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Birnen-Mäppchen mit blauer Donau

 

„Hast du dir eine Schuhhülle genäht“, fragt mein Mann verdutzt, als ich ihm mein neuestes Nähwerk zeige… tsss… Ich weiß, euch muss ich das nicht groß erklären. Ihr seht sofort: DAS ist ein Mäppchen! Mit einem Reißverschluss so blau wie die Donau! Dorthin wird mich dieses neue Lieblingstäschchen in wenigen Tagen begleiten. Auf unsere Donau-Radtour! Und wisst ihr, was hineinkommt? – Keine Buntstifte, kein Fahrradflickzeug, keine Muskelsalbe, keine grüne Birnen! Nein, auch kein Notfall-Schokoriegel! Schaut her, ich zeig‘ es euch:

Stickgarn, Sicherheitsnadeln und eine kleine Schere… für schöne, neue Armbändchen!!! Euch muss doch klar gewesen sein, dass all die wunderbaren Schmuckstücke, die ihr hier bei mir verlinkt habt, mich nicht unbeeindruckt lassen würden… dass da noch was nachkommen MUSS!

Zumal es gerade überall Knüpfanleitungen hagelt, z. B. in der aktuellen Ausgabe der „Mollie Makes“ und im Blog von Frau Hamburger Liebe.

Und was wäre Platz sparender in unserem Fahrrad-Reisegepäck als ein bisschen Knüpfgarn!? Wenn ich dann abends nach 60 Kilometern Radfahren fix und fertig auf dem Hotelbett liege und mich vor Muskelkater kaum noch bewegen kann, wird das Armbändchen-Knüpfen sicher eine tolle Beschäftigung sein.

Hach, ich liebe einfach diese tetraederförmigen Täschchen!!! Ein Tick größer und man könnte sie glatt als Schuhhüllen verwenden! Genäht habe ich mein Birnen-Mäppchen nach der tollen Videoanleitung von Pattydoo. Meine Stoffquadrate waren 25 x 25 cm groß. Das fertige Mäppchen ist ohne Schlaufen 21,5 cm lang, 12 cm breit und exakt 10,5 cm hoch. Nun ja, jedenfalls groß genug, um bei RUMS mitzumachen.

Hotel Garni – Wie meine Garnrollen ein neues Zuhause fanden

Als Ordnung liebender Mensch habe ich mir schon lange einen Garnrollenhalter gewünscht. Endlich keine herumfliegenden Spulen und verhedderten Garnrollen mehr! Endlich nach Farben sortierte Rollen! Ein Traum! – Weil ich aber so selten mit Holz arbeite, habe ich den Heimwerkerkönig angesprochen. Und ich hatte Glück! Mit Feuereifer stürzte er sich in das Projekt und baute mir ruckizucki diesen wunderschönen Garnrollenhalter.

Aber „Garnrollenhalter“? Das klingt ganz schön altmodisch. Ein besserer Name musste her. „Hotel Garni“! Meinem Mann ist dieser witzige Name eingefallen. Dabei dachte er an ein kleines, lustiges Urlaubserlebnis im letzten Jahr. Da habe ich den Vogel abgeschossen, als ich eines Tages zu ihm meinte: „Also, diesen Garnis, denen gehört hier aber auch alles! So viele Hotel Garnis, alles in der Hand einer Familie!“

Ja, manchmal tun sich aus heiterem Himmel Wissenslücken so groß wie Krater auf, und es stellt sich die Frage, wie man bisher eigentlich so unbeschadet durch’s Leben kommen konnte.

Anleitung gibt’s bei mausolito. Zutaten habe ich vom Möbelschweden und aus dem Baumarkt. Der umfunktionierte Bilderrahmen ist 50 x 70 cm groß. Die Stäbe haben einen Durchmesser von 5 mm und sind 11 cm lang. 110 Rollen plus Spulen finden im Hotel Garni ein Zuhause.

Nachtrag 7. September 2013:

Die liebe Sabine von contadina’s way lädt zu einer Linkparty ein! Unter dem Titel „Machtzentrale“ sammelt sie Einblicke in unsere Nähzimmer und Handarbeitsecken. Auch genähte Nähmaschinenhüllen, Häkelnadelmäppchen, gepimpte Schubladenschränkchen und Hotel Garnis sind willkommen. Ihr könnt dort viele wunderbare, sehr persönliche Dinge entdecken. Schaut doch mal vorbei!