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Warum es jetzt auch Werbung in meinem Blog gibt

Lange habe ich überlegt, ob ich es wirklich machen soll. Werbung in meinem Blog. Soll ich versuchen, mit meinem Blog Einnahmen zu erzielen? Lohnt sich das? Wie kann Werbung aussehen, mit der ich keinen Bauchschmerz habe und die dich, meinen Leser, nicht stört oder nervt? Fragen über Fragen. Aber wenn ich greenfietsen auf diesem Level halten und zukünftig weiterentwickeln möchte, dann geht es langfristig nicht ohne Einnahmen.

Ich investiere sehr viel Zeit in greenfietsen, in HoT, meine Facebookgruppe, meine Social-Media-Präsenz und in den Austausch mit meinen Lesern, manchmal so viel, dass es gut und gerne einem Halbtagsjob entspricht. Versteh mich nicht falsch! Natürlich mache ich das total gerne – ich liebe es! – aber in der Zeit, in der ich Blogposts und kostenlose Tutorials schreibe, kann ich natürlich keine Brötchen verdienen.

Mein grünes Baby ist zu meinem Job geworden – bislang ein sehr schlecht bezahlter, aber das kann sich ja vielleicht ändern. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich mit dem, was meine Leidenschaft ist, auch Geld verdienen kann. Dann könnte ich noch mehr Zeit, Ideen und Energie in Blogartikel, Tutorials und schöne Aktionen stecken. Hach, das wär‘ ein Traum! So, und statt nur zu träumen, probiere ich das jetzt einfach mal aus.

Wenn du meinen Blogpost zur MoneyBag am Donnerstag gelesen hast, ist dir vielleicht aufgefallen, dass ich dort zum ersten Mal einen Affiliate-Link eingefügt habe.

Warum es jetzt auch Werbung in meinem Blog gibt

Ein Affiliate-Link führt dich zu einem Shop, den ich dir gerne empfehlen möchte. Du hast das vielleicht auch schon bei anderen Blogs gesehen. Die Sache funktioniert so: Wenn du über diesen Link etwas einkaufst, werde ich mit einer kleinen Provision beteiligt. Für dich macht das überhaupt keinen Unterschied. Du bezahlst deshalb nicht mehr, denn vergütet werde ich vom Shop bzw. Unternehmen. Das heißt: Wenn du über meinen Affiliate-Link deinen Einkauf tätigst, kannst du mich und meinen Blog damit unterstützen.

Affiliate-Links sind für mich eine schöne Sache, weil ich direkt zu Shops verlinken kann, die ich gut finde und unterstützen möchte. Ein Shop, bei dem ich schon lange zufriedene Kundin bin, weil Auswahl, Qualität und Service stimmen, empfehle ich natürlich guten Gewissens sehr gerne weiter.

Werbebanner in der Sidebar sind auch eine tolle Möglichkeit, gute Shops zu empfehlen – sofern sie vom Thema her und optisch ins Konzept passen. Die dritte Möglichkeit, die ich mir ebenfalls vorstellen kann, sind Sponsored Posts und Produkttests. Ich teste gerne mal ein Produkt aus den Bereichen Nähen, Handarbeit & DIY, wenn es mein Interesse weckt und wenn ich dabei in meiner Meinung immer frei und kritisch bleiben darf. Das ist oberstes Gebot! Dass Werbung in meinem Blog darüber hinaus immer gekennzeichnet wird, versteht sich von selbst! Alles andere wäre nicht nur unmoralisch, sondern auch strafbar.

Ja, das sind gerade meine Gedanken und Pläne, die ich gerne mit dir teilen möchte. Wichtig ist mir, dass du als Leser weißt: Ich liebe meinen Blog und werde ihn sicher nicht mit blinkender, unpassender oder aufdringlicher Werbung verschandeln oder meinen Namen für irgendeinen Mist hergeben. Dezent, authentisch, 100 % ehrlich und für dich als Leser von Mehrwert – So kann ich mir Kooperationen vorstellen.

Wenn du als Unternehmer Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir hast, schreibe mir gerne eine E-Mail an: info(at)greenfietsen(punkt).de

Auf Wunsch kann ich dir mein Media Kit mit ausführlichen Informationen (Reichweite, Konditionen, etc.) zusenden.

Mit dem Erbsenzähler auf’m Weg zum genähten Traumkleid

„Verdammt, ich will mich wieder wie ein junger Hüpfgummi fühlen, nicht wie ein alter Sack Kartoffeln!“ – Allgemeines Gelächter. – „Vier Kilo will ich abnehmen, VIER Kilo, die zuviel sind, die nicht zu mir gehören!“ – Schwupps waren wir beim traditionellen Neujahrskaffee in ein Gespräch über Abnehmen, Diäten, Sport und Fitness vertieft.

Klaro, nach den Feiertagen und Silvester fühlt sich ja fast jeder wie ’ne fette Weihnachtsgans und will ein paar Pfunde abspecken. Auch in meiner Familie hat da jeder so seine eigene Erfahrung, wie das am besten gelingt. Ernährung ist die neue Religion, denk ich manchmal. Hast du sechs Leute am Tisch sitzen, hast du mindestens sieben Meinungen darüber. Letztens hat im Radio ein Ernährungsexperte erklärt, dass es verschiedene Stoffwechseltypen gibt und dass deshalb nicht für jeden das gleiche Rezept taugt.

Toleranz ist, andere Anschauungen auszuhalten und zu respektieren, auch wenn’s manchmal weh tut… Ich geb zu, ich bin kein Fan von Low Carb. Chia-Pudding zum Frühstück und grüne Smoothies als Abendessen – Bäh, nee, nicht für mich! Eigentlich ist doch das unser Problem: Wir bewegen uns zu wenig. Wir sitzen zu viel auf unserem Hintern vorm Computer, auf der Couch, vor der Nähmaschine. Wir verbrennen zu wenige Kalorien! Da liegt doch der Hase im Pfeffer, und da kommen auch unsere Rücken- und Nackenschmerzen her.

Mit dem Erbsenzähler auf'm Weg zum genähten Traumkleid

Ich behaupte: Die meisten gesunden Menschen sind durchaus dazu gemacht, Kartoffeln, Nudeln, Reis und auch mal ein Stück Brot zu essen, aber wir sind definitiv nicht dazu gemacht, acht Stunden am Tag im Büro zu hocken! 10.000 Schritte am Tag werden empfohlen, um gesund zu bleiben und abzunehmen. Ein Schreibtischtäter schafft’s vielleicht im Durchschnitt auf 3.000 bis 4.000 täglich. Woher die Zahl 10.000 kommt und ob sie nicht eine Erfindung der Werbebranche ist? – Keine Ahnung. Ist mir auch egal. Ich wollte gerne wissen, wie viele Schritte ich täglich gehe und habe mir deshalb einen kleinen Schrittzähler gekauft.

Mein erbsengrünes Gadget lässt sich unauffällig an der Hosentasche befestigen und zählt den ganzen Tag meine Schritte, die Kilometer, die ich zurücklege, die aktiven Minuten und auch die Kalorien, die ich verbrenne. Wenn ich das möchte, kann ich die Infos dann per Bluetooth an mein Smarthpone senden und synchronisieren. Die dazugehörige App erstellt Statistiken, misst meine Erfolge und belohnt mich mit Abzeichen und Trophäen.

Witzig ist, dass drei Familienmitglieder auch so einen Schrittzähler haben. Ich kann dann also sehen, ob sich mein Mann auch den Turnschuh-Sticker verdient hat und ihn mit einem Klick anfeuern oder verspotten. Echt witzig! Auch, weil man über die App mit seinen Freunden Wettbewerbe veranstalten kann, z. B. „Wer schafft am Wochenende die meisten Schritte?“. Allerdings muss ich dich warnen: Leg dich lieber nicht mit Hundemenschen an! Die gehen verdammt viel Gassi!

Ich habe mir aber für regelmäßigen Sport und minus 4 Kilo noch eine andere Motivation überlegt: Ich werde mir ein schönes Kleid nähen! Das Buch „Kleider nähen“ von Tanya Whelan bietet so viele tolle Schnitte! 200 verschiedene Kleider soll man nach dem Baukastenprinzip entwerfen können. Natürlich könnte ich mir jetzt auch schon ein Kleid nähen, aber erstens würde es dann ja im Sommer nicht mehr passen, und zweitens muss ich mir auch noch ein bisschen Mut annähen, bevor ich mich in dieses Abenteuer stürze.

Grünes Taboulé mit Erbsen

Weil’s natürlich beim Abnehmen sinnvoll ist, auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung zu achten, haben wir in den letzten Wochen ein paar Rezepte von meinem Pinterest-Board „Leckerschmecker“ ausprobiert. Und ich kann dir sagen, die sind wirklich leckerschmecker: Grünes Taboulé mit Erbsen (auf dem Foto zu sehen), Brokkoli-Couscous-Frikadellen, Gemüse-Reis-Pfanne aus dem Ofen. Mhhm!…

Zu gesunder Ernährung müssen wir uns zum Glück nicht zwingen, weil wir gerne Gemüse, Obst, Nüsse und Vollkornprodukte essen. Und wer dann noch zweimal in der Woche auf den Crosstrainer geht oder Fahrrad fährt und versucht, mehr Schritte in seinen Alltag einzubauen, der darf sich auch mal ein Stück Schokolade gönnen – oder ein sahniges Tiramisu! So jedenfalls funktioniert das bei mir mit dem Abnehmen bzw. Gewichthalten: der Genuss darf nicht auf der Strecke bleiben. Das geht zwar nicht so schnell wie bei einer Radikalkur, aber ich hab’s ja nicht so eilig. Bis zum Sommer reicht mir, und 4 Kilo sind ja nicht die Welt.

Sporttasche "König" to be! [Farbenmix: Taschenspieler 1]

Der Februar steht beim Taschen-Sew-Along 2016 unter dem Motto „Sport & Fitness“, deshalb heute dieser Offtopic-Post. Aber Moment mal, ich bekomm noch die Kurve zum Thema meines Blogs: Ich werde mir nämlich eine Sporttasche nähen: den König von der Taschenspieler 1. Die Stoffe stehen schon fest. Auch wenn’s vielleicht nicht so praktisch ist und dunkle Outdoorstoffe oder Wachstuch besser wären, habe ich mich für helle, freundliche Frühlingsfarben entschieden. Das motoviert mich einfach mehr als Anthrazit. Der Taschenkörper soll aus uni-grünem Canvas werden, die Träger aus dem bunten „Peacock Feathers“ von Amy Butler. Den hab ich bei meiner Florabella schon an den Seiten eingesetzt – ein toller Stoff! Mein schwarzer Rucksack kann dann getrost in Rente gehen.

Ich hatte mir auch überlegt, eine Fahrradtasche zu nähen, denn im Sommer fahre ich viel draußen herum, aber da bin ich einfach schon zu gut mit Ortlieb-Taschen ausgestattet. Was mich noch reizt, ist der Turnbeutel Onkel Knorke. Ich weiß auch schon ganz genau, aus welchen Stoffen ich ihn nähen werde. Mal sehen, ob ich den Onkel im Februar noch auf die Reihe bekomme.

Was ich auf jeden Fall schon mal geschafft habe: Ich habe seit Anfang Januar regelmäßig zweimal in der Woche Sport gemacht. Nicht immer hatte ich Lust dazu, aber es hat sich gelohnt: Anderthalb Kilo sind runter, ich fühle mich viel fitter und dank des kleinen Erbsenzählers bewege ich mich auch im Alltag mehr. Wir machen jetzt oft nach dem Abendessen noch mal einen kleinen Spaziergang, was mir richtig gut gefällt. Ich werde mein Gadget bestimmt nicht ewig tragen, aber im Moment hilft es mir, ein Gefühl für mein Bewegungspensum zu bekommen und spornt mich an, mehr für meine Gesundheit zu tun. Übrigens gibt’s auch Schrittzähler-Apps fürs Handy, falls du es auch mal ausprobieren möchtest.

Wenn du selbst auch eine Tasche für deinen Sport nähen möchtest, schau doch mal in die Linksammlung: Taschen-Sew-Along 2016 | Februar – Sport & Fitness. Schon viele fantastische Beiträge sind verlinkt worden – von der Zumba-Tasche über die Yogatasche bis zum Beutel fürs Aqua-Jogging, und ein paar Könige sind auch schon dabei. In jedem Fall eine sportlich bunte Inspirationsquelle!

https://www.greenfietsen.de/2016/02/taschen-sew-along-2016-februar-spor/

Ausgeplaudert | greenfietsen im Interview bei sockshype

Kennst du sockshype? – Ein tolles Webmagazin über Techniken, Neuigkeiten und Trends aus der Strick- und Nähszene mit einer schönen Sammlung kostenloser Anleitungen. Besonders angetan bin ich von den regelmäßig erscheinenden Interviews. Ich liebe es, wenn interessante Leute den Vorhang ein Stückchen aufziehen und ein paar Blicke hinter die Kulissen gestatten.

Deshalb war ich hellauf begeistert und habe mich sehr geehrt gefühlt, als eine Nachricht von Barbara in mein Mailfach flatterte – mit der Frage: „Hättest du Lust, mir für sockshype ein Interview zu geben?“

Aber na klar, sehr gerne! Im Interview erzähle ich, wie ich zum Nähen und Bloggen gekommen bin, was für mich ein gutes E-Book ausmacht, warum ich so leidenschaftlich gerne Linkpartys schmeiße und welche Pläne ich für die Zukunft habe. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, klick schnell rüber

➜ zum Interview bei sockshype!

socksyhpe - Der digitale Ratgeber für Handarbeiter, die über Techniken, Neuigkeiten und Trends aus der Strick- und Nähszene informiert werden wollen

Jahresrückblick – Mein buntes DIY- und Blogger-Jahr 2015

Das Jahr geht zu Ende. Lass uns gemeinsam in den Rückspiegel schauen! Was war los in diesem bunten, schönen, verrückten, kreativen 2015? Ich zeige dir, woran ich mich gerne erinnere und welche DIY-Projekte und Events meine Highlights waren. Schnapp dir ein Tässchen Tee und ein paar übrig gebliebene Weihnachtsplätzchen und begleite mich auf eine Reise zurück in mein vergangenes Jahr!

Jahresrückblick - meine Taschen 2015

Wie könnte es anders sein, auch 2015 sind wieder Taschen entstanden: eine Windeltasche mit Eulen für die kleine Laura, eine lilafarbene Hobo Bag als Geschenk für meine Mama, die sich immer am meisten freut, wenn sie eine Tasche von mir bekommt. Heiß geliebt auch meine Florabella, die ich für meinen Besuch auf der Creativa in Dortmund genäht habe, sowie der Fünf-Fach-Organizer, der beim gemeinsamen farbenmix-Adventskalendernähen entstanden ist.

Auch probenähen durfte ich 2015 wieder: Hen(n)riette, die witzigste Tasche ever, ausgedacht von der lieben Tophill-Steffi, und eine Matchbag aus Ethno-Stoff für Keko-Kreativ, bei der ich zum ersten Mal Ösen eingeschlagen und Kunstleder vernäht habe. Die Tasche, die ich in diesem Jahr am häufigsten getragen habe, ist zweifellos meine Ostsee-Allesdrin. Sie ist praktisch und passt fast immer zu meiner Kleidung, so dass sie zu meiner liebsten Alltagstasche geworden ist.

2015 war auch das Jahr der Mozzie Bag. Schnitt und Anleitung für diese leichte Sommertasche habe ich mir für die Sommer Blog Party ausgedacht. Im Herbst habe ich euch gezeigt, dass die Mozzie Bag auch aus Cord und gefüttert eine gute Figur macht. Und das Tolle ist: 2016 wird es ein aufregendes Wiedersehen mit der Mozzie Bag geben!

Jahresrückblick - Meine Jerseyprojekte 2015

Im Sommer habe ich einen Lieblingsschnitt entdeckt, der meine Jerseyphobie für immer heilte: das Kimono Tee von Maria Denmark. Gleich dreimal habe ich es genäht, passenderweise für unseren Dänemark-Urlaub. Mein liebstes ist das grüne mit den weißen BMX-Fahrrädern. Die Farbe ist einfach so toll! Auch die beiden Joanas habe ich im Sommer sehr gerne getragen. Die lilafarbene Frau Madita mit Tropfen hingegen hat in meinem Schrank ein trauriges Schattendasein gefristet. Sie war mir an den Armen zu eng und ist mittlerweile aussortiert.

Sehr viel wohler fühle ich mich doch da in der My cuddle me und in meiner Sweatjacke Lady Bella, auf die ich echt stolz bin. Sie war mein bisher anspruchsvollstes Jerseyprojekt und ist so gut gelungen, dass ich sie sehr gerne und oft trage. 2016 möchte ich unbedingt mehr Kleidung für mich nähen… Jaaa, ich bin jetzt auf den Geschmack gekommen.

Jahresrückblick - meine Free Tutorials 2015

Sehr viel Spaß machte mir auch das Austüfteln von Freebies, Anleitungen und Schnitten. Auch wenn es immer zeit- und arbeitsintensiv ist, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu fotografieren und zu schreiben. Ich war schon immer ein Erklärbär, und das ist einfach mein Ding!

Vier Tutorials habe ich 2015 in meinem Blog veröffentlicht. Los ging’s mit Topflappen mit einem klassischen Binding und einem Jeanshasen-Osterkranz. Beide Tutorials sind ganz spontan aus einer Laune heraus entstanden. Die Perlenschildkröte aus SnapPap/Leder dagegen wollte ich euch schon lange mal zeigen.

Das beliebteste Tutorial, auf Platz 1 der meist gelesenen Blogposts, ist die Mozzie Bag. Ganz dicht gefolgt auf Platz 2: die genähten Notizhefte. Mehr als 1270 Mal wurde dieses Tutorial im Jahr 2015 bei Pinterest gepinnt und ist damit eines meiner erfolgreichsten DIY-Projekte. Wer hätte das gedacht!?

Jahresrückblick - mein E-Book "Patchworkkissen Sixty" 2015

Wenn ihr mich fragt, ist dies mein liebstes Projekt 2015: mein E-Book Patchworkkissen „Sixty“, an dem ich mehrere Wochen lang getüftelt habe und in das ganz viel Herzblut geflossen ist. Mein erstes Triangle-Kissen entstand im Herbst 2014, und seitdem hatte ich den Wunsch, eine Nähanleitung dafür zu schreiben. Ich wusste, ich müsste noch viel an Entwicklungsarbeit hineinstecken, und so hat es ein ganzes Jahr gedauert, bis ich die Anleitung in meinem Shop anbieten konnte.

Jahresrückblick - meine Artikelserie "Genähtes auf DaWanda verkaufen" 2015

Apropos Shop… Ein Highlight 2015 war ganz bestimmt meine DaWanda-Artikelserie, in der ich der Frage nachging, ob es sich lohnt, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen. Welche Kosten ein Shop verursacht, wie der Weg eines Handmade-Produkts verläuft, warum Zeitmanagement so wichtig ist und welche Faktoren einen Shop erfolgreich machen – all das waren Themen, die ihr gerne gelesen und geteilt habt.

Für mich war diese 11-teilige Blogserie die Gelegenheit, mein Shopkonzept zu überdenken und ein persönliches Fazit zu ziehen. Besonders inspirierend waren für mich die Interviews, die ich mit anderen Shopbetreiberinnen führen durfte. Katherina von stitchydoo, Christiane Petscha, *nane, Jana von ambaZamba und Sarah von Mädchenkram ließen uns ganz vertraulich hinter ihre Shopkulissen blicken, teilten ihre Erfahrungen mit uns und gaben jede Menge Tipps. Eine große Bereicherung für meine Artikelserie!

Jahresrückblick - meine DIY- und Nähprojekte 2015

Längst nicht alle meine DIY- und Nähprojekte haben es in den Blog geschafft. Manchmal fehlte die Zeit, schöne Fotos zu machen und einen Artikel zu schreiben, oder der Wettergott hat nicht mitgespielt und ich habe keine gescheiten Fotos in den Kasten bekommen. Manchmal gibt es zu einem Nähwerk auch einfach nicht viel zu erzählen. Und nur ein „Kuck, das hab ich genäht“ ohne irgendeinen Mehrwert – das ist nicht mein Ding! Qualität kommt mir immer vor Quantität, und wenn ich nichts zu sagen habe, dann halt ich lieber meine Klappe – Das ist im echten Leben auch so.

Auch Wiederholungen finde ich sehr langweilig, und deshalb habe ich euch nicht alle zehn GO‘n‘JOs gezeigt, die ich im Laufe des Jahres 2015 genäht habe. Das kleine Täschchen mit dem ungewöhnlichen Namen war ein echter Dauerbrenner auf meinem Nähtisch. Im Frühjahr habe ich mir Schnürsenkel, Notizhefte und eine grüne Handytasche mit Lift genäht. Im Sommer habe ich über die perfekte Füllung für Leseknochen gefachsimpelt, Marmeladengläser dekoriert und mich im Handlettering geübt. Mein Topflappen-Tutorial hat mich zu einer bunten Upcycling-Version aus Jeans und Stoffresten inspiriert. 2015 war auch das Jahr neuer, spannender Materialien: Aus SnapPap habe ich eine Kosmetiktasche genäht, aus Korkstoff, Pailletten und Nieten sind Glitzer-Armbänder für Silvester entstanden.

Im Sommer war’s heiß, und ich hatte auf einmal Lust, mein Essen zu fotografieren und Rezepte zu teilen. Was ganz Neues hier bei greenfietsen! Ich gehörte bisher nicht zu den Bloggerinnen, die immer erst ihren Teller fotografieren müssen, bevor sie mit dem Futtern loslegen können. Aber die Food-Fotografie hat ihre Reize. Es ist ein interessantes Feld. Euch konnte ich mit meiner Sommersalate-Euphorie nicht so richtig anstecken. Ich glaube, ihr lest einfach lieber Näh-Posts bei mir. Dafür hab ich seitdem einige Anfragen von Food-Magazinen bekommen, was ich total lustig finde, weil ich mich selbst ja auch in erster Linie als Nähbloggerin sehe.

Jahresrückblick - Creativa und Blogst 2015

2015 war auch das Jahr der großen Bloggertreffen! Auf der Creativa in Dortmund gab es eine Menge Wiedersehensfreude, aber auch viele erste Kennenlerntreffs. Ich durfte liebe Menschen persönlich kennen lernen und drücken, mit denen ich schon lange online verbunden bin, die ich sehr mag und schätze. Wir haben geredet, gelacht und eine schöne Zeit zusammen verbracht.

Ein Abend am Creativa-Wochenende hat ausgereicht, um einen Kontakt zu knüpfen, aus dem nicht nur eine Freundschaft, sondern auch eine fantastische Partnerschaft geworden ist. Nicht im Traum hätte ich daran gedacht, dass Kati Malamü und ich ein paar Monate später einen gemeinsamen Blog ins Leben rufen und die Blogst Konferenz in Köln besuchen würden!

Aber solche tollen Sachen passieren eben, wenn man mal die kleine Einzelkämpfer-Bloggerhöhle verlässt und rausgeht, um Leute zu treffen, die den gleichen Spleen haben wie man selbst. Kati hat mich am Blogst-Wochenende zu sich und ihrer Familie eingeladen, wo ich ihre wunderbare Gastfreundschaft genießen durfte. Noch mal vielen lieben Dank dafür, Kati!

Handmade on Tuesday - Die Linkparty für dein DIY-Projekt

Seit Juni 2015 schmeißen Kati und ich jeden Dienstag eine Linkparty für DIY- und Nähblogger. Handmade on Tuesday heißt unser Baby, in das wir neben unseren Hauptblogs immer wieder Zeit, Ideen und Energie hineinstecken. Es ist nicht leicht, zwei Blogs ständig mit der gleichen Aufmerksamkeit und Intensität zu führen und weiterzuentwickeln – manchmal klappt es ehrlich gesagt gar nicht. Aber wir geben unser Bestes. Natürlich ist es von Vorteil, dass wir zu zweit und ein sehr eingespieltes Team sind. Dass die Zusammenarbeit mit Kati von Anfang an so gut geklappt hat, obwohl wir uns kaum kannten und vom Wesen her auch nicht aus einem Ei geschlüpft sind, ist ein absoluter Glücksfall!

Als Blogger sind wir es ja gewohnt, unser eigenes Ding zu machen. Wir entscheiden, über welche Themen wir schreiben, wir suchen alleine unser Layout aus, schreiben Texte auf unsere Art, keiner quatscht uns da rein. Wenn man aber zu zweit einen Blog führt und mit einer Stimme reden möchte, muss man sich absprechen, gemeinsame Entscheidungen treffen, den anderen von Ideen überzeugen und auch mal Kritik einstecken. Ich habe schon oft in Teamprojekten gearbeitet, selten war es so gut, soo unkompliziert, konstruktiv und lustig wie mit Kati! … Du bist die beste HoT-Partnerin, die ich mir wünschen kann!

An der Stelle möchte ich mich aber auch bei lieben Bloggerkolleginnen bedanken, die geholfen habe, „Handmade on Tuesday“ aus der Taufe zu heben, die uns sehr unterstützt und das Projekt gepusht haben: Tina (tinalapiubella), Claudi (Claudis Atelier), Heike (tinicodesign), Jana (Simply January), Marlies (gmachtinoberbayern), Rebecca (Jakaster) und Sandra (wiwiyourbestfriend).

EUCH, liebe Leser, möchte ich Dankeschön dafür sagen, dass ihr 2015 immer wieder den Weg zu mir auf meinen Blog gefunden habt, dass ihr mir das ganze Jahr über so liebe Kommentare dagelassen, an meinen Linkpartys teilgenommen, meine Beiträge geteilt und mich so oft zum Lachen gebracht habt. Ich war ja im November auf der Blogst, wo Bloggerinnen und Blogger mit ganz unterschiedlichen Themen zusammengekommen sind – Lifestyle, DIY, Nähen, Reise, Literatur, Food & Mode – und muss sagen: Die Nähnerds sind einfach die Besten! *zwinker*

Hoch die Tassen auf das wunderbare, erfolgreiche 2015! Jetzt kommt 2016 mit vielen neuen Ideen, tollen Begegnungen und Überraschungen, und das wird mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser!

Alles Liebe für euch!
Katharina

PS: Eine tolle Idee für 2016 habe ich schon. Mehr dazu in den nächsten Tagen. Seid gespannt!

Mein Fazit | Lohnt es sich, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen? #11

Das Jahr geht zu Ende, und ich bin dir noch etwas schuldig: Mein DaWanda-Shop-Fazit. Meine ganz persönliche Antwort auf die Frage: Lohnt es sich, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen? Diese Frage habe ich im Frühjahr in den Raum geworfen und eine lange Artikelserie darüber geschrieben, um mir selber über die Zukunft meines Shops klar zu werden und mit dem Wunsch, dass du von meinen Erfahrungen und Beobachtungen profitieren kannst.

Mein Fazit | Lohnt es sich, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen? - Teil 11

In meinen Artikeln habe ich dir gezeigt, welche Kosten auf dich als DaWanda-Shopbetreiber zukommen, und dir am Beispiel eines Stiftemäppchens vorgeführt, wie viel Zeit ich von der Herstellung bis zum Verkauf brauche. Ich habe über den Wert von Handmade-Produkten nachgedacht, gut laufende DaWanda-Shops analysiert und dir 8 Tipps für deinen Erfolg gegeben.

Außerdem habe ich fünf DaWanda-Shopbetreiberinnen zu einem Interview eingeladen und sie nach ihren Erfahrungen und Erfolgstipps gefragt. Sehr offen haben Katherina, Christiane, *nane, Jana und Sarah aus dem Nähkästchen geplaudert und uns hinter ihre Shopkulissen blicken lassen.

Meine Kolleginnen haben mir vor Augen geführt, was neben tollen Produkten und Fotos auch wichtig ist: business drive! – Der unbedingte Wille, den Shop zum Erfolg zu führen. Mit genähten Produkten Geld zu verdienen, das passiert nicht im Schlaf. Das ist kein Selbstläufer! So nach dem Motto: „Ich näh ein paar schöne Sachen, und dann wird die schon jemand kaufen.“ Nein, sorry, dafür ist der Markt mittlerweile zu groß und die Platzhirsche zu mächtig.

Willst du wissen, was wirklich wichtig ist? Meine Interviewpartnerinnen haben es uns gezeigt: Leidenschaft und Fleiß bei der Produktentwicklung, beim Produzieren und beim Aufbau deiner Marke sind wichtig! Spaß am Präsentieren und Verkaufen! Hartnäckigkeit! Und die Flexibilität, jederzeit Kurskorrekturen vorzunehmen, also auch mal Produkte, die kein Mensch haben will, rauszuschmeißen. Auch wenn’s weh tut.

Ganz ehrlich: Dieses Fever spüre ich einfach nicht! Man muss der Typ dafür sein. Ich hab’s versucht und muss mir eingestehen: Mein Ding es nicht, zehnmal hintereinander den gleichen Schnitt zu nähen, Produktionsstraßen zu entwickeln und immer effizient zu sein. Die Artikel fotografieren, Fotos bearbeiten, bei DaWanda einstellen – Boah, mich langweilt das ohne Ende! Es ist doch immer der gleiche Prozess, immer wieder und wieder. Ich weiß, viele von euch finden das entspannend, und ich bewundere euch für eure Produktivität und eure wunderschönen Shopartikel. Mich macht es nicht glücklich.

Und dann kommt noch hinzu: Wenn ich was wirklich Schönes, Einzigartiges genäht habe, kann ich mich nur schwer davon trennen. Ich verschenke von Herzen gern genähte Stücke an meine Liebsten, ich näh auch gerne mal einen individuellen Auftrag für meine Schwägerin oder meine Mutter, aber das in Serie Produzieren und Verkaufen an Menschen, die ich nicht kenne, ist einfach eine andere Sache. Deshalb ist mein Shop auch viel zu oft viel zu leer gewesen. Dass sich da kein Erfolg einstellt, ja, da brauch ich mich echt nicht drüber zu wundern.

Nähen ist mein Yoga, und das soll auch so bleiben! Ich bin eine gemütliche Schildkröte, die sich komplett im kreativen Prozess verlieren kann und dabei entspannt. Ich nehme mir gerne Zeit, Stoffe auszusuchen, kann stundenlang in Webbändern, Reißverschlüssen und Knöpfen kramen und mit buddhistischer Ruhe und Hingabe eine Naht absteppen. Ich mag dabei nicht auf die Uhr gucken und mich beeilen müssen, mit dem Einpeitscher im Ohr „Mach hinne, es soll sich doch auch lohnen!“ Ich mag auch nicht immer nach Perfektion streben müssen, aber nichts anderes erwarte ich von Produkten, die ich an fremde Menschen verkaufe. Und am Ende dann der Frust, dass finanziell nichts hängen geblieben ist. Dafür die ganze Arbeit, für nix und wieder nix? Und womöglich die Freude am Nähen verlieren?

NEIN, für mich lohnt es sich nicht, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen! Es macht mir keinen Spaß, ich bin nur halbherzig dabei und deshalb hab ich auch keinen nennenswerten Erfolg damit. So einfach ist das. Aber etwas Anderes lohnt sich für mich: Der Verkauf von E-Books! Anderen erklären, wie etwas geht, komplexe Sachverhalte vermitteln, Workshops leiten, Konzepte entwickeln und Texte schreiben – Das hab ich schon immer beruflich gemacht, und DAS ist genau mein Ding.

Früher waren es andere Themen, heute ist es das Nähen. Es macht mir Spaß, Schnittmuster auszutüfteln und Nähanleitungen zu schreiben. Ich mag es, an meinen Formulierungen zu feilen und zu überlegen, welche Fotos die Nähschritte am besten illustrieren und wie ich die Anleitung logisch, für Anfänger verständlich, aufbauen kann. Auch die Zusammenarbeit mit meinen Probenäherinnen mag ich sehr, genauso wie im Internet zu entdecken, dass DU etwas nach meiner Anleitung genäht hast. Das ist einfach das Schönste!

Natürlich hab auf dem Gebiet der Schnittmuster-Erstellung noch viel zu lernen, und ich kann mich noch sehr verbessern, aber genau darauf habe ich Lust. Die E-Books sind zwar auch sehr zeit- und arbeitsintensiv, und natürlich brauche ich auch hier den nötigen business drive, um Geld zu verdienen, aber ich schaue dabei nicht ständig auf mein Smartphone und zähle die Minuten bis zum Feierabend. Ganz im Gegenteil. Da bin ich in meinem Element und spüre mein Fever… übrigens genau wie beim Schreiben dieses Blogartikels.

2016 wird es also weiterhin einen greenfietsen-Shop bei DaWanda geben, aber vorerst nur noch mit digitalen Nähanleitungen in Form von E-Books.

Und bei dir? Hat es sich für dich 2015 gelohnt, genähte Sachen zu verkaufen? Wie fällt deine ganz persönliche Bilanz aus?

Weitere Artikel:

1 – Genähtes auf DaWanda verkaufen – Lohnt sich das?
2 – Welche Kosten verursacht mein DaWanda-Shop?
3 – Der Weg des Handmade-Produkts und warum Zeitmanagement alles ist
4 – Wie viel ist ein Handmade-Produkt wert?
5 – Acht Dinge, die deinen DaWanda-Shop erfolgreich machen
6 – Interview / Katherina von „stitchydoo“ über das Verkaufen auf DaWanda
7 – Interview / Christiane Petscha über das Verkaufen auf DaWanda
8 – Interview / „Nane“ über das Verkaufen auf DaWanda
9 – Interview / Jana von „ambaZamba“ über das Verkaufen auf DaWanda
10 – Interview / Sarah von „Mädchenkram“ über das Verkaufen auf DaWanda

Fröhliche Weihnachten, ihr Lieben!

Ist das nicht verrückt? Bei 15 Grad plus schieben in unserem Garten schon die Osterglocken ihre Köpfe aus der Erde. Ich glaub, der Weihnachtsmann sollte sich dringend mal eine kurze Hose zulegen. Trotz dieser frühlingshaften Adventszeit wünsche ich euch herrliche Weihnachten, ganz entspannte Feiertage und eine gut gelaunte Zeit mit euren Liebsten! … Bis bald!

PS: Nee, eine lange Weihnachtspause gibt’s hier nicht. Am 27.12. erobert traditionell der Osterhase unser Wohnzimmer, und ich verrate euch im letzten Blogpost meiner DaWanda-Artikelserie, ob sich der Verkauf genähter Sachen für mich lohnt und wie ich mir die Zukunft meines Shops vorstelle. Jetzt wird Tacheles geredet…