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Unterwegs im Stoffdschungel

„Na, wo gehst du denn so schick hin?“,  fragte mich am Sonntagmorgen mein Vater, als ich im Jersey-Jackett mit Ansteckblume in mein Auto stieg. „Ich bin geschäftlich unterwegs!“ war meine fröhliche Antwort. Ja, Stoffmarktbesuche sind neuerdings Geschäftstermine! Praktisch, oder? Schließlich habe ich ja vor kurzem mein Kleinunternehmen gegründet. Deshalb kommt es jetzt auch nicht mehr in Frage, wie ein Suchti im Rausch dreißig verschiedene Halbmeter-Stoffe zu kaufen, die 1. nicht zusammenpassen und 2. für kein konkretes Projekt gedacht sind… Tsss, Anfängerfehler! *winkab*

„Verkauf ist gut, guter Einkauf ist besser“, schrieb Bine einmal in ihrer tollen Rubrik „Aus dem Leben einer Online-Shopbetreiberin“. Mit diesem Satz im Hinterkopf machte ich gestern sehr viel weniger Dummheiten als bei meinem ersten Stoffmarktbesuch. Ich habe mir einen Überblick verschafft, die Angebote besser verglichen, mich weitgehend an meine Einkaufsliste gehalten und mir Quittungen ausstellen lassen. So weiß ich auch heute noch, wie viel ich für welchen Stoff ausgegeben habe und kann auch mal online nachordern. Die EC-Karte blieb hübsch im Portemonnaie, auch wurde das Budget diesmal nicht komplett ausgegeben. Könnt ihr das glauben, bei all den wunderschönen Verlockungen? Ja, als „Businessfrau“ muss man sich in Selbstdisziplin und Coolness üben.

Auf dem Foto mein Einkauf, der mich gar nicht cool lässt, sondern schon jetzt heiß geliebt und zum Teil auch für eigene Projekte verwendet wird: streichelzarter brauner Cord, uni und gepunktet, aus dem ein Rock werden soll… Ich habe ja bei den Langeneßern noch was gut zu machen, gell Sabine!? *zwinker*…

Jeansstoff… bewährte einfarbige Stoffe… orangefarbener Lieblings-Chevron… ahh, und diese japanischen Schönheiten mit Seerosen, Wasserläufern und Flusspferden, auf denen rosa Vögelchen sitzen!…  Knöpfe aus Holz und Kokosnuss… Webbänder… und ein tolles Schnäppchen: der lila Fische-Stoff… Leider ist meine Suche nach günstigen Qualitätsreißverschlüssen erfolglos geblieben. Wenn da mal jemand einen Tipp für mich hätte… Den würd‘ ich glatt knutschen!

PS: Danke übrigens für eure vielen, lieben Mitfreu-Kommentare am letzten Freutag!

 

Hallo Schätzchen ! Wo warst du denn so lange?

Muss ich zu diesem Bild noch mehr sagen?… Ich schwebe im siebten Himmel. Da hüpfen die lang gehegten Jerseys ja beinahe von selbst aus dem Regal, um in Joanas, Elaines, MaSunjes und Karlas verwandelt zu werden. Sobald auch das Overlockgarn angekommen ist, wird alles zusammengebaut, eingefädelt und dann geht’s los! Jippie.

Falls ihr auch auf eine Overlockmaschine spart und euch noch ein paar Scheinchen fehlen, kann ich euch einen heißen Tipp geben: Vertickt den alten, hässlichen Goldschmuck, der sicher auch bei euch irgendwo in einer Schublade herumliegt! Natürlich keine Ketten und Ringe, an denen euer Herz hängt, sondern den ollen Kram, den man in den 80ern mal getragen hat und der sicher nie wieder modern wird.

Auch wenn jeder Anlageberater die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, weil wir in Zeiten wie diesen unsere „Goldvorräte“ auflösen. Mit einer Overlockmaschine kann ich im Moment sehr viel mehr anfangen als mit güldenen Ohrhängerchen und protzigen Siegelringen.

Falls ihr wissen wollt, wer heute noch vergnüglich „Oh happy day! “ singt, schaut doch mal beim Freutag vorbei.

beauty is where you find it / #78 Fundstücke

Im Gegensatz zu anderen Sachensuchern, die Geldscheine, silberne Armbändchen und andere Kostbarkeiten einfach so auf der Straße liegen sehen, muss ich Guck-in-die-Luft schon mit einem GPS-Gerät losgehen, um einen Schatz zu finden. Monsieur Quasimodo fanden wir nicht in Notre-Dame, sondern während unseres Radurlaubs in einem Cache am Waldrand nahe Donaueschingen. Unter Einsatz unseres Lebens bargen wir ihn aus einer Plastikkiste, die sich inmitten eines Bogenschieß-Parcours befand… Mehr Fundstücke bei Frau Pimpinella.

Mittwochs mag ich: Äppelschräubchen und Herbstzauber

Wenn es heißt: „Kind, am Mittwoch gibt’s Grießsuppe und Äppelschräubchen. Hast du Lust zu kommen?“, muss ich nicht zweimal überlegen. Wer könnte jemals „Nein“ zu  Apfelpfannkuchen sagen? … Wenn ihr ein paar Äpfel im Haus habt, dazu 2 Eier, 2-3 Esslöffel Zucker, ein bisschen Milch und Mehl, Vanillezucker und ein klein wenig Backpulver, könnt ihr euch auch ganz schnell Omas „Äppelschräubchen“ backen. Sehr lecker! Was andere an diesem Herbstmittwoch so lieben, erfahrt ihr bei Frollein Pfau!

Donau-Radreise 2 – Mit Sack und Pack

Zwei Paar Turnschuhe, 3 Radshirts, Fleecejacke, Schweizer Taschenmesser, Mini-Gewürzstreuer, GPS, Sonnencreme – Nur ein kleiner Ausschnitt der langen Packliste für unsere zehntägige Donau-Radreise im August. Obwohl wir nach dem ersten Probepacken noch einmal kräftig reduziert hatten, belief sich unser Tagesgepäck mit Trinkwasserversorgung auf schlappe 35 Kilo! Eine Menge Zeug! … Sieht man gar nicht, oder?

Armer Kerl! … Die Frau fährt gemütlich mit zwei mittelgroßen Seitentaschen und einem Ortliebsack voll leichter Regenkleidung, während sich der Mann hinten und vorne schwer beladen abstrampeln muss. Aber da das männliche Wesen von Natur aus mit mehr Beinmuskeln (nebenbei bemerkt auch mit schönerem Bindegewebe) ausgestattet ist, hielt sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen.

Und nicht dass jetzt hier eine(r) denkt, der arme Mann müsse vor allem mein Gepäck durch die Gegend karren – von wegen fette Schminktasche, Extrapaar Schuhe und sonst welchen Ladyluxus… Nix da! Ich hatte ja nicht mal einen Fön dabei! Die Langhaarigen unter euch wissen, was das für ein Verzicht war.

Man kann auf vieles verzichten. Irgendwann erlebt man das Wenige nicht mehr als Mangel, sondern in befreiender Weise als Bereicherung. Worauf wir beim Radfahren seit einiger Zeit nicht mehr verzichten möchten, ist ein Helm auf dem Kopf. Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob diese Helmhysterie nicht ein wenig übertrieben ist, schließlich sind wir alle auch ohne Helm gut groß geworden und nie unter die Räder gekommen. Aber mittlerweile kennt ja fast jeder jemanden, der schon einmal einen Fahrradunfall hatte.

Das Wetter war durchwachsen. Am ersten Urlaubstag schüttete es wie aus Eimern, aber danach folgten fünf wunderbare Genießertage mit blauem Wölkchenhimmel und Sonne satt. Nach etwa einer Woche zog ein hartnäckiges Tief von Osten heran. Wir waren schon fast entschlossen, die Heimreise anzutreten, als uns überraschenderweise doch noch ein Sonnentag geschenkt wurde. Glücklich über diesen Bonus traten wir noch einmal kräftig in die Pedale und schafften an unserem letzten Urlaubstag sage und schreibe 96 Kilometer! Rekordverdächtig am nächsten Morgen auch unser Muskelkater!

Verbissen durch den Regen radeln, frierend, mit Regencapes, die einem nass um die Ohren klatschen, nur um Kilometer zu schrubben – das ist nicht unser Ding! Wir sind Genussfietser. Es wäre auch jammerschade um den wunderbaren Weg entlang der Donau. So vieles gibt es zu entdecken, wenn man Zeit und Muße hat, zu schauen und die Eindrücke in sich aufzunehmen: die faszinierende Landschaft, die sich mit dem Flusslauf stetig ändert, das Durchbruchstal, die steilen Felshänge, die weiten Ebenen,…  Aber davon erzähle ich ein andermal.

Fast 400 Kilometer sind wir insgesamt geradelt! Nicht schlecht für zwei Freizeitradler, die sich vorgenommen haben, innerhalb der nächsten Jahre das Schwarze Meer per Fahrrad zu erreichen. Dabei hatten wir gleich am ersten Tag ein Riesenpech! Nein, keinen Platten. Ersatzschläuche hätten wir sogar dabei gehabt. Schlimmer!…

Nach einem unglücklichen Schaltmanöver am Berg hatte meine Gangschaltung einen Hau weg. Mein Fahrrad krachte, knackste und schaltete nicht mehr richtig. Gut, dass ich einen technisch begabten Mann an meiner Seite habe, der die Zuversicht verbreitete: „Das kriegen wir schon wieder hin.“ Mr. Greenfietsen fand schnell heraus, dass ein kaputtes Kettenglied der Übeltäter war… So, und nun holt mal bitte alle eure Brillen heraus, damit ihr das überhaupt erkennen könnt:

Unglaublich, dass so eine kleine Macke eine solche Auswirkung haben kann! … Und da die Sonne heute Mittag mal zaghaft herausblinzeln soll – sagt der Wetterbericht jedenfalls – werde ich mich nachher auf mein Fahrrad schwingen und einkaufen fahren. Drückt die Daumen, dass die reparierte Kette weiterhin gut hält!

Falls ihr gerade Zeit habt und mit einem Kaffee gemütlich am Computer sitzt, schaut doch mal bei den Dienstagskreativen vorbei. Ich bin zwar heute nicht mit von der Partie, aber viele andere Kreativ- und Nähbloggerinnen zeigen dort wieder ihre neuesten und schönsten Werke.

Ay caramba!… Die Gewinner stehen fest!

Deutschland hat gewählt, die Losfee hat gezogen… Pünktlich zum Herbstanfang gestern ging unsere gemeinsame Sommer-Armbändchen-Linkparty zu Ende. Ich finde, wir haben alles gegeben, um dem Sommer noch ein paar Sonnenstrahlen abzutrotzen – so viele tolle Armbänder habt ihr verlinkt! 50 Stück an der Zahl! … Vielen lieben Dank, dass ihr euch von meiner Idee habt anstecken lassen und so zahlreich mitgemacht habt!!!

Nein, keine bunten Lockenwickler! Das sind eure Lose!  Ich habe jeden Beitrag, bis auf meine eigenen natürlich, als Zahl auf einen kleinen Zettel geschrieben, zusammengerollt und in eine Garnrolle gesteckt. 50 kleine Garnrollen hüpften fröhlich im Lostopf umher und warteten gespannt auf die Glücksfee.

„Du kannst kommen!“… Die Glücksfee saß gerade lesend auf der Couch, als sie, also eigentlich ER, von der aufgeregten Linkparty-Gastgeberin zur Losziehung in den Garten gebeten wurde. Gewissenhaft hat Mr. Greenfietsen erst einmal ordentlich geschüttelt, gerührt und gemischt, bevor er mit zum Himmel geschlossenen Augen hintereinander drei Garnrollen zog. Die erste war eine blaue, in der das Zettelchen mit der 27 steckte…

ambaZamba!!! Herzlichen Glückwunsch, liebe Jana! Das monstermäßige Wickelarmband mit der Nummer 27 hat dir Glück gebracht! Ein Fat Quarter des „Simply Apples“ und ein Stück girls & friends-Webband gehören nun dir!

Für das zweite Päckchen mit Chevron-Stoff und Tulpen-Webband fischte die Glücksfee eine graue Garnrolle aus dem Lostopf. Darin die Nummer 5! Schnell in der Linksammlung nachgeschaut… Elli, das ist dein Armbändchen! Glückwunsch, Nähliesel!!!

Last but not least… grün, Nummer 47… Die neue Besitzerin des Blümchentraums in Türkis… Und das ist pedilu! Auch dir gratuliere ich ganz herzlich!

Jana, Elli, pedilu – Ihr hört bald von mir!… Alle anderen bitte nicht traurig sein! Ihr wisst ja, im Bloggerland wartet an fast jeder Ecke eine neue Chance, etwas zu gewinnen. Auch bei mir gibt es ganz sicher mal wieder ein Gewinnspiel! Ich hoffe sehr, ihr seid dann wieder dabei.