Kategorie: Patchwork

Stiftemäppchen mit Lola Dutch – Mädchen können alles!

Heute am 11. Februar ist „Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“. Ist das nicht mal ein schöner Aktionstag? – Der Tag ist den Frauen in Wissenschaft und Technik gewidmet. Er würdigt ihre Verdienste und hat das Ziel, Mädchen gleichberechtigten Zugang zur Wissenschaft zu ermöglichen.

Dieser Tag hat mich dazu inspiriert, die tollen Lola-Dutch-Stoffe aus meinem Regal zu holen und etwas Schönes daraus zu nähen. Ich liebe ja die Kinderstoffe von Sarah Jane, besonders Lola Dutch. Endlich mal ein Mädchen in der Rolle der Entdeckerin, der Forscherin und Wissenschaftlerin! Das ist leider so selten auf Stoffen zu sehen.

Auf viel zu vielen Kinderstoffen sind Mädchen abgebildet, die Blumen pflücken, sich um Tiere oder Puppen kümmern, Kuchen backen und dabei einfach nur süß und brav aussehen. Rotkäppchen, Pferdemädchen, Ballerina, Prinzessin, die Fee, die kleine Hausfrau, das sind so die traditionellen, gängigen Motive. Ich finde das nicht nur entsetzlich langweilig, sondern klischeehaft und einschränkend.

Mädchen sind mehr als das. Mädchen können mehr als das! Das sollte nicht nur in Büchern, Filmen und Fernsehserien zum Ausdruck kommen, sondern auch auf Stoffen, die dann als Kleidung, Taschen oder Kissen den Weg ins Kinderzimmer finden. Deshalb liebe ich Lola Dutch. Sie ist eine Kinderbuchfigur, die eines Morgens abenteuerlustig aufwacht und den Kopf voller Ideen hat.

Ich kenne die Kinderbücher nicht, aber auf den Stoffen sind viele tolle Szenen abgebildet: Lola Dutch beim Rechnen an einer Tafel, Lola als Astronautin im Weltraum, Lola im Laborkittel mit Erlenmeyerkolben bei einem Experiment, Lola als Entdeckerin auf Safari. Herrlich! Sie forscht, konstruiert, baut, malt, turnt, verkleidet sich, liest ein Buch und ja, sie backt auch Kuchen. Denn das alles können Mädchen… und noch viel mehr.

Quilt as you go

Es hat irre viel Spaß gemacht, ein paar Szenen auszuschneiden und mit der Quilt-as-you-go-Methode ein Stiftemäppchen daraus zu nähen. Schau mal, in diesem Blogartikel habe ich ausführlich gezeigt, wie die Technik funktioniert: Tutorial | So geht Quilt-as-you-go.

Wie bei der Buchtasche habe ich auch hier Baumwoll-Molton als Trägervlies genommen. Die Innenstoffe habe ich zusätzlich mit G 700 verstärkt. (Siehe dazu ➞ Tipps | Mein kleines 1 x 1 der Taschenvliese)

Ich bin sehr verliebt in dieses Mäppchen. Mal sehen, ob ich es verschenke oder vielleicht doch selbst behalte. Ein Schnittmuster kann ich nicht nennen. Es ist ein ganz einfaches, flaches Stiftemäppchen mit Reißverschluss. Marke Eigenbau. Größe: 23 x 11,5 cm. Leider weiß ich nicht mehr genau, wo ich den Stoff gekauft habe. Es ist schon ein paar Jahre her. Ich vermute aber, dass ich ihn und andere Lola-Dutch-Stoffe bei Lotti Klein entdeckt hatte.

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Charm Pack übrig? – Näh doch eine Kissenhülle draus!

Ich weiß gar nicht, wie lange dieses Charm Pack in meiner Schublade lag. Bestimmt fünf Jahre. Als der Heimwerkerkönig vor kurzem mit seiner verschlissenen Kissenhülle ankam, habe ich mich an das kleine Stoffbündel erinnert und gewusst: Das ist es! Daraus nähe ich ihm jetzt eine neue Kissenhülle. Blau und Grau, die Farben werden ihm bestimmt gefallen.

Ein Charm Pack beinhaltet 42 Stoffquadrate in der Größe 5 x 5 Inch. Die Stoffe stammen (fast alle) aus der tollen Kollektion „True Blue“ von Zen Chic, entworfen von Brigitte Heitland. Das Schöne an diesem Charm Pack ist, dass es neben dunklen auch viele helle und weiße Stoffe enthält. Wenn man helle und dunkle Stoffe zu Half Square Triangles (HST) zusammennäht, kann man die Quadrate anschließend so anordnen, dass ein Streifendesign entsteht. Das geht total einfach und macht richtig was her.

Ein paar helle Quadrate stammen nicht aus dem Charm Pack. Den grauen mit den weißen Punkten z. B. habe ich ergänzt.

Für eine 50 x 50 cm große Kissenhülle habe ich 36 Stoffquadrate benötigt: 18 dunkle und 18 helle Stoffe. Ich habe sie nach der Methode „Zwei HST aus zwei Quadraten“ genäht. Das geht kurz erklärt so:

Zwei HST aus zwei Quadraten nähen:

Lege ein dunkles und ein helles Quadrat rechts auf rechts. Ziehe auf dem obenliegenden Quadrat mit dem Trickmarker diagonal von einer Ecke zur anderen eine Linie (Bild 1). Nähe mit einem Abstand von 1/4 Inch links und rechts neben dieser Markierungslinie (Bild 2). Nimm eine Stoffschere und schneide die Quadrate diagonal auf der Markierungslinie in zwei Hälften (Bild 3). Klappe die Dreiecke auseinander, so dass wieder zwei Quadrate entstehen. Bügle die Nahtzugaben. (Ich bügle sie auseinander.)

Die Fotos stammen aus meinem Tutorial – Jacob’s Ladder (Jakobsleiter nähen)

HST auf die richtige Größe zuschneiden

Ich habe mir überlegt, dass meine 50 x 50 cm große Kissenhülle aus 6 Reihen und 6 Half Square Triangles pro Reihe bestehen soll. Das macht insgesamt 36 HST. Jedes einzelne HST habe ich mit dem Rollschneider sauber auf die Größe 3.75 x 3.75 Inch getrimmt. Anschließend habe ich 6 HST mit 1/4 Inch Nahtzugabe zu einer Reihe zusammengenäht. Die Reihe hat dann eine Länge von etwa 20 Inch (= ca. 50 cm).

Vorderseite zusammennähen

Anschließend habe ich alle 6 Reihen mit 1/4 Inch Nahtzugabe zusammengenäht. Herauskam eine 20 x 20 Inch große Vorderseite (ca. 50 x 50 cm). Vorder- und Rückseite der Kissenhülle habe ich ebenfalls mit einer Nahtzugabe von 1/4 Inch zusammengenäht. Die fertige Kissenhülle misst etwa 48,5 x 48,5 cm. Ich nähe Kissenhüllen immer ein bisschen kleiner als das Inlett ist, damit es nicht zu labbrig aussieht.

Quilten – Ja oder Nein?

Wie ich in meinem letzten Blogartikel bereits erzählt habe, bin ich der Meinung, dass ein Patchworkkissen nicht unbedingt mit Vlies verstärkt und gequiltet werden muss. Polyestervlies nehme ich überhaupt nicht mehr, wenn dann lieber ein Vlies aus Baumwolle. Hier habe ich die Vorderseite einfach mit einem dünnen, weißen Nesselstoff aus Baumwolle hinterlegt. So sind die offenen Nahtzugaben verdeckt und das Kissen ist trotzdem noch schön kuschelig, weich und flexibel. Diesen Tipp habe ich von Verena (Einfach bunt Quilts).

Die Rückseite habe ich auf Wunsch mit einem einfachen, überlappenden Hotelverschluss genäht. Der Heimwerkerkönig hat die Kissenhülle bereits entgegengenommen, und an seinem Gesichtsausdruck konnte ich eindeutig ablesen: Sie gefällt. Und nicht nur ihm. Auch seine Frau hat begierige Blicke darauf geworfen. Ich habe ihm gut zugeredet, sie sich auf keinen Fall abschwatzen zu lassen. Mal sehen, wo sie sich befindet, wenn ich beim nächsten Mal zu Besuch bin. 😀

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Wie der Zahn der Zeit an einer Kissenhülle nagte

Heute mache ich mal etwas sehr Ungewöhnliches. Ich zeige dir nichts Hübsches, Feines, etwas, das ich neu genäht habe. Nein, ich präsentiere eine Kissenhülle, die früher mal sehr hübsch war, aber nach acht Jahren intensivem Gebrauch abgenutzt, verblasst und verschlissen ist. An der der Zahn der Zeit genagt hat. Warum ich das mache? – Ich finde, daraus lässt sich viel lernen.

Für mich ist es sehr interessant, Dinge, die ich vor langem genäht und verschenkt habe, wieder in die Hände zu bekommen, um sie zu begutachten. Haben meine Nähte gehalten? Welcher Stoff war von guter Qualität? Welcher hat nicht so viel getaugt? Welche Farben sind besonders stark verblasst? Wie haben sich die Farben verändert? Total interessant!

„Guck mal, kannst du das flicken?“, fragte der Heimwerkerkönig augenzwinkernd, als er mir die Zwergen-Kissenhülle in die Hand drückte. Beim Anblick des Risses im morschen Stoff haben wir herzhaft gelacht. „Auweia! Höchste Zeit, dass ich dir da mal was Neues nähe.“

Fun Fact: Ich hatte ihm bereits ein neues Kissen genäht, das Bear Paw Kissen. Das ist aber „zu schön“ zum Benutzen und sitzt deshalb im Wohnzimmer als Zierkissen herum. So blieben die Gartenzwerge also noch ein bisschen länger in Gebrauch. Als die Kissenhülle aber nach der letzten Wäsche einen Riss bekam, war klar: Finito! Jetzt hat sie endgültig ausgedient.

So verändern sich Stoffe in acht Jahren

Zu Hause habe ich die Kissenhülle genau unter die Lupe genommen. Mittlerweile weiß ich ja, dass Licht der größte Feind für Stoffe ist, es lässt sie stark verblassen, aber diese Kissenhülle wurde obendrein noch sehr viel gewaschen. Da wird jedes Mal ein bisschen Farbe aus dem Stoff gewaschen. Von den meisten Stoffen habe ich noch Reste, so dass ich sie danebenlegen und gut vergleichen kann. Der Unterschied ist frappierend!

Wahnsinn, wie sich die Farben verändert haben!

Besonders krass hat sich der weiß-türkise Chevron-Stoff verändert. Die türkisen Zickzack-Streifen lassen sich nur noch erahnen. Was man auch schön sieht: Grüne Stoffe haben die Tendenz, gelb zu werden. Die Erfahrung habe ich leider schon beim 365-Tage-Quilt gemacht. Auch die roten, pinkfarbenen Stoffe haben gelitten. Die Stoffe, die ich hier verwendet habe, stammen übrigens von verschiedenen Herstellern: Riley Blake, Farbenmix, Hilco, Swafing und Rowan Fabrics.

Die Stoffe sind natürlich auch sehr dünn geworden und fühlen sich vom vielen Waschen samtig weich an. Besonders der Zwergenstoff in der Mitte, der eh schon recht dünn war. Hinzukommt, dass jahrelang ein Kopf darauflag, der sich hin- und herbewegte und dabei den Stoff abwetzte.

Der Stoff ist unterhalb der Naht gerissen.

Haben die Nähte gehalten?

Dass Stoffe mit der Zeit Farbe verlieren, lässt sich nicht verhindern, aber wie sieht es mit den Nähten aus? Erfreulicherweise haben alle meine Nähte gehalten. Der Stoff ist einen halben Zentimeter unterhalb der Naht gerissen. (Der Heimwerkerkönig hat dann aus Spaß extra noch ein bisschen weitergerissen, war ja eh schon kaputt, deshalb ist der Riss so lang.)

Mich bestätigt das in meiner Überzeugung, dass auseinandergebügelte Nahtzugaben kein Problem darstellen. Vielleicht hast du auch schon mal gehört, dass Nahtzugaben, die auseinandergebügelt werden, angeblich nicht so haltbar sein sollen. Das kann ich nicht bestätigen. Diese Kissenhülle wurde acht Jahre lang stark beansprucht und die Nähte sind immer noch top. Ich hatte damals Polyestergarn verwendet.

Sind offene Stoffkanten ein Problem?

Als ich die Zwergen-Kissenhülle 2015 nähte, hatte ich noch nicht viel Patchworkerfahrung. Ich bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, die Vorderseite auf ein Vlies zu quilten oder weißen Stoff zu hinterlegen, um die offenen Stoffkanten der Nahtzugaben zu verdecken. Ich war Anfängerin und sah kein Problem darin, innen offene Stoffkanten zu haben. Sieht doch keiner! Und im Grunde ist es auch kein Problem.

Nach vielen Runden in der Waschmaschine sind die Nahtzugaben leicht ausgefranst.

Klar sind die Stoffkanten durch das viele Waschen 1 bis 2 Millimeter ausgefranst, und das sieht nicht so schön aus. Mir persönlich ist das eher wurscht, wie’s innen aussieht. Natürlich kann man das Argument vorbringen, dass die Stoffe nicht so schnell morsch geworden wären, wenn ich die gepatche Vorderseite mit einem Vlies verstärkt hätte. Das mag sein. Aber bevor das passiert, bevor die Stoffe abgewetzt sind und reißen, sind die Farben längst so unansehnlich geworden, dass man die Kissenhülle eh schon ausrangiert hat. Außerdem wird ein Kissen ohne Vlies von vielen als kuscheliger und anschmiegsamer empfunden. Es hat alles Vor- und Nachteile. Eigentlich wäre das ein Thema für einen ganz eigenen Blogartikel.

Mein Fazit

Wenn ich diese acht Jahre alte Kissenhülle betrachte, kann ich nichts entdecken, das ich falsch gemacht hätte. Die Schwachstelle ist der Stoff, der sich im Laufe der Zeit einfach abnutzt, verblasst, fadenscheinig und morsch wird. Der größte Feind ist das Licht. Dagegen lässt sich kaum etwas machen. Außer in einen dunklen Schrank sperren und nicht benutzen. Aber wer will das schon? Ich sehe es gerne, wenn meine genähten Geschenke intensiv genutzt und so lange geliebt werden, bis sie irgendwann zerfallen. Es führt mir allerdings auch die Vergänglichkeit meiner handgemachten Werke vor Augen und erinnert mich daran, dass alles irgendwann einmal im Müll landet. Manchmal schon nach acht Jahren.

Beim nächsten Mal zeige ich dir die neue Kissenhülle für den Heimwerkerkönig. Ich habe wieder ein Patchworkkissen genäht, aus tollen Stoffen von Zen Chic. Schön frisch und strahlend neu.

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Schnuckeliges Kissen mit Tall Tales Quiltblöcken

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Früher hatte ich nie Ufos herumliegen. Da habe ich immer alle Nähprojekte zügig fertiggemacht. Jetzt liegen da farblich sortierte Stoffstreifen, die mal Bubbles Quiltblöcke werden wollen, ausgedruckte FPP-Vorlagen, ein halbfertiges Quilttop, die Anfänge einer Tasche und etliche kleine Blöcke. Das ist noch gar nichts, du hast viel mehr unvollendete Nähprojekte, meinst du? – Also mir reicht das schon.

Deshalb freue ich mich sehr, dass ich endlich das geplante Kissen aus den beiden Tall Tales Quiltblöcken von Kate Basti genäht habe. Hat ja auch nur ein Jahr gedauert. Im Januar 2022 habe ich die Buchblöcke schon in diesem Blogartikel gezeigt: Tall Tales Quilt Block – Braucht man Foundation Paper?

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Ich finde die Blöcke aus den Heather-Ross-Stoffen immer noch toll, auch das fertige Kissen mag ich sehr. Das ist nämlich die Gefahr, dass man im Laufe der Zeit die Verbindung zu seinen angefangenen Projekten verliert. Man mag dann vielleicht die Farben nicht mehr, hat sich an den Stoffen sattgesehen oder hat neue Projekte im Kopf, auf die man viel mehr Lust hat. Deshalb habe ich lieber nur wenige Ufos herumliegen.

Das Kissen hat eine ungewöhnliche Größe: 25 x 40 cm. Innendrin steckt ein Federkissen. Weil das Kissen so klein ist, habe ich mich für einen ganz einfachen Hotelverschluss entschieden. Für die Rückseite habe ich zu einem Lieblingsstoff gegriffen: Essex Homespun in der Farbe Roasted Pecan* (Affiliate-Link).

Die Motivstoffe stammen aus der Kollektion „Far Far Away 3“ von Heather Ross. Eine schöne Auswahl an Heather-Ross-Stoffen findest du bei Verena Einfach bunt Quilts* (Affiliate-Link).

Ich kann leider nicht Gitarre spielen, aber ich höre meinem „Mitbewohner“ sehr gerne beim Üben zu. Es gibt nichts Gemütlicheres, als zu Hause auf der Couch zu liegen, in ein Buch versunken zu sein und im Hintergrund leise Gitarrenklänge zu hören. Wegen dieser Assoziation mag ich die Stoffe so gerne. Auch weil ich rührend finde, wie das Kind auf dem Boden sitzt und seinen Spielzeugpferden etwas vorspielt. Weil der Mund leicht geöffnet ist, nehme ich an, dass es dabei singt. Kinderstoffe transportieren ja oft viele Klischees, Heather Ross zeigt hier, dass es auch anders geht. Dafür schätze ich sie.

In Sachen Vlies habe ich mal was Neues ausprobiert. Ich habe die Vorderseite auf weißen Baumwoll-Molton gequiltet. Es ist der gleiche, dünne Molton, den ich auch für meine Buchtasche verwendet habe. Hier habe ich die Tasche vorgestellt: Tutorial | So geht Quilt-as-you-go (am Beispiel Buchtasche).

Das Quilten hat prima geklappt und das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Die Vorderseite ist schön glatt und fühlt sich superweich an. Ich bin gespannt, wie es nach dem Waschen aussieht. Vorgewaschen war der Molton natürlich. Das ist ganz wichtig, denn Baumwoll-Molton geht sehr stark ein. Wichtig ist auch, die Hülle nicht zu knapp zu nähen. Molton beansprucht mehr Platz als z. B. aufbügelbares Volumenvlies.

Natürlich frage ich mich jetzt, warum es ein Jahr lang gedauert hat, das Kissen fertigzustellen. So viel Arbeit war es doch gar nicht. Aber so ist es ja immer: Jede Sache für sich betrachtet, macht kaum Arbeit. Es ist die Summe der vielen kleinen Dinge, die einen manchmal überfordern.

Wie sieht das bei dir aus? Wie viele Ufos lagern in deinen Schubladen, Kisten und Schränken? Hast du dir für 2023 vorgenommen, etwas davon fertigzumachen?

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Applikationen | Designbeispiele aus dem Probenähen

Heute habe ich geballte Inspiration für dich! – Ich möchte dir zeigen, wie meine zwölf Probenäherinnen die weihnachtlichen Applikationen aus meiner neuen Nähanleitung umgesetzt haben. Gemeinsam haben wir viele Gestaltungsmöglichkeiten ausgelotet. Ob klassisch schlicht, grafisch modern oder fröhlich bunt und knallig, jedes Werk ist auf seine Weise bezaubernd.

In der Testphase sind so viele Designbeispiele entstanden, dass ich hier gar nicht alle zeigen kann. Ich habe deshalb eine Auswahl getroffen, die dir eine schöne Bandbreite zeigen soll.

Die Unterstützung meiner Probenäherinnen war mal wieder Gold wert. Nicht nur, dass sie viele großartige Beispiele genäht haben, sie haben die Anleitung auch Korrektur gelesen, mir wertvolle Kritik gegeben und mich auf neue Ideen gebracht. Ich möchte immer das bestmögliche Ergebnis abliefern, und das wäre ohne meine Probenäherinnen, die mich teilweise schon seit vielen Jahren unterstützen, gar nicht möglich. Danke, ihr Lieben, dass ihr mir und meinem Projekt wieder eure Zeit geschenkt habt! ♥

ANJA / crema.catalana.42 – Instagram
ANKE / abamaut – Instagram
BETTINA / kraemerbe – Instagram
BETTY / embelesada – Instagram
CHRISTINA / Nähzauberei – Instagram
CHRISTINE / Sewing Tini – Blog + Instagram
INGRID / Nähkäschtle – Blog + Instagram
MICHA / Wollfühlend – Instagram
MONI / moni.passion – Instagram
REBEKKA / Fräulein Mutti – Instagram
RENATE / rlebt – Instagram
SARA / Sara & Tom – Blog + Instagram

Falls du auf Instagram aktiv bist, besuche doch mal die Accounts meiner Probenäherinnen, oder hüpfe rüber zu ihren Blogs. Alle zwölf sind kreative, inspirierende Menschen, die das Nähen (und Patchworken) lieben und sich gerne darüber austauschen.

Nähanleitung „Applikationen Weihnachten“ – Jetzt erhältlich!

Du findest die Nähanleitung Applikationen Weihnachten in meinem Etsy-Shop. Darin zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du sechs Weihnachtsapplikationen nähst. Die Motive sind: Tannenbaum, Christbaumkugel, Schneekugel, Weihnachtskranz und Sterne. Sie werden alle bis auf eine Ausnahme (Weihnachtskranz) mit der Nähmaschine genäht. Du kannst sie auf Geschenkbeutel und viele andere Nähprojekte applizieren.

Das E-Book im PDF-Format enthält:

– 50 Seiten detaillierte Nähanleitung mit vielen Farbfotos
– inkl. 5 Seiten Applikationsvorlagen zum Ausdrucken
– inkl. 7 Seiten Einführung in English Paper Piecing
– Hinweise, wo die Applikationen auf die Zuziehbeutel platziert werden können
– anfängerfreundliche Erklärungen der Nähschritte
– Nähtipps und Anmerkungen zu den Materialien
– Maßeinheit: Zentimeter
– Dateigröße: ca. 12 MB
– Sprache: Deutsch

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Tipps | Geschenkbeutel für Weihnachten nähen

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Hast du schon mal dran gedacht, Weihnachtsgeschenke nicht in Papier einzupacken, sondern in einem wiederverwendbaren Beutel zu verschenken? – Also ich schon. Was wohl daran liegt, dass ich einfach lieber nähe als Geschenke einzuwickeln. Ich kann das nicht gut, mir macht das keinen Spaß und das Ergebnis muss ich mir immer irgendwie schönreden. So nach dem Motto: Auf den Inhalt kommt’s ja an!

In den letzten Jahren hat das Einpacken unserer Geschenke meistens mein Mann übernommen. Er reißt sich nicht darum, aber es macht ihm nicht so viel aus. Allerdings murrt er neuerdings etwas, weil ich mich weigere, neues Geschenkpapier und Bänder zu kaufen, und ihn ermahne, nicht so viel (am besten gar kein) Tesafilm zu benutzen. „Sei halt mal kreativ“, sag ich dann zum augenrollenden Mann und zeige auf unsere Schublade voll alter Papiere, Landkarten, Schnittmuster und ausgerissenem Gratis-Geschenkpapier aus der Flow-Zeitschrift. Dummerweise sind diese Papierfetzen meistens viel zu klein.

Die Nähanleitungen für (1) Zuziehbeutel und (2) Applikationen Weihnachten findest du in meinem Etsy-Shop.

Geschenkbeutel für Weihnachten – Ist das nachhaltig?

Also probieren wie es dieses Jahr mit Geschenkbeuteln. Es ist mal ein Versuch. Dahinter steckt die Idee, sie von Jahr zu Jahr wiederzuverwenden. Das klingt erst mal sehr nachhaltig, aber machen wir uns nichts vor. Vermutlich muss man die Beutel mindestens fünf Generationen lang vererben und an 150 Heiligabenden unter den Tannenbaum legen, damit sie von der Umweltbilanz her irgendwann mal besser dastehen als Plastikband und Einwickelpapier. AUßER: Man recycelt für den Beutel alten Stoff, z. B. Jeans, Tischdecken, Bettwäsche, Möbelstoff oder Hemdenstoff. Dann sieht die Sache schon wieder anders aus.

Ich finde, dass das eine super Idee ist: Für den Beutel alte Stoffe upcyceln und nur die Applikationen aus hübschen Patchworkstoffen nähen. Ich habe mal in meiner großen Kiste mit alten, ausrangierten Sachen gestöbert und direkt schon was Passendes für meine Tannenbaum-Applikation gefunden, ein Stück von einer alten, grünen Jacke.

Links: alte Schürze, Hemd und Hose, gestreiftes Jackeninnenfutter, alte Tischdecken und herausgeschnittenes Rückenteil einer abgelegten, grünen Jacke. // Rechts: Meine Probenäherin Tina {Nähzauberei} hat für ihren Beutel Jute verwendet. Auch eine tolle Idee! (Foto von Tina)

Tipps zum Schnittmuster „Zuziehbeutel“

Ich nähe meine Zuziehbeutel einlagig. Sie haben also kein Innenfutter, sind aber dank Französischer Naht auch innen schön versäubert. Weil sie nur aus einer Lage Stoff bestehen, nehme ich bei Geschenkbeuteln lieber eine etwas festere Qualität. Ist ja blöd, wenn sich das Geschenk schon durch den Stoff abzeichnet. Dann könnte man es ja auch einfach so überreichen. Canvas, Leinen oder Jeansstoff sind blickdicht und eignen sich super für Geschenkbeutel.

Die Beutel, die ich dir in diesem Blogartikel zeige, sind Designbeispiele aus meinem E-Book. Ich habe dafür Baumwoll-Leinen von Robert Kaufman verwendet: Essex Canvas, Essex Homespun und Essex Linen. Vom Gewicht her finde ich den Canvas am besten, allerdings gibt es den nicht in allen meinen Lieblingsfarben.

Wenn du dir einen Beutelstoff ausgesucht hast, der eher dünn und ein bisschen durchsichtig ist, könntest du Gewebeeinlage G 700 auf die Rückseite bügeln. Das verstärkt den Stoff und macht ihn blickdicht. Für den Tunnelzug solltest du auf jeden Fall normalen Patchworkstoff nehmen. Der Tunnelzugstoff darf nicht zu fest sein, damit er sich beim Zuziehen schön zusammenrafft.

Die Nähanleitung „Zuziehbeutel“ findest du in meinem Etsy-Shop. Sie enthält vier Beutelgrößen.

Links: Beutel Größe M aus Essex Linen (Farbe: Oyster) // Rechts: Beutel Größe L aus Essex Homespun (Farbe: Roasted Pecan).

Tipps zum Schnittmuster „Applikationen Weihnachten“

Die hier gezeigten Applikationen sind Wende-Applikationen. Sie werden rechts auf rechts genäht, über einen Kreuzschnitt auf der Rückseite gewendet und dann mit der Nähmaschine auf dem Hintergrundstoff festgenäht. Wer mag, kann sie natürlich auch von Hand mit dem Blindstich annähen. Wie das funktioniert, erkläre ich ganz ausführlich in meinem E-Book.

Die Nähanleitung „Applikationen Weihnachten“ findest du auch in meinem Etsy-Shop. Sie enthält Anleitungen und Vorlagen für sechs Weihnachtsmotive zum Aufnähen. Darunter auch Tannenbaum und Schneekugel.

Als Rückseitenstoff für die Applikationen empfehle ich immer Vlieseline L 11, auf das mich Andrea von der Quiltmanufaktur mal gebracht hat. Das ist ein hauchdünnes Polyestervlies, waschbar auf 95 Grad, bei dem es keine linke oder rechte Seite gibt. Es ist also egal, wie herum du es verwendest. Es ist unkompliziert und du erzielst damit sehr leicht ein tolles Ergebnis. Ich kann es nicht oft genug betonen: Die Anschaffung von L 11 lohnt sich! Auch ich bin eine Freundin von „Use what you have“, aber in dem Fall macht es echt einen großen Unterschied. Glaub mir!

Mit Vlieseline L 11 hergestellte Applikation „Christbaumkugel“ auf dem Zuziehbeutel Größe L.

Brauchbare Alternativen zu Vlieseline L 11

Zusammen mit meinen Probenäherinnen habe ich eigentlich nur zwei brauchbare Alternativen gefunden: Gewebeeinlage G 700 oder noch besser G 710 (das ist noch dünner als G 700) und dünner, weißer Stoff.

Aber: Gewebeeinlage ist aufbügelbar. Du musst also beim Nähen der Applikationen höllisch aufpassen, die Einlage richtigherum aufzulegen. Immer mit der Klebeseite auf den Stoff! Durch das Wenden kommt die Klebeseite dann nach außen. Bügeln darfst du die Applikation erst, wenn sie auf dem Hintergrundstoff an Ort und Stelle liegt, sonst pappt sie dir im schlimmsten Fall auf dem Bügelbrett fest. Der Vorteil: Du kannst eine mit G 700 oder G 710 hergestellte Applikation einfach auf dem Hintergrundstoff positionieren und festbügeln. Da verrutscht dann garantiert nichts mehr.

Eine teilweise brauchbare Alternative ist sehr dünner, weißer Baumwollstoff. Wenn er dünn genug ist, kannst du ihn als Rückseite von einfachen geometrischen Formen verwenden, z. B. beim Tannenbaum (Dreieck) oder bei der Christbaumkugel (Kreis). Bei den Sternen würde es nicht funktionieren.

Applikation „Kleiner Stern“ auf dem Zuziehbeutel Größe S (16,5 x 18,5 cm). Genäht mit Vlieseline L 11.

Ich hoffe, ich konnte dir ganz viel Inspiration und Tipps für eigene Geschenkbeutel geben. Falls du eine Nähanleitung dafür brauchst, weißt du Bescheid: Die gibt’s in meinem Etsy-Shop.

Ich werde jetzt auch noch ein paar Beutel produzieren und dafür Upcycling betreiben. Gar nicht schlecht, wenn meine vollen Restekisten mal wieder etwas leerer werden. Ich bin gespannt, ob sich die Idee mit den Beuteln in unserer Familie durchsetzt. Dann hätte sich das Thema „Geschenke in Papier einwickeln und Schleifchen drumbinden“ endlich erledigt. … Eine Ausnahme würde ich machen: Geschenke für Kinder würde ich weiterhin in Papier einpacken. Da ist die Spannung beim Auspacken einfach größer.

Ich wünsche dir eine wunderschöne Vorweihnachtszeit! Wenn du noch Fragen zu den Beuteln oder den Applikationen hast, schreib mir gerne einen Kommentar.

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Affiliate-Links:

Essex-Stoffe bekommst du z. B. bei Einfach bunt Quilts*. Verena hat neuerdings auch den Essex Homespun Roasted Peacan*, den ich so heiß liebe und für den Beutel mit der Schneekugel verwendet habe. Auch die Vlieseline L 11* findest du in Verenas Onlineshop.

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