Schlagwort: Ordnungshelfer

Born to be wild – Fünf-Fach-Organizer für einen USA-Trip

Daheim herumsitzen können wir noch, wenn wir in Rente sind, haben sich zwei gesagt und einen Flug in die USA gebucht. Im Frühjahr geht’s los – vier Wochen lang durch den Westen Amerikas. Was für ein Abenteuer! Die Reisevorbereitungen laufen schon auf Hochtouren, und da dachte ich mir: „Einen Fünf-Fach-Organizer können die beiden doch sicher gut gebrauchen“. Also setzte ich mich an die Nähmaschine, und herausgekommen ist nicht nur ein schönes Geschenk, sondern auch mein erster Beitrag für den Taschen-Sew-Along 2016 im Januar.

Fünf-Fach-Organizer | Taschen-Sew-Along 2016 - Januar

Gut organisiert ins neue Jahr – Das ist im Januar das Sew-Along-Motto. Besser organisiert als mit einer Fünf-Fach-Tasche kann man ja kaum sein. Alles findet seinen Platz: Reisetagebuch, Pässe, Flugtickets, Hotelreservierungen, Geld, Stifte, Speicherkarten für die Kamera, Flyer, Postkarten und natürlich – ganz wichtig – ein Fettnäpfchenführer für die USA! Ich glaube, im Wilden Westen stehen eine ganze Menge von den Dingern herum.

Fünf-Fach-Organizer für einen USA-Trip | Taschen-Sew-Along 2016

Mein erster Fünf-Fach-Organizer entstand letztes Jahr beim farbenmix-Adventskalendernähen. 14 Tage lang gab es jeden Tag ein Nähhäppchen, und weil die Umsetzung meist nicht länger als ein Viertelstündchen dauerte, bin ich davon ausgegangen, dass die Tasche in Nullkommanix genäht ist. Zwei Stunden, und das Ding ist gegessen! … Öhm, nee! Rechne mal lieber mit einem laaangen Nachmittag.

Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix | Taschen-Sew-Along 2016 - Januar

Die Stoffe waren eigentlich ganz fix ausgesucht. Ich wusste, außen soll es der Tassenstoff von Windham Fabrics sein, den ich 2015 von der Creativa mitgebracht habe. Da ich nicht so viel Lila im Schrank habe, waren die Kombistoffe in dieser Farbe schnell gefunden. Auch bei den grünen wusste ich sofort, was ich möchte. Ein besonders toller Stoff ist der Ship Shape aus der Serie Elizabeth von Tula Pink. Aus dem möchte ich mir unbedingt mal eine große Tasche nähen.

Fünf-Fach-Tasche - geräumiger Organizer für die Reise | Taschen-Sew-Along 2016

Die Aufsatztaschen habe ich mit G 700 verstärkt, die Außenstoffe mit Volumenvlies H 630. Bei den Aufsatztaschen habe ich wieder auf das Webband verzichtet. Stattdessen habe ich auch oben einen Stoffstreifen an den Reißverschluss genäht und abgesteppt. Innen habe ich statt Klett wieder einen Mini-Druckknopf verwendet. Insgesamt also nix anders gemacht als bei meinem ersten Fünf-Fach-Organizer. Warum auch das Rezept ändern, wenn sich’s bewährt hat?

Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix | Taschen-Sew-Along 2016

Ich freue mich, endlich meinen ersten Beitrag zum Taschen-Sew-Along 2016 schicken zu können. Viele von euch waren ja schon sooo fleißig! 53 fantastische Ordnungshelfer wurden schon genäht und verlinkt. Der Wahnsinn! Da kann ja 2016 nichts mehr verloren gehen, so gut organisiert, wie wir ins neue Jahr starten.

Jetzt kann ich auch ein Häkchen hinter den Januar machen! Jippie! Aber ich bin noch nicht fertig. Ich möchte unbedingt noch einen zweiten Ordnungshelfer nähen: eine Sew Together Bag. Nachdem Ulla von Herbstliebe4you meinte, dass die gar nicht so schwer ist, bin ich sehr optimistisch, dass ich dir nächste Woche Fotos davon zeigen kann.

https://www.greenfietsen.de/2016/01/taschen-sew-along-2016-ueberblick/

Jetzt schicke ich den 5-Fach-Organizer natürlich noch zu Handmade on Tuesday, wo heute wieder viele kreative Selbermacher ihr neuestes DIY-Projekt vorstellen.

Auch verlinkt bei DienstagsDinge und TT-Taschen & Täschchen.

Fünf-Fach-Organizer des farbenmix-Adventskalenders 2015… Und jetzt?

Ob du wirklich richtig stehst, siehst du, wenn das Licht angeht! An Tag 8 des Farbenmix-Adventskalenders kam mir die Nähanleitung echt spanisch vor. Die schönen Seiten aufeinander nähen? Häh, echt jetzt? Kein Scherz? … Über meinem Kopf kreisten mehr als drei Fragezeichen.

Auch die anderen Insta-Nähmädels fanden das Ganze höchst ulkig, und so kamen wir zu dem Schluss: „Am besten nicht nach Sinn und Logik fragen, einfach machen, was in der Anleitung steht!“ … Das Vertrauen in Farbenmix ist riesig. Was soll da schon schiefgehen?

Fünf-Fach-Organizer mit Schreibmaschine | farbenmix-Adventskalender 2015

Mehr als einmal habe ich auf Instagram verglichen, wie die Fünffachtasche bei den anderen aussieht und ob ich noch in der Spur bin. Aber voilà… Am 11. Tag wurde das erste Zwillings-Täschchen gewendet, und mir war klar, wohin die Reise geht. Juhu, genau so eine Doppeltasche wollte ich schon lang mal nähen. Mein Vertrauen wurde belohnt, und ich habe nicht bereut, das japanische Stoffschätzchen angeschnitten zu haben.

Fünf-Fach-Organizer mit Schreibmaschine | farbenmix-Adventskalender 2015

Der Fünf-Fach-Organizer ist wirklich raffiniert: Im Grunde sind es zwei flache Taschen, die aneinandergenäht sind. Die Rückseiten dieser flachen Zwillingstaschen bilden ein drittes Fach in der Mitte, das mit einem Klettverschluss oder einem Druckknopf verschlossen werden kann. Ich habe mich für einen kleinen Metall-Druckknopf entschieden, weil ich die im Moment am liebsten mag. Mit einem Reißverschluss kann die ganze Tasche geschlossen werden. Die Fächer 4 und 5 sind Aufsatztaschen außen.

Fünf-Fach-Organizer | farbenmix-Adventskalender 2015

Theoretisch könntest du noch viel mehr Fächer einbauen: schmal abgenähte Fächer für Stifte, zwei unterteilte Einschubfächer für Handy und Powerbank oder ein geheimes Geldfach. Hach, ich liebe solche Organizer! Ich könnte direkt den nächsten nähen. Dadurch, dass so viele Stoffe, Webbänder, Aufnäher, Stickereien und Reißverschlüsse kombiniert werden können, sind die kreativen Möglichkeiten unendlich. Einen Eindruck von der Vielfalt des Fünf-Fach-Organizers kannst du in dieser Galerie bei Farbenmix gewinnen.

Fünf-Fach-Organizer mit Schreibmaschine | farbenmix-Adventskalender 2015

Es war spannend und aufregend, häppchenweise einer Nähanleitung zu folgen, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, was da am Ende bei rauskommt. In unserem Alltag, wo vieles bis ins Kleinste ge-plant und ver-plant ist, wo Überraschungen so selten geworden sind, war es schön, mal nicht genau zu wissen, was morgen kommt. Vielen Dank, liebe Sabine & liebes Farbenmix-Team für dieses große Vergnügen! Ich liebe meinen Schreibmaschinen-Nilpferd-Organizer jetzt schon heiß und innig und werde mich immer an den tollen Adventskalender und das gemeinsame Nähen erinnern.

Fünf-Fach-Organizer mit Nilpferden| farbenmix-Adventskalender 2015

Verlinkt bei Handmade on Tuesday, TT – Taschen & Täschchen und Farbenmix.

Und so nahm meine Fünf-Fach-Tasche von Tag zu Tag Form an. Eine Instagram-Fotostory:

Work in progress: Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix Tag 1 + 2

Soll ich oder soll ich nicht das Schreibmaschinen-Stoffschätzchen anschneiden? Ach was soll’s, ich mach’s!

Work in progress: Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix Tag 3 + 4

Die Stoffe für die Aufsatztaschen habe ich mit G 700 verstärkt, die Außenstoffe mit H 630. Perfekt, finde ich.

Work in progress: Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix Tag 5-7

Zu den japanischen Schreibmaschinen und Nilpferden habe ich einen roten Kirschblütenstoff ausgesucht.

Work in progress: Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix Tag 8 + 9

Tag 8 und 9. Kann das so richtig sein? Jawoll! Denn hier entsteht das Fach zwischen den Zwillingstaschen.

Work in progress: Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix Tag 10 + 11

Die erste Zwillingstasche schlüpft aus dem Wendeloch und jetzt ist klar, wie’s weitergeht.

Work in progress: Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix Tag 12

Hat was von ’ner Maultasche! Und da erblickt auch schon das zweite Zwillingstäschchen das Licht der Welt.

Work in progress: Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix Tag 13 + 14

Zipper aufziehen, Reißverschluss-Endstück annähen, fertig! … Und jetzt?… Schon vorbei?

Die Fünf-Fach-Tasche – immer wieder gern genäht:

from trash to blog | Zettelbox aus alten Jeans

„Schepp ist englisch, und englisch ist modern!“, war der aufmunternde Kommentar von Mr. Greenfietsen, als ich ihm meine frisch geschlüpfte Zettelbox aus alten Jeanshosen zeigte. Mann, Mann, Mann!… Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ein krummes Ding genäht habe. Aber soll ich euch mal was sagen? Da pfeif‘ ich drauf! Das krumme Ding ist nämlich superpraktisch! Was da alles reinpasst! Papiere, Quittungen, Ratzefummel, Schere, USB-Stick, Büroklammer, Kamera-Speicherkarten, Notizblöcke und all der kleine Krimskrams, der gerne mal lose auf dem Schreibtisch herumfliegt, hat jetzt endlich einen Platz bekommen. Halleluja!

„Ordnen und Organisieren“ ist das Thema der dritten Runde von from trash to blog und dies mein Beitrag. Die wunderbare Upcycling-Blogaktion, die sich Christiane und Ariane letztes Jahr ausgedacht haben, hat bei mir immer ein wenig – wie soll ich sagen? – Experimentalcharakter! Nicht alles klappt in der Praxis, was man schon fix und fertig und bildschön vor seinem geistigen Auge sieht. Aber was soll’s!? … Gerade das Tüfteln, Herumprobieren und Basteln mit Dingen und Materialien, die ausgemistet wurden und eigentlich reif für die Tonne waren, macht ja den Spaß an der Sache aus. Und am Loop-Schal aus T-Shirts und den lustigen Fadenmäusen sieht man ja, dass es auch gutgehen kann.

Wenn ich’s auch nicht wirklich zum Nachmachen empfehlen kann, erzähle ich euch gerne, wie ich meinen windschiefen Bürohelfer genäht habe. Zunächst habe ich beherzt in meinen Stapel alter Jeanshosen gegriffen und mir ein paar schöne Gesäß- und Vordertaschen ausgesucht. An allen vier Seiten wollte ich Taschen und Fächer haben, in die ich meinen Krimskrams hineinstecken kann. Für das Innenleben hat sich eine alte, ausrangierte Bluse angeboten, von der ich solche Teile verwendet habe, die sich als Innentäschchen eigneten, zum Beispiel die Ärmelmanschette.

Soweit so gut! Ihr fragt euch jetzt sicher, wo denn eigentlich das Problem war. Tja, das Problem waren am Ende die rechteckigen Pappstücke, die ich mit hineingenäht habe, um die Wände zu stabilisieren und um aus dem eher runden Utensilo eine eckige Box zu machen. Dass ich das Ding gewendet bekäme, hatte ich mir ja von vornherein abgeschminkt, deshalb mein Plan, Schrägband zu verwenden. Das gepunktete Band war von meinem Jeans-Organizer übrig und sollte endlich einen glanzvollen Auftritt bekommen. … Habt ihr schon mal versucht, was Starres, Eckiges über die Nähmaschine zu ziehen? Pff, geht nicht! Wenn man an den Ecken angelangt ist, legt sich die Box leider nicht flach auf die Nähplatte, sondern kämpft widerspenstig um ihre Form, in die man sie ja vorher mit den stabilen Pappstücken gezwungen hat. Jaaa, da hätte man durchaus auch im Vorfeld drauf kommen können, wenn man das Ganze mal gründlich durchdacht hätte. Aber im Schachspielen war ich noch nie gut, und manchmal geht Probieren eben über Studieren.

Heute ist leider schon der letzte Tag unserer gemeinsamen Aktion „from trash to blog“. Zehn Bloggerinnen haben eine Woche lang ihre Upcycling-Projekte zum Thema „Ordnen und Organisieren“ vorgestellt. Daniela von Green Bird und ich bilden sozusagen den „grünen“ Abschluss. Für alle, die Lust auf einen kleinen Ideenspaziergang haben, hier noch einmal die fantastischen Projekte und Links der anderen Mädels:

Fredi – Kassetten-Regal wird Stoffreste-Lager
Christiane – Schublade wird Wandregal
Leni – Der Krimskrams-Vorhang
Aileen – Vom Eierkarton zum Utensilo
Ariane – Schmuckaufhängung
Nicole – Individuelle Ordnungshelfer für’s Kinderzimmer
Gute Güte – Topfuntersetzer aus Korken
Celine – Box Organization + Tassel Garland

Update 2025: Leider musste ich hier einige Links entfernen, weil die Blogs nicht mehr exisitieren oder die Beiträge offline sind.

Da meine Woche sehr ereignisreich war und heute ein Geburtstag und ein schöner Ausflug anstehen, werde ich erst nächste Woche dazu kommen, mich in Ruhe durch die Posts meiner Upcycling-Kolleginnen zu klicken… Aber darauf freue ich mich jetzt schon ganz besonders.

Danke, Christiane und Ariane, dass ich auch bei der dritten Auflage wieder dabei sein durfte. Es hat wie immer super viel Spaß gemacht! Meine Zettelbox verlinke ich heute bei Sewing SaSu und Scharlys Kopfkino.

Witzige Tetraeder-Täschchen zum Verschenken

Ich nähe es immer wieder gerne, das Stiftemäppchen in Tetraederform nach der Anleitung von Pattydoo. Form und Machart finde ich einfach faszinierend. Diesmal habe ich ein bisschen mit den Maßen gespielt und kleine, kompakte Täschchen kreiert, die schnell genäht sind und sich wunderbar zum Verschenken eignen. Ob ein Schnuller für die ganz Kleinen, ein Tütchen bunte Gummibärchen, eine kleine Tierfigur, Murmeln oder ein Geldgeschenk – Viele Schätze lassen sich in den süßen Taschen verstecken.

Aber ich muss euch warnen: Die Taschen sind so fix genäht, dass sie ordentlich Suchtpotenzial mitbringen! Hat man eins fertig, möchte man unbedingt wissen, wie ein anderes Stoffschätzchen in Tetreaederform wirken würde. Hätten wir gestern nicht Karten für ein Wyclef-Jean-Konzert gehabt, würde ich heute wahrscheinlich immer noch an meiner Nähmaschine sitzen und meine liebsten Lieblingsstoffe mit verschiedenen Schlaufen, Reißverschlüssen, Zippern und Anhängern kombinieren anstatt zu „Hips don’t lie“ zu tanzen.

Vorteil meiner Massenproduktion

Dass ich meine Nähtechnik mit jedem Stück verbessern konnte und am Ende einen nahezu perfekt eingenähten Reißverschluss hatte. Das Täschchen aus dem „Fly Mini-Hex“ ist in dieser Hinsicht mein Meisterwerk. Man sieht es zwar auf dem Foto nicht so gut, weil ich es von der Seite fotografiert habe, aber da ist auf beiden Seiten der Abstand zur Raupe ziemlich der gleiche, was mir sehr gefällt. Ich verrate euch auch meinen simplen Trick. Jaa, da muss man erst mal drauf kommen: Ich nehme Endlos-Reißverschluss und lass ihn auf beiden Seiten einfach 2-3 cm länger. Beim Annähen schiebe ich den Zipper in diesen Bereich und er ist mir aus dem Weg. Denn immer wenn ich beim Nähen am Zipper angekommen war und den Stoff drehen musste, um den Zipper hochzuschieben, ist mir irgendwie der Reißverschluss verrutscht und hinterher hatte ich eine kleine Beule reingenäht. Ja, ich weiß… Ist nicht schlimm, Perfektionismus ist doof, aber sowas MUSS doch nicht sein! … Zweiter Tipp noch hinterher: An den Reißverschlussenden einmal vor- und zurücknähen, damit man den Zipper nicht voller Elan komplett herausschiebt. Auch so eine Erfahrung. Falls euch die Maße noch interessieren: Für das Täschchen aus dem „Fly Mini-Hex“ habe ich Stoffe im Format 22 x 11 cm genommen. Die Dreiecke haben dann eine Seitenlänge von etwa 10 cm, was eine sehr putzige Größe ist.

Nachteil meiner Massenproduktion

Dass ich jetzt total überarbeitet und urlaubsreif bin. *hust* … Nein, im Ernst, die nächsten zwei Wochen wird es hier auf meinem Blog und in allen anderen sozialen Medien, in denen ich mich so tummle, ruhiger werden, denn Mr. Greenfietsen und ich haben Urlaub! Juhuu! Wir haben eine Menge geplant, unter anderem werden wir ein paar Tage wegfahren, lieber Besuch hat sich angesagt, wir freuen uns auf Verbredungen… Ja, da wird keine Zeit für’s Nähen und Bloggen bleiben. Aber Anfang September bin ich wieder da. Ich freue mich schon!

Bis dahin,
habt eine schöne Zeit!

Und wenn euch langweilig ist: Legt eine Wyclef-Jean-CD auf und näht doch einfach mal ein paar Tetraeder-Täschchen! *zwinker* … Hat man heutzutage überhaupt noch CDs?

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PS: Lustigerweise wende ich meinen Nähtrick bei Kosmetik- und anderen Taschen schon lange an, nur bei diesen Tetraeder-Täschchen hat es eine Weile gedauert, bis ich mich von Pattydoos Tutorial gelöst habe. Fazit: Selber Mitdenken und nicht immer sklavisch nach Anleitung Arbeiten ist empfehlenswert!

Windeltasche für Weltmeisterkinder

Aus aktuellem Anlass möchte ich euch heute eine Geschenkidee vorstellen, die in 9 Monaten sicher der Renner sein wird: eine Windeltasche! Oder ist das etwa Humbug, dass nach dem Sieg einer Fußball-Weltmeisterschaft besonders viele Babys auf die Welt kommen? Ich hab‘ da mal so was gehört.

Das Kind, das mit dem Inhalt dieser Windeltasche saubergemacht und gepflegt werden soll, wurde bereits vor einigen Tagen geboren, hat die Weltmeisterschaft also schon selbst miterlebt. Von meiner Freundin, seiner Tante, erhielt ich den Auftrag dafür, und aus einer Auswahl verschiedener Designs entschied sie sich stilsicher für den türkisen Fly Feather – ein Stoff, der sich traumschön mit anderen kombinieren lässt. Hier mit den Happy Polka Dots, Full Moon Lagoon Bubbles, Riley-Blake-Chevron und petrolfarbenem Uni.

Die Aufteilung sollte so sein, dass locker 3-4 Windeln, eine Wickelunterlage, eine Packung Feuchttücher, Wegwerftütchen für die Stinkbomben sowie Pflegeprodukte für den wunden Babyhintern Platz finden. Ich hatte das alles nun gerade nicht zuhause und musste deshalb ein wenig mit Dingen aus unserem Bad improvisieren. Stört euch also bitte nicht daran, dass in der Tasche als Platzhalter eine Tube Fußpeeling und Sonnencreme stecken! Die Marken haben übrigens nichts zu sagen. Ich  mache hier keine Werbung und empfehle keine Produkte! Schon gar nicht rate ich dazu, wunde Hinterteile mit schleifpapierartigem Fußpeeling zu behandeln.

Damit die Tuben nicht aus den Einsteckfächern rutschen, habe ich ein Stück türkisfarbenes Knopfloch-Gummiband über die Seitentasche genäht. Eine tolle Erfindung, dieses Band! Hübsch schimmernde Zierknöpfe in Orange, Türkis und Pink verdecken die Nähte und sind ein besonderer Hingucker. Was in den insgesamt sieben Fächern keinen Platz findet, kann im Reißverschlusstäschchen auf der Rückseite verstaut werden. Hier habe ich mich an meine Taschenspieler-Clutch erinnert und das RV-Täschchen genauso angenäht. Auf dem Foto ganz oben zu sehen!

Verschlossen wird die Windeltasche mit einem Klettverschluss. Falls euch die Maße interessieren: Zugeklappt misst die Tasche 19 x 30 cm, aufgeklappt 38 x 30 cm. Sie ist also eher im XL-Format und kann dadurch auch noch benutzt werden, wenn das Baby schon 1-2 Jahre alt ist und die Windeln enstprechend größer sind. Eins ist klar: So eine Windeltasche ist eines der schönsten und praktischsten Geschenke, das man frischgebackenen Eltern zur Geburt machen kann, und das Entwerfen und Nähen macht wirklich viel Spaß – besonders mit solch schönen Stoffen!

Nach dem Fotoshooting fiel mir auf, dass ich ja anstatt BABY auch den Namen des Kindes hätte auffädeln können. Das wurde natürlich flugs ersetzt. Ja, und nun freue ich mich, dass ich seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder beim Creadienstag dabei sein kann und schicke das Windeltäschchen auch zum Kiddikram. Was die Weltmeisterkinder angeht, hilft wohl nur eins: Abwarten und Tee trinken!

Buchhülle für Pixi-Bücher als Versöhnungsgeschenk

Erinnert ihr euch noch an das kleine Mädchen mit dem rosa Täschi? Das Mädchen, dem Mr. Greenfietsen die Pommes vom Teller geklaut hat? Ja, klar erinnert ihr euch noch. Warum sonst bekam ich wohl in der Vorweihnachtszeit zweimal Bloggerpost, in der nicht nur liebe Geschenke für mich, sondern auch Naschereien für Mr. Greenfietsen drin waren? Damit die Kleine den Vorfall aus ihrem Elefantengedächtnis streicht und ihren Argwohn gegen den ansonsten sehr liebenswerten Mr. Greenfietsen ablegt, haben wir ihr zur Versöhnung eine Buchhülle für Pixi-Bücher zu Weihnachten geschenkt.

Genäht nach dem Ebook „Paula Pixi“, an dem mir besonders gut gefällt, dass es keine außen sichtbare Wendeöffnung gibt. Es ist ja oft schwer, Wendeöffnungen bei Buchhüllen so zu schließen, dass sie nachher nicht auffallen. Besser, wenn sich die Wendeöffnung im Inneren versteckt – so wie hier zwischen den Stofflagen einer Einschubtasche. Man sieht sie nur, wenn man auf einer Seite die Pixi-Bücher ausräumt und ins Innere der Tasche lunzt.

Die Riley-Blake-Stoffe gehören zu meinen Lieblingen, ebenso wie die Pixi-Bücher, die hier probehalber in der Hülle stecken. … Ja, mit „Pieps, der Wellensittich“ und „Klip-Klap und die Tiere“ bin ich damals in den 80ern aufgewachsen. Unglaublich, wie lange es die kleinen Pixis schon gibt!

So, nun nichts wie ab damit zum Creadienstag! Bevor ich hier noch sentimental werde und anfange, gemeinsam mit Pieps, Teddy und den anderen in Kindheitserinnerungen zu schwelgen.