beauty is where you find it / #71 Das große Blau

Blau mag ich sehr. Die Farbe der Tiefe und Weite. Schon allein deshalb, weil es ohne Blau kein Grün gäbe und ich im Moment so verrückt nach Blaubeeren bin, muss ich bei Luzia Pimpinellas Fotochallenge mitmachen. „Das große Blau“ wird gesucht.

Das großartigste Blau aller Zeiten habe ich vor ein paar Jahren in Pisa gesehen. Vor diesem Blau hat sich sogar der Turm verneigt.

Korsika, eine wunderschöne Insel. Nicht nur wegen des atemberaubend blauen Meeres, auch wegen der weißen Kalksteinfelsen von Bonifacio. Stellt euch vor, ihr befändet euch jetzt in diesem kleinen Schnellboot, das da an der Südküste Korsikas vorbeirauscht. Ihr hättet einen fantastischen Blick auf die Häuser Bonifacios, die in schwindelerregender Höhe direkt auf die Klippen gebaut wurden.

Kennt ihr den noch? Taz, der tasmanische Teufel aus den Tiny Toon Adventures. Er verschreckte alle Seeungeheuer des Mittelmeeres und brachte uns heil vom Festland auf die Insel Korsika. Mehr Impressionen vom Großen Blau findet ihr bei Luzia Pimpinella.

An dieser Stelle einen lieben Gruß an meine Reisebegleiter.
Es war ein toller Urlaub mit euch!

Lunchbag einer rothaarigen Superheldin

Zehn Uhr in Frankfurt am Main / Cosmic Girl macht es sich auf dem Dach eines Wolkenkratzers bequem und packt ihre Lunchbag aus. Auch Superheldinnen müssen mal was frühstücken!

Wild durch die City rasende Taxis aufhalten, verängstigte Katzen vom Baum herunterholen, Bösewichtern das Handwerk legen – Das klappt einfach besser mit Apfel und Schokobrötchen im Bauch! Alles gut verpackt in einem Frühstückstäschchen!

Genäht wurde die Lunchbag nach dem funkelnagelneuen Frühstückshüter-Freebook von Farbenmix. Der tolle Außenstoff ist Parasols von Kaffee Fasett. Das Webband wurde von Hamburger Liebe designt.

Ein bisschen fühle ich mich heute auch wie eine Superheldin, denn ich habe zum ersten Mal laminierte Baumwolle vernäht. Dank des neuen Antihaft-Nähfüßchens hat das wunderbar geklappt. Vielleicht werde ich bei der nächsten Lunchbag, wie bei Alex gesehen und bewundert, Kühlfolie einarbeiten. Aber nun fliegt diese Superheldinnen-Lunchbag erst mal zu RUMS rüber, wo wieder viele kreative Werke darauf warten, entdeckt zu werden.

Pimp my Glücks-Spanngummi

Es gibt Glücksbringer, die trägt man an einer Kette um den Hals. Hufeisen über der Tür sollen Glück bringen genau wie vierblättrige Kleeblätter und Stoffhasen auf dem Autositz. Es soll ja sogar Leute geben, die nie im Leben ohne ihre Glücksunterhose in eine Prüfung gehen würden. Was es nicht alles gibt! Tja, und ich? Ich habe einen Glücks-Spanngummi.

Diesen zu finden war ein riesengroßer, glücklicher Zufall. Er lag einfach so in Südholland auf der Straße, als wir nichts auf der Welt dringender benötigten als einen Spanngummi. Im Frühjahr war das. Die Wasservorräte an Bord unseres Hausbootes wurden langsam knapp, und wir radelten deshalb mit unseren Leihfahrrädern zum nächsten Supermarkt. Schaut euch mal diese fürchterlichen Mini-Räder an! Wie soll man denn damit einen Sixpack 1,5-Liter-Flaschen transportieren?

Die Mannschaft hatte Durst, und so entschieden wir spontan, den halben Wasserkasten an den Lenker zu hängen. Eine ziemlich wacklige und auch gefährliche Angelegenheit! „Mann, wir bräuchten jetzt einen Spanngummi, dann könnten wir die Wasserflaschen auf dem Gepäckträger festschnallen“, konnte ich gerade noch so zu Ende denken, als mitten auf der Straße ein gelber Spanngummi lag.

Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und mir gleich hinterher noch 1000 Euro gewünscht, aber auf die warte ich immer noch. Na ja, man kann’s ja mal versuchen. Zur Verschönerung habe ich diesen fabelhaften Glücks-Spanngummi jetzt mit festen Maschen aus grüner und blauer Wolle umhäkelt. Wenn andere Leute Computer- und Lampenkabel umhäkeln, kann ich das auch mit meinem Spanngummi machen, dachte ich mir. Er befindet sich jetzt stets in der Seitentasche meines Fahrrads und wartet auf seinen nächsten Einsatz. Den aktuellen Einsatz hat mein Glücks-Spanngummi heute erst mal beim Creadienstag.

Verlinkt auch bei Like-2-bike.

color me happy ! #8 mellow yellow

„Baby mellow my mind!“, singt Mick Hucknalls warme Stimme in meinem Kopf, wenn ich an das Monatsthema von „color me happy“ denke. „Besänftige meine Seele!“ Ich liebe dieses kleine Wörtchen „mellow“, vielleicht wegen des Liedes, vielleicht weil es einen so schönen Klang hat.

Auch ohne zu wissen, was „mellow“ heißt, klingt es schon so zart, sanft und weich. Samtig wie Lilienblüten. Weitere Interpretationen von „mellow yellow“ findet ihr bei jolijou und was eigenes.

Einmal Schoko und Zitrone, bitte ! {Mein Fahrrad-Geldbeutel}

Was für Kinder gut ist, kann für Erwachsene doch nicht schlecht sein! – Das dachte ich mir, als ich Muddis Tutorial für einen Kindergeldbeutel sah. Klein, pfiffig, superpraktisch und schnell genäht!

Perfekter Schnitt für ein Fahrrad-Portemonnaie, das nun in meiner Seitentasche verstaut immer einen Notgroschen für ein leckeres Eis bereithält. Man weiß ja nie…

Wenn ich demnächst mal wieder mit meinem Fiets an einer Eisdiele vorbeifahre, aber enttäuscht feststellen muss, dass mein großes Portemonnaie zuhause liegt, habe ich ab sofort immer Geld für „Einmal Schoko und Zitrone, bitte!“ zur Hand. Ist das nicht toll?… Und eine kleine Portion für meinen Mann ist auch noch drin. Er lässt sich nämlich für gute Ideen und Sprüche, die ich im Blog verbrate, neuerdings mit Eis bezahlen. Das Hotel Garni hat mich zwei Bällchen gekostet!!!

Wegen des Fahrrad-Motivs habe ich den Schnitt auf 19 x 13 cm vergrößert und die restlichen Schnittteile dementsprechend angepasst. Fertig genäht und zusammengeklappt hat mein Geldbeutel eine Größe von 8,5 x 11 cm. Ein bisschen stört mich, dass der Reißverschluss sehr steif ist und sich nicht so schön zusammenklappen lässt.

Mein Webband hingegen ist ziemlich labbrig für den schweren Karabinerhaken und mit 3 cm etwas zu kurz bemessen. Es reißt leicht aus. Deshalb habe ich noch mal eine Verstärkungsnaht darüber gesetzt. Beim nächsten Mal würde ich das Webband länger zuschneiden und vorher auf einen Streifen Stoff nähen.

Alles in allem ein fabelhaftes, kleines Geldbeutelchen, das ich sehr hübsch und praktisch finde und auf meinen Fahrradtouren nicht mehr missen möchte. Vielen Dank, liebe Sarah, für den Schnitt und das Tutorial! Ich ess‘ beim nächsten Mal zwei Bällchen Eis für dich mit! Und nun ab damit zu RUMS und zur Kindergeldbeutel-Linkparty!

Oma hat einen Joker !

Nicht beim Kartenspielen, sondern um die Schulter gehängt! Nach dem Taschenspieler-Schnitt Joker von Farbenmix entstand eine Patchwork-Tasche für meine Oma zum 83. Geburtstag.

Ich habe den einfachen Joker ohne Boden und Reißverschluss genäht. Weil die Oma nicht mehr die Originalgröße von 1953 hat, sondern in den letzten Jahren ein wenig geschrumpft ist, habe ich auch den Schnitt der Länge nach um ein paar Zentimeter verkleinert. Schließlich soll die Tasche nicht auf dem Boden schleifen, wenn sie mal am Arm statt um die Schulter getragen wird.

Die Außenteile habe ich aus verschiedenen Stoffen in Rosa, Pink und Türkis gepatcht und mit Webband, Zackenlitze und Bommelborte verziert. Größenwahnsinnig wie ich manchmal bin, habe ich mir vorher keinen Plan gemacht, sondern einfach losgelegt. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass das Patchworken mit verschieden großen Stücken nicht so einfach ist, wie es aussieht. Man muss die Stoffteile vorher schon gut messen, die Anordnung planen und sich über die Reihenfolge des Vernähens klar sein, sonst näht man sich schnell in eine Sackgasse. Da hilft dann nur noch Auftrennen oder Improvisieren.

Die Oma hat nicht gemerkt, dass hier und da improvisiert wurde. Sie freut sich über ihre neue Tasche, die sie bestimmt bald zum nächsten Seniorenkaffee oder zum Frühstücken im Möbelhaus mit ihren Freundinnen ausführen wird. Auch in der Gymnastik- und Handarbeitsstunde wird die Oma mit ihrer neuen Tasche sicher eine gute Figur machen. Und weil heute Dienstag ist… ihr ahnt es schon… Ab damit zum Creadienstag, dem Treffpunkt für Kreative!