelegentliche Patchworkgeschichten dann doch den automatischen Fadenabschneider – von den Stick- und Zierstichen mal ganz zu schweigen. Aber ich habe auch ein bisschen Respekt vor dem immer komplizierteren Innenleben dieser Maschinen. Wenn an der digitalen Technik was kaputt geht, dann ist es halt erst mal kaputt.
    Auf Deinen Neukauf bin ich gespannt – sicher werden wir in diesem Blog davon erfahren. 🙂
    Liebe Grüße
    Maike

    • Liebe Maike,

      ich denke, du hast recht. Mein Mann sagt, das gelte auch für Musikinstrumente. Hier macht es ebenfalls einen Riesenunterschied, ob man auf einem billigproduzierten Instrument oder einem von hoher Qualität lernt.

      Das ist toll, dass du so eine treue Seele zu Hause hast. Es heißt ja immer, dass die mechanischen Maschinen sehr robust und langlebig sind. Da kann natürlich kein eingebauter Computer und kein Display kaputtgehen. Und man kann vielleicht auch eher selbst noch etwas reparieren. Das ist wahrscheinlich wie mit alten Autos. 🙂

      Liebe Grüße
      Katharina

  4. Ich wollte meine Nähmaschine – immerhin ein mal sehr teures Modell – eigentlich nicht mit meiner Tochter teilen und habe ihr daher eine solide Einsteigermaschine gekauft.
    Keine echte Kindermaschine, sie hatte aber tatsächlich mit “Hello Kitty” ein kinderfreundliches Design.
    Weil meine Maschine gefühlt 100kg wiegt, habe ich die kleine Maschine öfter zu Nähtreffen mitgenommen und weiß daher, dass man auf ihr tatsächlich vernünftig nähen kann.

    Allerdings ist eine High-End Nähmaschine natürlich um einiges komfortabler( automatischer Fadenabschneider, ….), und insbesondere die Tatsache, dass man die Nähgeschwindigkeit drosseln kann – also egal wie fest man aufs Pedal drückt, sie näht immer nur schnecken-langsam – ist ein absolutes Argument dafür, so eine Maschine für Anfänger zu nutzen.

    Da meine Maschine immer aufgebaut ist, die meiner Tochter zur Zeit aber nicht, benutzt sie nun im Alltag tatsächlich doch meine mit. Aber dafür ich ja manchmal auch ihre, es gleicht sich also aus.

    Eine Spielzeug-Nähmaschine ist aber tatsächlich auf jeden Fall nichts als Geldverschwendung

    • Liebe Tina,

      das hört sich an, als würden sich eure beiden Nähmaschinen perfekt ergänzen. Ich finde das eigentlich total schlau. Wie du schon sagst, die leichtere Anfänger-Nähmaschine kann man total gut zu Nähtreffen mitnehmen… oder auch als Ersatz-Maschine betrachten, wenn die Große mal zur Pflege oder Reparatur außer Haus ist.

      Liebe Grüße
      Katharina

  5. Anne von leben eben

    Ein sehr interessanter Artikel. Warum würdest du eine Computer Nähmaschine kaufen und keine mechanische? Das habe ich in dem Artikel nicht ganz verstanden. Nur wegen der Nähgeschwindigkeit?
    Bin schon sehr gespannt, für welche du dich nun entscheidest.
    Liebe Grüße Anne

    • Liebe Anne,

      das ist eine sehr gute Frage. Ehrlich gesagt habe ich das aus dem Bauch heraus geschrieben. Es hängt bestimmt damit zusammen, dass ich das Nähen auf einer Computer-Nähmaschine gelernt habe und einfach den Komfort und die Bedienerfreundlichkeit sehr schätze.

      Alles, was man bei der mechanischen manuell einstellen muss, macht die Computer-Nähmaschine per Knopfdruck automatisch von selbst. Es stehen viel mehr Stiche zur Auswahl, außerdem der Nähgeschwindkeitsregler; sie näht leise und trotzdem schnell. Ich denke, dass Computer-Nähmaschinen anfängerfreundlicher sind als mechanische. Was die Lebensdauer angeht, heißt es, dass Computer-Nähmaschinen mittlerweile durchaus mithalten können.

      Liebe Grüße
      Katharina

  6. Renate Scholz

    Hallo Anne, hallo Katharina, vor 34 !! Jahren habe ich meine erste und bisher einzige Nähmaschine gekauft. Eine Husqvarna Orchidea 1250. Als absolute Anfängerin fand ich den elektronischen „Näh-Assistent“ klasse. In all diesen Jahren hat mir meine Maschine immer treue Dienste geleistet. Bis heute ohne Murren oder Zicken. Selbst meine Söhne haben drauf genäht und waren immer wieder hoch begeistert ….ein absoluter Unterschied zu den Maschinen in der Schule.
    Ich hoffe nur, dass sie weiter so treu arbeitet.
    Liebe Grüße,
    Renate

    • Vielen Dank, liebe Renate, für das schöne Beispiel. Da sieht man mal, wie lange auch Computer-Nähmaschinen halten können und dass man unbedingt langfristig denken sollte. Ich wünsche dir noch viele weitere Jahre mit deiner treuen Maschine!

      Liebe Grüße
      Katharina

  7. Deine Erfahrungen decken sich mit meinen ziemlich gut. Meiner Nichte habe ich eine einfache mechanische Brothermaschine geschenkt, mit der sie bis heute gut zurecht kommt. Mein Sohn näht auf meiner W6 3300, die ich mir gekauft habe, als ich angefangen habe und die ich auch selber mit zu Nähtreffen nehme, weil sie relativ leicht ist. Die Nähgeschwindigkeit regulieren zu können mag ich auch sehr und finde ich praktisch für Kinder. Auch den Vergleich mit den Musikinstrumenten finde ich sehr passend – so können die Kinder gut herausfinden, ob es wirklich das Richtige für sie ist und ein gutes Arbeitsgerät zu haben ist in beiden Fällen sehr sinnvoll. In jedem Fall könnte man sich auch erst einmal eine gute Maschine/Instrument leihen oder eben in einen Näh-/Instrumentenkurs gehen.
    Viele Grüße Ingrid

    • Liebe Ingrid,

      danke, dass du deine Erfahrungen hier teilst. Du hast recht, es besteht ja auch die Möglichkeit, mal eine gute Nähmaschine oder ein Instrument auszuleihen. Und wenn es keinen Kinder-Nähkurs gibt, wird vielleicht an der Grundschule oder der weiterführenden Schule eine AG angeboten. Ich hatte Glück, dass an der Schule, an der ich meine Näh-AGs gegeben habe, das Bewusstsein (und das Geld) dafür da war, gute Anfänger-Nähmaschinen anzuschaffen.

      Liebe Grüße
      Katharina

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