Tall Tales Quilt Block – Braucht man Foundation Paper?

Werbung
Man kann nicht den Januar zum Büchermonat erklären und dann keinen Tall Tales Quilt Block nähen. Das geht doch nicht! – Seit geraumer Zeit bewundere und liebe ich den Buch-Quiltblock von Kate Basti. Einzig und allein der Umstand, dass er mit FPP genäht wird, hat mich bisher davon abgehalten, mich auf ihn zu stürzen. Aber kneifen gilt nicht. Nach dem Erfolgserlebnis mit dem Pilz-Nadelkissen hatte ich mir ja fest vorgenommen, Foundation Paper Piecing weiter zu üben. Irgendwann muss es doch mal Klick in meinem Kopf machen und die Sache leichter werden. Herrje!

★ Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil er Affiliate-Links zu einem Partner-Shop enthält.

Tatsächlich hat sich mal wieder bestätigt: Man muss sich einfach hinsetzen und anfangen. Wie immer haben mir die Tutorials von Verena und Dorthe auf die Sprünge geholfen. Ich schaue sie mir gerne vorher an, um mir in Erinnerung zu rufen, wie die Nähen-auf-Papier-Methode funktioniert. Leider hat es FPP bei mir noch nicht ins Langzeitgedächtnis geschafft. Aber was man sich mal draufgeschafft hat, ist ja nie ganz weg und kommt schnell wieder. Nach den ersten beiden Stoffstücken war mir wieder klar, wie’s geht, und ich war mit Feuereifer bei der Sache. Hach, hat das Spaß gemacht, mit den tollen Stoffen zu arbeiten!

Far Far Away 3 von Heather Ross

Der Tall Tales Quilt Block gehört vermutlich zu den einfachsten FPP-Vorlagen, die es so gibt. Er besteht aus vier Teilstücken, die wiederum aus 1-3 Einzelteilen genäht werden. Also echt kein Hexenwerk! Ich mag das, wenn einfache Projekte so viel hermachen. Das Aussuchen der Motivstoffe hat viel Spaß gemacht, und das Ergebnis überzeugt mich hundertprozentig. Ich bin total verliebt in die beiden Bücher, die demnächst eine kleine Kissenhülle zieren sollen.

Die Motivstoffe stammen aus der Serie Far Far Away 3 von Heather Ross* (Affiliate-Link). Ich weiß, dass viele bei Braun skeptisch sind, aber schaut doch mal, wie das Mädchen da in der Latzhose sitzt und seinen Spielzeugpferden was auf der Gitarre vorspielt! Da kann man doch gar nicht anders als dahinzuschmelzen. Ein Detail, das ich auch toll finde, ist der kleine Regenbogen-Aufkleber auf dem schwarzen Gitarrenkasten.

Erster Versuch mit Foundation Paper / Lieblingsstoffe aus der Kollektion „Far Far Away 3“ von Heather Ross

Meine Erfahrungen mit Foundation-Papier

Weil ich neugierig war, ob es einen Unterschied macht, habe ich zum ersten Mal spezielles Foundation-Papier ausprobiert. Ich bin der Empfehlung von Kate Basti gefolgt und habe mir June Tailor Perfect Piecing Foundation Sheets bei der Quiltzauberei bestellt. Kein ganz billiger Spaß, der Stückpreis liegt bei 57 Cent pro Blatt. Aber es gibt auch günstigere Marken, z. B. Carol Doaks Foundation Paper. Für 2 Euro bekommst du bei Verena {einfach bunt Quilts} 10 Blätter zum Ausprobieren* (Affiliate-Link).

Ob es Qualitätsunterschiede zwischen June Tailor und Carol Doaks gibt, kann ich leider nicht beurteilen. Ich kenne bisher nur die transparenten Blätter von June Tailor, und die haben mir sehr gut gefallen. Sie ließen sich anstandslos mit meinem Tintenstrahldrucker bedrucken. Ich habe dafür keine besonderen Druckereinstellungen vorgenommen, nur darauf geachtet, dass „Tatsächlich Größe“ ausgewählt war. Ein bisschen Sorge hatte ich, dass beim Bügeln Druckerfarbe auf den Stoff abfärben könnte, aber auch das ist nicht passiert. Ich hatte kein Malheur damit.

Lohnt es sich, Geld für Foundation-Papier auszugeben?

Wie ist nun mein Fazit? Lohnt es sich, Geld für Foundation Paper auszugeben? – Hm, also dass das Papier transparent ist, macht es schon sehr viel leichter, ein schönes Motiv richtig zu erwischen. Wobei das jetzt beim Tall Tales Quilt Block nicht so schwierig ist. Was mir auch sehr gefällt, ist, dass das Papier dünn und geschmeidiger als mein normales Recycling-Druckerpapier ist. Ich bilde mir schon ein, dass man damit ein präziseres Ergebnis bekommt, weil das Papier nicht so steif und fest ist. Umweltfreundlich ist das Zeug natürlich nicht. Das Papier scheint eine Art Vlies zu sein. Es wird bei FPP ja leider nur einmal verwendet und dann weggeworfen. Mein Fazit: Foundation Paper muss man nicht haben, ist aber ein angenehmer Luxus. Ich befürchte, wenn man’s mal kennt, möchte man’s nicht mehr missen.

Wie ist deine Meinung zu Foundation Paper? Benutzt du so etwas? Oder kannst du bessere und günstigere Alternativen empfehlen? Schreib mir das gerne in einen Kommentar. Ich bin neugierig.

Hier bekommst du die Vorlage:

Die FPP-Vorlage für den Tall Tales Quilt Block kannst du in Kate Bastis Etsy-Shop Quilt With Kate kaufen. Falls du noch Anfänger:in bist, beachte bitte, dass in dem PDF nicht erklärt wird, wie Foundation Paper Piecing grundsätzlich funktioniert. Das musst du dir woanders aneignen. Du erwirbst nur die FPP-Vorlage zum Ausdrucken.

Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere meinen Newsletter.
Folge mir gerne auch auf Instagram und Facebook.

———
* Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Sie führen dich zu Partner-Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Danke für deine Unterstützung.

Buchtipp | Rachel Hausers „The Quilter’s Field Guide to Color“

Werbung
In meinem Regal stehen viele Bücher und Zeitschriften – etliche zum Taschennähen, ein paar wenige zum Schneidern und sehr viele zum Thema „Patchwork & Quilten“. Da ist schon eine kleine Bibliothek im Laufe der Jahre herangewachsen. Wenn ich unter allen Nähbüchern eins auswählen sollte, das hervorsticht, weil ich viel daraus gelernt habe und es mich sehr weitergebracht hat, dann wäre es: „The Quilter’s Field Guide to Color“ von Rachel Hauser. Dieses Buch möchte ich in diesem Blogartikel vorstellen und dir wärmstens ans Herz legen.

★ Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil er Affiliate-Links zu einem Partner-Shop enthält.

Du kennst das bestimmt. Die meisten Nähbücher blättert man durch, genießt die schönen Fotos, holt sich ein bisschen Inspiration, denkt sich „Schön, dass ich das Buch habe, irgendwann näh ich mal was daraus“ und stellt es ins Regal. – So ein Buch ist der „Quilter’s Field Guide“ nicht! Dieses Buch ist ein „Workbook“, ein Arbeitsbuch, mit dem du dich lange und immer wieder beschäftigen kannst. Ich habe mich im letzten Sommer mehrere Tage intensiv damit befasst und nicht das Gefühl, schon fertig damit zu sein. Wie könnte man auch jemals mit dem spannenden Thema „Farben und Stoffe kombinieren“ fertig sein?

Das Buch enthält 150 Farbkärtchen, die erst mal herausgetrennt und ausgeschnitten werden müssen.

Let’s play with Color!

Lass uns mit Farben spielen! – Dazu lädt die Autorin und Bloggerin Rachel Hauser in dem 144-seitigen, gebundenen Buch ein. Es enthält 150 Farbkärtchen, die du brauchst, um verschiedene Übungen im Buch zu machen. Die erste Aufgabe besteht darin, die Kärtchen zu sortieren – in Lieblingsfarben und Farben, die dich weniger ansprechen oder gegen die du sogar eine Abneigung hast. Auf dem Foto siehst du neben der Kaffeetasse meine bevorzugte Farbpalette. Wenn du meinem Blog schon eine Weile folgst, wird dich meine Auswahl wahrscheinlich wenig überraschen.

Das Grandiose an dem Buch ist die sehr gelungene Mischung aus Theorie und Praxis. Zum einen werden sehr fundiert und unterhaltsam die wichtigsten Grundlagen der Farbtheorie vermittelt, zum anderen gibt es 14 tolle Übungen, die dazu einladen, das erworbene Wissen anzuwenden und spielerisch die eigene Farbwahrnehmung zu schärfen.

Es ist nämlich eine Sache, einen Text zu lesen und zu verstehen, und eine ganz andere, das Gelesene auch praktisch umzusetzen. Das merkt man dann, wenn man vor den 150 Farbkärtchen sitzt und zum Beispiel vier Rottöne mit unterschiedlichen Eigenschaften finden soll. Puh, nicht so einfach. Aber im Endeffekt geht es gar nicht darum, die Aufgabe perfekt zu lösen, sondern um die Beschäftigung mit dem Thema.

Rachel Hauser: The Quilter’s Field Guide to Color, Seite 54.

Wenn du dich intensiv mit dem Buch beschäftigst und dich auch auf die „Swatch Challenges“ einlässt, wirst du unglaublich davon profitieren. Auch wenn du denkst „Ach, das weiß ich eh schon, das kann ich überspringen“, mach’s nicht! Nimm dir die Zeit und stelle dich offen und neugierig den kleinen Aufgaben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es bringt dich weiter.

Was habe ich mitgenommen?

Da ich mich schon länger mit Farbtheorie beschäftige, waren viele Informationen nicht ganz neu für mich. Ich wusste vorher schon, was warme und kalte Farben sind, welche Rolle Helligkeit und Sättigung spielen und dass im Farbkreis benachbarte Farben harmonisch zusammenarbeiten, während Farben, die sich gegenüberstehen, einen starken Kontrast erzeugen. Die Abschnitte zur Farbenlehre waren also nicht neu, aber trotzdem sehr bereichernd, weil ich vorhandenes Wissen auffrischen, vertiefen und ergänzen konnte.

Der große Mehrwert des Buches liegt für mich vor allem darin, dass es so viel um die Wirkung von Farben und Stoffmustern geht. Welche Gefühle lösen bestimmte Farben und Stoffkombinationen in mir aus? Farbtheorie hin oder her – Was spricht mich an? Was funktioniert für mich? Womit fühle ich mich wohl? Warum mache ich um manche Farben einen großen Bogen? Und auch eine wichtige Frage: Was möchte ich gerne ausdrücken? Das zu reflektieren und sich der eigenen Vorlieben richtig bewusst zu werden, fand ich unheimlich spannend.

Rückseite von „The Quilter’s Field Guide to Color“ (links) / Swatch Challenge auf Seite 35, bei der man Farben für bestimmte Emotionen finden soll (rechts). Im Buch gibt es leere Felder, auf die du die Kärtchen legst.

Es gibt kein Richtig oder Falsch!

Die Wahrnehmung von Farben ist so individuell, und die Geschmäcker sind so verschieden! Rachel Hauser will mit ihrem Buch Mut machen, den eigenen Stil zu finden. Dabei helfen nicht nur die kleinen Übungen mit den Farbkarten, sondern auch zahlreiche Beispielbilder von Stoffkombinationen und Quilts. Es geht nicht darum, Rachels Stil zu kopieren oder stur irgendwelche Regeln zu befolgen, sondern um die kreative Auseinandersetzung mit dem eigenen Farbempfinden. Mehr Selbstvertrauen bei der Zusammenstellung von Stoffen zu entwickeln, das ist das Ziel. Dazu kann auch gehören, Regeln mal bewusst zu brechen.

Für wen eignet sich das Buch?

Grundsätzlich für alle Patchworker & Quilterinnen! Hier kann wirklich jede:r noch etwas lernen, auch die Profis. Da bin ich mir ganz sicher. Ich habe z. B. gelernt, viel stärker auf Untertöne von Farben zu achten. Ich habe mich immer gewundert, warum ein Leinen in meinem Stoffregal so schwer kombinierbar ist. Gefühlt passt nichts dazu außer bestimmte Türkis- und Grüntöne. Kein Wunder! Dieses Baumwoll-Leinen hat einen ganz feinen, kühlen Unterton. Obwohl es beige ist, und Beige ja als neutrale Farbe gilt, geht es absolut nicht mit Rot, Rosa oder Orange zusammen. Das liegt an diesem kühlen Unterton.

Und so gibt es etliche Aha-Erlebnisse und Erkenntnisse, die ich beim Durcharbeiten des Buches hatte. Vielleicht geht es dir ja auch so, dass du manchmal unzufrieden mit einem Quilt bist. Du hast dir viele Gedanken über die Stoffkombination gemacht, und doch erzielt der Quilt nicht die gewünschte Wirkung, ist zu wild und unruhig geworden oder – ganz im Gegenteil – zu langweilig. Im Buch findest du viele Tipps und Denkanstöße, was du besser machen könntest.

How to build a stash! – Wie du einen „vielseitigen Stoffvorrat“ aufbaust

Besonders inspirierend fand ich das fünfte Kapitel, in dem es um Stoffe, Muster und Designs geht. Nach der Lektüre habe ich Inventur gemacht, mich intensiv mit meinen Stoffen beschäftigt, alle neu sortiert und anders gefaltet. Das war ein richtiger Kreativitätsbooster. Außerdem habe ich meinen Stoffvorrat gezielt ergänzt. Ich bemühe mich jetzt, auch Stoffe und Farb(-nuancen) in den Stash zu holen, die ich zwar auf den ersten Blick nicht so anziehend finde, die aber für eine gelungene Zusammenstellung nützlich sein können.

Inhaltsverzeichnis von „The Quilter’s Field Guide to Color“ (links) / Mein Stoffregal (rechts)

So viel Lob – gibt’s auch Kritik?

Jetzt habe ich das Buch in den höchsten Tönen gelobt. Gibt es auch etwas Kritisches zu sagen? – Es gibt eigentlich nur eine Sache, die mich ein bisschen gestört hat: Mir haben bei den Farbkärtchen bestimmte Farbtöne gefehlt, manche Kärtchen fand ich sehr ähnlich. Aber wer schon mal etwas von einer Druckerei hat drucken lassen, weiß, dass das echt schwierig ist. Die Farben kommen fast nie so heraus, wie man sie am Computerbildschirm gesehen hat. Aber das ich auch egal! Die Übungen funktionieren ja trotzdem und sind sehr lehrreich, auch wenn vielleicht ein bestimmter Rotton nicht dabei ist.

Fazit

Ich kann’s nicht anders sagen: Ich liebe das Buch! Ich empfehle es allen Patchworkern und Quilterinnen, die ihren Stil finden oder weiterentwickeln wollen. Es ist umfangreich und tiefgründig – vollgepackt mit Wissen, Tipps und Inspirationen. Es ist kein Buch, das du eben mal schnell durchliest und dann Bescheid weißt, sondern eins, mit dem du dich lange beschäftigen kannst, das dich herausfordert und durch das du sehr viel lernen kannst. Jeder zieht wahrscheinlich andere Lehren aus dem Buch, und so soll’s auch sein. Ein Wermutstropfen ist, dass das Buch leider nicht auf Deutsch erhältlich ist. Gute Englischkenntnisse sind also unbedingt erforderlich.

Links & Tipps:

  • Ich habe das Buch bei Verena von „Einfach bunt Quilts“ gekauft. Folge dem Link und du kommst direkt zum Shop: Rachel Hauser: The Quilter’s Field Guide to Color* (Affiliate-Link) Wenn es gerade nicht vorrätig ist, kannst du es bei Verena vorbestellen.
  • Bei Verena erhältst du auch das Farbrad, das ich viel benutze und das mir ein zusätzliches Hilfsmittel beim Durcharbeiten des Buches war: Color Wheel* (Affiliate-Link)

Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere meinen Newsletter.
Folge mir gerne auch auf Instagram und Facebook.

———
* Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Sie führen dich zu Partner-Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Danke für deine Unterstützung.

Tutorial | So geht Quilt-as-you-go (am Beispiel Buchtasche)

Werbung
In meinem letzten Newsletter habe ich es bereits verraten: Ich habe eine Buchtasche mit Quilt-as-you-go genäht. Heute möchte ich dir Lust machen, diese Technik auch mal auszuprobieren. Es ist gar nicht schwer und macht total viel Spaß. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie Quilt-as-you-go funktioniert und worauf du dabei achten musst. Als Beispiel dient meine Buchtasche, zu der es in meinem Etsy-Shop eine ausführliche Nähanleitung gibt. ➞ Du kannst dieses Tutorial als Ergänzung zu meiner Buchtaschen-Nähanleitung betrachten.

★ Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil er einen Affiliate-Link zu einem Partner-Shop enthält.

Kurz erklärt: Quilt-as-you-go

Hast du schon mal eine gequiltete Patchworkdecke gesehen? – Sie besteht klassischerweise aus drei Lagen: Vorderseite (Patchwork), Wattierung (Vlies) und Rückseite. Diese drei Lagen werden mit der Nähmaschine „gequiltet“, d. h. durch dekorative, stabilisierende Nähte miteinander verbunden. Anschließend werden die offenen Kanten mit einer schmalen Umrandung (Binding) eingefasst.

Bei Quilt-as-you-go funktioniert es etwas anders. Da sind die Vorderseite und das Vlies keine separaten Lagen, die erst am Schluss zusammengefügt werden. Quilt-as-you-go bedeutet so viel wie „nebenbei quilten“. Gequiltet wird nebenbei und nicht erst am Schluss. Das Vlies dient dabei als Unterlage. Die Einzelteile der Vorderseite werden direkt auf das Vlies genäht und nach jedem Schritt festgesteppt. Es entsteht eine zweilagige, wattierte Vorderseite.

Bei Quilt-as-you-go werden Stoffstücke auf ein Vlies genäht.

Was ist das Schöne an Quilt-as-you-go?

Ich mag diese Näh- und Quilttechnik besonders für kleinere Projekte wie Reißverschluss-Täschchen, Mug Rugs, Stoffkörbchen oder Buchhüllen. Das macht für mich den Charme von Quilt-as-you-go aus:

  1. Man kann so herrlich improvisieren. Es kommt nicht auf Genauigkeit an.
  2. Du kannst kleine Stoffreste und übrig gebliebenes Vlies aufbrauchen.
  3. Wenn du wie ich Motivstoffe liebst, kannst du sie hier toll in Szene setzen.
  4. Du kannst reines Baumwollvlies benutzen und auf Polyester (z. B. H 630) verzichten.
  5. Die Technik ist so einfach, das können auch Nähanfänger:innen.

Welches Vlies ich bei der Buchtasche verwendet habe:

Die Wahl des Vlieses hängt von deinem Projekt ab. Du brauchst für Quilt-as-you-go auf jeden Fall ein Vlies, das nicht zum Aufbügeln ist. Volumenvlies H 630 scheidet also schon mal aus. Weil ich meine Buchtasche aus reiner Baumwolle nähen wollte, habe ich ganz einfachen, weißen Baumwoll-Molton* (Affiliate-Link) verwendet. Er ist wunderbar dünn und schön weich (Gewicht: 190 g/m²).

Molton funktioniert super und ist wirklich eine gute Alternative, wenn man auf Polyester verzichten und möglichst plastikfrei nähen möchte. Die Buchtasche ist zwar im leeren Zustand nicht ganz so steif wie das Pendant mit H 630, aber das macht mir persönlich nichts aus. Im Gegenteil. Ich mag den typischen Look und die weiche Haptik von Quilt-as-you-go-Taschen.

Was du beachten solltest, wenn du die Buchtasche mit Molton nähst:

Meine Buchtaschen-Nähanleitung ist eigentlich für Patchworkstoffe + dünnes Volumenvlies ausgelegt. Wie verhält es sich, wenn man Molton statt H 630 nimmt? Ändert sich dadurch etwas an der Berechnung des Zuschnitts oder an der Nahtzugabe? – Ja. Du solltest mit ein bisschen weniger Nahtzugabe nähen, denn Molton nimmt etwas mehr Platz in Anspruch als H 630. Indem du die Nahtzugabe ein bisschen verringerst, kannst du das ausgleichen. Du solltest mit 0,9 cm (statt 1 cm) Nahtzugabe nähen und die Nahtzugabe vor dem Wenden schön knapp zurückschneiden.

Das hört sich jetzt lächerlich wenig an, aber es macht tatsächlich einen Unterschied, denn der 1 Millimeter kommt an verschiedenen Stellen zum Tragen, und das summiert sich dann. Auf den Punkt gebracht: Folge dem Rechenweg auf Seite 15-16 meiner Anleitung und nähe die Buchtasche wie beschrieben, aber mit 0,9 cm Nahtzugabe anstatt 1 cm.

Achtung: Molton gibt’s in verschiedenen Qualitäten. Ich beziehe mich hier auf dünnen Baumwoll-Molton (190 g/m²). Einen schwereren Molton würde ich dir als Verstärkung der Buchtasche nicht empfehlen. Auch noch wichtig: Molton immer vorwaschen! Er geht nämlich beim Waschen ein paar Prozent ein.

Das ist der Baumwoll-Molton, den ich verwendet habe. Er ist ungefähr 1 mm dick, also sehr dünn.

So funktioniert’s – Eine kleine Nähanleitung:

Vorbereitungen:

(1) Buch ausmessen und Stoffzuschnitt berechnen. Dabei hilft dir die Rechenformel in meinem E-Book.
(2) Molton 2 cm länger und breiter als das berechnete Außenteil zuschneiden.

Beispiel: Für mein Buch „Im Freibad“ habe ich einen Zuschnitt von 19,5 cm x 25,5 cm ausgerechnet. Den Molton schneide ich 22 cm x 28 cm zu. Wenn ich mit dem Gestalten der Vorderseite fertig bin, trimme ich auf die exakte Größe (19,5 cm x 25,5 cm).

Zuschnitt berechnen und Molton zuschneiden.

(3) Markiere mit einem Bleistift den Bereich, den du mit Quilt-as-you-go gestalten möchtest. Ich möchte die unteren 3/4 mit aquagrünen Stoffstücken gestalten und oben 1/4 Leinenstreifen ansetzen. Wie du die Aufteilung machst, bleibt dir überlassen. Du könntest auch einen Streifen in der Mitte mit Quilt-as-you-go nähen, anschließend oben und unten  Leinenstreifen ansetzen. Weiter unten siehst du ein Beispiel dafür.

Aufteilung festlegen und erstes Stoffstück annähen.

Erstes Stoffstück annähen:

(4) Du kannst dir vorher überlegen, welche Stoffstücke du wo anähen willst, oder einfach draufloslegen und schauen, wohin die Reise geht. Ich improvisiere gerne und habe einfach mal mittig mit einem Quadrat angefangen: eine kleine Szene aus einem Sarah-Jane-Stoff mit einem Jungen, der einem Pferd eine Möhre anbietet. Ich habe das Quadrat auf den Molton gelegt und mit parallelen Linien im Abstand von 1 cm festgenäht. Du kannst die Linien auch frei Schnauze in unregelmäßigen Abständen setzen. Dann bekommt deine Arbeit noch mehr Improv-Style.

Was du beim Festnähen der Stoffstücke generell beachten solltest:

  • Fang mit dem Nähen schon auf dem Molton an.
  • Schneide die überstehenden Fäden knapp ab. Das ist auf der Vorderseite sehr wichtig.
  • Du musst am Anfang und Ende nicht vor- und zurücknähen. Das Verriegeln der Naht entfällt.
  • Wähle eventuell einen etwas längeren Stich. Ich nehme eine Stichlänge von 3.0 (Standard ist bei mir 2.5).

Zweites Stoffstück annähen:

Zweites Stoffstück annähen und feststeppen.

(5) Jetzt kommt das zweite Stoffstück dran (grün mit weißen Blümchen), das die gleiche Seitenlänge wie das Quadrat haben muss. Es wird rechts auf rechts an die Stoffkante des Quadrats gelegt und angenäht. Die Nahtzugabe kannst du frei wählen. Ich finde, 1 cm Nahtzugabe braucht man hier nicht. Deshalb nehme ich gerne 1/4 Inch (0,7 cm).

(6) Anschließend wird das zweite Teil umgeklappt, gebügelt und parallel zur Nahtzugabe festgesteppt. Ich habe hier auch wieder parallele Linien gesetzt. Denk dran, nach jedem Schritt die überstehenden Fäden zu kürzen. Wenn du ein Polyestervlies benutzt, musst du aufpassen, dass du mit dem Bügeleisen nicht direkt ans Vlies kommst! Dem Baumwoll-Molton macht die Bügelhitze nichts aus.

Drittes Stoffstück annähen:

Drittes Stoffstück annähen und feststeppen.

(7) Jetzt kommt das dritte Stück dran: ein Textstoff. Ich möchte ihn gerne unten als Streifen ansetzen. Also muss er die gleiche Breite wie die ersten beiden Teile zusammen haben. Gleiches Prinzip wie eben: Rechts auf rechts an die Stoffkante legen und annähen.

(8) Dann umklappen, bügeln und parallel zur Nahtzugabe feststeppen. Total einfach, oder? – Das geht jetzt immer so weiter, bis der Molton komplett bedeckt ist. Wichtig ist, dass ein Stoffstück immer die gleiche Länge haben muss wie die Kante, an die es angesetzt werden soll.

Zwei Layout-Vorschläge, falls du nicht improvisieren möchtest:

Anhand der folgenden zwei Beispiele siehst du noch mal schön die Reihenfolge bei Quilt-as-you-go. Es beginnt mit 1, dann wird 2 angenäht, dann 3, dann 4, usw. Das Prinzip ist immer gleich: Rechts auf rechts annähen, umklappen und feststeppen.

Links siehst du einen klassischen Log-Cabin-Block. Hier wird nicht improvisiert, sondern nach einem festen Schema genäht. Alle Stoffstreifen sind gleich breit. Man beginnt im Zentrum mit Quadrat 1, an das Quadrat 2 angesetzt wird, darunter das Rechteck 3. Anschließend werden im Uhrzeigersinn passende Streifen angesetzt. So entsteht aus einem kleinen Anfangsquadrat ein großes Quadrat. Solch einen Log-Cabin-Block könntest du auch für eine Buchtasche verwenden. Wenn du keinen quadratischen Block haben möchtest, sondern einen rechteckigen, lässt du einfach den Streifen 9 weg.

Rechts ein einfaches, aber wirkungsvolles Streifen-Layout. Wenn du bunte Stoffe verwendest, kannst du einen herrlichen Regenbogen kreieren. Auf diese Weise habe ich meine Stoffkörbchen Quilt-as-you-go genäht. Bei den Körbchen habe ich aber keinen Molton genommen, sondern Thermolam. Das ist ein Vlies aus Polyester, das dicker und fester als Baumwoll-Molton ist und für mehr Stabilität sorgt. Sind die Streifen schmal, kannst du hier auf das Feststeppen verzichten.

Buchtaschen-Außenteile fertigstellen:

(9) Ich habe improvisiert, und das ist dabei herausgekommen. Manchmal habe ich kleine Stoffreste erst zu einem größeren Stück zusammengenäht, bevor ich sie an eine Kante angesetzt habe. So kann man auch klitzekleine Stöffchen verwerten. Zum Schluss ist dann oben der Leinenstreifen dran gekommen. Wie du siehst, habe ich ihn dann doch etwas unterhalb meiner Linie angesetzt. Sonst hätte ich beim Trimmen zu viel vom Quilt-as-you-go unten wegschneiden müssen. Das wollte ich nicht. Also Planänderung.

Außenteile auf exakte Größe trimmen und Buchtasche fertigstellen.

(10) Anschließend habe ich das Leinen umgeklappt und festgesteppt. Nun wird das Ganze auf die exakte Größe des Außenteils zugeschnitten. Wenn du Lust hast, kannst du mit Stickgarn noch ein paar Stiche von Hand nähen. Ich mag das sehr gerne. Die Rückseite habe ich einfach gehalten. Ich habe das Leinen auf den Molton gelegt und längs parallele Linien im Abstand von 1 cm gesteppt. Der Vorteil von Längslinien ist, dass sie sich nicht mit den Querlinien von der Vorderseite treffen müssen. Clever, oder? 😉

Wie die Buchtasche zusammengenäht wird, erfährst du in meiner Nähanleitung ab Seite 9. (Noch mal zur Erinnerung: Nähe bei Molton mit einer Nahtzugabe von 0,9 cm anstatt 1 cm.)

2-geteilte Vorderseite in Aquagrün + Braun (links) / 3-geteilte Vorderseite in Rosarot + Hellbeige (rechts)

Links & Hinweise:

  • Achte bei der Buchtasche darauf, deine schönsten Motivstoffe nicht an den Rand zu setzen. Etwa 3 cm unten und seitlich werden nicht sichtbar sein – wegen der Kastenform der Tasche und der Nahtzugabe. Den Fokus solltest du also auf die Mitte legen.
  • Es kann sein, dass sich die Stoffstücke beim Quilten etwas verziehen und keine kerzengeraden Kanten haben. Das ist ganz normal und macht den typischen Look von Quilt-as-you-go aus.
  • Falls du dich fragst, welches Leinen ich verwendet habe: Essex Yarn Dyed Homespun in der Farbe „Roasted Pecan“. Ein super schönes Baumwoll-Leinen in einem tollen, warmen Braun. Eine neue Entdeckung, die ab sofort zu meinen Lieblings-Essex gehört. Ebenso wie Essex Yarn Dyed Linen in der Farbe „Oyster“, das ich bei der rosaroten Tasche verwendet habe.
  • Die Nähanleitung zur Buchtasche findest du in meinem ➞ Etsy-Shop.

Viel Spaß beim Nähen!

Ich hoffe, mein Tutorial hat dir gefallen und du hast Lust bekommen, Quilt-as-you-go mal auszuprobieren. Wenn du Zeit hast, würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen. Vielleicht hast du ja noch Fragen oder Anregungen. Dann immer her damit!

Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere meinen Newsletter.
Folge mir gerne auch auf Instagram und Facebook.

———
* Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Sie führen dich zu Partner-Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Danke für deine Unterstützung.

Buchtaschen-Swap auf Instagram – Zeitplan & Regeln

In diesem Blogbeitrag findest du den Zeitplan und die Teilnahmebedingungen zu einer Aktion, die auf Instagram stattfindet. Von mir organisiert und im Januar/Februar durchgeführt: der Buchtaschen-Swap.

Was ist ein Swap?

Swap ist Englisch und bedeutet „Tausch“. Ein Swap auf Instagram ist eine Wichtelaktion, bei der Leute, die sich extra dafür angemeldet haben, etwas miteinander tauschen. Jeder Swap hat ein Thema. Es wird also genau festgelegt, in welchem Zeitraum was getauscht wird und welche Personen miteinander tauschen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Infos zum Buchtaschen-Swap:

  • Gewichtelt wird ein Taschenbuch (neu gekauft) + passend dazu genähte Buchtasche.
  • Gewichtelt wird GEHEIM. Das bedeutet: Du erfährst, für wen du ein Wichtelgeschenk anfertigst. Du weißt aber nicht, von wem du eins bekommst. Das soll eine Überraschung bleiben.
  • Wer mitmachen möchte, muss bereit sein, für seine:n Wichtelpartner:in ein Taschenbuch im Wert von 10-15 € zu kaufen und eine passende Hülle dafür zu nähen.
  • Es soll nicht darum gehen, alte, ungeliebte oder ausgelesene Bücher loszuwerden. Das Buch soll genau wie die Tasche den Geschmack des Wichtelpartners treffen.
  • Die Idee, die dahinter steckt: Sich Gedanken darüber machen, was jemand anderem gefallen könnte, ihn überraschen und ihm eine Freude bereiten. Das Ergebnis muss nicht perfekt sein, aber mit Mühe & Sorgfalt gemacht.
  • Wenn du möchtest, kannst du meine Nähanleitung für deine Buchtasche benutzen. Darüber würde ich mich sehr freuen. Es ist aber keine Voraussetzung für die Teilnahme am Swap.

Hinweis: Vom 10. – 16. Januar 2022 gibt es 25% Rabatt auf meine Nähanleitung.

Teilnahmebedingungen:

  • Du brauchst einen öffentlichen Account bei Instagram, auf dem du regelmäßig deine genähten Werke zeigst. Private Accounts können leider nicht mitmachen.
  • Wohnort und Postadresse müssen in Deutschland sein.
  • Der Swap ist gedacht für nähende Bücherwürmer bzw. lesehungrige Nähtanten. 😉
  • Bitte melde dich nur an, wenn du es ernst meinst und wirklich Zeit dafür hast! Es funktioniert nur, wenn alle zuverlässig und verpflichtend mitmachen. Es wäre furchtbar, wenn am Ende jemand traurig und enttäuscht ist, weil er leer ausgegangen ist.
  • Teilnehmerzahl: max. 40 Personen

Zeige deinem Swap-Partner auf Instagram, was du magst!

Für einen fremden Menschen ein passendes Buch auszusuchen und eine Tasche zu nähen, die genau seinen Geschmack trifft, ist eine Herausforderung, aber auch ein großer Spaß. Wie Sherlock Holmes kann man sich den Instagram-Account des Swap-Partners vornehmen, Beiträge durchforsten und Vorlieben herausfinden. Einfacher ist es aber, wenn der Swap-Partner von sich aus ein paar Informationen preisgibt.

Das gilt natürlich auch andersherum. Dein Swap-Partner sollte auch auf deinem Account Infos darüber finden, was du gerne liest und welche Stoffe und Farben du magst. Toll wäre, wenn du eine oder mehrere Collagen zusammenstellst und auf Instagram postest.

So kannst du deinen Buchgeschmack zeigen und genähte Sachen, die deinem Stil entsprechen. Vielleicht gibt es bestimmte Farben, die du gerne hast, oder eine Nähtechnik, die du toll findest (z. B. Patchwork, Applikationen oder „Nähmalen“). Füge unbedingt den Hashtag  #buchtaschenswap2022  hinzu!

Welchen Buchgeschmack hast du?

Beschreibe auf Instagram auch deinen Büchergeschmack! Diese fünf Fragen können dabei helfen, dass dein Swap-Partner deinen Geschmack einschätzen und ein passendes Buch für dich aussuchen kann. Die Fragen müssen nicht alle beantwortet werden. Es ist nur eine kleine Hilfestellung, um dir die Beschreibung deines Buchgeschmacks zu erleichtern.

  1. Welche Bücher waren 2021 deine Highlights?
  2. Welche Genres magst du? (z. B. Liebesromane, Fantasy, Krimi, Thriller,  Familiengeschichten, Historisches, Lustiges, Biografien, Sachbücher, etc.)
  3. Welche Autor:innen magst du?
  4. Was macht für dich ein richtig gutes Buch aus?
  5. Was würde niemals auf deinem Lesestapel landen?

Reger Austausch auf Instagram:

Während des Swaps darf gerne ein reger Austausch unter den Teilnehmenden stattfinden. Auf die Weise kann man ein paar Teaser zeigen und eventuell seinem geheimen Swap-Partner ein paar Hinweise oder Antworten entlocken. Natürlich ohne sich zu verplappern oder zu verraten!

Wenn du dich z. B. rückversichern willst, dass dein Swap-Partner ein Buch noch nicht kennt, könntest du einfach so in die große Runde fragen: „Lieber Swap-Partner, kennst du das Buch XY von Autorin XY schon?“ Wenn alle Teilnehmenden auf die Frage antworten, ist auch dein Swap-Partner darunter. Du bekommst so einen Hinweis, ohne dass dein Swap-Partner bemerkt, dass es sich um ihn dreht. Aber bitte pass auf, dass du nicht entlarvt wirst!

Es kann natürlich passieren, dass du am Ende ein Buch bekommst, das du schon kennst. Aber diese Gefahr besteht ja immer – auch bei Buchgeschenken unter Familienmitgliedern und Freunden.

So kannst du dich anmelden:

Wenn du am Buchtaschen-Swap 2022 teilnehmen möchtest, schicke eine E-Mail an info@greenfietsen.de mit folgenden Informationen:

  • dein Instagram-Name
  • Link zu deinem Instagram-Profil (Beispiel: https://www.instagram.com/greenfietsen)
  • dein Vor- und Nachname
  • deine Anschrift

Diese Infos werde ich an deinen zugelosten, geheimen Swap-Partner weiterleiten. Datenschutzhinweis: Wenn der Buchtaschen-Swap beendet ist, werden alle E-Mails und gesammelten Daten umgehend gelöscht.

Zeitplan:

Dienstag, 11.01.22 – Anmeldungsbeginn
Sonntag, 16.01.22 – Anmeldeschluss (oder bei Erreichen der max. Teilnehmerzahl)
Bis Mittwoch, 19.01.22 – Mitteilung per E-Mail, wer dein zugeloster Swap-Partner ist
19.01.-21.02.22 – Etwa vier Wochen Zeit zum Buchkaufen und Nähen der Tasche
21.02.-23.02.22 – Postversand (versichert)
Sonntag, 27.02.22 – Gemeinsames Auspacken auf Instagram (Bild posten)

Diese Bilder darfst du gerne auf Instagram verwenden:

Wenn du möchtest, darfst du diese zwei Bilder gerne abspeichern und im Rahmen des Buchtaschen-Swaps auf Instagram posten. Du kannst natürlich auch eigene Fotos verwenden. Denke nur unbedingt an den Hashtag #buchtaschenswap2022 .

Hast du noch Fragen?

Ich hoffe, ich habe alles verständlich erklärt. Wenn du noch eine Frage hast, zögere nicht, sie mir in den Kommentaren zu stellen. Ich gehe gerne auf alle Fragen ein. Ich bin auch immer dankbar für Hinweise und Ergänzungen, denn dies ist der erste Swap, den ich organisiere. Vielleicht habe ich ja nicht alles bedacht.

Nun bin ich gespannt, wie groß das Interesse ist und freue mich sehr auf den ersten Buchtaschen-Swap für lesehungrige Nähtanten. Das wird bestimmt lustig.

Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere meinen Newsletter.
Folge mir gerne auch auf Instagram und Facebook.

Frohe Weihnachten & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Hallo ihr Lieben,

lange nichts gehört. Ja, den Dezember hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt. Mit mehr Blogbeiträgen. Aber gesundheitliche Einschränkungen haben mich leider aus der Bahn geworfen und mich dazu genötigt, Prioritäten zu setzen und meine Aufgabenliste deutlich abzuspecken. Ich hatte nix Weltbewegendes, „nur“ fiese Rückenschmerzen und Nackenprobleme, wovon wohl alle, die im Homeoffice sitzen, ein Liedchen singen können.

Und wenn man dann nicht so kann, wie man will und eingeschränkt ist, bekommt auch das ansonsten recht stabile Seelenkostüm leichter einen Riss. Die Aussichten auf einen zweiten harten Pandemie-Winter, die steigenden Infektionszahlen, die neue, gefährliche Virusvariante, die immer tiefer werdenden Gräben zwischen Geimpften und Impfgegnern, Unvernunft und Egoismus – das alles hat mich sehr deprimiert und runtergezogen. Kein gutes Klima für Kreativität.

Stoffbaden wie Dagobert Duck

„Vielleicht musst du mal wieder Stoffbaden?“, meinte mein Mann. „Wie Dagobert Duck in deine Stoffstapel reinspringen und eintauchen. Dann geht’s dir bestimmt besser.“ – Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich den besten Ehemann der Welt habe? Ich musste so lachen, als er das beim Sonntagsfrühstück sagte und habe seinen Rat direkt befolgt. Und er hat recht: Stoffbaden hilft! Umgeben von meinen Stoffen fühle ich mich so reich wie Dagobert. Dunkle Wolken verziehen sich. Ich sehe wieder die Möglichkeiten, in den bunten Stoffen und auch im Leben. Die Corona-Pandemie ist eine große Belastung, sie verlangt uns allen viel ab, aber wir werden diese Herausforderung meistern.

Ich werde mir zwischen den Jahren noch ein bisschen Auszeit nehmen, zur Ruhe kommen, lesen, raus in die Natur gehen, neue Energie schöpfen. In der zweiten Januarhälfte soll es dann mit dem Buchtaschen-Swap auf Instagram losgehen. Ich freu mich schon sehr darauf.

Ich wünsche dir und deinen Liebsten frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein glückliches, neues Jahr mit tollen Nähideen und kreativen Projekten! Es warten viele schöne Abenteuer auf uns. Deshalb gib auf dich acht und bleib gesund!

Alles Liebe
Katharina

Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere meinen Newsletter.
Folge mir gerne auch auf Instagram und Facebook.

Firefly von Noodlehead – Meine neue Lieblingstasche

Werbung
Hey, ich kann’s noch! – Nach einer halben Ewigkeit habe ich mal wieder eine Tasche genäht – so richtig mit Henkeln, Reißverschluss und Kordelzug. Taschennähen ist offenbar wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht. Und es hat so viel Spaß gemacht! Aber das ist ja auch kein Wunder bei dem genialen Schnittmuster und dem wunderschönen Stoff von True Fabrics, den ich verarbeiten durfte.

Den gemusterten Stoff habe ich in diesem Fall nicht selbst gekauft, sondern er wurde mir von True Fabrics zur Verfügung gestellt. Ich durfte mir etwas aus dem Sortiment aussuchen. Deshalb steht heute Werbung über diesem Blogartikel.

Wer hier schon länger liest, der weiß, solche Kooperationen kommen bei mir sehr selten vor. Kostenlose Stoffe und Materialien locken mich normalerweise nicht hinterm Ofen hervor. Ich bin in der glücklichen Lage, mir Stoffe kaufen zu können, und bin gerne frei von irgendwelchen Verpflichtungen. Wenn ich mit einem Unternehmen zusammenarbeite, dann nur aus Überzeugung, weil es mir ein Herzensanliegen ist, dieses Unternehmen zu unterstützen.

Toll finde ich, dass man Musterkarten mit Stoffproben bestellen kann. So weiß man genau, wie sich ein Stoff anfühlt.

True Fabrics – Fair gehandelte Stoffe aus aller Welt

Bei True Fabrics (Online-Shop) kannst du fair gehandelte Stoffe aus verschiedenen Regionen der Welt kaufen und gleichzeitig Hilfsprojekte unterstützen. Von jedem laufenden Meter, der verkauft wird, geht mindestens 1 Euro an ein Projekt. Auf dieser Seite erfährst du, welche Hilfsprojekte das genau sind. Sie konzentrieren sich auf drei Bereiche (Gesundheit, Bildung und Trinkwasserversorgung) und auf die Länder, aus denen die angebotenen Stoffe stammen.

Was mich vor allem begeistert, ist der Aspekt des fairen Handels und dass hier Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker des globalen Südens, die keinen Zugang zum großen Weltmarkt haben, die Möglichkeit erhalten, ihre Produkte zu verkaufen.

Aborigine-Stoffe / Foto: True Fabrics

Du findest bei True Fabrics einzigartige Stoffe aus West- und Südafrika, Nepal, Malaysia und Australien – entworfen und produziert von kleinen und mittelgroßen Textilmanufakturen, mit traditionellen Druck- und Färbetechniken.

Die Stoffdesigns greifen überlieferte Muster und Motive auf. Das können geometrische Muster oder auch abstrakte, stilisierte Darstellungen von Pflanzen und Motiven sein. Das Angebot ist vielfältig und reicht von Schlicht und Einfarbig bis hin zu Farbenfroh und Aussdrucksstark.

„Dancing Flowers“ von June Smith

Ein Stoff, der mein Herz sofort erobert hat, heißt Dancing Flowers, wurde von der australischen Aborigine-Künstlerin June Smith entworfen und von M&S Textiles Australia produziert. Ich liebe diese Blubberblasen in Grün- und Brauntönen, die natürlich keine Blasen sind, sondern Blumen darstellen. Es gibt diesen Stoff auch noch in anderen Farben, z. B. in Pink und Schwarz. Ich finde allerdings die grüne Farbkomposition am schönsten. Die Stoffqualität ist weich und hochwertig. Achtung: Wie die meisten Baumwollstoffe geht auch dieser ein. Du solltest ihn also unbedingt vorwaschen, bevor du ihn anschneidest und vernähst.

Kordelzugverschluss aus „Dancing Flowers“. Innen ein kleines Seitenfach.

Perfekt Match! – Blumen und Glühwürmchen

„Firefly“ heißt auf Deutsch übersetzt „Glühwürmchen“ und ist der Name eines wirklich tollen Taschen-Schnittmusters von Anna Graham {Noodlehead}. Vielleicht ist dir die Tasche mit dem Kordelzugverschluss schon einmal begegnet. Die Anleitung enthält zwei Größen: die „Tote Size“ und die „Projekt Size“. Ich habe hier die kleinere Größe genäht, die Projekt-Tasche. Ohne Henkel ist sie etwa 25 cm hoch. Das ist wirklich sehr klein und schnuckelig.

Das Außenfach ist 6 Inch breit (ca. 15,5 cm) – Das Anleitungsheft passt genau hinein.

Stoffe & Vliese – Das habe ich verwendet:

Viele nähen die Firefly aus Canvas oder Oilskin, ich habe ein Baumwoll-Leinengemisch verwendet: Essex Yarn Dyed Linen in der Farbe „Nutmeg“. Das ist ein wunderschönes, sanftes Braun, das ganz toll mit dem Blumenstoff harmoniert. Leinen ist natürlich nicht so fest wie Canvas, deshalb habe ich die Außenstoffe mit Volumenvlies H 630 verstärkt, die Innenstoffe mit Gewebeeinlage G 700. Bei der kleinen Größe reicht das absolut aus und gibt einen sehr schönen Stand. Fotografiert habe ich hier die leere Tasche. Wie du siehst, steht sie auch ohne Inhalt stabil, ohne umzufallen oder einzuknicken.

Mit der Wahl meiner Vlieseline bin ich sehr zufrieden: H 630 + G 700.

Kleine Premiere: Lederhenkel und Nieten

Was mich ein paar Nerven gekostet hat, war das Einnähen der Lederhenkel und das Anbringen der Nieten. Beides habe ich zum ersten Mal gemacht. Ich war mir nicht sicher, wie meine Maschine das dicke Leder findet, aber mit Hilfe einer speziellen Leder-Nähnadel (90er) und sehr langsamem, vorsichtigem Stich-für-Stich-Nähen ging es ganz gut.

Auch das Einschlagen der Hohlnieten war eine kleine Premiere. Hier habe ich zur Sicherheit meinen Mann hinzugezogen. Zu zweit haben wir beratschlagt, welche Nieten-Größe wohl die richtige ist, und das Ganze an einem Teststück ausprobiert. Es war etwas kniffelig, mit dem Nieten-Unterteil durch das Vlies und das Leinengewebe durchzukommen. Aber nach der zweiten Niete hatten wir den Dreh raus. Verwendet habe ich silberne Hohlnieten von Prym mit einem Durchmesser von 7,5 mm für eine Materialstärke von 3-4 mm.

Brrr… Fotografieren an einem sehr kalten Dezembermorgen.

Tipps zum Nähen der Firefly-Tasche:

Die Nähanleitung „Firefly Tote“ von Noodlehead ist auf Englisch. Ich komme mit Anna Grahams Art, die Schritte zu erklären, super zurecht. Wenn du dir mit dem Englischen schwertust, empfehle ich dir die Erklärvideos von Verena {Einfach bunt Quilts}. Sie sind begleitend zur Nähanleitung gedacht, die du dir aber trotzdem kaufen musst. In Video 1 gibt Verena Empfehlungen zu Materialien, in Video 2 und Video 3 zeigt sie einzelne Nähschritte.

Fazit: Ein neuer Lieblingsschnitt!

Das Nähen hat mir viel Spaß gemacht, und die Tasche überzeugt mich hundertprozentig. Ich liebe vor allem den Kordelzugverschluss und die tolle Größe der Projekt-Tasche. Sie ist schnuckelig klein, aber trotzdem geräumig und mit allen Raffinessen ausgestattet. Ideal, um z. B. ein Strickprojekt zu verstauen oder Bücher darin zu transportieren. Ich finde die Größe der Tasche wirklich supertoll.

Auch der Stoff „Dancing Flowers“ von True Fabrics hat mich vom Aussehen und von der Qualität her sehr begeistert. Ich kann mir ihn auch sehr gut für Patchworkprojekte vorstellen. Es lohnt sich auf jeden Fall, mal einen Blick auf das tolle Angebot von True Fabrics zu werfen.

Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere meinen Newsletter.
Folge mir gerne auch auf Instagram und Facebook.

10+ tolle Nähideen | Geschenke für Kinder

Weihnachten steht vor der Tür, und du suchst nach einer Geschenkidee für Kinder? – Dann bist du hier genau richtig. Jedenfalls, wenn du das Geschenk selbst nähen möchtest. Ich habe in diesem Blogartikel aufgeschrieben, was meiner Erfahrung nach tolle Geschenke für Kinder sind. Manche davon sind schnell genäht, andere nehmen etwas mehr Zeit in Anspruch.

Zehn Nähvorschläge habe ich zusammengestellt, aber die Liste ist noch lange nicht fertig. Speichere dir den Blogartikel also am besten ab, denn es werden garantiert noch weitere Ideen dazukommen.

Mir macht es großen Spaß, für Kinder zu nähen, denn es gibt keine dankbareren Abnehmer. Viele Kinder lieben Selbstgemachtes. Wenn sie schon etwas größer sind, erkennen sie genau, wie viel Mühe man sich gemacht hat und wissen das sehr zu schätzen. Manchmal sogar mehr als Erwachsene. Dabei fällt mir ein Erlebnis aus meiner Kindheit ein…

Der Zauber des Selbstgemachten

Meine Oma hat mir mal einen Pullover gestrickt, nach einem Schnittmuster, das ich mir aussuchen durfte. Sie hat eigentlich schnelle Projekte wie Strümpfe bevorzugt, deshalb war mir schon als Kind klar, dass das etwas ganz Besonderes ist. Allein, dass die Oma so viele Wochen und Monate an meinem Pullover gestrickt hat, hat mich als Kind sehr beeindruckt und mir das Gefühl gegeben, sehr geliebt zu werden. Den Pullover gibt’s zwar nicht mehr, aber ein Foto von mir, wie ich neben dem Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehe, den Pullover trage und glücklich in die Kamera grinse.

Was ich damit sagen möchte: Selbstgemachte Geschenke können so viel mehr ausdrücken und bewirken als gekaufte. Das ist das Tolle und Unbezahlbare daran. Deshalb nichts wie ran an die Nähmaschine! Ich würde mich sehr freuen, wenn du in der folgenden Liste Tipps & Inspiration für dich findest.

1. Spielkarten-Etui

Ein tolles Geschenk, das ich schon mehrmals genäht habe: das Spielkarten-Etui nach diesem Freebook. Hübsch und praktisch! Die Anleitung ist gut nachzuvollziehen, und das fertige Etui überzeugt mich auf ganzer Linie. In die Innentaschen passen Spiele wie UNO oder Phase 10. Auch Pokémon-Sammelkarten sind gut darin aufgehoben. Ausführlich vorgestellt habe ich das Spielkarten-Etui in diesem Blogartikel.

2. Stifterolle

Die Stifterolle nach der kostenlosen Nähanleitung von Barbara {Das mach ich nachts} lässt Kinderherzen höherschlagen! 36 Buntstifte passen hinein, und ich kenne kein Kind, das nicht begeistert ist von diesem tollen Regenbogen. Die Kinder in meinem Nähkurs sind immer komplett aus dem Häuschen, wenn sie die Stifterolle im offenen Regal entdecken und aufmachen dürfen. Wenn du mehr über meinen „bunten Wrap“ erfahren möchtest, schau doch mal in meinen Blogartikel.

10+ tolle Nähideen | Weihnachtsgeschenke für Kinder

3. Schlamper-Mäppchen

Ein wahrer Kindermagnet in meinen Nähkursen sind auch diese beiden Stiftemäppchen. Das linke ist das Herz-Schlamperle von Farbenmix. Das rechte ist ein Dreiecksmäppchen nach der Anleitung von Pattydoo. Ich habe diese beiden 2013 für mich selbst genäht und liebe sie immer noch sehr. Hier findest du die Blogartikel: Herz-Schlamperle und Dreiecksmäppchen.

4. Weebrawbag für kleine Schätze

Ein Täschchen für allerlei Krimskrams ist die Weebrawbag nach dem Schnittmuster von Laura Zuckerkuss. Das Nähen dieser Tasche ist pures Vergnügen, weil es so unkompliziert ist und man so herrlich mit Stoffen spielen kann. Auf jeden Fall ein Nähprojekt, das in meiner Liste nicht fehlen darf. Hier erfährst du mehr über meine Weebrawbag mit Miezekatze. Blogartikel.

5. Beanie mit Ohrenschutz

Für manche Kinder gibt’s nichts Schlimmeres als etwas zum Anziehen geschenkt zu bekommen. Damit kann man sich wirklich unbeliebt machen. Deshalb ist dieser Geschenktipp vielleicht eher was für Babys und Kleinkinder. Für meine neugeborene Nichte habe ich Mützen nach dem Schnittmuster von Lybstes genäht. Vor kurzem haben mich die Eltern gefragt, ob ich noch mal größere Beanies nähen könnte, weil meine Nichte aus ihren ersten herausgewachsen ist. Das Schnittmuster scheint also ziemlich gut zu sitzen. Vor allem der Ohrenschutz ist toll. Verwendet habe ich hier einen lang gehüteten Stoffschatz von Herr Pfeffer.

6. Werkzeuggürtel

Als ich diesen Werkzeuggürtel nach dem Schnittmuster von Himbeerkamel genäht habe, wusste ich noch nicht, welchen Volltreffer ich damit landen würde. Mein 4-jähriges Patenkind wollte den Gürtel überhaupt nicht mehr ausziehen, nicht mal beim Schlafen. Es war nicht leicht, ihn davon zu überzeugen, dass er ihn nicht mit ins Bett nehmen kann. Leider gibt’s den Himbeerkamel-Blog nicht mehr, und damit ist auch das schöne Tutorial verloren gegangen. Wenn du den Gürtel nacharbeiten möchtest, bietet dir aber vielleicht mein Blogartikel Anhaltspunkte und Hilfestellung. Blogartikel.

7. Patchworkdecke

Kein schnelles Nähprojekt, aber eins mit viel Herz und Seele, ist eine Patchworkdecke. Dabei muss es gar kein kompliziertes Patchworkmuster sein. Die Decke kann auch ganz einfach aus Quadraten bestehen wie mein 365-Tage-Quilt. Anspruchsvolle Patchworktechniken sind Kindern ziemlich egal, sie interessieren sich vor allem für schöne Stoffe. Das Gute an Kinderdecken ist: Sie sind nicht so groß und können ohne Probleme mit der normalen Haushaltsnähmaschine abgesteppt werden. Wenn dir Quadrate zu langweilig sind, gefällt dir vielleicht meine Decke aus Sechsecken. Hexagon-Quilt

Wie du Sechsecke ganz easy zuschneidest und zusammennähst, erfährst du in diesem Tutorial.

8. Tasche für die Toniebox

Ich gebe zu, als ich letztes Jahr gefragt wurde, ob ich zu Weihnachten eine Tragetasche für die Toniebox nähen könnte, musste ich erst mal meine Suchmaschine anwerfen. Was um Himmelswillen ist denn eine Toniebox? Der Hype ist an mir vorbeigegangen. Ich habe mich also schlaugemacht und gelernt, dass das eine Lautsprecherbox in Form eines Würfels ist, die mit Hilfe von kleinen Plastik-Steckfiguren Hörspiele oder Musik abspielt. Ob man so ein Gerät wirklich braucht, müssen die Eltern entscheiden. Ich war nur für das Nähen der Tasche zuständig, und dafür habe ich dieses Schnittmuster verwendet: Tasche Troxi von FunkelRosa. Rosa/Pink war der Farbwunsch, deshalb habe ich einen Motivstoff aus der Serie „Moments“ von Minki Kim ausgesucht.

9. Täschchen Kiss

Wenn es ein kleines Mitbringsel sein soll oder du eine größere Kindergruppe beschenken möchtest, kann ich dir das Täschchen Kiss empfehlen. Das Schlaufentäschchen ist super schnell genäht. Ich habe es schon oft an Kinder verschenkt. Einmal habe ich ein kleines Puzzle hineingetan, was sehr gut angekommen ist. In diesem Jahr habe ich eine Halloween Goodie Bag daraus gemacht. Kinder, die an Halloween an unserer Tür klingelten, bekamen ein mit Süßigkeiten gefülltes Täschchen geschenkt. In diesem Blogbeitrag kannst du alle 16 Täschchen aus Halloweenstoffen sehen. Die Nähanleitung für das Schlaufentäschchen findest du in meinem Etsy-Shop. Nähanleitung Täschchen Kiss

10. Briefmappe „Happy Mail“

Ich habe ja bereits erzählt, dass ich in meinen Nähkursen immer gerne beobachte, was den Mädchen gut gefällt, was sie aus dem Regal nehmen, um es sich genau anzuschauen. Von meiner Briefmappe „Happy Mail“ sind viele Kinder wie magisch angezogen und total begeistert. In diesem Blogartikel habe ich den Organizer übrigens sehr ausführlich vorgestellt. Ich war als Kind leidenschaftliche Briefeschreiberin und hätte mich über so eine Mappe riesig gefreut. Mit schönem Briefpapier, Umschlägen und Briefmarken bestückt ist es ein tolles Geschenk. – Wo gibt’s nun die Nähanleitung dafür? Seufz, leider gibt’s noch keine. Ich muss sie erst noch schreiben. Aber das habe ich mir ganz fest für 2022 vorgenommen. Nächstes Jahr soll es endlich eine Nähanleitung dafür geben.

Diese Liste wird fortgesetzt.

Natürlich war das nur eine sehr kleine Auswahl. Es gibt noch tausend weitere tolle Nähideen, mit denen man Kinder glücklich machen kann. Im Moment arbeite ich z. B. gerade an einem Haarspangen-Utensilo – wieder ein Weihnachtswunsch, deshalb kann ich erst nächstes Jahr mehr darüber verraten. Bleib also dran und speichere dir diesen Blogbeitrag ab. Es werden auf jeden Fall neue, schöne Ideen hinzukommen.

Was nähst du gerne für Kinder?

Wenn du Lust hast, hinterlasse mir einen Kommentar und erzähl mir, was du gerne für Kinder nähst. Gibt es etwas, womit du deine Kinder schon mal so richtig glücklich machen konntest? – Ich würde mich sehr über ein Feedback von dir freuen.

Newsletter abonnieren

Du möchtest immer auf dem Laufenden bleiben und nichts verpassen? – Dann abonniere doch meinen Newsletter. Einmal im Monat schicke ich eine E-Mail raus, in der ich von Blog-Neuigkeiten berichte und Einblicke in meine aktuellen Projekte gebe. Du erhältst Tipps und Freebies direkt in dein E-Mail-Postfach und erfährst zuverlässig von Rabattaktionen in meinem Etsy-Shop. Wenn du interessiert bist, kannst du dich hier anmelden: Newsletter abonnieren.

Folge mir gerne auch auf Instagram und Facebook.

Cozy & Magical – Neue Bestecktaschen für Weihnachten

In großen Schritten kommt Weihnachten auf uns zu, und ich kann gar nicht glauben, dass es schon wieder so weit sein soll. Aber es gibt drei untrügliche Zeichen dafür, dass es doch wahr ist: Erstens habe ich „Last Christmas“ im Radio gehört (und mitgesungen, ich muss es zugeben). Zweitens stehen im Supermarkt mehrere Paletten, vollgepackt mit Lebkuchen und Schoko-Weihnachtsmännern (okay, seit Mitte August). Und drittens – ein ganz klarer Hinweis! – wird in meinem Blog gerade dieser Beitrag viel aufgerufen und gelesen: Tipps | 14+ Nähideen für Weihnachten. Es besteht kein Zweifel: Weihnachten steht vor der Tür.

Bestecktaschen für Weihnachten

Was für ein Weihnachten das wohl wird? – Ich war eigentlich sehr optimistisch, dass wir dieses Jahr wieder ein relativ normales Weihnachten feiern können, dank der Impfung. Aber nun steigen die Infektionszahlen so dramatisch, dass sich bald wieder die Frage stellen wird, ob Abstandhalten und Daheimbleiben nicht doch besser und vernünftiger ist, auch für uns Geimpfte. Aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass ich dieses Jahr im kleinen Familienkreis Weihnachten feiern kann. Deshalb habe ich neue Bestecktaschen genäht. Vier Stück sind fertig und gefallen mir sehr.

Cozy & Magical von Maureen Cracknell

Es kommt nicht oft vor, dass mich eine komplette Stoffserie derart verzaubert wie „Cozy & Magical“ von Maureen Cracknell. Und das, obwohl kein Tupfer Grün enthalten ist! Ich habe sie in der Vorankündigung auf Instagram gesehen und seitdem auf ihr Erscheinen gewartet. Alle 16 Stoffe der Serie sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Die Farben sind warm und tief, die Motive zart, aber nicht kitschig. Diese Stoffe lösen ein ganz warmes, weihnachtliches Gefühl in mir aus.

Erfreulicherweise haben viele deutsche Händler:innen diese Kollektion bestellt, und sie ist zum jetzigen Zeitpunkt auch immer noch in vielen Online-Shops erhältlich. {Stand November 2021} Einen Kritikpunkt habe ich, aber das ist Geschmackssache: Ich persönlich bin kein Fan von Popeline. Diese glatten, dünnen Webstoffe, die mittlerweile typisch für Art Gallery Fabric sind, mag ich eigentlich nicht so gerne. Aber bei dieser tollen Stoffserie musste ich ein Auge zudrücken.

Nähanleitung Bestecktasche

Maureen Cracknells Weihnachtsstoffe inspirieren mich zu ganz vielen Nähprojekten. Ich kann mir total gut einen Tischläufer für unseren Esstisch daraus vorstellen, aber auch Kissenhüllen sehen bestimmt toll aus. Zuerst habe ich darin aber festliche Bestecktaschen gesehen. Die Nähanleitung dafür findest du übrigens zum Sofort-Download in meinem Etsy-Shop: Nähanleitung Bestecktasche.

Meine 17-seitige Nähanleitung ist sehr anfängerfreundlich geschrieben und enthält jede Menge Fotos. Schritt für Schritt zeige ich dir darin, wie diese raffinierte Bestecktasche mit schrägem Fach und Paspel genäht wird. Das Schöne ist: Es gibt keine sichtbare Wendeöffnung. Die Wendeöffnung versteckt sich im Inneren und muss nicht zugenäht werden. Das heißt, du musst die Bestecktasche am Ende nicht noch einmal rundherum absteppen. Der Materialaufwand ist gering. Was die Zeit angeht: Ich brauche für eine Bestecktasche, inklusive Zuschnitt und Vlies-Aufbügeln, etwa 1 Stunde.

Immer gut informiert mit dem greenfietsen-Newsletter

Hast du eigentlich schon mitbekommen, dass ich neuerdings einen Newsletter anbiete? Einmal im Monat schicke ich eine E-Mail raus, in der ich von Blog-Neuigkeiten berichte und Einblicke in meine aktuellen Projekte gebe. Du erhältst Tipps und Freebies direkt in dein E-Mail-Postfach und erfährst zuverlässig von Rabattaktionen in meinem Etsy-Shop. Wenn du interessiert bist, kannst du dich hier anmelden: Newsletter abonnieren.

Noch mehr weihnachtliche Nähideen findest du hier:

Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere meinen Newsletter.
Folge mir gerne auch auf Instagram und Facebook.

Warum ich lieber Blogposts schreibe als Insta-Stories zu machen

Hast du gewusst, dass heute offizieller „Tag des Bloggens“ ist? – Witzig, oder? Ich wusste bis vor kurzem auch nicht, dass es so etwas gibt. Am 13. November 1990 stellte der britische Informatiker und Physiker Tim Berners-Lee die erste Webseite online, die heute auch als erster Blog gilt. Seit 31 Jahren gibt es also dieses fantastische Medium, das auch in meinem Leben eine so wichtige Rolle spielt. Ein schöner Anlass, mal ein paar persönliche Zeilen übers Bloggen zu schreiben.

Brauchen wir eigentlich noch Blogs?

Ich fresse einen Besen, wenn diese Frage heute nicht irgendwo auftaucht. Alle Jahre wieder wird gefragt: Brauchen wir eigentlich noch Blogs? Wer liest überhaupt noch Blogartikel? Es spielt sich doch eh alles auf Instagram und Facebook ab. Warum sich überhaupt noch die Mühe machen?

Die Bereitschaft, einen längeren Text zu lesen, nimmt ab, heißt es immer. Und dass die Leute lieber Videos gucken, weil das besser in ihren Alltag passe. Wer online Erfolg haben und sein Potenzial voll ausschöpfen möchte, der muss Insta-Stories machen. Spontan sein, die Follower in den Alltag mitnehmen, nahbar und persönlich sein. Du musst dich zeigen!, höre ich oft.

Wie’s aussieht, bin ich ein Dinosaurier.

Steckengeblieben in den 1990ern bei Tim Berners-Lee, dem Vater des Internets. Aber ich hänge eben an diesem altmodischen Blog, den ich nun schon seit acht Jahren mit Inhalten füttere. Ganz so häufig wie am Anfang veröffentliche ich zwar nicht mehr, aber das liegt vor allem daran, dass meine Posts ausführlicher geworden sind und das Schreiben sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber ich liebe diesen Blog. Wenn man davon leben könnte, wäre das Schreiben und Bloggen mein Traumjob.

Schriftlich besser als mündlich.

So stand es schon in meinem Schulzeugnis. Kein Zweifel, ich bin als introvertierter Mensch auf die Welt gekommen. Die große Bühne, viel Trubel und die breite Aufmerksamkeit, das hab ich noch nie für mein Wohlbefinden gebraucht. In meinen Zwanzigern wollte ich’s dann aber doch mal wissen und habe einen Job angenommen, bei dem ich sehr viel vor Publikum reden musste. Der Mensch wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben, und tatsächlich war das eine tolle Herausforderung und hat mir lange Zeit viel Spaß gemacht. Aber es hat mich auch immer viel Energie gekostet.

Handy vors Gesicht und spontan losquasseln, nicht mein Ding.

Heute muss ich mir nichts mehr beweisen oder versuchen, anders zu sein, als ich bin. Ich weiß genau, wo meine Stärken liegen und was eher nicht so mein Ding ist. Klar darf man es sich auch nicht zu gemütlich machen und sollte immer mal was Neues ausprobieren und sich weiterentwickeln. Aber meine Lust, mich mit Insta-Stories und Reels zu befassen, mir das Handy vors Gesicht zu halten und da reinzuquatschen, ist sehr begrenzt. Ich weiß, dass die Stories viel geschaut werden, mich persönlich erreichen sie eher nicht. Ich selber gucke mir nur sehr selten Stories an.

Mit wie viel Öffentlichkeit fühle ich mich wohl?

Das ist eine wichtige Frage, die mich schon so lange begleitet, wie ich diesen Blog schreibe und in den Sozialen Medien aktiv bin. Was möchte ich von mir preisgeben? Wo ziehe ich die Grenze? Es ist und bleibt ein Spagat, ich wäge ab und gehe immer wieder Kompromisse ein. Wenn ich nur privat im Netz unterwegs wäre, gäbe es vermutlich kein einziges Foto von mir online.

Aber ich finde es auch schön, wenn man als Leser:in weiß, wer da überhaupt schreibt und wie diejenige oder derjenige aussieht. Deshalb gibt’s auch ein paar Fotos von mir im Blog, und das ist okay. Hin und wieder gebe ich auch private Infos preis, denn Bloggen ohne je persönlich zu werden, das funktioniert für mich nicht. Das ist ja gerade das Schöne an privaten Blogs, dass da kein Roboter schreibt und kein Social-Media-Team, sondern ein einzelner Mensch, oder? Und diesen Menschen möchte man natürlich auch ein bisschen kennen lernen.

Wo ist die rote Linie?

Eine rote Linie ist für mich erreicht, wenn es um bewegte Bilder und meine Stimme geht. Hier habe ich beschlossen, eine Grenze zu ziehen. Video- und Stimmaufnahmen sollen privat bleiben und nicht im Internet herumschwirren und in irgendwelchen Clouds gespeichert sein. Schon allein deshalb ist es schwierig mit Insta-Stories, YouTube-Videos und Podcasts. Der Preis dafür ist wahrscheinlich, dass ich weniger gesehen und gehört werde, dass mein Unternehmen langsamer wächst und ich auch weniger Geld verdiene. Aber das nehme ich in Kauf, wenn ich dafür ein großes Stück meiner Privatsphäre behalte und nicht permanent online sein muss.

Mein Lieblingsmedium ist sowieso der Text.

Ich habe schon immer gerne geschrieben, ob Tagebücher, Briefe, Hausarbeiten oder eben Blogartikel. Nur Postkarten mag ich nicht, da ist einfach zu wenig Platz. Das Schreiben erlaubt mir, erst mal gründlich über eine Sache nachzudenken und dann in Ruhe die passenden Worte zu finden und festzuhalten. Das mag ich. Als ich 2013 das erste Mal über Nähblogs gestolpert bin, war ich total begeistert und wollte unbedingt auch einen haben. Hier konnte ich zwei große Leidenschaften miteinander verbinden: das Nähen und das Schreiben darüber. Schau mal, so sah mein Blog in seinen Anfängen aus:

Das ist ein Screenshot von meinem alten Blogspot-Blog aus dem Jahr 2014. Vier Jahre später bin ich dann – angeschubst von der DSGVO – auf eine eigene Webseite umgezogen. Witzigerweise sieht mein Blog heute noch ganz ähnlich wie damals aus. Tja, ich bin halt doch eher der beständige Typ.

Was sind eigentlich die Vorteile eines Blogs?

Ein Blog bietet dir unendlich viele Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten und jede Menge Platz, deine eigenen Ideen auszubreiten. Du kannst in die Tiefe gehen und Zusammenhänge darstellen, anstatt nur an der Oberfläche zu kratzen. Es gibt kein Limit für die Anzahl der Buchstaben oder Wörter. Du kannst so viel schreiben, wie du möchtest. Hier verschwindet nichts nach 24 Stunden, und niemand kann kommen und dich einfach so rausschmeißen (außer du zahlst deine Miete nicht).

Ich finde Instagram auch toll und schätze den unkomplizierten Austausch dort, aber wer verspricht uns, dass es die Plattform auch in drei, vier Jahren noch geben wird? Wohin gehen denn unsere Fotos, Texte, Kommentare, Videos und Reels, wenn Instagram mal dichtmacht? Bekommen wir die Möglichkeit, unsere Inhalte vorher herunterzuladen und zu sichern? Ich bin da skeptisch.

Gut, wenn man alles aufgeschrieben hat!

Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber ich denke schon, man sollte das immer im Hinterkopf behalten. Ein Blog ist beständig. Nur ich bestimme darüber, was mit ihm geschieht. Alle Inhalte gehören mir und bleiben so lange online, wie ich das möchte. Ich habe meinen Blog zwar nie als reines Online-Tagebuch gesehen, aber mittlerweile ist er zu meinem eigenen Nachschlagewerk geworden. Nach so vielen Jahren erinnere ich mich nicht mehr an alle Details eines Nähprojekts, und dann schaue ich nach und denke mir oft: Wie gut, dass du das alles aufgeschrieben hast!

Neu: greenfietsen-Newsletter

Ich habe beschlossen, mich nicht zu verbiegen, sondern nur das zu machen, was mir Spaß macht und was mir liegt. Ich bin kein Mensch, der gerne vor Kameras steht oder in Mikrofone spricht, ich bin diejenige, die Texte schreibt, Anleitungen verfasst und für kleine Gruppen Nähkurse gibt. Das ist mein Ding.

Wenn du zu der Sorte Mensch gehörst, die gerne Texte liest und schriftliche Nähanleitungen mag, dann abonniere doch meinen neuen Newsletter! Du erhältst dann einmal im Monat Neuigkeiten, Tipps oder Freebies direkt in dein E-Mail-Postfach. Hier findest du das Anmeldeformular: Newsletter abonnieren.

Danke schön!

Heute am Tag des Bloggens möchte ich dir ganz herzlich für dein Interesse und deine Treue danken! Natürlich macht das Bloggen nur Spaß, wenn man auch gelesen wird. Jeder Kommentar, jedes Lob, jede freundliche E-Mail ist eine tolle Bestätigung und motiviert mich ungemein, weiterhin viel Zeit und Herzblut in diesen Blog zu stecken. Deshalb: Ein ganz großes Dankeschön an dich, liebe Leserin und lieber Leser!

Hier erfährst du mehr über mich:

Halloween Goodie Bag | Täschchen Kiss mit Süßigkeiten

Süßes oder Saures! – Von Jahr zu Jahr werden es mehr Kinder, die am Halloween-Abend an unserer Türe klingeln und nach Süßigkeiten verlangen. Ich bin zwar nicht damit aufgewachsen und hab eigentlich gar keinen Bezug zu Halloween, aber ich mach den Spaß trotzdem gerne mit. Ich freue mich immer, wenn ich hinter der Schminke und der tollen Verkleidung Kinder erkenne, die schon mal in meinem Nähkurs waren. „Hallo Katharina!“ – „Luisa, bist du das?“ Das sind immer lustige Momente. Ich muss vielleicht dazusagen: Ich wohne in einem kleinen Dorf.

Meine Nähanleitung enthält Schnittmuster für 5 Größen. Diese heißt „Minitasche“ und ist 7,5 x 10 cm groß.

Halloween Goodie Bag

Diesmal habe ich etwas Besonderes vorbereitet. Alle kleinen Hexen und Gespenster, die bei uns klingeln, bekommen ein Täschchen Kiss von mir. Jedes Schlaufentäschchen ist gefüllt mit  Brause-Tütchen und ein paar Gummibärchen. An die Seitenschlaufen werde ich noch einen Schlüsselring anbringen, so dass die Kinder das Täschchen auch nach Halloween weiter benutzen können. Es lässt sich dann zum Beispiel in der Kindergartentasche oder am Schulranzen befestigen. Was kann man in das Täschchen hineintun? – Zum Beispiel Geld oder eine Busfahrkarte. Die Schlaufe kann von selbst nicht aufgehen, so dass alles sicher verstaut ist.

Die Stoffe sind aus der Serie „Spooky Hollow“.

Irgendwie habe ich ein Faible für Halloweenstoffe. Was nicht unbedingt auf der Hand liegt, denn ich grusel mich eigentlich gar nicht gerne. Ich hab noch nie einen Horrorfilm angeschaut und würde nie im Leben in eine Geisterbahn reingehen. Nicht für Geld und gute Worte. Deshalb mag ich diese Kinderstoffe aus der Serie „Spooky Hollow“ von Riley Blake. Sie haben für mich genau das richtige Level an Grusel und Horror.

Die Nähanleitung gibt’s in meinem Etsy-Shop.

Ich habe mir ein Fat Quarter Bundle davon gekauft und insgesamt 16 Täschchen Kiss daraus genäht. Natürlich ist noch jede Menge Stoff übrig, denn für ein Täschchen braucht man ja nur wenig. Verstärkt habe ich mit Gewebeeinlage G 700, so wie ich es in meiner Nähanleitung empfehle. Wenn du Zeit und Material sparen willst, kannst du sie auch ganz ohne Vlieseline nähen. Dann brauchst du nur ein paar Baumwollstoffe, sonst gar nichts.

Mit Süßigkeiten gefüllte Schlaufentäschchen warten auf kleine Hexen und Gespenster.

„Für schöne Erinnerungen muss man im Voraus sorgen.“

Mal abgesehen von Halloween, ist das Täschchen Kiss auch ein tolles Mitgebsel beim Kindergeburtstag. Aus schönen Stoffen genäht und mit einem Schlüsselring oder Karabinerhaken versehen, ist es ein sehr nützliches und nachhaltiges Geschenk. Außerdem kann es eine schöne Erinnerung an den Geburtstag sein.

Wäre es nicht toll, wenn mal eins von den heutigen Kindern sagt: „Ach guck mal, das hab ich damals an Halloween bekommen, als wir von Tür zu Tür gegangen sind. Das weiß ich noch!“ Ich würde mich total freuen, wenn mein selbstgenähtes Täschchen Kiss für einen anderen Menschen mal mit einer schönen Erinnerung verbunden ist.

Nähideen für Herbst & Halloween:

Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere meinen Newsletter.
Folge mir gerne auch auf Instagram und Facebook.