Kategorie: Patchwork

Chevronkissen – Achtung, Suchtgefahr!

Machen wir uns nichts vor, es ist schon ein wenig Arbeit, aus insgesamt 72 kleinen Stoffdreiecken ein Zickzackmuster zu patchen, aber es lohnt sich, und zwar so was von! Ich bin ganz verliebt in das Chevronkissen, das am Wochenende nach dem wunderbaren Freebook der Patchworkelfe Allie & Me design entstand. Das nächste Kissen ist bereits in Planung und wird auf unserer Couch landen, denn dieses war ein Geschenk für meine Oma zum Geburtstag.

Wer im hektischen Hamsterrad-Alltag das Nähen auch als Ruheinsel versteht und mal keine Lust hat, immer effizient und schnell, schnell seine To-Sew-Liste abzuarbeiten, für den könnte das Chevronkissen genau das Richtige sein. Ich jedenfalls habe es sehr genossen, mich mit viel Zeit und Muße diesem Projekt zu widmen und dabei entdeckt, dass das Patchworken und Quilten echt entspannend sein kann. Natürlich nur, wenn man sich nicht über jede Naht, die nicht perfekt die andere triff, krumm ärgert. Ich habe ja bekanntermaßen auch einen Hang zum Perfektionismus, aber wenn ich etwas zum allerersten Mal mache, so wie dieses Chevronkissen, dann bin ich nachsichtig mit mir und gestehe mir Welpenschutz zu.

Abgesehen von meinem angefangenen 365-Tage-Quilt, der ja nur aus simplen Quadraten besteht, hatte ich bisher keinerlei Erfahrung im Patchworken. Deshalb bin ich wirklich glücklich, dass gleich beim ersten Anlauf ein solch ansehnliches Kissen entstanden ist. Zu verdanken habe ich dieses Erfolgserlebnis der lieben Gesine, die auf ihrem Blog ein tolles Tutorial zur Verfügung stellt, das man sich kostenlos herunterladen kann! Die Patchworkelfe erklärt darin step by step, wie das Kissen genäht wird und gibt hilfreiche Tipps, wie man Arbeitsschritte zusammenlegen bzw. vereinfachen kann. Auf die Idee, Quadrate auf der Schneidematte so zurechtzulegen, dass man gleich mehrere in einem Rutsch diagonal halbieren kann, wäre ich wahrscheinlich von alleine nicht gekommen.

Danke auch an meine lieben Instagram-Freunde, die mir bei der Wahl des passenden Rahmens geholfen habe! Echt gut manchmal, diesen „Publikumsjoker“ zu haben. Wenn man sich nicht entscheiden kann, ist es toll, die Meinung anderer zu hören. Heraus kam – das hat die liebe Helga von arctopholos mit Hilfe der kreativen Mathematik ausgerechnet – dass wohl der rote Dandelion Love am besten passen würde. Und ihr hattet Recht! Der sieht wirklich harmonisch zum bunten Riley-Blake-Blumenstoff aus. Für die Rückseite hat er leider nicht mehr gereicht; da musste ich auf einen einfachen roten mit weißen Pünktchen zurückgreifen. Verstärkt habe ich die Chevronseite mit H630 und gequiltet mit einem pinken Faden auf dem rosafarbenen Stoff. Das Quilten ist mir offen gestanden am schwersten gefallen. Nicht so einfach, immer im gleichen Abstand zu nähen und dann auch noch die Spitzen zu treffen! Aber ich denke, auch da ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das muss man einfach üben.

Das Kissen ist 40 x 40 cm groß und wird auf der Rückseite mit Kam Snaps verschlossen. Hier werde ich beim nächsten Mal daran denken, die Kam Snaps anzubringen, bevor ich die Rückseite annähe, denn natürlich habe ich es mal wieder geschafft, einen Kam Snap kaputtzudrücken. Da das Nähen des Kissens ansonsten aber so wunderbar geklappt hat, habe ich mich darüber nicht lange geärgert, sondern es einfach schnell ausgebessert. So, und nun ab damit zur Tophill-Kissen-Schlacht und zum Creadienstag. Mal sehen, was andere Kreative heute so gewerkelt haben.

365-Tage-Quilt – Juni und Juli

Endlich bin ich mit meinem 365-Tage-Quilt wieder auf Kurs! Na, Gott sei Dank! Das hat ja ganz schön gejuckt, als vor zwei Wochen die allertollsten Quilt-Fortschritte auf Ulis Pinterestboard eintrudelten. Und ich? Hing immer noch auf Reihe 8 herum. Zu meiner Entschuldigung muss ich aber sagen, dass das auch an meinem 3-wöchigen Donau-Radurlaub im Mai mit anschließendem Ostsee-Bloggertreffen sowie an einer sehr langen Reparaturphase meiner Nähmaschine lag.

So sieht nun also mein Halbzeitstand aus! Wie viele andere Sew-Along-Teilnehmerinnen habe ich mich dafür entschieden, mein Top in zwei Hälften zu nähen. Die erste Hälfte mit 10 Reihen ist fertig, die zweite habe ich gerade begonnen. Wenn ich auch sonst gerne einen Plan A und B in der Tasche habe, über das Quilten habe ich mir noch keinen Kopf gemacht. Aber ich finde die Idee nicht schlecht, das Top vorsichtshalber in zwei Teilen zu nähen, um es später – falls die Maschine die Stoffberge wirklich nicht bewältigen kann – auch in zwei Teilen zu quilten. Fragt mich bitte nicht, wie diese zwei Hälften dann zusammengefügt werden! Ich habe noch keine Ahnung, bin aber optimistisch, dass sich das schon finden wird.

Das Schöne an diesem 365-Tage-Quilt ist, dass er nicht von Anfang an geplant wurde, keinem Gesamtkonzept folgt, sondern mit der Zeit wächst. Reihe für Reihe puzzle ich die Quadrate zusammen. Manchmal stelle ich mich auf einen Stuhl und kneife die Augen ein wenig zusammen, um zu sehen, wo noch ein wenig Gelb oder Rot fehlt. Die kleinen, schwarzen Punkte, die ihr da auf den Fotos vielleicht seht, sind kleine Fliegen, die sich frech auf dem Quilt niederließen, als er zum Fotografieren auf dem Rasen in unserem Garten  lag.

Meine Urlaubs-Stoffmitbringsel liebe ich besonders: Der hellblaue Stoff mit den tüddeligen Rosen erinnert mich an unseren Aufenthalt in Krems und steht stellvertretend für unseren wunderbaren Donau-Radurlaub. Links daneben zwei Stoffquadrate, die auf immer verbunden sind mit den schönen Tagen, die ich mit Sabine, Gesine und ihren Kindern an der Ostsee verbracht habe. Noch immer denken wir drei oft an die schöne Zeit zurück und träumen vom nächsten Treffen.

Bevor nun die nächsten Reihen genäht werden können, muss ich mich erst mal wieder dem Quadrate-Zuschneiden widmen; mein kleiner Stoffvorratsberg hat ganz schön abgenommen. Jetzt aber – und darauf freue ich mich ganz besonders – zu RUMS! Mensch, wie lange ich da schon nicht mehr mitgemacht habe!

365-Tage-Quilt – der April

Immer bunter wird er, mein 365-Tage-Quilt. Ganz so, wie ich ihn haben wollte. Es ist eine große Freude, Reihe um Reihe anzunähen und einmal angefangen, möchte ich am liebsten gar nicht mehr aufhören. Die farbenfrohen Patches scheinen miteinander zu sprechen; während des Nähens sehe ich ständig neue Verbindungen und fühle mich hundertfach inspiriert zu neuen Nähprojekten und Stoffkombinationen.

Eins ist klar: Der Quilt ist etwas ganz Besonderes für mich. Nicht nur weil er mein erster ist, er in einem großen, vom Königskind Uli organisierten Sew-Along entsteht und seine Farben etwas in mir zum Schwingen bringen, sondern auch weil etliche Stoffe Geschenke von Bloggerfreunden sind. Zuletzt hat mich mein Stoff-Zwilling *nane mit zauberhaften Stoffen beglückt.

Ob Elefanten oder Füchse – In meinem Quilt sind alle friedlich vereint. Auch für Chevron-, Punkte- und abstrakte Blumenstoffe habe ich ein großes Faible, wie ihr sehen könnt.

Noch zwei zusätzliche Reihen und ich habe insgesamt 10 Reihen und damit die Hälfte meines Tops fertiggestellt. Die zweite Hälfte werde ich als Extrateil nähen. So kann ich meine Decke in zwei Teilen quilten und habe nicht so viel Stoff unter der Nähmaschine liegen. Schnell noch mal vom Winde verweht fotografiert und ab damit zu Rund ums Weib am Donnerstag und auf Ulis Pinterestboard. Wie weit wohl die anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen sind?

365-Tage-Quilt – der Februar

Nachdem der Januar ganz im Zeichen der Farbharmonie stand, beschäftigte mich im Februar die Technik des akkuraten Zuschneidens meiner Quilt-Quadrate und das Vernähen der ersten vier Reihen. Schließlich sind wir ja Nähmonk und wollen, dass am Ende alles möglichst perfekt zusammenpasst.

Weil die Quadrate mit dem Rollschneider viel genauer werden, habe ich die Schablone beiseite gelegt, und schneide nun immer vier Quadrate pro Stoff mit meinem 60x15er Lineal zu. Beim Aneinandernähen komme ich am besten mit einer Mischung aus Clover-Clips und Stecknadeln zurecht. So verrutschen mir die Stoffe kaum noch.

Und doch treffen nicht immer alle Nähte hundertprozentig aufeinander. Auf der Suche nach jedem verlorenen Millimeter und Möglichkeiten, noch perfekter zu arbeiten, hat der Nähmonk in mir aber irgendwann aufgegeben: Ich bin keine Maschine, sondern ein Mensch, und das ist eben liebevolle Handarbeit! Zum Teufel mit dem blöden Perfektionismus!

Mir gefällt mein Quilt genau so, wie er ist. Weil er so schön bunt ist und strahlt, auch wegen des schönen Fahrradstoffs, den mir die liebe Gesine (Allie & Me) geschenkt hat. Und habt ihr den witzigen, blauen Vogel mit dem Krönchen gesehen? Den habe ich von Heike und Lina (Heikchens Kram) bekommen, mit denen ich ein paar Stoffe getauscht habe.

Pro Monat zwei Reihen und 32 Quadrate – Das ist mein Durchschnitt und mein gestecktes Ziel. Denn so habe ich ein bisschen vorgearbeitet, wenn ich im Frühjahr mit dem Fahrrad an der Donau entlangfietse und keine Zeit für’s Quiltnähen habe. Bei vier Reihen habe ich jetzt also genau ein Fünftel meines Tops fertig.

Wenn ihr wissen wollt, wie die 365-Tage-Quilts der anderen 400 Teilnehmerinnen aussehen, stöbert doch mal ein bisschen auf Uli/Königskinds Pinterestboard! Es lohnt sich! Auch bei RUMS gibt’s heute bestimmt ein paar angefangene Quilts zu bestaunen.

Ach, noch einen heißen Tipp habe ich für euch! Micha versteigert gerade auf ihrem Blog Wollfühlend mit Handicap eine Umhängetasche zugunsten der DKMS. Wer mit meinem Stoffmemory nichts anfangen konnte, kann vielleicht eine schicke Tasche gebrauchen. Mal ehrlich, Mädels… Taschen kann man doch wirklich nie genug haben, oder?

365-Tage-Quilt – der Januar

Der erste Monat des 365-Tage-Quilt-Projekts ist vorbei, und so langsam erkenne ich, wohin die Reise geht. Ihr seht, es wird sehr bunt bei mir. In meinem letzten Post habe ich euch ja erzählt, dass ich mir wenig Gedanken über Farben und Muster meines Quilts mache, sondern einfach aus dem Bauch heraus entscheiden möchte, welche Stoffe ich nehme.

Ganz ehrlich: Das hat nicht lange funktioniert. Kaum waren die ersten Quadrate beisammen, hat sich mein Kopf eingemischt und will seitdem kräftig mitreden. So denke ich nun also doch über eine schöne Zusammenstellung der Stoffe nach und suche Reihe für Reihe den perfekten Mix aus Harmonie und Spannung.

Es ist wirklich eine Kunst, Stoffe in einem Quilt so zu kombinieren, dass sie nicht eintönig und langweilig wirken, aber auch nicht zu wild miteinander um die Wette schreien. Während meine grünen und blauen Stoffe harmonisch miteinander verschmelzen, sorgt das knallige Colour-Blocking von Gelb und Bordeaux für das nötige Salz in der Suppe. Auch dezente und kräftige Muster, Punkte, Streifen, Zickzack und Motive wollen gut gemischt werden, damit sie sich gegenseitig unterstützen und keine Konkurrenz machen.  Ob mir das wohl schon gelungen ist?

Die Stoffe für den Quilt stammen hauptsächlich aus meinem Vorrat, aber ich habe auch schon den einen oder anderen hinzugekauft. Viele sind Stoffschätze, die mich an ganz besondere Projekte erinnern. Den gelben Hawaii-Stoff zum Beispiel findet ihr auch oben in meinem Header! Jaa… Aloha, die Sonne! Der bunte Blümchenstoff und das gärtnernde Mädchen hingegen werden immer mit dem Stoffmemory verbunden sein, das ich gerade hier auf dem Blog für die DKMS versteigere. Ein wahres Herzensprojekt! Falls ihr mal reinschauen möchtet, hier geht’s zur Auktion! (klick)

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön und einen festen Drücker für all jene, die meine Aktion so toll unterstützen. Danke, dass ihr auf euren Blogs Werbung für meine Versteigerung macht und so eifrig meinen Facebook-Post geteilt haben. Ihr seid großartig!

Zurück zum Quilt… 1,70 x 2,00 m groß soll er mit Einfassung werden! Bei 11,5 cm-Quadraten rechne ich mit 19 Reihen à 16 Quadraten. So gesehen habe ich nun also 1 Zehntel meines Tops fertig. Ein bisschen zu denken gibt mir, dass viele Bloggerinnen, die auch beim 365-Tage-Quilt-Projekt mitmachen, dazu übergegangen sind, 9er- oder 16er-Blöcke statt lange Reihen zu nähen. Wenn man diese dann vor dem Zusammenfügen quiltet, hat man später nicht so große Stoffberge unter der Nähnadel liegen und tut sich wahrscheinlich leichter. Hmm…

Manchmal sollte man sich auf einen Stuhl stellen und das Werk aus der Vogelperspektive betrachten. So ist mir doch beim Fotografieren aufgefallen, dass auf der linken Seite ein Tupfer Gelb und ein Tick Orange fehlen. Macht aber nichts; das kann ich bei der nächsten Reihe noch optisch ausgleichen. Aber jetzt scharre ich schon mit den Hufen und möchte rüber zu RUMS. Bestimmt sind dort heute ganz viele angefangene Quilts zu bestaunen, und ich will doch mal hören, was die anderen über das Stoffberge-Problem so denken. Kommt ihr mit?

www.rundumsweib.blogspot.de

365-Tage-Quilt – das Projekt

Schon lange träume ich von einer Patchworkdecke für unser Wohnzimmer – riesengroß, kuschelig und genäht aus meinen Lieblingsstoffen. Aber hunderte Quadrate zuschneiden und aneinander nähen? Tagelang! Wochenlang!  Klingt das in euren Ohren verlockend? Also in meinen hört sich das nach Strafarbeit an. Zum Glück kam vor ein paar Tagen genau das richtige Projekt für mich um die Ecke. Nun scheint sie schon zum Greifen nah, meine Traumdecke. Uli von „Königskind“ hat die Aktion „365-Tage-Quilt“ ins Leben gerufen.

Dahinter steckt die Idee, den Quilt nicht in einem Rutsch zu nähen, sondern über’s Jahr verteilt – jeden Tag 1 Quadrat. Quasi nach dem Straßenkehrer-Beppo-Prinzip: immer schön langsam ein Besenstrich nach dem anderen, ohne dabei außer Puste zu geraten. Das gefällt mir!

Ob meine Decke quadratisch oder rechteckig werden soll, weiß ich noch nicht, aber auf jeden Fall will ich sie groß und bunt. Ein Gesamtkonzept gibt es nicht. Das heißt, ich lege vorab keine Farben oder Muster fest, sondern nehme einfach Stoffe, die ich im Augenblick mag oder von denen ich eine Erinnerung behalten möchte. Einmal im Monat werde ich euch zeigen, welche Fortschritte mein Quilt gemacht hat.

Wer noch beim Projekt „365-Tage-Quilt“ dabei ist, könnt ihr hier bei Uli sehen. Und weil heute Dienstag ist, schicke ich meine ersten 7 Patches auch zum Creadienstag.