Weebrawbag – Brauchen oder nicht brauchen, das ist hier die Frage

Seit Monaten gibt’s einen Taschenschnitt, der mir total gut gefällt. Er heißt „Weebrawbag“ und stammt von Laura Zuckerkuss. Ich habe schon so viele schöne genähte Beispiele gesehen. Muss das Spaß machen, die Stoffe zu kombinieren und das kleine Täschchen zu nähen, dachte ich da jedes Mal. Aber in mir nagte auch der Zweifel, ob das Beutelchen so nützlich ist. Was tut man da rein?

Weebrawbag

Das ist wieder typisch für mich. Andere freuen sich an dem schönen Schnitt und nähen einfach drauf los. Ich mach mir ’nen Kopp und hinterfrage alles tausendmal. Aber ich glaube, ich hab’s schon mal erzählt: Ich kann nicht wie am Fließband Sachen nähen, für die es keine gescheite Verwendung gibt. Dinge in die Welt zu setzen, die keiner so richtig braucht, das können wir uns heutzutage nicht mehr leisten, denke ich.

Weebrawbag

Aber vielleicht gibt’s ja auch ganz viele Verwendungsmöglichkeiten, die mir bloß nicht einfallen. Ganz hervorragend eignet sich die Weebrawbag auf jeden Fall, um darin etwas zu verschenken. Kürzlich hatte ich den Fall: Ich habe für ein Armband mit einem Silberanhänger eine schöne Verpackung gesucht. Na, das war doch die Gelegenheit, um endlich mal das Täschchen zu nähen. Das Geburtstagskind mag pastellige Farben, liebt die Sonne und den Sommer. Also habe ich auf die Stoffkombi zurückgegriffen, die ich schon bei meinem Schwimmbad-Täschchen verwendet habe. Und nun rate mal, was das Geburtstagskind zur Weebrawbag gesagt hat! – „Hübsch, und was tu ich da rein?“

Weebrawbag

Die Tasche hat eine kastige, steife Form. Die Öffnung lässt sich nicht ganz zuziehen, es bleibt ein kleines Loch. Sie eignet sich also nicht als Kosmetiktasche. Auch aus den Fächern würde ja alles rauspurzeln. Nein, die Weebrawbag hat ihren großen Auftritt als hübsche Dekoration auf einem Regal. Tatsächlich kann ich sie mir am besten als Schmucktasche vorstellen. Wenn man sie auf der Rückseite und auch innen noch mit Fächern austattet, hat man ganz viele Aufbewahrungsmöglichkeiten für Halsketten, Armbänder und Ohrringe. Für den wenigen Schmuck, den ich besitze, würde es ausreichen.

Weebrawbag

Dass sich meine Weebrawbag nicht komplett zuziehen lässt, daran ist das Volumenvlies H 630 auf den Außenteilen schuld. Wenn du die Verstärkung weglässt, geht das natürlich besser. Auf den Stoff mit den Bikini-Schönheiten habe ich G 700 gebügelt. Das ist eine dünne Gewebeeinlage aus Baumwolle, die dem Stoff etwas mehr Festigkeit gibt. Der rosa Rand ist eine Fake-Paspel. Die bekommst du ganz einfach, wenn du den Innenstoff ein halbes Inch größer zuschneidest und nach dem Zusammennähen überstehen lässt.

Weebrawbag

Die Weebrawbag ist total schnuckelig und gefällt mir richtig gut, gerade auch, weil sie so einen schönen, festen Stand hat. Es bleibt aber die Frage: Für was kann ich diese Tasche verwenden? Wenn du eine Idee hast, schreib mir gerne einen Kommentar.

11 Kommentare

  1. Eva Steinert

    Guten Morgen,
    wie schön…
    Ich würde das Täschchen für kleine Häkelprojekte nutzen, für die man nur ein Knäuel Wolle braucht. Das Knäuel bleibt während des häkelns im Beutel, dann wirds auch nicht sandig falls man mal am Strand werkelt;)
    Einen schönen, entspannten Tag
    und liebe Grüße aus Franken
    Eva

  2. Diese Frage stelle ich mir schon solange wie ich Kurse mache. Da ich immer das aktuelle Projekt mindestens 1 mal genäht haben muss habe ich viele solcher Teile liegen. Eine Patentlösung gibt es nicht. Häufig macht es einfach Freude, sie zu nähen. Warte noch, es wird noch den großen Auftritt geben für die Tasche. Vielleicht mit Nähzubehör für eine Nähelevin. Beste Grüße von Rela

  3. Guten Morgen, ich habe mir auch eine Weebrawbag genäht und liebe sie. Ich bewahre darin meine Wonderclips auf und in den Außentaschen eine kleine Schere und ein paar Nähgarnrollen.

    Liebe Grüße, Barbara

  4. Ich hab mein Strickprojekt darin verstaut und kann es so überall mitnehmen, meine kleine Tochter alle ihre Fillypferdchen 😁

  5. Ich verstehe dein Problem. Ich hatte mal ne Phase in der ich ewig viele Taschen und Beutel genäht habe. Dann lagen sie alle rum und ich hab mich gefragt, was soll ich eigentlich damit. Einige habe ich inzwischen verschenkt und sie quasi als Geschenkpapier genutzt. Seit ich mehr Häkel habe ich auch Projekttaschen, wo ich bestimmte Wollkombies zusammen rein packe oder Wolle mit Anleitung.
    Aber seit ich mich frage wofür brauchst du die Tasche/das Utensio nähe ich deutlich weniger..

  6. Ach und ich hatte gehofft, Du sagst mir das 😉
    Ich finde sie nämlich auch total schön, hätte selbst aber keine Verwendung dafür und mir geht es da wie Dir, ich mag nur das dann nicht unbedingt nähen .
    Aber sie ist total schön geworden, Deine Weebrag 🙂

  7. Bauer Marion

    Du, könntest sie vorne noch mit kleinen Druckknöpfen verschließen oder mit Klettverschluss. In das Täschen könnten zb. Tampons und Slipeinlagen oder Haarklammern und Haargummis. Für was zum Naschen funktioniert es auch. So habe ich es schon verwendet oder verschenkt.

  8. Nähkäschtle

    Erst mal ist die sehr hübsch, aber mir geht es mit der Verwendung von Dingen wie dir. Ich würde sie zum Verschenken verwenden, als Knopfschachtel, für Süßes, für Haarspangen, für Tampons, für Ersatzschlüssel, … liebe Grüße Ingrid

  9. Ich dachte an kleines Kinderspielzeug wie Schleichtiere oder ein Puzzle oder so. Aber insgesamt kann ich dich verstehen. Vielleicht gehen auch Wattepads oder eben Tampons/Binden fürs Bad. Bei der Größe wäre sie bei mir wahrscheinlich eine Tasche, die zum Einsatz käme, wenn ich mal wieder ein Binding per Hand annähen müsste. Dann setzte ich mich vor den Fernseher und brauche eine Aufbewahrung für Schere, Garn etc.
    Aber die ultimative Lösung habe ich da leider auch nicht.
    LG Rike

  10. Ich würde diese niedliche Tasche, und ich muss sie unbedingt auch nähen, für meine Strickprojekte nutzen. Das ist mein zweites großes Hobby neben dem Nähen. Und Projekttaschen kann man nie genug haben. Funktioniert sie für mich, kommt sie auf die Ideenliste der Geschenke für meine Mädels, die ebenfalls stricken. Damit kann ich immer punkten 🙂
    Liebe Grüße Martina

  11. Mia Picker

    Ich finde es gut, dass Du einen Schnitt nicht nur bejubelst, sondern auch kritisch hinterfragst, z.B. bezüglich der Nutzbarkeit des daraus entstehenden Objekts.

    Ich bin auch oft hin und her gerissen zwischen der Lust an einem attraktiven Teil und der Frage „wozu brauchst Du das?“.

    Und nur als Geschenkpapier ist mir sowas zu teuer und zu aufwändig. Aber für Frauenkram im Bad oder Gäste-WC kann ich mir das Dingelchen in der Tat gut vorstellen. Wenn es dann noch farblich gut zu Handtüchern und Accessoires passt …

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