Am Sonntag war es endlich so weit. Darauf habe ich mich seit Wochen gefreut: Auf den Moment, wenn wir bei unseren Lieben klingeln und ihnen unsere fertigen, selbstgemachten Adventskalender vorbeibringen. Tatsächlich habe ich nämlich nicht nur einen genäht und zusammen mit meinem Mann gebastelt, sondern – wenn man schon mal dabei ist – gleich drei! 😀
Und ich kann euch sagen: Die Freude bei den Beschenkten war riesig. Vor allem meine Schwiegereltern haben sich unglaublich über unsere Überraschung gefreut und den Adventskalender sofort an den passenden Haken an der Wohnzimmertür gehängt. Den Adventskalender auf dem ersten Foto hat meine kleine Nichte bekommen, die ihn aber noch nicht gesehen hat, sondern erst am 1. Dezember auspacken darf. So ist es bis dahin vielleicht nicht so schwierig mit dem Geduldigsein.

Adventskalender für meine Nichte. Die Säckchen sind mit einem Puzzle gefüllt.
Die Idee für die Aufhängung stammt nicht von mir. Das habe ich mir abgeguckt. Im Internet tummeln sich unzählige Beispiele von Adventskalender-Holzleitern in Form eines Tannenbaums. Da kann man sich sehr schön inspirieren lassen. Die Maße für Rundstäbe und Flechtkordel haben wir dann passend zu unseren Säckchen (10 x 13 cm) selbst ausgetüftelt. Falls du unseren Adventskalender nachbauen möchtest, helfen dir vielleicht diese Infos & Tipps:
Verwendetes Material
- 24 Stoffsäckchen (Hier erfährst du, wie ich sie genäht habe ➜ Adventskalender-Säckchen)
- 24 kleine Holzklammern
- 190 cm Rundstab aus Holz, Durchmesser: 1 cm
- 300 cm Makramee-Flechtkordel, Durchmesser: 5 mm
- 1 Holzring
Natürlich kannst du das alles variieren. Statt Rundstäbe im Baumarkt zu kaufen, kannst du z. B. auch gut durchgetrocknete Äste nehmen (hatte ich leider nicht zur Verfügung). Du könntest eine Lichterkette um die Stäbe schlingen und sie zusätzlich mit Zapfen, Sternen oder Weihnachtskugeln dekorieren.

Tipps zum Bau der Aufhängung
- Wir haben den Holzstab in vier unterschiedlich lange Stücke zersägt: 70 cm (ganz unten), 55 cm, 40 cm und 25 cm lang.
- Die 3 m lange Flechtkordel haben wir von oben nach unten um die Holzstäbe geknotet. Dazu haben wir als erstes die Kordel zur Hälfte gelegt und mit einem Ankerknoten am Holzring befestigt. Auf beiden Seiten hat man dann großzügige 150 cm, um die Kordel von oben nach unten, an einem Stab nach dem anderen, festzubinden.
- Der Abstand zwischen den Stäben beträgt bei uns ca. 18 cm. So viel Platz ist zwischen den Stäben für die Stoffsäckchen. (Bei Baumwoll-Flechtkordel muss man bedenken, dass sie sich auch noch ein bisschen dehnt, wenn das Gewicht der gefüllten Säckchen dranhängt.)
- An den 70 cm langen Stab haben wir 9 Säckchen gehängt, an den 55 cm langen Stab 7, an den 40 cm langen Stab 5 und ganz oben an den kurzen Stab 3. Und so geht es gut auf: 9 + 7 + 5 + 3 = 24 Säckchen.
Adventskalender Nummer 2
Da ich mit den Jahren eine beachtliche Menge an Weihnachtsstoffen angesammelt habe, konnte ich bei den Adventskalendern aus dem Vollen schöpfen. Beim Adventskalender für meine Nichte kommt jeder Stoff sogar nur 1x vor. Bei dem für meine Schwiegereltern habe ich ein kleines Fat Quarter Bundle verwendet und – weil’s nicht ganz gereicht hat – durch passende Stoffe ergänzt. Die roten, grünen und blauen Stoffe aus der Serie „Just what I wanted“ (von Anita Jeram für Clothworks entworfen) habe ich vor ca. 3 Jahren (?) bei Verena / Einfach bunt Quilts gekauft.

Den dritten Adventskalender habe ich übrigens für uns genäht, und er sieht im Prinzip genauso aus wie der für meine Nichte. Jetzt müssen wir nur noch jemanden finden, der ihn für uns füllt. 😉
Oh, einen schönen Tipp habe ich noch für alle Makramee-Fans. Beim Stöbern im Internet bin ich auf Frau Friemel gestoßen. Sie zeigt in ihrem Blog, wie man die Holzstäbe mit Makramee verbinden kann. Sieht toll aus, weil noch mehr die typische Baumoptik herauskommt. Falls du schauen möchtest, hier der Link zu Frau Friemel: DIY Adventskalender zum Befüllen mit Makramee
Ich wünsche dir eine besinnliche Adventszeit mit schönen Überraschungen und magischen Momenten! Alles Liebe & bis demnächst wieder! 🙂
PS: Jede Menge weihnachtliche Inspiration findest du in meinem Blogpost: Tipps | 14+ Nähideen für Weihnachten. Dort sammle ich fortlaufend neue Ideen.


















