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Weihnachtssterne nähen – Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt!

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in meinen Blogposts nicht mehr so oft das Wörtchen „perfekt“ zu verwenden. Denn Perfektion ist langweilig, wird überschätzt und vergeudet Energie! Ich komme immer mehr dahinter, dass es Quatsch ist, 80 % Energie in 20 % des Ergebnisses zu stecken. ABER: Wenn etwas mit der richtigen Technik und ein paar Kniffen ohne großen Zeitaufwand perfekt wird, warum sich dann mit weniger zufrieden geben?

Weihnachtssterne nähen - Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt!

Wie schaffen es manche Leute, nahezu perfekt geformte Deko-Sachen zu nähen und auszustopfen? – Vielleicht hast du dich das auch schon gefragt und dich darüber geärgert, dass deine Herzen, Sterne und Deko-Anhänger immer etwas unförmig und verbeult aussehen. Mir ging es jedenfalls so. Dabei gibt’s ein paar ganz einfache Tricks. Wenn du weißt, wie’s geht, ist es kinderleicht!

Weihnachtssterne nähen - So gelingen sie perfekt!

Die Meisterin in Sachen Deko ist für mich Christiane, deren Blog „Nane – Schönes aus Stoff“ zwar gerade ruht, die aber als @nane.nadeldompteurin auf Instagram zu finden ist. Vielleicht kennst du den süßen Ellifant oder Nanes Nähanleitung für Weihnachtsbaum-Anhänger auf dem Blog „Kinderleicht & Schön“? Nane verrät darin einen Trick, der beim Nähen von Deko-Objekten wirklich einen großen Unterschied macht:

1. Mit Vlies verstärken

Dünnes Vlies stabilisiert den Stoff und verhindert, dass sich der Stern beim Ausstopfen dehnt und beult. Ich verwende am liebsten G 700 von Freudenberg. Die leichte Gewebeeinlage aus Baumwolle ist vielseitig einsetzbar und liegt bei mir immer auf Vorrat. Eine Alternative wäre F 220, eine leichte Bügeleinlage.

Deko-Weihnachtssterne - 5 Tricks

Und so mach ich es: Ich schneide einen Stern aus G 700 aus und bügle ihn auf die linke Seite meines Vorderstoffs. Dann schneide ich den Stoff grob etwa 1 cm rundherum aus. Das ist die Nahtzugabe. Den Vorderstoff lege ich nun rechts auf rechts auf den Rückseitenstoff (ohne Vlies) und schneide ihn in der gleichen Größe aus. Beide Stoffe stecke ich mit ein paar Nadeln fest. Bevor es jetzt gleich ans Nähen geht, fahre ich mit einem Bleistift an der Vlieskante entlang und markiere meine Wendeöffnung. Die Bleistiftlinie hilft mir, besser zu erkennen, wo ich gleich nähen muss: nämlich genau an der Vlieskante entlang auf dem Bleistiftstrich.

Falls du nach Vorlagen für Sterne suchst: Es gibt sie kostenlos im Internet. Einfach mal „Stern Vorlage“ in die Suchmaschine eingeben! Sterne lassen sich aber auch sehr einfach mit Office Word über Einfügen → Formen → Sterne und Banner erstellen.

2. Kurzen Geradstich einstellen

Für gewöhnlich nähe ich mit Stichlänge 2.5 oder beim Patchworken mit 2.0. Bei Deko und Applikationen allerdings habe ich mir angewöhnt, die Stichlänge auf 1.6 oder sogar 1.4 zu reduzieren. Besonders bei Formen mit Rundungen ist das total wichtig. Bei einem Herz zum Beispiel werden die Bögen leicht eckig, wenn man die Standard-Stichlänge benutzt. Ist ja auch logisch: Mit kleinen Trippelschrittchen kommst du einfach besser um die Kurve als mit großen Schritten. Also immer einen kurzen Geradstich einstellen! Ich mache das auch beim Stern.

5 Tipps für perfekte Weihnachtssterne

3. Nahtzugaben clever einschneiden und wegschneiden

Damit sich der Stern nach dem Wenden schön ausformt, muss die Nahtzugabe an bestimmten Stellen eingeschnitten und weggeschnitten werden. Das ist das A und O für einen perfekten Stern! An spitzen Winkeln wird die Nahtzugabe weggeschnitten und gekürzt, an stumpfen Winkeln wird der Stoff eingeschnitten. Nur so kommt die Form richtig toll heraus.

Weihnachtsterne nähen - Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt!

Bild 1: Schneide die Nahtzugabe an den Spitzen etwa 2 mm vor der Naht weg.
Bild 2: Mach an den Innenecken drei Knipse bis kurz vor die Naht. Das heißt, du schneidest dort mit der Schere rein, ohne die Naht zu verletzen.
Bild 3: Anschließend schneidest du die Nahtzugabe an den Seiten auf ca. 4 mm zurück.
Bild 4: Wichtig: Die Nahtzugabe an der Wendeöffnung größer stehen lassen! Da brauchen wir genügend Stoff, um nach dem Wenden die Nahtzugabe nach innen klappen zu können.

4. Wendeöffnung mit Stylefix zukleben

Ich freue mich immer, wenn jemand meine zugenähte Wendeöffnung sucht und nicht findet. Offenbar beherrsche ich den Leiterstich mittlerweile ganz gut. Die halbe Miete ist dabei dünnes Nähgarn und eine dünne Applikationsnadel. Ich benutze zum Schließen von Wendeöffnungen die gleiche Nadel wie beim English Paper Piecing. In diesem Blogartikel habe ich ausführlich über Applikationsnadeln geschrieben und meine Lieblingssorten empfohlen.

Aber nicht jeder mag den Leiterstich und das Nähen mit der Hand. Meinen 11- und 12-jährigen Schülern zum Beispiel ist es ein Graus. Deshalb kleben wir in der Schule Wendeöffnungen nur noch mit Stylefix zu. Stylefix ist ein dünnes, doppelseitiges Klebeband aus dem Sortiment von Farbenmix. Es ist eine super Alternative zum Handnähen und hält bei Deko-Sachen einwandfrei!

Weihnachtssterne nähen - Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt!

Und so funktioniert’s: Du wendest deinen Stern, formst ihn schön aus und bügelst ihn. Die Nahtzugabe an der Wendeöffnung steckst du nach innen und bügelst auch hier darüber. Schneide einen Streifen Stylefix ab, der etwas kürzer als deine Wendeöffnung ist. Bei meiner 3,5 cm großen Wendeöffnung nehme ich 3 cm Stylefix. Klebe das Stylefix innen auf die Nahtzugabe der Wendeöffnung, und zwar so nah wie möglich an die Umschlagkante. Jetzt kannst du deinen Stern ausstopfen. Wenn der Stern schön gefüllt ist, ziehst du das Papier vom Stylefix ab und klebst die Wendeöffnung einfach zu. Tata! Fertig!

Wichtig: Du solltest das Stylefix vor dem Ausstopfen anbringen. Wenn erst mal Watte im Stern ist, geht das sehr viel schwerer.

5. Wendeöffnung mindestens 3,5 cm groß!

Es kommt darauf an, wie dick deine Finger sind. Ich habe festgestellt, dass die Wendeöffnung mindestens 3,5 cm groß sein muss, damit mein Zeigefinger hineinpasst und ich den Stern gut wenden und ausstopfen kann. Deshalb lautet meine Faustregel: 3,5 cm Minimum Wendeöffnung!

Beim Ausstopfen solltest du nach und nach kleine Mengen Bastelwatte hineinfüllen, nicht gleich einen Riesenbatzen. Stopfe erst alle Zacken aus und arbeite dich dann zur Mitte des Sterns vor.

Weihnachtsstern-Anhänger nähen

Rechtes Bild: Stylefix und Leiterstich im Vergleich

Mit der Lochzange drücke ich ein kleines Loch in eine Sternspitze und fädele eine Schnur oder ein dünnes Bändchen hindurch. Auf dem rechten Bild siehst du Stylefix und Leiterstich im Vergleich. Den helltürkisen Stern habe ich mit Stylefix zugeklebt, den dunkeltürkisen Stern von Hand zugenäht. Optisch gefällt mir der Leiterstich besser. Aber ich finde, bei Deko-Anhängern, die von niemandem in die Hand genommen und genau unter die Lupe genommen werden, tut es auch die schnelle Stylefix-Methode.

Fünfe auch mal gerade sein lassen, nicht perfektionistisch an die Dinge herangehen, Unvollkommenheiten mit Gelassenheit und Liebe betrachten – Gerade in der Weihnachtszeit ist das doch ein guter Vorsatz. Fangen wir am besten gleich damit an…

Ich würde mich sehr freuen, wenn dir meine Tipps gefallen haben und du Lust bekommen hast, selbst ein paar Weihnachtssterne zu nähen. Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

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Weihnachtssterne nähen - So gelingen sie perfekt!

Fröhliche Weihnachten, ihr Lieben!

Ist das nicht verrückt? Bei 15 Grad plus schieben in unserem Garten schon die Osterglocken ihre Köpfe aus der Erde. Ich glaub, der Weihnachtsmann sollte sich dringend mal eine kurze Hose zulegen. Trotz dieser frühlingshaften Adventszeit wünsche ich euch herrliche Weihnachten, ganz entspannte Feiertage und eine gut gelaunte Zeit mit euren Liebsten! … Bis bald!

PS: Nee, eine lange Weihnachtspause gibt’s hier nicht. Am 27.12. erobert traditionell der Osterhase unser Wohnzimmer, und ich verrate euch im letzten Blogpost meiner DaWanda-Artikelserie, ob sich der Verkauf genähter Sachen für mich lohnt und wie ich mir die Zukunft meines Shops vorstelle. Jetzt wird Tacheles geredet…

Weihnachtliches Triangle-Kissen mit Nussknacker und Zahnpasta-Paspel

Dieses Triangle-Kissen werden deine Kinder lieben! … Wieso? – Na wegen der witzigen Nussknacker und Weihnachtszwerge. Sie fliegen mit einem Regenschirm durch die Luft und schneiden Schneemann-Girlanden aus. Die haben wirklich nur Quatsch im Kopf, diese Kobolde! Umrahmt werden sie von einer leckeren Zahnpasta-Paspel. Rot-weiß gestreift natürlich.

Weihnachtliches Triangle-Kissen "Sixty" mit Nussknacker und Zahnpasta-Paspel

Ich hab ja nicht viel Weihnachtsdeko im Haus. Ich bin da mehr der minimalistische Typ, genau wie mein Mann. Ein schöner Adventskranz, ein Weihnachtsstern an der Haustür, hier und da ein paar kleine Dekosachen verteilt – das reicht uns schon. In diesem Jahr war aber klar, dass ich unbedingt noch ein weihnachtliches Sixty-Kissen für unsere Couch haben möchte. Passende Stoffreste waren vom letzten Jahr noch da, und so konnte ich gleich mit dem Zuschneiden und Zusammenpuzzeln der Dreiecke beginnen. Diesen kreativen Prozess mag ich am allerliebsten.

Weihnachtliches Triangle-Kissen "Sixty" mit Nussknacker und Zahnpasta-Paspel

Mal sehen, ob ich noch zusammenbekomme, wie die Stoffe heißen, denn sie sind wirklich schön. In der Weihnachtsmischung drin sind auf jeden Fall: Dandelion von Farbenmix, Nutcrackers von Michael Miller, Gnome for the Holidays von Michael Miller und Netorious, ein zartgrüner Basicstoff von Cotton & Steel. Die anderen sind Basics, die ich mal im Nähladen gekauft habe.

Weihnachtliches Triangle-Kissen "Sixty" mit Nussknacker und Zwergen

Ich habe die Variante 50 x 50 cm genäht, H 630 auf die Rückseite gebügelt und anschließend entlang der Dreiecke mit normalem Nähgarn abgesteppt. Durch das Quilten kommt das Triangle-Design richtig schön zur Geltung. Für die Rückseite habe ich den Baumwollstoff „Elixir“ ausgewählt und einen verdeckten Reißverschluss genäht. Wie das funktioniert, erkläre ich sehr detailliert in meinem E-Book Sixty – Patchworkkissen aus Dreiecken. Wenn du Lust hast, dir auch ein solches Triangle-Kissen zu nähen, dann schlag schnell zu: In meinem Shop gibt es auf meine E-Books gerade -15 % Weihnachtsrabatt.

Weihnachtliches Triangle-Kissen "Sixty" - Rückseite mit verdecktem Reißverschluss

Mein Kissen schicke ich heute zu RUMS, denn ich habe es für mich und zu meiner Freude genäht. Außerdem werfe ich es rüber zur Tophill-Couch. Mal schauen, ob da noch Platz für ein paar freche Weihnachtszwerge und ein bisschen Zahnpasta-Paspel ist.

Ein Tannenbäumchen in Weihnachtslaune

Noch zwei Wochen bis Weihnachten. Jetzt wo auch unser Zuhause mit Sternen, Kerzen und einem kleinen Weihnachtsbäumchen dezent dekoriert ist und am Wochenende der erste Plätzchenteig ausgerollt wurde, steigt mein Weihnachtslaunebarometer stetig an.

Was mir jetzt noch unbedingt zu meinem Dezemberglück fehlt, ist Schnee. Ich mag den Moment, wenn es anfängt zu schneien, wenn sich die Welt vor meiner Haustür in eine stille, weiße Zuckerwattenlandschaft verwandelt.

Unser dekoratives Tannenbäumchen entstand schon im letzten Jahr, zwei Tage vor Weihnachten. Das war mal wieder eine dieser ganz spontanen, holterdiepolter Bastelaktionen. Ich habe es aus grünem Filz nach einem Freebook von Farbenmix genäht, mit Füllwatte ausgestopft und mit einer Wollkette, Perlen und runden Filzanhängern geschmückt.

Die Anhängerchen sehen doch dank der Nähmaschinen-Zierstiche fast wie Christbaumkugeln aus, oder? Mit seinen 40 cm kann das Bäumchen einem richtigen Weihnachtsbaum natürlich keine Konkurrenz machen, aber dafür nadelt er auch überhaupt gar nicht.

Ob wir in diesem Jahr weiße Weihnachten bekommen werden? Was meint ihr? Im letzten Jahr war es am 24. Dezember bei uns so mild, dass wir zusammen mit dem Weihnachtsbäumchen einen Fahrradausflug machen konnten. Wie ihr an den flatternden Filzkugeln seht, war es schön windig. Richtiges Herbstwetter.

Heute macht das Weihnachtsbäumchen einen Ausflug zum Creadienstag und zu Weihnachtszauber, wo es  herrliche Blogschneesterne genießen kann.

Wenn plötzlich Weihnachten vor der Tür steht

Geht es euch auch so? Irgendwie kommt Weihnachten immer so plötzlich! Mag es vielleicht daran liegen, dass ich bis ungefähr Ende November damit beschäftigt bin, den Sommer zu verabschieden?

Mit Scheuklappen gehe ich in den Supermärkten an Lebkuchen und Spekulatius vorbei. Ich schalte das Radio aus, wenn bei George Michael die Kasse klingelt und will partout nichts von Adventskalendern, Lichterketten und Weihnachtsgeschenken wissen.

Erst wenn der Kalender auf den magischen 1. Dezember umklappt, erwachen in mir langsam weihnachtliche Gefühle… und… leichte Panik steigt auf, denn… Hilfe, nur noch wenige Tage bis Weihnachten!

Zu meiner Weihnachtsstimmung erheblich beigetragen hat am Wochenende ein wunderbares Geschenk, das mich in Form eines Päckchens erreichte… Ein fantastischer Weihnachtsgruß aus der Tophill*kitchen.

Zuckersüße, kleine Puppenstuben-Vanillekipferl, feine Champagner-Sahne-Pralinen und schokoladige Lebkuchen. Was sich in den kleinen Fläschchen verbirgt, muss noch herausgefunden werden. Ich vermute, da werde ich mit Mr. Greenfietsen mal ordentlich einen zwitschern können. Vielen, vielen Dank, liebe Steffi, für diese tolle Überraschung!

Nun bin ich also wirklich in Weihnachtslaune… Morgen werde ich euch deshalb mein selbst genähtes Weihnachtsbäumchen zeigen. Das ist zwar schon ein Jahr alt, aber nadelt kein bisschen und sieht noch top aus. … Habt einen schönen Montag, ihr Lieben!