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Noch schöner wohnen | Stoffbild mit Wellenmeer

Ein Haus in ein Heim zu verwandeln, ist ein stetiger Prozess, sagt die Einrichtungsexpertin Holly Becker. Da gebe ich ihr Recht. Bevor ich Bilder oder Drucke aufhänge, die zwar schön sind, aber nichts mit mir oder meiner Familie zu tun haben, lasse ich die Wände lieber ungestaltet. Ich mag es, wenn mir die Dinge in meiner Umgebung etwas erzählen, wenn sie mich inspirieren und meinem Blick einen Ruheanker geben. Besonders gerne habe ich es auch, wenn diese Dinge selbst gemacht sind. Selbstgemachtes hat fast immer mehr Seelentiefe als Gekauftes.

Aber ein kreatives Zuhause entsteht natürlich nicht von jetzt auf gleich; das braucht Zeit und muss sich entwickeln. Deshalb habe ich mich besonders gefreut, dass Emma in ihrem Oktoberprojekt „Stoffabbau“ eine Woche dem Thema „Dekoration“ gewidmet hat. Meinen ersten Streich habe ich euch gestern schon gezeigt: ein
Patchwork-Stoffbild mit einer roten Vintage-Schreibmaschine, die mich
an meine Kindheit erinnert und für mich mit der Magie des Schreibens verbunden ist. Heute zeige ich euch zwei Bilder, von denen eines aufwendig und das andere ein 3-Minuten-Projekt war.



Türkis, Petrol, Apfel- und Lindgrün – Das sind Farbkombinationen, die ich sehr liebe. Perfekt eingefangen in einem Stoff, den mir die liebe Steffi von Tophill*Kitchen*Tour vor einiger Zeit schenkte und den ich in einen Stickrahmen gespannt habe. Manchmal können auch die kleinen, schnell gemachten Werke große Wirkung erzielen. Ganz wunderbar zu unseren türkis und grün gestrichenen Wänden passt auch das Patchworkbild mit Chevron-Muster, das ich nach der tollen Anleitung von Allie & Me design genäht habe. Die Maße habe ich ein wenig verändert, denn eigentlich ist Gesines Tutorial ja eine Anleitung für ein quadratisches Chevron-Kissen

Schon immer denke ich: Haben die es gut, die am Meer leben! Muss das toll sein, wenn man immer am Strand spazieren gehen kann, wenn man die Brandung hören, auf den endlosen Horizont blicken und sich an heißen Tagen in die Wellen stürzen kann. Das hügelige Mittelhessen ist zwar auch schön – keine Frage – aber am Meer, meine ich, ist man ein anderer Mensch. Ich habe in meinem Leben schon oft Urlaub am Meer gemacht – im Süden wie im Norden – und jedes Mal ist die Liebe ein Stückchen größer geworden. 


Meine beiden Stoffbilder verlinke ich heute bei Emma und bei Ankes Creadienstag. Übrigens: Das Fotografieren der Bilder war wegen der Spiegeleffekte diesmal ziemlich schwierig. Wenn ihr ganz genau hinschaut, könnt ihr mich im Glas des Bilderrahmens erkennen. *zwinker*

Pimp my Glücks-Spanngummi

Es gibt Glücksbringer, die trägt man an einer Kette um den Hals. Hufeisen über der Tür sollen Glück bringen genau wie vierblättrige Kleeblätter und Stoffhasen auf dem Autositz. Es soll ja sogar Leute geben, die nie im Leben ohne ihre Glücksunterhose in eine Prüfung gehen würden. Was es nicht alles gibt! *lach* Tja, und ich? Ich habe einen Glücks-Spanngummi.

Diesen zu finden war ein riesengroßer, glücklicher Zufall. Er lag einfach so in Südholland auf der Straße, als wir nichts auf der Welt dringender benötigten als einen Spanngummi. Im Frühjahr war das. Die Wasservorräte an Bord unseres Hausbootes wurden langsam knapp, und wir radelten deshalb mit unseren Leihfahrrädern zum nächsten Supermarkt. Schaut euch mal diese fürchterlichen Mini-Räder an! Wie soll man denn damit einen Sixpack 1,5-Liter-Flaschen transportieren?

Die Mannschaft hatte Durst, und so entschieden wir spontan, den halben Wasserkasten an den Lenker zu hängen. Eine ziemlich wacklige und auch gefährliche Angelegenheit! „Mann, wir bräuchten jetzt einen Spanngummi, dann könnten wir die Wasserflaschen auf dem Gepäckträger festschnallen“, konnte ich gerade noch so zu Ende denken, als mitten auf der Straße ein gelber Spanngummi lag.

Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und mir gleich hinterher noch 1000 Euro gewünscht, aber auf die warte ich immer noch. *lach* Na ja, man kann’s ja mal versuchen… Zur Verschönerung habe ich diesen fabelhaften Glücks-Spanngummi jetzt mit festen Maschen aus grüner und blauer Wolle umhäkelt. Wenn andere Leute Computer- und Lampenkabel umhäkeln, kann ich das auch mit meinem Spanngummi machen, dachte ich mir. Er befindet sich jetzt stets in der Seitentasche meines Fahrrads und wartet auf seinen nächsten Einsatz. Den aktuellen Einsatz hat mein Glücks-Spanngummi heute erst mal beim Creadienstag

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