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Ich suche dich! – Probenäher für mein neues Kissen-E-Book gesucht!

Juhu, mein zweites E-Book ist so gut wie fertig: eine Nähanleitung für eine Triangle-Kissenhülle. Magst du die geometrischen Spielereien mit den Dreiecken auch so gerne wie ich? Dann hast du vielleicht Zeit und Lust, mein E-Book als Probenäher/in zu testen?

Kissenhülle 40 x 40 cm

Du bist kein Patchworkprofi? Du hast dich bisher nie an so ein Patchworkprojekt herangetraut und fürchtest dich eigentlich vor Dreiecken? … Prima! Hört sich so an, als wärst du genau die richtige Person für den Job!

Meine Anleitung richtet sich nämlich an Patchworkanfänger, nicht an Profis. Wenn du gerne mit Webware arbeitest und vielleichtschon mal ein paar Quadrate für eine Babydecke aneinander genäht hast, reicht das vollkommen aus. Aber auch wenn du schon Erfahrung im Patchworken hast, bist du herzlich eingeladen, dich für das Probenähen zu melden.

Das E-Book beinhaltet zwei Nähprojekte: eine kleine, einfache Kissenhülle im Format 40 x 40 cm und eine große, aufwendigere Kissenhülle im Format 50 x 50 cm:

1. Kleine Kissenhülle – mit Hotelverschluss (40 x 40 cm)
Die Vorderseite besteht aus 24 Dreiecken und wird nicht gequiltet. Diese Variante eignet sich für Patchworkanfänger und alle, die ein kleines Projekt und ein schnelles Nähergebnis suchen.

2. Große Kissenhülle – gequiltet und mit verdecktem Reißverschluss (50 x 50 cm)
Die Vorderseite besteht aus 40 Dreiecken und wird gequiltet. Diese Variante eignet sich für alle, die schon etwas mehr Erfahrung haben oder ein größeres Projekt suchen.

Große Kissenhülle 50 x 50 cm gequiltet (Ausschnitt)

Das solltest du sonst noch mitbringen:
Du solltest vom 28.10. bis 6.11. Zeit und Muße haben, eine der beiden Varianten probezunähen. Natürlich freue ich mich, wenn du beide Größen testen möchtest. Das muss aber nicht sein.
→ Wichtig: ein ehrliches, konstruktives Feedback, das mir dabei hilft, das E-Book zu verbessern.
→ Auch wichtig: aussagekräftige, helle Fotos von deinem Probenähergebnis und …
→ … deine Erlaubnis, dass ich deine Fotos im E-Book und auf meinen Verkaufsseiten als Designbeispiel zeigen darf.

So kannst du dich für das Probenähen bewerben:
Hinterlass mir bitte bis zum 27.10. unter diesem Blogpost einen Kommentar und erzähl mir kurz, warum dich das Projekt interessiert. Am 28.10. werde ich 10-12 Probenäher aussuchen und ihnen mein E-Book per Mail zuschicken. Es wäre schön, wenn du einen Blog oder eine Facebook-Seite hättest, auf der ich mir ein paar deiner Nähwerke anschauen könnte.

Nun bin ich gespannt, ob ich dein Interesse geweckt habe und freu mich auf deinen Kommentar.

Große Kissenhülle 50 x 50 cm: Rückseite mit verdecktem Reißverschluss

work in progress – Da ist was im Busch!

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Ihr wisst ja, wie das ist: Wenn’s auf dem Blog ruhig wird, auf Insta kaum ein Pieps kommt, dann ist hinter den Kulissen irgendwas im Busch. Das ist so sicher wie RUMS am Donnerstag.

Auch ich bin gerade schwer beschäftigt – mit Tüfteln, Zuschneiden, Probenähen, Fotografieren und Schreiben einer neuen Nähanleitung. Ende Oktober/Anfang November möchte ich euch gerne mein zweites E-Book präsentieren. Seit gut einem Jahr habe ich dieses kleine Herzensprojekt im Hinterkopf, und jetzt muss es endlich raus.

Wenn ihr schon länger bei mir mitlest, kennt ihr vielleicht mein Triangle-Kissen. Im Rahmen der Sommer Blog Party war es vor kurzem sogar in der „Patchwork Professional“ abgedruckt. Was für eine Ehre! Ich war stolz wie Oskar. Ermöglicht hat das Andrea von der Quiltmanufaktur, der ich hiermit noch mal ganz herzlich danken möchte. Nicht nur ich, auch die anderen Bloghop-Teilnehmerinnen durften in der Zeitschrift eines ihrer liebsten Patchwork-Projekte zeigen.

Ich freue mich auch, dass ich für mein E-Book einen ganz, ganz tollen Materialsponsor gefunden habe: die Eulenmeisterei, von der ich ein großer Fan bin. Wunderschöne Bio-Stoffe darf ich für meine Nähanleitung vernähen, aber bevor ich diese Schätzchen anschneide, muss natürlich alles perfekt ausgetüftelt sein. Fuchs und Chevron auf dem Foto gehören also noch zu einem meiner Probekissen.

Apropos perfekt – Ich bin kein Patchworkprofi und arbeite auch nicht daran, einer zu werden. Meine Anleitung richtet sich in erster Linie an Nähbegeisterte so wie ich, die gerne mal was Neues ausprobieren möchten. Es wird zwei Varianten und zwei Größen der Kissenhülle geben. Wichtig ist mir, dass alles ganz einfach erklärt ist und kein teures Patchworkzubehör angeschafft werden muss.

So nun habe ich aber ganz schön viel verraten, aber ich konnte nicht länger damit warten. Ihr sollt ja wissen, warum ich mich im Moment nur einmal in der Woche melde. Nun drückt mir bitte feste die Daumen, dass ich von den fiesen Erkältungsviren verschont bleibe, die hier gerade so munter umherhüpfen, damit wir Ende Oktober mit dem Kissennähen anfangen können.

Für morgen habe ich etwas Besonderes vorbereitet. Ich freue mich schon. Ich habe eine herbstliche Mozzie Bag aus Cord genäht – im Moment meine absolute Lieblingstasche. Ich verrate euch ein paar Tipps und Tricks, wie ihr euch selbst auch eine Herbst-Mozzie nähen könnt. Noch einmal schlafen, dann darf ich auf „Veröffentlichen“ klicken. Ich bin gespannt, was ihr sagt.

Buchtipp & Give-away | Wie du mit deinem DIY-Blog Geld verdienen kannst von Julia Bräunig

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Hand aufs Herz! Welcher DIY-Blogger wünscht sich nicht, mit seiner Webseite auch ein bisschen Geld zu verdienen? – Nein, der Blog ist dein Hobby, sagst du? Du möchtest damit gar kein Geld verdienen? Und wie sieht’s mit Vergünstigungen und Geschenken aus? Ich denke da ans beliebte Probenähen, ans Testen von Nähmaschinen, gesponserten Stoff, Buchrezensionen oder Gratis-Tickets für Kreativmessen und Veranstaltungen. Für all diese Sachleistungen revanchieren wir uns mit Blogartikeln und Links auf unseren Webseiten. Also mit Werbung. Ich behaupte jetzt mal ganz frech: Es gibt kaum einen DIY-Blog ohne Werbung.

Werbung auf Blogs wird aber von vielen kritisch gesehen und ist ein heikles Thema, denn es stellt die unabhängige, ehrliche Meinung des Bloggers in Frage. Und das ist natürlich schon ein Problem. Für mich kommt es sehr darauf an, wie und in welchen Maßen Werbung eingebunden wird, ob es eine glaubwürdige, echte Empfehlung ist, die hundertprozentig zum Blog passt. Ich möchte, dass Werbung immer gekennzeichnet ist und dass der Blogger frei in seiner Meinung bleibt. Auch kritische Töne müssen erlaubt sein. Für ein paar Mäuse verbiegen? Nein danke!

Dass Blogger mit ihrem Blog Geld verdienen möchten, unter anderem durch Werbung, finde ich absolut verständlich. Wir stecken so viel Zeit, Energie, Hirnschmalz, Herzblut und auch Geld in unseren Blog hinein, warum denn keine guten Partnerschaften suchen, die neue, spannende Projekte ermöglichen? Warum eigentlich nicht ein paar Cent verdienen mit einem Link, den wir sowieso unseren Lesern empfohlen hätten, weil wir schon lange Kunde dieses Unternehmens sind? Was ist eigentlich so verwerflich und anrüchig daran, eine Finanzspritze für das teure Hobby zu erstreben oder – ambitionierter – mit seiner (Blog-)Arbeit Geld zum Leben verdienen zu wollen? Das heißt ja nicht, dass man als Blogger gleich seine Seele verkaufen muss.

Wie du siehst, beschäftigt mich das Thema, und zwar seit mein Blog aus den Kinderschuhen raus ist, seit ich immer mehr Wochenstunden in lange Posts und Tutorials stecke und immer öfter auch Kooperationsanfragen in mein Mailfach flattern. Natürlich ist vieles davon ein schlechter Scherz, blöde Massenmails und völlig unpassende Angebote wie bei anderen Bloggern auch, aber es sind eben auch interessante Vorschläge dabei. Deshalb war ich ganz begeistert, als ich auf Julias Blog Kreativlabor Berlin las, dass sie zu diesem Thema ein E-Book geschrieben hat und auf der Suche nach Testlesern ist.

Ich bewerbe mich ja wirklich selten aus eigener Initiative für Produkttests. Die paar Male, bei denen ich für liebe Bloggerfreunde ein E-Book/Freebook probegenäht habe, wurde ich fast immer angesprochen. Aber DIESES Buch – Wie du mit deinem DIY-Blog Geld verdienen kannst – wollte ich unbedingt lesen. Endlich erzählt da mal ein Profi, der selbst ein erfolgreiches Online-Business hat und was von Marketing versteht, aus dem Nähkästchen. Endlich lässt sich mal ein Blogger in die Karten gucken, gibt Tipps und beantwortet mir meine Fragen. Das war jedenfalls meine Erwartung. Also habe ich mich gemeldet, und zu meiner großen Freude durfte ich das 160 Seiten starke E-Book tatsächlich vorab gratis probelesen. Das Schreiben dieses Blogposts war übrigens keine Bedingung dafür.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Das E-Book gibt einen sehr umfassenden, fundierten Überblick über Einnahmequellen für Blogs – von Bannerwerbung, Affiliateprogrammen und Sponsored Posts über Autorentätigkeiten, Buchverträge, Jobs als Workshopleiter/-in auf DIY-Messen bis zum Verkauf eigener Produkte wie z. B. Nähanleitungen. Julia hat innerhalb von zwei Jahren aus ihrem Blog ein Business gemacht, von dem sie mittlerweile ihren Lebensunterhalt bestreiten kann. Respekt! Sie weiß also, wovon sie spricht, und das macht das Buch so wertvoll. Keine graue Theorie, sondern eigene Erfahrungswerte, ganz konkrete Beispiele und sehr ehrliche Einblicke eines erfolgreichen Profis.

Aber es geht im Buch nicht nur um Einnahmequellen, es geht auch um die Grundvoraussetzung: Einen tollen, professionellen Blog auf die Beine zu stellen, für den du brennst. Was man bei seinem Bloglayout beachten sollte, wie man einen eigenen Stil entwickelt und seine Marke aufbaut, wie wichtig eine „Über mich“-Seite ist und was unbedingt in ein Media Kit hineingehört – Das alles wird ausführlich besprochen. Obwohl vieles in diesem Kapitel nicht neu für mich war, hat mir doch auch dieser Teil des Buches eine Menge Denkfutter gegeben, auf dem ich noch eine Weile kauen werde.

Ungeheuer interessant für mich auch Kapitel 2: Professionelle DIY-Anleitungen erstellen. Kaum ein erfolgreicher DIY-Blogger kann allein von Bannerwerbung und Affiliate-Links leben. Die meisten verdienen ihr Haupteinkommen durch eigene Produkte und Dienstleistungen wie DIY-Anleitungen und Schnittmuster. Auch ich weiß seit meinem E-Book Mug Rug Fietsi Fuchs und der Mozzie Bag, dass ich mich gerne in diese Richtung weiterentwickeln möchte. Julia gibt zu diesem Thema viele Ratschläge, zeigt Beispielseiten ihrer eigenen DIY-Anleitungen und nennt diverse Schnittmuster-Software. Das Tolle ist, sie nennt sie nicht nur, sondern verlinkt sie auch gleich. Das ganze E-Book ist gespickt mit mehr als hundert Links, die dich mit einem Klick direkt zu Webseiten weiterleiten. Dort findest du noch mehr Informationen, Hintergrundwissen und Beispiele. So wird das Buch zum Nachschlagewerk, das auch nach dem ersten Lesen noch lange nützlich ist.

Eine Eins mit Sternchen gibt es für das Bonus-Material am Ende des Buches. Als begeisterte Leserin von guten Interviews habe ich förmlich aufgesogen, was DIY-Blogger wie z. B. Bine von was eigenes oder Anita von frau scheiner über ihren Umgang mit Unternehmen erzählen. Es ist interessant, welche Art von Kooperationen sie eingehen und welchen Stellenwert diese Blog-Einnahmen für sie haben. Aber auch die andere Seite, die Unternehmersicht, kommt zu Wort, was fast noch spannender ist: Luisa von Luloveshandmade, bei DaWanda für die Blogger Relations zuständig, verrät, nach welchen Kriterien sie Blogs für eine Zusammenarbeit auswählt. Katrin von makerist, Nadine von Alles für Selbermacher, Daniela von Snaply und Michelle von Wunderpop erzählen im Interview, worauf DIY-Blogger achten und was sie mitbringen sollten, wenn sie eine Kooperation anstreben.

Das Verhandeln mit Kooperationspartnern will gelernt sein. Du bekommst eine Anfrage, das Angebot klingt interessant, und nun wirft dir das Unternehmen den Ball zu und fragt dich nach deinen Preisen. Oha, ach herrje! Was ich wohl verlangen kann? Was wird das Unternehmen bereit sein zu zahlen? Mach ich mich lächerlich mit meiner Forderung? Aber ich will mich ja nicht unter Wert verkaufen und meine Arbeit verschenken. Was antworte ich denen bloß? – Als Greenhorn ist man da leicht überfordert. Gut, dass Julia auch hier Infos und Vergleichsbeispiele an die Hand gibt, die dabei helfen, den eigenen Marktwert einzuschätzen und realistische Preise zu kalkulieren. Wichtig in diesem Zusammenhang sind natürlich die eigene Reichweite, die Zahl der Seitenaufrufe und Blog-Besucher. Auch darüber wird im E-Book ausführlich gesprochen.

Natürlich muss jeder Blogger seine eigenen Erfahrungen machen und selbst entscheiden, welche Einnahmequellen ihm zusagen und ob er seinen Blog überhaupt monetarisieren möchte. Du musst selber wissen, welche Werbeplakate du an deine Blogwand hängen möchtest. Du wählst aus, zu welchen Shops du deine Leser schickst und wofür du deinen guten Namen hergibst. Das Buch „Wie du mit deinem DIY-Blog Geld verdienen kannst“ von Julia Bräunig ist ein gut recherchierter, verständlich geschriebener, proppenvoller Ratgeber, der dir dabei helfen kann, diesen individuellen Weg zu finden. Ich bin begeistert und mache sehr gerne Werbung für dieses Buch.

Teilnahmebedingungen

Ich freue mich sehr, dass Julia mir auf meine Anfrage hin ein Exemplar ihres E-Books zur Verfügung stellt, das ich unter meinen Lesern verlosen darf. Wenn du in den Lostopf hüpfen möchtest, schreib mir bis zum 04.10.15 einen Kommentar unter diesen Post und verrate mir, warum du das Buch gerne gewinnen würdest.

Am 05.10.15 lose ich unter allen Kommentaren per Zufallsverfahren die Gewinnerin oder den Gewinner aus und nenne sie/ihn unter diesem Post. Bitte hinterlass mir im Kommentar unbedingt auch eine Kontaktmöglichkeit, damit ich dich über deinen Gewinn informieren kann. Am Gewinnspiel teilnehmen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

* Werbung: Das E-Book wurde mir von Julia Bräunig kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung und diese Rezension hat das keinen Einfluss genommen.

Kopenhagen mit dem Fahrrad entdecken

100 Dinge, die Fahrradfahrer einmal im Leben getan haben sollten – Klingt nach einem super Buchtitel, oder? Falls es das Buch schon gibt, sollte darin unbedingt das Kapitel „Kopenhagen mit dem Fahrrad entdecken“ auftauchen. Sonst kannst du es vergessen. Finger weg, Geld sparen und lieber ein Zugticket nach Dänemark kaufen!

Vor unserem Urlaub hatten wir uns ehrlich gesagt wenig Gedanken gemacht, was wir uns alles ansehen wollen und welche Ausflüge wir machen möchten – das ergibt sich ja meistens nach Lust und Laune vor Ort -, aber für unseren Abstecher nach Kopenhagen stand felsenfest: Einen Tag lang werden wir uns Fahrräder ausleihen und die Stadt mit dem Fahrrad erkunden. Au ja, das hat in Amsterdam vor zwei Jahren ja schon so viel Spaß gemacht!

Promenade an der Kalvebod Brygge in Kopenhagen

Promenade an der Kalvebod Brygge in Kopenhagen

Kopenhagen ist für mich eine der schönsten Städte Europas, und das sage ich jetzt nicht nur, weil dort jeden Tag 1,2 Millionen Kilometer von der Bevölkerung weggeradelt werden und es dort eine wahnsinnig gut ausgebaute Radinfrastruktur mit breiten Fahrradwegen gibt. Ich mag auch das viele Wasser, die Architektur, die Parks und Museen und die Entspanntheit und Weltoffenheit, die Kopenhagen ausstrahlt. Überall in der Stadt findest du Orte, an denen es sich lohnt, anzuhalten, ein bisschen zu sitzen und das Gesicht in die Sonne zu strecken. Wir Glückspilze hatten aber auch richtig tolles Wetter. 24 Grad, leichter Wind – besser geht’s gar nicht.

Das Schöne an einer Stadterkundung per Fahrrad ist natürlich, dass du einen viel größeren Bewegungsradius hast und sehr schnell an tolle, interessante Orte gelangst, ohne dir dabei die Hacken abzulaufen. Du bekommst ein anderes, viel intensiveres Gefühl für eine Stadt, wenn du zusammen mit Einheimischen an der Ampel stehst und auf Grün wartest oder spätnachmittags im Feierabendverkehr zum Beispiel die Vester Søgade runterfährst. Du spürst ein bisschen, wie es wäre, in dieser Stadt zu leben. Für mich als Dorfmensch und Landei ist das immer spannend, obwohl ich am Ende doch nie tauschen wollte.

Touristenmagnet: Die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen

Von unserem Hotel in Vesterbro aus nicht gerade in Laufweite, mit dem Fahrrad aber gut zu erreichen: Die Kleine Meerjungfrau – Das Tourispektakel fast interessanter als die Figur selbst.

Falls du dich jetzt fragst, ob es nicht ganz schön gefährlich ist, mit so vielen Fahrradfahrern und dem ganzen Autoverkehr in einer fremden Stadt, muss ich sagen: Ich fahre hundertmal lieber in Kopenhagen, wo es breite Fahrradwege neben der Fahrbahn gibt, mit Abbiegerspuren und Rad-Ampeln, als in Frankfurt am Main, der Stadt, die ich am besten kenne. Ja klar, Radfahren in der Stadt ist nicht ohne, man muss gut aufpassen, aber die freundlichen Kopenhagener haben ein Auge auf uns Touris. Sie erkennen uns ja in unseren Hotel- oder Leihfahrrädern und geben gerne mal einen hilfreichen Tipp wie „Weißt du, wir hier in Kopenhagen heben immer die Hand, wenn wir anhalten wollen. Dann weiß der hinter dir Bescheid.“

Fahrrad-Parkplatz im Stadtzentrum von Kopenhagen

Fahrrad-Parkplatz – Im Zentrum ist es natürlich besonders voll.

Ich habe das Radfahren in Kopenhagen jedenfalls als sehr viel weniger gefährlich und riskant empfunden als in Amsterdam. Wenn du dich auf den Fahrradwegen immer rechts hältst, die schnelleren Radler links an dir vorbeifahren lässt, immer schön den Schulterblick machst, wenn du überholen oder abbiegen willst, vor dem Anhalten die Hand hebst und dann zügig den Fahrradweg verlässt, kann eigentlich gar nicht viel passieren. Die Rushhour früh morgens und am späten Nachmittag solltest du nach Möglichkeit vielleicht eher meiden. Und sollte dir der Verkehr trotzdem mal zu anstrengend werden, vor allem im Zentrum, dann mach einfach ein kleines Päuschen! Ob an großen Plätzen oder in den Straßen, überall gibt es Möglichkeiten, sein Fahrrad abzustellen.

Geparkte Fahrräder vor dem "Schwarzen Diamant", der Königlichen Bibliothek in der Innenstadt von Kopenhagen

Bunte, mit Blumen und Fähnchen geschmückte Fahrräder sind wohl eher ein holländisches Phänomen. Die meisten Kopenhagener scheinen es lieber schlicht und unauffällig zu mögen.

Bei der Gelegenheit kannst du dann auch gleich einen kleinen Snack „home made food on the go go“ zu dir nehmen, z. B. am Gastro Trucken, einem witzigen Imbiss-Wagen, den wir in der Nähe von Nyhavn gesehen haben. Auch an tollen Restaurants ist Kopenhagen nicht arm. Nachdem wir an drei Abenden so hervorragend und unfassbar lecker gegessen haben, habe ich ja die Theorie aufgestellt, dass man in Kopenhagen gar nicht schlecht essen kann.

Gastro Trucken in Kopenhagen

In Kopenhagen ein Foto zu machen, ohne einen Radfahrer mit aufs Bild zu bekommen, ist nahezu unmöglich.

Rent a bike in Kopenhagen

Rent a bike am Nyhavn

Neben den Rent-a-bike-Läden gibt es ein sehr modernes, öffentliches Fahrradverleihsystem namens „gobike“. Die weißen Cityräder stehen in der Stadt verteilt an speziellen Docking Stations, sind mit einem zuschaltbaren E-Motor und, was ich besonders genial finde, mit einem Tablet-PC am Lenker ausgestattet. Über das robuste Tablet bezahlt und entriegelt man das Rad, kann GPS-Funktionen nutzen, sich über Sehenswürdigkeiten informieren lassen oder Fahrpläne für öffentliche Verkehrsmittel abrufen. Das hatte ich schon vor unserer Reise im Internet gelesen. Natürlich war ich extrem neugierig auf diese Leihfahrräder.

gobike - öffentliches Fahrradverleihsystem in Kopenhagen

n den mit Ökostrom betriebenen Fahrradständern werden die E-Bikes wieder aufgeladen.

Tatsächlich hat es am ersten Tag eine ganze Weile gedauert, bis wir überhaupt mal die erste gobike-Station fanden. Viele, viele Radfahrer, aber kaum jemand, der auf einem gobike fährt, höchstens mal ein paar Touristen – das war jedenfalls unser subjektiver Eindruck. Die Idee der Verkehrsplaner, gobike neben Bus und Bahn als Bestandteil des öffentlichen Verkehrssystems in Kopenhagen zu etablieren, ist, glaube ich, nicht aufgegangen.

gobike - öffentliches Fahrradverleihsystem in Kopenhagen

Bei näherem Betrachten ist es auch ein ganz schön teurer Spaß, besonders wenn man das Rad für mehrere Stunden haben möchte. Pro Fahrrad werden generell 200 Kronen (ca. 27 €) Pfand und 25 Kronen (ca. 3,40 €) Leihgebühr in der Stunde fällig. Bei zwei Fahrrädern und z. B. 10 Stunden Ausleihdauer wären das etwa 70 Euro Miete! Wir fanden das jedenfalls übertrieben teuer und haben uns lieber für die Hälfte des Geldes in unserem Hotel zwei normale Stadträder für den ganzen Tag ausgeliehen. Wer braucht auch schon ein E-Bike in einer Stadt, die komplett flach ist?

Statens Museum for Kunst - Das Staatliche Kunstmuseum in Kopenhagen

Das Staatliche Kunstmuseum mit toller Außenanlage – Unbedingt besuchen!

Von vielen Touristen besucht: Nyhavn in Kopenhagen

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten und von vielen Touristen besucht: Nyhavn

Wenn du schon mal in Kopenhagen bist, darfst du natürlich auf keinen Fall versäumen, Nyhavn einen Besuch abzustatten. Besonders an einem sonnigen Tag, wenn die bunten Häuser so herrlich angestrahlt werden, ist das ein toller Ort. Am besten das Fahrrad irgendwo abstellen und zu Fuß an den vielen Restaurants, Tavernen und Straßenmusikern vorbeischlendern. Für einen Nähnerd wie mich natürlich auch ein Muss: Eine Stippvisite bei Stoff und Stil. Das Geschäft ist der real gewordene Versandkatalog. Sehr witzig. Selbstverständlich konnte ich nicht widerstehen und musste ein kleines Erinnerungsstöffchen mitnehmen.

Stoff und Stil in der Vesterbrogade

Von Nyhavn starten die Hafenrundfahrten, Kopenhagen

Von Nyhavn aus starten auch die Hafenrundfahrten.

Du siehst: Kopenhagen ist unbedingt eine Reise wert. Die Stadt ist einfach toll! Und auch als Tourist kann man sich ruhig trauen, mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour zu gehen. Wenn du ein paar Verkehrsregeln beachtest und versuchst, mit den anderen Fahrradfahrern im Fluss zu fahren, macht es echt viel Spaß und ist ein unvergessliches Erlebnis.

Verlinkt bei Like-2-bike, der Linksammlung für Fahrradgeschichten, Tourberichte, Radelgedanken und Kreatives rund ums Fahrrad.

Orientalischer Couscous-Salat mit gerösteten Kürbiskernen {Rezept}

Mal über den eigenen Tellerrand schauen – Das mache ich sehr gerne, auch beim Kochen. Ich liebe die thailändische und indische Küche, ich mag gerne Sushi, aber auch arabische Rezepte finde ich oft unglaublich lecker. Zum Glück habe ich einen Mann an meiner Seite, der anderen Kulturen, Küchen und Gewürzen genauso aufgeschlossen ist wie ich. Ein Kerl, der immer nur Kartoffelsalat mit Würstchen futtern und Urlaub im Schwarzwald machen möchte, hätte keinen Himmel auf Erden mit mir.

Dieser orientalisch angehauchte Couscous-Salat, den ich dir heute vorstellen möchte, verdankt seine satte, gelbe Farbe dem Gewürz Kurkuma. Paprika, Salatgurke und Fetakäse sorgen für eine fruchtig-frische Note. Der Clou sind eine Handvoll gerösteter Kürbiskerne, die auf gar keinen Fall fehlen dürfen. Sie geben diesem Salat seinen unverwechselbaren Geschmack. Schon seit vielen Jahren gehört dieser Couscous-Salat zu unseren Lieblingsrezepten – sommers wie winters. Wie er zubereitet wird, das verrate ich dir jetzt.

Zutatenliste:

250 g Couscous, 1 Zwiebel, 5 EL Olivenöl, 1 Tl Kurkuma, 1 Messerspitze Kreuzkümmel (gemahlen), 400 ml Gemüsebrühe, 1/2 Salatgurke, 2 rote Paprika, 200 g Fetakäse, 75 g Kürbiskerne, 8 El Orangensaft, 1 Tl Senf, Minze, Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Couscous kochen: In einem großen Topf 1 El Öl erhitzen. Darin die fein gewürfelte Zwiebel zusammen mit 1 Msp. Kreuzkümmel und 1 Tl Kurkuma bei schwacher Hitze dünsten. Mit 400 ml Brühe ablöschen, aufkochen lassen und 250 g Couscous einstreuen. Kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und 5-7 Minuten quellen lassen, bis der Couscous die ganze Flüssigkeit aufgenommen hat und schön locker ist. Abkühlen lassen.
  2. Gemüse schnibbeln: 1/2 Salatgurke und 2 Paprika würfeln.
  3. Minze fein hacken: Wie viel Minze hängt von der Sorte ab und ist Geschmackssache. Vielleicht fängst du mit 8-10 kleinen Blättchen an und gibst noch mehr dazu, wenn du findest, es könnte minziger sein.
  4. Dressing zubereiten: Aus 8 El O-Saft (frisch gepresst oder ein guter aus der Flasche), 4 El Öl, 1 Tl Senf, Salz und Pfeffer ein Dressing mixen.
  5. Kürbiskerne rösten: In einer kleinen Pfanne ohne Öl 75 g Kürbiskerne etwa 2-3 Minuten braun anrösten. Wenn es anfängt zu knacken, die Kürbiskerne mit einem leichten Schwung aus dem Handgelenk auf die andere Seite wenden. Wie bei Pfannkuchen.
  6. Fertigstellen: 150 g Fetakäse zerbröseln. Alle Zutaten gut vermischen. Mindestens einen halben Tag lang durchziehen lassen. Vor dem Servieren mit den restlichen 50 g Feta und ein paar Minzblättern hübsch garnieren.

Viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!

Mehr Salatzrezepte findest du hier:

→  Spaghetti-Salat mit Melone, Feta & Minze
→  Herzhaft-süßer Sommersalat mit Bulgur, Feta & Cranberries
→  Italienischer Nudelsalat mit getrockneten Tomaten und Parmesan

Wenn sich Menschen wie du und ich zusammentun… #bloggerfuerfluechtlinge

Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, dass er sich mit 120 anderen in ein Schlauchboot setzt, das schon nach wenigen Seemeilen zu sinken beginnt, weil es eigentlich nur für 25 Personen ausgelegt ist? Wie unerträglich, unmöglich, unfassbar schlimm muss das Leben in der Heimat sein, wenn man sich auf so ein Himmelfahrtskommando einlässt? Gerettet werden, in Europa ankommen oder auf dem Mittelmeer sterben – Was anderes gibt’s nicht mehr. Fifty-fifty-Chance. Überleben ist Glückssache, wie Lottospielen.

Was Ingo Werth von Sea-Watch in der Fernsehsendung Markus Lanz erzählte, hat mich zutiefst schockiert, berührt und lange beschäftigt. Die Ostsee ist zwar nicht das Mittelmeer, aber ich musste in unserem Dänemark-Urlaub oft an die Männer, schwangeren Frauen und Kinder denken, die täglich vor der libyschen Küste ertrinken. … Wer erzählt ihre Geschichten und nennt ihre Namen? Wer informiert ihre Familien? Werden ihr Mütter, Väter oder Geschwister jemals erfahren, welches Schicksal sie erlitten haben?

Foto von unserem Dänemark-Urlaub

Jeder Einzelne zählt! Das ist das Motto von Sea-Watch. Mit einem 100 Jahre alten, umgebauten Fischkutter fährt die achtköpfige Crew zu bekannten Flüchtlingsrouten zwischen Libyen und Lampedusa und leistet dort Ersthilfe. Sie halten Ausschau nach umhertreibenden, überladenen Booten, bergen die entkräfteten, halbverdursteten Menschen auf aufblasbare Rettungsinseln, versorgen sie mit Wasser und statten sie mit Rettungswesten aus, bis große Schiffe eintreffen und die Flüchtlinge an Bord nehmen. Doch allzu oft ist scheinbar kein Frachter und kein Marineschiff in der Nähe, und das Team der Sea-Watch weiß nicht, an wen sie die Geretteten übergeben soll.

Ich kann mir kaum vorstellen, wie schwierig und seelisch belastend die Situation für die Crew sein muss, die diese Arbeit ehrenamtlich leistet! 1.500 Menschen hat Sea-Watch bereits geborgen – eine unglaublich große Zahl angesichts dessen, dass es „nur“ eine kleine, private Initiative ist, die sich allein durch Spenden finanziert. Das zeigt doch: Jeder von uns kann etwas bewirken! Wenn sich Menschen wie du und ich zusammentun, ist alles möglich!

Blogger für Flüchtlinge #bloggerfuerfluechtlinge

Seit einer Woche bin ich Mitglied der Facebook-Gruppe „Blogger für Flüchtlinge“ – ein Bündnis und Netzwerk von fast 1.600 Bloggerinnen und Bloggern, die gemeinsam ein Zeichen setzen und die Flüchtlingshilfe aktiv unterstützen möchten. Was ich dort an Hilfsbereitschaft, Solidarität, Gemeinschaftssinn, konstruktivem Austausch und Einfallsreichtum erlebe, haut mich wirklich um. Da wird nicht nur gelabert und diskutiert, da wird gehandelt! Ideen werden entwickelt, Kontakte ausgetauscht, Kooperationen geschlossen, Projekte organisiert und genetzwerkt. Mehr als 82.000 Euro hat die Initiative „Blogger für Flüchtlinge“ bereits über die Spendenplattform betterplace.org gesammelt – Geld, bei dem du ganz transparent sehen kannst, wo es hingeht und welche Projekte unterstützt werden. Ein Wahnsinnserfolg, „und wir fangen gerade erst an“, wie Paul Huizing, einer der Initiatoren, so schön sagt! Wenn du mehr über „Blogger für Flüchtlinge“ erfahren möchtest, dann klick doch mal die Webseite an: blogger-fuer-fluechtlinge.de (Update: Webseite wurde verkauft und zeigt mittlerweile andere Inhalte.)

Nicht jeder kann mit einem Fischkutter in See stechen und ertrinkende Menschen aus dem Mittelmeer ziehen, aber wir können gute Projekte und Initiativen unterstützen. Wir können Facebook-Posts liken und teilen, die ein differenziertes Bild der Flüchtlingssituation zeigen, wir können Geld spenden, wir können uns dafür einsetzen, dass legale Wege geschaffen werden, in Europa Asyl zu beantragen. Wir können Flüchtlinge herzlich empfangen, ihnen helfen, egal, woher sie kommen und aus welchen Beweggründen sie ihr Land verlassen haben. Wir können  „Asylkritikern“ erklären, dass das Asylrecht ein Menschenrecht ist – für jeden! Wir können unseren Kindern vorleben, dass Herkunft, Hautfarbe und Religion nichts über den Charakter eines Menschen aussagen und sie zu Mitgefühl und Mitmenschlichkeit erziehen. Wir können so viel tun!

Denn sind wir mal ehrlich: Den meisten von uns geht’s verdammt gut, und wir könnten uns doch in 100 Jahren nicht vorstellen, unser Schicksal einem kriminellen Schlepper anzuvertrauen und in einem hoffnungslos überfüllten Schlauchboot orientierungslos auf dem Mittelmeer zu treiben. Jeder Mensch hat das Recht, nach einem besseren Leben zu streben – für sich und seine Familie! Das ist meine feste Überzeugung.