Scrappy Tannenbäumchen aus Stoffresten

Hast du auch eine große Kiste voll mit Stoffresten und überlegst, was du daraus mal nähen könntest? Dann habe ich vielleicht eine Idee für dich. Wie wäre es mit Weihnachtsbaum-Anhängern? Die Tannenbäumchen sind ziemlich schnell gemacht und eine witzige Dekoidee für Weihnachten.

Mein erstes Tannenbäumchen habe ich schon 2018 genäht und seitdem jedes Jahr als Weihnachtsdeko verwendet. Auch in diesem Winter wird es wieder seinen Platz am Küchenschrank finden. Weil ich es so gerne mag, habe ich noch zwei weitere genäht. Grundlage für den Weihnachtsbaum-Anhänger ist die tolle Anleitung von Nane, die sich eigentlich an Kinder richtet. Aber was Kindern Spaß macht, gefällt doch auch uns Erwachsenen, oder?!

Improv Patchwork

Mein Bäumchen ist 20 cm hoch und 13 cm breit, gemessen von der linken bis zur rechten Spitze. Ich habe hierfür eine transparente Schablone angefertigt, damit ich einen schönen Ausschnitt wählen kann. Wie du siehst, ist die Vorderseite wild zusammengepatcht. „Improv Patchwork“ nennt man diese Technik.

Die Rückseite habe ich mit Gewebeeinlage G 700 verstärkt, so wie Nane es in ihrem Tutorial zeigt. (Sie verwendet allerdings F 220.) Nane bügelt das Vlies auch auf die gepatchte Vorderseite. Darauf habe ich verzichtet, denn meine Bäumchen werden nicht ausgestopft, sondern bleiben flach. Ich finde, da reicht dann eine Lage Vlies.

Der Trick mit dem Vlies

Der Trick bei den Tannenbäumen ist, dass an der Vlieskante entlang genäht wird. Vorder- und Rückseite werden also rechts auf rechts gesteckt, und der Geradstich geht direkt am G 700 entlang. Dadurch werden die Bäume sehr akkurat. Ich verlinke hier noch mal einen alten Blogartikel, in dem ich diese Technik ganz genau gezeigt habe: Weihnachtssterne nähen – Mit diesen 5 Tricks werden sie perfekt.

Nach dem Wenden durch den offenen Stamm, forme ich die Tannenbäumchen sorgfältig aus und bügle sie schön flach. Anschließend steppe ich sie knappkantig ab, stanze mit der Lochzange ein kleines Loch in die Spitze und fädle ein Stück Baumwollgarn hindurch, damit ich sie aufhängen kann. Zu guter Letzt nähe ich von Hand Holzknöpfe an. Ich mag diesen rustikalen Handmade-Charme.

Scrappy Tannenbäumchen – Schöne Stoffreste-Verwertung!

Ehrlich gesagt haben meine Stoffreste keinen Deut abgenommen. Ich müsste wohl einen ganzen Wald nähen, um einen Unterschied feststellen zu können. Meine Kisten sind weiterhin prall gefüllt. Aber das ist schon okay. Ich möchte meine Scraps gar nicht alle loswerden. Wer weiß… vielleicht brauche ich sie ja für meine nächste Nähidee.

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4 Kommentare

  1. Hallo Katharina,
    Vielen Lieben Dank, das du uns diese wunderschöne Idee der kleinen Tannenbäumchen aus Stoffresten mit in die Adventszeit gibst!
    Ich habe eine Frage zur Anfertigung einer transparenten Schablone. Welches Material hast du gewählt? Eine Lage Prospekthülle ist immer so dünn und verrutscht so schnell. Etwas stabileres wäre da echt von Vorteil. Hast du einen guten Tip?
    Viele liebe Grüße
    Katja

    • Hallo Katja,

      das freut mich, dass die dir Idee so gut gefällt.

      Für die Schablone habe ich eine alte Bewerbungsmappe, die ich nicht mehr brauchte, recycelt. Die stabile, transparente Vorderseite hat sich super dafür geeignet. Vielleicht schaust du mal in deinen Bürosachen, ob es da so etwas in der Art gibt. Vielleicht hast du irgendwo noch einen alten, zerknickten Schnellhefter herumlegen!? Was sich auch prima eignet: durchsichtiges, stabiles Verpackungsmaterial. Lohnt sich manchmal, so etwas aufzuheben anstatt in den Müll zu werfen.

      Liebe Grüße
      Katharina

      • Hallo Katharina,
        Vielen Dank für deine zahlreichen Tips. Ein Schnellhefter, dürfte sich in meinem Fundus auftreiben lassen. Und na klar, die Vorderseite von einer Bewerbungsmappe ist noch stabiler. Daran habe ich gar nicht gedacht!
        Ganz vielen lieben Dank und noch einen schönen Tag.
        Alles erdenklich Gute und bleib gesund.
        Katja

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