Tall Tales Quilt Block – Braucht man Foundation Paper?

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Man kann nicht den Januar zum Büchermonat erklären und dann keinen Tall Tales Quilt Block nähen. Das geht doch nicht! – Seit geraumer Zeit bewundere und liebe ich den Buch-Quiltblock von Kate Basti. Einzig und allein der Umstand, dass er mit FPP genäht wird, hat mich bisher davon abgehalten, mich auf ihn zu stürzen. Aber kneifen gilt nicht. Nach dem Erfolgserlebnis mit dem Pilz-Nadelkissen hatte ich mir ja fest vorgenommen, Foundation Paper Piecing weiter zu üben. Irgendwann muss es doch mal Klick in meinem Kopf machen und die Sache leichter werden. Herrje!

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Tatsächlich hat sich mal wieder bestätigt: Man muss sich einfach hinsetzen und anfangen. Wie immer haben mir die Tutorials von Verena und Dorthe auf die Sprünge geholfen. Ich schaue sie mir gerne vorher an, um mir in Erinnerung zu rufen, wie die Nähen-auf-Papier-Methode funktioniert. Leider hat es FPP bei mir noch nicht ins Langzeitgedächtnis geschafft. Aber was man sich mal draufgeschafft hat, ist ja nie ganz weg und kommt schnell wieder. Nach den ersten beiden Stoffstücken war mir wieder klar, wie’s geht, und ich war mit Feuereifer bei der Sache. Hach, hat das Spaß gemacht, mit den tollen Stoffen zu arbeiten!

Far Far Away 3 von Heather Ross

Der Tall Tales Quilt Block gehört vermutlich zu den einfachsten FPP-Vorlagen, die es so gibt. Er besteht aus vier Teilstücken, die wiederum aus 1-3 Einzelteilen genäht werden. Also echt kein Hexenwerk! Ich mag das, wenn einfache Projekte so viel hermachen. Das Aussuchen der Motivstoffe hat viel Spaß gemacht, und das Ergebnis überzeugt mich hundertprozentig. Ich bin total verliebt in die beiden Bücher, die demnächst eine kleine Kissenhülle zieren sollen.

Die Motivstoffe stammen aus der Serie Far Far Away 3 von Heather Ross* (Affiliate-Link). Ich weiß, dass viele bei Braun skeptisch sind, aber schaut doch mal, wie das Mädchen da in der Latzhose sitzt und seinen Spielzeugpferden was auf der Gitarre vorspielt! Da kann man doch gar nicht anders als dahinzuschmelzen. Ein Detail, das ich auch toll finde, ist der kleine Regenbogen-Aufkleber auf dem schwarzen Gitarrenkasten.

Erster Versuch mit Foundation Paper / Lieblingsstoffe aus der Kollektion „Far Far Away 3“ von Heather Ross

Meine Erfahrungen mit Foundation-Papier

Weil ich neugierig war, ob es einen Unterschied macht, habe ich zum ersten Mal spezielles Foundation-Papier ausprobiert. Ich bin der Empfehlung von Kate Basti gefolgt und habe mir June Tailor Perfect Piecing Foundation Sheets bei der Quiltzauberei bestellt. Kein ganz billiger Spaß, der Stückpreis liegt bei 57 Cent pro Blatt. Aber es gibt auch günstigere Marken, z. B. Carol Doaks Foundation Paper. Für 2 Euro bekommst du bei Verena {einfach bunt Quilts} 10 Blätter zum Ausprobieren* (Affiliate-Link).

Ob es Qualitätsunterschiede zwischen June Tailor und Carol Doaks gibt, kann ich leider nicht beurteilen. Ich kenne bisher nur die transparenten Blätter von June Tailor, und die haben mir sehr gut gefallen. Sie ließen sich anstandslos mit meinem Tintenstrahldrucker bedrucken. Ich habe dafür keine besonderen Druckereinstellungen vorgenommen, nur darauf geachtet, dass „Tatsächlich Größe“ ausgewählt war. Ein bisschen Sorge hatte ich, dass beim Bügeln Druckerfarbe auf den Stoff abfärben könnte, aber auch das ist nicht passiert. Ich hatte kein Malheur damit.

Lohnt es sich, Geld für Foundation-Papier auszugeben?

Wie ist nun mein Fazit? Lohnt es sich, Geld für Foundation Paper auszugeben? – Hm, also dass das Papier transparent ist, macht es schon sehr viel leichter, ein schönes Motiv richtig zu erwischen. Wobei das jetzt beim Tall Tales Quilt Block nicht so schwierig ist. Was mir auch sehr gefällt, ist, dass das Papier dünn und geschmeidiger als mein normales Recycling-Druckerpapier ist. Ich bilde mir schon ein, dass man damit ein präziseres Ergebnis bekommt, weil das Papier nicht so steif und fest ist. Umweltfreundlich ist das Zeug natürlich nicht. Das Papier scheint eine Art Vlies zu sein. Es wird bei FPP ja leider nur einmal verwendet und dann weggeworfen. Mein Fazit: Foundation Paper muss man nicht haben, ist aber ein angenehmer Luxus. Ich befürchte, wenn man’s mal kennt, möchte man’s nicht mehr missen.

Wie ist deine Meinung zu Foundation Paper? Benutzt du so etwas? Oder kannst du bessere und günstigere Alternativen empfehlen? Schreib mir das gerne in einen Kommentar. Ich bin neugierig.

Hier bekommst du die Vorlage:

Die FPP-Vorlage für den Tall Tales Quilt Block kannst du in Kate Bastis Etsy-Shop Quilt With Kate kaufen. Falls du noch Anfänger:in bist, beachte bitte, dass in dem PDF nicht erklärt wird, wie Foundation Paper Piecing grundsätzlich funktioniert. Das musst du dir woanders aneignen. Du erwirbst nur die FPP-Vorlage zum Ausdrucken.

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21 Kommentare

  1. Also 57 Cent pro Blatt Papier finde ich schon echt heftig, vor allem weil auf den Vorlagen oft noch viel leerer Platz ist. Und kann man es überhaupt ins Altpapier tun? Ich habe mir einen 500er Pack Papier der Stärke 60g gekauft (ich meine der lag bei unter 5 Euro), das lässt sicht auch gut herausreißen und ist nicht so steif wie Normalpapier und auch etwas durchsichtiger. Viele verwenden Freezer Paper, das kann man wohl mehrfach verwenden, habe ich aber nicht probiert. Bei Regina Grewe kann msn auch Papierbögen für FPP bestellen, die habe ich aber auch nicht probiert.
    Liebe Grüße, Ulrike

    • Danke für deine Tipps, Ulrike!

      Ich denke nicht, dass man das June Tailor Paper zum Altpapier werfen kann. Das ist ein Vlies und muss zum Restmüll.
      Einfach sehr leichtes, dünnes Papier zu kaufen, daran habe ich noch nicht gedacht. Das ist natürlich auch eine Idee. Freezer Paper kenne ich nur als Rolle, das lässt sich ja nicht in den Drucker schieben. Aber wie kann man Freezer Paper denn mehrfach verwenden? Das verstehe ich nicht, das muss man doch auch herausreißen, oder nicht?

      Liebe Grüße
      Katharina

      • Wie das mit dem Freezer Papier funktioniert habe ich auch nicht verstanden. Ich habe sogar Papier der Stärke 40g gefunden mit 20€ für 500 Blatt, das sind (wenn ich mich nicht verrechnet habe) 4 Cent pro Blatt (andere Angebote waren deutlich teurer) . Ob das der Drucker zu Hause „frisst“ oder es zu dünn ist, müsste man ausprobieren.
        Liebe Grüße,
        Ulrike

      • Hallo,
        Nein, Freezerpapier wird auf den Stoff gebügelt, dann näht man knapp an der Kante entlang und zieht das Papier später wieder ab. Es gibt auf Youtube tutorials die das gut erklären. Es bietet sich an, wenn man ein Motiv mehrfach nähen möchte. Natürlich muss man das Motiv durchpausen, da es nicht in den Kopierer geht. Zumindest mache ich das so. Wenn ich ein Motiv nur einfach nähe mache ich es normal auf dünnerem Papier.
        Liebe Grüße Sonja

        • Danke für eure Antworten, Ulrike und Sonja!
          Ich kann mir das mit dem aufgebügelten Freezerpaper noch nicht so ganz vorstellen. Aber ich werde mir das mal auf YouTube anschauen. Ihr habt mich neugierig gemacht. Wobei ich allerdings sagen muss: Vom Durchpausen bin ich keine allzu große Freundin.
          Liebe Grüße
          Katharina

  2. Liebe Katharina,
    ich lese Deinen Blog, glaube ich, nur wegen der schönen Stoff- und Motiv-Fotos! 😉
    Wieder sehr zauberhaft geworden … Leider finde ich gerade kaum Zeit und Muße für solche Kleinkunst. Aber ich bin immer wieder sehr fasziniert und lese gerade sehr viel darüber. Unter anderem im Bernina-Blog, und ich erinnerte mich an eine Anleitung, bei der das Papier mehrfach verwendet werden kann. Ich habe keine Ahnung, ob das auf alle Muster übertragen weder kann. Das müsstest du einfach mal ausprobieren. https://blog.bernina.com/de/2022/01/sugaridoo-naehen-block-flynn/
    Heute scheint zwischen Sturmwolken hier nach Wochen mal wieder ein bisschen Sonne!
    Einen schönen Sonntag wünscht
    Maike

    • Liebe Maike,
      das freut mich, dass dir meine Stoffwahl so gut gefällt. 🙂
      Du hast recht, für solche „Kleinkunst“ braucht man schon Zeit und einen freien Kopf. Vielen Dank für den Link zum Bernina-Blog. Die Anleitung kannte ich noch nicht. Interessant! Das werde ich mir bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen und ausprobieren. Danke dir!
      Liebe Grüße
      Katharina

  3. Guten Morgen!

    Freezer Paper wollte ich auch empfehlen. Das gibt es auch in A4 Bättern, die ebenfalls mit Tintenstrahlern (ausschließlich, wegen der Wachsschicht) bedruckbar sind. Im Prinzip arbeitest du wie mit dem Papier, nur dass Du durch Bügeln die Stoffstücke zeitweilig fixierst und an den vorher vorgefalteten Linien, die die Segmente trennen, das Papier wegklappst und an dieser Kante ganz eng nähst. Dadurch kann man die einzelnen Vorlagen einige Male benutzen und hat weder soviel Müll noch muss man die genähten Teile mühsam vom Papier befreien.
    War für mich wirklich ein Gamechanger!

    Liebe Grüße und frohes Nähen,

    Mareike

    • Liebe Mareike,
      das wusste ich nicht, dass es Freezer Paper mittlerweile auch in A4 gibt und dass man es bedrucken kann. Das klingt vielversprechend. 🙂 Danke für deine kurze, prägnante und verständliche Erklärung. Ich glaube, ich habe jetzt eine leise Ahnung davon, wie es funktioniert. Sehr interessant! Das muss ich unbedingt ausprobieren. Hab vielen Dank für deinen Gamechanger-Tipp! 🙂
      Liebe Grüße
      Katharina

  4. Vielen Dank für den link zu den Stoffen. Ich hatte letzthin bei Verena geguckt, aber da waren die schönen Heather Ross Stoffe noch nicht da. Ich hätte wahrscheinlich nicht nochmal nachgeschaut, weil ich dachte, es gibt sie dort nicht. Nun freue ich mich, dass sie doch viele neue Stoffe dazu bekommen hat und ich kann zuschlagen! Vielen Dank und deine Blöcke sind ganz reizend. Übrigens bin ich auch kein Fan von braun, aber in diesem Fall, nämlich den eines kleinen Cowboys, ist die Farbe perfekt!

    • Hallo Claudia,
      das freut mich, dass du auch so ein großer Heather-Ross-Fan bist und ich dir hier einen Tipp geben konnte. Die kleinen Cowboys sind wirklich toll! … Und Braun wird meiner Meinung nach total unterschätzt. 😉
      Liebe Grüße
      Katharina

  5. Liebe Katharina,
    deine beidenBlöcke sind ganz entzückend. Sie gefallen mir sehr gut. Da mag ich sogar das Braun, denn eigentlich ist Braun nicht meine Farbe.Ich habe hier auch Freezerpaper liegen aber mein Drucker mag das leider nicht. Jetzt habe ich mir Foundationspapier zugelegt und das geht besser.

    Liebe Grüße Marita

    • Danke schön, Marita! Das freut mich, dass dir meine Blöcke gefallen. 🙂 Es gibt viele sehr hässliche Stoffe in Braun, das stimmt schon. Aber wenn sie etwas moderner sind, können sie doch sehr schön sein, finde ich. 🙂 Schade, dass dein Drucker das Freezerpaper nicht mag. Mal sehen, was mein Drucker sagt, wenn ich es demnächst ausprobiere.

      Liebe Grüße
      Katharina

  6. Liebe Katharina,

    ich habe beim Sugaridoo-Quilt-Along von Bernina auch das FPP mit Freezer Papier gelernt (und auch schätzen gelernt). Es ist mehrfach verwendbar, weil du das Papier auf den Stoffen mit Hilfe des Bügeleisens fixierst und neben dem Papier nähst. Ich zeichne allerdings die Vorlagen mit Hand auf das Papier und nutze die gedruckte Vorlage dann als Schablonen.
    Teebeutelpapier geht übrigens auch, das brauchst du auch nicht ausreißen. Zum Bedrucken kann ich da allerdings nichts sagen. Ich zeichne, wie schon geschrieben, per Hand…
    Die Blöcke sind wieder traumhaft schön. Was hast du damit vor?

    Liebe Grüße, Kathrin

    • Ich werde eine Kissenhülle daraus nähen. Ich liebe kleinformatige Federkissen, hab hier ein Inlett in der Größe 25 x 40 cm liegen. Die beiden Blöcke passen mit etwas Abstand genau auf die Vorderseite. Wenn es fertig ist, werde ich es bestimmt hier im Blog zeigen.

      Vielen Dank für deine Tipps, liebe Kathrin! Wenn ihr alle so von Sugaridoo schwärmt, muss ich mir das doch unbedingt mal anschauen. Der Quilt-Along ist komplett an mir vorbeigegangen. Ich war vorhin schon mal auf der Webseite von Sugaridoo, um zu schauen, was mit Teebeutelpapier gemeint ist. Kannst dir vorstellen, was meine Assoziation war!? Ich musste natürlich erst mal an den Kamilleteebeutel denken. 😀

      Liebe Grüße
      Katharina

  7. Hallo Katharina!

    Ich benutze Tea Bag Paper von Sugaridoo. Damit bin ich ganz zufrieden und spare mir auch noch das ausreißen! Wenn ich einfache FPP Blocks mehrfach nähe, dann nutze ich Freezer Paper. Das geht wunderbar.

    Lieben Gruß, Sonja

    • Hallo Sonja,
      das Tea Bag Paper von Sugaridoo kann man aber nicht bedrucken, oder? Ich habe gesehen, dass Irene es meterweise verkauft. Oder gibt es das auch in A4- oder Letter-Format?
      Liebe Grüße
      Katharina

  8. Ich mache schon seit Jahren – ab und zu – FPP und immer mit ganz normalen Druckerpapier.
    Deswegen werde ich das mit Spezialpapier gar nicht erst ausprobieren, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme. LOL.
    Das kann man ja auch kurz vors Fenster oder eine Lampe halten, dann sieht man das Motiv auch durch.

    Wichtig ist halt, dass man die Stichlänge ganz klein stellt, damit man es zum Schluss gut abreißen kann und dass man nicht zu viel Klebe für das erste Stück benutzt.
    Ich finde, es ist sehr wie puzzeln, und es wird unglaublich präzise, deswegen mag ich es manchmal ganz gerne.

    Aber sehr spannend!

    • Hi Tina,
      ich tue mir schwer mit der Fenstermethode. Während ich das Ganze an die Scheibe drücke und da überall meine Fingerdatschen hinterlasse, verrutscht mir der ganze Krempel… Und bei Fussy Cutting bin ich echt pingelig. Das muss auf den Mikrometer genau da sitzen, wo ich mir einbilde, wo es unbedingt hin muss. *lach* … Vielleicht liegt es daran, dass ich das erste Stück noch nie festgeklebt habe. Was du da erzählst, ist mir ganz neu. Sollte ich vielleicht mal ausprobieren. Hach, es gibt so viele Möglichkeiten und Methoden… Hast recht, FPP ist wie Puzzeln… oder wie Gehirnjogging. 😀
      Liebe Grüße
      Katharina

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