Kategorie: Taschen

LOVE – Filigree-Täschchen mit Doppelreißverschluss {Sew Sweetness Blogtour}

Werbung
Dir gefällt eine Tasche, aber die Anleitung ist auf Englisch und deshalb traust du dich nicht? Dann schau doch mal, ob es das E-Book auf Deutsch gibt! Immer mehr amerikanische Designer kommen einen großen Schritt auf uns zu und lassen ihre Anleitungen ins Deutsche übersetzen, allen voran Sara Lawson, die du vielleicht besser unter ihrem Label Sew Sweetness kennst.

Dass es gar nicht immer so einfach ist, das knackig-kurze Englisch ins Deutsche zu übertragen, davon können Gesine {Allie & Me design} und Miriam {Plottertante} ein Lied singen. Dank der beiden sind viele Sew-Sweetness-Anleitungen nun auch auf Deutsch erhältlich. Wo du sie bekommen kannst? – Ab sofort auch im Shop von Nähconnection. Annika hat Sew Sweetness neu in ihr Programm aufgenommen und zum Start diese große Blogtour organisiert. (NACHTRAG 2023: Den Shop Nähconnection gibt es nicht mehr.)

Filigree Doppelreißverschluss-Täschchen nach dem Schnitt von Sew Sweetness

★ Dieser Artikel ist als Werbung gekennzeichnet, weil mir die Nähanleitung für den Kosmetikkoffer von Nähconnection kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

30 Bloggerinnen machen mit und zeigen die beliebten Doppelreißverschluss-Täschchen Filigree und Annex, das Materialetui für Kreative, die Aeroplane Bag, den Cumberland Rucksack, die Tudor Bag, die Emblem Duffle Bag und den Crimson & Clover Kosmetikkoffer. Eine Woche lang dauert die große Taschensause und währenddessen gibt’s bei Nähconnection tolle Gewinnspiele und jede Menge Rabatte auf die Sew-Sweetness-Schnitte.

Filigree Doppelreißverschluss-Täschchen nach dem Schnitt von Sew Sweetness

Als Annika fragte, ob ich Interesse hätte, an der Blogtour teilzunehmen, war ich sofort begeistert. Schon oft habe ich das Filigree-Täschchen bei Gesine bewundert, deshalb war klar: Die will ich nähen! Der Doppelreißverschluss ist genial, und die Tasche bietet viel Freiheit, sich kreativ auszutoben – mit Stoffen, Reißverschlüssen, Zippern, Aufnähern, Webbändern oder Quiltmustern.

Und nachdem ich sie nun schon zum zweiten Mal genäht habe, muss ich sagen: Ich liebe sie! Diese Kosmetiktasche ist was ganz Besonderes und stellt fast alle anderen in meinem Regal in den Schatten. Sie macht mehr Arbeit als andere Kosmetiktäschchen, da brauchen wir gar nicht drumrum zu reden, besonders wenn man die Taschenteile vor dem Zuschnitt quiltet. Aber es lohnt sich! 100 Prozent!

Quilten mit dem Abstandslineal

Das Abstandslineal für meine Brother-Nähmaschine möchte ich nicht mehr missen. Super zum Quilten.

Die Sache mit dem Doppelreißverschluss ist übrigens halb so wild. Schritt für Schritt wird in der Bilder-Anleitung erklärt, wie die Seitenteile an die Reißverschlüsse genäht werden, damit am Ende zwei Innentaschen entstehen. Gar nicht schwer zu verstehen! Ein bisschen tricky finde ich am Schluss das Einnähen des Seitenteils. Da ist der Tipp im E-Book, Stylefix zu verwenden, Gold wert.

Filigree Doppelreißverschluss-Täschchen nach dem Schnitt von Sew Sweetness

Genäht habe ich die kleine Größe. Die finde ich mit 21 cm Länge und 14 cm Höhe richtig schnuckelig. Im E-Book enthalten sind außerdem eine mittlere und eine große Filigree. Für den besonderen Anlass der Blogtour habe ich zu absoluten Lieblingsstoffen von Bonnie & Camille gegriffen: außen ein Stoff aus der Serie Scrumptious, innen Karo-Stoffe aus der Serie Vintage Picnic. Das Label habe ich aus SnapPap ausgeschnitten, ein Stück Love-Webband aufgenäht, links und rechts mit der Lochzange zwei kleine Löcher gemacht und mit Stickgarn aufgenäht.

Filigree Doppelreißverschluss-Täschchen nach dem Schnitt von Sew Sweetness

Ich bin so glücklich mit meiner Bonnie & Camille-Filigree und werde sie garantiert nicht mehr hergeben. Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist, kann ich dir noch zwei Tipps an die Hand geben:

1. Lies dir die Anleitung unbedingt sehr sorgfältig durch. Manchmal stehen wichtige Informationen erst am Ende einer Erklärung. Deshalb gut lesen! Denk z. B. beim Annähen der Reißverschlüsse daran, 1 cm vom Rand entfernt zu beginnen und aufzuhören. Das überliest man leicht.

2. Verwende zum Verstärken der Tasche unbedingt Soft & Stable! Du meinst vielleicht, das Nähen und exakte Arbeiten wäre durch die Schaumstoff-Einlage schwieriger, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich habe die Tasche beim ersten Versuch mit G 700 und H 640 verstärkt, und das Ergebnis hat mich längst nicht so überzeugt wie mit Soft & Stable. (Übrigens ist Soft & Stable nicht teurer als Style-Vil!)

Filigree Doppelreißverschluss-Täschchen nach dem Schnitt von Sew Sweetness

So, das war mein erster Streich, der zweite folgt sogleich… um genau zu sein am Donnerstag. Ja, ich präsentiere im Rahmen der Blogtour noch eine zweite Sew-Sweetness-Tasche. Diesmal ein richtiger Brocken, der auch gleichzeitig mein Angstgegner für den Taschen-Sew-Along 2016 im Oktober ist. Ich hab ganz schön dran gekaut, aber ihn schlussendlich doch bezwungen. YEAH! Wenn du wissen möchtest, wie mein Angstgegner hieß, schau also in zwei Tagen noch mal vorbei.

Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß bei der großen Sew-Sweetness-Taschenparty! Die Links zu allen Blogs, die mitmachen, findest du bei Nähconnection.

Und wenn du wissen möchtest, wie man „Sew Sweetness“ richtig ausspricht, schau doch mal in meinen Blogbeitrag It’s not sew easy | Der Running-Gag.

Verlinkt bei Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Sew Sweetness Linkparty und TT – Taschen & Täschchen

Warum die Zeit jetzt reif ist für eine selbst genähte Ordnerhülle

Ich muss ja ganz ehrlich sagen: Bisher habe ich nie die Notwendigkeit gesehen, Ordnerhüllen zu nähen. Ich finde sie schon hübsch, das ist nicht das Ding. Und wenn man nur zwei, drei Ordner hätte, wär‘ das ja auch ‘ne feine Sache, aber wenn der ganze Schrank voll steht… Puh! Wie viele Wochen lang soll ich denn diese Hüllen nähen?

Ich hab‘ ja manchmal das Gefühl, ich wär‘ auch im Archiv oder in der Verwaltung gut aufgehoben gewesen. Schon als Kind habe ich Zeitschriften gerne gelocht und chronologisch abgeheftet. Im Rückblick muss ich darüber lachen. Na ja, auch wenn ich Zeitschriften heute nicht mehr abhefte und aufhebe, in meiner Schnittmuster-Sammlung habe ich immer noch gerne Ordnung. Und deshalb stehen da auch ein paar dicke Ringordner im Nähregal.

Ordnerhülle "Nähen ist toll"

Einer davon sticht nun heraus, ist ganz speziell und verdient deshalb eben doch so ein schönes Mäntelchen. Das Besondere an ihm ist nämlich, dass er nicht nur brav bei seinen Kollegen im Regal steht, sondern einmal in der Woche mit mir unterwegs ist. Gemeinsam fahren wir nachmittags in eine Schule und geben dort Nähunterricht.

Ordnerhülle "Nähen ist toll"

Was für ein Spaß! Es macht so viel Freude, die Mädels (5./6. Klasse) bei ihren ersten Schritten an der Nähmaschine zu begleiten. Diese Magie, wenn der Fuß zum ersten Mal aufs Pedal tritt und die Maschine losnäht, die strahlenden Augen und das aufgeregte „Waaah, ich nähe!“ – Unbezahlbar! Ein Schuljahr lang darf ich mit den Mädchen nun Monster, Eulenkissen, Wimpelketten, Stoffbeutel und viele andere schöne Projekte nähen. Ich bin so glücklich darüber, dass das geklappt hat, dass sich genügend Schülerinnen angemeldet haben und die AG zustande gekommen ist. Tatsächlich war das Thema „Nähen“ so beliebt, dass gar nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten.

Kinder-Nähkurs

Herzen mit Anhänger, unser 1. Projekt nach den Nähübungen. Das Buch von Jane Bull übrigens sehr empfehlenswert!

Und weil es mir so viel Spaß macht, mein Wissen weiterzugeben, Nähtechniken zu erklären, Tipps zu geben und gemeinsam kreativ zu sein, biete ich ab diesem Herbst auch privat bei mir zuhause Nähkurse und Workshops in kleiner Runde an. Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene! Platz für drei Nähschüler ist vorhanden, und ich denke, das könnte richtig gut werden. Oben unter meinem Header findest du die neue Rubrik Nähkurse mit den aktuellen Terminen.

Wenn du zufällig jemanden in der Gegend um Hanau, Büdingen, Gelnhausen, Langenselbold, Bruchköbel kennst, der gerne das Nähen lernen möchte, würde ich mich sehr freuen, wenn du ihr/ihm davon erzählst. Wer den Umgang mit der Nähmaschine schon beherrscht und gerne einen Workshop besuchen möchte, findet in meinem Programm auch ein paar schöne Angebote.

Natürlich muss ich jetzt mit meinen Mädels in der Schule irgendwann auch Ordnerhüllen nähen, denn sie waren absolut begeistert vom neuen Mäntelchen. Innen habe ich mir ein Extra-Fach gebastelt, um schnell die Entschuldigungen, Schulmitteilungen und sonstigen Zettel verstauen zu können. Es ist ja der Wahnsinn, was Lehrer alles in die Hand gedrückt bekommen!

Ordnerhülle "Nähen ist toll"

Die Anwesenheitsliste muss natürlich auch abgehakt werden, und damit das möglichst schnell geht – Bloß keine Zeit verlieren, die Mädels wollen nähen! – habe ich gleich Kuli und Bleistift parat. Oben drüber habe ich mir eine kleine Klappentasche dazugebastelt, in der ich meine Schlüssel für Raum und Schrank verwahre. Um auf Nummer Sicher zu gehen, hängen die Schlüssel an einem Karabiner-Band, das fest im Täschchen eingenäht ist.

Ordnerhülle "Nähen ist toll"

Die große Frage war natürlich: Hab ich richtig gerechnet und geplant? Passt der Ordner nach dem Wenden auch in die mit Volumenvlies gefütterte Hülle? Ich habe kein Probestück genäht, sondern gleich den schönen Stoff von Hamburger Liebe angeschnitten. Aber zum Glück ist alles gutgegangen: Der Ordner passt perfekt in den Umschlag – nicht zu eng und nicht zu weit. Genau richtig.

Weil auf Instagram schon leise Rufe nach einem Tutorial aufgekommen sind, möchte ich hier noch mal fragen: Besteht denn Interesse an einer Anleitung? Und falls ja: Auch mit Innenleben? Gerade die Fächer für die Stifte und die Klappentasche sind ja doch sehr speziell und unnötig, wenn der Ordner nur im Schrank steht.

Mit meinem neuen Mäntelchen bin ich heute zu Gast bei RUMS. Mal schauen, was die anderen Weiber so gewerkelt haben. Kommst du mit?

Eine MiniMoneyBag macht sich schick

Eigentlich wollte ich die MiniMoneyBag gar nicht unbedingt im Blog zeigen. Es gab ja vor kurzem erst diese beiden zu sehen. Aber nachdem ich bei Instagram so überwältigend viele Herzchen und begeisterte Kommentare dafür bekommen habe, war klar: Das Schätzchen kann ich meinen Bloglesern nicht vorenthalten. Ist ja schließlich nicht jeder bei Instagram.

MiniMoneyBag nach dem E-Book von Keko-Kreativ

Nur auf dem Foto eine Riesin. Tatsächlich misst die Kleine etwa 11,5 x 6,5 cm.

Rosa mit Silberpaspel, du ahnst es schon: Das Täschchen ist nicht für mich. Ich find’s supersüß, aber es ist nicht ganz mein Ding, dafür aber das meines größten Fans. Ich spreche natürlich von meiner Mama. Vor kurzem hab ich es ihr geschenkt, und sie hat wieder übers ganze Gesicht gestrahlt – wie eigentlich immer, wenn ich etwas für sie genäht habe. Nähen macht eben glücklich, in beide Richtungen.

Am Vlieseline-Mix habe ich weiter experimentiert und eine kleine Zutat hinzugefügt: Neben H 630 auf den Außenstoff und H 250 aufs Kartenfach habe ich diesmal G 700 auf den Innenstoff gebügelt. Das gibt dem Geldbeutel zusätzlich Stabilität, ohne innen zu knittern. Ich find’s perfekt.

MiniMoneyBag nach dem E-Book von Keko-Kreativ

Den rosafarbenen Außentoff ist aus der Serie Pandalicious von Katarina Roccella. Das E-Book „MiniMoneyBag“ gibt’s bei Keko-Kreativ.

Verlinkt beim Taschen-Sew-Along 2016 – September – Thema: Shoppingqueen: Geldbeutel und bei Handmade on Tuesday.

Kosmetiktasche Vicky von Pattydoo

Als ich vor kurzem meine Senna Tote aus dem schönen roten Blumenstoff von Riley Blake zeigte, dachte ich: Ich hab doch aus dem gleichen Stoff mal eine Vicky genäht. Ursprünglich für den Shop produziert, aber nie verkauft, hab ich das hübsche Kosmetiktäschchen schließlich für mich selbst behalten.

Kosmetiktasche "Vicky" nach dem Freebie von Pattydoo

Genäht habe ich Vicky aus ganz normaler Webware, nicht wie in der Anleitung gezeigt aus laminierter Baumwolle. Ich habe auch nicht mit Putztuch verstärkt, sondern mit S 320. Auf den Fotos siehst du Vicky im leeren Zustand.

Kosmetiktasche "Vicky" nach dem Freebie von Pattydoo

Sie hat einen sehr guten Stand, aber es fehlt ihr für meinen Geschmack einen bisschen weiches Volumenvlies. Sollte ich noch mal eine Vicky nähen, würde ich vielleicht eine Kombination aus H 250 und H 630 probieren. Also erst H 250 aufbügeln, dann darauf H 630. Oder ich würde mit Soft & Stable verstärken. Das könnte ich mir auch sehr gut vorstellen.

Kosmetiktasche "Vicky" nach dem Freebie von Pattydoo

Innen habe ich den gleichen grünen Pünktchenstoff wie bei den Laschen verwendet. Übrigens: Das Täschchen ist dank der ausführlichen Video-Anleitung (Link zu YouTube) sehr einfach zu nähen. Wenn du Nähanfänger(in) bist, brauchst du gar keine Bedenken zu haben! Sie sieht vielleicht kompliziert aus, aber besteht ja nur aus zwei Teilen, und Ina von Pattydoo erklärt ganz genau, wo was wie zusammengenäht wird.

Kosmetiktasche "Vicky" nach dem Freebie von Pattydoo

Nun nun ab mit der alten, neu entdeckten Vicky zu Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge und zu TT – Taschen und Täschchen.

MiniMoneyBag und die Suche nach der besten Verstärkung

Im September stehen beim Taschen-Sew-Along 2016 Geldbeutel auf der Agenda. Da dachte ich mir, näh ich mich doch mit einer MiniMoneyBag von Keko-Kreativ warm, bevor ich mich ans Abenteuer „Grete“ wage. Ja, bei Portemonnaies ist es besser, sich langsam zu steigern. Ich habe schon bei meinem 1. Versuch gemerkt: Geldbeutel nähen – Das braucht Übung!

MiniMoneyBag nach dem E-Book von Keko-Kreativ

Auch wenn Perfektionismus total langweilig ist und überbewertet wird: Ich finde, bei so einem kleinen Portemonnaie muss schon sehr sorgfältig gearbeitet werden, damit es nicht schlampig aussieht. Eine krumme Naht, die bei einer großen Tasche niemandem auffällt, sticht natürlich bei so einem kleinen Schnuckelchen sofort ins Auge. Bei meiner 3. MiniMoneyBag (der grünen) hatte ich dann den Dreh raus. Die Herausforderung liegt darin, dass sie auch von innen schön aussieht und das hängt bei mir von der Wahl der Einlage ab.

Die MiniMoneyBag von innen

Ich habe festgestellt, dass ich mit Volumenvlies besser zurechtkomme als mit Bügeleinlagen. Abgesehen davon mag ich es auch einfach lieber, wenn sich ein Täschchen weich anfühlt. Aber das ist Geschmackssache!

Bei der grünen Geldbörse mit hellblauer Paspel hab ich H 630 auf den Außenstoff gebügelt und den Innenstoff unverstärkt gelassen. Das Kartenfach hat (wie im E-Book) eine Lage H 250 bekommen. Für mich ist das das schönste Ergebnis. Gefüllt mit Kärtchen und Geld ist das weiche Täschchen auch gar nicht mehr so biegsam. Die nächste MiniMoneyBag würde ich wieder ganz genauso nähen.

MiniMoneyBag als Geldbeutel oder Visitenkarten-Täschchen

Zu den Farben und Stoffen muss ich nicht viel sagen, oder? Ich liiieeebe sie! Fast ausschließlich Bonnie & Camille, bis auf den hellen Stoff mit den bunten Wörtern, den ich auf der Nadelwelt in Karlsruhe gekauft habe.

MiniMoneyBag nach dem E-Book von Keko-Kreativ

Mit der Nähanleitung kommst du bestimmt genauso gut zurecht wie ich. Es ist alles wunderbar mit vielen Fotos erklärt. Kerstin denkt wie immer an alles: Sogar Schnittmuster für die Einlagen sind dabei, und – was ich richtig gut finde – auf den Schnittmustern stehen auch die Maße drauf. So kann man die Schnittteile auch mit Lineal und Rollschneider zuschneiden, was bei mir schneller geht und exakter wird. Die krummen Zahlen bei den Einlagen habe ich einfach auf Komma 5 gerundet.

Alles in allem: Echt nicht kompliziert zu nähen und ein richtig schönes, kleines Projekt. Es geht auch wirklich schnell, aber du solltest dir trotzdem die Zeit nehmen, sorgfältig zu falten, zu stecken und zu nähen. Nur dann wirst du mit einem tollen Ergebnis belohnt. Die Seiten der Kartenfächer habe ich übrigens von Hand zusammengenäht. Das war bei der MoneyBag so fummelig mit der Maschine, dass ich hier gleich zu Nadel und Faden gegriffen habe.

MiniMoneyBag als Visitenkarten-Täschchen

Das rosarote Blumentäschchen habe ich komplett mit H 250 verstärkt. Wie du siehst, ist es mir nicht so ganz gelungen, das mittlere Kartenfach auf eine Höhe zu bringen, aber was soll’s. Macht nix! Ich find’s trotzdem sehr hübsch.

Innen stören mich ein bisschen die festen Knitterfalten, die durch das aufgebügelte H 250 entstanden sind. Das gefällt mir beim grünen Täschchen, wo ich gar keine Einlage auf den Innenstoff gebügelt habe, besser. Aber wie gesagt: Ich mag den niedlichen Geldbeutel in Rosa und Rot trotzdem sehr. Ich glaube, ich werde es zum Visitenkarten-Täschchen erklären.

MiniMoneyBag nach dem E-Book von Keko-Kreativ

Und nu ab damit zum Taschen-Sew-Along 2016 – September-Linksammlung, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge und TT.

https://www.greenfietsen.de/2016/09/taschen-sew-along-geldbeutel-naehen/

Aus einem Mini Charm Pack wird ein Stiftemäppchen

Ein Mini Charm Pack ist ein kleines Stoffpaket, das aus 42 Stoffen in der Größe 2,5 x 2,5 Inch besteht. Alles ist vorgeschnitten, du kannst direkt mit dem Nähen loslegen. Was ich auch toll finde: Ohne viel Geld auszugeben, bekommst du eine komplette Stoffkollektion, denn von jedem Stoff einer Serie ist mindestens einer enthalten. Mich hat das mal gereizt. Deshalb habe ich mir ein Mini Charm Pack „Flow“ von Zen Chic gekauft und ein kastenförmiges Mäppchen nach dem Freebook von machwerk daraus genäht.

Stiftemäppchen/Etui von Machwerk {Freebook}

Die Inspiration dazu stammt von Lenebelle, die ein ganz ähnliches Täschchen im Januar beim Taschen-Sew-Along verlinkt hat. Das hat mir so gut gefallen, dass es mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Als ich die 42 Quadrate meines Mini Charm Packs auf dem Tisch ausgelegt hatte, stellte ich fest: Wenn ich sie 6 x 7 (Breite x Länge) anordne und dann mit 0,5 cm Nahtzugabe zusammennähe, reicht es haargenau für das Außenteil des Schnittmusters – allerdings nur, wenn ich das Schnittmuster ohne Nahtzugabe zeichne. So habe ich es dann gemacht.

Stiftemäppchen/Etui von Machwerk {Freebook}

Auch ohne hinzugefügte Nahtzugabe ist das Mäppchen ziemlich groß: etwa 24 cm lang, 11 cm breit und 8 cm hoch. Eigentlich viel zu riesig für ein Stiftemäppchen, weshalb Martina es wohl ursprünglich auch eher als Täschchen für Sockenstrickzeug oder Kosmetik gedacht hat. Ich bewahre mittlerweile mein Stickgarn darin auf und finde es ideal dafür.

Stiftemäppchen/Etui von Machwerk {Freebook}

Mit der Anleitung bin ich gut zurechtgekommen. Sie ist zwar an manchen Stellen etwas knapp, aber mit ausreichend Erfahrung im Nähen von Taschen und Mäppchen ist klar, was gemeint ist. Prinzipiell ist das Täschchen nicht schwer zu nähen.

Nur eine Sache hat mir Schwierigkeiten bereitet: Da im Freebook keine genaue Angabe gemacht wird, mit wie viel Nahtzugabe der Reißverschluss angenäht werden soll, hab ich ihn zu eng eingenäht. Die Folge: Das Reißverschluss-Teil war schmaler als das Unterteil. Die beiden Teile haben nicht aufeinander gepasst. Ich musste also improvisieren, und die eigentlich quadratische Kastenform ist eher trapezförmig geworden.

Na ja, es fällt nicht weiter auf und stört mich auch nicht, aber ich hab mir fürs nächste Mal gemerkt und kann dir als Tipp geben: Bevor du den Reißverschluss einnähst, leg Oberteil und Unterteil aufeinander und prüfe ganz genau, mit wie viel Nahtzugabe du den Reißverschluss annähen musst, damit beide Teile exakt aufeinander passen. Hätte ich nicht schon abgesteppt, hätte ich den Reißverschluss noch mal abgetrennt.

Stiftemäppchen/Etui von Machwerk {Freebook}

Verstärkt habe ich meinen Außenstoff mit Thermolam, der sich hier sehr gut macht: Er gibt dem Mäppchen Stabilität, fühlt sich schön weich an und wirkt nicht so plastisch wie hochbauschiges Volumenvlies.

Dadurch, dass ich das Außenteil abgesteppt habe, ist das Thermolam auch fest mit dem Stoff verbunden, denn es ist ja ein Vlies, das nicht aufgebügelt wird. Die Schlaufe habe ich wie Schrägband genäht und mit einem Webband verziert. Beim nächsten Mal würde ich sie etwas kürzer machen.

Alles in allem ein sehr schönes Täschchen, das ich sehr gerne benutze und heute zu RUMS und Fabulatorias Lovely Precuts-Linkparty schicke.