work in progress | Tulpen & andere Februarprojekte

Anfang des Jahres habe ich mir viele Gedanken zu meinem Blog gemacht und festgestellt, ich brauche wieder einen Redaktionsplan. Nur so schaffe ich es, regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen. Das spontane Bloggen war zwar eine Zeit lang ganz nett, aber seien wir ehrlich: Es führt zum Schlendrian. Man postet immer weniger, irgendwann schläft die Webseite ein und fristet nur noch ein Dasein als staubiges Archiv.

Deshalb erhält mein 7 Jahre altes Blogbaby in diesem Jahr wieder mehr Aufmerksamkeit und Pflege von mir. Verbunden mit regelmäßigen Fütterungen. So soll es zum Beispiel an jedem Monatsanfang einen Work-in-progress-Bericht geben. Da möchte ich dir zeigen, was gerade auf meinem Nähtisch liegt, also woran ich aktuell arbeite, welche Fortschritte meine Langzeitprojekte machen oder welche Ideen frisch geschlüpft sind. Ein kleiner Blick hinter die Kulissen und in den Prozess des Entstehens.

Gewendete Tulpen-Applikation

Aktuell bereite ich zum Beispiel meinen Taschen-Nähkurs vor, der übernächste Woche beginnt. Neben einem Kastenmäppchen, einer Umhängetasche und einem Geldbeutel werde ich mit den Teilnehmerinnen einen Wäschebeutel nähen. Der Beutel wird kein Futter, dafür aber „französische Nähte“ haben und auch innen schick aussehen. Außen nähen wir eine Tulpen-Applikation auf.

Seit dem Joseph’s Coat bin ich ja begeistert von „Wende-Applikationen“. Sie werden so schön akkurat, haben keine franseligen Stoffkanten und kommen ganz ohne Haftvlies aus. Deshalb möchte ich meine Nähschüler unbedingt mit dieser tollen Technik bekannt machen. Falls du dich dafür interessierst: Den fertigen Wäschebeutel kannst du demnächst in einem separaten Blogpost sehen. Da erkläre ich dann auch noch mal ausführlich, wie die Tulpen-Applikation gemacht wird.

Tulpen-Block aus dem Buch „Farm Girl Vintage 2“ von Lori Holt

Ehrlich gesagt kann ich gar nicht glauben, dass der Januar schon wieder vorbei ist. Wir haben uns doch eben erst „Frohes, neues Jahr“ gewünscht und jetzt soll schon wieder Februar sein? … Mein Tannenbaum-Quilt im Flur fällt schon langsam aus der Zeit, ich muss dringend mit dem Frühlingsquilt anfangen. Bisher hatte ich allerdings noch nicht die Muße, mich richtig damit zu beschäftigen und ein Layout auszutüfteln. Ich frage mich, wie andere das schaffen, so viele Baustellen auf einmal zu haben. Ich kann immer nur eins nach dem anderen. Aber immerhin weiß ich, dass es ein Tulpen-Quilt werden soll.

Ich hab’s bestimmt schon hundertmal geschrieben: Ich liebe Tulpen! Die Echten im Garten genauso wie die Genähten aus Stoff. Ich habe in der Vergangenheit schon zwei Mini Quilts mit Tulpen genäht und jedes Mal viel Spaß dabei gehabt. Tulpen lassen sich sehr einfach aus Rechtecken und Quadraten konstruieren. Es ist also kein besonders anspruchsvolles Patchwork-Projekt, sondern eins, bei dem man entspanntes Yoga-Nähen praktizieren kann. Genau das, wonach mir im Moment der Sinn steht.

Auch die Umhängetasche, an der ich gerade arbeite, ist eher ein einfaches Modell. Nach acht Jahren schneide ich endlich mal die Piepmätze vom Möbelschweden an. Obwohl, stimmt gar nicht, 2013 habe ich schon mal einen Reise-Organizer daraus genäht. Ich fand es witzig, vor kurzem auf Instagram zu erfahren, dass damals ganz viele diesen festen Dekostoff gekauft und Taschen daraus genäht haben.

Und dann denke ich natürlich auch schon wieder an Ostern. Was könnte ich dieses Jahr nähen? Ein paar Stoffeier sollen es auf jeden Fall sein. Davon habe ich noch nicht so viele und hätte gerne ein paar mehr. Bist du auch schon auf der Suche nach Oster-Nähprojekten oder steckst du mit dem Kopf gerade noch ganz woanders?

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6 Kommentare

  1. Wendeapplikation?! Wie interessant. Da bin ich schon jetzt gespannt. Denn Tulpen mag ich auch. Meine Geburtstagstulpen sind leider schon wieder verblüht. Das kämmen mir immer blühende Tulpen gerade recht!

    Gruß Marion

  2. Auf die Wendeapplikationen freue ich mich schon sehr und wie man das mit den französischen Nähten gut hinbekommt (ich hatte da unlängst mal ein ungeplantes Geknuddel in den Ecken) und überhaupt freue mich wahnsinnig wieder mehr hier zu lesen! LG Ingrid

    • Schön, dass du dich auf mehr Blogposts freust. Das motiviert mich zusätzlich. 🙂
      Französische Nähte um die Ecke sind eine Herausforderung. Das geht zwar schon, ist aber recht aufwendig und knifflig. Ich vermeide das. Anstatt zwei Außenteile am Boden zusammenzunähen, schneide ich gleich ein doppelt so langes Außenteil im Bruch zu. So spare ich mir die Bodennaht und damit auch komplizierte Ecken.
      Liebe Grüße
      Katharina

  3. Christine

    Freue mich sehr wieder mehr zu lesen, schaue regelmässig vorbei und freue mich immer über die tollen Projekte! Ein Osterprojekt habe ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen, mal sehen..

    • Wie geheimnisvoll. 😀 Dann wünsche ich dir viel Spaß mit deinem Osterprojekt und bei deinen Besuchen hier auf meinem Blog. 😉 Bis bald.
      Liebe Grüße
      Katharina

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