Kategorie: Tutorials

DIY-Tutorial | Summerfeeling – Windspiel aus Stoffresten

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Eigentlich traue ich mich ja kaum, „Tutorial“ über diesen Post zu schreiben. So simpel ist das Windspiel, das ich dir heute zeigen möchte. Es ist aus wenigen Materialien schnell gebastelt und eine wunderschöne Deko für Balkon, Garten oder das Kinderzimmer.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Ich liebe es, an einem Sommertag unter blauem Himmel im Garten zu liegen und den bunten Stoffbändern dabei zuzuschauen, wie sie sich sanft im Wind bewegen und ihren Schattentanz aufführen… Für dieses Urlaubsfeeling brauchst du nicht mehr als 2 Stickrahmen und jede Menge Stoffstreifen.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Ich habe hier von zwei verschieden großen Stickrahmen (19 cm und 25 cm Durchmesser) jeweils einen Ring genommen. Im fertigen Windspiel ist der kleine Ring oben, der große Ring unten. So hängen die Stoffstreifen, die oben am kleinen Ring festgeknotet sind, innerhalb des großen Rings. Falls du keine Stickrahmen vorrätig hast, kannst du sie hier recht günstig* kaufen. (Affiliate-Link)

Du hast einen ganzen Haufen Stoffstreifen in deiner Restekiste gesammelt? Prima, dann kannst du sie heute endlich verwerten! Wenn du keine Stoffrestesammlerin bist, schneide mit Schere oder Rollschneider ein paar Streifen in der Länge von 50 bis 75 cm zu. Ich hab sie nicht gezählt, aber um die 100 Streifen wirst du schon brauchen.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Als erstes binden wir das „Gerüst“ zusammen. Leg den großen Ring auf den Tisch und stell eine Schachtel oder einen anderen länglichen Gegenstand mit einer Höhe von etwa 12-15 cm als Abstandshalter darauf. Schneide vier Stücke Kordel, Band oder Textilgarn mit einer Länge von 25-30 cm zu.

Jetzt legst du den kleinen Ring auf die Schachtel und knotest die Ringe an vier Stellen mit deinem Textilgarn aneinander. Befestige das Garn so, dass Viertel entstehen.

Der Abstandshalter hilft dir dabei, die Ringe an allen vier Stellen gleichmäßig parallel übereinander zu verbinden. Das Windspiel soll ja später schön gerade hängen. Weil das ein bisschen tricky ist, kann hier auch eine  helfende Hand nicht schaden.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Anschließend knotest du an den oberen Ring in die Zwischenräume vier lange Garnbänder zum Aufhängen. Verknote sie so, dass die Bänder gleich lang sind und das Windspiel nicht schief hängt. Ich habe hier in einen der überstehenden Garne eine feste Luftmasche geknotet und daran mein Windspiel aufgehängt. Du könntest auch einen Schlüsselring anbringen.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Nun kannst du nach Herzenslust deine Stoffbänder anknoten. Besonders schön und intensiv wirken durchgefärbte Unistoffe wie die roten und gelben in meinem Windspiel.

DIY-Tutorial | Summerfeeling - Windspiel aus Stoffresten

Fertig! Jetzt nur noch ein schönes Plätzchen im Garten suchen und darauf warten, dass eine leichte Brise in das Windspiel fährt und es zu tanzen beginnt. Hach…

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachmachen! Wenn du noch Fragen oder Anregungen hast, hinterlass mir gerne einen Kommentar. Ich freu mich immer über Feedback.

Verlinkt bei Stoffreste-Linkparty

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*Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Sie führen dich zu Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Danke schön!

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

Eine Tasche ist erst dann perfekt, wenn sie den passenden Träger hat. Optisch gut aussehen soll er, aber auch funktional und stabil sein. Träger und Henkel müssen schließlich ein bisschen was aushalten, wenn wir mit 3-Zimmer-Küche-Bad unterwegs sind.

In meinem Tutorial zeige ich dir, wie du in wenigen Schritten sehr simpel den perfekten Träger für deine Umhängetasche nähst – ohne fummeliges Wenden! Das Ergebnis sieht ordentlich aus, ist gut verstärkt und passt wunderbar zu voluminösen Taschen. Und so geht’s:

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

Material & Werkzeug: 
Baumwollstoff in der gewünschten Länge und Breite
Bügelvlies (z. B. H 250)
Volumenvlies (z. B.  H 630 oder 640)
eventuell D-Ringe, Karabiner oder Schieber
Rollschneider, Schneidematte, Patchworklineal, Schere, Bleistift

Welches Vlies eignet sich am besten?
Das kommt ganz darauf an, wie dick und breit der Träger werden soll. Meistens kombiniere ich H 250 oder G 700 für Stand und Stabilität mit H 630 oder H 640 für Fluffigkeit und Volumen. Bei meiner Sporttasche habe ich die Henkel z. B. 3 cm breit genäht und mit H 250 und H 630 verstärkt. Den Schulterträger habe ich 4 cm breit genäht und mit H 250 und H 640 gepolstert.

Im Grunde ist es Geschmackssache. Es gibt x Kombinationen und hängt auch von der Qualität deines Stoffs ab. Canvas oder Jeans brauchen z. B. weniger Verstärkung als ein Patchworkstoff. Experimentiere mit verschiedenen Vlieseinlagen und schau, was dir selbst am besten gefällt! Am Ende des Tutorials gebe ich dir noch ein paar zusätzliche Beispiele und Anregungen.

Nicht geeignet finde ich die Bügeleinlage S 320, weil sie zu steif ist und die Träger knicken.

(1.)   Zuschnitt des Trägers
Du brauchst einen Stoffstreifen in der gewünschten Länge deines Trägers + 2 cm Nahtzugabe + Zugabe zum Umklappen, falls du z. B. einen Karabiner am Träger befestigen möchtest. Das Vlies schneidest du ohne Nahtzugabe zu.

Die Breite deines Stoffstreifens brechnest du so: Breite x 2 + 2 cm Nahtzugabe.

Soll dein Träger 3 cm breit werden, schneidest du deinen Stoffstreifen 8 cm breit zu (3 cm x 2 = 6 + 2 = 8 cm). Soll dein Träger 4 cm breit werden, schneidest du deinen Stoffstreifen 10 cm breit zu (4 cm x 2 = 8 + 2  = 10 cm).

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

(2.)   Vlies aufbügeln
Zuerst bügelst du das Bügelvlies (hier: H 250) mit 1 cm Abstand zu allen Seiten auf die linke Seite deines Stoffstreifens. Anschließend bügelst du genau darauf das Volumenvlies (z. B. H 630 oder H 640). Lass den Stoff ein wenig auskühlen.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

(3.)   Nahtzugaben nach innen bügeln
Bügle nun die Nahtzugabe an den kurzen Enden links auf links auf das Volumenvlies. Anschließend bügle genau so die Längsseiten nach innen um.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

(4.)   Längs zur Hälfte umklappen
Klappe den Träger längs zur Hälfte um, bügle über die Falte und fixiere dir die beiden Seiten deines Trägers mit Clips. Die Nahtzugaben und losen Fäden verschwinden sauber im Inneren.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

Es ist wichtig, dass beide Hälften exakt aufeinander liegen und alle offenen Kanten sorgfältig nach innen gesteckt werden. Wenn eine offene Kante an der kurzen Seite herauslugt, schiebe sie mit einer Stecknadel ein wenig nach innen. Dein Träger hat jetzt die endgültige Breite. Hier im Beispiel: 3 cm.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

(5.)   Knappkantig rundherum festnähen 
Jetzt wird der Träger auf der schönen Seite, die später außen sein soll, in einem Zug rundum knappkantig festgenäht. Beginne an der kurzen Seite! An der Ecke hebst du das Nähfüßchen, drehst den Träger um 90 Grad und nähst dann die lange Seite herunter. Ich nähe immer die offene Längsseite vor der gefalteten Längsseite, weil ich die beiden Hälften beim Nähen noch mal genau aufeinander ziehen kann.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

(6.)   Absteppen
Damit dein Träger stabil wird und nicht steif ist und knickt, solltest du ihn parallel zu den Außennähten innen absteppen. Du kannst dafür den einfachen Geradestich verwenden oder hübsche Ziernähte setzen.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

(7.)   Karabiner oder D-Ring anbringen
Du kannst die Träger jetzt als Henkel an deiner Tasche aufnähen oder um einen Karabiner oder D-Ring klappen. Da die Enden sauber vernäht sind, musst du den Träger auch nicht zweimal umschlagen – einmal reicht! Die Lagen sind nicht so dick und deine Nähmaschine kann das Festnähen gut schaffen.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

Nähe auf der rechten, schönen Seite und beginne ca. 0,5 cm neben dem Trägerende! Ich habe hier den Geradstich benutzt und einfach 3-mal vor- und zurückgenäht. Du könntest auch den Dreifachgeradstich benutzen. Wichtig ist, dass du eine feste, stabile Naht erhältst. Parallel dazu setzt du auf die gleiche Weise eine zweite Naht neben den Karabiner.

Wenn du sehr schwere Sachen in deiner Tasche transportieren möchtest, würde ich über die abgesteppten, senkrechten Nahtlinien innerhalb der eben gerade genähten Quernähte noch einmal drübernähen. Bei mir war das nicht nötig, deshalb habe ich darauf verzichtet.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

Fertig ist dein Träger! Meiner hier ist 4 cm breit und mit H 250 und H 640 verstärkt. Und so sieht er an meiner Sporttasche aus:

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

Wie bereits gesagt: Jeder hat einen anderen Geschmack! Deshalb experimentiere am besten mit verschiedenen Vlieseinlagen, bis du dein Patentrezept gefunden hast. Hier drei Alternativen, die ich ebenfalls sehr gut finde und dir empfehlen kann:

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

Mit Soft & Stable bekommst du voluminös gepolsterte, weiche Träger. Die 4 mm dicke, stabile Schaumstoffplatte wird hier nicht aufgebügelt, sondern einfach nur auf den Stoff gelegt. Rechne unbedingt mit einer Nahtzugabe von 1,5 cm! Ansonsten sind die Nähschritte die gleichen wie im Tutorial.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

Wenn du einen festen Träger brauchst, z. B. für eine Einkaufstasche, und ein bisschen Zeit sparen möchtest, ist Bundfix eventuell das Richtige für dich. Die Vlieseline wird auf die komplette Stoffbreite aufgebügelt und einfach an den perforierten Stellen geknickt. Lass am besten an den kurzen Seiten eine Nahtzugabe von 1 cm. Dann kannst du den Stoff besser nach innen bügeln. Ich nutze Bundfix selten, weil es mir zu teuer ist. H 250 ist von der Dicke und Qualität her sehr ähnlich und im Verhältnis günstiger.

Näh-Tutorial | Wie du den perfekten Träger für deine Tasche nähst

Nicht gerade aus der Rubrik „Simplify Nähen“, aber durchaus lohnenswert ist diese schöne Variante aus zwei verschiedenen Stoffen! Der Träger ist voluminös, biegsam, ohne zu knicken, und fasst sich toll an. Hier habe ich die Gewebeeinlage G 700 mit Nahtzugabe auf die ganze Stoffbreite und -länge aufgebügelt und dann H 640 ohne Nahtzugabe, so dass die offenen Kanten wieder bequem nach innen gebügelt werden können. Eine tolle Kombination!

Für einen Träger aus zwei verschiedenen Stoffen nähst du zunächst zwei gleich große Streifen aneinander, so dass sie zusammen die gewünschte Breite ergeben. Die Nahtzugabe bügelst du schön flach, bevor du die Vlieseinlagen aufbügelst. Das Vlies muss exakt mittig platziert werden. Hier kann dir eine dünne Bleistiftlinie auf dem G 700 helfen, die du längs mittig ziehst und dann genau auf die Nahtzugabenlinie deines Stoffstreifens legst.

Hat dir mein Tutorial gefallen? Hinterlass mir gerne einen Kommentar! Ich freue mich über dein Feedback. Auch Fragen, Kritik und Anregungen sind jederzeit willkommen.

Verlinkt bei Handmade on Tuesday und DienstagsDinge

DIY-Tutorial | Perlenschildkröte aus SnapPap oder (Kunst-)Leder

Dieses kleine, feine DIY-Projekt habe ich mir schon vor vielen Jahren ausgedacht und zusammen mit Kindern gebastelt. Die Kids haben die süße Perlenschildkröte aus Kunstleder geliebt und gerne als Anstecker an der Jacke oder als Haarspange getragen. Für meine Kosmetiktasche aus Jeans habe ich dieses Projekt jetzt noch einmal mit SnapPap nachgearbeitet. Und siehe da, SnapPap ist hier eine echte Alternative zum Leder!

DIY-Tutorial | Perlenschildkröte aus SnapPap oder Leder {Vorlage zum Download]

Wie du dir selbst eine Perlenschildkröte bastelst und welche Materialien du brauchst, das zeige ich dir jetzt Schritt für Schritt in einer kurzen Anleitung. Die Schablone für die Schildkröte findest du am Ende des Tutorials als pdf-Datei zum Herunterladen und Ausdrucken.

Materialien & Werkzeuge:

  • SnapPap, Leder oder Kunstleder in der Größe 10 x 7 cm (Für eine schöne Lederoptik SnapPap vorher waschen und bügeln.)
  • Rocailles-Perlen in verschiedenen Farben, 2 – 2,5 mm (Gibt’s als Mix zu kaufen.)
  • Stick- oder Nähgarn, 50 cm lang
  • Perlnadel (Das ist eine spezielle, ultradünne Nadel zum Auffädeln der Perlchen.)
  • normale Nähnadel
  • Bleistift, Papierschere, Bastelkleber, evtl. Sekundenkleber
  • evtl. Broschennadel oder Haarspange als Rohlinge

Und so wird’s gemacht:

1. Die Schablone auf ein Stück SnapPap (oder Leder) legen, die Umrisse nachzeichnen und ausschneiden. Mit einer normalen Nähnadel  in der Mitte des Körpers ein kleines Loch stechen. Die dünne Perlnadel würde hier verbiegen, deshalb benutzen wir dafür eine dickere Nadel.

2. Fädele ein ca. 50 cm langes Garn in deine Perlnadel ein! Ich nehme dafür gerne Stickgarn, aber nicht das ganze, sondern nur einen einzigen Faden der insgesamt 6 Fäden, aus denen Stickgarn besteht. Ich denke aber, mit normalem Nähgarn funktioniert es genauso gut. Am Ende deines Fadens machst du einen dicken Knoten.

3. Entscheide, welche Seite der Schildkröte oben und welche unten sein soll! Nun führst du deine Perlnadel von unten durch das kleine Loch, das du in der Mitte vorgestochen hast, und ziehst den Faden bis zum Knoten durch.

DIY-Tutorial | Perlenschildkröte aus SnapPap oder Leder {Vorlage zum Download]

4. Jetzt folgt der meditative Teil des Projekts: Perlen auffädeln! Du brauchst eine etwa 40 cm lange
Perlenkette. Am besten testest du selbst zwischendurch, ob die Perlenkette schon lang genug ist, indem du sie in einer Spirale um die Mitte legst.

5. Wenn deine Perlenkette lang genug ist, um einen schönen, spiralförmigen Panzer zu bilden, beendest du sie, indem du den Faden um die letzte Perle knotest. Lass ruhig ein bisschen Luft in der Kette, damit sie sich schön locker zu einer Spirale legen lässt! Wenn sie zu stramm aufgefädelt ist, funktioniert das nicht so gut.

DIY-Tutorial | Perlenschildkröte aus SnapPap oder Leder {Vorlage zum Download]

6. Jetzt wird’s klebrig! Trage auf die Schildkröte flüssigen Bastelkleber auf! Meiner ist erst weiß, trocknet aber transparent. Am Ende ist nur ein leichter, glänzender Film zu sehen. In diesen Kleber legst du jetzt deine Perlenkette zu einer hübschen Spirale. Ruhig mal ein bisschen schieben, die klebrigen Finger kann man ja wieder waschen. Das überstehende Fadenende schneidest du ab.

7. Ebenfalls mit Bastelkleber fixierst du nun kleine Perlen als Augen und Fußzehen. Haben Schildkröten eigentlich Fußzehen? Ich weiß es gar nicht,… aber es sieht schön aus.

DIY-Tutorial | Perlenschildkröte aus SnapPap oder Leder {Vorlage zum Download]

8. Auf die Rückseite kannst du nun eine Broschennadel oder Haarspange kleben. Bei Leder mit einer rauen Rückseite funktioniert das sehr gut mit normalem Bastelkleber. SnapPap ist glatter; hier, habe ich festgestellt, hält der Bastelkleber nicht ordentlich, deshalb ist Sekundenkleber die bessere Wahl.

Prima, deine Schildkröte ist fertig!

Schreib mir, wie sie dir gefällt und ob du mit der Anleitung gut zurechtgekommen bist. Auch Fragen oder Anregungen sind natürlich immer herzlich willkommen.

Die Schablone kannst du dir jetzt hier herunterladen: Schildkröte (pdf)

Bitte beachte, dass dieses Tutorial und die Schildkröten-Vorlage nur für private Zwecke gedacht und urheberrechtlich geschützt sind. Eine kommerzielle Nutzung ist nicht erlaubt. Wenn du eine Perlenschildkröte nach meiner Anleitung auf deinem Blog zeigst, setz einen Link zu www.greenfietsen.de ! Ich danke dir.

Kosmetiktasche aus Jeans und SnapPap. Label aus Leder.
Hier (klick) erfährst du mehr über die Tasche.

Tutorial | Mozzie Bag – Nähanleitung & Schnitt für eine lässige Sommertasche

Herzlich Willkommen zum 4. Tag der Sommer Blog Party! – Was für eine tolle Aktion! … Zwei Wochen lang präsentieren dir 14 Bloggerinnen täglich eine kostenlose Nähanleitung! Gestern hat Nadra gezeigt, wie du herrlich bunte Patchworkkissen für deine Gartenstühle nähst. Morgen macht der Blog Hop dann bei Vicky Station, die ein Tutorial für kleine, runde Untersetzer mit Zitronen-, Orangen- und Melonenmotiv vorbereitet hat.

So viele wunderbare Leute sind bei dieser Blogparade dabei! Leute, die ich schon lange für ihr großes, handwerkliches Können und ihre kreativen Ideen bewundere. Deshalb bin ich sehr stolz, dass Andrea von Quiltmanufaktur und Susanne von Stoffbreite auch mich gefragt haben, ob ich bei der Sommer Blog Party mit an Bord sein möchte.

Mozzie Bag - Nähanleitung / Free Tutorial für eine lässige Sommertasche

Na, und ob! … Im Gepäck habe ich die Mozzie Bag, eine lässige Umhängetasche, die mit ihren geknoteten Henkeln und Perlenbändern ganz viel Sommerflair versprüht. Schritt für Schritt zeige ich dir, wie du eine Mozzie Bag nähst. Das Gratis-Schnittmuster findest du am Ende der Anleitung als pdf-Datei zum Herunterladen und Ausdrucken.

Mozzie Bag - Nähanleitung / Free Tutorial für eine lässige Sommertasche

Jetzt höre ich dich schon fragen: MozzieBag, wie bist du denn auf diesen Namen gekommen? Zu viele Moskitos im Schlafzimmer gehabt? – Nein! Ich hab einfach zu viel White Collar geschaut! Ich bin ein großer Fan dieser Krimiserie aus den USA, und ganz besonders von der Figur Mozzie (sprich: Mossie), gespielt von Willie Garson. Bevor ich jetzt anfange, zu jammern, weil Netflix die fünfte Staffel immer noch nicht ins Programm genommen hat, zeige ich dir mal lieber, welche Materialien du für die Mozzie Bag benötigst:

Materialbedarf

Du brauchst nicht dehnbare Stoffe wie zum Beispiel Webware, Canvas, Leinen oder Jeans – gerne auch festere Home-Dekor-Stoffe, denn die Mozzie Bag wird nicht verstärkt.

  • 100 x 90 cm Außenstoff
  • 100 x 90 cm Innenstoff
  • 2-mal 33 x 3,5 cm Stoff für die Bindebänder
  • zwei große Perlen

Im Schnittmuster ist eine Nahtzugabe von 0,75 cm enthalten.

1. Schnittteile vorbereiten

Free Tutorial | Mozzie Bag - Schnittteile

Falte deinen Stoff entlang des Fadenlaufs rechts auf rechts und lege das zusammengeklebte Schnittteil mit der Bruchkante an die gefaltete Mittellinie! Fixiere das Schnittteil mit Nadeln auf den beiden Stofflagen und zeichne den Umriss mit einem Markierstift nach! Übertrage alle Markierungen auf den Stoff und schneide dann aus! Du brauchst 2-mal das Schnittteil für die Außentasche und 2-mal das Schnittteil für die Innentasche.

Tipp: Um die Markierungen auch auf die untere Stofflage zu übertragen, schneide ich mit der Schere 3 mm lange Knipse an den Punkten A, C und D. Den Punkt B überträgst du auf die andere Stoffhälfte, indem du mit einer Stecknadel durch beide Stofflagen stichst und den Punkt mit dem Stift markierst.

2. Abnäher nähen 

Free Tutorial | Mozzie Bag - Abnäher nähen

Free Tutorial | Mozzie Bag - Abnäher nähen

Damit die Tasche Volumen bekommt, nähen wir am Boden der vier Schnittteile jeweils zwei Abnäher. Dazu drehst du den Stoff auf die linke Seite, legst Knips C auf Knips D, faltest ein Dreieck bis zum Punkt B und steckst dir das fest. Mit einem Bleistift kannst du dir eine zarte Hilfslinie von B nach C+D ziehen, auf der du nun nähst. Vergiss nicht, deine Naht am Anfang und am Ende zu verriegeln!

3. Seiten und Boden der Außentasche schließen

Free Tutorial | Mozzie Bag - Seiten und Boden der Außentasche schließen

Die beiden Teile der Außentasche rechts auf rechts legen und von Punkt A auf der linken
Seite bis Punkt A auf der rechten Seite feststecken. Achte darauf, dass die Abnäher exakt aufeinander liegen! Eine schöne, flache Naht bekommst du, wenn du die Nahtzugaben in die entgegengesetzte Richtung legst.

Free Tutorial | Mozzie Bag - Seiten und Boden der Außentasche schließen

Free Tutorial | Mozzie Bag - Seiten und Boden der Außentasche schließen

Nun nähst du mit einer Nahtzugabe von 0,75 cm von Punkt A einmal rundherum bis zum Punkt A auf der gegenüberliegenden Seite. Schneide anschließend an den Rundungen des Bodens kleine Keile bis kurz vor die Naht, damit sich die Tasche später schöner ausformt!

Generell kannst du die Tasche auch mit einer Nahtzugabe von 1 cm nähen. Dann wird die Tasche minimal kleiner. Gravierender ist der Unterschied dann aber bei den Henkeln, die um 0,5 cm schmaler werden!

Free Tutorial | Mozzie Bag - Seiten und Boden der Außentasche schließen

4. Seiten und Boden der Innentasche schließen

Free Tutorial | Mozzie Bag - Seiten und Boden der Innentasche schließen

Die Innentasche nähst du genauso wie die Außentasche zusammen – mit einem Unterschied: Am Boden lässt du eine 14 cm lange Wendeöffnung. Falte die Tasche dazu einmal in der Mitte und mach dir 7 cm links und 7 cm rechts von der Mitte eine Markierung! Die Nähte natürlich auch hier immer schön sichern!

5. Bindebändchen nähen und anbringen

Free Tutorial | Mozzie Bag - Bindebändchen nähen und anbringen

Schneide zwei Stoffstreifen mit den Maßen 33 x 3,5 cm für deine beiden Bindebändchen zu! Die Stoffstreifen faltest und bügelst du wie Schrägband:

1. Stoffstreifen längs zur Hälfte falten und bügeln. Wieder aufklappen.
2. Die seitlichen Flügel zur Mittelline falten und bügeln.
3. Die Flügel aufeinanderklappen und bügeln, so dass die franseligen Stoffkanten innen liegen.

Ein Ende des Stoffstreifens schlagen wir 1 cm ein, so dass auch diese franselige Stoffkante innen verschwindet. Wir müssen das nur an einem Ende machen, denn das andere Ende wird beim Nähen oben an der Taschenöffnung eingefasst. Jetzt einmal rundherum knappkantig absteppen.

Free Tutorial | Mozzie Bag - Bindebändchen nähen und anbringen

Das Bindebändchen wird jetzt auf der rechten Seite eines Außentaschen-Schnittteils festgenäht, und zwar mit dem offenen Ende nach oben und exakt in der Mitte der Taschenöffnung. Beim anderen Außentaschen-Schnittteil machst du es genauso. Nähe die Bändchen innerhalb der Nahtzugabe fest, und achte darauf, dass sie sich bei Vorder- und Rückseite der Tasche exakt gegenüberliegen! Diesen Schritt kannst du auch schon am Anfang machen.

Tipp: Statt der Bänder kannst du zum Beispiel auch einen Magnet- oder Klettverschluss, Kam Snaps oder einen schönen, großen Knopf mit Schlaufe anbringen, um die Tasche zu verschließen.

6. Außentasche und Innentasche zusammenstecken

Free Tutorial | Mozzie Bag - Außentasche und Innentasche zusammenstecken

Die Außentasche auf rechts wenden und in die Innentasche stecken, die auf links gewendet ist. Die schönen Stoffseiten liegen also innen aufeinander. Jetzt Außen- und Innentasche feststecken. Gutes Stecken ist das A und O bei der Mozzie Bag! Du brauchst einen ganzen Haufen Stecknadeln! Hier ein paar Tipps, wie das Stecken gut gelingt:

Free Tutorial | Mozzie Bag - Außentasche und Innentasche zusammenstecken

Beginne mit dem Stecken an einer Seite! Hier sollten Punkt A der Innentasche und Punkt A der Außentasche exakt aufeinander treffen. Wir stecken nun beide Henkel separat ab dem Punkt A fest und ziehen dafür die Nahtzugaben von Innen- und Außentasche aufeinander.

Free Tutorial | Mozzie Bag - Außentasche und Innentasche zusammenstecken

Wir stecken und nähen auf der Seite der Innentasche. Hier in meinem Fall: auf der beigefarbene Leinentasche.

Free Tutorial | Mozzie Bag - Außentasche und Innentasche zusammenstecken

Achte darauf, dass das Bindebändchen gerade nach unten liegt und stecke es zwischen Außen- und Innenstoff mit einer Nadel oder einem Clip fest! Es wird gleich beim Nähen miteingefasst.

7. Außentasche und Innentasche zusammennähen

Free Tutorial | Mozzie Bag - Außentasche und Innentasche zusammennähen

Beginne an einer Seite ab Punkt A mit dem Nähen, und zwar exakt dort, wo deine Seitennaht aufhört! Achte genau darauf, den dahinter liegenden Henkel gut wegzustecken, damit er nicht festgenäht wird! Wir nähen hier auch wieder mit einer Nahtzugabe von 0,75 cm und verriegeln Anfang und Ende der Naht.

Free Tutorial | Mozzie Bag - Außentasche und Innentasche zusammennähen

Nähe einmal komplett herum, bis du auf der anderen Seite bei Punkt A ankommst! Pass auch dort auf, dass du den dahinterliegenden Henkel nicht aus Versehen mitfestnähst! Nun schließt du auf die gleiche Weise die andere Seite – wieder von Punkt A rundherum bis Punkt A.

Free Tutorial | Mozzie Bag - Außentasche und Innentasche zusammennähen

Die Henkel werden auch an der kurzen Seite geschlossen. Wenn du etwa 0,75 cm vor dem Ende bist, lass die Nadel stecken, dreh den Henkel um 90 Grad und näh dann weiter!

Free Tutorial | Mozzie Bag - Außentasche und Innentasche zusammennähen

Die Taschenseiten sollten jetzt wie ein Y aussehen.

8. Nahtzugaben einschneiden

Free Tutorial | Mozzie Bag - Nahtzugaben einschneiden

Bevor wir die Tasche gleich wenden, schneiden wir die Ecken unserer Henkel bis kurz vor die Naht ab, damit sie sich nachher schöner herausformen. Auch die Nahtzugabe der runden Taschenöffnung solltest du mit einer Zickzackschere oder ein paar Keilschnitten (wie bei Schritt 3) ein wenig einkürzen.

9. Tasche wenden, ausformen und bügeln

Free Tutorial | Mozzie Bag - Tasche wenden, ausformen und bügeln

Free Tutorial | Mozzie Bag - Tasche wenden, ausformen und bügeln

Durch die Öffnung im Innenstoff wendest du die Tasche und ziehst alle vier Henkel heraus. Bei mir klappt das immer sehr gut, indem ich mit Zeigefinger und Daumen den Stoff herausziehe. Um die Ecken schön auszuformen, nehme ich gerne ein langes Essstäbchen. Das hat den Vorteil, dass die Spitze stumpf ist und man nicht so leicht durch die empfindlichen Ecken sticht. Alles gewendet? Dann die Henkel und die Taschenöffnung bitte einmal glattbügeln!

Free Tutorial | Mozzie Bag - Tasche wenden, ausformen und bügeln

10. Tasche absteppen

Free Tutorial | Mozzie Bag - Tasche absteppen

Die Taschenöffnung und die Henkel werden nun 3-4 mm vom Rand entfernt abgesteppt. Du kannst hier auch gerne eine etwas größere Stichlänge nehmen.

Free Tutorial | Mozzie Bag - Tasche absteppen

An den Seiten bis zur Naht absteppen, so dass es wie ein V aussieht:

Free Tutorial | Mozzie Bag - Tasche absteppen

11. Wendeöffnung schließen

Free Tutorial | Mozzie Bag - Wendeöffnung schließen

Die Nahtzugaben der Wendeöffnung einklappen, feststecken und mit einem Geradstich schließen. Du kannst die Wendeöffnung natürlich auch von Hand mit dem Blindstich schließen, wenn du das lieber magst.

12. Henkel knoten

Free Tutorial | Mozzie Bag - Henkel knoten

Leg die Tasche flach auf einen Tisch und achte darauf, dass Vorder- und Rückseite exkakt aufeinander liegen! Dann binde die Henkelenden zu einem schönen Knoten!

Free Tutorial | Mozzie Bag - Henkel knoten

Voilà, fertig ist deine #mozziebag!

Wenn dir die Anleitung gefallen hat, dann hinterlass mir doch einen Kommentar! Ich würde mich sehr darüber freuen. Auch kritisches Feedback und Fragen sind natürlich willkommen.

Lade dir jetzt hier das Schnittmuster kostenlos herunter: Mozzie Bag (pdf)

Bitte beachte, dass dieses Tutorial nur für private Zwecke gedacht und urheberrechtlich geschützt ist! Wenn du Taschen nach meinem Schnitt und meiner Anleitung nähst und gewerblich nutzen möchtest, schick mir eine Anfrage per E-Mail! Wenn du eine Mozzie Bag auf deinem Blog zeigst, setz einen Link zu www.greenfietsen.de ! Ich danke dir.

Mozzie Bag - Nähanleitung / Free Tutorial für eine lässige Sommertasche

Die Mozzie Bag schicke ich heute zu Taschen & Täschchen und zum Freebie-Freitag auf Handmade on Tuesday, wo den ganzen Juli lang Free Tutorials zum Thema „Endlich Sommer! – DIY-Freebies für die heiße Jahreszeit“ gesammelt werden. Und weil die Tasche meine ist, darf sie auch zu Muddis RUMS.

Zur Sommer Blog Party und 13 fantastischen Gratis-Nähanleitungen gelangst du mit einem Klick auf die Blognamen: AyliN-Nilya (13.7.), Allie & Me design (14.7.),  ellis & higgs (15.7.), veni vidi vicky (17.7), Zeit für Patchwork (18.7.),  Machen & Tun (19.7.), Das mach ich nachts (20.7.), Johanna Rundel (21.7.), PatchworkAngela (22.7.), durbanville.design (23.7.), Stoffbreite (24.7.), Kinga Isabella Quilts (25.7.) und Quiltmanufaktur (26.7.)

Hier kannst du deine eigene Mozzie Bag verlinken:

 

Mini-Tutorial und Freebie | Bunter Osterkranz mit Hoppelhase aus Jeans

Ostern oder Weihnachten? – Wenn du mich fragst: Ganz klar Ostern! Als Frühlingskind habe ich schon immer Narzissen, Tulpen und Krokusse geliebt, genau wie buntgefärbte Eier, Schokoladen-Maikäfer und Hoppelhasen. Wenn die Vögel morgens um sechs zwitschern und ich nachmittags im leichten Pulli in der Sonne sitzen kann, dann geht’s mir gut. Diese Frühlingsfreude sollte auch unser Osterkranz ausstrahlen. Außerdem wollte ich gern ein Upcycling-Projekt daraus machen.

So kommt’s, dass alle verwendeten Materialien aus meiner Restekiste stammen: ein alter Adventskranz, viele bunte Stoffstreifen, die beim Zuschneiden anfallen und fleißig gesammelt werden, eine abgetragene Jeanshose von meiner Lieblingsschwägerin und zum Ausstopfen ein paar Polyester-Wattebäusche aus einem ausrangierten Kissen. Alles wiederverwertet!

Einen Hasen zu zeichnen, ist ja eigentlich keine große Kunst. Das haben wir im Kindergarten alle schon mal gemacht. Falls du meine Hasen-Vorlage trotzdem gebrauchen kannst, findest du sie am Ende dieses Blogposts als Freebie zum Herunterladen und Ausdrucken. Und nun erkläre ich dir schnell, wie ich meinen Osterkranz gebastelt habe:

Los geht’s mit einer Menge bunter Stoffstreifen – etwa 1 cm bis 1,5 cm breit – die ich aneinander geknotet und um einen Strohkranz gewickelt habe. Wie du siehst, habe ich mit Absicht nicht so ordentlich gearbeitet, weil ich finde, dass herabhängende Fäden, ausgefranste Stoffkanten und Streifen, die mal mehr, mal weniger breit sind, den Charme des bunten Kranzes ausmachen.

In die Mitte des Kranzes hängst du, was dir gefällt: Deko-Eier, Stoffvögelchen, Herzen, vielleicht auch ein Schild, auf dem „Frohe Ostern“ steht … oder einen süßen Hoppelhasen aus Jeans. Dafür habe ich ein Stück Hosenbein genommen und mit Hilfe meiner Vorlage den Hasen-Umriss darauf übertragen. Die bunten Ohren habe ich mit Vliesofix aufgebügelt und rundherum mit einem Geradstich appliziert. Augen und Nase bestehen aus Filz, die Haare aus Wolle. Hier habe ich die Wollfäden erst unter die rosa Nase gelegt, dann die Nase festgenäht und dadurch gleichzeitig die Haare befestigt. Wimpern und Mund sind mit Gerad- bzw. Zickzackstich genäht.

Wenn du die Vorderseite des Hasen fertig gestaltet hast, legst du diesen Jeansstoff links auf links auf einen anderen und steckst ihn mit ein paar Nadeln fest. Nun nähst du mit einem Gerad- oder Dreifachstich an der Linie entlang und lässt unten eine Öffnung zum Ausstopfen. Anschließend schneidest du den Hasen ca. 5 mm neben der Naht aus. Ich mag diesen Effekt der ausfransenden Jeansränder sehr gerne. Das Häschen jetzt nur noch ausstopfen (nicht zu fest!) und die Öffnung unten mit der Maschine zunähen. Faden an der Rückseite befestigen, aufhängen und fertig!

Wenn du den Hoppelhasen privat als Vorlage verwenden möchtest, hab‘ ich nichts dagegen. Bei einer Veröffentlichung auf deinem Blog bitte ich um eine Verlinkung zu dieser Seite. Hier kannst du die Vorlage herunterladen: Download „Osterhase“.

https://download.greenfietsen.de/Osterhase.pdf

Ich schaue heute mit meinem bunten Osterkranz beim Upcycling-Dienstag, beim Creadienstag und der Stoffreste-Linkparty vorbei.

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➜ Zu meinem Blogartikel „10 tolle Nähideen für Ostern“ hier entlang

https://www.greenfietsen.de/2018/03/10-naehideen-fuer-ostern/

Verlinkt auch beim Freebie-Freitag „DIY-Freebies rund um Ostern“ von Handmade on Tuesday.

DIY Tutorial | Topflappen mit Briefecken nähen

Letzte Woche war sie mal wieder fällig, unsere Küche! Vorräte ausmisten, Schränke auswaschen, Tupperschüsseln sortieren und Fenster putzen – Frühlingsputz mit Grundreinigung! Das volle Programm! Weil das nicht gerade zu meinen allerliebsten Beschäftigungen zählt, musste ich mich mit ein paar Belohnungen motivieren. Ein Stück Schokolade hat in diesem Fall nicht ausgereicht, aber die Aussicht auf ein paar neue, selbst genähte Küchenhelfer hat Wunder gewirkt. Den Anfang machen Topflappen mit Briefecken, Schlaufe zum Aufhängen und Zierknopf. Und wie ich diese Topflappen genäht habe, das möchte ich dir Schritt für Schritt in diesem Tutorial zeigen.

Meine Topflappen haben ein klassisches Binding, wie du es vielleicht schon bei Patchworkdecken gesehen hast, und eignen sich hervorragend, um die Technik des Einfassens mit Briefecken mal an einem kleinen Projekt zu üben. Einmal gelernt, kannst du diese Technik bei vielen anderen Nähprojekten anwenden, zum Beispiel bei Tischdecken, Tischsets, Mug Rugs oder Decken.

Seit meinem 365-Tage-Quilt bin ich ja eigentlich ein großer Fan davon, die Einfassung von Hand
anzunähen, aber bei den Topflappen war mir nach einem schnellen Ergebnis, und deshalb habe ich darauf verzichtet. Das Knifflige beim Einfassen mit der Nähmaschine ist, auch die Rückseite exakt zu treffen. Aber keine Sorge, so schwer ist das auch wieder nicht!

Du brauchst für 1 Topflappen: 

  • 20 x 20 cm Stoff für die Vorderseite
  • 20 x 20 cm Stoff für die Rückseite
  • 20 x 20 cm Vlieseinlage, z. B. Bodenwischtuch oder Thermolam
  • 7,5 x 90 cm Stoff für die Einfassung, längsseitig zur Hälfte links auf links umgebügelt
  • 5 x 20 cm Stoff für die Schlaufe
  • Knopf und Garn

(1.)   Als erstes legst du die Stoffe für die Vorder- und Rückseite sowie die Vlieseinlage zu einem Sandwich zusammen. Das Vlies liegt in der Mitte und die Stoffe links auf links, das heißt, mit den schönen Seiten nach außen. Dieses Sandwich fixierst du mit ein paar Nadeln und steppst  alle Lagen fest. Ich habe den einfachen Geradstich (Stichlänge 3,5) verwendet und mich an den Motiven auf dem Stoff orientiert. Du kannst auch einen schönen Zierstich verwenden. Wichtig ist, dass alle drei Lagen gut miteinander verbunden sind und du bis zum Rand nähst. Verriegeln musst du diese Nähte nicht, denn sie verschwinden später unter dem Einfass-Streifen.

(2.)   Jetzt beginnen wir mit der Einfassung. Du legst den umgebügelten Einfass-Streifen mit der offenen Seite nach außen auf den Rand deines Vorderseiten-Stoffs. Beginne etwa in der Mitte!

(3.)   Nun kommt der Trick mit den Briefecken. Du faltest den Einfass-Streifen im 90-Grad-Winkel vom Stoff weg, und zwar so, dass die Diagonale des Streifens genau die Ecke des Vorderseiten-Stoffs trifft. Der kleine Pfeil zeigt dir die Stelle, die ich meine.

(4.)   Nun klappst du den Einfass-Streifen wieder auf den Vorderseiten-Stoff um und fixierst das Ganze mit Klammern oder Stecknadeln. Achte darauf, dass alle Seiten bündig liegen!

(5.)   So sollte deine gefaltete Ecke nun aussehen. Auf gleiche Weise bereitest du auch alle anderen Ecken des Topflappens vor. Fixiere alles gut mit Klammern oder Stecknadeln!

(6.)   Der Einfass-Streifen ist jetzt einmal rundherum gesteckt. Nun müssen wir die Enden des Streifens miteinander vernähen, damit wir einen „Ring“ bekommen. Dazu schneidest du die Enden so ab, dass sie 1 cm überstehen. Das ist unsere Nahtzugabe. Auf Bild 7 siehst du besser, wie es gemeint ist.

(7.)    Du kannst dir mit einem Bleistift eine Hilfslinie ziehen, auf die du deine Naht setzt. Vergiss nicht, die Naht am Anfang und am Ende zu verriegeln! Anschließend bügelst du die Nahtzugabe auseinander. Falls dich die Naht links über dem roten Apfel irritiert: Da hat mein Stoff nicht ganz für den Einfass-Streifen gereicht, und ich musste ein wenig stückeln.

(8.)   So sollte dein Topflappen mit angestecktem Einfass-Streifen jetzt aussehen. Als nächstes nähen wir den Einfass-Streifen fest. Beginne mit dem Nähen in der Mitte einer der vier Seiten!

(9.)   Mit einem Abstand von 1 cm zum Rand nähst du nun den Einfass-Streifen am Topflappen fest. Nähe bis zu der Stelle, wo das gefaltete Dreieck beginnt und verriegele deine Naht! Eine Bleistift-Hilfslinie kann dir dabei helfen, möglichst genau bis zu diesem Punkt zu nähen. Je exakter du hier arbeitest, um so schöner werden später deine Briefecken. Damit du die Naht auf dem Foto besser erkennen kannst, habe ich dunkelblaues Garn verwendet. Besser ist es natürlich, ein Garn auszuwählen, das farblich zum Stoff passt und unauffälliger ist.

(10.)   Nun beginnst du auf der anderen Seite des gefalteten Dreiecks und nähst auch hier mit einem Abstand von 1 cm. Anfang und Ende deiner Nähte immer verriegeln! Eine Markierung mit Bleistift kann dir auch an dieser Stelle helfen, den Punkt perfekt zu treffen. Denk dir einfach mal das gefaltete Dreieck weg! Dann sollten sich waagrechte und senkrechte Naht exakt treffen. Das wäre optimal.

(11.)   Nachdem du die Schritte (9.) und (10.) an allen anderen Ecken wiederholt hast, sollte dein Topflappen so aussehen. Der Einfass-Streifen ist jetzt rundherum auf dem Topflappen befestigt.

(12.)   Jetzt wird der Einfass-Streifen Stück für Stück auf die Rückseite umgeklappt. Arbeite die Briefecken schön heraus, und stecke dir mit Klammern oder Nadeln alles gut fest!

(13.)  Wenn deine Briefecke nicht gleich perfekt aussieht, nicht verzagen, Übung macht hier den Meister!

(14.)   Auf der Rückseite sollte der Einfass-Streifen die (dunkelblaue) Naht verdecken und in etwa genauso breit sein wie auf der Vorderseite.

(15.)   Bei mir ist die Einfassung auf der Vorder- und Rückseite jeweils etwa 1,2 cm breit. Wenn du andere Stoffe oder eine andere Vlieseinlage als ich benutzt, können diese Maße variieren. Wichtig ist, dass die Einfassung auf der Rückseite mindestens genauso breit ist wie auf der Vorderseite, gerne auch etwas breiter. Denn dann triffst du beim Absteppen auch den Einfass-Streifen auf der Rückseite und nähst nicht daran vorbei.

(16.)   Tipp: Bevor du die Stelle der zusammengenähten Enden umklappst und feststeckst, bügle die Nahtzugaben als kleine Dreiecke nach innen! Die Einfassung sieht dann schöner aus.

(17.)   Lieber eine Klammer mehr als eine zu wenig gesteckt! Unsere Vorderseite ist jetzt bereit zum Absteppen. Noch mal kurz umdrehen und die Rückseite anschauen…

(18.)   … Ja, hier sieht auch alles gut aus. Die dunkelblaue Naht ist verdeckt und die Einfassung überall etwa gleich breit.

(19.)   Mit einem Geradstich und einem Abstand von etwa 3 mm nähst du nun die Einfassung auf der Vorderseite fest. Schau nach den ersten Zentimetern auf der Rückseite, ob du die Einfassung auch dort triffst! Falls nicht, vergrößere den Abstand auf 4-5 mm!

(20.)   Am kniffligsten ist es, auf der Rückseite die Ecken zu treffen. Wenn du feststellst, dass du an manchen Stellen vorbeigenäht hast, kannst du diese Stellen auch noch mal mit dem Nahttrenner öffnen und nachbessern. Ansonsten ist dein Topflappen jetzt eigentlich fertig! Wenn du möchtest, kannst du noch eine Schlaufe und einen Zierknopf anbringen.

(21.)   Für die Schlaufe klappst du das 5 x 20 cm Stoffstück einmal längs zur Hälfte zusammen und bügelst darüber. Falte dein Stoffstück wieder auf und bügle die seitlichen Flügel zur Mitte hin um! Wenn du den Streifen jetzt  zusammenklappst, liegen die offenen Stoffkanten innen. Damit auch die kurzen Seiten nicht ausfransen, klappst du sie vorher etwa 1 cm nach innen (im Bild oben!). Jetzt steppst du das 18 cm lange Band einmal rundherum mit einem Geradestich ab. Anfang und Ende schön verriegeln!

(22.)   Lege das Band zu einer Schlaufe und nähe es in der vorhandenen Naht am Topflappen fest. Die Schere zeigt auf die Naht, die gemeint ist. Herzlichen Glückwunsch, dein erster Topflappen ist fertig! Der zweite ist jetzt umso schneller genäht. *zwinker*

Ich hoffe, du bist mit der Anleitung gut zurechtgekommen. Solltest du Fragen oder Anregungen haben, kannst du mir gerne einen Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail schreiben.

Die Nähzutaten, die ich verwendet habe, sind nicht gesponsert worden, sondern von mir gekauft, aber ich verrate dir trotzdem gerne, wie sie heißen.

Vorder- und Rückseite: MyLeni Bird LOVE Ornaments in Rot und Blau von Lila-Lotta
Vlieseinlage: weiches Bodenwischtuch vom Discounter
Einfassung: Oval Elements, Yummy Pear von Jolijou/Farbenmix
Schlaufen: Chevron grün-weiß von Robert Kaufman, Little Spots kiwigrün von Michael Miller
Knöpfe: von Princess-Bubblegum

Ich erfreue mich jetzt weiter an meinen frühlingsfrischen Topflappen und schicke sie samt Tutorial zum Creadienstag… Heute Nachmittag steht dann noch ein schöner Einkaufsbummel an. Ein paar neue Teller und Schneidebretter gehören nämlich auch zu meinem Frühjahrsputz-Belohnungsprogramm.

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Upcycling | Notizhefte nähen aus Postkarten

Hast du wie ich eine riesengroße Sammlung an Postkarten, aber kommst mit dem Schreiben und Verschicken gar nicht hinterher? Man findet sie ja mittlerweile überall – im Paket zusammen mit der Stoffbestellung, in Cafés, Restaurants, auf Messen, Vorträgen oder anderen Veranstaltungen: Toll gemachte Werbepostkarten!

Ich liebe die bunten, witzigen Gratis-Postkarten und habe eine ganz besondere Verwendung dafür gefunden. Ich nähe kleine, schnuckelige Notizhefte im Format Din A7 (74 x 105 mm) daraus – für mich, für meine Familie oder zum Verschenken.

Meine 24-seitigen Notizhefte bestehen aus einer gefalteten Postkarte als Umschlag und 6 Blättern weißem Druckerpapier zum Beschreiben, Bemalen und Bekritzeln. Falls du Lust hast, die Idee aufzugreifen, findest du in meinem Free Tutorial „Kleine Notizhefte nähen“ eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Die von mir vernähten Postkarten stammen von verschiedenen Online-Händlern für Stoffe, Webbänder und Nähzubehör und waren als Give-away meinen Bestellungen beigefügt. Sehr hübsch sehen auch Urlaubspostkarten aus oder Motivpapier, das auf die Größe von Postkarten zugeschnitten wird, wie ich es in meinem Tutorial zeige.

Jetzt fragst du dich sicher, wofür ich die Mini-Notizhefte eigentlich verwende. Oh, für vieles! Ein Heft benutze ich zum Beispiel als Bloggerfreunde-Geburtstagskalender – pro Blatt ein Monat, das passt perfekt!

Eins ist immer in der Innentasche meiner Handtasche verstaut, und eins steckt als Nachschlagewerk in meiner Jeans-Zettelbox. Darin notiere ich mir nerdigen „Bloggerkram“ wie HTML-Codes, Hexadezimal-Codes für Farben, Unicodes für Symbole oder die Namen meine Lieblingsschriften.

Außerdem benutze ich die kleinen Hefte auch sehr, sehr gerne beim Nähen. Da notiere ich mir zum Beispiel Nähmaschineneinstellungen, die sich bewährt haben, Tipps und Tricks oder schreibe stichpunktartig mit, wenn ich gerade ein neues Nähprojekt austüftele. Weil auf meinem Nähtisch nicht viel Platz ist, finde ich diese Mini-Hefte superpraktisch.

Meine Postkarten-Notizhefte schicke ich heute zu Ninas Upcycling-Dienstag, zum Creadienstag und zu Scharlys Kopfkino.

DIY Tutorial | Kleine Notizhefte nähen

Notizhefte, Schreibblöcke, Briefpapier – Mit Papeterie konnte man mich schon als Kind glücklich machen! Ob liniert, kariert oder blanko, hauptsache ein Schreibheft! Heute mag ich kleine, dünne Hefte am liebsten, und wie man solche Hefte ratzifatzi mit der Nähmaschine selbst nähen kann, möchte ich dir gerne Schritt für Schritt in diesem Tutorial zeigen.

Auf die Idee, Notizhefte selbst zu nähen, hat mich vor zwei Jahren mein Schwiegerpapa gebracht. Er hat die liebenswerte Angewohnheit, außer einem Schweizer Taschenmesser auch stets Zettel und Stift bei sich zu tragen – immer griffbereit in der Hemdtasche – für den Fall, dass er mal einen Termin notieren oder einen Gedanken festhalten möchte. Weil ich finde, dass Hefte schicker sind als lose Zettel, habe ich ihm zu Weihnachten 2012 für diesen Zweck kleine Notizhefte in der Größe 10,5  cm x 7,4 cm (➩ Din A7-Format) genäht. Damals nähte ich sie von Hand nach traditioneller Buchbindertechnik, mittlerweile benutze ich dafür ganz gerne die Nähmaschine.

Falls du Bedenken hast, ob man mit der Nähmaschine wirklich Papier nähen kann, keine Sorge, deine Nähmaschine kann das! Mühelos kannst du mit einer Universalnadel 80/12 über mehrere Blätter Papier nähen. Was du sonst noch für dieses kleine DIY-Projekt brauchst, zeige ich dir jetzt. Ich wette, das meiste, wenn nicht gar alles, hast du bereits zuhause.

Du brauchst: eine Schneidematte, ein langes Lineal (z. B. das 60 x 15 cm Omnigrid), ein großes Geodreieck, eine Papierschere, ein Teppichmesser, zwei Holzklammern, eine dünne Nähnadel, Garn, ein Din A4 Tonkarton für den Umschlag und 6 Blätter Din A4 Druckerpapier für die Seiten. Dieses Material reicht für 4 Notizhefte in der Größe 10,5 cm x 7,4 cm mit jeweils 24 Seiten.

(1.) Als erstes schneidest du den Tonkarton in zwei Streifen mit jeweils einer Breite von 10,5 cm.

(2.) Schneide die beiden Streifen nun 14,75 cm breit zu! So erhältst du aus dem Din A4 Tonkarton insgesamt vier Karten in der Größe 10,5 cm x 14,75 cm.

(3). Auf allen vier Karten markierst du nun mit einem  Bleistift die Mitte und ziehst mit Hilfe eines großen Geodreiecks im 90-Grad-Winkel zur Längskante eine zarte Hilfslinie. Hier wird das Notizheft später genäht und zur Hälfte gefaltet. Achtung: Nicht durchschneiden, nur markieren!

(4.) Lege 3 Din A4 Blätter exakt aufeinander und schneide sie genau wie den Tonkarton in zwei lange Streifen mit einer Breite von 10,5 cm!

(5.) Schneide die beiden Streifen nun 14,25 cm breit zu! Lege die drei Blätter auch hier exakt aufeinander und arbeite so genau wie möglich! Es ist wichtig, dass die Blätter 0,5 cm weniger breit zugeschnitten werden als der Umschlag, damit sie nachher nicht überstehen.

(6.) Hier siehst du, was du für 1 Notizheft brauchst: eine Karte in der Größe 10,5 cm x 14,75 cm als Umschlag und 6 Blätter weißes Druckerpapier in der Größe 10,5 cm x 14,25 cm.

(7.) Lege 6 weiße Blätter auf die Seite des Umschlags, die später innen sein soll! Oben und unten liegen die Blätter bündig mit dem Umschlag, links und rechts soll ein Abstand von 0,25 cm zum Umschlag sein. Fixiere Karte und Blätter mit zwei kleinen Holzklammern! Die Holzklammern haben den Vorteil, dass sie keinen Abdruck auf dem Papier hinterlassen.

(8.) Nun drehst du das Ganze auf die rechte Seite um und nähst mit einem normalen Geradstich und der Stichlänge 4,5 Umschlag und Blätter fest. Beginne oben bei etwa 0,5 cm! Die Naht wird nicht verriegelt; du nähst einfach von oben nach unten durch. Die Bleistiftlinie dient dir dabei als Hilfslinie.

(9.) Mit einer dünnen Nähnadel kannst du nun die Oberfäden nach innen ziehen und dort mit den Unterfäden verknoten. Die Fadenenden schneidest du ab.

(10.) Den Umschlag nur noch an der Nahtlinie Ecke auf Ecke sauber falten, und fertig ist dein selbst genähtes Notizheft! Damit es schön flach wird, lege es ein paar Stunden unter einen dicken Bücherstapel!

Sehr hübsch kann es aussehen, wenn du einen farblich passenden Haargummi um dein Notizheft spannst. Schönes Motivpapier gibt es übrigens oft im Pack oder als Block für 3-5 Euro zu kaufen. Den Tonkarton für meine Umschläge habe ich vor einiger Zeit bei Tchibo gekauft. Originell und witzig sehen die Hefte auch aus, wenn du statt Motivpapier bunte Postkarten als Umschläge verwendest. In meinem Blogpost Upcycling | Notizhefte nähen aus Postkarten kannst du dazu ein paar schöne Beispiele sehen.

So, das Weihnachtsgeschenk für meinen Schwiegerpapa ist fertig! Als er vor kurzem beiläufig erwähnte, dass sein Vorrat an Hemdentaschen-Heften langsam zur Neige geht, wusste ich, dass er sich über Nachschub freuen wird. Wenn du noch ein kleines Last-Minute-Weihnachtsgeschenk brauchst, kann ich dir die Notizhefte wärmstens ans Herz legen. Sie sind mit einfachen Mitteln schnell gemacht und ein tolles, sehr individuelles Geschenk.

Viel Spaß beim Nachnähen
wünscht dir

Katharina

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Verlinkt beim Freebie-Freitag von HoT.