work in progress | Sommerdecke und neues E-Book

Schwuppdiwupp, so schnell kannst du gar nicht gucken, ist Sommer! Ja, das geht jetzt ganz schnell. Also ich gehe davon aus, dass der Sommer 2020 genau wie die letzten beiden heiß und anstrengend wird. Da möchte ich wenigstens nachts unter einer kühlen Sommerdecke schlafen. Und die nähe ich mir jetzt aus blauen und grünen Stoffstreifen. Dünn und federleicht soll meine Decke werden.

Sommerdecke aus Stoffstreifen

Mein Vorbild ist die wunderschöne Patchworkdecke aus dem Buch „Sunday Morning Quilts“ von Amanda Jean Nyberg und Cheryl Arkinson. Amanda Jean ist in der Quilterszene besser bekannt als Crazy Mom Quilts. Wenn du dich für Patchwork interessierst, hast du bestimmt schon von ihr gehört. Amanda Jean zeigt auf beeindruckende Weise, wie man Scraps zu traumhaften Quilts zusammenfügen kann. Was ich dabei so toll finde: Es gibt keine strengen Regeln, sondern viel Freiheit und kreativen Spielraum.

Auf dem Buchcover: „Candy Coated“ – Die Inspiration für meine Sommerdecke aus Streifen

Im Buch findet man zwar den Zuschnitt für die abgebildete Decke, aber im Grunde kann man die Streifen zusammensetzen, wie man möchte. Was man eben gerade da hat. Ausschlaggebend für den Look ist, dass unterschiedlich breite Streifen zu Reihen zusammengenäht werden. Durch die unregelmäßigen Streifen und die verschieden breiten Reihen ergibt sich ein sehr interessantes Design.

Schon seit Monaten sammle ich für dieses Projekt Stoffstreifen im blaugrünen Farbspektrum. Nun habe ich damit begonnen, sie zusammenzunähen. Ende Mai / Anfang Juni soll die Decke fertig sein. Mal sehen, ob das klappt. Schließlich habe ich in diesem Monat auch noch ein anderes größeres Projekt, das ich endlich angehen möchte.

Neues E-Book: Mini-Täschchen

Ich spreche von einem E-Book für die Mini-Täschchen mit Schlaufe! Ich habe sie letztes Jahr hier im Blog gezeigt und denke seitdem darüber nach, eine Nähanleitung dazu zu schreiben. Es ist so ein tolles, kleines Nähprojekt – ganz und gar plastikfrei und für viele Dinge zu gebrauchen.

Mein Mann benutzt eins für seinen Fahrradcomputer. Dank einer zusätzlichen Schlaufe an der Seite und einem Karabiner kann er es an seinen Schlüsselbund hängen. Man könnte ein Mini-Täschchen aber auch als Visitenkarten-Etui verwenden oder im Urlaub für Pinzette, Nagelknipser, Haargummis oder Schmuck. Kondome würden auch ziemlich gut reinpassen. Natürlich kann man es auch verschenken, mit einem kleinen Notizbuch & Bleistift oder gefüllt mit ein paar schönen Nähutensilien. Es gibt so viele Ideen!

Das sind die beiden Projekte, auf die ich mich im Mai konzentrieren möchte. Außerdem freue ich mich im Mai auf eine Woche Urlaub. Eigentlich wären wir ja auf Verwandtenbesuch nach Österreich gefahren. Das geht im Moment natürlich nicht. Wegen Corona fällt auch unser großer Fahrradurlaub im Juni ins Wasser. Sehr schade! Wir wollten eigentlich den Königssee-Bodensee-Radweg fahren und waren schon mitten in den Planungen. Aber auch das: Nur aufgeschoben, nicht aufgehoben! Unser Ersatzprogramm wird sicher auch sehr schön: Fahrradausflüge in der näheren Umgebung, Waldspaziergänge, Spielenachmittage im Garten bei Kaffee und Kuchen. Wir werden uns das schon schön machen.

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Einkaufstasche für eine Kaffeetante

Die Ereignisse überschlugen sind, und so bin ich noch gar nicht dazu gekommen, diese schöne Tasche zu zeigen. Genäht vor vielen Wochen, längst verschenkt und täglich in Gebrauch. Für eine kurze Foto-Session konnte ich der Nachbarin das gute Stück noch einmal entführen. Den herrlich grünen Stoff von Windham Fabrics habe ich viele Jahre lang für eine besondere Gelegenheit aufgehoben. Nur einmal habe ich bisher etwas daraus genäht, nämlich diesen Fünf-Fach-Organizer. 

Stoff mit Tassen aus der Serie „Collage“ von Carrie Blomston für Windham Fabrics

Kombiniert habe ich dieses Stoffschätzchen mit Taschenstoff Moskau in Dunkelgrau, pflaumenfarbenem Stoff aus der Serie „Foundation“ für Innen und einer schicken Silberpaspel. Für Halt und Stabilität sorgt dickes Volumenvlies H 640. Für die Taschenhenkel habe ich grauen Mantelstoff aus meiner Upcyclingkiste verwendet. Das Schnittmuster ist ganz simpel und Marke Eigenbau.

Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, kennst du vielleicht die Verwandten dieser Tasche. Da wären meine Einkaufstasche mit Fiets, die Alles-neu-macht-der-Mai-Tasche und die Glücksklee-Tasche. Alles eine Familie! Sie beruhen alle auf einem 44 x 42 cm großen Rechteck mit Abnähern.

Auch wenn’s vielleicht langweilig ist… Das Modell „Gefütterte Einkaufstasche“ hat sich einfach bewährt und wird von meinen Lieben häufig nachgefragt. Und ich muss sagen, ich nähe sie immer wieder gerne, denn – auch wenn der Schnitt immer derselbe ist – jede Tasche ist ein Unikat, je nachdem, welche Stoffe ich nehme und welche Variationen ich einbaue.

In meinem Regal liegen noch viele solcher Stoffschätzchen, die unbedingt mal vernäht und ans Tageslicht gebracht werden müssen. Mal sehen, welches ich für das nächste Projekt auswähle und hier zeige.

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Patchwork-Hülle für mein Pflanzbuch

„Wer einen Garten hat und eine Bibliothek, dem wird es an nichts fehlen“, hat Cicero gesagt. Ein schöner Gedanke. Mir würde jedenfalls etwas fehlen, hätte ich keine Bücher und keinen Garten. Dass wir uns vor ein paar Jahren dafür entschieden haben, nichts Neues zu suchen, sondern unser altes Haus umzubauen und aufwendig zu modernisieren, hatte auch mit dem dazugehörigen Garten zu tun.

Ein kleines Stück Land zu besitzen, das man nach eigenen Vorstellungen gestalten kann, auf dem man Gemüse und Obst anbauen kann, auf dem man im Liegestuhl liegen und sich erholen kann – Das ist ein Wert, den ich von klein auf mitbekommen habe.

Aber ein Garten macht natürlich auch Arbeit. Man muss sich die Zeit dafür nehmen. Unser Gemüsebeet ist ein Gemeinschaftsprojekt: Papa gräbt um, sät ein, bewässert und hat die Erfahrung. Ich bin im Moment für die Voranzucht zuständig. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass unser Wohnzimmer dank bodenlangen Fenstern und Fußbodenheizung der ideale Ort ist, um Pflanzen vorzuziehen.

Weil das letztes Jahr so prima geklappt hat und wir mit reicher Ernte gesegnet waren, habe ich in diesem Frühjahr meine Kapazitäten sogar noch etwas ausgebaut. Gespannt zu warten, bis ein Sämling durch die Erde bricht, dann zu beobachten, wie das junge Pflänzchen wächst und gedeiht, das macht einfach Spaß. Es ist jedes Mal ein kleines Wunder.

Gurkenpflänzchen

Neben Klassikern wie Zucchini, Kürbis und Gurke versuche ich es dieses Jahr auch mal mit Fenchel und Mangold. Auch gelber Sonnenhut, Echinacea, Löwenmäulchen und Ährensalbei haben schön gekeimt und wachsen prächtig am Wohnzimmerfenster. Die werden im Sommer ganz viele Bienen und Schmetterlinge anlocken. Möhren, Zwiebeln, Radieschen, Kohlrabi und Kartoffeln wachsen schon im Freiland. Tomaten und Paprika dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Pflanzbuch für die Dokumentation

Um da den Überblick zu behalten, habe ich mir letztes Jahr ein Pflanzbuch angelegt. Das ist ein einfaches Notizbuch, in dem ich mir ziemlich laienhaft Notizen machen. Wann hat ein Samen gekeimt? Wann habe ich ausgepflanzt und wann geerntet? Wie ertragreich war eine Sorte? Wie haben wir das Beet aufgeteilt? – Wenn ich das jedes Jahr dokumentiere, kann ich Rückschlüsse daraus ziehen, die Fruchtfolge im Auge behalten und jede Menge lernen. So denke ich mir das jedenfalls.

Leinen, Patchwork & Stickerei

Weil das schwarze Notizbuch nicht das allerschönste ist und ich auch lose Zettel und Samenpäckchen aufbewahre, habe ich mir jetzt einen schönen Organizer dafür genäht. Das Nähen hat unglaublich viel Spaß gemacht. Besonders das Auswählen der grünen Stoffe mit den Pflanzmotiven war pures Nähglück. Neben Erdbeeren und Kirschen, Purpur-Sonnenhut, Klee und Hagebutte habe ich sogar einen kleinen Grashüpfer gefunden. So ein schönes Patchwork-Projekt! Ich könnte sofort die nächste Hülle nähen.

12 grüne Quadrate in der Größe 2 x 2 Inch habe ich zusammengepuzzelt und mit einem groben, aber sehr weichen Leinen kombiniert. Die Außenteile habe ich mit Volumenvlies H 630 verstärkt, die Vorderseite anschließend mit weißem Garn bestickt. Das habe ich mir bei @rosie.taylor.crafts abgeguckt, die genau wie @maisymakes76 eine große Quelle der Inspiration auf Instagram ist.

Die Stoffe sind eine wilde Mischung aus meinem Bestand: sehr viel Heather Ross, ein bisschen ellis & higgs, Bonnie & Camille, Lori Holt und Kate Spain. Das Leinen habe ich vor vielen Jahren mal auf dem Frankfurter Stoffmarkt gekauft. Davon hatte ich noch Reste, die genau für die Hülle gereicht haben. Eine Nähanleitung dafür habe ich nicht auf Lager. Ich habe mein Buch ausgemessen, ein paar Zentimeter für Nahtzugabe und Abnäher dazugerechnet und freestyle genäht. Ist ja kein sehr schweres Projekt.

Tolles, kreatives Nähprojekt!

Solche Buchhüllen zu nähen, macht total viel Spaß und ist für mich pure Entspannung. Ich kann es dir sehr empfehlen! Man kann sich dabei kreativ ausdrücken und hält schon nach kurzer Zeit ein tolles Einzelstück in den Händen. Ich habe in letzter Zeit häufig Bücher zu Geburtstagen verschenkt und passend dazu eine Hülle genäht. Die Kombination aus Lesestoff und etwas Selbstgenähtem ist bisher super angekommen (und lässt sich prima als Maxibrief mit der Post verschicken). Deshalb liegt bestimmt schon bald die nächste Hülle auf meinem Nähtisch.

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Nähanleitung | Herz-Untersetzer zum Muttertag

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Diesen Untersetzer habe ich schon ganz oft genäht und verschenkt. Nicht nur zum Muttertag, auch zum Geburtstag oder zu Weihnachten kannst du damit jemandem eine Freude machen. Du brauchst nur vier Stoffstreifen, ein bisschen Rückseitenstoff und dickes Vlies. Es ist ein sehr leichtes, anfängerfreundliches Projekt, das nicht mehr als 30-60 Minuten in Anspruch nimmt. Wie du den Herz-Untersetzer nähst, zeige ich dir Schritt für Schritt in diesem Tutorial.

Der fertige Untersetzer ist 20 x 20 cm groß. Weil er schön flach ist, lässt er sich prima in einem Umschlag verschicken. Eine liebe Karte dazu geschrieben und schon kann sich das Herz auf die Reise machen.

Hinweis: Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil er Affiliate-Links zu Partner-Shops enthält. Affiliate-Links sind mit einem Sternchen gekennzeichnet.

Los geht’s! Hier kommt die Anleitung:

Material:

4 Stoffstreifen, je 7 x 21 cm (Baumwoll-Webware)
21 x 22 cm Stoff für die Rückseite (Baumwoll-Webware)
21 x 22 cm Thermolam* (Affiliate-Link)
Allesnäher-Nähgarn

Herz-Schablone zum Ausdrucken:

Hier kannst du die Schablone herunterladen und ausdrucken:  Herz-Schablone (PDF)

1 | Vorderseite zusammennähen

Nähe alle vier Stoffstreifen (7x 21 cm) aneinander. Dazu legst du sie nacheinander rechts auf rechts und nähst sie mit 1 cm Nahtzugabe zusammen. Bügle dann die Nahtzugaben auseinander.

Die Vorderseite besteht aus vier zusammengenähten Stoffstreifen.

2 | Vorderseite absteppen

Lege die Vorderseite auf das Thermolam. Die schöne Seite liegt oben. Streiche den Stoff schön glatt und stecke ihn mit Nadeln fest. In den nächsten Schritten werden nun die beiden Lagen durch Steppnähte miteinander verbunden. Dazu setzt du im Abstand von 1 cm parallele Nähte.

Ich steppe diagonal ab. Um eine erste, gerade Linie zu bekommen, ziehe ich mit Lineal und Trickmarker von einer Ecke diagonal zur anderen Ecke einen Strich. Auf dieser Markierungslinie mache ich meine erste Steppnaht. (Stichlänge: 3.0) Das Verriegeln der Naht kannst du dir hier sparen, weil die Ränder später eh weggeschnitten werden.

Mit Lineal und Trickmarker die erste, gerade Linie ziehen.

Nachdem du die erste diagonale Linie genäht hast, kannst du alle weiteren nähfüßchenbreit mit 1 cm Nahtzugabe parallel daneben setzen. Zwischendrin immer mal wieder glattstreichen, um keine Luft hineinzunähen.

Die erste Naht direkt auf der Linie nähen. (Bild links) Anschließend nähfüßchenbreit daneben nähen. (Bild rechts)

Wenn du mit der ersten Hälfte fertig bist, nimm den Stoff weg, drehe ihn um und beginne neu an der diagonalen Linie, die du mit dem Trickmarker gezogen hast. Setze auch hier parallele Steppnähte im Abstand von 1 cm. Nähe die zweite Hälfte genauso wie die erste.

3 | Vorder- und Rückseite zusammennähen

Übertrage mit Schablone und Trickmarker die Herz-Form auf die linke Seite des Rückseitenstoffs. Markiere dir an einer geraden Stelle eine 6 cm lange Wendeöffnung. Lege den Rückseitenstoff rechts auf rechts auf die Vorderseite. Beachte: Je nachdem, wie du den Stoff auflegst, sind die Stoffstreifen später senkrecht oder quer. Nähe direkt auf der Herz-Linie. (Stichlänge: 2.0) Die Wendeöffnung lässt du frei. Anfang und Ende deiner Naht musst du hier natürlich durch Vor- und Rückwärtsnähen verriegeln.

Ich habe den Rückseitenstoff hier so aufgelegt, dass die vier Streifen auf der Vorderseite senkrecht sind.

4 | Nahtzugaben zurückschneiden

Schneide das Herz etwa 3 mm neben der Naht aus. Vor der Wendeöffnung lass aber bitte eine Nahtzugabe von 1 cm stehen! Wenn möglich, benutze eine Zackenschere. Dann lässt sich das Herz nach dem Wenden schöner ausformen. Damit es zwischen den Herzbögen keinen Knubbel gibt, solltest du mit der Schere einen „Knips“, also einen Schnitt, bis knapp zur Naht machen. Aber Vorsicht, nicht die Naht durchtrennen!

Nahtzugaben weg- und einschneiden, damit sich das Herz schön ausformen lässt.

5 | Wenden und fertigstellen

Wende den Untersetzer auf die rechte Seite und forme ihn mit einem langen Essstäbchen oder einem Kantenformer aus. Bügle den Untersetzer schön glatt. Achtung, überprüfe an einem Stoffrest, ob dein Trickmarker Bügelhitze verträgt! Bei meinem verschwinden die Markierungen nach 1-2 Tagen von selbst, auch wenn ich heiß darübergebügelt habe. Es gibt aber auch Stifte, bei denen die Markierungen durch Bügeln permanent werden und nicht mehr verschwinden.

Schlage die Nahtzugabe der Wendeöffnung nach innen und steppe den Untersetzer einmal rundherum knappkantig ab. (Stichlänge 3.0). Dabei wird die Wendeöffnung verschlossen.

Einmal rundherum knappkantig absteppen.

Tipps & Ideen für Abwandlungen

Du kannst auf diese Weise auch Untersetzer in einer anderen Form nähen. Wie wäre es z. B. mit einem Osterei? In diesem Tutorial habe ich einen bunten Mug Rug in Ei-Form bereits vorgestellt.

Wenn du auch die Rückseite aus 4 Stoffstreifen zusammennähst, kannst du einen Wende-Untersetzer daraus machen. Hat die eine Seite Kaffeeflecken abbekommen, drehst du den Untersetzer einfach auf die andere Seite. *zwinker* Aber du kannst den Untersetzer auch problemlos auf 30 Grad waschen, wenn du Baumwoll-Webware und Thermolam verwendet hast.

Viel Spaß beim Nähen!

Ich hoffe, mein Tutorial hat dir gefallen und du hast Lust bekommen, selbst einen Herz-Untersetzer zu nähen. Wenn du Zeit hast, würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen. Vielleicht hast du ja noch Fragen oder Anregungen. Dann immer her damit!

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Hier bekommst du die Materialien:

Thermolam ist ein festes, kompaktes Volumenvlies, das sich für dieses Projekt super eignet. Du bekommst Thermolam und viele tolle Baumwollstoffe bei Verena von Einfach bunt Quilts*. (Affiliate Link)

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* Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Sie führen dich zu Partner-Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Danke für deine Unterstützung.

Hund mit Schlappohren zum Kuscheln & Spielen

Ich bin verliebt in einen Hund! – Nicht in irgendeinen, sondern in diesen mit den geblümten Schlappohren und der großen, braunen Nase. Er ist vor Ostern von der Nähmaschine gehüpft, hat sich im Päckchen auf die Reise gemacht, um der treue Freund eines 7 Monate alten Mädchens zu werden.

Es ist doch erstaunlich, wie man mit einem so einfachen Schnittmuster und ein bisschen Stoff und Garn im Handumdrehen ein Kuscheltier zum Spielen und Liebhaben erschaffen kann. Es braucht so wenig. Danke an Frau Mutti und Sabine von Farbenmix, die das E-Book „Toffee Nosed Friends“ zu Beginn der „Corona-Ferien“ verschenkten, um Kindern und uns Großen eine Freude zu machen!

Zu den Toffee Nosed Friends gehören außer dem Hund auch noch eine Katze, ein Bär und ein Huhn. Alle vier sind allerliebst. Der Hund mit den Schlappohren und dem gutmütigen, zufriedenen Gesichtsausdruck hat mich sofort um den Finger gewickelt. Aber auch die anderen drei werde ich bestimmt mal nähen und verschenken.

Schnittmuster verkleinern

Die Tiere sind im Original riesig! Zu groß für ein Baby, fand ich. Deshalb habe ich die Vorlage auf 70 Prozent verkleinert. Falls du nicht weißt, wie das funktioniert, das geht ganz einfach: Wenn du den Druckvorgang startest, öffnet sich ein Fenster, in dem du die Seite anpassen und Optionen auswählen kannst. Nimm dort den Haken bei „Tatsächliche Größe“ weg und setze ihn bei „Benutzerdefinierter Maßstab“. Lösche die Zahl 100 % und schreibe stattdessen eine andere Zahl hinein, z. B. 70 %. Das Schnittmuster wird dann auf diese Größe skaliert und ausgedruckt.

Noch ein paar Tipps und Tricks

Auf 70 Prozent verkleinert, ist der Hund etwa 23 cm hoch und 16 cm breit – eine sehr handliche Größe. Bei den Ohren musst du unbedingt daran denken, das Schnittmuster spiegelverkehrt aufzulegen, und zwar sowohl beim beige-karierten als auch beim geblümten Stoff. Für die Nase habe ich keinen Filz verwendet, sondern eine Wende-Applikation aus braunem Stoff gemacht. Augen und Mund habe ich mit Rückstichen von Hand gestickt. Für die Bartstoppeln eignet sich der Knötchenstich. Wie der funktioniert, kannst du in diesem kurzen Video sehr gut sehen. Gestickt habe ich mit 4 Fäden braunem, teilbarem Stickgarn.

Kinderleichtes Nähprojekt

Wer nicht sticken möchte, kann das Gesicht auch mit Textilstiften aufmalen. Wobei ich ja finde, dass gerade das handgestickte Gesicht den Charme des kleinen Kerlchens ausmacht. Der Hund muss ja auch gar nicht perfekt werden. Im Gegenteil, ich finde, er darf ruhig handgemacht aussehen. An sich ist es ein sehr einfaches Nähprojekt. Deshalb eignen sich die Toffee Nosed Friends auch wunderbar für Kinder und Nähanfänger. Weil ich weiß, dass die Kinder in meinen Nähkursen diesen Hund lieben werden, habe ich ihn als Deko noch mal genäht. Auch wieder mit geblümten Ohren und Schürze, weil ich das so gerne mag.

Ich bin gespannt, ob ich im Herbst tatsächlich wieder Nähkurse für Kinder und Erwachsene anbieten kann. Ich hoffe es, bin aber ehrlich gesagt skeptisch. Im Moment muss ich mich wie alle anderen damit abfinden, dass es wenig Planungssicherheit gibt. Auch wenn es mir persönlich gut geht und ich der Virus-Krise auch Positives abgewinnen kann, vermisse ich das schon: langfristig planen zu können. Mal sehen, wie es jetzt nach Ostern für die Kinder weitergeht. Ob die Schulen wirklich schon bald wieder öffnen!?

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work in progress | Masken nähen – Jetzt auch hier

An jedem Monatsanfang zeige ich, was gerade auf meinem Nähtisch liegt. Im Moment sind das – ja, auch bei mir! – Mundschutze. Ich vermute, das Thema beschäftigt gerade alle, die eine Nähmaschine zu Hause stehen haben. Ob wir wollen oder nicht, wir müssen eine Haltung dazu finden. Dafür oder dagegen? Bringt es etwas, wenn wir jetzt im Supermarkt eine Stoffmaske tragen? Was sagen Virologen, das Robert-Koch-Institut, die WHO dazu? Und wenn es tatsächlich dazu beitragen kann, Infektionen zu verringern, welches der unzähligen Schnittmuster soll ich verwenden? Für wen möchte ich Masken nähen? Und wie viele?

Update: Dieser Artikel wurde vor Einführung der Maskenpflicht in Deutschland geschrieben. Die Maskenpflicht gilt seit 29. April 2020 z. B. im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften.

Mundschutz tragen – Ja oder Nein?

Mein Standpunkt war bisher, Masken und Schutzkleidung sollten vor allem medizinischem Personal und Risikogruppen vorbehalten sein. Meine Mittel, um eine Ansteckung zu vermeiden, sind: Daheim bleiben, Abstand halten und Händewaschen! Ich kann zu Hause arbeiten und muss nur einmal in der Woche unter Leute, nämlich um im Supermarkt einzukaufen. Weil ich es mir einrichten kann, gehe ich dann in aller Herrgottsfrühe, wenn noch nichts los ist. Ich habe also keine engen Kontakte außer zu meinem Ehemann, der aber auch zu Hause im Home Office arbeitet. Deshalb haben wir bisher keinen Mundschutz getragen. Auch weil es lange keine klare Handlungsempfehlung dafür gegeben hat.

Nun sprechen sich aber immer mehr Virologen und auch unser Gesundheitsminister Jens Spahn explizit FÜR das Tragen von Masken im öffentlichen Raum aus. Es könnte doch helfen, andere zu schützen, wenn man selbst mit dem Virus infiziert ist. Natürlich nur als zusätzliche Maßnahme. 2 Meter Abstand halten und Hygieneregeln bleiben weiterhin wichtig!

Update 18.06.20: Neue Studien legen nahe, dass „Alltagsmasken“ tatsächlich eine Schutzwirkung gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben. (tagesschau.de)

Bitte weitersagen: Mit einer selbstgenähten Stoffmaske schützt man sich selbst nicht vor Viren! Man verringert das Risiko, andere Menschen anzustecken, wenn man selbst infiziert ist. So eine Maske stellt keine Persönliche Schutzausrüstung dar und ist kein Medizinprodukt! Es ist nur ein Behelf.

Innen hat die Behelfs-Mundmaske eine Öffnung. Hier kann man zusätzlich einen Filter einlegen. Es gibt Leute, die nehmen als Filter eine Damen-Slipeinlage.

#maskeauf

Ich habe den Eindruck, dass tatsächlich immer mehr Leute eine Maske tragen. Es scheint sich gerade zu drehen. Es werden nicht mehr diejenigen komisch angeguckt, die einen Mundschutz tragen, sondern die, die keinen aufhaben. Allerdings habe ich im Supermarkt auch beobachtet, dass Masken falsch benutzt werden. Es ist keine gute Idee, ständig an der Maske herumzuzuppeln und sie hoch- und runterzuziehen! Dabei kann man sich das Virus, das vielleicht an den Händen klebt, ins Gesicht schmieren. Auch Masken mehrmals zu benutzen, ist kontraproduktiv! Meine Befürchtung ist, dass viele zu sorglos damit umgehen.

Welches Schnittmuster nehme ich?

Deshalb war mir klar: Wenn ich Masken nähe, dann muss es ein Schnittmuster sein, das richtig gut sitzt. Die Maske soll aufgesetzt und dann nicht mehr von außen berührt werden. Ich nähe nur für meine Familie, und keiner von uns arbeitet in einem medizinischen Beruf. Niemand von uns hat also jemals gelernt und geübt, eine Maske richtig zu verwenden. Meine Wahl fiel schließlich auf die Behelfs-Mundmaske von Mira Rostock.

An dieser Maske gefällt mir, dass man keine Falten legen muss und kein Schrägband braucht. Ich habe nämlich mehr kochfesten Gummi als Schrägband vorrätig. Durch den Abnäher am Kinn schließt die Maske gut ab, auch seitlich ist alles schön zu. Damit die Maske auch im Nasenbereich optimal sitzt, habe ich noch ein Stück Draht eingenäht. Mit dieser kleinen Ergänzung eignet sich die Maske auch gut für Brillenträger. Ich finde das Schnittmuster super. Es liegt schön eng am Gesicht an. Ob es das beste Schnittmuster von allen ist? Keine Ahnung! Ich habe kein anderes ausprobiert.

Übrigens: Man kann die Maske auch mit Bindebändern nähen, wenn man keinen Gummi hat.

Für den Nasenbügel habe ich Wickeldraht genommen und die Enden mit einer Zange umgebogen. Den Draht habe ich dann durch einen schmal abgenähten Tunnel geschoben. Dadurch, dass die Maske in der Mitte eine Öffnung hat, geht das sehr gut.

Heldinnen an der Nähmaschine

Sicher ist dieses Modell aufwendiger zu nähen als andere. Für eine Maske nach dem Schnittmuster von Mira Rostock brauche ich mindestens 20 Minuten. Wenn ich in den Sozialen Medien sehe, dass andere an einem Tag 50-100 Masken nähen, weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich sie bewundern oder bedauern soll. Es ist absolut unglaublich, was viele Hobbynäherinnen da gerade leisten, und ich befürchte, viele gehen dabei weit über ihre Belastungsgrenze.

Einerseits können wir jetzt beweisen, dass Nähen unsere Superpower ist, andererseits tappen wir Frauen wieder leicht in eine Falle. Neben Arbeit, Familie, Home Schooling und Haushalt wird jetzt auch noch vorausgesetzt, dass wir als Dienst für die Gesellschaft Masken im Akkord nähen. Es gibt Frauen, die jetzt schon ein schlechtes Gewissen haben, nur weil sie mal etwas für sich selbst nähen und keine Mundschutze für Praxen und Kliniken herstellen und spenden.

Auch ein feministisches Thema!

Marja Katz hat auf Instagram einen feministischen Gedanken eingebracht, den ich sehr interessant fand. Sinngemäß: Es ist erstaunlich, wie selbstverständlich hier auf Ressourcen wie Zeit, Material und Skills von Frauen zurückgegriffen wird! Ich hoffe, es ist okay, dass ich dich hier zitiere, Marja.

Ich behaupte, in fast jedem Haushalt, in dem eine Nähmaschine steht, lebt auch ein Mann. Komisch, dass kein Mann den sozialen Druck fühlt, in seiner Freizeit Masken zu nähen. Den Schuh ziehen nur wir Frauen uns an. Hier das Zitat vom Träger eines Y-Chromosoms: „Das ist absolut toll und ehrenwert, Masken zu nähen, aber das bezahlt mir nicht meine Rechnungen.“ Und dass die Herren der Schöpfung nicht nähen können, das lass ich nicht gelten. Ich erkläre jedem Mann innerhalb von 15 Minuten die Nähmaschine und schon kann’s losgehen. Auf YouTube gibt’s mittlerweile unzählige Anleitungen. Übrigens gibt’s da auch Tutorials, wie man sich ruckzuck eine Maske aus einem Tuch bindet oder aus anderen Materialien bastelt.

Mich beschäftigt das Thema „Masken nähen“ mehr, als mir lieb ist. Aber ich habe jetzt meine Haltung dazu gefunden: Ich nähe ausschließlich für meine Familie. Und zwar nicht, weil mir langweilig wäre oder mir das besonders viel Spaß machen würde. Sondern weil sich meine Familie von mir Masken gewünscht hat und ich meinen Lieben diesen Wunsch gerne erfüllen möchte. Dazu gibt es eine „Gebrauchsanweisung“ inklusive Waschanleitung. Jeder soll zwei Mundschutze bekommen und kann dann selbst entscheiden, ob und wann er sie tragen möchte. Heute Nachmittag lege ich los.

Links und Tipps:

 

Karotte oder Möhre? – Egal, Hauptsache aus Stoff genäht!

Wie sagt man bei euch? Karotte oder Möhre? – Je nachdem, in welcher Region man lebt, wird das Gemüse ja unterschiedlich bezeichnet. Wir fallen offenbar ganz aus dem Rahmen, denn in meiner Familie sind das weder Karotten, noch Möhren. Nein, das sind „Gelbe Rüben“! Falls du es noch nicht wusstest, ich denke, das ist die richtige Bezeichnung. *zwinker*

Ach, aber eigentlich wurscht, wie sie heißen. Ich esse sie furchtbar gerne, wahrscheinlich deshalb macht’s mir auch so viel Spaß, sie aus Stoff zu nähen. Das Schnittmuster für die Carrot Treat Bag habe ich vor zwei Jahren in diesem Blogpost schon mal vorgestellt. Die Anleitung ist zwar auf Englisch, aber dank der vielen aussagekräftigen Bilder auch ohne Sprachkenntnisse gut zu verstehen. Zur Not kannst du den Text durch ein Übersetzungsprogramm laufen lassen.

Zwei dünne Bänder werden gegenläufig durch den Tunnel gezogen. Beim Zuziehen der Bänder entsteht die Karottenform.

Lieber Zentimeter als Inch? – Hier die umgerechneten Maße:

Alle Maße in der Anleitung sind in Inch angegeben. Falls du mit dem Inch nicht vertraut bist, kannst du sie ganz leicht in Zentimeter umrechnen: Du brauchst für ein Gelbe-Rüben-Säckchen zwei grüne Stoffe in der Größe 15 x 15 cm (6 x 6 Inch) und zwei orangefarbene Stoffe in der Größe 15 x 18 cm (6 x 7 Inch). Ich habe mir dafür gleich am Anfang zwei Schablonen aus leichtem Karton gemacht.

Um die Karottenform zu bekommen, wird das orangefarbene Rechteck einmal zur Mitte gefaltet. Dann machst du dir seitlich bei 2,5 cm (1 Inch) mit dem Bleistift eine Markierung und ziehst eine Linie schräg nach unten zur Mitte. Die Nahtzugabe beträgt 1 cm (3/8 Inch). Alles Weitere erfährst du in der Anleitung.

Vier frisch genähte Säckchen haben sich am Wochenende per Post auf die Reise gemacht. Zusammen mit einem Rezeptvorschlag für die neue Woche. Selbstverständlich ein Gelbe-Rüben-Lieblingsrezept! Was denn sonst? – Viele von uns kochen ja im Moment mehr als normal und stehen vor der Herausforderung, jeden Tag etwas Leckeres und Gesundes für die Familie auf den Tisch zu bringen. Da freut man sich doch über eine Empfehlung oder eine neue Idee. Ich bin gespannt, wie die Säckchen inklusive Lieblingsrezept bei meinen Verwandten und Freunden ankommen.

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Links & Tipps

 

Zuhause bleiben und schöne Sachen für Ostern nähen

„Jeder hat ein Recht auf Corona-freie Zeit“, hat vor kurzem eine Psychologin im Fernsehen gesagt. Ein Satz, den ich richtig gut fand. Irgendwie befreiend. Denn das heißt, ich muss mich nicht permanent mit dem Virus beschäftigen. Ich darf auch mal Pause machen und den Informationsfluss an mir vorbeiziehen lassen. Ich muss nicht jeden Zeitungsartikel lesen, morgens schon die Fallzahlen studieren und abends alle Sonderberichte anschauen. Es reicht, wenn ich mich einmal am Tag auf den neuesten Stand bringe.

Natürlich ist es wichtig, informiert zu sein und alles Erdenkliche zu tun, um eine Ansteckung zu vermeiden. Wer kann, muss jetzt zuhause bleiben, Kontakte zur Außenwelt auf ein absolutes Minimum reduzieren und selbstverständlich die Hygieneregeln beachten. Was aber auch wichtig ist: Seelisch gesund zu bleiben. Es hilft niemandem, wenn ich mir den ganzen Tag Schreckensszenarien vorstelle, wenn meine Gedanken nur noch um Viren kreisen und ich mir permanent Sorgen mache. Im Gegenteil, das macht krank.

Focus on the good things!

Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, sich selbst Gutes zu tun und sich kleine Wohlfühloasen zu schaffen, in denen man sich entspannen kann und seine innere Ruhe wiederfindet. Ich genieße es z. B. gerade sehr, morgens mit meinem Mann einen Spaziergang zu machen, bevor wir beide im Home Office an die Arbeit gehen. Ich tanke Kraft beim Fahrradfahren und kann gut abtauchen, wenn ich ein Buch lese, Musik höre, die ersten Gemüsepflänzchen vorziehe und im Garten die Bienen beobachte. Und wie immer entspanne ich mich, wenn ich an der Nähmaschine sitze, umgeben von schönen Stoffen und bunten Farben.

In den letzten Tagen fiel es mir schwer, mich auf anspruchsvolle und neue Nähprojekte einzulassen. Ich konnte mich einfach nicht gut konzentrieren und wollte lieber etwas nähen, das mir leicht fällt und schnell geht. Meine Wahl fiel auf das Osterhuhn und den Hoppelhasen, die ich seit Jahren immer wieder gerne nähe. Diesmal habe ich eine ausrangierte Jeanshose verwendet und die Schnittmuster vergrößert. Beide haben im Wohnzimmer einen schönen Platz gefunden.

Ich gehöre ja zu den Menschen, die sich oft selbst genug sind und nicht viel Gesellschaft um sich herum brauchen, um glücklich zu sein. Deshalb treffen mich die Ausgangsbeschränkungen nicht so hart. Aber natürlich vermisse ich meine Familie und Freunde, und ich frage mich, wann wir uns wiedersehen und in den Arm nehmen können. Irgendwann wird das wieder möglich sein. Bis dahin heißt es: Durchhalten! Auf Abstand gehen und gesund bleiben! Versuchen wir, das Beste draus zu machen.

Infos & Links:

Tutorial | Ei-Anhänger für den Osterstrauß nähen (+ Freebie)

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Heute möchte ich eine einfache, aber sehr schöne Nähidee für Ostern mit dir teilen. Ich zeige dir, wie du süße Anhänger für den Osterstrauß nähen kannst. Du brauchst dafür nicht mehr als ein paar Stoff- und Filzreste und etwas Vlieseinlage. Stell ein paar Zweige in eine Vase und dekoriere sie mit diesen bunten Osterei-Anhängern! – Schon ist der Frühling bei dir eingezogen.

Vielleicht hast du Lust, zusammen mit deinen Kindern zu nähen. Das Projekt eignet sich wunderbar für einen Kreativnachmittag mit der ganzen Familie. Die Kleinen können beim Ausschneiden helfen und die Ostereier mit Knöpfen oder anderer Deko bekleben. Und weil sie schön flach sind, lassen sich die Eier prima in einen Umschlag stecken und mit der Post verschicken. Bestimmt freuen sich auch Oma und Opa über einen lieben Ostergruß.

Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil er Affiliate-Links zu Partner-Shops enthält.

Los geht’s! Hier kommt die Anleitung:

Material für 1 Anhänger:

6,5 x 8 cm Baumwollstoff (Webware)
6,5 x 8 cm Vlieseline L 11 (→ dünne Vlieseinlage ohne Klebeseite)
6 x 7,5 cm Bastelfilz oder Wollfilz
dickeres Garn (z. B. Perlgarn), 18 cm lang
Knopf oder Schleife als Verzierung

Osterei-Schablone zum Ausdrucken:

Hier kannst du die Schablone herunterladen und ausdrucken:  Osterei-Schablone (PDF)

Wenn du mein Tutorial über Applikationen kennst, werden dir die Schritte 1-6 sofort bekannt vorkommen. Es sind die gleichen Schritte wie bei einer Wende-Applikation: Übertrage den Umriss der Schablone mit einem Bleistift auf die linke Seite des Stoffs. Lege den Stoff mit der linken Seite nach oben auf das Vlies.

Jetzt nähst du die Bleistiftlinie mit einem kurzen Geradstich nach (Stichlänge 1.4). Wenn du die Nadel in die mittlere Position stellst, kannst du dich ganz easy an der mittleren Markierung deines Nähfüßchens orientieren und direkt auf der Linie nähen. Tipp: Ich verriegele die Naht am Anfang nicht, sondern nähe einfach los. Erst am Ende, wenn ich einmal rum bin, nähe ich 1-2 Stiche über den Anfang und sichere hier die Naht. Das mache ich, damit die Stelle nicht so knubbelig wird.

Es folgt Schritt 4: Schneide das Ei knapp neben der Naht mit einer Schere aus. Ich benutze hier eine Zackenschere, weil ich finde, dass sich der Stoff nach dem Wenden innen besser verteilt.

Drehe das Ei auf die Vlies-Seite. Das ist die Rückseite. Schneide mit der Schere ein kleines Kreuz hinein und wende es vorsichtig durch diese Öffnung auf die schöne Seite. Drücke die Rundungen mit dem Finger oder mit Hilfe eines Kantenformers oder Essstäbchens heraus. Bügle anschließend über die Stoffseite, bis das Ei schön glatt und flach ist.

Schritt 7 + 8: Lege das gebügelte Ei auf den Filz. Verknote die Enden des Garns, so dass du eine Schlaufe erhältst. Der Knoten, der am besten locker und flach sein sollte, wird nun zwischen Stoffei und Filz gelegt. Er soll verhindern, dass die Schlaufe ausreißt.

Nähe knappkantig mit einem etwas kürzeren Stich (Stichlänge 2.0) einmal rundherum. Die Schlaufe wird dazwischen miterfasst und festgenäht.

Zum Schluss: Schneide mit der Schere den überstehenden Filz weg. Pass auf, dass du die Schlaufe nicht aus Versehen mit abschneidest. Wenn du magst, kannst du noch einen Deko-Knopf annähen oder den Anhänger mit einer kleinen Schleife verzieren.

Wie du schöne Motive einfangen kannst

Die Osterei-Anhänger eignen sich ganz toll für „Fussy Cut“, also für das genaue Ausschneiden von Motiven. Hierfür habe ich aus meiner Osterei-Vorlage eine zweite Schablone gebastelt, mit der ich einen schönen Ausschnitt suchen kann. Sie ist 6,5 x 8 cm groß und hat in der Mitte ein ausgeschnittenes Ei. Du findest sie in der PDF-Vorlage, die ich oben verlinkt habe.

Prima Stoffreste-Verwertung!

Weil nur kleine Stücke benötigt werden, ist dieses Nähprojekt super geeignet, um deine Stoffreste-Kiste zu erleichtern. Auch Reste von Häkelborten und Bändern lassen sich prima verwerten. Die Häkelborte musst du auf den Stoff nähen, bevor du Stoff und Vlies zusammennähst. Tja, und jetzt musst du dich nur noch für Stoffe entscheiden. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Das ist das Schwierigste an diesem Projekt.

Zeig mir deine Anhänger | #ostereigreenfietsen

Wenn dir dieses Tutorial gefallen hat und du Osterei-Anhänger nach meiner Anleitung nähst, würde ich mich sehr über einen Backlink zu meinem Blog freuen. Vielleicht hast du auch Lust, deine Anhänger auf Instagram zu zeigen. Dann benutze am besten den Hashtag #ostereigreenfietsen Ich würde mich riesig freuen, deine Nähwerke bei Instagram zu entdecken. Vielleicht können wir gemeinsam eine große Osterei-Sammlung entstehen lassen.

Links & Tipps

Tutorial Osterhuhn nähen Tutorial Oster Mug Rug nähen Tutorial | Mini-Stoffkörbchen nähen

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Taschen-Nähkurs | Umhängetasche mit Piepmatz

Wer kennt diese schwedischen Piepmätze? – Als ich vor ein paar Wochen auf Instagram danach fragte, bekam ich ganz viele Antworten: „Ah, aus dem Stoff hab ich mal ’ne Tasche genäht“, „Den hab ich auch noch hier liegen“ oder „Der hängt bei mir im Wohnzimmer als Vorhang“.

Dieser Dekostoff vom Möbelschweden hat offenbar einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. Er kam 2012 in die Läden und war ziemlich schnell vergriffen. Ich war damals absolute Nähanfängerin und konnte ein ordentliches Stück davon ergattern. Acht Jahre lang habe ich ihn gehütet und für ein ganz besonderes Taschenprojekt aufbewahrt. Tja, beim Thema „Hamstern“ macht uns Nähnerds keiner was vor. Unsere Stoffvorräte reichen wahrscheinlich für Jahre.

Aber wie das so ist mit den ganz besonderen Nähprojekten. Man wartet und wartet. Und irgendwann hat man zu lange gewartet, und der Stoff, den man eine halbe Ewigkeit wie einen Schatz gehütet hat, gefällt einem nicht mehr. Blöd gelaufen! Bevor es so weit kommt, habe ich die schwedischen Piepmätze zu einer Umhängetasche vernäht. Sie ist ganz schlicht und hat außer einer versteckten Reißverschlusstasche keine Special Effects.

Taschen-Nähkurs

Ich habe bei der Tasche bewusst auf viel Schnickschnack verzichtet. So eignet sie sich prima für meinen Taschen-Nähkurs. Ich nähe mit den TeilnehmerInnen an vier Abenden vier Taschen: ein Kastenmäppchen, einen Wäschebeutel mit Tulpen-Applikation, eine Geldbörse und diese Umhängetasche. Für jedes Projekt haben wir 3 Stunden Zeit.

Damit wir tatsächlich mit 3 Stunden hinkommen, müssen die TeilnehmerInnen zu Hause ein paar Dinge vorbereiten. Sie müssen alle Schnittteile für die Umhängetasche zuschneiden. Außerdem bitte ich darum, bereits das Volumenvlies auf die Außenteile zu bügeln. Diese Fleißarbeit kann locker zu Hause erledigt werden. Dann haben wir im Kurs genug Zeit für die innenliegende Reißverschlusstasche und können alles ganz in Ruhe zusammennähen.

Innenliegende Reißverschlusstasche

Basismodell

Das Schöne an dieser Umhängetasche ist, dass sie ein Basismodell ist. Man kann viele Grundlagen des Taschennähens dabei lernen: Wie bekommt meine Tasche einen Boden? Mit welchen Vlieseinlagen wird die Tasche stabil? Wie nähe ich einen Tragegurt? – Für die meisten TeilnehmerInnen ist es die erste selbst genähte Umhängetasche.

Am Ende gebe ich Tipps und Ideen, wie dieses Basismodell weiter ausgebaut werden kann. Wer mag, kann z. B. außen ein Fach oder eine Reißverschlusstasche anbringen. Auch eine Taschenklappe lässt sich leicht integrieren. Wenn man das Schnittmuster verlängert und die Halteschlaufen seitlich annäht, könnte man sie auch in eine Fold-over-Tasche verwandeln. Es gibt hundert Möglichkeiten, die Tasche zu verändern und anzupassen.

Erst letzte Woche ist ein Taschen-Nähkurs zu Ende gegangen, und ich kann berichten: Es sind super schöne Taschen entstanden. Wir sind gut mit der Zeit ausgekommen, ohne in Stress zu geraten. Das ist mir immer wichtig: Dass es entspannt zugeht und sich niemand gehetzt und unter Zeitdruck fühlt. Da muss auch Zeit zum Quatschen sein. Die meisten TeilnehmerInnen haben ja schon einen langen Arbeitstag hinter sich.

Ein paar schöne Nähstunden verbringen, was Neues lernen, ohne überfordert zu sein – Das wird auch das Motto des nächsten Taschen-Nähkurses im Herbst 2020 sein.

Aktuelle Termine und Infos findest du hier: Nähkurse für Erwachsene und Kinder-Nähkurse