Kategorie: Taschen

Knotentasche mit Jojos – Eine leichte Sommertasche zum Verlieben

Ich bin im Flow! Aber so richtig! Im Moment könnte ich eine Tasche nach der anderen nähen. So viele Schnitte möchte ich endlich ausprobieren, und so viele Traumstoffe warten darauf, in kleine und große Taschen verwandelt zu werden. Dadurch, dass ich die meiste Zeit an der Nähmaschine verbringe, komme ich gerade weniger dazu, Blogposts zu schreiben. Aber das wird natürlich alles nachgeholt!

Heute zeige ich dir meine Knotentasche mit Jojos, die ihren ersten Auftritt zusammen mit der Florabella auf der Creativa hatte. Aus aquafarbenem Chevronstoff und weichem Leinen entstand sie, die kleine Schwester von Anna. Sie ist etwas zarter und zurückhaltender als die italienische Signora, aber ganz eindeutig auch ein Kind des Sommers.

Der Schnitt ist eine abgewandelte Version der „Einfachen Tasche“ aus dem Buch „Taschen – Moderne Klassiker nähen“ von Sue Kim, das ich noch einmal genauer vorstellen werde. Ein tolles Nähbuch! Breiter zugeschnitten, mit verlängerten Henkeln, abgerundeten Ecken und zusätzlichen Abnähern, ist der Stoffbeutel genau so geworden, wie ich es mir gewünscht habe. Für mich auf jeden Fall ein Klassiker!

Um Jojos, die bunten Stoffblumen, herzustellen, gibt es extra Schablonen, aber die sind erstens teuer und zweitens nicht in jeder Größe erhältlich. Aber wenn du das Prinzip einmal verstanden hast, kannst du Jojos auch ohne Schablone ganz einfach und schnell mit ein paar Heftstichen nähen. Wie’s genau funktioniert, zeigt dir zum Beispiel Bine von was eigenes.

Trotz Taschenfieber habe ich meine Blogreihe Verkaufen auf DaWanda natürlich nicht vergessen. Ich bin am Thema dran und hoffe, bald den nächsten Artikel veröffentlichen zu können. Ein klein wenig Geduld noch bitte.

Verlinkt bei Taschen & Täschchen

Meine Tasche Florabella und wie ich entdeckte, dass ich Amy Butler mag

Hättest du mich vor einem halben Jahr gefragt, wie ich die Designs von Amy Butler finde, hätte ich dir ganz ehrlich geantwortet: „Na ja, geht so. Bisschen opulent gemustert. Ganz schön teuer! Nein, einen Amy-Butler-Stoff habe ich noch nie gekauft!“ … Pfff!…  Ja, ja! Den halben Schrank hab‘ ich voller Amy-Butler-Stoffe! Dank meiner Florabella bin ich mir jetzt selber auf die Schliche gekommen.

Weil der Stoff mit den großen Blumen nicht für den Träger gereicht hat, musste ich mich ohne irgendeinen Anhaltspunkt im Netz auf die Suche nach Nachschub begeben, und was ich dabei herausfand, hat mich wirklich umgehauen: Drei meiner allerliebsten, lang gehüteten, letztes Jahr beim Ostsee-Bloggertreffen gekauften Stoffschätze stammen aus dem Hause Amy Butler. Ich bin aus allen Wolken gefallen! Wenn du jetzt denkst, der Designername steht doch aber immer auf der Webkante… Tja, entweder habe ich vor dem Zuschneiden nicht hingeschaut oder auf meinem Stück stand nichts.

Amy-Butler-Stoffe habe ich seitdem jedenfalls fest im Blick. Nicht jede Kollektion gefällt mir, aber auf der Creativa habe ich doch das eine oder andere Schätzchen gefunden, das direkt in meine Florabella gewandert ist. Ich glaube, Stoffe von Amy Butler muss man einfach in echt und groß ausgebreitet sehen – erst dann entfalten die Muster und Motive ihre Wirkung. Auf den kleinen Vorschaubildchen der Online-Shops funktioniert das nicht. Vielleicht bin ich aber auch gerade dabei, meinen Geschmack zu ändern. Dass ich die Florabella von Jolijou toll finde, ist jetzt aber keine so große Überraschung für mich. Der Taschenschnitt liegt schon eine halbe Ewigkeit auf meiner Festplatte, und es wurde Zeit, ihn endlich einmal zu nähen.

Als ich überlegte, welche Tasche sich für die Creativa eignet, fiel meine Wahl sehr schnell auf die Florabella. Sie ist geräumig, hat durch die seitlichen Raffbänder eine tolle Form und bietet viele Möglichkeiten für kreative Spielereien. Das mag ich. Die Stoffe und Bänder krabbelten fast von alleine zusammen und passten farblich perfekt zur Häkelblume, die mir die liebe Marlies von G’macht in Oberbayern letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hat. Die mintfarbene Häkelborte hat mir die geschätzte Steffi von Tophill*Kitchen geschenkt. Wie für dieses Projekt gemacht, oder?

Am Schnitt musste ich ein wenig herumbasteln: Das Original verlangt einen 55 cm breiten Stoff. Unpraktisch, wenn man vom Amy-Butler-Schätzchen nur 50 cm gekauft hat! Also habe ich den Schnitt des Taschenkörpers auf 95 Prozent verkleinert. Die kleine Aufsatztasche hingegen habe ich auf 105 Prozent vergrößert, damit die schöne Häkelblume ausreichend Platz hat. Gefüttert habe ich meine Florabella mit H 640. Alle Außenstoffe, Innentaschen und auch der Träger sind mit diesem dicken Volumenvlies verstärkt. Die Tasche ist dadurch sehr fluffig und lässt sich an den Seiten toll raffen, hat dafür aber keinen Stand. Ich find’s nicht weiter tragisch, dass sie so wenig formstabil ist, aber frage mich doch, wie sie mit einer zusätzlichen Lage fester Vlieseline wirken würde. Zu überlegen ist auch, ob man nicht einen Einlegeboden dazubasteln oder für den unteren Teil Leder verwenden könnte. Allerdings ist es beim Quertragen der Tasche auch angenehm, dass sie sich an den Körper schmiegt und nicht so steif ist.

Das kleine Fach auf der Rückseite ist eine verkleinerte Version der Vorderaufsatztasche.

Für die Nähanleitung der Florabella ist es von Vorteil, wenn man Erfahrung im Taschennähen mitbringt. Ich kam zwar sehr gut zurecht, aber ich weiß genau, als Anfängerin hätte ich so meine Probleme mit den knappen Erklärungen gehabt. Hier und da ein zusätzliches Foto hätten dem E-Book auf jeden Fall gut getan. Viele Schritte habe ich ganz anders gemacht, als in der Anleitung beschrieben, so zum Beispiel das Festnähen des Futterteils.Vorgesehen ist, dass das Futterteil so eingenäht wird, dass die Nähte innen offen liegen. Man könnte sie dann zwar mit Schrägband einfassen, aber das finde ich zu aufwendig. Lieber nähe ich Tasche und Futter so zusammen, dass alle Nähte im Inneren verschwinden und nicht mehr sichtbar sind. Dafür habe ich einfach Tasche und Futter getrennt an den Reißverschluss-Streifen genäht und dann über eine Öffnung im Futter gewendet. Der Reißverschluss muss dafür natürlich geöffnet sein.

Auf dem Foto siehst du den am Reißverschluss-Streifen festgesteckten Taschenkörper. Das Futter ist bereits angenäht und wird zurückgesteckt, damit es nicht aus Versehen miteingefasst wird. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn vorher die Streifen vom Innen- und Außenstoff nicht komplett an den Reißverschluss angenäht wurden, sondern mit einem Abstand von etwa 1,5 cm. So kann man Tasche und Futter jeweils zurückstecken und getrennt voneinander annähen.

Die Vierkant-Ringe habe ich vor dem Annähen mit ein paar Handstichen am Reißverschluss-Streifen fixiert. So kommen sie mir unter der Nähmaschine nicht in die Quere. Innen habe ich die Florabella mit einem Reißverschluss-Innentäschchen und gepolsterten Fächern für Handy, Portemonnaie & Co. ausgestattet. Praktisch finde ich auch immer ein schmales Fach für einen Kugelschreiber. Was ich nicht brauche, ist ein Schlüsselfinder-Band. Meinen Schlüsselbund verstaue ich lieber in einer Innentasche. Hier ein Foto von einer der Innenseiten, aber Achtung! Hypnosegefahr! Der Stoff erinnert doch irgendwie an die Schlange Kaa, oder?

So, bevor ich jetzt selbst in einen Schlummerschlaf falle und von opulenten Amy-Butler-Stoffen träume, nichts wie ab mit meiner Florabella zum Creadienstag und zu Taschen & Täschchen!

Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich dir!

Und damit ich es nicht wieder vergesse, eine Notiz an mich selbst: Katharina, diese Stoffe hast du für deine Florabella vernäht: Amy Butler Soul Blossom Buttercups spearmint, Amy Butler Soul Blossom Peacock Feathers, Michael Miller Little Spots kiwi, Oval Elements, Unibaumwolle petrol, Riley Blake Avignon Houndstooth blue und Adornit Pink Dazzled… für den Fall, dass du noch mal nachkaufen möchtest.

Florabella und die Gewinnerin des Bilderrätsels

So schnell geht ein Wochenende vorbei! Eben noch mit der lieben Sewing Tini zum Zug nach Dortmund gerannt, jetzt schon wieder zu Hause. Toll war’s auf der Creativa!!! Aber das muss ich euch in den nächsten Tagen, wenn ich meine Gedanken und müden Knochen sortiert habe, noch ganz genau erzählen. Heute erst mal nur die Auflösung des Bilderrätsels. Bestimmt wartet ihr schon ganz gespannt.

Es ist natürlich eine Florabella von Jolijou – ein toller Schnitt mit einer blumigen Aufsatztasche, seitlichen Raffbändern und viel kreativem Spielraum für Tüddeleien. Viele von euch haben sie selbst schon genäht und an diesen charakteristischen Details erkannt. So konnte ich 41 richtige und gültige Lösungen in Mister Randoms Lostrommel werfen, und in Sekundenschnelle fischte er die glückliche Gewinnerin heraus.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Marion! Du gewinnst mein kleines Creativa-Set: ein Stück Stoff aus der Kollektion „Mustang“ von „Cotton and Steel“, Webband und Washi Tape „Love“ und einen Anhänger, der sich prima zu einem schönen Taschenbaumler verarbeiten lässt. Ich hoffe, dir gefällt, was ich auf der Creativa für dich ausgesucht habe. Ich persönlich bin jedenfalls sehr angetan davon und freue mich schon, eine Tasche aus dem Blumenstoff zu nähen. Allen anderen danke ich sehr für’s Mitmachen und wünsche ganz viel Glück für die nächste Verlosung.

Für eine ausführliche Präsentation meiner Florabella inklusive Nähtipps bin ich heute leider auch zu erledigt. Das wird in den nächsten Tagen nachgeholt! Versprochen!

Minitaschen mit Fuchs

Gerne genäht und verschenkt habe ich im Winter Minitaschen mit den coolen Füchsen von Robert Kaufman. Der kostenlose Farbenmix-Schnitt kommt ohne Vlieseline aus und lässt sich mit dem kleinen Karabinerhaken überall befestigen. Ich liebe die kleinen Täschchen und habe deshalb zwei Exemplare selbst behalten.

Die Täschchen schicke ich heute zum Creadienstag, zu TT – Taschen und Täschchen und natürlich zur hauseigenen Fuchs-Linkparty. Ich liebe den Fuchs ja immer noch und bin gespannt, wie es 2015 mit ihm weitergeht. Ob er weiter so beliebt bleibt oder von einem anderen Trendtier abgelöst wird? Vielleicht gibt es ja eine Rückkehr der alten Rentnereule. Aber auch die Elefanten sind weiterhin nicht zu unterschätzen. Wer die sensiblen Dickhäuter liebt und nach Inspirationen sucht, dem kann ich übrigens die wunderbare Linkparty bei Contadina’s way empfehlen.

Tasche für verkannte Superhelden !

Wisst ihr, wer verkannte Superhelden unserer Zeit sind? Das sind die IT-Spezialisten, die System-Administratoren und Programmierer, die tagtäglich dafür sorgen, dass unsere moderne, digitale Gesellschaft funktioniert. Was wären wir ohne das Wissen dieser Frauen und Männer über Bits und Bytes und Einsen und Nullen? Wie echte Superhelden agieren sie im Verborgenen. Man sieht sie nur selten, nimmt ihre Anstrengungen kaum wahr.

Für meinen Lieblingshelden entstand diese Tasche nach dem Schnitt Kulturtasche Kamille von Lillesol und Pelle. Genäht aus einem Stoff, der jedes Computerherz höher schlagen lässt. Verstärkt mit einer Lage S 320. Falls ihr euch über das üppige Grün im Hintergrund wundert… Die Tasche und die Fotos sind bereits im Sommer entstanden.

So kann ich auch berichten, dass die Tasche beim Anwender Gefallen gefunden hat und dankbar angenommen wurde. Allerhand Computerzubehör findet nun darin Platz: Maus, Ladekabel, USB-Stick und einiges andere. Allein das Gummiband hat sich als wenig praktisch erwiesen. Da würde ich beim nächsten Mal genau wie auf der gegenüberliegenden Taschenseite einfach ein paar Innentäschchen einnähen.

 

Achtung, Himbeerkamel-Mäppchen vermehren sich rasant!

Ja, gibt’s denn sowas? Da muss ich erst morgens am Frühstückstisch die Handmade Kultur durchblättern, um endlich ein Nähprojekt anzugehen, das schon seit über einem Jahr in meinem Hinterkopf mit dem Vermerk „Unbedingt ausprobieren!“ abgelegt ist. Dabei war mir doch gleich klar, dass die Dinger genial sind: Die Mäppchen mit dem witzigen Reißverschluss – ausgetüftelt und in Form eines Tutorials großzügig mit aller Welt geteilt von Christina (Himbeerkamel). Ich hab‘ mich so gefreut, dich in der Handmade Kultur zu entdecken, liebe Christina!

Achtung, hier tritt das gleiche Phänomen auf wie bei den Tetraeder-Täschchen: Sie vermehren sich rasant und sind nahezu unzertrennlich! Keine Warnung muss wegen des Zeitaufwands ausgesprochen werden. Die Mäppchen nähen sich nämlich wirklich fix, hat man einmal den Bogen raus. Inklusive Zuschneiden und H630-Aufbügeln brauche ich ca. 35 Minuten für ein Exemplar, wobei etwa 10 Minuten schon allein für das Auffädeln des Reißverschluss-Zippers draufgehen. Eigentlich habe ich ja keine Probleme mit der Technik des Endlos-Reißverschlusses, aber bei dem Mäppchen muss der Zipper so aufgefädelt werden, dass die beiden Stoffseiten auf gleicher Höhe sind, und da brauche ich meist ein paar Versuche. Wenn ihr jetzt nicht genau wisst, was ich meine, macht nix! Probiert’s einfach mal selbst aus, dann seht ihr schon!

Reißverschlüsse stecke ich immer mit Nadeln fest. Das habe ich so gelernt, und das funktioniert bei mir auch sehr gut. Ich kann gar nicht verstehen, warum so viele Leute dafür grundsätzlich Stylefix benutzen. Das doppelseitige, dünne Klebeband ist ohne Frage eine tolle Erfindung, aber oft lässt es sich nicht vermeiden, entgegen aller Warnhinweise über das Stylefix zu nähen. Das Resultat ist dann leider eine ruinierte, verklebte Nähmaschinen-Nadel. Beim Himbeerkamel-Mäppchen allerdings hat Stylefix einen großen Vorteil: Der Reißverschluss lässt sich perfekt zwischen den halbrunden Außen- und Innenstoff fixieren. So schön würde ich die Nähte mit meiner Stecknadel-Technik nicht hinbekommen!

Meine bunten Mäppchen schicke ich zu Christina Himbeerkamel und zu Muddis RUMS, denn ich liebe Mäppchen und muss deshalb eins für mich selbst behalten. Die Wahl fiel schwer und dann doch auf das blau-grüne.

Edit 14.2.2017: Leider hat Christina ihren Blog Himbeerkamel geschlossen. Die Anleitung für die Mäppchen ist damit nicht mehr zugänglich.