„Morgen… bin ich wieder dabei. Morgen… sind die Ausreden vorbei. Morgen… weil ich heut‘ nicht kann. Morgen… fang‘ ich von vorne an. Morgen… nehm‘ ich mein Leben in die Hand. Morgen… aber dann richtig, Mann! Morgen… Wenn nicht morgen? Wann denn dann?…“
Kennt ihr diesen Song von Chima? Ich höre ihn immer wieder gerne und denke mir: Jaa, genauso ist es! Morgen, am Montag, im nächsten Jahr, spätestens ab dem 1. Januar wollen wir alles besser machen. Wir wollen glücklicher werden, sportlicher, schlanker, produktiver, erfolgreicher, gelassener und mehr Zeit haben für alles, was uns wichtig ist. Der Anfang ist magisch und soll uns dabei helfen, all unsere Ziele, Wünsche und Träume leichter zu verwirklichen. Es scheint, wir lieben den Neuanfang und brauchen ihn.
Dabei ist ja eigentlich jeder Tag ein Neubeginn, und deshalb habe ich zum neuen Jahr auch keine guten Vorsätze im klassischen Sinne gefasst. Ich hab‘ keine Liste mit abhakbaren To-dos am Kühlschrank hängen. Meine Weihnachtspfunde purzeln eh beim Fahrradfahren, geraucht habe ich noch nie, ich bin eigentlich ziemlich glücklich mit meinem Leben und dem Weg, den ich eingeschlagen habe. Aber etwas habe ich mir doch vorgenommen, denn natürlich läuft bei mir auch nicht immer alles rund und manches könnte besser gehen. Auf meinem kleinen, imaginären Aufgabenzettel steht:
Loslassen, wenn ich mich mal wieder leidenschaftlich in eine Sache verbissen habe. Pläne fallen lassen, wenn es zu viele werden. Gedanken zurückholen, wenn sie vom Augenblick abschweifen. Im richtigen Moment abschalten und vom Karussell abspringen. Ein besseres Gleichgewicht finden. Die Hand öffnen und loslassen. So wie diesen Post, der bestimmt viel besser sein könnte, aber jetzt flugs zur Sammlung der short stories geschickt wird. Habt ein schönes Wochenende!












