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Projekt Stoffabbau #4 Tischset / Mug Rug *Eule*

Heute Nacht war mal wieder RUMS-Geisterstunde. Und wer war nicht dabei? Ich! Zweimal habe ich es bisher geschafft, bis Mitternacht durchzuhalten, um auch einmal unter den ersten Gästen von Muddis beliebter Linkparty zu sein. An den darauffolgenden Tagen war ich zu nichts zu gebrauchen! Ach, ich bin einfach keine Nachteule. Der frühe Vogel wäre eigentlich das passendere Motiv für mein zweites Mug Rug gewesen. Dabei wär‘ ich doch so gern eine Eule, eine RUMS-Nachteule.

Ich würde euch ja Kekse anbieten, aber die habt ihr am Dienstag alle aufgegessen. War ganz schön was los hier! So viele tolle Kommentare! Ihr seid echt verrückt! … Bei diesem Zuspruch denke ich nun ernsthaft darüber nach, mit dem fuchsigen Mug Rug in Serienproduktion zu gehen und ihn in meinem zukünftigen Shop anzubieten. Ob man damit wohl reich werden kann?

Der Fuchs sollte ja eigentlich in Begleitung der Eule erscheinen, aber weil die Eule so eine Bummelliese ist, wurde nichts daraus. Auch wenn sie jetzt so große Augen macht, sie weiß genau, wovon ich rede. Es hat eine halbe Ewigkeit gebraucht, bis ihr Outfit feststand. Unzählige Körper-Flügel-Kombinationen wurden ausprobiert, bis wir zu dieser Version gelangten. So kann man auch Stoff abbauen! Der Hintergrund besteht nun aus türkisfarbenem Cord, der Körper aus Riley-Blake-Stöffchen, und die grünen Stoffe. Tja, keine Ahnung, wo ich die mal gekauft habe. Diesmal habe ich das Mug Rug mit Volumenvlies H 640 gefüttert – gefällt mir sehr viel besser als mit dem fluffigen No-Name-Vlies, das man nicht aufbügeln kann.

Die Eule habe ich wieder selbst gezeichnet und mit Vliesofix appliziert. Anstatt eines Zickzackstichs habe ich diesmal allerdings den dreifachen Geradstich verwendet. Dass die Ränder ein wenig ausfransen, gehört zum Look. Die Rückseite habe ich wieder mit einem Hotelverschluss genäht. So kann man das Mug Rug wenden und muss hinterher keine Wendeöffnung zunähen!

Oh yes, I’m in love with mug rugs! … Wer hätte das gedacht? Ich am wenigsten! Vor einer Woche hätte ich noch gesagt: „Mug Rugs – Brauch‘ ich nicht! “ Danke, Emma, für diese Inspiration! Ich schick dir die Eule gleich rüber zu den anderen Tischsets und Mug Rugs. Danach flattert sie vergnügt zum donnerstäglichen RUMS – etwas später als die Werke der nachtaktiven Kreativeulen, aber besser spät als nie.

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Die Eule widme ich heute einer lieben Bloggerfreundin, der ich am Creadienstag einen sehr geschmacklosen, fiesen Ohrwurm untergejubelt habe. Sorry, Sabine!

Projekt Stoffabbau #4 Tischset / Mug Rug *Fuchs*

Setzt euch doch! Nehmt ein paar frisch gebackene Kekse! Wie wäre es mit einer Tasse Tee? Heute wird’s gemütlich bei mir. In dieser Woche sind bei Emma nämlich die Tischsets an der Reihe. Ein schwieriges Thema, da wir am liebsten auf dem nackten Tisch essen. Ähm, Moment, das Essen liegt bei uns schon auch auf Tellern und in Schüsseln, aber eben nie auf bunten Matten. Tischsets finden wir eher unpraktisch. Deshalb habe ich mir erlaubt, das Thema ein wenig zu strecken und in Richtung Mug Rug zu interpretieren. Hübsche Mug Rugs für meinen Arbeitstisch, neben dem Computer und der Nähmaschine, kann ich viel besser gebrauchen.

Hand auf’s Herz! Wer weiß, was Mug Rugs sind? Ich wusste es nicht, bevor ich anfing zu nähen. Ich vermute deshalb, diese Dinger existieren genau wie Washi Tape, Chevron, UFOs und Ovis vor allem im Paralleluniversum der Näh-Nerds. Wenn ihr selbst nicht näht, habt ihr also eine gute Entschuldigung. Mit ein paar Englischkenntnissen kann man es sich aber auch übersetzen und kommt darauf, dass es so viel wie „Tassenteppich“ bedeutet. Mug Rugs sind also genähte Untersetzer für Becher, Tassen und Gläser.

Der Fuchs ist die neue Eule! Auch wenn die Eule immer noch sehr beliebt ist, holt der Fuchs gewaltig auf. Mein Herz hat der scheue Waldbewohner vor vielen Jahren erobert, als er in einem der letzten Kapitel des Kleinen Prinzen erschien und „Guten Tag!“ sagte. Deshalb fiel es mir auch nicht schwer, einen Fuchs für mein Mug Rug zu zeichnen. Die ovale Form habe ich mir vorher in Word erstellt und ausgedruckt. Das Motiv habe ich in Einzelteile zerlegt und mit Vliesofix aufgebügelt, anschließend mit einem engen Zickzackstich festgenäht. Statt zum fluffigen Volumenvlies greife ich allerdings beim nächsten Mal lieber wieder zum aufbügelbaren H630. Dann wird es sicher weniger wellig. Die Paspel hatte ich noch von diesen Kissen übrig. Falls ihr nach der Wendeöffnung am Rand sucht… Es gibt keine! Der Tassenteppich hat rückseitig einen Hotelverschluss.

Eigentlich sollte der Fuchs heute in Begleitung erscheinen, aber erkältungsbedingt hinke ich meinen Nähplänen ein wenig hinterher. Ein zweites Mug Rug wird also demnächst folgen. Aber nun werde ich mir erst einmal einen Pfefferminztee kochen und zusammen mit dem Fuchs, der seinen Platz neben meinem Notebook eingenommen hat, ganz gemütlich anschauen, was ihr an diesem herrlichen Dienstag Schönes gezaubert habt. Wir sehen uns bei Emma, beim Creadienstag und bei der Fuchs-Linkparty.

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Lösungsbuchstaben Nr. 3 +4 der Blog-Schnitzeljagd!

beauty is where you find it / #81 Orange

In unserem Niederlande-Urlaub im Frühjahr bekamen wir die geballte Ladung Oranje. Was für ein Fest! Königin Beatrix gab das Zepter an ihren Sohn weiter; das ganze Land war deshalb in fruchtig-frischem Leuchtorange getaucht. Es gab sogar extra Blutorangen-Eis. Sehr lecker!

Wenn ihr Orange genauso gerne mögt wie ich und wahrscheinlich 99 Prozent der Niederländer, schaut unbedingt bei Luzia Pimpinella vorbei! Sie sammelt in dieser Woche alles, was sich zwischen Gelb und Rot bewegt! Ich geh‘ gleich mal gucken. Schließlich soll Orange auch sehr gut für’s Immunsystem sein. Kann ich gut gebrauchen bei meiner Schnupfennase.

Mittwochs mag ich: Ovi at work !

Endlich! Ich hab‘ die Ovi in Betrieb genommen. Viele Tage lang bin ich um sie herumgeschlichen, habe ihre Klappe geöffnet, ehrfürchtig auf das vorinstallierte Garngewirr geschaut und jedes Mal beschlossen, doch lieber noch ein Weilchen mit der Einweihung zu warten. Das ist immer so bei mir.

Wenn ich neuen Technikkram habe, muss erst der richtige Zeitpunkt heranreifen, bis ich mir ein Herz fasse und ihn ausprobiere. Tatsächlich war das Einfädeln der vier Garnrollen gar nicht so schwer wie befürchtet. Ich habe das Garn einfach an die vorhandenen Demonstrationsfädchen geknotet und durch die Maschine gezogen. Trick 17!

Nun steht sie auf meinem Nähtisch, schnurrt wie ein Kätzchen, und ich könnte gerade alles overlocken, was mir zwischen die Finger kommt. Mein Schätzchen hat es mir zum Glück nicht übel genommen, dass ich unsere Verabredung so oft hab‘ sausen lassen. Von beleidigter Leberwurst keine Spur. Das lässt auf eine unkomplizierte, freundschaftliche Beziehung hoffen.

Da ich auch stille Leser habe, die keine Näh-Nerds sind und noch nie im Leben von einer Overlock-Maschine gehört haben, möchte ich kurz erklären und zeigen, was das Maschinchen kann. Ihr entschuldigt bitte, dass der blaue Stoff ein wenig zerknittert ist. Das sah in natura gar nicht so arg aus. *räusper*

Die Spezialität der Ovi ist es, während des Geradstich-Nähens gleichzeitig zwei weitere Fäden quer hineinzuweben, welche die Kanten umschließen. Die Ovi kann also nähen und gleichzeitig versäubern. Das heißt, die Kanten können anschließend nicht mehr ausfransen oder sich aufrollen.

Eine tolle Erfindung! Die Kanten mit dem Zickzackstich der Nähmaschine zu versäubern, funktioniert natürlich auch, aber es dauert eine ganze Ecke länger und ist einfach nicht so bequem wie mit der Turbo-Overlockmaschine.

Zum Testen und Üben mit der Ovi habe ich gleich mal zwei abgelegte, verzogene T-Shirts von meinem „Irgendwann-mach-ich-da-noch-mal-was-draus-Stapel“ geholt und Einkaufstaschen daraus genäht. Die witzige Upcycling-Idee stammt von Nina und ist mir schon vor längerem auf Pinterest begegnet. Auf ihrem Blog „Nur nicht den Faden verlieren“ findet ihr die Anleitung. Laut Nina ist das Ganze ein 5-Minuten-Projekt! Aber das stimmt gar nicht! Mit Ovi dauert’s nämlich nur 3 Minuten! Die beiden Taschen wandern gleich mal zu Emma, die uns im Oktober dazu aufruft, unsere Stoffberge abzubauen. Die Ovi spaziert derweil zum Frollein Pfau.

Eine wunderbare Woche!

Was für eine wunderbare Woche! Ihr habt mich mit so vielen lieben Kommentaren verwöhnt! Vielen, vielen Dank dafür! Sicherlich haben nicht nur meine Wangen wie verrückt geglüht, sondern auch die des Crochet Mans – bei all den vielen weiblichen Fans.

Noch einen anderen Freugrund habe ich: Schon lange wollte ich ein Washi-Tape-Tutorial machen. Die liebe Katja von Junibacken hat mich darauf gebracht. Also, hier ist es: das Tutorial Wie du in 3 Minuten deine Fotos mit Washi Tape aufhübschst. Ich hoffe, es gefällt euch und ihr findet es nützlich. Außerdem wird heute gefeiert! Meine Oma wird nämlich 80 Jahre alt. Mal schauen, was sie zu ihren neuen Kissen sagt. Habt ein wunderschönes Wochenende, ihr Lieben!

Freutag – Eine Linkparty von Knuddelwuddels

Projekt Stoffabbau #2 Kissen mit Paspel

Premiere! Heute seht ihr auf meinem Blog zum ersten Mal echte Paspeln. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Und hier, war das denn keine echte Paspel? Nö! Bei Marie blitzte der Innenstoff nach dem Wenden ganz von selbst hervor. Ich habe  nur noch die Klappe absteppen müssen und … Voilà,  Paspeleffekt! … Das habe ich mir natürlich gemerkt und später bei diesem Utensilo absichtlich gemacht. Also auch hier eine Mogel-Paspel! Nun ist es mir aber ein großes Bedürfnis, unter Beweis zu stellen, dass ich das Handwerk beherrsche und auch echte Paspeln kann.

Während viele Nähanfänger/-innen und auch Fortgeschrittene einen hohen Bogen um Reißverschlüsse machen, habe ich die echten Paspeln bisher nur aus der Ferne bewundert. Nicht, dass ich übergroßen Respekt davor gehabt hätte. Es ist wirklich kein Hexenwerk! Aber es macht schon ein bisschen Arbeit, wenn’s ordentlich aussehen soll. Und wann macht man sich am ehesten die Mühe? Klar, wenn man jemand anderem eine Freude bereiten möchte. Diese beiden Kissen sind ein Geburtstagsgeschenk.

Eigentlich hatte ich ja einen ganz anderen Stoff für dieses Projekt gekauft, einen hellblauen mit Vögelchen von Stenzo. Zuhause wickelte ich ein Kissen probehalber darin ein und musste feststellen, dass die Motive zu kleinteilig waren und auf dem Kissen ganz verloren wirkten. Also durchforstete ich meine Stoffvorräte und entschied mich für diese beiden Schönheiten: blauen Avignon von Riley Blake und Mini Bizzi Orange von Hamburger Liebe.

Die Paspel habe ich aus meinem lieblingstürkisfarbenen Stoff vom Stoffmarkt genäht. Die Paspelkordel stammt vom Nähladen um die Ecke und das Kissen (40 x 40 cm, Polyesterfüllung) von Buttinette. Das Gute daran, dass ich meinen Plan umgeworfen habe, ist, dass ich somit auch einen Beitrag für Emmas Oktober-Projekt Stoffabbau habe.

Auf der Rückseite meiner Kissen habe ich mittig einen verdeckten Reißverschluss eingenäht. Falls ihr selbst Kissen mit Paspel nähen wollt, könnt ihr übrigens auch fertiges Schrägband nehmen oder ganz und gar fertige Paspel kaufen. Leider gibt es sie oft nicht in der Farbe und Qualität, die man gerne hätte.

Entscheidet ihr euch, die Paspel selbst herzustellen, achtet unbedingt darauf, das Schrägband im diagonalen Fadenlauf zuzuschneiden. Ich hätte es vorher auch nicht geglaubt, aber das macht unheimlich viel aus. Die Paspel legt sich dann später viel schöner um die Ecken. Auch noch sehr hilfreich: Wenn ihr die fertige Paspel auf die rechte Stoffseite steckt, schneidet die Nahtzugaben des Schrägstreifens an den vier Ecken ein wenig ein. Auch das trägt dazu bei, dass das Kissen tolle Kurven bekommt. Also ich bin sehr zufrieden. Ich hoffe, das Geburtstagskind auch.

Nachtrag: Vergesst nicht, auch die Paspelkordel vorzuwaschen!