Instagram-Rückblick | Mein Dezember

Dezember – Fast schon Schnee von gestern, aber gerade noch Zeit genug, um den Wintermonat Revue passieren zu lassen. Meine Instagram-Schnappschüsse geben euch einen kleinen Einblick, was bei mir in den letzten 31 Tagen so los war.

Die Weihnachtswerkstatt brummt: Tetraeder-Taschen schlüpfen am laufenden Band, ein dutzend Schlüsselbänder entsteht, und so manches Einzelstück gefällt mir so gut, dass ich es am liebsten behalten würde. Einfach zu niedlich, die Pinguine!

Außer Spesen nix gewesen! Was ich für den Weihnachtsmarkt produziere, nehme ich fast komplett wieder mit nach Hause. Nach dem Auftauen meiner kalten Füße in der heißen Wanne reflektiere ich meine Erfahrungen in Mein erster Markt – Was ist schief gelaufen? und bekomme ein überwältigendes, herzerwärmendes Feedback von euch. Mit neuem Motivationsschub stelle ich die übrig gebliebenen Marktwaren in stundenlanger Arbeit in meinen DaWanda-Shop ein.

Schon häufig getragen, aber noch nicht verbloggt: mein Knöpfchen-Loop mit Sternchen nach der tollen Nähanleitung von Andrea, besser bekannt als Fräulein An.

„Driving home for Christmas“ singt Chris Rea am dunklen Dezembermorgen und versetzt mich in Weihnachtsstimmung. Juhuu, endlich kommt „Der Hobbit – Teil 3“ ins Kino! Wir genießen den Kinoabend und sind beruhigt, dass… Achtung, Spoiler-Alarm!… dass Smaug und Orks in die Wüste geschickt wurden und Bilbo wieder gesund und munter ins Auenland zurückkehren konnte. Dass Bilbo übrigens eine Zweitkarriere als John Watson gestartet hat, habe ich erst durch meine Dezember-Serienentdeckung Sherlock erfahren.

Tolle Postkarten und wunderbare Weihnachtsgeschenke erreichen mich aus der Bloggerwelt. Ich bin ganz entzückt über Fuchs-Strümpfe, Fahrrad-Plätzchen, Schoko-Scrabble, Stoffbilder und viele andere liebe Aufmerksamkeiten. Herzlichen Dank, Katja, Gesine, Frauke, Marlies, Betty, Rebecca, Tini, Sabine, Ina, Steffi, Christiane, Martina, Ines, Helga und Annette! Bitte verzeiht, dass es bei mir in diesem Jahr nur zu Weihnachtsgrüßen per E-Mail gereicht hat.

Warum kommt Weihnachten auch immer so plötzlich? Bevor ich anfange, Weihnachtsgeschenke für meine Familie zu nähen, schaffe ich es gerade so, zwei lieben Bloggerfreundinnen mit Fiets-Minitäschchen eine Freude zu machen. Für die Schwiegermama entsteht ein Kameraband, für mein Papa ein Zwergen-Kissen. Beides und andere selbst genähte Weihnachtsgeschenke zeige ich euch demnächst noch einmal genauer hier auf dem Blog.

Sara.oe lädt mich auf Instagram zur #blackandwhitechallenge ein, und ich merke mal wieder: Mit Bunt fühle ich mich wohler. Inspiriert von Pamela bringe ich mit meiner Knopfsammlung zum Ausdruck, was für mich selbstverständlich ist: Vielfalt und Toleranz statt Rassismus und Diskriminierung! Pegida? Brauch‘ ich nicht!

Zwischen den Jahren nähe ich meinen 365-Tage-Quilt fertig. Vier Tage lang quilte und nähe ich, bis der Arzt kommt. Aber es lohnt sich. Überglücklich und zufrieden kuschele ich mich am 30.12. das erste Mal unter meine bunte Decke.

Ich nähe für meinen Schwiegerpapa Notizhefte zu Weihnachten und entscheide spontan, ein kleines Tutorial daraus zu machen. Dass meine Nähanleitung so gut bei euch ankommt, freut mich riesig… auch, dass ich bei Bloglovin‘ die 500. Followerin begrüßen durfte. Wow! Es war ein fantastisches Bloggerjahr!!! DANKE, dass ihr so regelmäßig hier zu Besuch wart! DANKE für euer Interesse, eure Unterstützung und Freundschaft! Ich wünsche euch einen guten Rutsch in ein tolles, gesundes Jahr 2015 mit viel Zeit für Familie und Freunde und ganz viel Muße zum Kreativsein, Bloggen, Fahrradfahren oder was sonst euer Herz zum Hüpfen bringt.

365-Tage-Quilt – der Zieleinlauf

Kneif mich mal einer! Ich kann es selbst noch nicht fassen. Wie eine Marathonläuferin habe ich mich kurz vor Schluss noch über die Ziellinie geschleppt – mit schweren Beinen und letzter Kraft. Meine lieben Mitläuferinnen Katherina, Gesine, Marlies, Christiane und viele andere sitzen schon längst vergnügt zusammen, trinken Limonade, quatschen und planen bereits den nächsten Quilt. Stimmt’s oder hab ich recht, Mädels? Aber nun bin ich auch endlich angekommen – erschöpft und überglücklich! Mein bisher größtes, aufwendigstes Nähprojekt, das mich ein Jahr lang begleitet hat, ist endlich fertig.

Nach 16 Stunden Quilten, Fäden-Vernähen und Binding von Hand Annähen hab‘ ich jetzt allerdings keine Spucke mehr zum Erzählen. Aber ich verspreche hoch und heilig: Das wird im neuen Jahr nachgeholt. Mit vielen schönen Fotos und einem ausführlichen Bericht zeige ich euch dann, wie mein 365-Tage-Quilt entstanden ist, verrate euch, welche Nähtechniken sich für mich bewährt haben, was ich gelernt habe, warum ich Pläne umgeworfen habe und was ich beim nächsten Quilt anders machen werde. Denn JA, einen nächsten Quilt wird es auf jeden Fall geben.

Aber bevor ich mich wieder an die Nähmaschine setze, verlinke ich meinen Blogpost beim letzten Creadienstag des Jahres und ruhe mich erst mal ein bisschen aus, eingekuschelt in meine tolle, bunte Decke… gleich nachdem ich den Sprühkleber vom Boden gewischt und die 10.000 Fäden und Flusen im ganzen Haus aufgesaugt habe. Macht’s euch auch schön am vorletzten Tag des Jahres! Ganz liebe Grüße!

Upcycling | Notizhefte nähen aus Postkarten

Hast du wie ich eine riesengroße Sammlung an Postkarten, aber kommst mit dem Schreiben und Verschicken gar nicht hinterher? Man findet sie ja mittlerweile überall – im Paket zusammen mit der Stoffbestellung, in Cafés, Restaurants, auf Messen, Vorträgen oder anderen Veranstaltungen: Toll gemachte Werbepostkarten!

Ich liebe die bunten, witzigen Gratis-Postkarten und habe eine ganz besondere Verwendung dafür gefunden. Ich nähe kleine, schnuckelige Notizhefte im Format Din A7 (74 x 105 mm) daraus – für mich, für meine Familie oder zum Verschenken.

Meine 24-seitigen Notizhefte bestehen aus einer gefalteten Postkarte als Umschlag und 6 Blättern weißem Druckerpapier zum Beschreiben, Bemalen und Bekritzeln. Falls du Lust hast, die Idee aufzugreifen, findest du in meinem Free Tutorial „Kleine Notizhefte nähen“ eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Die von mir vernähten Postkarten stammen von verschiedenen Online-Händlern für Stoffe, Webbänder und Nähzubehör und waren als Give-away meinen Bestellungen beigefügt. Sehr hübsch sehen auch Urlaubspostkarten aus oder Motivpapier, das auf die Größe von Postkarten zugeschnitten wird, wie ich es in meinem Tutorial zeige.

Jetzt fragst du dich sicher, wofür ich die Mini-Notizhefte eigentlich verwende. Oh, für vieles! Ein Heft benutze ich zum Beispiel als Bloggerfreunde-Geburtstagskalender – pro Blatt ein Monat, das passt perfekt!

Eins ist immer in der Innentasche meiner Handtasche verstaut, und eins steckt als Nachschlagewerk in meiner Jeans-Zettelbox. Darin notiere ich mir nerdigen „Bloggerkram“ wie HTML-Codes, Hexadezimal-Codes für Farben, Unicodes für Symbole oder die Namen meine Lieblingsschriften.

Außerdem benutze ich die kleinen Hefte auch sehr, sehr gerne beim Nähen. Da notiere ich mir zum Beispiel Nähmaschineneinstellungen, die sich bewährt haben, Tipps und Tricks oder schreibe stichpunktartig mit, wenn ich gerade ein neues Nähprojekt austüftele. Weil auf meinem Nähtisch nicht viel Platz ist, finde ich diese Mini-Hefte superpraktisch.

Meine Postkarten-Notizhefte schicke ich heute zu Ninas Upcycling-Dienstag, zum Creadienstag und zu Scharlys Kopfkino.

DIY Tutorial | Kleine Notizhefte nähen

Notizhefte, Schreibblöcke, Briefpapier – Mit Papeterie konnte man mich schon als Kind glücklich machen! Ob liniert, kariert oder blanko, hauptsache ein Schreibheft! Heute mag ich kleine, dünne Hefte am liebsten, und wie man solche Hefte ratzifatzi mit der Nähmaschine selbst nähen kann, möchte ich dir gerne Schritt für Schritt in diesem Tutorial zeigen.

Auf die Idee, Notizhefte selbst zu nähen, hat mich vor zwei Jahren mein Schwiegerpapa gebracht. Er hat die liebenswerte Angewohnheit, außer einem Schweizer Taschenmesser auch stets Zettel und Stift bei sich zu tragen – immer griffbereit in der Hemdtasche – für den Fall, dass er mal einen Termin notieren oder einen Gedanken festhalten möchte. Weil ich finde, dass Hefte schicker sind als lose Zettel, habe ich ihm zu Weihnachten 2012 für diesen Zweck kleine Notizhefte in der Größe 10,5  cm x 7,4 cm (➩ Din A7-Format) genäht. Damals nähte ich sie von Hand nach traditioneller Buchbindertechnik, mittlerweile benutze ich dafür ganz gerne die Nähmaschine.

Ja, du kannst mit der Nähmaschine über Papier nähen.

Falls du Bedenken hast, ob man mit der Nähmaschine wirklich Papier nähen kann, keine Sorge, deine Nähmaschine kann das! Mühelos kannst du mit einer Universalnadel 80/12 über mehrere Blätter Papier nähen. Was du sonst noch für dieses kleine DIY-Projekt brauchst, zeige ich dir jetzt. Ich wette, das meiste, wenn nicht gar alles, hast du bereits zuhause.

Was du alles brauchst:

Du brauchst: eine Schneidematte, ein langes Lineal (z. B. das 60 x 15 cm Omnigrid), ein großes Geodreieck, eine Papierschere, ein Teppichmesser, zwei Holzklammern, eine dünne Nähnadel, Garn, ein Din A4 Tonkarton für den Umschlag und 6 Blätter Din A4 Druckerpapier für die Seiten. Dieses Material reicht für 4 Notizhefte in der Größe 10,5 cm x 7,4 cm mit jeweils 24 Seiten.

(1.) Als erstes schneidest du den Tonkarton in zwei Streifen mit jeweils einer Breite von 10,5 cm.

(2.) Schneide die beiden Streifen nun 14,75 cm breit zu! So erhältst du aus dem Din A4 Tonkarton insgesamt vier Karten in der Größe 10,5 cm x 14,75 cm.

(3). Auf allen vier Karten markierst du nun mit einem  Bleistift die Mitte und ziehst mit Hilfe eines großen Geodreiecks im 90-Grad-Winkel zur Längskante eine zarte Hilfslinie. Hier wird das Notizheft später genäht und zur Hälfte gefaltet. Achtung: Nicht durchschneiden, nur markieren!

(4.) Lege 3 Din A4 Blätter exakt aufeinander und schneide sie genau wie den Tonkarton in zwei lange Streifen mit einer Breite von 10,5 cm!

(5.) Schneide die beiden Streifen nun 14,25 cm breit zu! Lege die drei Blätter auch hier exakt aufeinander und arbeite so genau wie möglich! Es ist wichtig, dass die Blätter 0,5 cm weniger breit zugeschnitten werden als der Umschlag, damit sie nachher nicht überstehen.

(6.) Hier siehst du, was du für 1 Notizheft brauchst: eine Karte in der Größe 10,5 cm x 14,75 cm als Umschlag und 6 Blätter weißes Druckerpapier in der Größe 10,5 cm x 14,25 cm.

Alle Papiere zugeschnitten? – Dann geht’s jetzt an die Nähmaschine.

(7.) Lege 6 weiße Blätter auf die Seite des Umschlags, die später innen sein soll! Oben und unten liegen die Blätter bündig mit dem Umschlag, links und rechts soll ein Abstand von 0,25 cm zum Umschlag sein. Fixiere Karte und Blätter mit zwei kleinen Holzklammern! Die Holzklammern haben den Vorteil, dass sie keinen Abdruck auf dem Papier hinterlassen.

(8.) Nun drehst du das Ganze auf die rechte Seite um und nähst mit einem normalen Geradstich und der Stichlänge 4,5 Umschlag und Blätter fest. Beginne oben bei etwa 0,5 cm! Die Naht wird nicht verriegelt; du nähst einfach von oben nach unten durch. Die Bleistiftlinie dient dir dabei als Hilfslinie.

(9.) Mit einer dünnen Nähnadel kannst du nun die Oberfäden nach innen ziehen und dort mit den Unterfäden verknoten. Die Fadenenden schneidest du ab.

(10.) Den Umschlag nur noch an der Nahtlinie Ecke auf Ecke sauber falten, und fertig ist dein selbst genähtes Notizheft! Damit es schön flach wird, lege es ein paar Stunden unter einen dicken Bücherstapel!

Tipps & Ideen:

Sehr hübsch kann es aussehen, wenn du einen farblich passenden Haargummi um dein Notizheft spannst. Schönes Motivpapier (ca. 270 g/m²) gibt es übrigens oft im Pack oder als Block für 3-5 Euro zu kaufen.

Den Tonkarton für meine Umschläge habe ich vor einiger Zeit bei Tchibo gekauft. Originell und witzig sehen die Hefte auch aus, wenn du statt Motivpapier bunte Postkarten als Umschläge verwendest. In meinem Blogpost Upcycling | Notizhefte nähen aus Postkarten kannst du ein paar schöne Beispiele sehen.

So, das Weihnachtsgeschenk für meinen Schwiegerpapa ist fertig! Als er vor kurzem beiläufig erwähnte, dass sein Vorrat an Hemdentaschen-Heften langsam zur Neige geht, wusste ich, dass er sich über Nachschub freuen wird. Wenn du noch ein kleines Last-Minute-Weihnachtsgeschenk brauchst, kann ich dir die Notizhefte wärmstens ans Herz legen. Sie sind mit einfachen Mitteln schnell gemacht und ein tolles, sehr individuelles Geschenk.

Viel Spaß beim Nachnähen
wünscht dir

Katharina

Danke, dass ihr da seid !

Einfach unglaublich, wie viele Kommentare ihr mir am Dienstag zu meinem Post Mein erster Markt – Was ist schiefgelaufen? hinterlassen habt! Vielen, vielen Dank für eure aufmunternden Trostknuddler und euer Feedback! Ihr seid wunderbar! Danke, dass ihr so offen über eure eigenen Erfahrungen mit Märkten berichtet habt. Ich fand das sehr, sehr spannend, habe eure Kommentare und Meinungen geradezu verschlungen und bin immer noch dabei, auf jeden Kommentar eine Antwort zu schreiben.

Dieser Austausch mit euch bedeutet mir unheimlich viel und bringt mich immer wieder auf viele neue Gedanken und Ideen, genau wie das Lesen eurer tollen Blogs! Zu meinem Bedauern schaffe ich es aber oft nicht, nach dem Lesen auch einen Kommentar zu hinterlassen. Zu viele Blogs verfolge ich mittlerweile, zu viele Kontakte sind entstanden. Versteht mich nicht falsch! Jeder einzelne Kontakt ist eine wunderbare Bereicherung meines Lebens, keinen möchte ich missen, aber alle Kontakte jederzeit intensiv zu pflegen, fällt mir sehr schwer. Manchmal schaue ich ein bisschen wehmütig zu meinen Bloggeranfängen zurück. Da scheint doch auch für diesen Aspekt des Bloggens mehr Zeit gewesen zu sein. Aber da hatte ich auch noch keinen DaWanda-Shop, ich habe keine Märkte vorbereitet und noch keine E-Books geschrieben.

Was ich sagen will: DANKE, dass ihr 2014 so regelmäßig bei mir vorbeigeschaut habt, dass ihr meine Blogartikel lest und mir immer wieder so unglaublich liebe und inspirierende Kommentare hinterlasst! Danke für eure Aufmunterung, immer dann, wenn ich sie so gut gebrauchen kann. Ohne eure motivierenden Worte hätte es sicher länger gedauert, bis ich meine übrig gebliebenen Marktwaren in meinen Shop einstelle. Da war nämlich ehrlich gesagt ein bisschen die Luft raus. Kaum hatte ich angefangen, die Utensilos online zu stellen, waren auch schon zwei Stück verkauft, und zwar an die liebe Betty {embelesada}. Danke, Betty-Fuchs für deine Unterstützung und die lieben Worte!!! Du bist ein Schatz!

Ich wünsche euch ein wunderbares drittes Adventswochenende mit viel Zeit für alles, was euch wichtig ist.

Die ersten Produkte vom Weihnachtsmarkt sind eingestellt.