Mein Fazit | Lohnt es sich, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen? #11

Das Jahr geht zu Ende, und ich bin dir noch etwas schuldig: Mein DaWanda-Shop-Fazit. Meine ganz persönliche Antwort auf die Frage: Lohnt es sich, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen? Diese Frage habe ich im Frühjahr in den Raum geworfen und eine lange Artikelserie darüber geschrieben, um mir selber über die Zukunft meines Shops klar zu werden und mit dem Wunsch, dass du von meinen Erfahrungen und Beobachtungen profitieren kannst.

Mein Fazit | Lohnt es sich, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen? - Teil 11

In meinen Artikeln habe ich dir gezeigt, welche Kosten auf dich als DaWanda-Shopbetreiber zukommen, und dir am Beispiel eines Stiftemäppchens vorgeführt, wie viel Zeit ich von der Herstellung bis zum Verkauf brauche. Ich habe über den Wert von Handmade-Produkten nachgedacht, gut laufende DaWanda-Shops analysiert und dir 8 Tipps für deinen Erfolg gegeben.

Außerdem habe ich fünf DaWanda-Shopbetreiberinnen zu einem Interview eingeladen und sie nach ihren Erfahrungen und Erfolgstipps gefragt. Sehr offen haben Katherina, Christiane, *nane, Jana und Sarah aus dem Nähkästchen geplaudert und uns hinter ihre Shopkulissen blicken lassen.

Meine Kolleginnen haben mir vor Augen geführt, was neben tollen Produkten und Fotos auch wichtig ist: business drive! – Der unbedingte Wille, den Shop zum Erfolg zu führen. Mit genähten Produkten Geld zu verdienen, das passiert nicht im Schlaf. Das ist kein Selbstläufer! So nach dem Motto: „Ich näh ein paar schöne Sachen, und dann wird die schon jemand kaufen.“ Nein, sorry, dafür ist der Markt mittlerweile zu groß und die Platzhirsche zu mächtig.

Willst du wissen, was wirklich wichtig ist? Meine Interviewpartnerinnen haben es uns gezeigt: Leidenschaft und Fleiß bei der Produktentwicklung, beim Produzieren und beim Aufbau deiner Marke sind wichtig! Spaß am Präsentieren und Verkaufen! Hartnäckigkeit! Und die Flexibilität, jederzeit Kurskorrekturen vorzunehmen, also auch mal Produkte, die kein Mensch haben will, rauszuschmeißen. Auch wenn’s weh tut.

Ganz ehrlich: Dieses Fever spüre ich einfach nicht! Man muss der Typ dafür sein. Ich hab’s versucht und muss mir eingestehen: Mein Ding es nicht, zehnmal hintereinander den gleichen Schnitt zu nähen, Produktionsstraßen zu entwickeln und immer effizient zu sein. Die Artikel fotografieren, Fotos bearbeiten, bei DaWanda einstellen – Boah, mich langweilt das ohne Ende! Es ist doch immer der gleiche Prozess, immer wieder und wieder. Ich weiß, viele von euch finden das entspannend, und ich bewundere euch für eure Produktivität und eure wunderschönen Shopartikel. Mich macht es nicht glücklich.

Und dann kommt noch hinzu: Wenn ich was wirklich Schönes, Einzigartiges genäht habe, kann ich mich nur schwer davon trennen. Ich verschenke von Herzen gern genähte Stücke an meine Liebsten, ich näh auch gerne mal einen individuellen Auftrag für meine Schwägerin oder meine Mutter, aber das in Serie Produzieren und Verkaufen an Menschen, die ich nicht kenne, ist einfach eine andere Sache. Deshalb ist mein Shop auch viel zu oft viel zu leer gewesen. Dass sich da kein Erfolg einstellt, ja, da brauch ich mich echt nicht drüber zu wundern.

Nähen ist mein Yoga, und das soll auch so bleiben! Ich bin eine gemütliche Schildkröte, die sich komplett im kreativen Prozess verlieren kann und dabei entspannt. Ich nehme mir gerne Zeit, Stoffe auszusuchen, kann stundenlang in Webbändern, Reißverschlüssen und Knöpfen kramen und mit buddhistischer Ruhe und Hingabe eine Naht absteppen. Ich mag dabei nicht auf die Uhr gucken und mich beeilen müssen, mit dem Einpeitscher im Ohr „Mach hinne, es soll sich doch auch lohnen!“ Ich mag auch nicht immer nach Perfektion streben müssen, aber nichts anderes erwarte ich von Produkten, die ich an fremde Menschen verkaufe. Und am Ende dann der Frust, dass finanziell nichts hängen geblieben ist. Dafür die ganze Arbeit, für nix und wieder nix? Und womöglich die Freude am Nähen verlieren?

NEIN, für mich lohnt es sich nicht, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen! Es macht mir keinen Spaß, ich bin nur halbherzig dabei und deshalb hab ich auch keinen nennenswerten Erfolg damit. So einfach ist das. Aber etwas Anderes lohnt sich für mich: Der Verkauf von E-Books! Anderen erklären, wie etwas geht, komplexe Sachverhalte vermitteln, Workshops leiten, Konzepte entwickeln und Texte schreiben – Das hab ich schon immer beruflich gemacht, und DAS ist genau mein Ding.

Früher waren es andere Themen, heute ist es das Nähen. Es macht mir Spaß, Schnittmuster auszutüfteln und Nähanleitungen zu schreiben. Ich mag es, an meinen Formulierungen zu feilen und zu überlegen, welche Fotos die Nähschritte am besten illustrieren und wie ich die Anleitung logisch, für Anfänger verständlich, aufbauen kann. Auch die Zusammenarbeit mit meinen Probenäherinnen mag ich sehr, genauso wie im Internet zu entdecken, dass DU etwas nach meiner Anleitung genäht hast. Das ist einfach das Schönste!

Natürlich hab auf dem Gebiet der Schnittmuster-Erstellung noch viel zu lernen, und ich kann mich noch sehr verbessern, aber genau darauf habe ich Lust. Die E-Books sind zwar auch sehr zeit- und arbeitsintensiv, und natürlich brauche ich auch hier den nötigen business drive, um Geld zu verdienen, aber ich schaue dabei nicht ständig auf mein Smartphone und zähle die Minuten bis zum Feierabend. Ganz im Gegenteil. Da bin ich in meinem Element und spüre mein Fever… übrigens genau wie beim Schreiben dieses Blogartikels.

2016 wird es also weiterhin einen greenfietsen-Shop bei DaWanda geben, aber vorerst nur noch mit digitalen Nähanleitungen in Form von E-Books.

Und bei dir? Hat es sich für dich 2015 gelohnt, genähte Sachen zu verkaufen? Wie fällt deine ganz persönliche Bilanz aus?

Weitere Artikel:

1 – Genähtes auf DaWanda verkaufen – Lohnt sich das?
2 – Welche Kosten verursacht mein DaWanda-Shop?
3 – Der Weg des Handmade-Produkts und warum Zeitmanagement alles ist
4 – Wie viel ist ein Handmade-Produkt wert?
5 – Acht Dinge, die deinen DaWanda-Shop erfolgreich machen
6 – Interview / Katherina von „stitchydoo“ über das Verkaufen auf DaWanda
7 – Interview / Christiane Petscha über das Verkaufen auf DaWanda
8 – Interview / „Nane“ über das Verkaufen auf DaWanda
9 – Interview / Jana von „ambaZamba“ über das Verkaufen auf DaWanda
10 – Interview / Sarah von „Mädchenkram“ über das Verkaufen auf DaWanda

43 Kommentare

  1. Liebe Katharina, ich habe mich oft wiederentdeckt beim lesen. Ich hasse es, etwas mehrmals und unter Zeitdruck zu nähen. Ich will auch nicht genau so nähen, wie andere es wollen, sondern wie es mir gefällt. Daher ist verkaufen von solchen Dingen für mich auch gar nix. Ich freue mich allerdings sehr, dass du so schöne eBooks schreibst. 🙂

    Guten Rutsch

    • greenfietsen

      Danke, Kathi, für deinen lieben Kommentar! :-* Ich wünsche dir auch einen guten Rutsch in ein glückliches, kreatives Jahr 2016 ganz ohne DaWanda-Shop. 😉

      Liebe Grüße
      Katharina

  2. Liebe Katharina ,was für ein toller Artikel, ich gratuliere dir für diese Analysen.
    Du hast mit allem Recht. Am besten gefällt mir der Satz, dass die plarzhirsche so mächtig sind und dass du keine Serien magst, verstehe ich nur zu gut. Leider lohnen sich meine Püppchen uns Figuren auch nur bedingt, ich müsste die viiiel teurer machen aber dann verliere ich Kunden. Auchcich verliere mich in Bändern und bieten und der suche nach den schönsten Accessoires, siehe meine Hlg 3 Könige, aber das ist eben das fever bei mir, die Freude am Gestalten.
    Das du es bei E-books hast ist doch klasse -deine Passion,wie schön.
    Man muss seinen Weg finden.
    Ich denke du hast das, und ich mache auch so weiter. Einen lieben Gruß, cornelia

    • greenfietsen

      Liebe Cornelia, ich danke dir sehr für das Lob. Man muss einfach mit ganzem Herzen dabei sein, so wie du es bist. Schön, dass du die Freude am Gestalten deiner Blumenkinder nicht verloren hast. Trotzdem ist es schade, dass die Kundschaft nicht bereit ist, mehr für diese individuell angefertigten, sehr persönlichen und besonderen Stücke auszugeben. Vielleicht musst du auch einfach mal probieren, die Preise anzuheben, natürlich mit einer Erklärung, warum dies geschieht. Ganz liebe Grüße und einen guten Rutsch in ein glückliches, erfolgreiches Jahr 2016 wünsch ich dir!
      Katharina

  3. Hallo Katharina,

    danke für deine ehrliches und offenes Fazit. (und auch die anderen Artikel über dieses Thema im letzten Jahr) Ich kann vieles nachvollziehen, was du schreibst. Mich frustriert es am meisten, wenn ich etwas auf Lager habe, dass ich immer wieder im shop einstellen muss oder von Markt zu Markt schleppe und es nicht verkaufe. Dann liegt das tote Kapital dann in irgendwelchen IKEA-Plastikkisten im Keller, bis sich jemand erbarmt und das Teil abkauft, wenn es radikal reduziert ist (oder eben garnicht). Im Gegensatz dazu, erfüllt es mich individuelle Aufträge auf Bestellung zu nähen. Auch wenn dabei oft mein eigener Stil nicht zu 100 % durchkommt – aber die glücklichen Gesichter der Abholer entschädigen mich dafür 100fach. Und da sich mein Kundenstamm um meinen Wohnort orientiert (und nicht nur anonyme Internetbesteller meine Sachen kaufen) ist die Mund zu Mund Propaganda riesig und es kommen die Aufträge quasi mittlerweile fast von selbst reingeflattert.
    Ich freue mich auch sehr, wenn andere den Part der ebooks und Nähanleitungen übernehmen, weil das mal garnichts ist, wozu ich auch nur ansatzweise Talent hätte 😉

    Ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 wünsche ich dir und werde hier wieder fleißig lesen

    GLG Nadine

    • greenfietsen

      Hallo liebe Nadine,

      JA, genau so ist es! Diese frustrierende IKEA-Kiste habe ich auch und sehr viel daraus mittlerweile verschenkt. Das Lächeln und die Freude, die ich meiner Familie und Freunden mache, wenn ich ihnen etwas Selbstgenähtes schenke, ist mir viiieeeel mehr wert als die 3,50 Euro, die beim Online-Verkaufen hängen bleiben.

      Individuelle Aufträge nähe ich auch gerne, aber nur im Freundes- und Familienkreis und mit genügend zeitlichem Vorlauf… wenn die Schwägerin z. B. eine Windeltasche für einen Arbeitskollegen haben möchte oder meine Mama fragt, ob ich eine Tasche für ihre Freundin nähen kann. Das mache ich gerne. Da kann ich Schnitt und Stoffe absprechen, mich mit dem Geschmack des Beschenkten befassen und erfahre hinterher, wie es angekommen ist. Das finde ich toll. 🙂 Angenehm finde ich auch, dass ich innerhalb meiner Familie nicht meine Preise diskutieren muss. Sie wissen wie viel Zeit ich hineinstecke und wollen nicht, dass ich es umsonst mache.

      Ich freue mich, dass du dir in deiner Umgebung einen Kundenstamm aufbauen konntest und Erfüllung in den glücklichen Gesichertn findest. Das kann ich sehr gut verstehen, dass das viel schöner ist als der Verkauf an anonyme Internetbesteller.

      Ganz liebe Grüße und einen guten Start in ein glückliches, zufriedenes und erfolgreiches Jahr 2016 wünsch ich dir, liebe Nadine!

      Katharina

  4. liebe katharina,
    hah!!! nähen ist mein yoga…genauso isses auch bei mir!
    ich mag meine genähten sachen auch sehr gerne – für mich! oder auch, um anderen lieben menschen eine freude zu bereiten. aber nur, wenn ich lust drauf habe.
    dann steht mir mein perfektionismus auch nicht im weg 😉
    ich freu mich, dass du 2016 weiterblogst! und dass du uns vielleicht noch mit dem einen oder anderen e-book erfreust…und dass du genau das machen wirst, was du liebst.
    liebe grüße von der ostsee
    marion

    • greenfietsen

      Da sind wir uns doch ganz ähnlch, liebe Marion. 🙂 Danke für deinen lieben Kommentar! Weiterbloggen werde ich auf jeden Fall. Damit aufzuhören, das kommt gar nicht in Frage. Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr, Glück, Gesundheit und ganz viel Lust auf kreative Mußestunden! 😉
      Alles Liebe
      Katharina

  5. Guten Morgen liebe Katharina,
    ganz im Ernst, Du sprichst mir aus der Seele…denn auch ich habe vor ca. 2 Wochen beschlossen, mich auf das zu konzentrieren, was mir am meisten Freude bringt und nicht zu schauen, was gibt es bereits zu Hauf bei DaWanda und wie läßt es sich so abwandeln, dass ich beim Verkauf noch ein kleines Stück vom großen Kuchen der Bestseller abgreifen kann?
    Der Markt ist mittlerweile so groß, dass es einfach schwer ist, seinen Platz zu finden, wenn man einfach nur dabei sein will, aber man kann sich dem Druck nur schlecht entziehen, den man sich ja selbst macht, mal zu den richtig Großen zu gehören.
    Der Markt ist unübersichtlich und es gibt leider wenig oder nur sehr wenig Vielfalt in den Produktangeboten. Möchte man was spezielles anbieten, dann läuft man schnell Gefahr, nicht gefunden zu werden, egal wie schön die Sachen sind, die man macht.
    Außerdem gibt es einfach bei DaWanda Dinge, die mich stören und die es dem Verkäufer nicht leicht machen, wirklich seinen Platz in der Produktpalette zu finden. Es wäre schön, wenn z.B. der Verkäufer die Möglichkeit hätte, Produktmanagement zu betreiben und so rauszubekommen, welche Art von Mützen es zum Beispiel schon zu Hauf gibt und welche nicht…es wäre eigentlich gar nicht so schwer.
    Naja und außerdem kann nichts schief gehen, wenn man seinem Herzen folgt, egal, ob man einen Shop eröffnet, reduziert oder schließt.
    In diesem Sinne, ich habe gelesen, dass Du weiterhin Ebooks anbieten möchtest. Daher möchte ich Dir gerne meine Hilfe als freiberufliche Schnittdirectrice anbieten, falls Du mal eine etwas größere Sache planst.

    Ganz liebe Grüße und viel Erfolg bei all Deinem Tun!

    Danke für diesen Beitrag,
    Ayse

    • greenfietsen

      Hallo liebe Ayse,

      da sprichst du einige Probleme an, die ich ganz genauso sehe. Das meiste gibt es schon zu Hauf bei DaWanda. Wenn ich beim Suchwort "Stiftemäppchen" 2.592 Ergebnisse auf 74 Seiten angezeigt bekomme, ist doch klar, dass die Käufer keine 74 Seiten durchforsten, sondern höchstens die ersten 2-3, und wen finden wir dort? Die Top-Verkäufer mit Kundenstamm im Tausenderbereich! Die Shops, die oft und viel einstellen und sich in den letzten Jahren mit viel Fleiß ein stabiles Unternehmen aufgebaut haben. Wer jetzt noch auf den Markt drängt, kann sich ohne richtig gute Nischenidee, sehr viel Einsatz und hervorragender Webpräsenz (Blog, Facebook, Google+, Instagram, etc.) nur schwer behaupten.

      Ich denke auch, man sollte auf sein Herz (und seinen Verstand) hören und auch mal einen Schlussstrich ziehen, wenn man merkt, das funktioniert so nicht. Als ich meinen Shop 2014 eröffnete, hab ich mir schon gedacht, dass es nicht so einfach sein wird und dass ich etwas Geduld mitbringen muss. Aber dass es sooo schwer sein würde, hatte ich mir nicht vorgestellt. Vielleicht hätte mich mehr Erfolg auch mehr motiviert, aber im Grunde habe ich schnell gemerkt, dass es für mich Schildkröte kaum möglich ist, mit nennenswertem finanziellem Gewinn zu produzieren und zu verkaufen. Und die Leidensfähigkeit und Opferbereitschaft, für'n Appel und 'n Ei zu arbeiten, mich selbst weit unter Mindestlohn auszubeuten, die habe ich nicht mehr. Die Zeiten sind vorbei. Nähen, um Geld zu verdienen, ist Arbeit und muss würdig entlohnt werden.

      Ganz liebe Grüße und vielen Dank für dein Angebot. Ich habe noch nie eine Schnittdirectrice getroffen, jetzt wenigstens mal virtuell. 🙂

      Alles Gute für dich!
      Katharina

  6. Liebe Katharina,
    ich möchte mich bei dir nochmal für die tolle Blogreihe und die interessanten Einblicke danken!
    Wenn das Nähen für dich dein "Yoga" ist, wie du schreibst, sollte man sich sowas auch bewahren und nicht durch Erfolgsdruck kaputtmachen lassen.
    Ich wünsch dir ganz viel Erfolg und Freude mit deinen Ebooks und bin schon gespannt, was wir nächstes Jahr zu sehen bekommen 🙂
    Liebe Grüße,
    Ronja

    • greenfietsen

      Gerne, liebe Ronja! 🙂 Ich freue mich sehr, wenn ich dir mit meiner Artikelreihe interessante Einblicke geben konnte. Ich glaube, generell sollte jeder gut überlegen, ob er sein Hobby wirklich zum Beruf machen sollte. Es birgt immer die Gefahr, den Spaß daran zu verlieren. Danke für deinen Kommentar! :-*
      Liebe Grüße
      Katharina

  7. Liebe Katharina, das war eine sehr ausführliche Reihe und Beleuchtung der Dinge, die ich stets gern mitgelesen habe, selbst wenn sie für mich nicht direkt relevant war, da ich ja bekanntlich keinen Shop habe und auch in Zukunft keinen haben werde. ebenso wie ich mich beispielsweise gegen eine Zusammenarbeit mit Markerist entschieden habe, weil es nicht in meinen Lebensplan passt, so wie die Produktionsstraßen nicht in den deinen passen … bevor ich jetzt aber völlig abschweife … darüber ließe sich deutlich schöner bei einer gemütlichen Tasse Tee mit dir erzählen, als getippt per Handytastatur .,. komme ich nun endlich mal zum Punkt und danke dir für deine investierte Zeit und Energie für diese Reihe, danke dir für's da und du sein ❤️ freue mich, dass du deinen Weg, deiner Leidenschaft und deines Fevers entsprechend gefunden hast ❤️ Sage YAY! Das machst du großartig und wünsche dir weiterhin viel Freude und Erfolg ❤️ Und drück dich lieb,
    deine Gesine

    • greenfietsen

      Liebe Gesine,
      das ist schön, dass du trotzdem immer gerne mitgelesen hast. Schön hast du das formuliert: Die Produktionsstraßen passen nicht in meinem Lebensplan. *hihi* Genauso ist es. Die Datenautobahn hingegen passen sehr gut – bei uns beiden, würde ich sagen! :-)) Vielen Dank für deine lieben Worte. Ich freue mich sehr darüber und drück dich lieb zurück. :-*
      deine Katharina

  8. Meine liebe Katharina.
    Erstmal hoffe ich, dass du wunderbare Weihnachten hattest,schöne Stunden km Kreise deiner Liebsten verbringen konntest und zur Ruhe gekommen bist!? Dein Fazit zu deinem Shop und dem Verkaufen auf DaWanda würde ich genau so unterschreiben. Mich trieben diese Gedanken ja auch vor gut einem Jahr dahin meinen Shop zu schließen. Der Markt ist zu groß und auch mein Ding ist es nicht Einzelstücke in mehrmaliger Anfertigung herzustellen. Schafe finde ich es auf jeden Fall dass du deinen schönen Shop nicht mehr so betreiben magst, aber verstehen kann ich dich voll und ganz! Verkaufen ohne Verlust zu machen, kann man ja auch nicht wirklich. Aber was sage ich… du kennst das ja. 😉
    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück für 2016 und alles alles Gute für das nächste Jahr. ♡
    LG
    Lisa

    • greenfietsen

      Hallo liebe Lisa,

      ja, vielen Dank, ich hatte wunderbare Weihnachten und schöne Stunden mit der Familie. Ich hoffe, bei dir war es ganz genauso. 🙂 Ich fand das damals auch sehr schade, dass du deinen Shop ganz geschlossen hast (ich trenne mich ja nur von einem Geschäftszweig), aber habe das natürlich 100 Prozent verstanden und jetzt – mit der Erfahrung – verstehe ich es noch besser. Als schöne Erinnerung habe ich ja noch deine grüne Dame, eine meiner liebsten Frühlingstaschen ♥ , woran man sieht, dass ich viel lieber bei Bloggerfreunden Genähtes kaufe anstatt selbst für den Verkauf zu nähen. *lach*

      Ich wünsche dir auch ganz viel Glück für 2016, Gesundheit, Erfolg, Liebe und immer genug Tilda-Stoff auf Lager 😉

      Alles Liebe für dich!
      Katharina

    • Dankeschln. 🙂
      Das mir den Ebooks ist tatsächlich eine gute Sache. Ich hatte auch das Gefühl,das die wirklich gut laufen und die zu entwickeln und zu schreiben machte mir auch große Freude. Allerdings hatte ich die damals mit meinem Shop zusammen geschlossen… ein Ebooks gab es dann ja nochmal in einem Tante Ema Mook aber sonst liegen sie hier gerade ungenutzt auf meinem Rechner. Ich überlege noch was daraus werden soll…

  9. GENAU diese Zeilen hätten auch von mir sein können!! Nähen ist Yoga…entspannend…und bloooooß die neuste Kreation nicht hergeben, weil sie ist ja sooooo schön. Der ganze Aufwand den man betreiben muss, um so einen Shop zu befüllen und zu etablieren…NEIN DANKE! Auch nix für mich. Ich nähe gern für meine Kinder, meine Freundinnen, oder die Kinder meiner Freundinnen. Verkaufen liegt mir auch nicht so. Es fällt mir schwer den Leuten den Preis z.B. für eine Babydecke zu nennen. Die Materialkosten, die Zeit, die Nebenkosten… Blablabla…ätzend.
    Wenn ich mag, nähe ich eine, wenn nicht, dann nicht. Es ist mein Hobby (und kommt eh schon immer viel zu kurz). Und das soll es auch bleiben. Ich folge dir weiterhin gern auf Facebook, ich mag deinen Style. 😉
    LG aus Hessen! Anika

    • greenfietsen

      Danke, liebe Anika, das freut mich. 🙂 Ja, es muss einem liegen, das Verkaufen, Preise kalkulieren, Shop befüllen. Ist halt nicht jeder der Typ dafür.
      Ebenfalls liebe Grüße aus Hessen
      Katharina

  10. Hallo Katharina,
    ich habe deine Serie mit großem Interesse verfolgt, da ich ja selber ab diesem Jahr einen Dawanda-Shop betreibe.
    Für mich selber hat sich mein DaWanda-Shop rentiert – ok, davon leben kann ich nicht ;-). Aber so im Vergleich wenn ich sehe was ein Markttag für Anstrengungen (davor und am Tag selbst) einem abverlangen, dann finde ich die Verkäufe auf Dawanda recht "einfach verdientes Geld". Klar, ich kann mit meinen Kissen & Bezügen recht einfach "Vorproduzieren" und mir eine "Produktionsstraße" aufbauen. Da passiert an einem Abend schon recht viel – so läuft der Dawanda-Shop "nebenbei mit". Nebst den Verkäufen kann ich aber meinen Kunden in der Umgebung eine Seite bieten, über die sie sich informieren können und sich schon über fertige Kissen, Stickereien etc. informieren können. Da fällt die Beratung am Telefon dann viel leichter.
    Ich verstehe dich gut, dass eine Produktionsstraße kein Yoga ist 😉 für mich ist es aber die pure Entspannung, wenn ich weiß, ich kann bei meinem Kind bleiben, keine Kinderbetreuung (die es bei uns ja leider erst ab 4 Jahren gibt) suchen, und gut zum Haushaltsbudget beitragen – bzw. mein Hobby gut finanzieren.
    Ich drück' dir jedenfalls für deine Ebooks weiterhin die Daumen. Ich glaube zu 100% dass du damit dein "Steckenpferd" gefunden hast, und bin schon gespannt, was du als nächstes ausheckst :-).
    Alles Liebe & noch schöne Feiertage
    Veronika

    • greenfietsen

      Hallo liebe Veronika,
      wenn die Verkäufe auf DaWanda für dich recht einfach verdientes Geld ist, dann machst du alles genau richtig. Ich denke, du hast mit deinen Kissen ein tolles Nischenprodukt gefunden, das 100 Prozent zu dir passt. Es ist regional, es ist sehr speziell, es ist das Thema Gesundheit und du hast eine Gewinnspanne. Noch dazu nähst du sehr hübsche Hüllen dafür… Und wenn der DaWanda-Shop auch als Schaufenster für private Verkäufe dient und so gut in deinen Alltag mit Kind passt, dann lohnt es sich ja auf jeden Fall. Ich freue mich sehr, dass es bei dir so gut läuft und vor allem auch, dass du zufrieden mit deinem Geschäft bist. Danke fürs Daumendrücken und den Zuspruch. :-*
      Alles Liebe auch für dich und einen guten Rutsch!
      Katharina

  11. Liebe Katharina, auch von mir einen großen Dank für deine tolle "Verkaufen bei dawanda"-Reihe.
    In so vielem habe ich mich wiedererkannt, stimme dir zu und sehe die Schwierigkeiten.
    Nähen ist auch mein Yoga – und das wird es auch bleiben. Das Nebenprodukt Shop finanziert meine Ausgaben – er ist für mich nicht die Haupteinnahmequelle und glücklicherweise muss ich so auch nicht bangen, wenn es mal nicht läuft. Leidenschaft: ja, business-drive… :nein. Ich möchte nicht "von der Stange" produzieren, fahre den Shop aber unter anderem auch mit sehr gängigen Produkten. Das ist der eine Zweig, der besonders vor "Großereignissen" wie Weihnachten läuft. Der zweite, mir sehr viel liebere Zweig, ist die personalisierte Produktsparte. Genähtes, das einen Bezug zum Kunden hat. Einzigartig, nach Wunsch gefertigt. Das erfordert Einiges an Absprachen und damit auch Zeiteinsatz. Aber es ist einfach schön ganz besondere Wünsche zu erfüllen. Nicht immer ist das möglich und dann muss auch mal ein "nein" ausgesprochen werden… nicht einfach aber in manchen Fällen unabdingbar. Dann kommt mein dritter Zweig: die eBooks. Du sprichst mir aus der Seele – es ist toll, anderen die Freude am Nähen zu vermitteln und zu Näherfolgen zu verhelfen. Aber auch sie haben einen kleinen Haken. Ein eBook braucht eine gute Idee. Etwas Neues – zumindest zum Teil. Wenn man diese Idee hat – super!!! Aber sie lässt sich so schlecht erzwingen. Und so warte ich geduldig, bis es soweit ist und nochmal ein Geistesblitz einschlägt. 🙂 So ist das bei mir und mit meinem Shop.
    Ich wünsche dir ganz viele tolle Ideen für eBooks und viel Erfolg für deinen Shop in 2016. Ganz bestimmt hast du einiges in Planung und ich bin sehr gespannt darauf.
    LG Astrid

    • greenfietsen

      Liebe Astrid,

      ich schau öfters mal in deinem DaWanda-Shop vorbei und freue mich immer, dass es so gut bei dir läuft. Ich glaube, du hast deine Mischung und deinen Weg gefunden. Mit deinen Produkten, Stoffen, Stickereien und E-Books hast du eine mipamias-Marke aufgebaut. Man erkennt einfach immer, wo mipamias drin ist. 🙂 Alles passt zusammen und ist rund. Das bewundere ich sehr. Vielleicht ist es ja auch gerade deine Entspanntheit und der fehlende business drive, der deinen Erfolg ausmacht. 😉 Ich freue mich sehr, dass du zufrieden bist und bin sicher, es werden noch ganz viele wunderbare mipamias-Produkte über den Ladentisch gehen – ob zum Anfassen oder virtuell. Wenn dein nächstes E-Book genauso einschlägt wie das GO'n'JO, dann hab ich aber was zu tun! :-)) Ich freu mich drauf!

      Ich wünsche dir auch alles Liebe und viel Erfolg für 2016
      Katharina

  12. Liebe Katharina,
    vielen Dank für Deine ausführliche Reihe über das Für und Wider des Verkaufens auf DaWanda (und anderen Portalen).
    Du sprichst mir in vielem aus der Seele. Ich bin hin und hergerissen, ob ich meinen Shop so weiter betreiben will. Auf der einen Seite bleibt nur Zeit (neben Hauptjob und Familie), um eher schnelle, einfache Dinge anzubieten. Aber die gibt es schon zu Hauf. Und oft zu Preisen, deren Kalkulationsbasis mir schleierhaft ist. Andererseits habe ich dieses Jahr doch ganz gut verkauft. Und die Arbeit der letzten beiden Jahre hat sich vielleicht doch gelohnt.
    Aber das Nähen nach Schema "F" ist auch wenig befriedigend. Und inzwischen leidet auch das private Nähvergnügen. Wennn ich mal Zeit finde, dann muss es schnell gehen. Für Experimente, aufwändigere Schnitte oder Kreatives bleibt wenig Raum. Und manchmal habe ich das Gefühl, der Blick für liebevolle Details geht verloren, was mich manchmal unendlich traurig macht.
    Nachdenkliche Grüße, Birgit

    • greenfietsen

      Liebe Birgit,

      dieses Dilemma hatte ich auch: Nur in den einfachen, schnellen Dingen steckt eine Gewinnspanne, aber die gibt es schon tausendfach bei Dawanda und die Herstellung ist auf Dauer langweilig. Viel mehr Spaß machen aufwendigere Einzelstücke mit Liebe zum Detail, aber dafür Käufer zu finden, ist sehr schwer. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Auch muss man dafür die Zeit haben, wie du schreibst.

      Ich bin oft gefragt worden, warum ich in meinem Shop nur so einfache Sachen und keine großen, richtig tolle Taschen anbiete, wie ich sie selbst für mich nähe. Tja, wer will das bezahlen? Für die Tasche, die ich meiner Mutter zu Weihnachten genäht habe, habe ich gut 10-12 Stunden gebraucht. Ich bin mir sicher, dass sie auf einem Markt und wahrscheinlich auch online niemand für 40 Euro kaufen würde, weil "zu teuer". Meine Mutter fand sie "unbezahlbar". 🙂

      Dass viele DaWanda-Verkäufer so niedrigpreisig verkaufen, finde ich auch sehr problematisch. Oft denke ich: Da kann doch gar kein Gewinn drin sein. Ich weiß, ich bin nicht die schnellste Näherin, aber gewisse Handgriffe dauern doch – bei jedem Menschen! Es ist nur so zu erklären, dass diese Verkäufer ihren Shop als Hobby betrachten, von dem sie keinen großen Gewinn erwarten… oder schlecht in Mathe waren. 😉

      Vielleicht kannst du dir ja mal eine Näh- bzw. Kreativpause gönnen und spürst dann, welcher der richtige Weg für dich ist. Vielleicht kannst du ja auch deinem Shop eine neue Richtung geben. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute! Lass den Kopf nicht hängen! 😉

      Ganz liebe Grüße
      Katharina

  13. Liebste Katharina,
    nun konnte ich es endlich lesen. Ich kann dich ganz gut verstehen, weil ich nicht mal gerne Aufträge annehme. Ich bin genauso eine Schildkröte… die Mädels von meinem Mann haben gestern noch ein kleines W.geschenklein verspätet von mir bekommen, weil ich eines erst am Freitag zu Ende genäht hatte. Ich mag den Druck nicht und weiß, dass ein Hobby, das zu Pflicht wird irgendwann keinen Spaß mehr macht. Und dann kommt natürlich die Geschichte mit dem Preis und das Unverständniss mancher… hier kam eine Bekannte und sah ein paar von meinen Taschen… sie war begeistert, meinte ich könnte sie verkaufen und im selben Satz fast sagte sie: "nur deine Mühe und die Zeit bezahlt dir keiner"… und ich: "genau! aus dem Grund verkaufe ich nix, denn in jedem Teil steckt Augenlicht und Rücken, plus Zeit,die einem niemand zurückgeben kann"! So, 'ne Frechheit, sag' ich dir! puh…
    Ich freu mich jedenfalls auf deine zukünftige e'books und wünsche dir fürs neue Jahr klare Ziele und Gedanken und viel Kreativität plus Lust an das, was du tun willst und tatsächlich tust!
    Liebe Grüße,
    Betty

    • greenfietsen

      Liebste Betty,

      wenn man einen Job hat, der einen ausfüllt und von dem man seine Brötchen bezahlen kann… warum denn dann auch das Hobby zum Nebenjob machen? Warum denken wir überhaupt darüber nach? Schuld daran sind nur unsere Bekannten, Freunde und Familienmitglieder, die uns immer ins Ohr flüstern: "Das könntest du doch verkaufen! Das wäre doch leicht verdientes Geld!" Hah, von wegen. Es ist wie du sagst: Nicht nur Zeit steckt drin, auch unsere Gesundheit stecken wir da hinein. Rücken- und Nackenprobleme sind bei Näherinnen, glaube ich, nicht selten. Ich hatte ja die Idee, aus dem Nähen auf Dauer einen Hauptjob zu machen. Na ja: Haken dran! Ich danke dir sehr für deine guten Wünsche, liebe Betty! Ich wünsche dir auch alles Liebe, viel Glück, Zeit & kreative Stunden im neuen Jahr! Ziehen die Kubaner eigentlich auch rote Unterwäsche an Silvester an? 😉

      Ganz liebe Grüße
      Katharina

  14. Hallo meine Liebe, ich habe gar keinen Shop 😉 kann aber sehr gut nachvollziehen was Du meinst. Ich verschenke sehr gerne meine Sachen, aber sobald ich etwas machen muss macht es mir keine Freude mehr. Mal von meiner Berufstätigkeit abgesehen, möchte ich nur Dinge machen die mir Spaß machen und mich entspannen. Ganz liebe Grüße Tina

    • greenfietsen

      Wie, du hast gar keinen Shop, Tina? Wie gibt's denn heutzutage so etwas? *lach* … Ich finde, wir können uns glücklich schätzen, ein Hobby gefunden zu haben, das uns so gut tut und entspannt. Das ist viel wert. 🙂 Ganz liebe Grüße, Katharina :-*

  15. Sehr interessanter Artikel und er bestätigt mich in meinem "Ich mag nichts verkaufen"-Gedanken. Ich habe es noch nie ernsthaft probiert und würde auch am Drive und der Fließbandproduktion scheitern. Da liebe ich das individuelle und die absolute Eigenregie, die man als reiner Hobbynäher hat.
    LG
    Kerstin

    • greenfietsen

      Mir war das nicht so klar, deshalb musste ich es ausprobieren. 🙂 Danke für deinen Kommentar, liebe Kerstin!

      Liebe Grüße
      Katharina

  16. Liebe Katharina,
    ich habe Anfang des Jahres meinen Shop geschlossen. Zwar hatte ich einiges verkauft und nette Kundenkontakte, aber wirklich Geld konnte ich nicht damit verdienen. Außerdem hat mich bei DaWanda gestört, dass bei anderen Lädchen die (fast) gleiche Ware zu unverschämt günstigen Preisen angeboten wurde … von Steuern und anderen Nebenkosten haben diese Betreiber wahrscheinlich noch nichts gehört.
    Wie es bei mir in Zukunft weiter gehen wird weiß ich noch nicht, aber vielleicht habe ich meine Nische auch schon gefunden. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Ebooks und Anleitungen.
    Viele Liebe Grüße und ein erfolgreiches, kreatives neues Jahr
    Kerstin

    • greenfietsen

      Liebe Kerstin,

      ich erinnere mich noch gut an deine schönen, maritimen Taschen, die du verkauft hast. Ich fand das sehr schade, dass du deinen Shop geschlossen hast, aber kann es jetzt durch meine eigenen Erfahrungen gut nachvollziehen. Ich habe auch keine Lust, bei diesem Preisdumping mitzumachen, aber es bleibt einem fast nichts anderes übrig. Ich bin gespannt, wie es bei dir weitergeht und welche Nische du für dich gefunden hast.

      Auch für dich alles Liebe und ein glückliches, erfolgreiches 2016!
      Katharina

  17. Hallo Katharina,
    ich habe Deine Reiche fleißig mitverfolgt und auch ab und zu mal in Deinen kleinen Shop geschaut. Dabei ist mir auch bald aufgefallen, dass es nicht so einfach ist, vor allem dann, wenn man nur wenige Produkte im Shop hat und es daher auch nicht lohnt dafür zusätzliches Geld in Werbung zu stecken. Ich habe tatsächlich ebenfalls schon fast 2 Jahe meinen Shop, aber noch nie etwas verkauft…weil nichts eingestellt :-)). Beim Bloggen ist mir sehr schnell bewußt geworden, dass es sehr viel Arbeit macht, Dinge so im Bild festzuhalten, dass sie auch schön und naturgetreu rüberkommen.

    Diesen Aufwand für ein einzelnes Produkt zu betreiben ist einfach zu hoch. Dazu kommt, dass mit einfachen Sachen, die schnell gehen einfach mehr zu verdienen ist…eigentlich. Leider gibt es die in Massen und die Seitenzahl bei Stiftemäppchen ist ja noch niedlich…gibt mal bei Dawanda Kosmetiktäschchen ein.

    Ich habe ebenfalls ein Kleingewerbe und verkaufe meine Sachen hauptsächlich in einr Fachvermietung und direkt an meine Kollegen, Freunde und Bekannte. Bei der Vermietung ist es allerdings auch so, dass im Laden auch einiges an Konkurrenz herrscht und einige Damen die Preise kaputt machen. Dann wird nach irgendwelchen Produkten gefragt..meine Vermieterin fragt dann mich, ob ich sowas herstellen mag. Leider nicht nur mich…dann hat es im Laden plötzlich 5 Leute die Kindermützen nähen und ich mache mir die Arbeit teils umsonst. Außerdem soll ja möglichst oft Neues ins Regal, da viele Kunden dort eben die selben sind und dann die Sachen schon kennen. Ständig habe ich so einen inneren Druck, dass ich ja mal wieder was nähen muss..in der Hoffnung es zu verkaufen. So häuft sich mit der Zeit einiges an Unverkauftem an, was mich ebenso nervt…wohin denn damit? Ich habe mitlerweile auch eine riesige Ikeakiste mit Schals…mal sehen, was daraus nochmal wird. Ich werde mir daher im neuen Jahr erst einmal eine Regalfachpause gönnen..einfach um ohne Druck Neues zu probieren.

    Am liebsten sind mir tatsächlich persönliche Aufträge, denn auch wenn es dabei oft Vorgaben für Farben etc. gibt, lassen mir meine überwiegend persönlich bekannten Kunden sehr viel Gestaltungsfreiheit.Da macht es mir dann auch nichts aus,dass der Zeitaufwand für so ein Einzelstück gemessen am Preis viel zu hoch ist. Dann ist es wieder" Nähen ist mein Yoga" und ich kann mich wunderbar dabei entspannen.

    Letztendlich reicht es um das Hobby teilweise zu refinanzieren und irgendwann hat Frau auch selbst genug Taschen, Täschchen oder Loops.

    Zu den Ebooks muß ich sagen, dass ich hier selbst schon ziemlich abgestumpft bin, da muß schon echt was wirklich Neues und außergewöhnliches dran sein, dass ich mir das kaufe, weil ich mir viele Sachen einfach selbst erarbeite und ausdenke. Gut, das kann nicht jeder, aber ich bin immer wieder fasziniert, wofür es alles Ebooks gibt. Ich wünsche Dir daher viele tolle und außergewöhnliche Einfälle, damit Du mit Deinen Ebooks erfolg hast.

    Liebe Grüße
    Decofine

    • greenfietsen

      Liebe Decofine,

      ich hab's gemacht… Ich hab bei DaWanda den Suchbegriff "Kosmetiktasche" eingegeben. Es ist dann wohl doch ratsamer, bei den Stiftemäppchen zu bleiben! *lach* Über 26.000 Ergebnisse! *schluck* Wahnsinn!

      Mit Fachvermietungen habe ich bisher nicht zusammengearbeitet, deshalb finde ich deine Erfahrungen damit sehr interessant. Aber es ist ja wirklich schade und ärgerlich, wenn das da so unkoordiniert abläuft. Dass sich schnell sehr viel an Ware anhäuft, das hat mich auch genervt. Theoretisch müsste man sich zu Hause ein Warenregal hinstellen oder ein kleines Lädchen einrichten.

      Das ist es auch, was mir bei Aufträgen gefällt: Die Mischung aus Vorgaben und Gestaltungsfreiheit. Und ja, geht mir genauso: Bei privaten Aufträgen für meine Schwägerin z. B. ist meine Toleranz, was den Zeitaufwand angeht, auch sehr viel größer. 🙂

      Dass du dir nur noch selten E-Books kaufst, kann ich verstehen. Wenn man schon lange näht und schon viele Anleitungen auf dem Rechner angehäuft hat, dazu noch gerne selber Schnitte austüftelt, hat man einfach den Bedarf nicht mehr so. Ich denke aber, dass es 1. viele Nähanfänger und 2. viele "Faule" gibt, die es bequem finden, wenn sich jemand anders den Kopf zerbrochen hat. 🙂 Viele wollen nach der Arbeit in ihrer Freizeit einfach etwas nach Anleitung nähen und einen schnellen Erfolg haben, nicht lange tüfteln müssen. Ich selber kaufe aus diesem Grund auch gerne E-Books. Aber jemanden mit viel Näherfahrung muss man natürlich mit etwas ganz Besonderem vom Hocker hauen. Mal schauen, ob mir das 2016 gelingt. 😉

      Ich danke dir jedenfalls für deine guten Wünsche und
      wünsch dir meinerseits auch alles Gute, viel Erfolg und eine erholsame, inspirierende Regalfachpause!

      Liebe Grüße
      Katharina

  18. Hallo Katharina,

    da ist es ja, das lange herbeigesehnte Fazit 🙂

    Dein persönliches Fazit allein betrachtet erweckt in mir gerade ein bisschen den Eindruck, als gäbe es nur zwei Seiten: einmal den ständig produzierenden Roboter, der nichts anderes tut, als von morgens bis abends ungebremst mit 180 auf seiner Produktionsstraße hin und her zu düsen und auf der anderen Seite die gemütliche Schildkröte, die sich tiefenentspannt in ihrer Näharbeit verliert und den gesamten Prozess zelebriert und genießt. Dass dem nicht so ist, hast du aber mit deiner gesamten Artikelserie wunderbar gezeigt! Zwischen "Produktionsstress" und "Yoga" gibt es sooo viele Stationen und ich werde den Versuch, diese nun ebenfalls einer sinnbildlichen Spezies zuzuordnen, tunlichst unterlassen *lach*, ich will nicht wissen, was dabei herumkäme 😉

    Nein, Spaß beiseite. Ich bin froh drum, mich über die verschiedenen Stationen hinweg bewegen zu können, ganz so wie es mir gefällt und gut tut. Dieses Privileg habe ich ganz sicher aber nur, weil ich meinen Shop nebenbei betreibe und nicht auf den Erwerb angewiesen bin. Würde ich (fast) ausschließlich für meinen Shop nähen (müssen), würde auch mich das nicht erfüllen. Ganz im Gegenteil! Das wäre mir definitiv zu eintönig und ich würde ganz schnell den Spaß an der Sache verlieren!

    Mir ist es tatsächlich wichtig, mir das Nähen auch als mein Hobby zu bewahren! Bei mir entstehen ja so viele Dinge abseits des Shops, bei denen ich mich eindeutig in der Beschreibung der gemütlichen Schnecke wiederfinde, auf die ich niemals verzichten wollte!

    Es gibt also mehrere Wege, das eine muss das andere nicht ausschließen und jeder muss für sich selbst herausfinden, wo, wie und womit er sich wohl fühlt. Oft muss man Dinge erst einmal ausprobiert haben, um herauszufinden, ob sie einem liegen oder eben nicht.

    Ich freue mich, dass du für dich einen Weg (deinen Weg) gefunden hast und wünsche dir ganz ganz viel Erfolg beim Austüfteln neuer Ideen und eBooks! Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht 🙂

    Ich danke dir für diese wunderbare Artikelserie und die Mühe, die du dir damit gemacht hast! Ich habe alle Beiträge super gespannt mitverfolgt und für mich selbst einiges herausnehmen können. Ich bin mir auch sicher, dass jeder, der vor der Entscheidung "Shop ja oder nein" steht, sehr wertvolle Informationen daraus ziehen kann.

    Ganz liebe Grüße
    Katherina

    • greenfietsen

      Jaaa, du hast natürlich recht, Katherina. Zwischen Roboter und Yoga gibt's ganz viel dazwischen. 😉 Wobei: Gib mir dreimal hintereinander den gleichen Schnitt und ich fühl mich wie, na ja… schon fast ein bisschen wie ein Roboter. 🙂 Aber das sind ja meine ganz persönlichen Gefühle.

      Ich denke, es ist so, wie du sagst: Es gibt sehr viele verschiedene Wege und hängt von der Persönlichkeit und der Lebens- bzw. Berufssituation ab. Wenn man einen anstrengenden, fordernden Hauptjob hat, Kinder betreut, dann kann es auch sehr entspannend und schön sein, abends fünfmal hintereinander dasselbe zuzuschneiden und zu nähen. Wenn man den Shop nur nebenbei betreibt, ohne auf den Erwerb angewiesen zu sein, kann man ja auch nach den Lustprinzip arbeiten. Ich war/bin in der Phase einer beruflichen Umorientierung und eigentlich auf der Suche nach mehr. Mit "prekären Beschäftigungsverhältnissen" habe ich schon genug Erfahrung gemacht, deshalb bin ich vielleicht auch weniger bereit, für einen geringen Lohn zu arbeiten und habe schnell den Schluss gezogen, dass die Näherei für mich nicht funktioniert. Für jemand anderen wie z. B. Veronika (Kommentar oben) ist es aber genau das, was gut funktioniert. Sie stellt es richtig an, genauso wie du. Es ist also alles sehr individuell, da hast du absolut recht.

      Ich denke, du hast einen guten Mittelweg zwischen den Stationen für dich gefunden. Ich liebe deine Shopprodukte und deinen Stil. Deshalb kauf ich lieber bei dir ein als meinen eigenen Shop mit genähten Artikeln zu füllen. *lach*

      Ganz liebe Grüße & einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsch ich dir, liebe Katherina!

      Katharina

  19. Liebe Katharina,
    Danke für die Artikelserie! Ist und war sehr interessant und ich kann mich den Vorrednerinnen in den meisten Teilen anschließen….aber ich kommentiere hier, weil ich gerade begeistert bin, von den wertigen Kommentaren, aber auch vor allem davon, dass du auf jeden antwortest…das beeindruckt mich gerade! Toll!
    Liebe Grüße
    Nicole

    • greenfietsen

      Liebe Nicole,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich freu mich sehr darüber. 🙂 Ich bin auch begeistert von den Kommentaren, wie offen und ausführlich alle von ihren Erfahrungen berichten, das ist einfach toll! Deshalb ist es mir auch ein großes Bedürfnis, jedem zu antworten, auch wenn es etwas dauert. Leider schaffe ich es nicht immer bei jedem Blogpost, auf alle Kommentare zu antworten. Das ist zeitlich einfach nicht mehr möglich.

      Ganz liebe Grüße & einen guten Rutsch morgen! 🙂
      Katharina

  20. Liebe Katharina,
    danke für diese tolle Zusammenfassung – ich habe die Einzelbeiträge ja sehr gerne und interessiert gelesen. Einen Dawanda-Shop habe ich nicht und bin auch wie du nicht der Typ, der viel in Serie auf ein Vielleicht hin näht. Selbst klassische Auftragsarbeiten finde ich manchmal nicht so befriedigend. Dass dein Fever bei Ebooks liegt, kommt uns allen zugute, insofern danke 🙂 Ich freue mich auf deine Taschenidee wie auf weitere Blogbeiträge von dir. Guten Rutsch!
    LG. Susanne

  21. Guten Tag Katharina
    dein Blog kenne ich noch nicht lange, schaue aber immer wieder mal rein und lese mit. Ich nähe seit ich ein kleines Mädchen war, wo nähen noch verpönt war und wo keiner wusste, wie es sich anfühlt, was eigenes zu tragen, jetzt tun es irgendwie alle. Ich immer noch. Einen online-Shop habe ich in der Schweiz versuch zu haben, denn ich habe kein Problem, die gleiche Tasche öfters zunähen, da ich sie immer mit anderen Stoffen nähe, gibt es doch immer wieder was anderes. Doch ich habe mein Shop auf ende Jahr geschlossen, denn das einstellen, Werbung machen und eben mir unbekannten Leuten die Sachen zu schicken, oft kein Dankeschön zu kriegen, war nicht mein Ding. Aber seit März 2015 habe ich mit 3 Kolleginnen zusammen einen Laden und verkauft dort meine Taschen, und da stehe ich 6-8 mal im Monat im Laden und sehe die Leute, die meine Taschen anfassen und auch kaufen, ich erfahre das die weiter verschenkt werden, oder für sich selber sein wird, oder nach Israel, Indien Kanada etc. reisen, als Souvenir aus der Schweiz. Das ist genau das, was ich wollte und ich freu mich, wenn wir im März nach der Winterpause wieder öffnen und bis Weihnachten wieder geöffnet haben. So nun wünsche ich dir ein tolles 2016 und ich mache bei der Taschen-Sea-along 2016 mit.
    Liebe Schneematschige Grüessli
    Muriel

  22. Hallo Katharina

    Es machte mir sehr viel Spaß in Deinem Blog zu lesen. Heute erst entdeckt und ich werde bestimmt regelmäßig hier reinschauen.

    Genauso, wie Du beschrieben hast (und dabei musste ich schmunzeln!), fühle ich und genauso bin ich: "eine gemütliche Schildkröte"! Will mich nicht von meine mit sehr viel Liebe, Leidenschaft und mit teurem Material angefertigte Sachen trennen! 😉 Auch nicht von meine Vögel-Aquarellbilder!

    Diese Sachen habe ich angefertigt und hatte sie vor ein paar Jahren in meinem DaWanda-Shop angeboten. Sie waren den Leuten wahrscheinlich zu teuer und ich wollte sie nicht zum Dumping-Preis verkaufen.

    Übrigens, auf FaceBook hatte ich zwischendurch Bestellungen für zwei Stoffeulen und zwei Kümmermonsterchen!

    Und jetzt nähe ich nur noch für mich und meine Familie. Vorhänge, Kissenbezüge, Herzchen, Röcke, Kleidchen. In Internet gibt es eine Füllhorn von Ideen und Inspirationen. Sowie auf Deinem Blog zum Beispiel. 😉

    Ganz liebe Grüße aus Filderstadt
    Linda Felkel

  23. Hallo Katharina, ganz herzlichen Dank für diese hervorragende Artikel-Serie in ihrem Blog!
    Zu ihren Blog gelangte ich, weil ich 'Selbstgenähtes verkaufen' eingab; aber aufgrund ihres ehrlichen Berichtes bin ich nun sehr ernüchtert was den Verkauf meiner selbstgenähten Sachen betrifft – zumindest über den Dawanda Shop.
    Schon bei ihrem Post #2 wurde mein Staunen immer größer, was da alles bedacht werden muss, mit welchen amtlichen/rechtlichen Dingen ich mich befassen müsste und welche Kosten auf mich zukommen würden! Aufwand und Kosten stehen in meinem Fall in keinem Verhältnis.
    'Nähen als Yoga' trifft mein Verhältnis zu meinem Hobby sehr gut – ich tanke dabei auf. Bisher habe ich meine Schätzchen zu Geburten, Taufen, Geburtstagen verschenkt; sie als Mitbringsel bei Einladungen überreicht oder zu anderen Gelegenheiten weitergegeben. Da ich sehr gerne neue Schnitte und Modelle ausprobiere, liegen jedoch schon einige Teile im Regal, die ich weder alle selber nutzen noch verschenken kann. Hinzu kommt, dass Bekannte und Verwandte anfragen, ob ich ihnen ein Teil nähe/ verkaufe.
    Da haben es Leute mit den Hobbys Kochen und Backen einfacher – es wird aufgegessen und gut ist.
    Ihnen wünsche ich viel Erfolg mit ihrem Blog und ihren E-Books.
    Liebe Grüße
    MamaSchneider

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